Die Abenteuer von Bianca Forever und ihren Freunden Home | Profil | Archiv | Freunde
Ein Blog über Bianca Forever (einem von mir erfundenem Charakter), der mit seinen Freunden verschiedene, verrückte und magische Abenteuer erlebt.

Bianca Forever – auf der Suche nach dem goldenen Klavier14.04.2019

Nach längerem hin und her habe ich es erneut geschafft, ein Abenteuer von Bianca Forever und ihren Freunden fertig zu stellen. Da ich seit dem 19.04.2017 Klavier spiele und lerne hat es passenderweise den Titel: "Die Suche nach dem goldenen Klavier". viel Spaß beim Lesen!

 

Es ist schon eine Weile her, seit dem eher sonst ruhigen Örtchen Lighttown der letzte Kampf tobte. Eher gesagt, letzten Winter, bzw. Herbst war es, als Bianca den größenwahnsinnigen Bösewicht Tomaka mit ihrer neuen Attacke 'Blitzinferno', die sie durch die Windrose (eine Kombination aus Rosenkraft plus Windkraft ihres Freundes Storm Tornado, der den Rosenwind, weil er Biancas Rosenkraft zu seiner Windkraft dadurch bekam), erlernte und besiegte,sodaß der für immer das Zeitliche segnete. Bianca wurde zwar auch verletzt, nämlich, als es Tomaka gelang, vor seinem Untergang ihr ein paar Blitze entgegen zu schleudern, hatte sich aber wieder erholt.

Außerdem erlernte sie, als eine der Wenigen ihrer Art, ein Instrument, nämlich das Klavier, das sie schon immer gerne mochte. Warum sie es nicht in jungen Jahren erlernte, weiß sie nicht, aber ehe sie sich zu Tode langweilte, weil mal wieder eine 'Abenteuerflaute' herrschte, hatte sie sich an der Musikschule von Lighttown kurzerhand angemeldet und kurzentschlossen angefangen, Klavier zu spielen und das auch schon sehr gut. Frau Piano war jedenfalls zufrieden mit ihrer Schülerin und auch Bianca spürte, wie gut es doch tat, das Gelernte auf dem Klavier wiederzugeben. Storm hörte entspant dabei zu, wenn sie sich mal wieder an ihr Keyboard setzte und das Gelernte vom letzten Unterricht zu wiederholen.

 

Doch auch das Böse schlief nicht, wie man wußte. Britanella tobte, als sie erfuhr, daß Tomaka und Miss Umbrella gefallen waren. Sie überlegte, wen sie als nächstes auf die Erde sandte, um die verhasste Rosenfrau ein für allemal zu vernichten. Ihre Wahl fiel auf Xainado, ein Charakter, der zwar wie ein Schatten aussah, aber dennoch ein lebendiger Charakter war. So zogen er und seine Schatten los, während sich Britanella hämisch die Hände rieb: Denn auf Xainado mit der Macht der Rose zu attackieren war nutzlos. Seine eigene Schwäche war Licht und das würde Bianca nicht haben...

 

Warten wir es ab und werfen eine Blick in Biancas Vergangenheit, als es nur den Rosensamen gab. Denn auch Bianca war eine Aussirdische, wie ihre Artgenossen, die Wuschelköpfe, auch auf der Suche nach einer neuen Heimat, die ihrer alten ähnelte, da der Planet, von dem die Wuschelköpfe kamen, von einem schwarzen Loch verschlungen wurde. Dort floss auch der Sonnentau. Nein, diesmal ist nicht von einer fleischfressenden Pflanze die Rede, die wir ja unter dem Namen kennen, sondern Wasser, das direkt von der Sonne geküsst wurde, also als Regen kam, als zeitgleich die Sonne schien und dadurch wie flüssiges Gold aussah. So einen Tropfen trug der Wind durch die Gegend und er landete auf einem frischen Rosensamen von Wuschelkopf Rosa Forever – Bianca's Mutter. Und durch dieses Wunder hatte Bianca eben auch Anteile von der Kraft des Lichtes, von der sie selbst nichts wußte, ehe sie sich das erste Mal bemerkbar machte, da sie wie in einer Art Heiligenschein um den ganzen Körper leuchtete.

 

Als Bianca eines Tages mal wieder Klavier spielte, verdunkelte sich der Himmel, denn schwarze Wolken zogen auf. Sie blickte kurz auf, doch Storm beruhigte sie: „Ist bestimmt nur ein kurzes Gewitter. Lass uns einen Kaffee trinken“. Bianca nickte und packte ihre Noten zusammen.

Bianca nippte gerade an ihrem Kaffee, als Storm bemerkte, daß der Rosenstein an Bianca's Stirn blinkte. „Warum blinkt er bei einem Gewitter?“, fragte er. Bianca stand auf und sah es. Sie wußte sofort Bescheid. „Storm“, sagte sie. „Es droht Gefahr. Er hätte sonst nicht geblinkt. Besser, wir verkleiden uns und gehen zu den Feen und Nymphfen. Vielleicht finden wir darauf eine Antwort“. Storm nickte und kramte einen großen Mantel heraus, den er anzog, als Bianca auf seinen Schultern saß. Sie zog die Kapuze tief ins Gesicht und sie zogen los.

Als sie am Rand der Stadt waren, schauten sie sich kurz um, ob niemand sie sah und verschwanden schließlich in einem unterirdischen Gang, der sie sicher zu den Feen brachte.

 

Dort angekommen, konnte man ihnen vorerst auch keine Antwort geben, aber berichtete von einer Legende. „Kennt ihr die Legende vom goldenen Klavier?“, fragte die Fee. Bianca und Storm schüttelten den Kopf. „Okay, ich erzähle sie euch“, sagte die Fee. „Die Legende ist sehr alt. Aber es gab mal einen Albert Gold-Light, der sich zur Mission gemacht hat, ein Klavier aus purem Gold formen zu lassen. Aber nicht nur ein Besonderes, denn Manuel Lichterzauber legte noch einen Zauber über das Klavier, das sobald man darauf spielt, Noten aus Licht formte und in die Welt hinaustrug, um böse Mächte ein für allemal zu vertreiben. Damit mit dem Instrument jedoch kein Schabernack getrieben werden konnte, sorgte noch Lisa Lieblich dafür, daß nur reine Seelen das Intrument spielen und sehen konnten. Allerdings weiß niemand, ob es nur eine Legende ist oder wahr. Immerhin haben wir diese Karte hier gefunden“. Sie gab sie Bianca in die Hand. Sie sah auf eine Zeichnung vom Instrument, das helle Lichternoten in die Höhe steigen ließ. „Zufällig lerne ich gerade Klavier“, sagte Bianca mit großen, leuchtenden Augen. „Sollte es also existieren, sorge ich dafür, daß die Lichternoten die Dunkelheit verbannen“. Sie bedankten sich und wollten gerade gehen, als eine andere Fee kam. Sie hatte Kolibri Flick im Schlepptau, der von einer Horde Schatten in einer Festung mitten im Wald berichtete und einen Charakter namens Xainado, der immun gegen die Macht der Rose sein sollte. Bianca senkte daraufhin den Kopf. „Ich habe nur die Macht der Rose... Wobei, mir gerade einfällt, daß ich auch Anteile von der Kraft des Lichtes habe. Als die Rose, die mich geboren hat, noch ein Samen war, wurde er von einem Tropfen Sonnentau berührt, der von einem Windstoß durch die Lüfte getragen wurde“. Die Feen nickten. „Allerdings muß ich lernen, mit der Lichterkraft umzugehen“, sagte Bianca und senkte erneut den Kopf. „Auch, das kann ich übernehmen“, hörten sie eine weitere Stimme. „Ich bin Goldie, die Fee des Lichtes“. Bianca bekam große Augen. Sie nickte, daß sie mitkommen sollte, ehe sie sich wieder verabschiedeten und nach Hause gingen mit Goldie im Schlepptau.

 

Die nächsten Tage wurde neben dem Klavierspielen hart trainiert und erste Erfolge stellten sich nur sehr spät bis spärlich ein, doch schließlich schaffte es Bianca dennoch.

 

Auch erste Kämpfe gegen die Schatten standen an, bei denen viele Wuschelköpfe erstaunt zum Himmel blickten, um festzustellen, daß Bianca hell wie die Sonne selbst erstrahlen konnte. Immerhin verzogen sich die schwarzen Wolken vorerst wieder und die Sonne schien wie immer. Doch Xainado wußte, daß dies nur der Anfang war, als er nämlich eines Tages Bianca's Weg kreuzte, mußten Beide feststellen, daß sie sich sehr ähnelten. Xainado sah nämlich genaus aus wie sie, nur, eben, daß sein Schweif und seine Flügel anders waren. Aber auch er hatte braunes Haar, war blau und hatte ein Horn auf der Stirn. „Das, das das kann nicht sein“, stammelte Xainado. „Mir wurde gesagt, daß alle Verwandten tot sind...!“. Bianca nickte. „Wenn du mein Bruder wärst, dann wäre Bruno nicht der Einzige“. „Bruno?“, stammelte Xainado. „Bruno lebt?“. Bianca nickte. „Und Oililly und Julia“, fügte sie hinzu. „Ich habe auch Schwestern?“, sagte Xainado. „Dann hat man mir Unsinn erzählt...! Ich bin nur zu den Bösen, um Rache zu nehmen, daß du, Oililly, Julia und Bruno tot wären, um jeden fertig zu machen und dann sehe ich dich hier auf der Erde...! Ich kann nicht länger dein Feind sein. Gib mir die Hand, Bianca. Ich bin Xainado. Xainado Forever“. Sie gab ihm die Hand, ehe sie sich umarmen.

Britanella, die das aus der Nähe sah, konnte es nicht glauben. „Dieser Verräter!“, knurrte sie. „Jetzt kann ich die ganze Drecksarbeit machen...!“. „Nein“, hörte sie von hinten. Es waren die Crace-Geschwister, sowie die Hexen Coldy, Darky und Windy mit Poisoner und Earthquake im Schlepptau. „Wir haben mit dieser Forever noch eine Rechnung offen“, sagte Coldy und alle stimmten zu, außer Britanella. „Bringt mir Xainado! Dann sorgt dafür, daß er sich an gar nichts mehr erinnert! Er soll das hier zu Ende führen“. Die Crace-Drillinge Lydia, Darkina und Emily Crace machten sich auf. Ihnen folgten Poisoner und Earthquake.

 

Bianca und Storm überlegten, wo und wie sie Xainado am besten verstecken konnten. Dann fiel ihnen der Rat der Feen ein. Alle waren einverstanden, auch die Feen, als sie hörten, daß Xainado ein Forever war.

Wieder allein überlegten Bianca und Storm, was nun aus den Schatten wurde. Immerhin konnte das noch nicht alles gewesen ein. Also ging es über die Wolken zum Gipfel der wirbelnden Winde, in die Relaxzone zu den Traumfängern, um sich Inspiration und neue Ideen zu holen. Dabei kam Bianca auf eine Idee: „Wir könnten meinen Bruder Xainado hier oben verstecken“, sagte sie und schnipste mit dem Finger. „Hier findet ihn so schnell keiner“. Storm nickte.

Also ging es wieder zu den Feen. Doch niemand war mehr dort.

Unten im Keller fanden sie die Feen dann: „Man hat uns überfallen und Xainado wurde entführt!“, schrie eine. „Es war der Crace-Clan!“. „Lydia!“, knurrte Bianca wütend. „Sie ist also wieder da und will bestimmt Xainado's Erinnerungen löschen, damit er hier alles zerstört! Die kann etwas erleben! Allerdings bin ich noch nicht stark genug, um gegen die Schatten anzukommen... Das heißt: Weiter mit Goldie trainieren... Aber erst hole ich euch hier raus“. Mit einem gezielten Rosenstrahl sprengte sie die Schlösser und die Zellen öffneten sich. Die Feen waren wieder frei. „Du kannst dich doch auf die Suche nach dem goldenen Klavier machen“, sagte eine. „Sollte es wirklich existieren und du spielst darauf, wird das mit den Schatten ein für allemal zu Ende sein“. Bianca überlegte, dann erwiderte sie: „Zunächst müssen alle Schatten hier herumspuken, damit die Noten auch wirken können und zur Zeit treibt hier kein Schatten sein Unwesen. Wir müssen also noch abwarten“. „Ah, da hat jemand genau die Legende gelesen“. Erwiderte die Fee. „Stimmt. Da war etwas“.

 

 

Inzwischen kam Xainado wieder zu sich. „Wo-wo-wo bin ich?“, fragte er. „Und wer bin ich?“. „Du bist Xainado, Herr der Schatten“, sagte Lydia. „Und damit du auch die Ultimative Kraft hast, hängst du hier dran“. „Genial“, sagte Xainado. „Niemand wird mich stoppen!“. „Das gefällt mir“, sagte Emily.

 

Bianca jedoch flitzte wie vom Blitz getroffen, durch die Gegend, um ihre Geschwister Oililly, Julia und Bruno zu einer Geschwister-Konferenz zusammen zu trommeln, um zu beratschlagen, wie es mit Xainado weiterging. „Tut mir leid, daß ich euch aus euren Aktivitäten gerissen habe“, sagte Bianca außer Atem. „Aber es geht um Xainado. Er ist unser Bruder“. „Bruder?“, fragte Julia und schaute Oililly fragend an, die ebenfalls mit den Schultern zuckte, als Bruno, der Jüngste sagte: „Ja, ich kenne ihn. Rosa hat sich längere Zeit um mich gekümmert, bis Xainado kam. Er war ihr ganzer Stolz. Ich habe eine Weile mit ihm spielen und aufwachsen dürfen, ehe Rosa mich davongejagt hat“. „Da redet einer aus Erfahrung“, sagte Storm, der ebenfalls anwesend war. „Bianca hat mir alles erzählt. Als sie den Namen Bruno erwähnte, wußte Xainado sofort Bescheid und hat sie umarmt“. „Nur unser Problem ist eben, daß unsere Feindin, die 'Wilde' Lydia mit ihren Geschwistern ihr Unwesen treibt und Xainado entführt hat. Sie hat bestimmt vo, seine Erinnerungen zu löschen, um ihn gefügig zu machen“, sagte Bianca weiter, während Storm nickte. „Deshalb müssen wir alle darauf gefasst sein, daß er uns attackiert“. „Und wie sieht unser verschollener Bruder aus?“, fragte Julia. „Damit ich ihn erkenne“. Bianca zeigte ihr ein Bild, das sie machen konnte, als sie mit ihm zusammen kam. Dieses machte die Runde, sodaß jeder wusste, mit wem sie es zu tun hatten, bis Thunderfighter, der bei Oililly untergekommen war, sagte: „Ich habe auch Poisoner und Earthquake, sowie die Hexen Coldy, Darky und Windy gesehen. Sie scheinen also mit den Crace-Schwestern zusammen zu arbeiten“. „Da kommt einiges auf uns zu“, sagte Julia. „Erst die 'Wilde' Lydia und dann noch die anderen“. „In der Tat wird das schwierig“, sagte Oililly. „Jedenfalls haben wir es längere Zeit nicht mehr mit ihnen zu tun gehabt, seit Zabunka und Tomaka hier ihr Unwesen trieben“. „Da ist was dran“, sagte Bianca nachdenklich. „Am besten, wir fangen an, zu trainieren, wie stark wir noch sind. Wer weiß, wie stark die sind“. Alle waren einverstanden. Zusammen mit Goldie testeten sie ihre Kräfte, während Bianca auch noch die Lichterkraft, die sie durch den Sonnentau erhalten hatte, mehr und mehr verinnerlichte, denn plötzlich wurde es dunkel und Bianca stieß in den Himmel, umhüllt von leuchtender Aura und den Strahlen der Sonne, löste sie die dunklen Wolken wieder auf und es war hell wie zuvor. „Wow“, sagte Oililly und ihre Kinnlade klappte vor Erstaunen runter. „Sie leuchtet so schön und hell. Hell, als wäre sie die Sonne selbst“. „Ja, ja, die Legende ist uralt“, sagte Julia. „Sie hat die Kraft, weil ein Sonnentau, also ein Regentropfen, der fiel, als die Sonne schien, aus einer goldleuchtenden Wasserlache vom Wind davongetragen wurde und den Rosensamen benetzte, der die Rose beinhaltete, die Bianca dann gebar“. Bianca nickte. „Normal hat mir oft davon erzählt“, sagte sie. „Und seit einer Weile lerne ich Klavier, wenn hier Abenteuerflaute ist“. „Das ist ja super“, sagte Brune. „Weil, sollte die Legende um das goldene Klavier wahr sein, brauchen wir einen, der darauf spielen kann“. „Ja, aber wir müssen das Instrument erst mal finden. Bisher haben wir überhaupt keinen Anhaltspunkt, wo es sich überhaupt befindet“, sagte Oililly. Bianca seufzte. „Das ist wohl wahr“.

 

Inzwischen suchte Xainado Bruno auf und zog ihn per Hypnose auf seine Seite. Davon erfuhren Bianca und die Anderen erst, als sie bemerkten, daß Bruno nicht mehr da war und ihn suchten, aber nirgends fanden. „Er ist bestimmt zu Xainado gegangen“, meinte Julia. „Immerhin waren die Beiden eine Weile zusammen“. Bianca nickte. „Uns hat ja Rosa eine nach der anderen sich selbst überlassen, während sie für Bruno und Xainado die liebe Mutter war“. Alle nickten traurig, als Goldie hereinplatzte und Bianca etwas gab. „Hier“, sagte sie und gab Bianca eine leuchtende Kugel. „Damit kannst du dich in Solara verwandeln“. „Solara?“, fragte Bianca mit weit aufgerissenen Augen. „Ich dachte, ich hätte die Kraft des Lichtes schon“. „Klar“, sagte Goldie. „Aber sie muß noch wachsen. Deshalb die Entscheidung. Wie haben nicht mehr viel Zeit. Ich weiß, wo das goldene Klavier ist“. Bianca horchte auf. „Echt?!“, kam es von ihr. „Führe mich hin! Je eher ich darauf spiele, um so besser“. Goldie nickte und machte eine Geste, Bianca und ihre Geschwister, mitzukommen. Auch Storm und Thunderfighter kamen mit.

 

Es ging in den Wald, bis sie zu einer Felswand kamen. „Hier ist es“, sagte Goldie. „Los! Mach schon auf“, quietschte Bianca fast vor Freude platzend. „Nicht so schnell!“, hörten sie hinter sich. Xainado und Bruno waren ihnen gefolgt. Wie finster Bruno doch schaute! War er doch eher der schüchterne Kerl. Bianca und ihre Geschwister erschraken, als ohne zu zögern die Beiden angriffen.

Oililly versuchte den Strahl mit ihrer Rittersporn-Kraft abzuwehren, doch erfolglos. Sie konnte gerade noch zur Seite springen. Xainado lachte hämisch. „Blumenkräfte sind wirkungslos gegen diese Attacke! Nur die Kraft des Lichtes kann sie stoppen!“ Oililly wandte sich an Bruno. „Bruder! Greif ihn mit deiner Sternenkraft an“. Doch Bruno attackierte sie. Der Strahl konnte gerade noch von Thunderfighter abgewehrt werden, der einen Blitz warf. „Jetzt reicht's!“, sagte Bianca zornig und begann wie eine Wilde zu schreien, als helles Licht sie umhüllte.

Als es wieder verschwunden war, hatte sie ein längeres Horn, da sie eine Krone trug, ein Oberteil und Rock aus Leder und um ihre Arme wanden sich Lederriemen. „Ich bin Solara, die Amazone des Lichtes“, sagte sie. „Und jeder, der es wagt, Unschuldige anzugreifen, wird dafür bezahlen!“. Sie nahm ihre Hände, formte zwei leuchtende Bälle und ließ sie auf Bruno und Xainado los. Xainado konnte gerade noch sich auf und davon machen, während Bruno getroffen wurde.

 

Nein!“, ließ Bianca los, als sie wieder sie selbst war. „Bruno!“, rief sie. „Bruno! Bruno!“. Sie nahm ihn in die Arme und fing an zu weinen, dann sprang sie auf, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Storm, Thunderfighter und ihre Geschwister folgten ihr. Doch es war zu spät. Bruno konnte nicht mehr gerettet werden. Bianca brach in Tränen aus, ebenso Oililly und Julia. Storm nahm Bianca und Julia in den Arm, während Thunderfighter das Gleiche mit Oililly tat.

 

Gut gemacht, Xainado“, sagte Lydia, als sie von Weitem die Geschwister weinen sah. „Einer von diesen Forever weniger. Schalte sie nach und nach aus“. Xainado nickte. „Und vor allem: Finde heraus, ob dieses goldene Klavier existiert! Sie darf nicht darauf spielen!“. „Wird gemacht, Meisterin“, sagte Xainado. „Und dann wird es zerstört“. „Sehr gut“, sagte Lydia. „Du bist ein guter Junge, obwohl du einer von ihnen bist“.

 

Bianca und die anderen standen inzwischen erneut vor dem Felsen. Sie suchten nach Motiven, ob sich irgendwo ein Eingang auftat, doch sie fanden zunächst nichts. Bis sie eine Falltür entdeckten. „Hier geht es wohl lang“, sagte Bianca und spürte, wie sie geschubst wurde. Alle fielen die Treppe hinunter und gelangten in einen unterirdischen Tunnel. Bianca verwandelte sich erneut in Solara, um Licht zu machen. „Wo sind wir hier?“, fragte Oililly, als ein Donnern ertönte. Sie schaute erst zu Thunderfighter, dann zu Storm, der sich über den Bauch rieb. „Sorry“, sagte er und grinste vor Scham. „War mein Magen. Hab heute noch nicht allzuviel gegessen“.

Dann folgten alle Solara, die voran ging. Immer tiefer und tiefer ging es hinab. „Das muß mal ein alter Stollen gewesen sein“, sagte Julia, als sich Storm erneut über den Bauch rieb. „Naja, irgendwer muß ja diese Höhle gebaut haben, um hier unten etwas zu verstecken. Schaut mal. Ein unterirdischer See“. Um sicherzugehen, hielt Solara die Fackel über Wasser. Der See war zum Schwimmen nicht geeignet, denn fleischfressende Echsen schnappten danach. „Wir müssen wohl darüber fliegen“, sagte Julia und hob ab. Sie flog als Erste über den See.

Doch weit kam sie nicht. Denn vor ihr senkten sich spitze Steine ab. „Und was nun?“, fragte Oililly. „Wenn wir schwimmen, landen wir in den Mägen von ihnen“. Bianca, die immer noch Solara war, nickte und schaute genervt zu Storm, der sich über den Bauch rieb. „Sorry“, sagte er. „Aber mein Magen hat Hunger“. Bianca seufzte und bildete eine spiralförmige Brücke mit den Wasserkräften. Oililly ging zu erst, denn folgten die anderen. Auf der anderen Seite angekommen, mußten sie erst mal tief durchatmen. „Das war wohl des Rätsels Lösung“, sagte Julia. „Gut gemacht“.

Plötzlich ertönte ein Poltern. Ein großer Felsen rollte genau auf die Truppe zu, die die Beine in die Hand nahmen und so schnell es ging, davonrannten. Plötzlich kam ein Loch, sie bremsten ab und hoben ab. Der Felsen fiel ins Loch und so konnte die Suche nach dem Klavier fortgesetzt werden.

 

Nach einer Weile dann, wurde es nicht nur heller, sondern sie gelangten auch in einen Raum, in den Sonnenstrahlen hineinschienen. Die inzwischen wieder zurückverwandelte Bianca sah das Klavier. Wie schön es doch war! Es leuchtete, als wäre es von der Sonne gebaut worden. Bianca setzte sich auf den goldenen Hocker davor und klappte es auf. Sie nahm den mittlerweile vergilbten Zettel, der darin lag und stellt ihn auf den Notenständer. Dann begann sie die Melodie zu spielen, die die Noten auf dem Zettel anzeigten. Tatsächlich! Kleine Irrlichter kamen vom Klavier und schwebten dorthin davon, woher die Sonnenstrahlen kamen. Bei genauem Hinsehen konnte man erkennen, daß es Noten aus Licht waren. Die Legende war also wahr! Und nicht nur das: Bianca erstrahlte in hellem Licht und es machte den Anschein, als gab das Klavier seine Kräfte ab.

 

Als, sie wieder zurück bei den Feen, erzählte, waren sie sehr erstaunt, denn es war schon ziemlich lange her, daß jemand auf dem Klavier jemals gespielt hatte und es somit als Legende erzählt wurde. „Das würde bedeuten, ich habe jetzt auch die Kraft von diesem mysteriösen goldenen Klavier“, sagte Bianca ganz erstaunt. Die Fee nickte. „Es ist ein magisches Klavier. Man kann nur darauf spielen, wenn man keine bösen Absichten hat und bei dir hat das Klavier es zugelassen. Wenn jemand darauf spielt, der nicht so rein ist oder gar böse, dann streikt es und läßt die Töne nicht raus. Vor allem können richtig Böse wie die wilde Lydia das Klavier nicht sehen“. „Das würde ja bedeuten, wenn ich zuhaus auf dem Klavier spiele, daß bei mir auch diese leuchtenden Noten kommen“, sagte Bianca nachdenklich. „Gut möglich“, sagte die Fee. „Aber ich gebe dir einen Tip: Versuche diese Kraft vorerst mal zu verstecken. Wenn das jemand spitzkriegt, daß dieses Klavier existiert, dann kommen vielleicht noch einige auf dumme Gedanken“. „Aber nur reine Seelen können das goldene Klavier sehen und spielen“, sagte Bianca, nachdem sie einen Seufzer herausgelassen hatte. „Aber die Höhle, in dem ihr es gefunden habt“, sagte die Fee weiter. „Wenn sie zerstört wird, dann geht auch das Klavier vielleicht mit drauf und dann bist du die Letzte, die seine Kraft in sich trägt“. „Ich verstehe“, sagte Bianca und nickte.

 

 

Aber auch andere Dinge geschahen. Ihre Lichterkraft wurde so stark, daß sie ihr zweites Ich Solara nicht mehr brauchte und es aussah, als würde ein Blitz über den Himmel flitzen, wenn sie die Fähigkeit 'Lichtsigel' benutzte und schnell flog, denn diese Fähigkeit hüllte sich wie eine Aura um sie und ließ sie hell erstrahlen und nicht nur das: Auch zwei Flüche konnte sie brechen, denn die Macht der Rose wurde stärker und stärker, da sie wuchs. Einmal konnte sie den Fluch brechen, daß sie immer Stierhörner bekam, wenn jemand Bekanntes starb, so wie auch bei Bruno, wobei sie diese Hörner nach drei Monaten entfernt hatte, als auch den Katzenfluch, in dem sie in jedem geradem Jahr Katzenohren, Schnurrhaare, zumindest am Anfang Katzenpfoten, anstatt Füße bekam. Irgendwann war sie eben auch dafür stark genug, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Sie kam dahinter, daß es Flüche waren, da sie sich mit anderen Wuscheköpfen, die Ahnung davon hatten, unterhielt und erfuhr auch den Namen des Übeltäters: Der Voodoo-Zauberer Filbao! Filbao hat sich darauf spezialisiert, andere mit seinen Flüchen zu belegen, um sie zu testen, ob sie stark genug waren, um diese zu brechen. Er war auch die eigentliche Grund dafür, daß Bianca auch mal Fledermaus-Flügel (Schandflügel) hatte.

 

 

Doch auch ihre Feinde kamen mit neuen Plänen. So wollten sie Bianca klonen und mußten sie jedoch fangen, um ihre Macht der Rose auf die böse Kreatur zu übertragen, die ihr ähnlich war, aber aussah wie ein Schatten, da sie schwarz war. Doch sie bekamen Bianca nicht. Denn sie erfuhr von dem Vorhabenund verkleidete sich, indem sie eine lange Kluft über sich warf und die Kapuze tief ins Gesicht zog. Ihr Horn, das sie seit ihren letzten Abenteuern hatte, da sie ein Einhorn-Wuschelkopf war, konnte sie verstecken, indem sie es einzog, sodaß es unter einer Hautschuppe im Kopf verschwand.

Doch das ständige Verkleiden nervte und somit legte sie einen Zauber über die Stadt, sodaß sie sich wenigstens dort ohne ihre lange Jacke bewegen konnte. Sie wußte aber auch, daß es demnächst beendet wereden sollte, doch wollte sie warten, bis sie einen Plan hatte, um die Schatten entgültig zu vertreiben.

 

 

Eines Tages, hielt sich sich zufälligerweise am Waldrand auf und somit geschah das, womit keiner gerechnet hatte: Die Jacke um Bianca herum zerplatzte und gab ihre wahre Gestalt frei. Nun sahen Lydia und Co., wem sie gegenüber standen, doch ehe sie angreifen konnten, wurde Bianca in einen unterirdischen Gang gezerrt. Sie erkannte ihren Retter: Storm! Sie fiel ihm um den Hals, während er sagt: „Wir haben nicht viel Zeit. Wir müssen zum Klavier“. Bianca nickte und flog ihm hinterher, während die Bösen die Stelle suchten, an der Bianca verschwand, aber nur einen Busch vorfanden.

 

Bianca und Storm hatten inzwischen das Klavier erreicht. Bianca schluckte erst, doch dann setzte sie sich davor und begann zu spielen.

Goldene Noten aus Licht stiegen empor. Doch es geschah auch etwas anderes: Das Klavier erhob sich mit ihr in einer Seifenblase und schwebte auf eine Wolke. Dort spielte sich dann das gesamte Geschehen ab: Die Noten fraßen die Schatten förmlich auf, während Lydia, Emili, Darkina, Coldy, Darky und Windy die Flucht ergriffen und nur riefen: „Wir hassen Rosen und Klaviere!“.

Auch Xainado wurde geheilt. Da er ja von den Drillingen in einen Halbschatten verwandelt wurde, zerstörte die Klaviermusik eben auch diese Seite und verwandelte ihn in den Netten von Nebenan zurück. Auch die dunklen Wolken verzogen sich.

 

Als Bianca endet, taten ihr die Finger weh. Langsam erhob sie sich und schwebte langsam von der Wolke empor und runter auf die Erde. Als sie wieder Boden unter den Füßen hatte, konte sie es nicht glauben: Die Legende um das goldene Klavier war also wahr! Die Schatten waren alle verschwunden. Sie hatte also das Licht zurückgebracht. Sie fiel Storm um den Hals, als dieser fragte: „Und was passiert jetzt mit dem Klavier?“. „Ich vermute, daß es da oben in den Wolken bleiben wird. Dort ist es sciher vor allen Bösen, sofern sie es doch entdeckt und somit zerstört hätten“, sagte sie und legte sich eine Hand auf ihren Bauch, der leise rumorte. „Klavier spielen macht hungrig“, sagte sie und grinste. „Auf jeden Fall knurrt mein Magen“. Storm nickte. „Hunger habe ich jetzt auch“, sagt er.

 

Dann gingen sie nach Hause, aßen etwas und bereiteten sich auf die erneute Rettung von Lighttown vor.

 

ENDE

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Bianca Forever – Tomaka's Revenge – Tomakas Rache 18.03.2018

 

Nach einer etwas großen, langen Pause geht es mit einem neuen Abenteuer von Bianca Forever , Storm Tornado und ihren Freunden weiter. Nachdem im letzten Abenteuer ja der letzte Erfeind Zabunka endlich besiegt wurde, steht ein komplett neues Abenteuer an. Viel Spaß:

 

Lange ist es her, seit Bianca und die anderen Tomaka und die anderen Bösewichte geschlagen hatten. Besonders zornig machte es Tomaka jedoch, daß seine Partnerin Zabunka nicht mehr da war. Doch die Meinung änderte sich, als Miss Umbrella auftauchte und ihre dunklen Kreaturen aus Dämonenlädys, Vampiren und Harpien auftauchte. Diese Kreaturen waren für Bianca ein Klacks, eben so Titania, die aktuelle Herrscherin der dunklen Kraft. Tomaka wurde sauer, doch Miss Umbrella offenbarte ihre Kraft. Sie machte Tomaka riesengroß und verpaßte ihm die maximale dunkle Kraft. Doch ehe es gegen ihn ging, hetzte sie den Nachtschattendämon auf Lighttown.

 

Als Bianca und Storm diesem gegenüberstanden, standen sie vor einem Problem: Diese Schattenkreatur war weitaus stärker als die, die sie zuvor besiegt hatten. Also gingen sie zum Rat der Feen und Nymphen, die ihnen damit halfen, indem sie das Duo zu den Windwuschelköpfen schickten, die jeweils eine Haarsträhne von Bianca und einen Fingernagel von Storm nahmen und diesen jeweils mit der Kraft dies anderen in Berührung brachten, das hieß, der Fingernagel mit der Macht der Rose und die Haarsträhne mit der Windkraft. Sie fertigten ein Amulett, doch ehe sie das um den Hals von Bianca und Storm legten, mußten die Beiden ein Elixier trinken, das sie darauf vorbereitete, die Kraft des anderen zu übernehmen. Erst, als Beide die Flüssigkeit geschluckt hatten,was man am Hals sehen konnte, bekamen sie das Amulett um. Diese begannen zu leuchten. Storm hatte eine Rose, da er die Macht der Rose zu seiner Windkraft bekam und Bianca einen Wirbel, da sie die Windkraft, auch Windrose genannt, bekam. „Ihr müßt warten, bis das Amulett sich aufgelöst hat“, hörten sie den Anführer sagen. „Dann wird die Kraft zu 100% auf euch übergegangen sein. Eure eigene Kraft hat ihr zusätzlich nach wie vor. Aber jetzt durch die Übernahme der anderen Kraft, könnt ihr beide Krafte kombinieren, ohne, daß der andere in der Nähe sein muß, da das Amulett euch die Kraft des Partners gibt. Du, blauer Wuschelkopf, hast die Windrose. Dein Freund hat den Rosenwind. Die Wirkung wird drei Monate dauern. Aber ihr werdet es spüren, wie ihr von Tag zu Tag stärker werdet“. Bianca nickte und rieb sich über den Bauch, der sich flau anfühlte. „Entweder hab ich Hunger“, murmelte sie. „Oder etwas liegt mir schwer im Magen“. Storm nickte. Dann ertönte ein Grollen, als wäre ein Gewitter in der Nähe und Storm lief rot an. „Tschuldigung“, stammelte er. „War wohl mein Magen“. Bianca nickte. „Meiner knurrt auch. Wird Zeit, daß wir etwas essen“, sagte sie und sie verabschiedeten sich.

Doch sie kamen nicht zur Ruhe. Im Rat herrschte helle Aufregung. „Anscheinend hat der Nachtschatte mal wieder zugeschlagen“, sagte Bianca und hielt ihren Bauch, der sich erneut mit einem Grollen meldetet, der jedoch zu leise war, um von Storm gehört zu werden. „Und was sollen wir tun?“, fragte Storm. „Mir knurrt der Magen. Mit leerem und hungrigem Magen kämpft es sich nicht so gut“, sagte er und hielt seinen Bauch, der für Bianca sich anöhrte, als wäre ein Gewitter in der Nähe. „Da hast du wohl Recht“, sagte sie und seufzte. „Aber wir können sie nicht im Stich lassen...“ „Ja, aber was hast du vor?“, fragte Storm. Bianca sagte nichts und erschaffte mit der Rosenkraft eine Schutzblase. „Bitte einsteigen“, sagte sie. „Wir müsen in das Innere diesen Schattens. Nur so können wir ihn besiegen“. Storm schluckte. Dann ging es nach oben. Immer höher und höher stiegt die Blase. Bis sie vor dem riesigen Mund das Ungeheuers waren. Dieses zögerte nicht lange und verschlang sie prombt.

 

Nun waren sie im Inneren. Überall loderte etwas auf oder Totenköpe fielen hinunter in eine blubbernde Flüssigkeit, die langsam anstieg. „Und wo willst du hin?“, flüsterte Storm. „An das Herz“, sagte Bianca entschlossen. „Sobald es aufhört zu schlagen, wird das Wesen in dessen Magen wir sind, sich im Nichts auflösen“. „Wir sind wo?“, fragte Storm mit kratziger Stimme. „In seinem Magen“, sagte Bianca und steuerte in eine Richtung, in der sie spürte, daß es die richtige war.

Und tatsächlich“ Nach einer Weile erreichten sie das pulsierende Herz. Bianca zögerte nicht lange und griff es an. Storm half ihr. Zusammen waren sie stark genug, das Herz des Schattens zu Schlagen aufzuhören und zum Stillstand zu bringen. Nachdem das Herz aufgehört hatte zu Schlagen, sprangen Bianca und Storm erneut in ihre Schutzblase, die sie vor der Explosion schützte. Der Schatten war Geschichte und es schien auch wieder die Sonne.

Tomaka und Miss Umbrella, die das von Weitem sahen, gingen enttäuscht zurück und heckten neue Pläne aus.

 

Bianca und Storm lernten inzwischen neue Welten kennen. Nämlich über den Wolken. Dort gab es den Berg der Winde, auf dem ein Tempel und eine Relaxzone mit vielen Traumfängern war. Dort holte sich Bianca immer wieder neue Kraft. Neue Fähigkeiten lernte sie auch. So konnte sie durch Aufladen Energie sammeln, um Blitze zu erzeugen, ähnlich wie ein Gewitter, nur ohne Donnern, mit ihrer neuen Windeskraft Krater und Risse im Boden entstehen lassen oder mit Rosenspeeren attackieren. Dies waren aber nur einige Fähigkeiten, die die Windeskraft parat hatte. Auch schneller Fliegen war drin oder die Gegner mit Regenbögen und Symbolen zu verwirren.

 

Die Attacken wurden auch nützlich, denn Tomaka wurde riesengroß und bekam riesengroße Schwingen, während Miss Umbrella ihr wahres Ich zeigte: Sie war eine Hexe der Dunkelheit, die aus jeder Quelle wie ein Blutegel Kraft absaugen konnte, sollte sie diese greifen können.

 

Doch eines Tages wurde es Tomaka zu bunt. Ohne Vorwarnung sog er Miss Umbrella in sich ein, um auch ihre Kraft an sich zu reißen und attackierte den Wald. Alle Wuschelköpfe, die ihn sahen, stellten sich ihm in den Weg, doch Tomaka konnte alle aus dem Weg räumen, was auch viele Tote und Verletzte bedeutete. Die einzige und letzte Hoffnung war die Macht der Rose. Also zogen ein paar los, um Bianca und Storm zu Hilfe zu bitten. Die Beiden kamen auch mit, immerhin war Bianca in der Zwischenzeit stark genug, um gegen Tomake kämpfen zu können.

Plötzlich stand sie ihm gegenüber und erschrak. Er war riesengroß! Aber das machte ihr keine Angst. Sie spreizte ihre Flügel, flatterte und hob ab. Als sie in der Höhe seines Kopfes war, sah sie in glutrote, hasserfüllte Augen, die vor Zorn zu blitzen schienen. 2Wie winzig du doch im Gegensatz zu mir bist, Rosenfrau“, sagte Tomaka mit einer Stimme, die die Erde zum Beben brachte. Ohne Vorwarnung griff er Bianca an, die jedoch dem Strahl ausweichen konnte. Sofort konterte sie mit einem Kamehame-Ha-Strahl und ließ gebündelte Rosen auf Tomaka los. „Ich hasse Rosen!“, brüllte dieser und ließ erneut einen dunklen Strahl auf Bianca los, die sich in einer Lichtkugel davor schützte und Rosen wie Speere auf ihn zuschießen ließ. Diesmal war es ein Volltreffer, denn Tomaka wurde festgenagelt. Zumindest für einen Moment. Wieder brüllte er: „ich hasse Rosen!“, doch Bianca flog um ihn herum und ließ Glitzer auf ihn regnen, dann Sterne und zum Schluß noch Blumen. Nun war sie bereit für den Finalschlag. Sie lud sich auf und schickte Strahlen in den Himmel. Sofort bauten sich Wolken über Tomaka auf, die ihn mit Blitzen attackierten. Bianca jubelte über ihre gelungene Attackte, als sie sah, daß Tomaka in die Knie ging, doch sie konnte nicht hören, was er knurrte, da er schon zu schwach war: „Wenn ich drauf gehe, gehst du mit drauf!“. Er sammelte ein Bündel Blitze und warf sie mit letzter Kraft auf Bianca, die erst aufschrie und dann gelähmt wurde, schließlich verlor sie ihr Bewußtsein und fiel daraufhin wie ein Stein vom Himmel. Das sah Storm und flog so schnell er konnte zu ihr, um sie vor dem Aufprall in seinen Armen aufzufangen. Er schaffte es, seine bewußtlose Freundin aufzufangen und schwebte langsam wieder auf den Boden. Ohne zu zögern brachte er sie in die Notaufnahme für verletzte Wuschelköpfe. Als diese Bianca sahen, verschwanden sie für lange Zeit in den Räumen, in die Storm nicht mit rein durfte. Stunden des Bangens vergingen, selbst sein Grummeln im Bauch war Storm egal. Er wollte nur noch, daß Bianca es trotz der schweren Verletzungen durch den Kampf gegen Tomaka schaffte. Er hoffte und hoffte, während sein Magen knurrte und nach Nahrung verlangte. Aber das war ihm egal.

Schließlich schlief er auf dem Flur, in dem er Bianca das letzte Mal sah, ein.

 

Am nächsten Tag wachte er auf. Er befand sich noch immer im Flur, als plötzlich die Tür aufflog. „Storm Tornado“, sagte der Wuschelkopf, der herauskam. „Wir haben die ganze Nacht gebraucht, um deine Freundin Bianca Forever wieder hinzubekommen, aber sie hat es geschafft“. Storm bekam große Augen. Bianca lebte also! „Wann kann ich zu ihr?“, fragte er. „Am besten gleich“, sagte der Wuschelkopf. „Sie hat schon nach dir gefragt. Hier ein Kaffee. Der geht auf mich“. Er legte einen Arm um Storms Schulter und führte ihn zu ihr. Bianca schlief noch, als Storm zu ihr geführt wurde. Sie war nicht wieder zu erkennen, denn Arme, Beine und sogar ihr Bauch waren in Verbänden. „Sie hat ziemlich viel abbekommen“, sagte der Wuschelkopf. „Wir mußten sogar die Zeichnung, die jeder Wuschelkopf auf seinem Bauch hat, entfernen, aber keine Angst, sie hat die Energie, die darin war, in sich“. Dann ließ er Storm allein. Er setzte sich zu ihr ans Bett, weckte sie aber nicht auf, sondern ließ sie weiter schlafen.

Nach einer Weile wachte Bianca auf. Etwas unbeholfen blinzelte sie ins Tageslicht. „Wo, wo, wo bin ich?“, fragte sie mit schwacher Stimme. „Was, was, was ist passiert?“. Dann erblickte sie Storm. „Du bist in Sicherheit“, sagte er. „Du hast gegen Tomaka gekämpft und ziemlich was abbekommen“. „Tomaka?“, fragte Bianca noch etwas unbeholfen. „Hab ich ihn besiegt?“. Storm nickte. „Aber er hat einen Teil deiner Blitzattacke wieder zu dir zurücklenken können und dich so zugerichtet, daß ich dich hierher bringen mußte“. „Deshalb die ganzen Verbände?“, fragte sie. Storm nickte. Dann rumorte es. „Sorry, mein Magen“, sagte Bianca. „Hab jetzt Hunger“. Storm nickte. „Ich jetzt auch“, sagte er. „Immerhin bin ich hier eingeschlafen“. „Du hast hier geschlafen?“, fragte Bianca erstaunt. Storm nickte. „Um bei dir zu sein, wenn du aufwachst“. Bianca fiel ihm um den Hals, als es wieder rumorte. „Hörst du“, sagte Storm. „Das war jetzt mein Magen. Der ist seit gestern leer“. „Tja“, sagte Bianca dann und legte sich wieder zurück. „Dann sollten wir uns um Frühstück kümmern, was?“. Storm nickte. Sie klingelte und der Zimmerservice kam und brachte etwas zu essen für die Beiden. „Laßt es euch schmecken, ihr beiden Helden. Hab den Kampf aus der Ferne gesehen. Du warst sehr tapfer und stark, Bianca und du, Storm, hast sie vor noch größerem Unheil bewahrt. Nämlich, daß sie von uns geht“. Die Beiden nickten und nachdem Bianca geschluckt hatte, was man als Beule an ihrem Hals sehen konnte, die sich in Richtung Schultern bewegte, sagte sie: „Danke. Das ist sehr lecker. Genau das Richtige jetzt. Bin total ausgehungert“. „Geht mir genauso“, sagte Storm und schluckte, was ebenfalls als Beule an seinem Hals zu sehen war, die nach unten bewegte und seine Wolke, die an seinem Halsband war, anhob. „Das ist jetzt das Richtige für unsere ziemlich leeren und ausgehungerten Mägen. Danke nochmal. Ist richtig lecker“. „Kein Thema“, sagte der Wuschelkopf und ließ die Beiden allein, die sich gegenseitig anstarrten, während einer schluckte und sich über die Beule, die sich am Hals daraufhin bildete und andeutete, daß da gerade ein Bissen Nahrung hinunterrutschte amüsierten und kicherten.

So vergingen die Tage, bis Bianca wieder raus konnte und endlich die Verbände abbekam. Sie erschrak, als sie sah, daß ihre Zeichunung, die jeder Wuschelkopf auf seinem Bauch hatte, weg war, doch die Wuschelköpfe beruhigten sie: „Sie wurde zerstört, deshalb haben wir sie entfernen müssen. Die Kraft die dort drin war, ist nach wie vor in dir“. Bianca beruhigte sich wieder

Als sie wieder unter sich waren, sagte Bianca: „Laßt uns nach Hause gehen. Wir werden bestimmt schon vermisst“. Storm nickte. „Endlich wieder ins gewohnte Umfeld und ausruhien, bis es wieder soweit ist, ein Abenteuer zu bestehen“. Bianca nahm ihn bei der Hand und so ging es ins gewohnte Zuhause, um Abenteuer zu beenden und sich auf neue Herausforderungen gefasst zu machen.

ENDE

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Bianca Forever – Zabunkas Rache des Zornes / Zabunka's Revenge of evil31.07.2016

 

Lange war es her, seit Bianca mal wieder das Böse in seine Schranken weisen konnte. Doch der Kampf gegen die Schatten, Ei-Ei und des zornigen Mondes forderten auch ihren Preis. Bianca konnte die Ruhe sehr gut gebrauchen, hatte sie im Kampf doch alles gegeben.

 

Zabunka dagegen, grummelte in ihrem Schloß vor sich hin. Sie wollte Bianca ein für allemal loswerden und dafür war ihr jede Mittel recht. So heckte sie den Plan aus, Bianca und Storm, wenn sie mal wieder im Wald auftauchten, abzufangen und ins Schloß zu bringen. Dort sollte es dann aussehen, als ob Bianca so tyrannisch ist, daß ihren wehrlosen Gegner das Herz herausriss und vor dessen Augen aufaß. Tomakas Augen blitzten böse. „Genialer Plan, Zabunka. Diesmal wird jeder sehen, was für ein Biest dir gegenübersteht“, sagte er hämisch. „Ich bereite die Injektion vor, die sie so machen wird“.

 

So geschah es dann auch: Bianca und Storm waren im Wald unterwegs, als sie eine Falle am Boden übersahen und sich in einem Netz wiederfanden. Zabunka grinste zufrieden. Bianca und Storm dagegen, die sich im Keller auf Stühlen gefesselt wiederfanden, waren wütend und entsetzt zugleich, denn sie sollten eine Spritze bekommen, die sie absolut willenlos machen würde! Für wie lange, das wußten sie nicht. Sie schrien nur so laut, sie konnten, während erst Bianca und dann Storm die durchsichtige Flüssigkeit gespritzt bekamen. Dann wurden sie in eine Arena gezerrt. Storm wurde an einen Pfahl gefesselt und Bianca wurde zu einem anderen Pfahl gebracht, an dem Zabunka hing. Tomaka brüllte: „Reiße ihr das Herz heraus!“ Bianca sah sich um. War das nur ein böser Traum? Doch, als sie den Satz erneut hörte, ergriff sie das Messer, das vor dem Pfahl im Sand steckte, rieb es ab und wollte gerade ansetzen, als die Macht der Rose zu ihr sprach: „Tu es nicht! Rette dich und Storm. Zabunka ist es nicht wert, daß man ihr das antut. Lege das Messer weg. Das bist nicht du“. Bianca schluckte. Was tat sie gerade? Wie kam das Messer in ihre Hand? Wo war sie? Sie atmete tief ein und aus und brach in ein Schluchzen aus. Das Messer fiel mit einem dumpfen Aufprall in den Sand. Plötzlich stand Tomaka hinter ihr und hob das Messer auf. Wollte er sie jetzt töten? Nein. Er tat das, was sie tun sollte: Er schnitt Zabunka die Brust auf und das pochende Herz kam zum Vorschein. „Siehst du: So macht man das, du Memme! Jetzt nimm das pochende Herz und esse es!“. Bianca zitterte am ganzen Körper. Sie holte erneut tief Luft und ergriff das Herz. Dann riss sie es heraus und streckte es sich in den Mund. Anstatt es hinunterzuschlucken, bekam sie einen Würgeanfall und spuckte das blutige Bündel in eine dunkle Ecke. Schließlich brach sie zusammen. Auch Storms Nerven flatterten. Was dann geschah, bekam keiner der Beiden mit: Eine Katze mit flammender Halskrause platzte in die Arena, befreite den bewußtlosen Storm mit ihren scharfen Krallen von den Fesseln und legte ihn zusammen mit Bianca auf ihren Rücken und zischte davon Als sie draußen war, steckte sie noch das Schloß in Flammen und verschwand.

Sie rannte und rannte und rannte und blieb bei einem Lager stehen. „Ah, du bist zurück, Flammenkitty“, sagte einer der seltsam aussehenden Wuschelköpfen. Sie sahen zwar aus wie Wuschelköpfe, hatten aber, ähnlich wie ein Einhorn, ein Horn auf ihrer Stirn, weshalb man sie auch Einhorn-Wuschelköpfe nannte. Er schaute auf die beiden Gestalten, die die Katze auf ihrem Rücken mitgenommen hatte. „Das ist doch“, sagte er. „Nein! Das ist nicht wahr! Das ist sie wirklich! Das sind Bianca Forever und Storm Tornado. Wer hat die Beiden so zugerichtet?“. „Tomaka und Zabunka“, maunzte Flammenkitty. „Ich hab das Schloß in Flammen gesteckt“. „Dann müssen wir die Beiden mal wieder aufpäppeln. Bring sie auf ein weiches Nest“, sagte der Wuschelkopf. Die Katze nickte. Ein weiblicher Wuschelkopf, ebenfalls mit einem Horn auf der Stirn paßte auf Bianca und Storm auf, die immer noch unter dem Einfluß der Injektion von Tomaka standen und sich vor Schmerzen krümmten. Sie berührte die sie mit ihren warmen Händen, bis sie aufhörten, sich zu krampfen. Sie lagen nun ruhig nebeneinander und schliefen.

Dann nach einer Weile kam erst Bianca und dann Storm wieder zu sich. „Wo wo wo sind wir?“, fragte Bianca und sah Storm an, der ebenfalls mit den Schultern zuckte. „Ihr seid in Sicherheit“, sagte der weibliche Wuschelkopf. „Ich bin Emilia und das da ist Alexander“. Bianca nickte. Der männliche Wuschelkopf nickte ihr zu. „Tomaka und Zabunka haben euch eine Flüssigkeit gespritzt, die euch willenlos macht, um es so aussehen zu lassen, als ob ihr Zabunka aufgeschlitzt und ihr das Herz herausgerissen habt. Flammenkitty hat euch hier her gebracht. Ihr seid noch sehr schwach. Aber keine Angst. Wir päppeln euch wieder auf“. „Okay“, sagte Bianca und schaute zu Storm und dann wieder nach vorn. „Aber wir müssen wieder nach Hause. Man wird uns sicher vermissen“. „Keine Sorge“, sagte Emilia. „Wir haben Birdy losgeschickt, um Bescheid zu geben“. „Ihr kennt Birdy?“, fragte Bianca erstaunt. Alexander nickte.

Er gab Bianca eine Schale mit Wasser. „Hier, trinke das“, sagte er. „Das ist Regenbogenwasser und wird dich wieder zu Kräften kommen lassen“. „Und du meinst, es verträgt sich mit der Macht der Rose?“, fragte Bianca vorsichtig. „Ich bräuchte höchstens das Wasser des Rosenbrunnens“. „Sei unbesorgt“, sagte Emilia. „Es ist zwar stärker als das Wasser des Rosenbrunnen, aber es verträgt sich mit allen Kräften“. Bianca stürzte vor lauter Durst das Wasser hinunter. „Das habe ich gebrauchen können“, sagte sie. „Ich hatte eben Durst“. Storm nickte. „Das Wasser ist toll. Man kommt schnell wieder zu Kräften. Ich könnte aber auch etwas zu essen gebrauchen“, sagte er und hielt sich seinen Bauch, als Bianca mal wieder vor Schreck zusammenzuckte. „Mein Magen meint nämlich, es ist an der Zeit, etwas zu verdauen“. Bianca nickte. „Ja, das wäre nicht schlecht“. Emilia nickte und kam nach einer Weile mit einer Schale voller Beeren wieder. „Ähm“, sagte Bianca erstaunt. „Ich hoffe nur, wir sind nicht so unhöflich und fordernd“. „Keineswegs“, sagte Alexander. „Das ist ein gutes Zeichen, wenn jemand, den wir aufpäppeln sagt, daß er Hunger hat. Dann ist der wieder ruckzuck auf den Beinen. Wir haben auch schon Fälle gehabt, da mußten wir die Geschwächten zwingen, etwas zu essen“. Bianca nickte.

Dann aßen sie und Storm die Beeren, ehe sie sich wieder hinlegten und einschliefen.

 

 

In der Stadt wurde inzwischen gemunkelt, was Zabunka vorhatte, aber auch dort wußte niemand so recht Bescheid.

 

Doch Tomaka wußte, was er tat. Mit einem Zauber verwandelte er Zabunka in eine Dämonin und erschuf Dämonenvögel. Diese Vögel sahen aus wie Raben, sie hatten den Schnabel und das Aussehen, doch ihre Flügel glichen denen einer Fledermaus und sie hatten Hörner auf dem Kopf und statt Federn einen Dämonenschweif. Diese schickte Tomaka los, Bianca und Storm aufzusuchen und die Bewohner der Lichterstadt Lighttown zu terrorisieren.

 

Bianca und Storm bekamen von alledem nichts mit. Sie mußten sich ausruhen und bekamen immer wieder ein Gegenmittel gegen die Injektion, die sie willenlos werden ließ. Außerdem bekam Bianca eine Art Kraftwasser, das mit der Energie der Einhornwuschelköpfen bestückt war. So kam es, daß auch Bianca eines Tages mit einem Horn aufwachte. Aber sie verfluchte es nicht, denn sie glaubte, daß sie die Kraft nicht ohne Grund bekommen hatte.

Ob ich von der Rosenkraft bestraft werde?“, fragte Bianca eines Tages Emilia. „Ich schwöre es, ich stand unter Zwang, Zabunka das Herz herauszunehmen und zu essen. Ich habe es aber nicht gegessen, sondern in eine dunkle Ecke gespuckt“. „du hast das Richtige getan“, sagte Emilia. „Außerdem hast du sie ja nicht aufgeschlitzt, oder etwa doch? Du hast doch diesen Rosenstein. Durch diesen kann die Rosenkraft mit dir kommunizieren. Sie wird dir gesagt haben, daß du das nicht tun sollst. Ich kenne die Kraft sehr gut. Sie ist sehr stark“. Bianca verneinte und ließ den Kopf vor lauter Schande hängen. „Tomaka hat es gemacht und mich `Memme`genannt“, sagte sie. „Keine Sorge. Das bist du nicht“, sagte Emilia. „Du bist eben nicht wie die Zwei. Sie wollten dir die Schuld geben, ein Tyrann zu sein und deshalb hat Tomaka dich gezwungen, Zabunka weh zu tun“. Bianca nickte, wenn auch etwas bedrückt. „Ich könnte das nicht“, sagte sie leise, als lautes Schreien die Idylle unterbrach: „Dämonenvögel! Sie kommen! Schnell in die Höhle!“ Das ließen sich Bianca und Storm nicht zweimal sagen. Sie folgten Emilia tiefer und tiefer in eine Höhle mit Falltür. Dort gingen sie in einen unterirdischen Bunker.

Sie hatten Glück, denn die Dämonenvögel sahen nicht, daß es in den Boden hineinging. Doch auch daran hat Tomaka gedacht: Mit seinem Buddler, eine Art riesiger Maulwurf, ließ er nun die unterirdischen Gänge durchforsten, sodaß Bianca und die anderen gezwungen waren, in den unterirdischen Gängen um ihr Leben zu rennen.

 

Nach einer Weile sagte Storm: „Können wir nicht mal eine Pause machen? Ich hab Hunger. Immerhin habe ich noch nichts im Magen und der knurrt gerade wie verrückt“. Bianca sah ihn an: „Ich hab auch Hunger“, sagte sie. „Aber Zabunka und Tomaka suchen uns. Also verhelfen uns Emilia und Alexander zu einem sicheren Versteckt. Es wird nicht mehr weit sein“. Storm seufzte und zwinkerte ihr zu.

Da vorn ist es schon“, sagte Emilia. „Aber“, brach es aus Bianca heraus. „Das ist doch das Quartier der Feen und Nymphen“. „Klar“, sagte Alexander. „Einen sicheren Ort als den gibt es nicht. Außer eben permanent auf der Flucht sein“. Bianca seufzte. Storm hielt sich seinen Bauch, der grummelnde Geräusche von sich gab. Sie gingen hinein und bekamen endlich etwas zu essen. Und wie hungrig Storm war! Gierig schlang er alles in sich hinein. Auch Bianca war nicht anders. Sie fühlte sich ebenfalls ziemlich ausgehungert. „Ah, super“, sagte Storm. „endlich nicht mehr die Leere in mir“. Bianca nickte. Dann wurden sie plötzlich von Etwas nach hinten gezogen.

 

Als sie wieder zu sich kamen, fanden sie sich in einem Eiswürfel wieder. Vor ihnen stand Zabunka. Wie häßlich sie doch war! Gierig nach Biancas Herz blitzten ihre Augen. „Endlich habe ich euch da, wo ich euch unter Kontrolle habe“, sagte Zabunka hämisch. „In tiefgefrorenem Zustand tut es nicht mal so weh, aufgeschlitzt zu werden“. Sie kicherte, während Tomaka hinzufügte: „Wie leichtsinnig von euch, zu den Feen und Nymphen zu gehen. Es war uns sowas von klar, daß ihr euch dort verstecken werdet. Deshalb haben wir uns heimlich herein geschlichen, um das zu vollbringen, was wir wollen“. Kichernd gingen sie davon. Bianca bebte vor Wut. Sie knurrte. Dann konzentrierte sie ihre Kräfte, bis ein Licht um sie herum entstand. Es dauerte eine Weile, dann bekam der Eiswürfel erst Risse, schließlich zersprang er. Sie nahm Storm bei der Hand und sie verschwanden in einem Lüftungsschacht. „Und jetzt?“, flüsterte Storm. „Auf zum Thronsaal“, sagte Bianca und ging voran. Storm folgte.

Plötzlich hörten sie ein Surren. „Oh nein“, flüsterte Bianca erschrocken und starrte auf einen sich nähernden Propeller. „Sie haben unsere Flucht bemerkt und schicken die Ventilatoren los“. „Das haben wir gleich“, sagte Storm. „Kopf einziehen“. Schon zerbrach das nahende Teil. Storm hatte einen Wirbelsturm abgefeuert. Sie krochen weiter, bis Bianca plötzlich autschte. Ein Ventilator hatte sich ihren blauen Schweif geschnappt. Storm zog ihn weg, riss Bianca jedoch ein Büschel heraus, das sie zurücklassen mußten, ehe sie endlich ihre Ruhe hatten und zum Thronsaal kamen. Wie erwartet, stand das Fenster noch auf und sie retteten sich über einen Liane auf einen Baum. Schließlich rannten sie, schnell sie konnten davon. Das mußten sie auch, denn nach einer Weile tauchten die Dämonenvögel auf. Diesmal mußte Bianca zurückschlagen und schaffte es, sie mit einem Strahl ihrer Rosenkraft nach hinten zu schießen. Sie rannten noch eine Weile, bis sie zum See des Lichtes kamen. Dort ging es dann unter Wasser zum Schloß von Aqua-Wuschel, der dort lebte. „Hier sind wir erstmal sicher“, keuchte Bianca erleichtert. Storm nickte. „Aber sie haben deine Haare. Sie werden dich garantiert klonen“. Bianca nickte. „Aber besser, als das, wie das Abenteuer angefangen hat. Du weißt ja noch: Ich sollte Zabunka aufschlitzen und das hat sie anscheinend auch mit mir vor. Wenn sie das schafft, werde ich auch zu so einem Geist, wie sie gerade ist und wäre extrem empfindlich. Sie könnte mich dann einfach mit der schwarzen Kraft ausschalten“. Storm schluckte. „An meiner Seite bist du sicher“, sagte er. „Ich beschütze dich. Jetzt laß uns erstmal richtig ausruhen. Dann werden wir zu Emilia und Alexander zurückkehren“. Bianca nickte und schlief ein. Storm legte sie sanft auf das Bett, das im Raum stand. Dann legte er sich daneben. Auch er schlief gleich ein.

 

Von da an waren sie permanent auf der Flucht. Während sich die anderen Wuschelköpfe, die im Wald lebten, in die Büsche zurückzogen, waren Bianca und Storm mal in Höhlen, unter Brücken, in Hauseingängen. Sie waren ständig in Bewegung, um nicht von Zabunka und Tomaka, sowie deren Schergen gefunden und gefangen zu werden.

 

Währenddessen hatte Tomaka einen zerstörten Ventilator mit einem Büschel von Biancas blauem Schweif bearbeitet und mit der DNA einen identischen, jedoch bösen Klon erschaffen. In diesen Körper kam Dämonin Zabunka, um wieder einen Körper zu haben. Niemand wußte jedoch, warum sie so zornig und wütend auf Bianca war und ihr Herz wollte. Selbst Zambiaka, die ihr immer half, wandte sich von Zabunka ab. So waren Zabunka und Tomaka, zusammen mit den Dämonenvögeln alleine auf sich gestellt und bereiteten sich allmählich auf den Showdown gegen Bianca vor, die nach wie vor zusammen mit Storm ihren Standort wechselte.

Sie zogen durch die Stadt, durch den Wald. Hauptsache, immer in Bewegung. Schließlich hielten sie es nicht mehr aus und gingen zu den Einhörnern zurück. Vielleicht konnten diese ja helfen, genug Kraft zu bekommen, um die Stadt und den Wald zu retten, denn auch Zabunka war mit Tomaka gewappnet, die nach und nach dunkle Kreaturen um sich versammelten. Auch die Schatten waren wieder dabei. Bianca konnte nämlich nicht alle kriegen und besiegen, da einige sich bei Tomaka versteckten und so konnte der finstere Magier und Genie erneut schwarze Kreaturen heraufbeschwören. Doch das war nicht alles: Aus dem Haarbüschel, das Bianca im Lüftungsschacht verlor, fertigte er einen Klon und Zabunka hatte somit wieder einen Körper. Ihre Gier nach Biancas Herz dagegen, war immer noch. Sie wollte Bianca endgültig vernichten und mit ihrem Herz sich unendliche Macht verleihen. Dann zogen schwarze Wolken auf und es fing an zu gewittern.

Bianca warf sich ängstlich an Storm. Er nahm sie in seine starken Arme, um sie zu trösten. Schließlich wußte er, daß Bianca Angst vor Gewitter hatte. Sie saßen in der Höhle, in der sie, nachdem sie ein Serum erhielten aufgepäppelt wurden. Auch Alexander und Emilia waren selig, daß ihre beiden Schützlinge wieder bei ihnen waren, nachdem sie ja getrennt wurden. Emilia zeigte Bianca einen Kristall. Sie schaute ihn neugierig an und legte ihre Hände auf ihn, sodaß Emilia es ihr erklärte. „Dieser Kristall lehrt dich neue Kräfte und holt längst vergessene, die schon lange nicht mehr eingesetzt wurden, zurück“, sagte sie leise. Bianca nickte und spürte, wie ihre Kräfte wachgerüttelt wurden. „Aber auch Zabunka wird bereit sein“, sagte Bianca leise, immer noch die Hände auf dem Kristall liegend, senkte sie dabei den Kopf. „Ich wurde von ihr gefangen genommen und habe ein Büschel von meinem Schweif verloren“. „Mache dir nichts daraus“, sagte Alexander. „Danke einfach an deine Kräfte. Wir werden dich unterstützen“. Biancas Augen leuchteten. „Danke“, sagte sie, sehe sie neben Storm einschlief.

 

Eines Tages sichteten die Einhörner Dämonenvögel. Emilia weckte schnell Bianca und Storm auf, die inzwischen gewaltige Kräfte besaßen. Es ging also los, denn hinter den Vögeln tauchte eine noch finstere Gestalt auf: Zabunka. Mit einem Horn! Bianca erschrak. Sie war eins zu eins kopiert worden, nur mit dem Unterschied, daß die Macht der Rose nicht böse sein konnte, worauf hin ihr dunkler Klon die Macht des Bösen haben mußte. Kaum war Zabunka über dem Berg, auf dem die Einhörner lebten, schoß eine Rosenranke nach oben. Es war Bianca voller Zorn, doch noch hielt sie sich verborgen. „Wo bist du, du kleines Biest?!“, knurrte Zabunka. „Ich werde dich töten!“

Sei dir da mal nicht so sicher!“, fauchte Bianca und war im Nu vor Zabunka aufgetaucht. Der Kampf hatte begonnen! Grelle Blitze durchzuckten den Himmel, während Bianca und Zabunka sich immer wieder attackierten und den Attacken des Anderen auswichen. Bianca setzte die Macht der Rose ein, so gut sie konnte: Mal ließ sie Ranken auf Zabunka los, mal regnete es Rosenblüten, doch ihre stärkste Waffe war das Horn. Leider auch bei Zabunka.

Nach eine Weile waren Beide geschwächt. Bianca flatterte immer noch schlaff am Himmel, während Zabunka auf sie zuschoss, um sich das zu nehmen, was sie wollte, doch Bianca wich immer wieder aus.

Plötzlich rief jemand: „Fang!“. Bianca verstand plötzlich auch und hatte ein Bündel in der Hand. Sie zog sich zurück und versteckte sich in einem Busch. Sie staunte nicht schlecht, wer ihr das Bündel gab: „Zabulaska!?“. „Keine Zeit für Erklärungen“, sagte sie. „Mir ist Zabunka zu verrückt geworden und da habe ich, ehe ich mich zurückgezogen hatte, ihr Herz in der Arena gefunden. Die Blutbeerenfarbe nimmst du, um dir die Brust anzumalen. Somit sieht es aus, als ob du ihr wirklich dein Herz gibst. Dann bündelst du nochmal deine Kräfte und sie ist Geschichte“. Sie gab Bianca neben dem Herz die Farbe, die sie auch gleich verwendete. Dann hob sie wieder ab, gen Himmel, um den Kampf mit Zabunka weiterzuführen.

Wird Zeit, daß du wieder auftauchst“, sagte Zabunka. „Hast du, was ich will? So wie es aussieht, ja“. Bianca warf es ihr entgegen. „Da nimm!“, rief sie dabei. Zabunka öffnete ihren Rachen. „Boa! Die hat Mundgeruch!“, dachte Bianca und drehte sich angewidert weg, in der Zeit macht sie auch ihre nächste Attacke, denn plötzlich fand sich Zabunka in einer Rose wieder, die Bianca schwungvoll herumwirbelte. Nachdem sie genug Schwung hatte, ließ sie los. Die Rose schoß in hohem Bogen in den Himmel, durch das Weltall, direkt in die Sonne. Erschöpft sank Bianca zu Boden. Das sah Storm und fing sie auf. Er erschrak, doch Zabulaska erklärte ihm alles. Storm verstand. Er sah auf sie, während Tomaka voller Rache und Zorn mit seinen Dämonenvögeln davonzog.

 

Zuhause öffnete Bianca dann wieder die Augen. „Mann! Hab ich gut geschlafen“, sagte sie und Storm lächelte. „War ein guter Trick mit den Blutbeeren“, sagte er „Zabulaska hat es mir erzählt“. Bianca nickte. „Und Zabunka?“, fragte sie. „Du hast sie besiegt. Endgültig“, sagte Storm. „Sie kann niemandem mehr etwas tun“. „Ist sie tot?“, fragte Bianca mit großen Augen. Storm nickte. „Aber ich fürchte, der nächste Feind ist nicht weit. Wir müssen auf Tomaka aufpassen. Ich fürchte, er plant Rache“. „Naja, wenn das so ist“, sagte Bianca erneut. „Dann kann er sich warm anziehen! Ich bin bereit“.

ENDE

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Neue Charaktere11.07.2015

Da ich demnächst an einem neuen Abenteuer arbeiten werde, werden sicherlich auch neue Charaktere auftauchen. Zwei davon habe ich. Hier sind sie:

http://www.qpic.ws/images/dmonenvogel.jpg

http://www.qpic.ws/images/flammendekatze.jpg

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Bianca Forever – The fight between blue and black / Der Kampf zwischen Blau und Schwarz17.06.2015

http://www.qpic.ws/images/dievierbergederelemente.jpg

Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder ein ziemlich wildes Abenteuer über Bianca und ihre Freunde geschrieben. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

Bianca Forever – The fight between blue and black / Der Kampf zwischen Blau und Schwarz

 

Es war schon eine Weile her, daß Bianca und Storm Zabulaska besiegten und das Böse in die Enge trieben. Bianca war zur Zeit allein Zuhause und trauerte noch immer um ihre grüne Freundin Greeny, die Obligon zum Opfer gefallen war, denn Storm war im Urlaub. So zogen sich die Tage dahin. Storm meldete sich immer wieder und so oft er konnte, doch Bianca vermißte seine Nähe, sein Dasein, doch sie gönnte ihm dennoch seinen Urlaub.

Eines Tages, als sie mit Flame im Wald unterwegs war, hörte sie von den Feen und Nymphen, daß ein erneuter Wuschelkopf angekommen wäre. Aus einer fernen Welt, weit weg in der Galaxie. Bianca schüttelte nur ungläubig den Kopf. Sie sah zu Flame und sagte: „Aus einer fernen Galaxie kann nicht sein. Alle Planeten und Welten, die von Wuschelköpfen bevölkert waren und die ich kenne, sind untergegangen“. Flame zuckte nur mit den Schultern. „Gibt es etwas Neues von Storm?“, fragte er sie schließlich. „Naja“, sagte Bianca mit verträumten Blick. „Er wünscht sich, daß ich hier bei ihm in Miami bin. Aber irgendjemand muß ja auch auf unsere Stadt Lighttown aufpassen. Vielleicht komme ich auch mal da rüber in das sonnige Florida“. Sie grinste, während sie das sagte. Das steckte Flame an, denn auch er mußte grinsen.

Dann riß eine Frage Bianca und Flame aus ihren Gedanken: „Entschuldigung, wo geht es hier zum Schloß der Darkilottes?“. Bianca zeigte in die Richtung. „Immer dem Weg nach“, sagte sie und sah in das Gesicht eines gutaussehenden, schwarzen Wuschelkopfes. „Ich bin Tomaka“, sagte er mit sanfter und warmer Stimme. „Du mußt Bianca Forever sein. Aber das hier ist nicht Storm Tornado, oder?“. „Nein“, sagte Flame. „Storm ist gerade nicht hier. Ich bin Flame. Ich vertrete ihn“. Der Wuschelkopf nickte wortlos und machte sich ohne weitere Worte auf den Weg.

Komischer Typ“, sagte Flame. „Der redet, als würde er etwas verbergen“. Bianca nickte nur und nahm einen weiteren Anruf von Storm entgegen: „Du wirst es nicht glauben“, sagte sie. „Ist doch tatsächlich ein neuer Wuschelkopf hier angekommen“. „Ein neuer Wuschelkopf?“, fragte Storm am anderen Ende der Leitung. „Ist nicht wahr...! Es hat doch geheißen, daß alle Planeten und Welten, die von Wuschelköpfen bewohnt sind, untergegangen sind. Wie heißt er denn?“. „Tomaka“, sagte Bianca. „Er ist schwarz und ziemlich mysteriös“. „Tomaka“, antwortete Storm. „Der ist in der Datenbank der Nymphen, die absolut alles über jeden und jedes Wesen wissen. Er ist ein Meister der schwarzen Magie und kann Tote auferwecken, um sie für seine Zwecke und Ziele zu gebrauchen“. Bianca schluckte, als sie das hörte. „Ist etwas?“, fragte Flame. Bianca nickte sichtlich geschockt. „Storm hat gerade etwas über diesen Tomaka mir erzählt und herausgefunden. Da wird etwas auf uns zukommen“, sagte sie. „Oh ja“, sagte Storm. „Ich hoffe, daß ich bis dahin wieder in Lighttown bin, wenn das dann richtig los geht. Flame vertritt mich gut, oder?“. „Das tut er, Storm“, sagte Bianca und nickte Flame dabei zu. „Paß auf dich auf“. „Das werde ich“, sagte Storm und sie beendeten das Gespräch.

 

Wenn das stimmt, was Storm gerade gesagt hat“, sagte Bianca und schluckte erneut. „Haben wir ein Riesenproblem. Es gibt einige, mächtige Gegner, die ich besiegt habe: Ei-Ei, der mächtige Wuschelkopf, der die schwarze Magie nutzt, dann den Engel der Dunkelheit, um nur ein paar zu nennen“. „Also Ei-Ei sagt mir nichts“, sagte Flame. „Das war, bevor ich euch kennen lernte“, sagte Bianca und nickte ihm zu, mit ihr zum Schloß der Darkilottes zu gehen. „Meinst du nicht, daß das zu gefährlich ist?“, fragte Flame. „Warte doch auf Storm. Der dürfte bald zurück sein“. „Dann kann es schon zu spät sein!“, raunte sie ihm zu und zog ihn hinter sich her.

 

Am Schloß angekommen, kletterten Bianca und Flame auf einen Baum. Dort ergriff Bianca ein Liane und schwang sich durch das offene Fenster. Dabei riß sie die steinerne Statue des zu Stein erstarrten Killerice um, der nun schon solange da stand, da er ohne Aufforderung Zabunkas den Kakadu Ayra gegessen hatte. Diese Statue zerbrach in viele kleine Teile. Flame, der hinter her kam, packte sie und sie verschwanden hinter einem Vorhang, denn es ertönten Schritte.

 

Zabunka, die das Zimmer betrat, schrie auf, als sie sah, daß die Statue von Killerice in viele kleine Teile zerbrochen war. „Dieser verflixte Wind muß sie umgestoßen haben, der irgendwann mal war. Seitdem war ich ja nicht mehr hier, weil in diesem zugigen Zimmer kann man sich ja so leicht erkälten“. Sie ging wieder von dannen. „Das war knapp“, sagte Bianca und rieb sich durch ihre braunen Haare, als sie ein grummelndes Geräusch vernahm. „Nicht jetzt, Flame!“. „Tut mir leid“, flüsterte Flame zurück. „Aber mein leerer Magen hat Hunger und hat sich entschieden, zu knurren“. Bianca steckte ihm mit einem Seufzen eine Banane aus der Obstschale, die im Raum stand, in den Mund. Dann schlichen sie weiter durch das Schloß.

 

Was sie als Nächstes sahen, ließ ihnen den Atem stocken.

Darf ich vorstellen?“, sagte Tomaka. „Das ist Motzawok. Gute Zucht, Zabunka. Ich wußte, daß ich mich auf dich verlassen konnte. Ich habe dir das Ei des letzten Exemplars gegeben, ehe du hier her kamst, damit du einen Helfer gegen nervige Wuschelköpfe hast. Motzawok hat nämlich enormen Appetit auf blaue Wuschelköpfe, aber auch normale oder andersfarbige verschmäht er nicht. Er kann nicht gut hören, aber gut riechen und sehen“. Zabunka grinste böse. „Das wird das Ende von dieser Forever sein und ich kann endlich diese Stadt regieren. Aber war schaltet dann diesen Storm aus?“. „Überlasse das Motzawok“, sagte Tomaka. „Auch solche Kreaturen schmecken ihm nur allzu gut“.

Bianca und Flame, die das alles mitanhörten und beobachteten, schluckten geschockt und schlichen von dannen. Sie flohen wieder durch das Fenster, durch das sie auch auf die Burg gekommen waren und rannten so schnell sie konnten, davon.

 

Am Abend meldete sich wieder Storm und Bianca erzählte ihm von Motzawok. Storm erschrak, denn diese Kreatur kannte er. Er hatte sie als Höhlenzeichnungen irgendwo gesehen. „Diese Ding ist hochgefährlich“, sagte er. „Marie und Dominik haben mich vor Motzawok gewarnt. Als noch kein Wuschelkopf auf der Erde lebte, sind viele diesen Motzawoks zum Opfer gefallen. Die sind ziemlich gefräßig. Aber die gibt es nur auf den Planeten der Wuschelköpfe. Eigentlich müßten es keinen mehr geben...“. „Nein“, unterbrach ihn Bianca starr vor Schreck. „Ich habe ihn gesehen. Tomaka hat Zabunka gesagt, daß sie das Ding sehr gut herangezüchtet hätte“. „Wenn das so ist“, sagte Storm. „Haben wir echt ein Riesenproblem. Die Viecher sind so ziemlich gegen alles resistent. Außer Feuer. Flame könnte ihn ausschalten, während wir uns um Zabunka kümmern, sobald ich wieder hier bin“. „Gute Idee“, sagte Bianca und berichtete Storm vom Unterricht Tomakas, in den sie sich heimlich gemogelt hatte. „Ist ein gefährliches Unterfangen“, sagte Storm. „Aber so lernt man ihn besser kennen. Gut gemacht. Aber ich denke, es ist an der Zeit, sich wieder fern zu halten von Tomaka. Eher er sieht, daß du es bist, seine Feindin“. Bianca nickte.

Als sie diesmal auflegte, grinste sie, denn sie freute sich, daß Storm bald wieder in Lighttown sein wird. Doch bis es soweit war, galt es, die Kräfte zu wappnen. Inzwischen waren ihre Kräfte schon enorm stark geworden, denn die Sonnenkraft verstärkte ihre Magie und eines Tages erfuhr sie von den Vögeln des Regenbogens, daß sie mit der Kraft des Regenbogens ihre Kräfte, allen voran die Macht der Rose und sogar den Rosenbrunnen noch verstärken. Nun war sie bereit, um gegen Zabunka zu kämpfen, sobald Storm dabei war.

 

Aber nicht nur Motzawok war an Tomakas und Zabulaskas Seite, sondern auch Ei-Ei, den Tomaka wieder aufgeweckt hatte. Ei-Ei hatte mehr als Wut auf Bianca, als er vor längerer Zeit von ihr besiegt wurde. Er wollte Rache und Tomaka versprach ihm dabei zu helfen. Außerdem waren da noch Zabunkas treue Krieger Thunderfighter, Poysoner und Earthquake auf der Seite von Ei-Ei und versprachen vollen Einsatz um ihm zu helfen. Nur Killerice und Ayra fehlten, aber die Beiden waren ja als steinerne Statue zerbrochen, was Zabunka als Windstoß deutete, aber in Wirklichkeit ein Ungeschick von Bianca war.

So war es, daß Tomaka und Zabulaska mit Motzawok Tag für Tag auf den Feldern Patrouille hielten, um Bianca dort schon zu stoppen, ehe sie in den Wald kam, da sie wußten, daß sie sich dort öfter aufhielt. Doch auch Bianca war darauf vorbereitet. Zum Einen hatte sie die Hilfe des Regenbogens und der Sonne, von Beidem sie ihre Kräfte stärker einsetzen konnte und auf der anderen Seite warnten die bunten Vögel sie vor der Ankunft von Motzawok, sodaß sie sich rechtzeitig aus dem Staub machen konnte. So ging das Tag für Tag, bis Tomaka und Zabulaska eingestehen mußten, daß Bianca sich nie blicken ließ. Motzawok, der noch ein halbes Junges war, war daraufhin ziemlich ungeduldig. „Mag blauen Wuschelkopf. Jetzt“, quäkte es. „Hab Hunger. Motzawok Hunger“. „Gebt ihn einen unserer Gefangenen“, sagte Zabunka. „Ähm, wir haben aber keine Gefangenen. Diese Forever hat unsere Letzten befreit“, sagte Poysoner. Thunderfighter warf Motzawok daraufhin Fleischkeulen vor die lange Krokodilsschnauze. Schmatzend begann es, die Keulen aufzufuttern. „Gefangene sind aber keine schlechte Idee“, sagte Zabulaska. „Da haben wir mehr Chancen, sie zu kriegen“. Zabunka lachte hämisch und böse. „Sehr guter Plan!“, sagte sie. „Macht Sklaven! Das lockt diese Forever aus der Reserve und Motzawok hat seinen Spaß!“. Alle anderen lachten und machten sich am nächsten Tag an die Arbeit.

 

Am nächsten Tag kam endlich Storm zurück. Bianca drückte sich erleichtert an ihn. „Hab dich so vermißt“, sagte sie und drückte ihn nochmals an sich. „Ich hoffe, es hat dir dennoch gefallen“. Storm grinste. „Ohne dich ist es nur halb so schön. Aber Miami ist eine Schöne und vor allem sonnige Stadt. Du solltest mal in die Everglades gehen. Das ist ein Sumpfgebiet in Florida. Aber sehr schön dort. Auf jeden Fall“. Bianca nickte. „Wenn wir bis dahin alle Bösen aus der Stadt vertrieben haben“. Storm grinste erneut. „Wenn du es so willst. Du hast mir erzählt, daß Tomaka und Motzawok inzwischen hier aufgetaucht sind? Die sind zur Zeit unser Hauptproblem“. „Nicht nur die“, sagte Bianca verzweifelt. „Tomaka hat so ziemlich alle meine Exgegner wieder erweckt: Ei-Ei, Diabolo-Swing, Meister Falke, den Engel der Finsternis und außerdem hat er sich mit den drei Hexen Coldy, Darky und Windy zusammengetan. Er hat allen seine Kräfte gegeben und ich habe aber die sogenannte Regenbogenkraft, mit der ich zur Zeit noch nicht soviel anfangen kann“. Storm nahm sie in den Arm. „Am Besten ist es, wenn wir die Vögel des Regenbogens fragen“, sagte er. „Gute Idee“, sagte Bianca und konzentrierte sich auf die Farben des Regenbogens. Wind strich dabei durch ihr Haar. Von Weitem war nach einer Weile ein Vogelschwarm zu sehen, der immer näher kam.

Du hast gerufen?“, fragte der blaue Vogel. Bianca nickte. „Es geht um die Regenbogenkraft“. Der lilane Vogel zwitscherte: „Bündle deine Kräfte und sagte 'Illuminata'“. Bianca tat wie geheißen und tatsächlich! Es geschah etwas: Sie hatte nun ein lilanes bikiniähnliches Oberteil und eine grüne Hose an. An ihren Füßen trug sie Flipflops und an ihrem linken Fuß hatte sie einen goldenen Ring mit einem blauen Rosenstein. Außerdem hatte sie ein Zepter in der Hand und ihre Haare hatte ihr braun gegen ein hellblau getauscht.

Bianca staunte. Soviel farbenprächtige Schönheit hatte sie noch nie erlebt, denn als sogenanntes 'Illuminata' erstrahlte sie ihm Licht der Farben des Regenbogens. „Du kannst auch mit deinem Illuminata verbunden werden“, zwitscherte der rote Vogel. „Dazu mußt du nur zur Illuminata-Blume ins Regenbogenland. Doch ehe du dort bist, mußt du durch unzählige Gefahren, die hauptsächlich aus Gewitter bestehen. Bianca staunte. „Das heißt ganz nach oben?“, fragte sie. Die Vögel nickte. Dann flatterten sie davon.

Das war ihr jedoch noch etwas zu riskant. Zunächst galt es, herauszufinden, was es mit diesem Tomaka und dem Motzawok auf sich hatte. Motzawok war gefährlich, das war klar, aber allzu viel wußte jedoch niemand. Also schlug Bianca in einem Lexikon über Fantasiegestalten nach und fand tatsächlich die Kreatur. Sie las den Text und stockte. „Dieses Motzawok ist sogar noch gefährlicher, als ich dachte“, dachte sie. Auch Storm, der ihr über die Schulter lugte, war nicht gerade begeistert. „Bisher hat dich oder uns deine Rosenkraft immer wieder beschützt, wenn wir von irgendwas verschlungen wurden. Erinnerst du dich? Das aktuellste Beispiel war Zambiaka, als sie riesig war“, sagte er fast flüsternd. „Aber dieses Motzawok scheint immun zu sein. Das heißt: Auf keinen Fall darf es uns fressen“. Bianca nickte. „Einmal in seinem Magen, hat man keine Chance. Die Säure ist zu stark für meine Kräfte. Irgendwas feuriges muß Motzawok lahmlegen“, sagte Bianca. „Bevor ihm wirklich die ganzen Wuschelköpfe, die im Wald leben, zum Opfer fallen“. „Und die Menschen“, fügte Storm hinzu. „Überhaupt jeder“. „Wir müssen mit Fire und Flame in den Wald, um Motzawok zu überwältigen“, sagte Bianca. „Nur so können wir die aktuelle Gefahr stoppen“. Storm nickte. „Gehen wir. Fire und Flame aufsuchen“, sagte er. Bianca sprang auf.

 

 

Natürlich brauchte es keine lange Überzeugung, denn die Beiden waren sofort dabei. Zu viert gingen sie in den Wald.

 

Motzawok war auch schon gewaltig am Werk. Jeder, der nicht gehorchen wollte, aus dem Weg zu räumen. Es war nicht besonders schnell, aber ein Zauber von einer Magierin, die von Tomaka überwältigt werden konnte, genügte und es wuchsen Büsche, die das Opfer mit Ranken und Lianen festhielten, sodaß Motzawok über diese herfallen konnte.

Bianca und Storm, die das Chaos aus einem sicheren Busch sahen, stockte der Atem. „Ist das nicht Smaragdia, die Magierin des Waldes? Was um alles in der Welt hat sie mit Motzawok zu tun?! Die wurde bestimmt verhext von Zabunka oder Tomaka“, sagte Storm ganz leise. Bianca nickte. Sie schlichen näher heran, doch Bianca stolperte und so bemerkte Smaragdia die Beiden. „Sieh an“, sagte sie. „Bianca Forever und Storm Tornado“. „Nicht ganz“, sagten Fire und Flame gleichzeitig, doch Smaragdia ließ Pflanzen erscheinen, die die beiden Feuerkrieger und Brüder fesselten. „Illuminata!“, brüllte Bianca und verwandelte sich daraufhin in eine Kriegerin aus dem Regenbogenland. Ausgestattet mit einem Zepter konnte sie Smaragdia ordentlich zusetzen. „Du wagst es!“, brüllte Smaragdia. „Motzawok! Auf sie!“. „Lauf! Storm! Lauf!“, schrie Bianca nun ziemlich verängstigt. „Motzawok darf uns auf keinen Fall fressen!“. Sie schleuderte das Untier mit der Regenbogenkraft zurück, doch Smaragdia schlug Bianca das Zepter aus der Hand und weit weg. Auch Bianca war daraufhin gezwungen, zu laufen und zu rennen, was das Zeug hielt. Bianca und Storm rannten, so schnell sie nur konnten. Sie rannten eine gefühlte Ewigkeit, ehe sich vor den Beiden eine Pflanze auftat und sie mit den Ranken und Lianen fesselte. „Oh nein! Das ist unser Ende!“, sagte Bianca verzweifelt. „Ich versuche ja, mit der Rosenkraft uns zu befreien, aber sie läßt einfach nicht los“.

Smaragdia lachte, während Motzawok immer näher und näher an Bianca und Storm herantrat. Dabei leckte es sich mit der Zunge über die Lippen. Bianca und Storm zappelten, was das Zeug hielt, doch die Pflanze, die sie mit den Ranken festhielt, ließ einfach nicht locker. „Genießt euer Ende!“, rief Smaragdia. „Es wird auch nicht wehtun. Er wird euch ganz runterschlucken und in seinem Körper euch fertig machen“.

Motzawok kam näher und näher. Bianca und Storm konnten seinen Atem spüren. Es wollte gerade ansetzen, die Beiden mit einem Haps zu verschlingen, als eine Flamme das Untier zurückstieß, die fesselnde Pflanze niederbrannte, sodaß Bianca und Storm freikamen, als auch Smaragdia betäubte. Bianca und Storm sahen sich daraufhin um und entdeckten einen Feuerkrieger. Es war jedoch nicht Fire oder Flame, sondern er sah aus wie ein halber Löwe und eben halb, wie Storm und die andern waren. Der Unbekannte kam zu Bianca und Storm und gab ihr etwas. „Du hast wohl deinen Stab verloren“, sagte er dabei. „Aber selbst, wenn du ihn behalten hättest, sie war zu stark für dich. Sie ist eigentlich eine Gute, aber seit Tagen benimmt sie sich merkwürdig. Vor allem, als sie mit diesem Dinosaurier unterwegs war, der such Beide fast gefressen hätte. Ich bin übrigens Dragonius. Ich habe weiter vorne schon so zwei Typen wie dich befreit“, sagte er und zeigte dabei auf Storm. „Danke, Dragonius“, sagte Bianca mit großen Augen. „Das war in letzter Sekunde. Wird Smaragdia wieder eine Gute?“. Dragonius zuckte mit den Schultern. „Zur Zeit ist sie noch betäubt, während der Dinosaurier verbrennt. Scheint wohl kein Feuer zu vertragen. Naja, besser so. Sonst wäret ihr nicht mehr hier“. Bianca fiel ihm um den Hals, ehe er dann wieder davon zog.

Auch Bianca und Storm verließen zusammen mit Fire und Flame den Wald und gingen nach Hause.

 

Das, was sie die nächsten Tage erfuhr, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren. Ei-Ei war nicht nur wie erwartet, sehr stark, sondern auch der ganze Stolz von Tomaka, seitdem Motzawok gestoppt werden konnte. Er war also vollgepumpt mit der Kraft von ihm. Also fragte Bianca die Vögel des Regenbogens nach dem Weg in die Regenbogenwelt, wo die Blume der Illuminata-Kraft zu finden war. „Du mußt 'weise mir den Weg, Illuminata' sagen“, sagte einer von ihnen. „Dann wird sich ein Sonnenstrahl durch die Wolken bohren. Dort mußt du dann empor“. Bianca nickte. „Für den Fall der Fälle“, sagte sie. „Ist mir schon klar“, sagte der dunkelblaue Vogel. „Ei-Ei, aber auch Tomaka ist sehr stark. Klar, kannst du ihn auch in diesem Zustand angreifen, aber du brauchst enorm viel Ausdauer und daran können viele zerbrechen und dann wären die Bösen von Vorteil“. Bianca nickte. Sie würde Storm mitnehmen, da er ohnehin ihr ständiger Begleiter war und Sparky. Vielleicht konnten auch die Beiden mit der Kraft etwas anfangen. Bianca war jedoch auch klar, daß sie eine ihrer Erinnerungen opfern mußte. Hatte sie keine, die sie nicht mehr brauchte, konnten das aber auch negative Gedanken sein, die sich dann in positive durch die Kraft auswirkten. Bianca war jedoch durcheinander. Ihr war klar, wenn sie sich nicht mit der Kraft verband, brauchte sie viel Ausdauer. Das hatten ihr die Vögel gerade gesagt und wenn Tomaka Ei-Ei wirklich so hoch gepowert hatte wie gesagt? Sie mußte mit Storm und Sparky reden und so weihte sie die Beiden ein. Sowohl Storm als auch Sparky waren begeistert. Auch, wenn der Weg Risiken barg. Es war immerhin ziemlich weit oben und dann waren da auch noch die Gewitter. So beschlossen sie, loszulegen, wenn der Himmel nur mit weißen Wolken verhangen war. Doch genau das ließ auf sich warten.

 

Eines Tages war der Himmel klar. Bianca und ihre beiden Freunde Storm und Sparky standen auf dem Feld und sahen nach oben. Bianca schloß die Augen, schluckte und sagte anschließend: „Illuminata, weise mir den Weg“. Ein Sonnenstrahl erschien und über diesen ging es mit einem fahrradähnlichen Fluggerät nach oben in die Wolken.

Zabunka sah das von Weitem. „Was hatte diese Forever vor?“, knurrte sie und rief Tomaka zu sich. Tomaka verstand, als er den Sonnenstrahl gezeigt bekam und schickte Thunderfighter hinterher. Ehe der böse Krieger dem Trio folgen konnte, verschwand der magisch Sonnenstrahl. Verdutzt kehrte er zurück. „Dann wird sie gegen Ei-Ei versagen“, sagte Tomaka. „Er ist mein ganzer Stolz und sehr stark. Ruhe dich aus“. Thunderfighter nickte und zog von dannen.

Inzwischen waren Bianca und ihre beiden Freunde angekommen. Ein bunter Vogel führte sie zu der Blume, nachdem er sich als 'Regenbogenvogel' vorgestellt hatte. Wie wunderschön sie doch war! Sie schimmerte in allen Farben. Der Vogel beschwörte die Blume, etwas von der Kraft abzugeben und gab allen Dreien eine Schale mit Nektar. Diesen tranken sie aus. Was dann geschah, konnte keiner so recht glauben. Die Kraft machte sie nicht nur stärker, sondern ließ sie sogar einen Rang steigen und von nun an konnten alle Drei die Regenbogenkraft zum Kampf einsetzen, zum Beispiel um sich mit Feuer gegen Angriffe zu schützen oder Energiefelder erzeugen. Die Blume schloß ihre Blüte zur Knospe und so wurden die Drei Freunde wieder sanft hinunter gelassen, von woher sie kamen. Sie standen erneut auf dem Feld, auf dem alles anfing und konnten das, was sich gerade ereignet hatte, nicht so recht glauben. Verdutzt gingen sie heim.

 

Ei-Ei hatte sich inzwischen mit den Zauberinnen der schwarzen Kraft des Voodoo zusammengetan, die sofort anfingen, in die Ferne zu zaubern. Bianca bemerkte den faulen Zauber und konnte diesen dank der Regenbogenkraft rückgängig machen, denn ihre Flügel wurden mal wieder zu Fledermausflügeln, auch Schandflügel genannt, aber eben nicht für lange Zeit.

Als das nichts half, ließ Ei-Ei Suchplakate im Wald aufhängen, damit die Truppen des Bösen genau wußten, wohin sie Bianca und ihre Kumpanen zu bringen hatten, wenn sie diese im Wald fanden. Entsetzt entsandte der Rat der Feen und Nymphen einen Boten aus, Bianca und Storm zu warnen und nur in verkleideter Form in den Wald zu gehen. „Was?!“, stieß Bianca erschrocken aus, als sie von dem Vorhaben Ei-Eis hörte. „Na, der kann etwas erleben!“, knurrte sie. „Das ist mir schon klar“, sagte der Bote. „Aber Ei-Ei ist stark. Am besten, ihr geht auf die Berge der Elemente“. Dann verschwand er wieder.

Bianca winkte Storm und Sparky zu sich. „Das wird ein sehr großes Ding“, sagte sie. „Haben wir irgendwo Verkleidungen?“. Sparky nickte und kam mit drei langen Mänteln und großen Hüten zurück. Diese zogen sie sich über und gingen in den Wald. „Wir müssen allerdings vorsichtig sein“, sagte sie. „Am besten keinen Laut von sich geben“. Kaum hatte sie das gesagt, wurde Storm rot. „Entschuldige“, sagte er. „Das war mein Magen“. Bianca seufzte und gab ihm ein belegtes Brot. „Dank das nächste Mal dran“, sagte sie. „Jeder Laut kann uns verraten“. Storm nickte und schluckte dabei.

Dann gingen sie weiter. Sie schlichen auf allen Vieren durch die Büsche, bis sie auf eine sehr grelle Lichtung kamen. Dort standen vier Berge: Auf einem floß ein Wasserfall hinunter, einer war ein Vulkan, einer war ziemlich windig und der letzte war felsig. „Das müssen die vier Berge der Elemente sein“, sagte Bianca erstaunt. „Jeder muß bestiegen werden, denke ich mal“. Die anderen Beiden zuckten nur mit den Schultern.

Das hinderte Bianca jedoch nicht daran, sich den windigen Berg vorzunehmen. Sie breitete ihre Flügel aus und flog empor. Weit kam sie jedoch nicht, denn eine Windbö stieß sie zurück. Sie gab jedoch nicht auf. Doch sie kam trotzdem nicht weit. Immer wieder wurde sie zurückgestoßen. Sie stand auf und schnaufte durch. „Das gibt es nicht“, sagte sie. „Wie soll ich da hochkommen, wenn dauernd eine Windbö mich zurück reißt?!“. Storm und Sparky zeigten auf ihre Köpfe. „Die abstehenden Haare?“, fragte sie. Beide nickten. „Die habe ich schon so lange nicht mehr benutzt“, sagte sie. „Okay, ich probiere es“. Sie setzte ihren Hut ab und fing an, ihre Haare wie einen Propeller zu bewegen. Dann hob sie ab und tatsächlich! Sie konnte den windigen Berg erklimmen. Auf dem Gipfel begegnete ihr ein felsiger Typ, der sie jedoch nicht angriff, sondern ihr einen magischen Splitter in die Hand gab. „Von nun an hast du die Kraft dieses Berges“, sagte er. „Die Feen sagte mir, daß du demnächst hier auftauchen wirst und in friedlicher Absicht kommst. Immerhin ist es schon schwer genug, den Berg zu erklimmen, da hier permanent windig ist, deshalb ist kein Kampf nötig“. „Danke“, sagte Bianca und umarmte den Kerl und zog von dannen.

 

Wieder unten bei Storm und Sparky, war sie bereit, den Berg des Feuers, der aussah wie ein Vulkan, zu erklimmen. Beide stimmten ein und sie gingen in eine Höhle. Vor dort soll es spiralförmig nach oben gehen, aber es tat sich nichts. Sie probierten es sehr lange, vergeblich. Schließlich gingen sie wieder hinaus und nur Bianca versuchte es, allein. Tatsächlich! Sie erklimmte durch die Höhle den Gipfel. Auch dort wurde sie freundlich empfangen und bekam einen magischen Splitter in die Hand gedrückt. Bianca bedankte sich und zog von dannen.

 

Wieder bei Sparky und Storm, war sie bereit, den Berg des Wassers zu erklimmen, doch die anderen Beiden winkten ab. „Die Berge wollen vielleicht, daß du alleine kommst“, sagte Storm. Bianca nickte ihm zu und verschwand auf dem Weg zum Gipfel des Berges mit dem Wasserfall. Dort mußte sie lange die Luft anhalten und durch eine Unterwasserhöhle schwimmen. Am Gipfel angekommen, tauchte sie dann auf. Kaum an der Wasseroberfläche, wurde ihr ein magische Splitter in die Hand gedrückt. Bianca bedankte sich und tauchte wieder ab, nach unten.

 

Wieder bei Sparky und Storm angekommen, mußte sie sich erstmal das Wasser abschütteln. „Mann, oh Mann“, sagte sie. „Schwimmen macht hungrig. Auf jeden Fall knurrt gerade mein Magen“. Sie drückte sich eine Hand auf den Bauch und genehmigte sich ein Brot. Patschnaß setzte sie sich ins Gras und brauchte auch nicht lange, als das Brot auch schon verdrückt war. „Ah, das tat gut“, sagte sie und grinste Sparky und Storm an, ehe sie auf den felsigen Berg ging. Der ging relativ einfach. Sie mußte nur einem Pfad folgen und schon war sie oben. Oben angekommen, lag der Splitter im Gras und niemand war zu sehen. Als sie ihn nahm, wurde sie von hinten erschreckt, dann mußte sie lachen. Auch noch ziemlich junge Felsentyp mußte lachen, ehe er sie wieder nach unten ließ. Bianca bedankte sich und ging wieder zurück zu Sparky und Storm.

Zusammen und erneut mit den langen Mänteln und Hüten bekleidet, gingen sie zu den Feen und Nymphen, während die Felsentypen die Elemente der Berge aktivierten.

Dort angekommen, kamen die drei vermummten Gestalten den Feen zunächst unheimlich vor, doch als sie Biancas vertraute Stimme hörten, ließen sie die drei Freunde hinein. Dort übergab Bianca einer Fee die vier Splitter der Berge. „Ihr wart also wirklich dort?“, fragte sie. Bianca nickte. „Das ist sehr gut“, sagte die Fee. „Denn die vier Splitter werden die Kraft der Regenbogen noch stärker machen. Mit ihnen kannst du die Regenbogenkraft mit den Elementen vereinen“. Sie holte die Kraft aus den Splittern und ließ sie in den blauen Rosenstein, den Bianca an ihrer Stirn trug hinein. „Damit müßtet ihr Ei-Ei schlagen können. Er terrorisiert lange diesen Wald“. Bianca nickte. „Das mache ich nur zu gern, dem in den Hintern treten!“, sagte sie. „Ich kenne ihn schon sehr lange“. Storm nickte und fragte: „Haben Sie vielleicht etwas zu essen? Mir ist flau im Magen“. Bianca seufzte. Dann zerrte sie ihn hinter sich her, ehe es eine Antwort gab.

 

Als sie Zuhause ankamen, mußte Bianca schon zweimal hinschauen, ehe sie es glauben konnte. „Oililly, Julia, Bruno und Normal?!“, stotterte sie starr vor Schreck und erstaunt. „Ich dachte, ihr seid tot...!“. Weiter kam sie nicht, denn es tauchten zwei Lichtgestalten auf, die Solaris sehr ähnlich sahen. „Wir haben sie retten könnten und vor den Bösen versteckt. Außerdem waren sie an ihren Orten, an denen alles angefangen hat, um keine Aufmerksamkeit zu erregen“, sagte einer der Beiden. „Ich bin Lunaris“. „Und ich bin Sternaris“, sagte der andere. „Solaris hat uns geschickt, damit du die Schatten aufhältst. Ei-Ei plant etwas mit denen und als Verstärkung haben wir dich mit den Vieren vereinen wollen. Oililly war bei einem alten Seebären, Julia und Bruno auf einem Berg und Normal auf dem stillgelegten Bahnhof. So konnten sie sich von den Strapazen erholen, nachdem die Verletzungen verheilt waren“. „Und was haben die mit den Schatten zu tun?“, fragte Bianca erstaunt. „Schatten kann man nur mit der Energie des Lichtes besiegen“. „Darum sind wir ja hier“, sagte Sternaris. „Wir werden dich lehren, das Licht als Waffe einzusetzen. Immerhin hast du einen magischen Sonnenstrahl abbekommen und hast dadurch die Möglichkeit, das Licht zu nutzen“. Dann platzte plötzlich Solaris hinein. „Es ist furchtbar“, Schrie er und hielt seinen Kopf mit den Händen. „Der Mond...“, stotterte er. „Der Mond... Er hat plötzlich eine so merkwürdige Einwirkung auf die Bewohner. Sie verwandeln sich alle und zerstören die Stadt. Der Mond macht alle verrückt. Und er schaut so zornig!“. „Zornig?“, fragte Bianca. „Das können nur die Werke von Ei-Ei sein. Er ist doch im Besitz der Schatten. Also werde ich dem ein Ende setzen“. „Du meinst, daß die Schatten den Mond so verändert haben?“, fragte Solaris. Bianca nickte. „Ei-Ei traue ich alles zu und unter Zabunkas Einfluß sowieso“.

 

Voller Entschlossenheit ging sie die nächsten Tage ans Werk, das Licht gezielt einzusetzen zu lernen. Sie wurde nachts belehrt, in einem alten, leerstehenden Schuppen, wo auch das Flugrad, das wie ein Fahrrad mit Flügeln aussah, untergebracht war. Außerdem hatte der magische Schutzschild, der von nun an über der halben Stadt lag, die anderen Hälfte lag ja in Trümmern, enorme Kraft und so konnte der Mond keine weiteren Schäden anrichten.

 

Eines Tages fühlte sich Bianca bereit. Sie nickte ihren Geschwistern und Storm zu. Auch sie fühlten sich stark genug. „Ich gehe mit Storm“, sagte Bianca und nickte erneut. „Oililly, du trommelst die Wuschelköpfe im Wald zusammen und nimm die anderen mit. Julia und Bruno werden dir helfen“. Oililly nickte. „Dadurch, daß ich schon lange nicht mehr gekämpft habe, ist das die beste Aufgabe für mich“.

Es ging los. Bianca und Storm gingen mit Oililly, Julia und Bruno in den Wald. Dort trennten sich die Wege, bis Bianca einen gellenden Schrei hörte. Es war Oililly. Thunderfighter stand vor ihr. Als Bianca mit Storm auf die Lichtung eilte, lag dieser aber schon bewußtlos auf dem Boden. Oililly tastete ihn ab und spürte, daß der Krieger warm war. Warm? Waren das nicht nur die Guten? Oililly schien zu verstehen. Sie flüsterte leise: „Du wirst nur ausgenutzt. Denke an das Gute in dir. Du bist nicht böse“. Es war eine magische Formel, die Thunderfighter wieder zu sich kommen ließ. Er wirkte ein wenig verwirrt, verstand aber. „Du bist hier, um mich zu retten“, sagte er mit rauer Stimme. „Ein Zauber, ein Dämon hat aus mir dieses Monster gemacht. Dieser Krieger, der nur das Böse sah und auch nur das Böse kannte. Bitte verzeihe mir“. Die Augen wurden riesengroß und füllten sich mit Tränen, dann schwanden seine Kräfte wieder. „Ich werde ihn pflegen“, sagte Oililly. „Sucht ihr die anderen Wuschelköpfe und Ei-Ei“. Bianca nickte.

 

Allen Wuschelköpfen, denen sie von dem Ereignis erzählte, konnten es bestätigen. „Dieser Mond muß verschwinden“, sagte einer mit vernarbtem Gesicht. „Er macht uns krank. Wir werden dich begleiten“.

 

Entschlossen zog die Truppe durch den Wald. Tomaka sah das von Weitem und schickte Meister Falke vor. Doch der war für Bianca ein Klacks. Sie hatte ihn mit der Macht der Rose so dermaßen verwirrt, daß er taumelnd das Feld räumte und verließ. Dann griff Diabolo-Swing an, doch ein paar Wuschelköpfen gelang es, den teuflischen Schwingenkrieger aus der Luft zu holen. Sie hielten ihm einen Speer an den Hals, während Bianca fragte: „Wer ist euer Anführer?“. Diabolo-Swing schluckte und sagte stotternd: „To-to-tomaka. Und tut mir nichts, bitte. Ich verziehe mich ja schon“. Bianca nickte den Wuschelköpfe mit den Speeren zu: „Laßt ihn gehen. Ich glaube, er hat zu viel Angst, als daß er uns etwas tun will“. Diabolo-Swing machte sich davon. „Die werden auch immer ruppiger“, dachte er. „Aber ich will einfach nur frei sein und niemandem etwas tun“.

 

Dann stand Bianca Ei-Ei gegenüber. Sie erschrak, denn Ei-Ei war zwar nicht gerade riesig, aber Pechschwarz! „Vollgepumpt mit der Macht der Schatten“, sagte Tomaka, der aus einem Busch hervor trat. „Gib lieber gleich auf. Du hast keine Chance“. Doch Bianca sprang nach oben, schlug mit ihren Flügeln und machte sich auf, den Mond zu attackieren. „Ei-Ei!“, kreischte Tomaka. „Schnapp sie dir!“. Noch ehe Bianca die volle Lichtenergie entfalten konnte, um den Mond zurückzuverwandeln, spürte sie einen festen Griff um den Hals. Ei-Ei hielt sie mit einer Hand und vergeblich versuchte Bianca sich, dem Griff zu entziehen. Immer und immer wieder strampelte sie mit den Beinen und versuchte die Finger zu lockern, dann schwanden ihre Kräfte. Ei-Ei triumphierte. Aber nicht Lange. Denn die Macht der Rose wäre nicht die Macht der Rose, wenn ihr Besitzer einfach hängengelassen wird. Plötzlich entflammte ein blaues Licht Biancas Kopf. Es war der Rosenstein. Er schien mit der Macht zu kommunizieren. Plötzlich öffnete Bianca wieder die Augen und schaute Ei-Ei mit verengten Schlitzen an, biß ihm dabei in den Arm. Ei-Ei schrie auf und ließ sie vor Schreck los. „Du kleines Biest!“, schrie er, doch da war Bianca erneut in Richtung Mond geflogen, Ei-Ei wollte ihr hinter her, doch eine glühende Rose ließ ihn gar nicht erst nach oben.

Um Bianca bildete sich eine Lichtkugel. Diese zog die Schatten aus dem Mond und zerstörte sie sogleich, anstatt sie zu verbannen. Doch selbst, als der Mond wieder normal war, war das Abenteuer noch nicht ausgestanden. Tomaka ließ Ei-Ei nun wirklich riesig werden. Damit hatte Bianca nun nicht gerechnet, als eine Pranke sie traf und nach unten taumeln ließ. Das sah Storm. Er schnellte zu ihr und konnte sie auffangen. Mit rauer Stimme sagte sie: „Wir müssen in ihn. Er wird von den Schatten kontrolliert“. Ehe Storm etwas sagen konnte, hatte Ei-Ei auch ihn erwischt und Beide verschluckt. In seinem Körper traf Bianca fast der Schlag: Die Schatten waren überall! Wie Geschwüre hatten sie sich in Ei-Ei festgesetzt. Sofort aktivierte sie wieder die Kraft des Lichtes und zog die Schatten heraus, die ebenfalls sofort zerstört wurden.

 

Als alles wieder normal war, schrumpfte Ei-Ei und übergab sich. Heraus kamen: Bianca und Storm.

Mit einem gellenden Schrei rannte Tomaka weg. Sein Werk war zerstört. Ei-Ei bedankte sich bei Bianca und Storm, ehe auch er verschwand. Bianca und Storm sahen sich an: „Zeit nach Hause zu gehen, oder?“, sagte sie. „Und Duschen, etwas essen“, stimmte ihr Storm zu. „Mein Magen knurrt“. Bianca nickte. „Nicht nur du hast Hunger“, sagte sie. „Ich hab auch“. Storm kniete vor hier und hielt seinen Kopf an ihren Bauch. Er nickte.

 

Als sie wieder Zuhause und geduscht waren, machten es sich Bianca und Storm mit Früchten bequem. „Was sich die Bösen noch so alles ausdenken werden?“, fragte er und schluckte gerade runter. „Wer weiß, wer weiß“, sagte Bianca und kuschelte sich an ihn. „Wir haben schon so viele Pläne durchkreuzt“.

Schließlich gingen sie schlafen und träumten von neuen Abenteuern.

ENDE

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Bianca Forever – the secret power / Die geheime Macht 6.04.2014

Nach einer etwas längeren Pause geht es weiter mit meinen Abenteuern. Viel Spaß beim Lesen Auch Bilder werden wie immer noch folgen. Also: Seit gespannt auf das neue Abenteuer von Bianca und ihren Freunden!

 

 

Nach einem weiteren Sieg über das Böse war es inzwischen bitterkalt geworden. Überall in der Stadt wurde herum gebibbert und über die Kälte und den Schnee gemotzt. Gemütlich saßen Bianca und Storm nebeneinander geschmiegt. Sie grübelte über ihre Vergangenheit. „Ach Storm“, seufzte sie. „Ich kann es immer noch nicht glauben, daß ich der einzige vom Foreverclan bin, der überlebt hat. Mir will das einfach nicht in den Kopf, weil das Gefühl einfach nur unerträglich ist“. Storm nickte. „Mir geht es genauso“, antwortete er und schaute in ihre großen, blauen und traurigen Augen. „Wie du weißt, bin ich ja von Wuschelköpfen großgezogen worden, nämlich von Dominik und Marie, die dir auch ihre Kraft gegeben haben, da du ja damals die Yingyangkraft an diese Suzanna verloren hattest“. Bianca nickte. „Aber Dominik und Marie sind leider auch nicht mehr unter uns“, sagte sie. „Ich bilde mir einfach ein, daß die anderen von mir ganz weit weg sind und irgendwann wiederkommen. Das macht das Ganze etwas erträglicher“. Storm nickte und zog Bianca näher an sich. Sie konnte sein Herz in der Brust schlagen hören, aber leider auch ein Gewitter. Gewitter? Nein, sie fing an zu grinsen, ehe Storm verstand. „Ja, tut mir leid“, sagte er verlegen. „Aber du weißt ja, wenn ich Hunger habe...“. Bianca nickte. „Ja, ja“, sagte sie. „Ich weiß, daß das dein Magen ist. Aber irgendwie habe ich jetzt auch Hunger. Sag mal“, sagte sie und schaute zu ihm hoch. „Ist dir nicht zu kalt, nur mit einer Jacke und Hose bekleidet? Naja, einen Schal hast du ja auch noch an und ich bin trotz meinem Fell, das ich immer im Winter bekomme, so dick eingemummelt mit Pullover und dicker Hose und Stiefeln“. Storm schüttelte den Kopf. „Nein, mir ist nicht kalt“, sagte er. „Wenn ich dich so anschaue unter deiner Kleidungsschicht, wird mir noch wärmer. Aber ich habe Hunger. Hörst du das?“, Er hielt seinen nackten Bauch. Bianca nickte. „Krasse und verrückte Geräusche, die dein Magen so macht. Ist aber irgendwie schon verrückt, was man da so hört“. Storm nickte. Er strich über seinen Bauch, ehe sie aufstanden, um etwas zu essen.

 

Inzwischen herrschte bei den Feen Chaos und Streit, da jede jede beschuldigte, ihren Freund für sich zu beanspruchen, um zu betrügen. Unter all dem Gezanke und Gezetere merkten sie den Eindringling nicht, der sich an schlich, um Uwe Zarzar zu befreien, der in Wirklichkeit Obligon hieß und sich mit der dunklen Gestalt davon machte.

Gut gemacht“, sagte Obligon und die dunkle Gestalt zeigte ihr Gesicht. Es war Flybike, das es tatsächlich gewagt hatte, hinter Biancas Rücken fiese Nummern abzuziehen. „Bis diese Forever gemerkt hat, daß du frei bist“, sagte Flybike hämisch „haben wir uns schon längst verkrochen“. Obligon nickte. „Spioniere sie weiter aus“, sagte er. „Ich glaube, das wird nicht mehr nötig sein“, sagte Flybike. „Sie ist so in diesen Tornado vernarrt, daß sie zur Zeit gar nichts mitbekommt. Ich habe die Feen alle verwirrt, daß sie sich erst selbst in die Haare bekommen, so daß sie erst hiermit zu tun hat und bis dahin... Haben wir vielleicht schon die anderen befreit“. Obligon nickte. „Genial“, sagte er. „Aber gehen wir erst mal. Ich habe Hunger“.

 

Während Bianca und Storm beisammen waren und vor sich hin träumten, schreckte sie plötzlich hoch. „Hörst du das?“, fragte sie. „Irgendwas stimmt bei den Feen nicht“. Storm horchte und nickte. „Nichts wie hin“, sagte er. „Jetzt haben wir ja etwas im Magen und somit Kraft“.

Sie gingen zu Fuß in den Wald, denn Flybike war nicht auffindbar. Sie zuckte nur mit den Schultern. Auch Storm kam das komisch vor.

Als sie ankamen, sahen sie streitende Feen, die sich gegenseitig an den Haaren zogen und durch die Gegend scheuchten. „Halt! Stop!“, rief Bianca energisch. „Was ist hier los?“. Keine Reaktion. Doch Bianca sorgte mit ihrer Macht der Rosen für Ordnung und befreite die völlig verstörten Feen vom Bann Flybikes.

Es ist furchtbar“, sagte Edita. „Da war eine große Gestalt, die hat anscheinend Obligon und Ayra befreit“. „Obligon?“, fragte Bianca verdutzt. „Zarzar“, sagte Edita. „Aber sein richtige Name ist Obligon und er ist ein sehr gefährlicher Magier“. Bianca nickte. „Wegen ihm sollte ich verbannt werden, bis sich herausstellte, daß er mich ausgetrickst hat“. Edita nickte. „Ihr müßt Flybike finden“, sagte die Fee weiter. „Ich vermute, er steckt da hinter“. Bianca schluckte. „Flybike hat uns also hintergangen, um im richtigen Augenblick sich aus dem Staub zu machen“, knurrte sie und Storm nahm sie in den Arm. „Niemand konnte das ahnen“, sagte er. „Allerdings“, kam es von Edita. „Ich würde sagen, daß ihr vorerst nach Hause geht. Ich finde, ihr habt genug getan, als ihr uns von dem Bann erlöst habt“. Bianca und Storm nickten und gingen.

 

Am Waldrand kam ihnen Greeny entgegen. „Ich glaube, wir sollten zum Schrein gehen“, sagte sie. „Es soll Neuigkeiten geben“. Bianca nickte, doch als sie gehen wollten, wurden sie umzingelt. „Nicht so schnell, Rosenfrau!“, krächzte Ayra. „Wir haben noch ein Hühnchen mit dir zu rupfen“. Ein Tornado von Greeny erfaßte den bösen Kakadu und brachte ihn zu Fall, doch auch Greeny wurde getroffen. Bianca nahm sie in die Arme. Sie schaute herum und schaute plötzlich zu Obligon, der hämisch grinste, doch sie konterte mit ihrer Rosenkraft, um Obligon außer Gefecht zu setzen. Die Bande zog von dannen.

Greeny“, sagte Bianca und schaute in das verzerrte Gesicht ihrer Freundin. „Halte durch, bitte“. „Bianca“, sagte Greeny. „Ich bin zu schwach. Gehe los und kämpfe weiter für das Gute“. „Nein“, sagte Bianca verzweifelt. „Ich lasse dich nicht zurück. Du gehörst zu uns“. Greeny lächelte, ehe sie keine Regung und Mucks von sich gab. „Greeny“, sagte Bianca und war den Tränen nahe. „Greeny, Greeny, tu mir das nicht an“. Storm nahm sie in den Arm. Auch er weinte.

Nach einer Weile sagte Bianca dann: Wir nehmen sie mit. Sie hat es verdient, würdig verabschiedet zu werden. Sie war eine gute Freundin“. Storm nickte. „Hoffentlich hört der Krieg zwischen Gut und Böse bald auf. Diese magischen Kräfte sind noch schlimmer als irgendwelche Waffen. Sie zerstören alles und hinterlassen keine Spuren“. Bianca nickte.

 

Zuhause stellte Bianca dann die Rose, die aus ihrer toten Freundin geworden ist, auf den Tisch. „Sie war immer eine gute Kämpferin“, sagte sie und Storm nahm sie in den Arm.

Als sie sich beruhigt hatte, sagte Storm: „Gehen wir zum Schrein. Dort soll es Neuigkeiten geben“. Bianca nickte.

 

Am Schrein wurden sie von Birdy und Sparky erwartet, die sie hinein baten. Bianca aktivierte die Macht der Rose, als plötzlich ein Wuschelkopf angerannt kam. „Sie ist hier“, sagte er. „Gestatten, Marzellus, vom Turm der Rose. Ich soll dir das hier übergeben“. Er gab Bianca eine leuchtende Kugel. Sie schaute es sich an, während Marzellus sagte: „Lege sie an deine Stirn. Du wirst sehen, dieses Schmuckstück wird dich sehr stark für die zukünftigen Kämpfe machen“. Weg war er. Bianca tat wie geheißen und preßte die Kugel an ihre Stirn. Die Kugel verwandelte sich in ein goldenes Stirnband, das einen blauen Stein in Rosenform besaß. „Wow“, sagte Bianca erstaunt, als sie vor etwas stand, das ihr Spiegelbild zeigte. „Das ist sehr schön. Ganz nach meinem Geschmack. Damit können wir es Zabunka und den anderen mal so richtig zeigen. Tun wir es für uns und Greeny“. Alle nickten.

 

Doch auch Zarzar hatte an Macht gewonnen. Dank der bösen Nymphe Mirianda, die ihn jedes Detail verriet, konnte er sich vorbereiten. Doch auch bei ihm lief es nicht so gut: Zabunka schwächelte, da sie durch den zugigen Knast sich eine Erkältung eingefangen hatte. Das war auch der Grund, weshalb sie sich vorerst im Hintergrund aufhielten. Nur Mirianda war aktiv. Sie pflanzte eigenartige Pflanzen, die jeden, der ihnen zu nahe kam, mit einem Voodoo-Zauber belegte und so starke Schrammen zufügte, die häßliche Narben hinterließen.

 

Endlich war der Winter vorbei und die Kälte zog ihre eisige Klaue aus der Stadt zurück. Das Wetter war zwar immer noch nicht so das Wahre, doch das hinderte Bianca und Storm nicht, in einer Regenpause in den Wald zu gehen. Sie waren so eng aneinander geschmiegt und ihn sich vertieft, daß sie die böse blitzenden Augen, die aus einem Busch lugten, nicht bemerkten. Diese Chance nutzte Mirianda aus und huschte zum Wegweiser, den sie zu ihren Pflanzen zeigen ließ. Prompt gingen Bianca und Storm diesen Weg entlang, bis sie vor einem Feld voller Pflanzen stehen blieben. „Mhmmmmmm, komisch“, murmelte Bianca nachdenklich. „Diese Pflanzen waren noch nie vor dem Quartier der Feen“. Kaum hatte sie den Satz gesagt, griff eine Ranke nach ihr und zog sie auf das Feld. Bianca hatte Mühe, sich dem Zug zu entziehen, als Blütenstaub nach ihr geworfen wurde. Mit der Macht der Rosen schaffte sie es, das bösartige Pflanzenfeld zu zerstören. „Puh“, sagte sie. „Das war ziemlich schräg. Aber wer macht sowas? Das sind die verdammten Feuervoodoo-Pflanzen, die einen so festhalten, daß es Schrammen gibt, die häßliche Narben hinterlassen“. Mit dem Rosenbrunnen heilte sie die Stellen, an denen sie ergriffen wurde. „So, das müßte genügen“, sagte sie. „Wer auch immer das war“. Storm nickte ebenfalls ratlos. „Gehen wir“, sagte er. „Die Feen werden warten“. Bianca nickte.

Mirianda, die alles mitangesehen hatte, kicherte. „Wenn Zabunka das wüßte“, dachte sie. „Aber meine Pflanzen sind zerstört worden. Naja, sie wird schon sehen, was sie davon hat“.

 

Da seid ihr ja endlich“, sagte Edita. „Wir haben auf euch gewartet“. „Ja, jemand hat uns in die falsche Richtung geschickt“, sagte Storm. „Diese Mirianda“, sagte Edita. „Wir haben sie schon lange aus unserem Bund ausgeschlossen, weil es Vermutungen gibt, daß sie krumme Sachen macht. Angeblich soll sie Feuervoodoo-Pflanzen gesät haben, um euch in eine Falle zu locken“. Bianca nickte. „Eine sehr fiese Pflanzenart. Hat mich gerade angegriffen. Die Stelle, an der ich ergriffen wurde, habe ich sofort mit dem Rosenbrunnen geheilt, um häßliche Narben vorzubeugen“. „Sehr gut“, sagte Edita. „Aber nicht nur die Ranken sind gefährlich, sondern auch der Blütenstaub“. „Also, das heißt, wenn man welchen abbekommen hat“, sagte Bianca und schluckte. „Sollte man ihn abwaschen?“. „So schnell wie möglich!“, sagte Edita. „Er ist magisch“. „Gibt es sonst noch Neuigkeiten?“, fragte Storm. „Nein. Außer: Haltet euch von Mirianda, Flybike und Obligon fern. Es sei denn, ihr wollt gegen sie kämpfen“, sagte Edita. Bianca und Storm nickten. „Werden wir tun“, sagte Bianca. „Aber irgendwann trete ich denen in den Hintern. Dafür, daß sie uns immer wieder bedrohen“. Edita nickte. „Der Tag wird kommen“, sagte sie. „Aber man braucht ihn nicht herauszufordern“.

Dann gingen Bianca und Storm wieder. Zuhause duschte sich Bianca erst mal ausgiebig, um nicht doch, was Übersehendes der Feuervoodoo-Pflanzen los zu werden.

Während sie dann schlief, wandelte die magische Kraft der verdammten Pflanze, deren Magie durch den Blütenstaub in Biancas Flügel übergegangen war, diese in Schandflügel um.

Davon merkte sie nichts. Schlaftrunken wankte sie ins Bad und wusch sich. Dabei sah sie es zum ersten Mal. „Der Blütenstaub“, schoß es ihr durch den Kopf. „Ich war wohl zu spät mit dem Duschen“. Sie grinste aber dennoch. „Sei es drum“, dachte sie beim Waschen. „Dafür kann ich so schnell wie ein Kolibri mit den Flügeln schlagen, daß es kaum auffallen wird, wenn ich fliege. Und außerdem habe ich dieses Band um meinen Kopf, das mir Kraft verleiht“. Als sie fertig war und Storm anfangen wollte etwas zu sagen, sagte sie: „Ja, ich weiß, ich war nicht schnell genug“. „Ähm, das auch“, sagte Storm. „Aber mir ist das egal. Ich wollte nur sagen, ich mag dich so, wie du bist. Deinen Charakter“. „Oh, Storm“, sagte Bianca und warf sich in seine Arme. „Aber irgendwann werden die dafür bezahlen“. Storm nickte.

Sie waren gerade am Essen, als Birdy mit einer Info an kam. „Schrecklich“, sagte der Vogel fast außer Atem. „Mirianda, Ayra und Obligon haben gerade eine Horde Wuschelköpfe eingefangen, um sie zu versklaven“. Bianca verschluckte sich fast, so erschrak sie. „Na, die können etwas erleben!“, knurrte sie. „Komm, Storm. Wir befreien sie. Birdy, bring uns hin“. Der Vogel nickte.

Von einem Baum beobachteten sie, wie Wuschelköpfe, die sie noch nie gesehen hatten, mit Peitschenhieben vorangetrieben wurden. In Bianca kam Wut auf und sie heckten den Plan aus, sie in der Dämmerung zu befreien. Doch das dauerte Bianca zu lange. Sie griff die Wache an und legte sie außer Gefecht, damit sie durch einen Hintereingang hineinkamen. Während Birdy die aufgescheuchten Wuschelköpfe zusammentrieb und versuchte, zu beruhigen, legten sich Bianca und Storm mit den Aufsehern an.

Obligon bemerkte das Chaos. „Was ist da los?“. „Diese Forever und Tornado sind mit einem durchgeknallten Tukan hier und sorgen für Chaos“, sagte Ayra. „Dann wird es Zeit einzugreifen“, sagte Mirianda.

Bianca bemerkte als Erste, daß Obligon und Co. ihren Plan durchschaut hatten. „Los! Scheucht die Wuschelköpfe in den Wald! Ich kümmere mich um die!“, rief sie und war schon dabei, ihre Kräfte zu bündeln. Storm und Birdy nickten und lotsten die Wuschelköpfe ins Freie. Sie waren gerade alle draußen, als Storm ein Licht sah, so hell, daß es von Weitem blendete. Er ging zu dem Licht und sah, von was es ausgelöst wurde: Bianca hielt sich die Hände seitlich am Kopf und bündelte ihre Kräfte mit dem rosenartigen, blauen Stein, von ihrem Stirnband. „Okay, die dürften vorerst k.o. sein“, dachte sie. „Zeit, zu den anderen zu gehen“. Dann entdeckte sie Storm, der den Mund weit aufriß. „Storm?“, fragte sie. „Deine Kraft“, sagte er erstaunt. „Deine Kraft. Sie ist. Sie ist. Sie ist so anders“. Bianca nickte. „Los, gehen wir weg von hier“, sagte sie. „Ehe die wieder zu sich kommen“. Storm nickte.

Als sie bei Birdy waren, erfuhren sie, daß die Wuschelköpfe Waschbär-Wuschelköpfe waren.

 

Zabunka tobte vor Wut, als sie erfuhr, daß ihre Sklaven befreit werden konnten. „Ayra und Obligon“, sagte sie. „Ihr tut euch ab sofort mit Killerice zusammen. Ihr versagt ja am laufenden Band. Mirianda und Flybike. Ihr bleibt hier bei mir. Das wird dieser Forever noch leid tun, daß sie sich mit uns anlegt“.

Ayra und Obligon zogen mit Killerice von dannen, um neue Pläne auszuhecken. Doch daraus wurde nichts. Kaum draußen, ergriff Killerice in einem Moment, als Obligon nicht hinsah, Ayra und verschlang sie. Zufällig sah Zabunka das und schrie aus einem Fenster: „Killerice! Sofort zu mir!“. Killerice zuckte mit den Schultern und zog davon. „Ich konnte diesen vorlauten Kakadu noch nie leiden“, brummte er zum erstaunten Obligon.

Bei Zabunka angekommen, wurde er forsch gefragt: „Warum hast du das gemacht?! Ich hatte es dir nicht befohlen und du räumst einfach Ayra aus dem Weg! Ich kann dich gefräßiges Ding nicht weitermachen lassen!“. Mit einem Zauber streckte sie Killerice nieder, der zu einer steinernen Statue erstarrte. „Auf niemanden kann man sich mehr verlassen“, seufzte sie. „Thunderfighter! Earthquake! Ihr arbeitet ab jetzt mit Obligon zusammen“. Die beiden nickten und schauten verdutzt die steinerne Statue an. „Ja, das ist Killerice“, sagte Zabunka. „Er hat einfach etwas gemacht, was ich nicht befohlen hatte und euch wird das genauso ergehen, wenn ihr gegen meine Befehle handelt“. Die beiden nickten und gaben Zabunka ein Haar. „Gute Idee!“, sagte sie. „Ich erschaffe daraus eine Klon“.

 

Auch bei Bianca tat sich etwas. Immer, wenn sie seit Neuestem ihre Energieströme fließen ließ, erschien um sie herum helles Licht, das an die Sonne erinnerte. Niemand konnte wissen, woher dieses Licht kam. Doch Bianca sagte: „Ich muß einer der Auserwählten sein. Es ist ganz komisch, aber ich bin praktisch jemand der letzten von der Welt, aber einer der ersten, die hier aufgewachsen sind und da es bei mir vorher der Samen einer Rose war, muß wohl, als alle geflohen sind, ein Funken sogenannter Sonnenglitzer auf den Rosensamen gelangt sein. Meine Mutter wußte nichts davon. Es wäre auch nie herausgekommen, wenn Normal nicht dafür gesorgt hätte, daß die Rose wächst und gedeiht. Und diese Kraft muß jetzt wohl bei mir herauskommen. Es bleibt jahrelang unbemerkt. Es gibt sogar manche, bei denen kommt sie nie heraus. Aber ich denke, diese Kraft wird uns vielleicht helfen können. Aber bevor es gegen die Bösen geht, müssen erst mal wieder diese Flügel verwandelt werden“. Alle nickten. „Morgen gehen wir gleich zu den Feen und überlegen, wie wir den Bann der verdammten Feuervoodoo-Pflanzen brechen können“, sagte Storm. „Wir werden uns rächen“. Bianca nickte. Sie war voller Elan. Bereit auch diesmal ihre Heimat gegen die Bösen zu verteidigen.

 

Am nächsten Tag ging es dann los. Helfen konnten die Feen zwar noch nicht, weihten Bianca und Storm in ein weiteres Geheimnis der blauen Wuschelköpfe ein.

 

Es war die Legende der gehörnten Wuschelköpfe. Nicht alle bekamen Hörner, aber bei den blauen kam es schon vor, weshalb sie von den Menschen gejagt wurden, die die Hörner anstatt der Elfenbeinhörner der Elefanten sehr teuer verkauften. Bianca schluckte, als sie das las. Las aber weiter. Viele ließen sich die Hörner deshalb absägen, sodaß nur ein Stummel übrigblieb, die dann unter den Haaren versteckt werden konnten. Auch an der Kraft änderte sich etwas: Wer die Macht der Rosen hatte und diese Hörner, konnte also die sogenannten „Regenbogen-Rosen“ einsetzen. Bunte Rosen in der Farbe des Regenbogens. Ganz unten las sie dann die Info: Die Hörner bekommt man, wenn jemand, der einem sehr nahe steht, egal was, es kann auch das Haustier sein, stirbt. Daraufhin verschwinden die fühlerartigen Auswucherungen und Tage später bilden sich dann die Hörner. „Interessant“, dachte Bianca nachdenklich. „Davon haben mir Marie und Dominik aber nichts gesagt“. Sie gab die Schriftrolle der Fee von der Bibliothek wieder. Sie wollten gerade gehen, als eine Fee angerannt kam und sagte: „Du bist doch von der Feuervoodoo-Pflanze angefallen worden, nicht wahr?“. Bianca nickte. „Warum?“. „Ich habe ein Gegengift gefunden“, sagte die Fee. „Es nennt sich Antivoodoo-Trank. Wenn du es trinkst, wird der Zauber aufgehoben“. Sie gab Bianca eine giftgrüne Flüssigkeit in einer Glasflasche. Diese streckte angewidert die Zunge raus, trank es aber doch und nach einer Weile geschah das Wunder: Die Schandflügel verwandelten sich wieder zurück in die ursprünglichen. Zur Sicherheit übte die Fee noch einen Zauber aus, der die Flügel mit gläsernen Perlen überzog. „Diese Perlen“, sagte die Fee dann. „Sind wie ein Schutzschild für deine Flügel. In dieser Zeit, in der du sie hast, kann sie dir keiner nehmen oder verwandeln. Aber jeden Tag verschwindet eine Perle. Wenn alle weg sind, mußt du die Flügel selbst beschützen oder erneut zu mir kommen, damit ich den Zauber neu mache“. Bianca konnte es nicht fassen und bedankte sich, ehe sie und Storm wieder gingen.

 

Auch die nächsten Tage war es angenehm ruhig. Also entschied sich Bianca, ihre Kräfte für die Kämpfe zu stärken.

Das ging solange gut, bis ihre geliebte Katze krank wurde. Bianca bekam Panik und dann ging der Tierarzt-Marathon los, denn die Katze brauchte Medikamente. Um neue Kräfte zu bekommen, meditierte Bianca jeden Abend und schickte ihre Rosenkräfte gen Himmel, um sich Hoffnung zu machen. Immer wieder brach sie tränen überströmt zusammen und warf sich an Storm, der ebenfalls die eine oder andere Träne vergoß.

Doch es ging alles gut, bis zu dem einen Tag. Bianca wollte zu ihrer Katze, die wie immer auf dem Teppich neben dem Napf lag und auch nur noch mit offenen Augen schlief, doch sie war plötzlich nicht mehr da. Als sie dann fragte, wo die Katze war, kam auch prompt die Antwort, daß die Katze gestorben war.

Diesmal vergoss auch Storm sehr viele Tränen, als er die weinende Bianca in den Arm nahm, hatte er doch auch die Katze lieb gewonnen, die ihm immer um die Beine strich oder immer mit Bianca oder ihm schmuste und den Beiden ins Ohr schnurrte.

 

In den nächsten Tagen wurde das wahr, was Bianca vor einiger Zeit über eine Schriftrolle gelesen hatte: Ihre magischen Fühler begannen sich zurückzubilden. Dies sollte laut dieser Schriftrolle fünf Tage dauern, ehe dann die Hörner wuchsen. Doch Bianca fand das gar nicht mal so schlecht. Im Gegenteil: Unter ihren langen, braunen und dichten Haaren fielen diese gar nicht mal so auf. Doch das war nicht alles, was sich verändert hatte: Bianca hatte durch und durch sehr viel Kraft, die sie durch das Meditieren sammeln konnte und mit der sie sich immer Hoffnung gemacht hatte, die Katze könnte es doch überleben. Aber sie vermisste dennoch die Katze. Sie machte es immer deutlich, wie schön es doch wäre, wenn eine Katze wieder hier wohnen würde. Auch Storm war dafür. Er mußte Bianca immer wieder in den Arm nehmen, wenn sie durch das Haus lief und die vermeintliche Katze jedoch nicht fand und ihn Tränen ausbrach. Der einzige Trost für Bianca war die geballte Energie, die jetzt so hell wie das Licht oder ein Sonnenstrahl leuchtete und sie förmlich in Licht hüllte. „Die Macht der Rose läßt mich einfach nicht hängen“, sagte sie. „Egal, wie schlecht es mir geht“. Storm nickte.

 

Inzwischen verbreitete Zabulaska Angst und Schrecken. Bianca und Storm bemerkten es, als Panik sich in der Stadt breit machte. Sofort schwang sie sich mit Storm auf eine Art Flugmaschine, die aussah wie eine Draisine mit Flügeln. Während Bianca in die Pedale trat, konnte Storm Munition, die aus Lehmkugeln bestand, abfeuern. Doch woher hatten sie überhaupt das Gerät? Nun, Edita und die anderen Feen und Nymphen machten sie damit vertraut und gaben ihnen das Teil. Mit diesem flogen Bianca und Storm nun durch die Lüfte.

Nach einer Weile erblickte Bianca Zabulaska. Sie erschrak. „Sie sieht genauso aus wie ich“, sagte sie und schluckte. „Nur, daß sie nicht blau, sondern schwarz ist“. Storm sah sie jetzt auch. Auch er war erstaunt, was Zabunka für eine perfekte Kopie von Bianca anfertigte. „Aber sie hat etwas vergessen“, sagte er. „Sie ist böse, du bist eine Gute. Somit hast du die Macht der Rosen und sie nicht“. Bianca nickte Storm zu: „Feuer“. Er feuerte auf Zabulaska. Sie sah zum Himmel und erblickte die Beiden. „Ah, da ist ja das Schätzchen, von dem ich abstamme. Das wird Zabunka aber freuen. Ich habe Hunger!“, sagte sie hämisch und plusterte sich auf. „Feuer!“, schrie Bianca und Storm traf sie ins Gesicht. Zabulaska ging zu Boden. „Machen wir, daß wir weg kommen“, sagte Storm. „Sonst wird sie noch wütender“. Kaum hatte er das gesagt, schmetterte ein gekonnter Treffer Bianca vom Fluggerät. Sie fiel nach unten und die inzwischen größer gewordene Zabulaska öffnete ihren Mund. Storm, der das sah, zischte wie ein Blitz heran und konnte Bianca im letzten Moment auffangen. Doch auch er wurde getroffen. Zusammen verschwanden sie in schwarzer Leere.

Zabulaska triumphierte. „Zabunka wird sehr erfreut sein, wenn sie hört, daß Bianca Forever samt ihrem Storm Tornado für immer im Jenseits sind!“. Sie rieb über ihren Bauch und grinste hämisch. „Auf zu ihr“, dachte sie und flog davon.

 

Als Bianca zu sich kam, lag sie auf weichem und warmen Untergrund. Storm lag neben ihr. Auch er war erstaunt. „Sind wir tot?“. Storm schüttelte den Kopf. „Wir sind noch am Leben und im Magen von deinem Klon“. „In ihrem Magen?“, fragte Bianca erstaunt. Storm nickte. „Als ich dich retten konnte, hat sie mich auch erwischt und uns beide verschluckt“. „Und unser Fluggerät?“, fragte Bianca noch immer erstaunt. „Das wurde weg geschleudert und liegt irgendwo im Wald“, sagte Storm. „Such wir es“, sagte Bianca und sah um sich. „Nur... wie kommen wir hier raus?“. Auch Storm zuckte ahnungslos mit den Schultern. Bianca seufzte nur und aktivierte mit ihrer Rosenkraft eine Schutzblase um sich und Storm zu schützen. „Bevor es uns doch erwischt“, murmelte sie fast unverständlich. Storm nickte. Gelangweilt lagen sie sich in den Armen, während große Brocken um sie herunterfielen. „Was ist das denn?“, fragte Bianca erstaunt. „Essen“, sagte Storm. „Sie scheint ihren Triumph über uns mit viel Essen zu feiern“. Jetzt sah sie es auch. „Mhmmm, da bekommt man Hunger, wenn man das alles sieht“, sagte sie. Storm nickte. „Aber das ist nichts für uns. Sie scheint es gerade zu verdauen. Immerhin sind wir schon mitten in der Magensäure“. „Die uns aber nichts antun kann, weil wir geschützt sind“, sagte Bianca erleichtert. „Aber trotzdem: Mein Magen knurrt gerade“. „Meiner auch“, sagte Storm. „Haben wir etwas zu essen bei uns?“. „Leider nein“, sagte Bianca. „Warum mußten wir aber auch in einem Magen landen?“. „Das weiß ich leider auch nicht“, sagte Storm.

 

Dann verschwanden sie in einem Gang, der sie in ein Labyrinth brachte. Durch diesen ging es, ohne, daß sie etwas sagten, bis sie durch eine weitere Öffnung dann nach draußen gelangten. So gelangten sie in eine Kanalisation. In einem Bach angekommen, ließ Bianca dann die Schutzblase platzen, ehe sie dann aus dem Wasser krochen und sich ins Gras am Ufer setzten.

War das ein verrückter Trip“, sagte Bianca mit strähnigem Haar. Storm nickte nur. „Naja, laßt uns das Fluggerät suchen und dann nichts wie nach Hause“. Storm war einverstanden und so gingen sie zu der Lichtung, auf der sie Zabulaska zum ersten Mal gegenüberstanden. Sie fanden es auch und hoben gerade ab, als sie nur knapp einem Handschwung entkamen. Panisch flohen sie in die Stadt und dann nach Hause. Das Wesen, das sie vom Himmel holen wollte, war ihnen nicht gefolgt, trotzdem schützte Bianca mit einem unsichtbaren Schutzschild das Haus.

Was war das?“, fragte sie, als sie wieder sicher Zuhause waren. „Ich glaube, Zabulaska hat alles um sich verkleinert, sodaß sie mächtig erscheint“, sagte Storm. „Aber so ganz genau konnte ich das auch nicht sehen. Vielleicht war es auch ein anderes, fliegendes Ungeheuer“. Bianca seufzte und legte eine Hand auf ihren Bauch. „Laß uns etwas essen“, sagte sie. „Mein Magen knurrt mal wieder“. Storm nickte. „Und duschen“, fügte er hinzu. „Wir waren immerhin im Kanal, als uns Zabulaska ausgeschieden und durchs Klo gespült hat“. Bianca nickte und gab sich uns Storm eine Schale mit Beeren, die die Beiden auch rasch aufaßen.

Als sie fertig waren, gingen sie duschen und seiften sich gegenseitig ein. Sie genossen das klare und warme Wasser auf ihren Körpern, ehe sie sich trockneten und ins Bett gingen. Am nächsten Tag sollte die Stadt vor Zabulaskas Unterdrückung befreit werden.

 

Am nächsten Tag packte Bianca für sich und Storm Proviant ein und mit dem Fluggerät ging es in den Wald zu den Feen und Nymphen. Bianca wollte sie um Hilfe bitten und erklärte ihnen die Situation, daß sie es nicht allein mit Storm schaffen würde. Dafür bekam sie noch einen Schub Power von ihnen und schon ging es zum Schrein, in dem die Macht der Rose aufgebahrt wurde, von der sie sich ebenfalls bediente. Rasch ging es zurück in den Wald.

Von allen erhielt Bianca die Zusage, daß ihr Hilfe gegen die böse Truppe angeboten wurde. Alle Waldbewohner versammelten sich und sie gingen los.

Zur Lichtung, auf der Bianca zum ersten Mal Zabulaska gegenüberstand. Sie selbst und Storm flogen mit ihrer Flugmaschine, sowie manche der Waldbewohner auch. In einem dichten Gebüsch landeten Bianca und Storm und entdeckten Zabulaska. Wie riesig sie doch war! „Wir haben uns wohl doch nicht verschaut“, fauchte sie. „Sie ist wirklich riesengroß. Auf ins Gefecht“. Storm nickte. Zu zweit griffen sie Zabulaska an. Die böse Kopie von Bianca lachte nur. „Ihr Winzlinge wollt es mit mir aufnehmen?! Ich bin euch zu groß“. Bianca knurrte nur und bündelte Kräfte, die sie auf Zabulaska los ließ. „Volltreffer! Was jetzt, Zabulaska?“, fragte Bianca erzürnt. „Du hast uns geschrumpft, aber nicht besiegt!“. Zabulaska griff nach ihr, doch Bianca war so flink, daß es daneben ging. Storm wollte gerade einen Tornado auf Zabulaska los lassen, als ein erneutes, riesiges Wesen auftauchte und die Beiden mit ins Gebüsch riß. Es sah aus wie ein Drachen, der sich Bianca und Storm anbot, zu helfen und sich mit „Flickchan“, vorstellte. Bianca und Storm nahmen seine Hilfe an und kletterten auf den Rücken. Der Drache hob ab und so konnten Bianca und Storm noch besser attackieren. „Die Feen und Nymphen baten mich, euch zu helfen“, sagte Flickchan. „Ihr habt sie um Hilfe gebeten und so bin ich geschickt worden“. „Danke“, sagte Bianca und konnte sehen, daß die Feen ebenfalls gegen die Klonarmee von Zabulaska kämpften. In dem Moment riß ein Schwung sie von den Schultern des Drachen, doch Bianca fing sich und sah dabei in die hämischen Augen ihrer düsteren Kopie. „Zeit zu sterben“, schrie sie ihr entgegen und versuchte sie einzusaugen, doch Bianca konterte mit der Rosenkraft und riß Zabulaska zu Boden.

Erstaunt schwebte Bianca am Himmel über ihr und bemerkte, daß Zabulaska nicht mehr so riesig war. „Habe ich sie besiegt?“, dachte sie.

Vor Schmerzen krümmte sich Zabulaska und konnte sich kaum noch bewegen. Sie quälte sich auf die Beine und sah nach oben. Sie brüllte: „Dieses Mal hast du gewonnen, aber ich komme wieder! Rosenfrau!“. Dann brabbelte sie etwas, was Bianca nicht so recht verstand, ehe sich Zabulaska mit ihrer geschlagenen Truppe aus dem Staub machte.

Bianca landete sanft auf ihren Füßen und fiel in die Arme von Storm, der sie huckepack nach Hause trug. Zuhause fielen sie dann erschöpft auf das Bett und schliefen sofort ein. ENDE

 

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Bianca Forever – the revenge of the darkness / Die Rache der Dunkelheit 3.06.2013

 

http://www.qpic.ws/images/biancaforevernewdyd.jpg

 

Nachdem Bianca und ihre Freunde das Böse mal wieder in die Knie zwangen und die beiden Fieslinge Earthquake und Thunderfighter geflohen waren, waren diese wieder zurück und schworen Rache. Dazu gingen sie, verkleidet als Wärter ins Gefängnis, in dem Zambiaka, Zabunka und Ayra gefangen waren und führten diese heimlich hinaus. Noch wußten sie nichts davon, wer sie da abgeführt hatte, doch als die vermeintlichen Wärter ihre Kleidung ablegten, jubelte Zambiaka. „Darf ich vorstellen? Das sind Thunderfighter und Earthquake“, sagte Zambiaka. „Meine treuen Gefährten. Danke für die Freiheit“. „Meisterin“, sagte Thunderfighter. „Ihr Wunsch ist mir Befehl. Nun. Was wollen Sie als nächstes?“. „Erst mal hier weg“, sagte Zabunka. „Bevor man uns hier noch entdeckt“. Alle waren einverstanden, denn kaum waren sie von der Lichtung verschwunden, heulten die Sirenen auf.

 

Bianca inzwischen, hatte ihren Kopf auf den Bauch von Storm gelegt, der auf dem Rücken auf dem Boden lag. „Was ist das für ein Geheule?“, hörte sie Zubunku fragen. Bianca ließ sich aber nicht stören, bis sie ein Grollen, laut wie ein Gewitter vernahm. Sie schreckte hoch. Storm seufzte. „Tut mir leid“, murmelte er. „War mal wieder mein Magen. So ein Mist aber auch“. Bianca seufzte. Dann kam Zubunku hinzu. „Hört ihr das etwas nicht?“, fragte er noch einmal. „die Sirenen vom Gefängnis heulen“. Bianca und Storm nickten. „Was hat das zu bedeuten?“, fragte Bianca und schluckte. „Oh nein! Ich habe kein gutes Gefühl in meiner Magengegend. Ich glaube, ich weiß, was passiert ist. Zabunka, Zambiaka, Ayra. Erinnert ihr euch?“ Alle nickten. „Stimmt“, sagte Storm. „Die anderen beiden konnten fliehen. Diese... Ach, mir fällt der Name nicht ein und Zambiaka konnten wir festnehmen lassen“. „Zabunka, Zambiaka. Thunderfighter und Earthquake“, sagte Zubunku. „Hat jemand von euch eine Idee?“. Alle schüttelten den Kopf. „Keine Idee und nichts im Magen“, kam es von Storm. „Storm“, zischte Bianca ihm zu. „Das ist kein Spaß. Das ist purer Ernst. Wenn die wirklich frei sind, fängt alles von vorne an und ein harter Kampf steht bevor. Wobei: Mir fällt ein, daß ich auch noch nichts gegessen habe“. „Und was machen wir jetzt?“, frage Zubunku. „Was essen oder in den Kampf ziehen?“. „Erst mal was essen“, kam es von Bianca und Storm gleichzeitig. Dann gingen sie ins Haus.

 

Inzwischen planten die Bösen einen Angriff auf die Stadt. Zusammen mit Darkya, einer Art Racheengel, erhofften sie sich ihr erwünschtes Ziel. Doch Darkya zögerte noch etwas. „An sich ist die Idee nicht schlecht“, sagte sie. „Aber diese Bianca oder wie die heißt, ist sehr stark“. „Na und?“, kam es von Zabunka. „Dann zeigen wir ihr, daß wir es noch besser können“. Ayra nickte. „Ich habe sie ausspioniert“, Kam es von der Kakadu-Frau. „Was soll da schon schiefgehen?“. „Naja“, sagte Darkya. „Vielleicht habt ihr Recht. Dann legen wir mal los“. Zusammen mit Ayra zog Darkya nun los.

 

Bianca und ihre Freunde waren gerade am Essen, als es plötzlich laut knallte. Erschrocken sprang sie auf und verzerrte ihr Gesicht zu einer knurrenden Fratze. „Das lasse ich nicht zu“, fauchte sie und nickte den anderen zu. „Es geht los“.

Als kleine Gruppe gingen sie los. Bianca und Storm führten sie an. Mit dabei waren Lightning, Fono und Fany, Greeny, Sparky und Ice-Dasher. Sie rannten in eine Richtung, nämlich in diese, woher eine Rauchschwade emporstiegt. Noch ahnte niemand, daß Ice-Dasher irgendwie falsch spielte, denn als niemand zu ihm sah, rief er Ayra an und sagte, daß Bianca nun mit ihren Freunden unterwegs war. Ayra grinste. Sie wußte, sie konnte sich auf ihren 'Spion' verlassen. Immerhin hatte sie in sympathisch gefunden, als er als einziger an ihrer Seite war, als sie noch volle Kontrolle auf Bianca hatte. So geschah es, daß Bianca es noch nicht einmal ins Blickfeld der Bösen schaffte, ehe die erste Attacke fiel, der sie knapp ausweichen konnte. Doch Bianca hatte auch Neues dazugelernt. Sofort ließ sie viele Glasmurmeln, das sie „Murmelchaos“ nannte durch die Luft fliegen, damit die Bösen ein wenig irritiert wurden und sie dann mit einer gekonnten Wirbelattacke die Bösen vorerst in die Flucht schlagen konnte. „Das war es für das Erste“, sagte Storm. „Aber die werden nicht aufgeben“. Bianca nickte. „Aber sie mußten jemanden gehabt haben, der Bescheid wußte, sonst hätte es mich nicht fast weggefetzt“. Greeny nickte. „Wo ist eigentlich Ice-Dasher?“, fragte sie. Keiner wußte es. „Naja, der wird schon wieder auftauchen“, sagte Storm. „Laßt uns vorerst nach Hause gehen“. Alle waren einverstanden und warteten die nächsten Tage ab.

 

In der Nacht, als Bianca friedlich neben Storm schlief, hatte sie einen geheimnisvollen Traum: Sie ging einen Weg entlang, naja, eher, sie rannte diesen, auf allen vieren, als vor ihr ein geheimnisvolles Licht auftauchte, in diesem nach und nach ein Schatten von einem Vogel zu erkennen war, der sich nach und nach in einen blauen Vogel verwandelte. „Höre mir zu“, sagte der Vogel, der ein Weibchen war, mit warmer Stimme. „Du bist weitaus mehr als eine Fee. Du hast soviel reine Energie und Kraft in dir, die das ausmacht. Ich sage es dir: Du bist eine Nymphe mit der Macht der Rosen“. Dann verschwand der Vogel wieder. So schnell, daß Bianca noch nicht mal Gelegenheit hatte, zu fragen, wer der Vogel überhaupt war.

Immer wieder wiederholte Bianca im Schlaf den Satz des Vogels: „Ich bin eine Nymphe. Ich bin eine Nymphe“, ehe sie sanft von Storm geweckt wurde. „Hey, aufwachen, Süße“, sagte er. „Du träumst“. „Ähm, was?“, fragte Bianca verschlafen. „Was ist los?“. Storm sagte: „Du sagtest im Schlaf, daß du eine Nymphe bist“. „Achso, ja“, sagte Bianca und rieb sich die Augen. „Da war dieser Traum“. Sie erzählte von dem Vogel.

Als sie geendet hatte, sagte Greeny: „Wer weiß, ob es diesen Vogel überhaupt gibt... Aber er hatte viel Einfluß auf sie“. Storm nickte. „Legenden sind oft wahr“, sagte er.

Greeny kramte das Buch der Legenden heraus und zeigte Bianca verschiedene Bilder von Fabelwesen. Als sie den blauen Vogel sah, sagte sie: „Das war er! Dieser Vogel ist in meinem Traum erschienen“. Greeny nickte und las den Text durch. „Jetzt ist mir alles klar“, sagte sie. „Das ist ein Mystic-blue-bird. Die können urplötzlich auftauchen und die Aura lesen. Dadurch können sie beurteilen, wie gut oder wie schlecht man ist. Sie sind auch oft bereit, jemandem zu helfen, wenn man Probleme hat. Wenn du ihn sehen willst, mußt du tief in dich hineinhorchen. Dann wirst du ihn finden“. Bianca nickte. „Aber erst nach dem Essen“, sagte sie. „Da habe ich mehr Kraft. Storm und mir knurrt nämlich der Magen“. Storm nickte. „Besser hättest du das nicht sagen können“, sagte er. „Wobei sich mein Magen eher anhört, als hätte ich ein Gewitter verschluckt“. Bianca nickte und zusammen gingen sie hinunter, etwas essen.

Nach dem Essen, als Bianca und Storm alleine waren, träumte Bianca halb schlummernd, halb dösend von diesem Vogel, der ihr im Traum erschienen war, als sie plötzlich von sehr hellem Licht geblendet wurde. Fast blind von diesem Hellen, ging sie vorsichtig näher und dann sah sie ihn: Es war ein großer, blauer Vogel, der von dem hellen Licht umhüllt war und zu schweben schien, denn seine blauen Schwingen schlugen kaum. Neben Beinen, wie sie ein Vogel eben hatte, hatte er noch Arme und in seiner linken Hand hielt er etwas. Er flog langsam auf Bianca zu und begann zu reden: „Wie ich sehe, brauchst du Hilfe. Deshalb hast du mich gerufen. Erschrecke nicht, denn ich bin Mystic-Blue, eine Hüterin ihres Träumers. Dein Traum hat mich erschaffen. Ich werde dir nun helfen. Doch nun nimm dieses kleine Geschenk von mir an. Es ist eine sehr magische Kraft, die dich noch stärker machen wird, zu etwas noch Besserem, als du es jetzt schon bist: Du bist ein blauer Wuschelkopf mit der Macht der Rose, die es dazu gebracht hat, daß du auch eine Fee bist und mit diesem kleinen Teil steigst du eine Stufe höher“. Bianca berührte vorsichtig die Kristallkugel in der Hand des Vogels, als ihre Haare nach hinten flogen und die Kugel verschwunden war. „Hab ich sie kaputtgemacht?“; fragte sie. „Nein, nein“, sagte der blaue Vogel. „Du hast nun die Energie einer Nymphe. Sicher fragst du dich, warum ich dir das alles erzähle. Nun gut. Deine jetzigen Gegner haben sich mit Zauberinnen zusammengetan, die Voodoo-Zauber einsetzen. Diese Zauber können jeden, ob Freund von dir oder nicht zu willenlosen Mitstreitern machen und sogar zu bösen, abscheulichen Wesen zu verwandeln. Doch mit der Kraft der Nymphe kannst du diesem Zauber entgegen wirken. Was du tun mußt, um andere von dem Zauber zu befreien ist – Singen“. „Singen?“, fragte Bianca mit großen Augen und ließ ein sehr helles 'Ahahaha' ertönen, das sich wie die Stimme eines Engels anhörte. „Ja, das ist schon sehr gut“, sagte Mystic-Blue. „Du kannst es schaffen und wenn ich dir helfe, wirst du auch diesen Kampf bestehen“. „Du willst mir helfen?“, fragte Bianca noch immer verwundert. „Mußt du nicht mehr zurück, von wo du her kamst?“. „Nein“, sagte Mystic-Blue. „Jeder blaue Wuschelkopf kann einen blauen, eigenen Vogel haben, den er sich in den Träumen erschafft. Ich bin ein Teil von dir, erschaffen von deiner Aura. „Woa“, sagte Bianca erstaunt und der Vogel nickte.

 

Inzwischen führten die bösen Zauberinnen mit dem Racheengel ein böses Spiel und verwandelten alle guten Kreaturen in riesige, unansehliche Ungeheuer. Eines davon ging sofort schnurstracks in die Stadt.

 

Von einem dumpfen Knall wachte Bianca auf. Sie lag mit dem Kopf auf dem Bauch von Storm, der im Gras lag und ebenfalls eingeschlafen war. „Was war das?“, fragte sie. „Was denn?“, fragte Storm. „Na das“, sagte Bianca und ein weiterer, dumpfer Knall ertönte. Storm erschrak ebenfalls. „Die Stadt wird angegriffen“, sagten sie fast gleichzeitig. „Los! Unternehmen wir etwas“, sagte Bianca und Storm nickte. Dann bemerkte er den Vogel, der im Gras saß und ebenfalls schlief. „Wer ist das?“, fragte er, doch Bianca zog ihn hinter sich her. Sie rannten die Straße entlang und sahen nach einer Weile ein großes, unansehliches Pflanzenwesen. Ehe Bianca angreifen konnte, schrie eine Stimme: „Springt auf!“. Es war Mystic-Blue. Bianca und Storm gehorchten. „Überlaßt ihn erst mal mir“, sagte der Vogel. „Der ist durch und durch mit Voodoo-Zauber vergiftet. Dagegen kann die Rosenkraft nichts tun“, doch weiter kam er nicht, denn Bianca ließ mal wieder die Murmeln fliegen, das sie als Murmelchaos bezeichnete. „Ja!“, schrie sie. „Treffer!“ Das Ungeheuer brach vorerst zusammen und bäumte sich wieder auf, doch dann erklang ein Gesang, wie ihn noch nicht einmal Storm gehört hatte und mysteriöses Licht tat sich auf. Es blitzte und glänzte von allen Seiten. Das Ungeheuer schrumpfte zusammen und wurde ein blauer Wuschelkopf. Sachte schwebte Bianca zu Boden, die für ihre Aktionen von Mystic-Blue abgesprungen war. Der Wuschelkopf sprang in ihre Arme und umarmte sie dankbar. „Es ist furchtbar“, schluchzte er. „Der Rat der blauen Wuschelköpfe ist zerstört und überall streunen diese Zauberer herum, die alle verhexen, die dann zu widerlichen Kreaturen werden. Ich wollte den Zauber aufhalten, doch er ist einfach überall. Man kann ihm einfach nicht entkommen“. „Voodoo“, sagte Bianca und sah ihn mitfühlend an. „Du hattest einen Voodoo-Fluch, doch mein Gesang hat ihn zerstört“. Der Wuschelkopf nickte. „Komm mit uns“, sagte Storm. „Im Wald ist es zu gefährlich. Wir werden die anderen ebenfalls befreien. Versprochen“. Bianca nickte. „Ihr seid wundervoll“, sagte der Wuschelkopf. „Ich wußte, daß ihr zwei, die ich mal vor diesem Giganten gerettet habe, ganz besonders seid“. Erst jetzt erkannten Bianca und Storm den Wuschelkopf richtig. „Der, wo über den Stein der weisen Wuschelköpfe Bescheid wußte“, sagte Storm. Der Wuschelkopf nickte. In den nächsten Tagen befreite Bianca einen nach dem anderen von dem Voodoo-Zauber und besiegte die Zauberer, doch Zabunka und Zambiaka, sowie der grüne Dämon, der sich Engel der Rache nannte, flohen. „Die sind wir vorerst los“, sagte Bianca und Storm nickte. Er schaute dabei auf seinen Bauch. „Was ist?“, fragte Bianca verwundert. „Ich hab Hunger“, sagte Storm, der noch immer auf seinen Bauch sah und eine Hand darüber rieb. Kaum hatte er das gesagt, ertönte ein Grollen, das Bianca zusammenzucken ließ. Auch Mystic-Blue war erschrocken. „Ähm, naja“, sagte Storm und sah zu den beiden Erschrockenen. „Mein Magen hat gerade auch gemeint, daß es Zeit ist, etwas zu essen“. „Der knurrt aber ziemlich laut“, sagte Mystic-Blue. „Bin eben total erschrocken. War wie ein Brüllen von einem Bären oder Löwen oder wie das Donnern eines Gewitters“. „Ich weiß“, sagte Storm. „Auch Bianca zuckt öfter zusammen. Aber ist eben nur mein Magen“. Bianca nickte mit einem breiten Grinsen. „Ähm, ja“, preßte sie hervor. „Dann ist es Zeit etwas zu essen. Hab auch Hunger“. „Aber bei dir ist es nicht so extrem wie bei Storm“, sagte Mystic-Blue. „Man hört es nur, wenn man sein Ohr auf deinen Bauch legt“. Bianca nickte. „Naja, laßt uns was essen gehen. Unsere Mägen werden es uns danken“. Mystic-Blue und Storm nickten und sie gingen nach Hause. Dort wurde faul im Gras gelegen und eben gefuttert, was das Haus so hergab.

 

Sie hatten nun tagelang Ruhe in der Stadt, denn Zabunka und Zambiaka mußten vorerst neue Pläne schmieden, ehe sie ihren nächsten Angriff starten konnten.

 

Nach ein paar Wochen dann, als Bianca und Storm auf den Schultern von Mystic-Blue über die Stadt flogen war vorerst noch alles normal. Doch plötzlich fing Bianca an zu frösteln. „Was ist?“, fragte Storm, der das verwundert beobachtete. „Keine Ahnung“, sagte Bianca erstaunt. „Es war wie ein eiskalter Wind“. „Eiskalter Wind?“, fragte Mystic-Blue. Bianca nickte. Dann spürten es nun auch Storm und Mystic-Blue. „Ich weiß, was das ist“, sagte Mystic-Blue. „Sie sind zurück“. „Zabunka und Zambiaka?“, fragte Bianca und ihre Augen verengten sich. „Die können etwas erleben“, knurrte sie. Mystic-Blue bejahte. „Diese eiskalten Brisen sollen uns ablenken, in ihre Nähe zu kommen“, sagte der Vogel. „Aber, wenn das alles ist, was die können...“ Storm sah nach hinten und entdeckte etwas Riesiges hinter sich. Er konnte gerade noch Mystic-Blue warnen, als sie angegriffen wurden. „Was war das?“, fragte Bianca erstaunt und zornig. „Na warte! Den kaufe ich mir!“. Sie sprang ab und staunte nicht schlecht. Es war der Racheengel persönlich. Bianca wollte gerade zurückschlagen, als sie erneut angegriffen wurde. Sie wich aus und ließ die Macht der Rosen auf das feindliche Wesen los. Es schwächelte. Dann setzte Bianca noch einen drauf, nämlich den Nymphengesang, mit dem sie schon das Pflanzenwesen zurückverwandeln konnte. Der Dämon hielt sich daraufhin die Ohren zu, doch der Gesang war stärker. Das dämonenhafte Wesen verpuffte und hinterließ Leere. „Wieder ein Feind weniger“, jubelte Storm und Mystic-Blue nickte. „Du bist gut, blaues Wesen mit der Macht der Rose“. Bianca jubelte. Dann sprang sie Storm in die Arme, der sie an seine Brust drückte. Doch viel Zeit hatten sie nicht, denn Mystic-Blue drängte sie weiter. „Wir müssen die Brut des Bösen unschädlich machen. Ich spüre, daß die diesmal etwas größeres vorhaben“. Bianca und Storm nickten und sie stiegen wieder auf die Schultern von Mystic-Blue, der wieder nach oben flog.

Doch Zabunka gab nicht auf, war sie nach dem Verlust des Racheengels so erbost, daß sie erneut jemanden losschickte. Sein Name war: Uwe Zarzar, ein eigentlich sympathisch aussehender Wuschelkopf, der Bianca erst an baggern und dann das Herz brechen sollte, um sie so zu schwächen. Also zog Zarzar los.

 

Mystic-Blue und die anderen liefen inzwischen durch den Wald, immer ihren Gefühlen, die den Weg wiesen. Plötzlich tippte jemand Bianca von hinten auf die Schulter. Sie drehte sich um und sah jemanden, den sie noch nie gesehen hatte. „Ich bin Uwe Zarzar“, sagte der Fremde. „Ah, du mußt Bianca sein. Ich habe soviel von dir gehört und daß du auf der Suche nach einem Partner bist“. „Ähm...“, preßte Bianca rot werdend raus. „Das muß ein Irrtum sein. Ich habe einen Freund“. Sie zeigte auf Storm. „Ja, klar“, sagte Zarzar. „Aber er ist kein Wuschelkopf und ich bin einer. Glaube mir: Ich passe besser zu dir“. Ehe Bianca kontern konnte, hatte er sie schon an der Hand und zog sie hinter sich her. Mystic-Blue und Storm blieben vorerst zurück und folgten ihnen.

Uwe Zarzar tat vorerst, was ein Mann mit einer Frau tat: Liebesspiele, nach dem er sich vorgestellt hatte. Nach den Liebesspielen stellte er sie den magischen Vögeln vor. Sie sahen zwar aus wie gewöhnliche Vögel, doch sie hatten auch Zauberkräfte. Diese waren Bianca sofort sympathisch. Sie erkannte unter ihnen auch den Kolibri Flick. Sie hätte sich ihm so gerne anvertraut, doch Zarzar hatte seine Augen und Ohren überall, doch ein großer Tukan, der sich 'Birdy' nannte, nahm Bianca unter seine Fittiche und so war sie vorerst aus dem Blickfeld von Zarzar. „Hey Birdy!“, brüllte Zarzar. „Ich will hören, was sie dir sagt!“. „Ach, sie ist so verliebt in dich“, sagte der stämmige Tukan und zwinkerte Bianca zu, denn das hatte Birdy als Notlüge erfunden, da Bianca im erzählte, daß Zarzar sie belästigte. Zarzar zog von dannen. Als er verschwunden war, kam Storm zu Birdy und schloß Bianca in die Arme.

Das Ergebnis bemerkte Bianca dann am Tag, nachdem Zarzar sich zurückgezogen hatte, um ihr eigentlich das Herz zu brechen, doch nicht an sie herankam: Sie war schwanger! „Da hatte es der Mistkerl doch geschafft, daß ich Nachwuchs nicht von Storm bekomme!“, fluchte sie. „Keine Panik“, sagte Storm. „Ich bin und war immer auf deiner Seite und werde dir auch diesmal helfen, das kleine großzuziehen“. Bianca drückte sich dankbar an Storm. „Danke, Storm“, hauchte sie ihm zu. „Kein Thema“, sagte er. „Laß uns in den Wald gehen. Dort wirst du vielleicht auf andere Gedanken kommen...“ „Was ist?“, fragte Bianca erstaunt, als Storm urplötzlich stoppte. „Deine Flügel“, preßte er hervor. „Was hast du mit deinen Flügeln gemacht? Die sehen ja ganz anders aus“. „Ähm, nix“, sagte Bianca und sah in den Spiegel. Sie schrie auf. „Das sind... Das sind... Waaaaaaaaaaaah!!!!! Das sind SCHANDFLÜGEL! Die kriegt man, wenn man etwas verbrochen hat! Aber warum ich? Ich hab doch nichts verbrochen...!“ Auch Mystic-Blue konnte sich das nicht erklären. „Also, Zarzar hat sich ihr zwar genähert, aber sie hat abgeblockt“, sagte Mystic-Blue. „Warum hat sie die aber dann?“. „Bestimmt ein mieser Trick von Zabunka“, sagte Bianca grimmig. „Zarzar hat garantiert für Zabunka gearbeitet und hat mich vielleicht verpetzt“. „Das hat er“, hörten sie plötzlich eine Stimme. „Birdy“, sagte Bianca überglücklich. Sie warf sich an den Tukan. „Du bist zurück“. „Für dich und deine Freunde doch immer“, sagte Birdy. „Aber ich habe hier jemanden, der dir etwas mitteilen will“. Ein blauer Wuschelkopf kam zu ihr. „Ich bin's. Also, der, der kopfüber an der der Kirchenuhr hing“, sagte er. „Halo-Blue?“, fragte Bianca erstaunt. Der Wuschelkopf nickte. „Ich habe eine Nachricht für dich. Wie ich in der Vergangenheit erfahren durfte, bist du eine sehr gute Wächterin, was Kräfte angeht. Und damit diese Bitte an dich: Bitte, bitte beschütze die Kraft der Rose. Sie ist in großer Gefahr. Zabunka will sie. Ich weiß, daß es gefährlich ist, aber ich weiß, du kannst es. Deine Freunde dürfen dir dabei natürlich helfen“. Er gab ihr ein Gebilde, das aussah, wie der Rosenbrunnen. „Bringe das an einen sicheren Ort, den niemand außer dir und deinen Freunden kennt“, sagte er und war plötzlich wieder verschwunden. Erstaunt schaute sich Bianca das Gebilde an. Unendlich viele Kräfte wirbelten umher. Dann sah sie in die Runde. „Und was jetzt?“, fragte sie. „Weiß jemand, wo ich das am besten unterbringen kann?“. Birdy nickte. „Folgt mir“. Schon fanden sich Bianca und Storm auf den Schultern von Mystic-Blue wider, der Birdy folgte. Auf der Lichtung, auf der sie sich zum ersten Mal sahen, gingen sie dann hinunter. Bianca und Storm folgten Birdy in eine Geheime Grotte. „Hier bin ich oft, wenn ich nachdenken muß“, sagte Birdy. „Hier ist das Ding sicher“. Er gab ihr den Schlüssel, der eine Stahltür öffnete. Dort verstaute Bianca dann das Gebilde, das dem Rosenbrunnen ähnelte und die Macht der Rosen beinhaltete.

Dann ging es wieder hinaus und auf dem direkten weg zu den Feen und Nymphen. Erbost sprang Bianca von den Schultern von Mystic-Blue ab und fragte: „Was hat das zu bedeuten? Warum habe ich diese Schandflügel?“. „Na, jetzt beruhigst du dich mal wieder, Kleines“, sagte Mirianda, die Oberfee. „Es gab da eine Beschwerde gegen dich. Von Zarzar persönlich. Du solltest ihn gezwungen haben, daß er dich begehrt und schwängert“. „Unsinn“, sagte Bianca entgeistert. „Ich habe einen Freund und der steht neben mir“. Sie zeigte auf Storm. „Zarzar hat mich gegen meinen Willen benutzt. Er ist nämlich ein Helfer von Zabunka“, sagte sie weiter. „Das Mädchen hat recht“, sagte Birdy. „Ich war der erste, dem sie sich anvertraut hat“. „Tja, wenn das so ist“, sagte Mirianda. „Ich habe die Info, daß Zarzar ein Mensch ist, der sich in alles verwandeln kann und eine Partnerschaft mit Wuschelköpfen ist nicht schlimm, aber es darf nicht öffentlich gemacht werden, da es verboten ist und wir hatten keine andere Wahl, als Bianca diese Flügel zu verpassen. Egal, ob Absicht oder nicht, es ist und bleibt verboten, eine Partnerschaft mit Menschen einzugehen, wenn man ein Wuschelkopf ist. Bianca kamen fast die Tränen. „Bitte“, flehte sie. „Birdy hat Recht. Es ist nicht meine Schuld, er ist einfach an mich herangegangen, weil Zabunka es so wollte“. „Tut mir leid“, sagte Mirianda. „Aber selbst, wenn es noch so rührend ist, wir müssen uns an die Regeln halten. Aber sei froh, daß wir dich nicht einsperren. Du bist uns nach wie vor sympathisch, aber Regeln gehen leider vor“.

 

Mit hängendem Kopf gingen Bianca und die anderen nach Hause.

 

Alles in Ordnung?“, fragte er. Bianca nickte. „Oh Mann“, sagte sie. „So wurde ich noch nie überrumpelt“. „Dieser Zarzar ist ein Betrüger“, flüsterte Birdy Bianca und Storm zu. „Ich kenne ihn. Er arbeitet für Zabunka“. „Aha“, preßte Bianca hervor und legte eine Hand auf ihren Bauch. „Jetzt wird mir alles klar. Mhmmmmm... Aber jetzt habe ich auch Hunger. Auf jeden Fall knurrt gerade mein Magen“. Storm nickte. „Hunger habe ich jetzt auch. Auf jeden Fall müssen wir auf Zarzar aufpassen“. „Ich helfe euch“, sagte Birdy. „Echt?“, kam es von Bianca und Storm gleichzeitig. „Das ist ja super!“. Birdy nickte. „Ich und meine Vogelbande lassen niemanden allein. Und ihr zählt ebenfalls zu meinen Freunden“. „Oh danke“, hauchte Bianca und gab Birdy einen Kuß, der den Tukan erröten ließ.

Auch in den nächsten Tagen versuchte Zarzar, näher an Bianca zu kommen, doch gab dann frustriert auf, aber nicht, ohne bei den Feen und Nymphen zu petzen.

 

Opalia, eine weitere Nymphe, stand eines Tages vor der Tür vom Zuhause. „Ich habe eine Info für euch, wie ihr diese Schandflügel doch loswerden könnt“, sagte sie. Bianca horchte auf. „Echt?“, platzte es aus ihr heraus. Opalia nickte. „Ihr müßt zum Mysteriösen Brunnen. Dort werden die Schriftrollen der Wahrheiten aufbewahrt vom großen Weisen. Wenn ihr diese Mirianda und den anderen Nymphen vorlest, müssen sie den Bann aufheben. Aber paßt auf Zabunka und Zarzar auf. Die werden ebenfalls diese Schriftrolle suchen“. „Okay“, sagte Bianca und schaute zu Storm, der ebenfalls nickte. „Bring uns hin“. Opalia nickte und so gingen sie in den Wald.

Vor einer Höhle blieb Opalia stehen und ein Tor öffnete sich. „Hier sind sie“, sagte die Nymphe. „Sie brauchen die Schriftrolle über Zarzar“. Der große Weise nickte und reichte sie Bianca mit einem Zwinkern. „Hat dich wohl überrumpelt, was? Das wird schon. Aber paß gut auf das gute Stück auf“. „Das werde ich“, sagte Bianca erleichtert. „Fakt ist nur, daß ich deshalb leiden mußte“. Dann gingen sie wieder. Sie waren kaum ein wenig gegangen, stand Zabunka vor ihnen. „Los! Gebt mir die Schriftrolle!“, knurrte sie. „Niemals!“, schrie Bianca und überrumpelte Zabunka und ihr Gefolge mit einem Tornado aus Rosen. „Nichts wie weg“, sagte sie. Storm und Opalia nickten und so rannten sie zum Ort der Feen und Nymphen. Sie kamen Mirianda entgegen. „Opalia? Was soll das?“, fragte sie. „Sie haben etwas Wichtiges“, sagte Opalia. „Nimm es. Zabunka wird schon bald hier sein“. „Zabunka?“, fragte Mirianda. Bianca nickte. „Sie wollte diese Schriftrolle“. „Okay, dann gebt sie mal her“, sagte Mirianda. „Gehen wir in die Bibliothek“.

In der Bibliothek las Mirianda dann alles genau durch. Als sie durch war, nickte sie. „Dir wurde Unrecht getan“, sagte sie. „Diese Zabunka schreckt aber auch vor nichts zurück! Die kann was erleben. Alles, was der große Weise im mysteriösen Brunnen aufschreibt und aufbewahrt, ist wahr. Er kann Gedanken lesen und sieht alles von einem Ort aus, ohne wirklich dort zu sein. Manche unterschätzen ihn, aber er hat sich noch nie geirrt. Opalia. Bringe die anderen Nymphen Andrea, Apalia, Selina und Steina her, damit sie den Bann auflösen“. Opalia nickte und kam mit den benannten Nymphen im Schlepptau zurück.

Diese führten einen Tanz auf und bewegten sich im Kreis um Bianca herum. Sie klopften dabei auf ihre Knie, klatschten in die Hände und drehten sich. Als sie geendet hatten, war der Bann tatsächlich gebrochen und Bianca flog sogar noch besser als sonst. Storm folgte ihr. Bianca spürte, daß sie zur Rosenkraft mußte, ehe dann der große Kampf gegen Zabunka folgte.

 

Als sie vor der Rosenkraft stand, fragte Storm: „Kannst du mir bitte verraten, warum du so plötzlich ohne 'Danke' davongeflogen bist?“. Bianca drehte sich zu ihm um: „Die Macht der Rosen braucht mich. Sie hat mich gerufen. Ich habe es gespürt“. Storm nahm sie in die Arme. „Ist schon okay“, sagte er.

Dann tauchte Zabunka auf. „Die Macht der Rosen ist jetzt Mein“, sagte sie hämisch. „Dank Mirianda, die heimlich Informationen zu mir gebracht hat, konnte ich wissen, wo ihr die Macht der Rosen versteckt habt. Tja. Man kann niemandem trauen“.

Bianca stellte sich mit dem Rücken schützend vor die Macht der Rosen. „Finger weg von der Macht der Rosen!“, fauchte sie. „Ich bin die Beschützerin und werde sie verteidigen!“ Zabunka lachte und griff an, doch Bianca wehrte ab, sodaß der Strahl umgekehrt wurde und Zabunka vorerst außer Gefecht setzte. Bianca flüsterte: „Macht der Rosen! Helft mir!“. Sofort bündelten sich die Kräfte und Bianca ließ durch die Rosenkräfte die ohnmächtige Zabunka in das Gefängnis der Feen schweben, während ihr Gefolge teilweise ebenfalls eingefangen wurde oder teilweise fliehen konnte.

 

Erschöpft fiel Bianca auf die Knie. Sie schnaufte. „Hab ich es geschafft?“. Auch Storm war verdutzt. Doch als sie aus der Höhle kamen, hörten sie Gejubel. „Endlich ist die Tyrannei durch Zabunka vorbei! Wurde Zeit, daß die Hexe erneut im Kerker schmort!“. Bianca grinste und Storm grinste auch. Dann führte Bianca eine Formel zum Schutz und der Benutzung der Macht der Rosen ein, ehe sie mit Storm wieder nach Hause ging, um sich auf ein neues Abenteuer vorzubereiten. ENDE

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Das 8. Kapitel vom zweiten Band 7.11.2011

 

Bianca Forever – Bianca's Revenge / Biancas Rache

 

Ein paar Tage später, nachdem Thunder, der Gewitterkämpfer, Bianca die Flügel abriß und sie damit fast tötete, bekam er nun einen „Mitkämpfer“. Er nannte sich „Earthquake“, auf Deutsch Erdbeben und war ein Gigant aus Muskeln und um Hals, Hand- und Fußgelenke trug er Bänder mit Dornen. Außerdem hatte er einen finsteren Blick mit giftgrünen Augen, spitze Zähne und eine schmale Narbe verlief längs über sein rechtes Auge. An Händen und Füßen hatte er Krallen und mit jedem Faustschlag auf den Boden konnte er die Erde zum Beben bringen, daher auch sein Name „Earthquake“ (Erdbeben). Zambiaka freute sich, war sie doch sicher, Thunder hatte Bianca endgültig ausgelöscht, sodaß sie nun mit Zabunka, Haß, Angst und Schrecken verbreiten konnte.

 

Doch Bianca war nicht tot, sowie man aus dem letzten Abenteuer noch erfuhr. Sie wurde von den Zauberdrachen Fono und Fany gerettet, indem sie einen magischen Stein in den Rosenbrunnen warfen, sodaß die klaffenden Wunden sich schnell verschlossen und ihr neue Flügel wuchsen. Sie wurde von ihnen erst in ein sicheres Versteck und dann nach Hause gebracht. Nun begann sie, ihre Kräfte wieder aufzubauen und ihre Kondition, ihren Reflex und ihre Schnelligkeit zu verbessern. Außerdem lernte sie, Gewitter und Blitze zu erschaffen, sodaß sie schon eine Basis hatte, überhaupt gegen Thunder anzukommen. Sie konzentrierte gerade ihre Energie in die fühlerartigen Gewächse auf ihrem Kopf, als ein Grollen sie wieder aus dem Takt brachte. „So wird das nichts“, sagte Fany. „Du mußt dich besser konzentrieren“. „Ich weiß“, sagte Bianca und seufzte. „Aber mir knurrt so der Magen und da kann ich mich einfach nicht konzentrieren“. Fono und Fany sahen sich an. „Okay“, sagte Fany. „Das war es vorerst. Aber, du mußt noch viel üben“. Bianca nickte und schmiegte sich an Storm, der wie immer in ihrer Nähe war. „Aber, du wirst sehen“, fügte Fono hinzu. „Du bist schon sehr gut. Es fehlt zwar noch, um gegen Thunder anzugehen, aber, du machst dich“. Bianca lächelte, während Storm sie in seinen Armen hielt. Er flüsterte ihr ins Ohr: „Du bist sehr gut. Ich werde dir helfen, Thunder und Zambiaka zu schlagen“. Bianca seufzte, diesmal aus Erleichterung. Sie spürte Storms Wärme und lächelte innerlich.

 

Wieder woanders machte sich ein Kakadu schön. Der Wuschelkopf, der Bianca und Storm im letzten Abenteuer zur Flucht vor Thunder verhalf und die Zauberdrachen schickte, schaute dem Treiben skeptisch entgegen. „Ayra“, sagte er. „Du bist ein Kakadu. Da brachst du dich nicht so auf zu hübschen“. „Airam“, sagte Ayra, so hieß der Kakadu, der eine sehr eitle Vogeldame war. „Erst die Schminke macht die Frau. Ich weiß sehr wohl, daß ich in deinen Augen 'nur' ein Kakadu bin, aber ich bin sehr wohl eine Frau, die schön sein will“. „Wenn du unbedingt meinst“, sagte Airam. „Aber beeile dich. Ich habe eine Aufgabe“.

Mit einem Kajal zog sich Ayra die Wimpern nach und schaute sich im Spiegel an. Sie gefiel sich. Sie packte darauf hin ihre Maniküre, Tigelchen und Pediküre ein und ging zu Airam, der es leid war, immer warten zu müssen. Er sagte aber nichts und weihte Ayra ein: „Du wirst einen bekannten, blauen Punky vor Earthquake warnen“, sagte Airam. „Es handelt sich dabei um Bianca Forever, die legendäre Rosenfrau. Doch zunächst wirst du zu Tornadius gehen, der dir alles über Zubunku, der von Zambiaka und Thunder gefangen gehalten wird, erzählen“. „Aber“, sagte Ayra. „Bianca ist tot. Die Nachrichten sagen es. Sie war eine sehr gute Kämpferin“. „Eben nicht“, sagte Airam. „Sie lebt. Durch die Zauberdrachen Fono und Fany, die sie in Sicherheit gebracht haben. Ich weiß, Zambiaka soll denken, daß sie tot ist, aber nur, um ihr Zeit zu geben, genug Kräfte zu sammeln, damit das Böse endgültig gestoppt werden kann“. Ayra nickte und wollte gerade los fliegen, als Airam sagte: „Nein, gehe durch diesen Wirbel. Dadurch gelangst du direkt zu Tornadius. Wenn du fliegen würdest, könnten dich die Schergen von Zambiaka abfangen“. Ayra nickte und ging durch den Wirbel, der sie in eine Höhle, voller Licht, Glitzer und Spiegel brachte. Es dauerte nicht lange, da kam ein Riese zu Ayra gelaufen. „Airam hat dich geschickt“, sagte er. „Ich soll dir über Zubunku, dem Seelen verwandten von Bianca erzählen. Nun denn: Er wurde praktisch von seinen Artgenossen einfach auf dem Planeten zurückgelassen, auf dem Zabunka lebte. Diese nahm ihn auf und zog ihn groß, erzählte ihm aber nie von seiner Vergangenheit. Von daher wunderte sich Zubunku, warum er solche Verbindungen zu Bianca spüren konnte, immerhin kannte er sie ja gar nicht. Also begann er von sich aus zu recherchieren und kam einer Lüge auf die Spur“. „Einer Lüge?“, fragte Ayra. „Da kann es sich nur um einen Stammbaum handeln“. Tornadius nickte. „Zufällig habe ich ihn hier“. Er zeigte Ayra die Aufzeichnung. Direkt neben Rosa und Normal fand sich Zubunku, unter dessen Namen jedoch 'vermißt' stand. „Weil er bei Zabunka war“, sagte Ayra. Tornadius nickte. „Bringe Bianca mit Zubunku zusammen. Sie sollen sich gegen Zambiaka vereinen und Zabunka in die Schranken weisen“. Ayra nickte und wollte erneut los fliegen, als Tornadius sagte: „Geh besser durch den Wirbel. Es ist viel zu gefährlich im Wald. Immer hin wurde durch Thunder der Rat der blauen Wuschelköpfe zerstört und alle bis auf Airam sind getötet worden“. Ayra nickte und ging durch den Wirbel von Tornadius. Durch diesen gelangte sie nun in die Stadt. „Hier soll also Bianca wohnen“, dachte sie. „Aber wo?“. Sie flog los, in der Hoffnung, Bianca von der Luft aus zu erkennen, doch fand sie nicht. Ayra war ratlos. „Mhmmmm... den Nächsten, der mir über den Weg läuft, frage ich“, dachte sie. „Aber die Stadt ist wie leer gefegt. Was ist, wenn sich Airam und Tornadius irren und es Bianca wirklich erwischt hatte? Nein! Daran darf man nicht mal denken!“. Sie flog erneut los und fand, nachdem sie durch eine schwarze Wolke, die plötzlich aus dem Nichts auftauchte, einen blauen Punky, der im Garten saß. „Das muß sie sein“.

Etwas unbeholfen landete sie im Gras. Der Punky, der wirklich Bianca war, sah dem Treiben ein wenig ratlos zu. „Nanu“, dachte Bianca und ging näher. „Wer bist du?“. Ayra stand auf und sah in große, ratlose Augen. „Du mußt Bianca sein“, sagte Ayra, der Kakadu. „Airam, der dir zur Flucht vor Thunder aus dem Rat verholfen hat, hat mich geschickt. Thunder hat einen Mitkämpfer. Er nennt sich Earthquake. Du mußt vorsichtig sein“. Bianca bekam große Augen. „Zabunka gibt wohl nie auf“, sagte sie. „Naja. Offiziell bin ich ja tot. Von daher könnte man sich heimlich darunter mogeln“. „Denke nicht mal dran“, sagte Ayra. „Das ist viel zu gefährlich! Wenn Zambiaka dich erwischt, wird sie dich erst recht töten. Du bist noch zu geschwächt, um jetzt etwas zu unternehmen. Komme erst mal wieder zu Kräften und trainiere fleißig weiter“. Bianca seufzte. „Mir ist aber langweilig“, sagte sie. „Weil ich dem Treiben tatenlos zu schauen muß“. „Ich weiß“, sagte Ayra. „Ich glaube auch, daß du eine gute Kriegerin bist, aber sowas wie vor einiger Zeit sollte sich nicht wiederholen. Immerhin bist du fast dabei drauf gegangen“. Bianca seufzte einmal auf, nickte dann aber. „Ich weiß auch nicht, ob es eine gute Idee gewesen wäre“, gestand sie. „Aber tief in mir brodelt es und dieses Etwas verlangt nach Rache an Thunder, der mich schwer verletzt hat“. Ayra nickte. „Das glaube ich“, sagte der Kakadu. „Aber, du solltest diese Wut in dir eher darauf verwenden, neue Kräfte zu entwickeln. Wie mir Fany und Fono gesagt haben, kannst du schon mit Blitzen werfen. Das ist schon mal etwas. Aber wie gesagt: Um gegen Thunder zu bestehen, brauchst du mehr solche Energie“. Dann gab Ayra Bianca ein kleines Bündel, das sich sehr warm und weich anfühlte, in die Hände. „Was ist das?“, fragte Bianca verwundert. „Das“, sagte Ayra, „Ist ein Gewitterpony. Es wird dir helfen, besser mit der Materie 'Gewitter' um zu gehen. Wenn du es großziehst, wird es dir sämtliche Tricks zeigen, die du dann gegen Thunder einsetzen kannst, wenn du stark genug bist“. Bianca schaute noch ahnungslos auf das blaugelbe Etwas, das sich gegen ihre Brust drückte, aber sonst keinen Mucks von sich gab, sondern die eine Hand von Bianca leckte. Sie konnte sich ein Kichern nicht verkneifen. „Es kitzelt“, sagte sie. Ayra nickte. „Ich glaube, der Kleine hat Hunger“, sagte der Kakadu und kramte eine Möhre aus der Tasche. Diese gab Ayra dann Bianca in die Hand, die das Pony sanft neben sich ins Gras setzte und kaum hielt sie ihm die Möhre hin, begann es gierig daran zu beißen. „Es hat wirklich Hunger“, sagte Bianca mit großen Augen. Ayra nickte. „Aber“, begann Bianca fragend. „Warum vertraust du mir ein kleines Pony und kein großes an, das mir alles zeigt?“. „Naja“, sagte Ayra. „Airam hat mir gesagt, daß du eine sehr Für sorgende bist. Er kannte Marie und Dominik, die ihm wiederum sagten, daß du eine gute Adresse bist in Sachen Großziehen“. „Ach so“, sagte Bianca und lächelte dem Pony zu. „Aber bisher hatte ich nur Wuschelköpfe und Punkys großgezogen und kein Pony geschweige denn ein Pferd. Glaubst du wirklich, daß ich das kann?“. Ayra nickte.

Storm, der alles aus der Ferne beobachtete, beobachtete zunächst skeptisch das kleine, blaue Knäuel, das vor Bianca im Gras lag, die aber dann sagte: „Keine Sorge, Storm. Du brauchst nicht neidisch zu sein. Das wird unser neuer Freund. Wenn es groß genug ist, wird es mir noch mehr Fähigkeiten beibringen, damit ich gegen Thunder gewinne“. Das kleine Pony nickte. „Sie wird eine große Kämpferin der Gewitter sein“, sagte es. „Doch zunächst brauche ich einen Namen“. Wie wäre es mit Lightning?“, sagte Storm. „Wegen der Zeichnung auf dem Bauch“. Bianca nickte. „Klingt gut“, sagte sie. „Du bist gut“, sagte das Pony. „Wie heißt er denn?“. „Storm“, sagte Storm. „Storm Tornado. Ich bin Biancas Freund“, sagte er. „Ich bin Ayra“, sagte der Kakadu. „Airam, der euch zur Flucht verholfen hat, hat mich geschickt“. Storm fragte: „Der aus dem Rat?“. Ayra nickte. „Und was ist mit dem Rat passiert?“, fragte Bianca mit großen Augen, während sie das Fell von Lightning streichelte. „Ist er wieder aufgebaut worden?“. „Leider nein“, sagte Ayra. „Schlimmer noch: Earthquake hindert die blauen Wuschelköpfe daran und läßt alles wieder zusammenfallen“. „Earthquake?“, fragte Bianca und schluckte. „Bestimmt ein neuer Mitstreiter von Zambiaka. Na, die kann was erleben...! Sobald ich stark genug bin“. Ayra nickte. „Ich werde euch jetzt zu Tornadius schicken. Keine Angst. Er ist auf unserer Seite“, sagte Ayra. „Airam hat mich zuerst zu ihm geschickt, bevor ich hier her kam“. Bianca nickte und nahm Lightning auf den Arm, ehe sie mit Storm und Ayra durch den Wirbel ging.

 

Wieder in der Höhle mit Glitzer und Licht angekommen, in der auch schon Ayra von Airam zuerst geschickt wurde, angekommen, kam Tornadius auf die Gruppe zu. „Das ist sie“, sagte Ayra. „Und Lightning“. „Lightning“, sagte Tornadius. „Sie ist kreativ. Nun denn. Dann werde ich euch in einen Schrein führen. Aber zuerst muß sich Bianca in einen langen Mantel hüllen. Nur zur Sicherheit“. Bianca schluckte, nahm aber den Mantel an und zog ihn sich über. Auch Storm nahm einen und zog ihn sich über, ehe es dann durch den Wald zu einer Höhle ging. Dort legte Bianca dann ihre linke Hand auf einen magischen Stein und die Höhle öffnete sich. Dann gingen alle außer Tornadius hinein, ehe sich die Höhle wieder schloß.

 

Inzwischen war Zubunku die Flucht vor Zambiaka und ihren Schergen gelungen. In der Höhle, in der er gefangen war, führte nämlich ein kleiner Gang zur Grotte, in der Bianca und Storm den Stein der weisen Wuschelköpfe fanden. Doch das interessierte Zubunku nicht. Er suchte einen Ausgang und sprang ins Wasser. Durch den Unterwasserausgang fand er sich nun im See des Lichtes wieder, als etwas ihn unter Wasser zog und zu einem Unterwasserschloß brachte, das auch über Wasser lag, aber vom Land aus nicht zu sehen war. Als Zubunku sich vom Schreck erholte, saß er einem Riesen gegenüber, der Storm ähnlich sah, aber ein dunkleres Blau als dieser hatte und ach keinen Fuchsschweif, sondern einen Fischschwanz. Zubunku schluckte erst, bevor er etwas sagen konnte: „Wer, wer bist du?“, kam es stotternd. „Kann i-i-ich dir trauen?“. Der Riese nickte. „Ich bin Water. Ich wollte dich vor Thunder und Earthquake in Sicherheit bringen. Die haben hier alles unter Kontrolle. Sogar den berühmten Punky Bianca Forever haben sie besiegt und nun ist keiner hier, der gegen sie kämpfen will oder kann“. „Bianca lebt“, sagte Zubunku. „Sie sammelt nur neue Kraft“. „Wirklich?“, fragte Water. „Aber die Nachrichten sagen, sie wäre umgekommen“. „Damit Zambiaka es glaubt“, sagte Zubunku. „Um Bianca Zeit zu geben, im richtigen Moment zu zuschlagen“. „Clevere Idee“, sagte Water. „Ich glaube, ich hätte das auch so gemacht. Aber, wenn sie nicht tot ist, wo ist sie dann?“. „Ich weiß es nicht“, sagte Zubunku. „Ich weiß es leider nicht“.

 

Auch Bianca erlebte eine Überraschung: Als sie einer vermeintlichen Statue zu nahe kam, erwachte diese zu Leben. Sie erkannte die Gestalt und sagte erschrocken nur den Namen „Stormio?“. Die Gestalt nickte. „Lava hat mich nicht besiegt. Zu viele Felsen sind auf ihn gefallen, aber ich bin seitdem hier eingeschlossen und konnte nicht heraus“. „Stormio“, sagte Bianca und setzte Lightning auf den Boden, um ihn zu umarmen. Auch Stormio umarmte sie. Storm blieb ebenfalls erschrocken der Mund vor Schreck offen. „Mein Bruder“, stammelte er. „Mein Bruder. Er lebt“.

Ayra inzwischen, ließ die Begegnung kalt, da sie eine Schriftrolle fand, die wichtig sein könnte. Diese steckte sie ein und winkte alle zu sich, damit sie wieder aus der Höhle gingen. Bianca nahm wieder Lightning in den Arm und sie verließen die Höhle, doch Ayra, die voran ging, merkte schnell, daß etwas nicht stimmte. „Zurück“, sagte sie. „Wir müssen einen anderen Gang nach draußen finden“. Alle nickten und kehrten um. Im Raum angekommen, in dem Ayra die Schriftrolle fand, fanden sie einen Tunnel, der unter dem Wasser lag. In diesen sprangen sie und gelangten so in den See. Dort führte Ayra die Gruppe dann in das Unterwasserschloß eines Bekannten. Als sie dort ankamen, fanden sie: Zubunku. „Aber“, sagte Ayra. „Woher wußtest du...“. „Zu gefährlich“, sagte Water, der sich dann auch den anderen vorstellte. „Ich konnte ihn nicht sich selbst überlassen, sodaß er Zambiaka in die Arme läuft“. „Was eine gute Idee war“, sagte Ayra. „Ich habe hier Bianca und ihre Freunde“. „Die nicht tot ist, wie Zubunku gesagt hat“, sagte Water. „Zum Glück. Ich hoffe, daß der Terror bald vorbei ist“. „Wer hofft das nicht“, sagte Ayra. „Aber Bianca ist sehr geschwächt. Wir werden noch ein wenig Geduld haben müssen“. „So ein Mist“, sagte Water. „Warum mußte auch der Unfall passieren? Wenn dieser Thunder ihr nicht die Flügel raus gerissen hätte, dann hätte sie noch mehr Kraft“. „Eben nicht“, meldete sich nun auch Bianca und Lightning, der in ihren Armen lag, nickte. „Thunder kann Gewitterattacken. Ich nicht. Ich kann nur meine Wirbelkräfte, das Element Wasser, was in diesem Fall fatal ist und meine Rosenkräfte einsetzen. Aber für all meine Kräfte ist Thunder zu stark. Ich könnte ihn höchstens damit zurückwerfen, aber besiegen wäre unmöglich“. „Sie hat Recht“, sagte Storm. „Wenn einer Thunder besiegen könnte, dann wäre ich das. Aber auch ich bräuchte jemanden mit eben dieser Kraft, der mich dabei unterstützt“. „Moment“, sagte Ayra. „In diesem Chaos kann man keine klaren Gedanken fassen“. Sie wandte sich an Storm: „Du kannst Gewitterattacken?“. Storm nickte. „Ist ein bißchen eingerostet, aber wenn ich jemanden hätte, der die auch kann, wäre Thunder kein Problem für mich. Ich könnte Bianca diese Fähigkeit eben auch beibringen, aber nur, wenn Lightning einverstanden ist“. „Klaro“, sagte das Fohlen. „Aber ich will auch in der Gruppe bleiben. Hab alle gerade so lieb gewonnen“. Ayra nickte. „Airam hat gesagt, daß Bianca dich großziehen soll“. Sie gab daraufhin Bianca erneut eine Möhre, die sie an Lightning verfütterte. „Danke“, sagte das Fohlen. „War schon am verhungern“. Bianca lächelte.

Nun ging es durch einen erneuten Wirbel nach Hause.

 

In den nächsten Tagen wurde hart trainiert. Auch auf Lightning, der mittlerweile groß geworden war, reiten, war angesagt, was am Anfang auch gelang, doch Ayra befahl, Lightning, auch mal im Flug Harken zu schlagen, schräg zu fliegen oder auch mal Loopings zu fliegen. Als Lightning wieder auf dem Boden stand, sprang Bianca ab und erbrach sich. „Was hat sie?“, fragte Lightning. „Einen etwas empfindlichen Magen“, meldete sich Storm. „Sie muß sich jedes Mal auf's Neue daran gewöhnen, wie ich auch“. „Ach so“, sagte das blaugelbe Pony. „Tut mir leid, aber Ayra hat gesagt, daß ich so fliegen soll“.

Es trabte zu Bianca und beobachtete sie. Als sie sich umdrehte, sagte Lightning: „Geht's wieder?“. Bianca nickte. „Schöne Harken hast du da geflogen“, sagte sie, noch immer über dem Busch gebeugt, über dem sie sich erbrochen hatte. „Kein Wunder, daß mein Magen rebelliert hat“. „Tut mir leid“, sagte Lightning. „Aber ich mußte so fliegen. Anweisung von Ayra“. Es schmiegte sich an sie. Bianca streichelte das Pony. „Ist schon okay“, sagte Bianca und Lightning lächelte. Storm, der ebenfalls zu ihr kam, drückte ihr ein Kamillebonbon in die Hand. „Damit sich dein Magen wieder beruhigt“, sagte er. „Danke“, sagte Bianca und warf sich an ihn. „Ruhe dich aus“, sagte Lightning. „Ich finde, es war genug“. „Kommt gar nicht in Frage“, sagte Ayra. „Jetzt ist sie gerade so gut in Form. Sie macht schön weiter“. „Bitte Ayra“, sagte nun auch Bianca fast flehend. „Wenn ich mich nicht übergeben hätte, hätte ich noch genug Kraft, aber jetzt bin ich einfach nur k.o.“. „Okay“, sagte Ayra. „Aber nur diesmal“.

 

Auch in den nächsten Tagen wurde Bianca förmlich gedrillt. Egal, ob ihr schon vor lauter Erschöpfung die Zunge bis zu den Knien hing oder ihr Bauch so laut wie ein Gewitter grollte, Ayra gab ihr keine Chance auf Auszeit. Erst, als Bianca dann doch ziemlich entkräftet auf dem Boden lag, durfte sie sich ausruhen.

 

Doch es kam noch bitterer: In einer Nacht kam Ayra zu Bianca und weckte sie. „Laß mich schlafen, bitte“, murmelte Bianca im Schlaf. „Bin noch so müde und k.o.“. Doch Ayra gab ihr keine Chance, die Nacht durch zu schlafen. Die Kakadu-Frau schleifte sie über den Boden hinter sich her. Erst, als Bianca über die Treppe geschleift wurde, wachte sie auf. „Hey, was soll das?“, sagte sie verschlafen. „Laß mich los, damit ich weiter schlafen kann“. Doch Ayra dachte nicht daran, sondern zog sie hinter sich die Treppen runter. Als sie unten war, befahl Ayra: Und nun – zieh die an!“ „Was ist das?“, fragte Bianca noch immer verwirrt. „Nein! Das ziehe ich nicht an“. Doch Ayra duldete keine Widerrede und zog die Ringe dann Bianca an. Sie selbst hielt eine Fernbedienung in der Hand. Sie drückte auf den Knopf und Bianca schrie auf. „Das hast du davon, du ungehorsames Geschöpf“, sagte Ayra. „Und nun: Raus in den Garten und Hampelmann machen!“. Bianca ging voraus in den Garten auf das Gras und fing an, hoch und runter zu hopsen. Nach einer Weile fragte Bianca dann: „Kann nicht mehr. Darf ich jetzt bitte weiter schlafen?“. Doch Ayra drückte wortlos auf die Fernbedienung, die weitere Stromstöße von Biancas Füßen durch den ganzen Körper jagte.

Erst als Ayra zufrieden war, durfte nun auch Bianca wieder rein. Oder doch nicht? Denn, als sie vor der Haustür stand, knallte Ayra ihr diese vor der Nase zu. „Ayra! Ayra!“, rief Bianca verzweifelt. „Laß mich rein! Es ist so kalt!“. Es öffnete sich ein Fenster und Ayra sagte: „Ungehorsame Kreaturen haben im Haus nichts verloren!“. Dann ging sie. Verzweifelt setzte sich Bianca auf die Treppe und fing an zu weinen. Nach einer Weile ging sie zum Schuppen. „Dann schlafe ich eben bei Flybike und Lybella“, dachte sie. „Wobei ich lieber bei Storm und den anderen wäre, aber Ayra ist in letzter Zeit so komisch“.

Als Flybike Bianca sah, war es erst erstaunt. Doch als Bianca ihm erzählte, was vorgefallen war, nickte es ihr freundlich zu, Platz zu nehmen. Ehe sie sich an Flybike schmiegte, machte es ihr noch die Elektro-Ringe von den Fußknöcheln und legte sie nach draußen, wo man sie nicht gleich fand. An Flybike gekuschelt, schlief sie sofort ein.

 

Als Storm am nächsten Tag aufwachte, sah er zuerst auf den Platz seiner Freundin, doch der war – leer. „Komisch“, dachte er. „Normalerweise bleibt sie, wenn sie vor mir wach wird, noch solange im Bett, bis ich auch wach werde“. Er rief ihren Namen, doch keine Antwort. Nach einer Weile kam Greeny zu ihm. „Stimmt etwas nicht?“, fragte sie. Storm deutete auf den leeren Platz neben sich. „Das verstehe ich auch nicht“, sagte daraufhin Greeny. „Bianca würde nie ohne dich aufstehen. Nein, so kenne ich sie nicht“. „Ach, die Bianca ist draußen, trainieren“, kam es von Ayra, die das Gespräch mitanhörte und hämisch in sich hinein kicherte. „Draußen?“, kam es von Storm und Greeny nickte. Schnell sprangen beide auf und gingen ebenfalls raus.

Auch Bianca war wach. „Danke, Flybike“, sagte sie. Flybike nickte. Draußen traf sie dann auf Storm und zog ihn in den Schuppen. Sie erzählte ihm alles: „Diese Ayra ist verrückt!“, sagte sie fast zischend in sein Ohr. Zerrt mich mitten in der Nacht raus, läßt mich 'Hampelmann' machen und zieht mir Elektroschocker an, die mir Flybike entfernt hat“. Storm hörte ihr gespannt zu und sagte daraufhin: „Und dann hat sie dich ausgesperrt?“. Bianca nickte und schmiegte sich an Storm.

Ayra sah das und sagte streng: „Komm sofort her!“. Bianca gehorchte und Ayra zerrte sie hinter sich her. Die anderen sahen Beiden nur verdutzt nach.

Im Schlafraum sagte Ayra: „Okay, heute hast du Ruhezeit. Aber wehe, du gehorchst mir nicht...!“. Bianca schluckte, dann holte sie ihren Schlaf nach. In Wirklichkeit gab ihr Ayra ein Bonbon mit Schlafmittel. Sie war zufrieden.

 

Nach einer Weile war Essenszeit. Storm rief nach Bianca, doch Ayra krähte: „Geht schon mal vor, wir kommen nach“. Auch Bianca wurde durch das Rufen von Storm wach. „Mhmmmmmm... Essen“, sagte sie, doch Ayra hielt sie auf. „Nicht so schnell, Fräulein!“, sagte sie streng und drückte sie ins Bett. „Du schluckst das sofort, oder es gibt kein Essen und Prügel für dich!“. „Uhm... Okay“, sagte Bianca und schluckt einen Saft, der erneut ein sehr starkes Schlafmittel war. Sie schlief sofort wieder ein. Ayra schob sie in ein anderes Zimmer und verschloß es. Dann ging sie, aber nicht, ohne die Gestalt von Bianca anzunehmen, während die echte schlief.

 

Storm war erstaunt, als er Bianca ohne Ayra erblickte. „Nanu?, sagte er. „Hat Ayra keinen Hunger?“. Bianca schüttelte den Kopf, doch es war in Wirklichkeit Ayra, die ja die echte eingesperrt hatte.

So ging das ein paar Tage lang, bis Storm voller Sorge fragte: „Was hat Bianca eigentlich, daß sie nicht bei uns schlafen kann?“. „Eine schlimme Erkältung“, log Ayra. „Ich muß zu ihr rein“. Storm sah ihr verdutzt nach.

 

Bianca war wach, als Ayra zu ihr rein kam. „Warum bin ich hier drin? Was soll das? Ich will zu den anderen“. Ayra schüttelte den Kopf. „Du wirst nirgendwo hingehen“, knurrte sie. „Solange du so fett bist!“. Bianca war traurig. „Ich habe aber Hunger. Ich habe seit Tagen nichts mehr gegessen!“. „Nicht mein Problem“, sagte Ayra und wurde plötzlich riesengroß. Bianca wußte sofort, daß sie handeln mußte und sammelte ihre letzten Kräfte, um die Macht der Rose zu beschwören. Es dauerte eine Weile, bis Ayra in die Knie gezwungen wurde, doch Bianca setzte auch die Fähigkeiten ein, die sie schon von Lightning gelernt hatte und mit denen brachte sie Ayra dann zu Fall. Als der Kakadu am Boden lag, absorbierte Bianca ihre magischen Kräfte und den erlangte auch den Schlüssel, den Ayra verschluckt hatte und kam so frei. Sie gab Lightning die Kräfte von Ayra und atmete erst einmal tief durch. Storm schloß sie in die Arme. Biancas Flügel glitzerten im Mondlicht, das zum Fenster herein strahlte. „Meine Kleine“, sagte Storm. „Was hat Ayra nur mit dir gemacht? Du bist so mager“. „Mich hungern lassen und mit Schlafmittel ruhig gestellt“, sagte Bianca und hielt ihren grollenden Bauch. „Mir knurrt der Magen“. Sie brach zusammen. Storm fing sie auf und setzte sie auf ein Bett. „Ich werde dir eine Pizza bestellen. Das hast du verdient“, sagte er und griff zu seinem Handy. Er rief an und gab alles durch und nach einer Weile klingelte es schon. Storm rannte die Treppe runter, bezahlte die Pizza und rannte wieder hoch. „Pizza? Um diese Zeit?“, fragte Eli. „Es ist mitten in der Nacht. Naja, egal. Muß jeder selbst wissen“.

Doch die Pizza war für Bianca und nicht für Storm. „Hier. Extra mit Ananas“, sagte er. „Du bist ein Schatz“, sagte Bianca und Storm lächelte. „Mann, jetzt habe ich wirklich ganz schön Hunger und ein Loch im Magen“, sagte sie weiter und begann zu essen. „Und was machen wir mit Ayra?“, fragte Fono, der so nebenbei alles mitbekam. „Oh Mann! Wenn ich gewußt hätte, was Airam da heran gezüchtet hat...! Noch nicht mal mir, dem Zauberdrachen ist das aufgefallen“. „Wir lassen sie einsperren“, sagte Fany und teleportierte den bewußtlosen Kakadu in das Gefängnis, das auch Zabunka zur Zeit beherbergte. „Und was machen wir mit ihrer Tasche?“, fragte Fany. „Da hat sie ja alles drin gesammelt“. „Gebt die Tasche von Ayra mir“, sagte Bianca mit vollem Mund und mußte erst einmal runterschlucken. Sie kramte in der Tasche herum und fand jede Menge Schminke, Medikamente zum Einschlafen und den Stammbaum. „Genau den habe ich gesucht“, dachte Bianca und legte ihn hinter sich. „Jetzt aber erstmal den halbverhungerten Magen füllen. Rein schauen kann ich dann immer noch“. Während Bianca nach und nach ein Stück nach dem anderen von ihrer Pizza fast förmlich vor Hunger verschlang, räumte Storm die Medikamente und Schminke wieder in Ayras Tasche und gab sie Fono und Fany, die diese per Telepartie zu Ayra brachten.

Inzwischen hatte Bianca die ganze Pizza verdrückt und rieb sich ihren Bauch. „Danke, Storm“, sagte sie. „Du hast mich vor dem Verhungern gerettet. Diese Ayra hat absolut alles mit mir gemacht und euch vorgelogen, mir ginge es gut, aber mir ging es jeden Tag schlechter“. „Naja“, sagte Storm. „Wenn man nichts in den Magen kriegt, wie soll man da gesund werden und kräftig? Da wird man höchstens schwach und krank“. Bianca nickte.

 

Als Ayra wieder zu sich kam, sah sie, daß sie eingesperrt war. „Wie bin ich hier her gekommen?“, knurrte sie und wühlte in ihrer Tasche, die ebenfalls bei ihr war. Doch sie fand nicht, wonach sie suchte. „Mist!“, fauchte sie. „Der Stammbaum ist weg!“. „Was ist los?“, hört sie jemanden fragen, als Ayra durch das Gitter schaute, sah sie Zabunka. „Ayra“, sagte Zabunka. „Du hast also versagt! Ich hätte es wissen müssen, aber nein, Zambiaka weiß alles besser“. „Sie ist aber sehr geschwächt“, sagte Ayra. Zabunka grinste. „Da wird Zambiaka leichtes Spiel haben. Und was ist mit Zubunku?“ „Der ist bei unserer Gegnerin“, sagte Ayra. „Diese Forever hat jede Menge Verbündetet“. „Bianca lebt also noch“, knurrt Zabunka. „Wie ist das Möglich?! Die Nachrichten sagen, sie ist tot und Zambiaka sagt das auch...! Verstehe. Das ist eine Ablenkungsstrategie. Wer hat ihr geholfen zu überleben? Natürlich Airam mit seinen Zauberdrachen. Ich bin hier nur von Nichtsnutzigen Versagern umgeben, die es nicht mal schaffen, einen Punky, der mir unangenehm ist, zu beseitigen“. „Dieser Storm hilft ihr“, sagte Ayra und schluckte. „Storm Tornado“. „Storm Tornado?“, sagte Zabunka. „Na klar. Da müssen wir die Beiden eben trennen und wenn wir sie haben...!“. Sie kicherte so laut, daß Ayra sich die Ohren zu halten mußte.

 

Von alledem ahnte Bianca nichts. Zusammen mit Storm und dem Gewitterpony Lightning lernte sie die letzten Gewitterfähigkeiten. Sie war sehr gut drauf, da es sehr gut klappte. „Damit müßte ich Thunder kriegen“, sagte sie. Storm nickte. „Du bist eine sehr gute Schülerin“, sagte er. Auch Lightning war zufrieden.

Plötzlich ertönten die Sirenen in der Stadt. Bianca schaute erschrocken zum Himmel: Jede Menge feindliche Kreaturen näherten sich. Sie faßte Storm bei der Hand und rannte ins Haus, um ihre Freunde zu warnen. Sie verstanden und kamen entweder mit, um selbst zu kämpfen oder verzogen sich im Keller. Bianca und Storm schwangen sich auf Flybike und Lightning, um die Feinde aus der Luft zu attackieren.

Auch Thunder war dabei. Als er Bianca sah, konnte er es nicht glauben, stürzte sich dennoch auf sie. Lightning stoppte ihn vorerst, doch Thunder griff erneut an. Nun beschwörte Bianca ein Gewitter, indem sie Energiestrahlen von den fühlerartigen Körperteilen ihres Kopfes in die Wolken schickte, die zu donnern begannen. Dann machte sie Bewegungen mit den Armen und die Blitze trafen den verdutzten Thunder, der abstürzte. „Gut“, sagte Lightning. „Aber wir müssen noch auf Earthquake aufpassen“. Bianca nickte. „Das war meine Rache für das, was Thunder mir antat“, sagte sie. Lightning nickte.

Sie suchten Storm und fanden jedoch Earthquake. „Oha!“, sagte Bianca erschrocken. „Der Kerl sieht nicht gerade aus, als würde er Spaß verstehen“. Lightning nickte und versuchte ihn mit einem gezielten Blitzschlag zu Fall zu bringen und dadurch zu verhindern, daß er noch mehr die Stadt zerstörte. Earthquake fiel kurz um und stand jedoch wieder auf. Lightning flog dich über dem Boden, um Earthquake aus der Stadt zu locken. Das Pony flog sehr schnell, sodaß sich Bianca mit aller Kraft an ihm fest hielt. Im Wald angekommen, flog Lightning dann im Zickzack.

Doch das störte Earthquake kein bißchen. Mit seiner Power rammte er sämtliche Bäume im Weg, die dann um fielen. Lightning flog und flog und flog und mußte immer wieder Bäumen ausweichen, die von Earthquake umgeworfen wurden, als plötzlich ein Tornado erschien und den Verfolger in die Knie zwängte. Zum Vorschein kam – Storm. Als Lightning auf dem Boden aufsetzte, sprang Bianca ab und fiel in seine Arme. „Danke, Storm“, sagte sie und Storm nickte, doch dann sah er, daß Earthquake wieder zu sich kam. „Rennt, was das Zeug hält!“, rief er. Bianca nickte und sprang auf Lightnings Rücken, das los galoppierte. Storm flog hinter her. Eine Weile ging alles gut, bis Bianca von Etwas festgehalten und fort geschleudert wurde. Storm reagierte sofort und flog hinterher. Er fand Bianca schwer verletzt auf dem Boden. Vorsichtig nahm er sie hoch. „Halte durch, Kleine“, sagte er. „Ich bringe dich zum See, dem Ort deiner Geburt“. Auch Lightning war hier. „Gehe durch den Wirbel“, sagte das Pony. „Es ist der schnellste und sicherste Weg“. Storm nickte. „Viel Glück“, sagte Lightning, ehe der Wirbel verschwand.

Storm schaffte es, mit Bianca in den Armen ungesehen zum See zu kommen. Er entdeckte die Säule und legte Biancas linke Hand auf den Abdruck. Sofort erschien ein Gebilde, das aussah, wie der Rosenbrunnen. Der Zauber des merkwürdigen Gebildes ließ Bianca wieder zu sich kommen. Sie hustete, ehe sie etwas sagen konnte. „Der doppelte Rosenbrunnen. Ich kann seine Energie spüren“, sagte sie. „Earthquake hat mich am Schweif gefaßt und davon geschleudert. Der Aufprall war zu hart für mich, doch nun kann ich die mächtigste aller Energien spüren“. Sie schaute nach oben und in die Augen von Storm. „Wie hast du gewußt, daß der Rosenbrunnen hier ist? Ich habe nie gesagt oder erzählt davon“, sagte sie. „Das brauchst du nicht“, sagte Storm. „Aber die Legende habe ich auch gelesen und nach dieser ist es möglich, an deinem Geburtsort, also dieser Stelle, den doppelten Rosenbrunnen zu finden, wenn es fast schon zu spät ist. Fühlst du dich wieder okay?“. Bianca nickte. „Lassen wir das Böse nicht gewinnen“, sagte sie. Storm nickte. „Nicht so schnell“, hörten sie eine Stimme sagen. Es war Zambiaka. „Hab ich dich, Zambiki!“. Doch Bianca war schneller und attackierte mit einem Bündel aus Blitzen, das Zambiaka davon schleuderte und damit zu Zabunka ins Gefängnis. Alle dunklen Kreaturen von Zambiaka verschwanden auf der Stelle, außer Thunder und Earthquake. Diese suchten das Weite, doch schworen Rache.

 

Bianca und ihre Freunde kamen erschöpft nach Hause und beschlossen erst einmal, aus zu ruhen, um wieder zu Kräften zu kommen. ENDE

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Das 7. Kapitel vom 2. Band 4.07.2011

 

Bianca Forever – dubios storys / zweifelhafte Storys

 

Tief in ihrem Verlies kochte Zabunka vor Wut nach der erneuten Niederlage gegen Bianca und ihre Bande. Doch sie gab die Hoffnung nicht auf, doch noch zu siegen, also sandte sie ihre Kräfte aus, damit ihre Artgenossen, die im Kampf gefallen waren, erneut zum Leben erwachten, unter ihnen Zubunku. „Wenn es nach mir gegangen wäre“, knurrte sie dabei. „Hätte diese widerliche Forever 'Zambiki' geheißen, weil ein Miststück ist sie auch“. Sie lachte hämisch. „Ja, Zambiki, deine Zeit ist gekommen, dich geschlagen zu geben“. Nun lehnte sich Zabunka zurück. Ihre Aufgabe war hiermit getan. Friedlich schlief sie ein.

 

Bianca schlief friedlich neben Storm, als Parolen sie aus dem Schlaf rissen: „Nieder mit Zambiki! Nieder mit Zambiki!“. Sie streckte sich und gähnte. „Wer ist 'Zambiki'?“, murmelte sie verschlafen. „Ich kenne diesen Namen nicht“. Auch Storm konnte ihr nicht helfen. Er schüttelte ebenso ahnungslos den Kopf. „Naja, jetzt bin ich wach“, sagte sie.

Nach einer Weile kam Lagarium zu ihr. „Zambiki ist ein Name für 'Miststück', aber wen die damit meinen, weiß ich auch nicht“. Bianca schluckte. „Jeder, der mich neidet, hätte mich bestimmt so genannt. Die Menschen kennen den Namen vielleicht gar nicht, genau so wenig wie ich“, sagte sie. „Normal hatte mal zu mir gesagt, daß Rosa mich nicht wollt. Das könnte sein, daß sie, wenn sie mich überhaupt haben wollte, vielleicht so genannt hätte“. Sie schluckte erneut. „Oh, Mann!“, sie schrie es fast und hielt sich mit beiden Händen den Kopf. „Stellt euch das vor: Statt einer Bianca wäre hier eine Zambiki. Das wäre ja schrecklich! Zumal ich ein sehr nettes Wesen bin“. „Das stimmt“, sagte Storm. „Zambiki würde nicht zu dir passen. Was bedeutet dein Name?“. „Die Weise, die Glänzende“, sagte Bianca und ihre Augen leuchteten. „Haben mir die Menschen gesagt“. Sie warf sich an Storm, der sie liebevoll an seine Brust drückte. Bianca genoß seine Wärme und seufzte, als es sehr laut in ihr Ohr grollte. Vor Schreck wich sie zurück. Storm lachte. „Keine Panik“, sagte er. „War mein Magen“. „Puh“, sagte Bianca erleichtert. „Dein Magen schafft es immer wieder, mir einen Schrecken ein zu jagen. Weißt du, ich habe Angst vor Gewitter und das Grollen erinnert mich daran“. Storm nickte. „Wer mag die schon, diese Gewitter?“. Bianca seufzte. Sie spürte nämlich auch geheime, magische Energieflüsse. „Was hat das zu bedeuten“, dachte sie dabei, während sie versuchte, zu erahnen, woher die Ströme kamen. „Wieso kann ich die Energie von Zabunka und Zubunku spüren? Kann das sein, daß ich...“. Sie schluckte. Storm sah sie fragend an. „Nein, das kann nicht sein“, dachte sie weiter. „Zabunka haßte Rosa. Das kann nicht sein, daß ich mit ihr verwandt bin. Aber wieso hatte sie die Wut auf meine Familie? Warum will sie die 'Forever' los werden?“. Bianca warf sich erneut an Storm, der sie drückte. „Was ist?“, fragte er. „Naja“, sagte Bianca erstaunt. „Ich kann die Energieströme von Zabunka und Zubunku spüren. Eigentlich kann das nur jemand, der in irgendeiner Weise mit demjenigen verwandt ist, aber Zabunka ist meine Familie ein Dorn im Auge. Ich verstehe das nicht“. Storm verstand es auch nicht, doch es grollte erneut. „Waaaaah!“, schrie Bianca entsetzt. Storm seufzte. „Tut mir leid, aber du weißt ja: Wenn mein Magen leer ist...“. Bianca nickte. „Gewitter“, sagte sie. „Das reinste Gewitter“. Storm nickte. „Aber Hunger habe ich jetzt auch“, sagte Bianca mit einer Hand auf dem Bauch, der nur gurgelte.

Sie gingen nach unten, um etwas zu essen und dann in den Wald. Dort, so dachten Bianca und Storm, konnten sie endlich alles vergessen, was unnötig, anstrengend oder auch unwichtig war. Lange Zeit sagte sie nichts, als Bianca plötzlich hörbar schluckte. „Was ist?“, fragte Storm. „Ach nichts“, sagte Bianca verlegen. „Es ist nur so... Ich mußte gerade eben an Stormio Tornado denken, als er sich für mich geopfert hat...“ Storm nickte. „Er konnte dich retten und Lava besiegen“, sagte er und ließ den Kopf hängen. „Aber dafür mußte er sich opfern“. Nun schluckte auch Storm hörbar, als es raschelte. „Was ist das?“, fragte Bianca und sah zu Storm. „Vielleicht ein Reh, ein Hase oder ein Vogel“, sagte er. „Hey, wir sind hier unter uns und Zabunka ist eingesperrt“. Bianca lehnte sich an ihn. „Du hast ja so recht“, sagte sie. „Aber ich werde einfach das Gefühl nicht los, daß uns jemand beobachtet“. Storm legte seine starke Hand über ihre Schulter. „Bei mir bist du sicher“, sagte er. „Wenn dir jemand etwas antun will, muß er erst an mir vorbei“. „Hach, du bist so stark“, seufzte sie und kuschelte sich an seinen Bauch. „Und so mutig“. Storm nickte und sah zu ihr nach unten. Sanft wehte der Wind durch ihre braunen Haare. „Sie sieht so zart und zerbrechlich aus“, dachte er. „Und dabei ist sie so mutig und stark“. Plötzlich ein Ruck und Storm lag auf dem Rücken. Als er nach oben sah, sah er, daß es Bianca war. „Hast du mich erschreckt“, sagte er, während Bianca kicherte. „Ach Storm“, sagte sie. „Manchmal muß man eben Spaß haben“. Storm nickte und grinste. Bianca tat das Gleiche. „Ich könnte ewig auf dem Rücken liegen bleiben“, sagte Storm. „Ich auch“, sagte Bianca und sah in seine Augen. „Dein Bauch ist so schön warm“. Storm lächelte. „Extra für dich“, sagte er. „Nein, das war ein Scherz. Ist eben so“. Er strich mit einem Finger über ihre Nasenspitze.

 

Plötzlich horchte Bianca auf. „Hörst du das?“, fragte sie Storm. Storm nickte. „Da ist jemand in Gefahr“, sagte Bianca und war auch schon aufgesprungen. Sie rannte auf allen Vieren, Storm hatte große Mühe, ihr nach zu kommen. Flink wie eine Katze erklimmte sie einen Baum und sah es: Ein Wuschelkopf war in Gefahr. „Oh nein“, dachte sie. „Wenn ich ihn oder sie nicht rette, wird derjenige zerquetscht werden“. Mit einem gekonnten Sprung sprang sie ebenfalls in die die tödliche Falle. Mit ihrer Rosenkraft ließ sie eine Liane erscheinen. Diese ergriff sie mit der einen Hand, während sie mit der anderen Hand den Wuschelkopf, der sich an sie klammerte, festhielt. Mit der Liane schwang sie auf den nächstbesten Ast und setzte den Wuschelkopf ab. Dieser sagte: „Danke für die Rettung“. Und stieß Bianca hinunter. Storm, der das alles sah, erschrak, doch als er sah, daß Bianca die Falle mit ihrer Energie außer Gefecht setzen konnte, war er erleichtert. Bianca selbst, landete sanft und sicher auf ihren Füßen. Erst jetzt erkannte sie die Falle, die ihr gestellt worden war: Der Wuschelkopf, den sie nämlich gerettet hatte, war Zambiaka, ein ziemliches Biest, das für Zubunku und Zabunka alles tat, auch in tödliche Fallen springen, damit das Opfer kaltblütig leiden sollte und es still und heimlich entsorgt werden konnte. „Zambiki“, fauchte Zambiaka. „Nein!“, brüllte Bianca zu ihr. „Ich heiße nicht Zambiki“ Ich bin die legendäre Bianca Forever!“. „Ist mir egal, wer du bist, Zambiki! Du bist ein Miststück und deshalb hast du nur diesen abscheulichen Namen verdient“. „Aha!“, brüllte Bianca zurück. „Und was heißt Zambiaka?! Ist das auch ein Miststück?!“. „Oh nein“, sagte Zambiaka. „Das heißt Biest und zu dem werde ich gleich, wenn du nicht gleich dein freches Mundwerk hältst!“. 'Wusch!' Ein Tornado wehte Zambiaka davon. Bianca sah, daß es Storm war. Sie kam zu ihm. „Nur schnell weg“, sagte sie. Storm nickte. Sie rannten aus dem Wald. Am Waldrand mußten sie verschnaufen. „Danke, Storm“, hechelte Bianca und grinste. „Keine Ursache“, sagte Storm, dem die blaue Zunge aus dem Mund hing. „Ich wollte nicht, daß sie zum Biest wird“. Bianca grinste und nahm seine Hand. Sie gingen nach Hause.

Dort erwartete sie eine neue Überraschung: Blue Fly, eine blaue Libelle, kam zu Bianca und zeigte ihr ein Blatt. „Was ist das?“, fragte sie. „Das“, sagte Blue Fly. „Das soll der Ort sein, an dem der Stein der weisen Wuschelköpfe versteckt ist. So sagt es jedenfalls eine Legende. Der Legende nach, soll der Stein auch seinen Träger bestimmen. Leuchtet er blau, ist alles okay, doch leuchtet er rot, darfst du ihn nicht tragen, da du nicht der Auserwählte bist“. Bianca bekam große Augen, beruhigte sich jedoch wieder. „Was ist, wenn es den Stein gar nicht gibt, sondern nur die Legende?“. „Ja, schon“, sagte Storm, der das Blatt ebenfalls gesehen hatte. „Aber, wenn es nur eine Legende wäre, wäre er hier nicht eingezeichnet“. „Stimmt“, sagte Bianca und Storm nickte. „Dann suchen wir morgen diesen Stein“. „Aber paßt auf Zambiaka auf“, sagte Flick, der Kolibri, der zum Fenster hereinkam. „Die brütet etwas aus“. Bianca und Storm nickten.

 

So war es auch: Zambiaka erhielt von Zabunka eine Tinktur. „Diese habe ich gebraut, ehe ich gefangen wurde. Paß gut darauf auf und gebe sie einem Wesen deiner Wahl zu trinken. Wenn es das Zeug getrunken hat, wird es tun, was du willst, für immer und ewig, auch Magie kann dagegen nichts ausrichten, da sie einfach abblockt“. Zambiaka kicherte und grinste. „Danke, Zabunka“, sagte sie. „Ich werde dich nicht enttäuschen“. Zabunka ließ ein Hexenkichern los. „So soll es sein“, fauchte sie. „Und nun gehe, ehe jemand etwas davon mitbekommt“. Zambiaka nickte und bat jedem, der ihr den Weg kreuzte, die Tinktur als Wasser an, doch alle lehnten ab. Alle, bis auf einen. Er war riesengroß, was Zambiaka freute, die ihm das Fläschchen gab. Der Riese, der sich als Thunder ausgab, trank es in einem Zug leer und strich Zambiaka über den Kopf. „Dein Wunsch ist mir Befehl“, sagte er mit dunkler Stimme. Zambiaka kicherte. „Nun“, sagte sie. „Ich habe da etwas von einem Stein der weisen gehört, der seinen Träger bestimmt. Wenn also diese Zambiki dort auftaucht, versuche, ihr den Stein abzujagen und bring ihn her zu mir“. Der Riese nickte.

 

Davon ahnten Bianca und Storm, die am nächsten Tag den Stein suchten, nichts. Sie gingen wie erklärt zum See und mußten zunächst ins Wasser springen, da der Eingang zur Grotte unter Wasser lag, was aber kein Problem für die Beiden darstellte, da sie gute Schwimmer waren. Der Riese, der sich „Kämpfer der Gewitter“ nannte, beobachtete sie dabei. „Das ist sie also“, knurrte er vor sich hin.

 

Auch, als sie in der Grotte waren, ahnten sie nichts. „Sieh nur“, sagte sie. „Hier ist es wunderschön“. Storm nickte. Alles in der Grotte war aus Kristall und ließ sie dadurch hell erscheinen. Sie kamen aus dem Staunen nicht wieder heraus, bis sie den Stein fanden. Bianca bekam große Augen. „Der Stein ist viel schöner, als ich dachte“, sagte sie. Storm nickte. „Los“, sagte er. „Probier ihn an. Dann wird er dir sagen, ob du sein Träger bist“. Bianca nickte und legte die Kette um ihren Hals, an der der Stein hing. Er leuchtete –rot--. „Oh, ich bin nicht der, den er bestimmt“, sagte Bianca verdutzt. „Naja, probiere du ihn an, Storm“. Storm nickte und legte sich ebenfalls die Kette um den Hals. Diesmal leuchtete er blau. „Wow“, sagte Bianca staunend. „Er scheint dich mehr zu mögen“. Storm nickte verdutzt. „Laß uns zum Rat der blauen Wuschelköpfe gehen“, sagte er. „Vielleicht kennt dort jemand die Legende“. Bianca nickte. Sie gingen wieder zurück zum Wasserloch, durch das sie kamen und tauchten wieder auf. Bianca sah aus, als hätte sie Sorgen und Storm wußte auch warum: Der Himmel war dunkel. „Laß uns schnell aus dem Wasser gehen“, sagte er. „Er sieht nach einem Gewitter aus“. Bianca nickte. „Ich habe Angst vor Gewitter“, sagte sie.

Sie stiegen an Land aus dem Wasser und schüttelten sich wie nasse Hunde, als ein Schatten über sie hinweg zischte. „Was war das?“, fragte Bianca erschrocken. Auch Storm schaute ratlos aus. Sie dachten sich erst nichts dabei und gingen in den Wald. Der Himmel wurde immer dunkler. Plötzlich baute sich eine riesige Gestalt vor ihnen auf. Bianca und Storm schrien vor Schreck und umarmten sich. „Den Stein“, sagte die Gestalt. „Ich will den Stein“. Bianca presste sich ganz eng an Storm, als sie ihm zu zischte: „Renn“. Storm nickte und rannte mit Bianca in den Armen los. Doch weit kam er nicht, da ein Blitz kurz vor ihm einschlug. „Jetzt reicht's!“, knurrte Bianca und setzte die Macht der Rosen ein, durch die sie auch wirklich mit den Flügeln fliegen konnte.Mit einem gekonnten Rosenstrahl konnte sie die Gefahr abwenden, ehe sie wieder in Storm's Armen sagte: „Renn. Renne zum Rat“. Storm rannte, was das Zeug hielt und sogar die Blitze konnten ihn nicht stoppen. Sie erreichten den Rat und einer der Wuschelköpfe rannte voran. Er führte sie in einen unterirdischen Bunker. „Ihr habt den legendären Stein der weisen Wuschelköpfe gefunden“, sagte der Wuschelkopf, als sie im sicheren Bunker waren. „Zeigt ihn her, dann werde ich euch das erklären“. Storm, der noch die Kette um den Hals trug, nahm sie ab und gab sie dem Wuschelkopf. Er schaute sich alles an und entdeckte etwas: Auf dem Stein standen die Initialen B F. „Aha, so ist das also“, sagte er. „Der Stein bestimmt seinen Träger, aber jemand hat den Träger, also den, der den Stein tragen soll, hier rein gefräst. Das sind die Initialen von Bianca Forever“. Bianca schluckte, als hätte sie einen Kloß im Hals. „Aber bei mir hat er rot angezeigt“, sagte sie. „Nur bei Storm leuchtete er blau“. „Das kommt daher“, sagte der Wuschelkopf weiter. „Weil die Weisen dachten, daß du dich nie ändern wirst. Sie haben den Stein für dich gemacht. Weil er aber bei dir rot anzeigt, kommt daher, weil du das gerade gemacht hast, dich verändern. Du weißt doch, daß du früher braun warst“. Bianca nickte. „Bis mir die Yingyang-Kraft gestohlen wurde. Dann haben mir Marie und Dominik die Energie der blauen Wuschelköpfe gegeben“, sagte sie. „Genau“, sagte der Wuschelkopf weiter und dadurch, daß du nun blau bist, erkennt der Stein dich nicht mehr, aber er spürt, daß Storm ebenso gut als Träger geeignet ist und deshalb hat er bei Storm blau geleuchtet“. Er gab den Stein zurück zu Storm. „Ich habe die Initialen heraus gefräst“, sagte er. „Warum seid ihr vorher so gerannt?“. „Wir wurden verfolgt“, sagte Storm. „Aha“, sagte der Wuschelkopf. „Deshalb sind wir hier“. Plötzlich saß Bianca ziemlich verkrampft auf dem Boden. „Was hat sie?“, fragte der Wuschelkopf. „Hunger“, sagte Bianca. „Schrecklichen Hunger. Mir knurrt gerade ziemlich der Magen“. „Entschuldige uns“, sagte Storm. „Wir haben noch nicht allzu viel gegessen“. „Das ist nicht schlimm“, sagte der Wuschelkopf und holte eine Schale mit Himbeeren hervor. Bianca bediente sich, ebenso Storm, während im anderen Teil vom Rat das absolute Chaos herrschte. Der Gigant, der Bianca und Storm verfolgte, zerlegte den Rat der blauen Wuschelköpfe und fraß alle auf, die er in die Hände bekam.

Inzwischen wurde Bianca und Storm gezeigt, wie sie unerkannt aus dem Wald fliehen konnten, ohne vom Giganten gesehen zu werden. „Durch diesen Gang gelangt ihr direkt zum Waldrand. Viel Glück“, sagte er. Bianca und Storm nickten und flitzten durch den Gang. Direkt am Waldrand kamen sie dann wieder an das Tageslicht. Von dort aus kamen sie dann wieder in die Stadt. Zu Hause mußten sie sich dann ausruhen.

 

Zambiaka schäumte vor Wut, als sie erfahren mußte, daß ihr und Thunder der Stein durch die Lappen ging. „Das nächste Mal kriegen wir sie“, knurrte sie. Ihr Gigant nickte.

 

Ein paar Tage verbrachten Bianca und Storm in der Stadt, da sie wußten, daß der Gigant nur darauf wartete, daß sie in den Wald kamen.

Doch eines Tages kam eine Horde kleiner Wesen, die an Eidechsen erinnerten, zu ihnen. Das Einzige, was sie an den Eidechsen jedoch unterschied, war, daß sie Flügel hatten. „Wir sind Zauberdrachen“, sagte einer von ihnen, der sich als Fono vorstellte. „Ich weiß, was zur Zeit los ist. Wer auch immer Zabunka ist, wir kennen sie nicht, wissen aber, was für ein Chaos ihre Helfer anrichten. Sie muß gestoppt werden. Der Wuschelkopf, der euch zur Flucht aus dem Rat verholfen hat, hat uns geschickt, um euch zu Zubunku zu bringen“. „Das Stimmt“, sagte ein anderer, der sich als Fany vorstellte. „Er hat gesagt, daß zwischen dir und Zubunku genetische Verbindungen vorhanden sind“. Bianca nickte. „Deshalb kann ich sein Energiefeld spüren“, sagte sie. „Aber, was mich durcheinander bringt ist, daß Zubunku bei Zabunka ist und ich so gut wie nichts über die beiden Eindringlinge weiß und warum die mich tot sehen wollen und was auch immer“. „Das wird dir Zubunku sagen“, sagte Fany. „So, wie ich mitbekommen habe, will er nicht mehr für Zabunka arbeiten“. „Klingt gut“, sagte Storm. „Aber es könnte auch eine Falle sein. Wir müssen vorsichtig sein“. Fono und Fany schauten sich an, auch die anderen Zauberdrachen nickten. „Aber wenn euch jemand weiterhelfen kann, dann ist es Zubunku“, sagte Fono. „Wir wissen, wo er ist und bringen dich hin. Dein großer Freund kann mit kommen“. Er zeigte auf Storm. „Einen sehr großen und starken Typen hast du da“, sagte Fany. „Ich bin Storm“, sagte er. „Storm Tornado“.

Es ging los. Die Zauberdrachen gingen voraus. „Ihr müßt vor dem Kämpfer der Gewitter, auch Thunder genannt, auf der Hut sein“, sagte Fany. „Er wütet schon seit einiger Zeit hier im Wald“. „Hier im hohen Gras kann man uns nicht so schnell sehen“, sagte Fono. „Aber die Lichtungen... Wir müssen zacky zacky da durch, ehe uns jemand sieht“. Plötzlich blieben die Zauberdrachen stehen. Bianca und Storm sahen auch, warum. „Das ist dieser Gigant, der uns den Stein abjagen wollte“, zischte Bianca Storm zu, der nickte. „Pssst“, sagte Fono. „Der Kämpfer der Gewitter darf uns nicht sehen“. Bianca schluckte, denn sie sah, wie der Riese ein Reh mit nur einem Haps verschlang. Auch Storm schluckte. „Das arme Reh“, dachte Bianca und schluckte erneut, aber atmete auf, als der Riese davon ging und sie nun freien Weg zur Höhle hatten.

Drinnen wurden sie mit offenen Armen begrüßt. „Endlich kann ich jemandem sagen, daß ich Zabunka verabscheue“, sagte Zubunku. „Du mußt meine Seelen verwandte sein“. „Ähm...“, sagte Bianca ein wenig schüchtern. „Aber ich kenne dich gar nicht so, aber kann dein Energiefeld spüren“. „Genau das ist es“, sagte Zubunku. „Genauso ist es auch bei mir. Zabunka sagte nie, woher ich kam, aber ich spürte, daß an mir etwas anders war. Ich bin von deiner Art, einfach zurück gelassen worden und wer hat mich aufgenommen? Zabunka. Aber sie denkt nur an sich. Das sagt ja auch ihr Name, deshalb darf nicht raus kommen, daß ich auf deiner Seite bin, okay? Du weißt, wie Zabunka ist“. Bianca nickte. „Paß auf dich auf, Zubunku. Du hast einen neuen Feind“.

Sie gingen wieder aus der Höhle raus und wurden entdeckt. „Hey! Ihr da!“, hörten sie Zambiaka schon von Weitem. „Schnappe sie dir, Thunder!“. „Lauft! Lauft!“, schrien die Zauberdrachen, während Bianca mit ihren Rosenkräften den Kämpfer der Gewitter abwehrte. „Was macht sie da?“, fragte Fany. „Aber sie ist mutig“. „Ich muß zu ihr“, durch fuhr es Storm. „Ihr helfen“.

Immer wieder wich Bianca im Zickzack den Blitz- und Gewitterattacken von Thunder aus, als ein riesiger Feuerball diesen zunächst zu Fall brachte. „Zubunku, du Verräter!“, schrie Zambiaka. „Das wirst du büßen!“. 'Wumm!' ein gekonnter Rosenstrahl und Zambiaka fand sich im Schlamm wieder. Bianca lachte und paßte einen Moment nicht auf, als die Pranke von Thunder sie davon schleuderte und ihr die Flügel förmlich ab riß. Bianca schrie wie am Spies. Sie hatte höllische Schmerzen und konnte nicht aufstehen.

Zambiaka und Thunder machten sich vom Acker. Zubunku, die Zauberdrachen und Storm eilten zur Stelle, an die Bianca geschleudert wurde. Als Storm sie fand, mußte er sich ein Würgen verkneifen. „Du Arme“, stotterte er. „Was hat Thunder mit dir gemacht? Das wird er büßen!“. „Hilf mir“, krächzte Bianca verzweifelt. „Es tut so weh“. Storm nahm ihre Hände. „Dein Anblick zieht mir den Magen zusammen. Wie kann man nur so grausam sein?“. Er weinte, sie seufzte, während sie Blut überströmt auf dem Boden saß und sich vor Schmerzen kaum rühren konnte.

Doch dann kam das hoffende Licht: Der Rosenbrunnen erschien und begann die Wunden zu verschließen. „Ich habe eine Idee“, sagte Fany, die den Rosenbrunnen sah. „Thunder hat ihr die Flügel raus gerissen, also bringen wir den Rosenbrunnen dazu, ihr neue wachsen zu lassen“. Fono nickte. Zusammen mit Fany warf er einen magischen Stein in den Rosenbrunnen.

Als der Rosenbrunnen verschwunden war, klappte Bianca zusammen. „Das Ausbluten hat sie ziemliche Kraft gekostet“, sagte Fono. „Aber die Wunden sind zu und die neuen Flügel sind da“. Storm nahm sie in die Arme. „Es ist überstanden, Kleines“, sagte er. „Die Zauberdrachen werden uns hier weg bringen“. „Ich bin auf einmal so müde“, krächzte Bianca heiser. „Das kommt daher, weil du förmlich ausgeblutet bist“, sagte Storm. „Aber jetzt ist alles gut. Der Rosenbrunnen war da und hat die Wunden verschlossen“. Fany gab Bianca eine Flasche. „Das ist Rosenbrunnenwasser“, sagte der Zauberdrachen. „Damit kommst du wieder zu Kräften“. Bianca nickte und trank gierig davon. Dann stieg sie auf eine Trage, die von den Zauberdrachen an einen vorerst unbekannten Ort gebracht wurde.

 

Dort angekommen, stieg Bianca in ein für sie vorbereitetes Bett. Sie schlief sofort ein. Storm blieb die ganze Zeit bei ihr. „sie kann einem so leid tun“, dachte er.

 

Am nächsten Tag wachte Bianca von der Sonne auf. Sie sah sofort, daß sie woanders war, doch als sie sah, daß Storm bei ihr war, war sie nicht allzu sehr beunruhigt. Bianca sah sich um: Sie war in einem Bett, aber der Raum kam ihr fremd vor. „Wo bin ich hier?“, fragte sie leise in den Raum. „In Sicherheit“, kam es von Storm, der langsam, aber sicher ebenfalls wach wurde. „Die Zauberdrachen haben uns an einen geheimen Ort gebracht, wo Thunder uns nicht finden wird. Erinnerst du dich? Er hat dir die Flügel raus gerissen“. Bianca schluckte. „Deshalb bin ich noch voller getrocknetem Blut“, sagte sie. „Ich brauche jetzt erst einmal ein Bad“. Storm nickte. „Und wenn du wieder bei Kräften bist, rächen wir uns, oder?“. „Auf jeden Fall“, sagte Bianca und wankte ein wenig. „Ich trage dich“, sagte Storm. Bianca nickte.

Im Bad ließ Storm dann Wasser rein. Ohne sich auszuziehen, stieg Bianca in die Wanne. „Das tut so gut“, sagte sie. „Aber meine Schultern schmerzen noch. Klar, krieg du mal die Flügel raus gerissen“. Storm nickte. „Du hast geschrien wie am Spies“. „Das kann ich mir vorstellen“, sagte Bianca und wusch sich die Flecken von Körper und Kleidung. Sie sagten eine Weile nichts mehr. Storm sah zu, wie Bianca in der Wanne im Wasser plantschte. „Ach, Storm“, sagte Bianca dann plötzlich. „Ich finde das immer so beruhigend, wenn du in meiner Nähe bist“. Storm nickte. „Du hast jetzt bestimmt Hunger, oder?“, fragte er. „Oh ja“, kam es von zurück, die sich eine Hand auf den Bauch legte. „Mein Magen hat sich gerade gemeldet“. Sie stieg heraus und Storm wickelte sie in einen Handtuch. „Danke“, hauchte sie ihm zu. „Jetzt fühle ich mich nicht mehr so schmutzig“. Storm nickte. Sie gingen die Treppe hinunter, um die Zauberdrachen nach etwas zu essen zu fragen. „Ihr seid wach“, sagte Fono und kam zu ihnen gehopst. „Na, wie geht es?“. „Ganz gut“, sagte Bianca und Storm nickte. „Es tut noch ein wenig weh“. „Das glaube ich“, sagte Fono. „Aber dank dem Zauberstein, den wir in den Rosenbrunnen taten, hast du neue Flügel, die dir so schnell keiner mehr raus reißen kann“. „Echt?“, fragte Bianca verwundert. Storm nickte. „Naja, ich werde es merken, wenn ich keine Schmerzen mehr habe. Dann kann ich selber nach schauen. Aber jetzt habe ich Hunger“. „Ähm, klar“, sagte Fono. „Folgt mir“.

Noch im Handtuch eingewickelt, nahm Bianca neben Storm und bei den Zauberdrachen Platz. Es wurde viel geredet. „So eine mutige Kämpferin haben wir noch nie gesehen“, sagte der Anführer der Zauberdrachen. „Mutig und doch so zerbrechlich. Was Thunder mit ihr gemacht hat, war mehr als unfair. Es war nahe zu barbarisch. Warum war Thunder überhaupt hinter euch her?“. Storm zeigte ihm den Stein der Weisen. „Gute Güte“, sagte er. „Steck das Teil weg! Das ist wertvoller als Gold, Silber und Platin zusammen. Dieser Stein darf nicht in falsche Hände geraten. Paßt bloß gut auf ihn auf“. Storm nickte. „Das werden wir“, sagte nun auch Bianca und schluckte gerade einen Bissen runter. „Weil Thunder dachte, daß ich aber den Stein hätte, hatte er es auf mich abgesehen. Bei mir hat er jedoch rot angezeigt. Bei Storm blau“. „Naja“, sagte Fono. „Aber ihr seid in Gefahr. Wie bringen wir euch am besten nach Hause?“. „Damit“, kam es vom Anführer. „Beduinenjacken. Damit erkennt euch so schnell keiner“. Bianca und Storm schluckten.

Sie aßen zu ende. Als sie bereit waren, zu gehen, schlüpften sie in die langen Jacken, die sie komplett verdeckten und dadurch fast unkenntlich für Zabunka und ihre Bande machten. Fono und Fany begleiteten sie.

 

Als es klopfte, öffnete Greeny und schaute fragend die Gestalten an, doch als Bianca die Kapuze abnahm, sprang sie ihr in die Arme. „Ihr lebt!“, quietschte sie. „Kommt rein“. Bianca und Storm folgten ihr, mit Fono und Fany. Als Greeny die Tür schloß, sagte sie: „Alle sagten, ihr wärt tot. Aber das wollte ich nicht glauben. Oh Mann! Dieser Thunder scheint sie ja wohl nicht mehr alle zu haben, was er mit Bianca gemacht hat. Hallo?! Wo kommen wir da hin?! Flügel raus reißen?! Ja, spinnt denn der?! Weiß der überhaupt, was das für Schmerzen sind?! Oh Mann, wie geht es dir? Laß dich anschauen“. Bianca nickte. „Es tut noch ein wenig weh, aber die Zauberdrachen und der Rosenbrunnen haben es geschafft, die Wunden zu schließen“. Sie zog die Jacke aus. Greeny staunte. „Du“, stieß sie aus. „Du hast ja wieder Flügel“. Bianca nickte. „Die Kraft des Rosenbrunnens und ein magischer Stein der Zauberdrachen“. Greeny umarmte sie. „Schön, euch wieder zu sehen. Ihr seid bestimmt müde, oder? Ich führe euch ins Zimmer“. Bianca und Storm folgten ihr, ebenso Fono und Fany.

Im Zimmer angekommen, fielen Bianca und Storm aufs Bett und schliefen ein. ENDE

 

Und hier noch ein paar Links zu den neuesten Zeichnungen zur Story:

 

http://www.qpic.ws/images/biancaforeverthenewlook.jpg

http://www.qpic.ws/images/biancawithlightnings.jpg

http://www.qpic.ws/images/biancaforevernew.jpg

http://www.qpic.ws/images/flybikemitbiancaundstorm.jpg

http://www.qpic.ws/images/zabunkadarkono.jpg

http://www.qpic.ws/images/zubunkudarkono.jpg

http://www.qpic.ws/images/biancaalsrosenfrauneuesoutfit.jpg

http://www.qpic.ws/images/biancaforeverundfreunde.jpg

http://www.qpic.ws/images/dersteinderweisen.jpg

http://www.qpic.ws/images/thunderfighter.jpg

http://www.qpic.ws/images/fiesefalle.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/zambiaka.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/fonoundfanydiezauberdrachen.jpg

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Neue Gegner, Freunde und Objekte 2.06.2011

Es ist soweit. Es wird wieder neue Objekte und Gegner geben. Aber auch mein Hauptcharakter selbst, hat sich ein wenig verändert, wenn sie die Form der Rosenfrau annimmt, mit der sie mit der Rosenkraft kämpfen kann. Hier sind die neuen Bilder:

 

http://www.qpic.ws/images/biancaforeverthenewlook.jpg

http://www.qpic.ws/images/biancawithlightnings.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/biancaforevernew.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/flybikemitbiancaundstorm.jpg

http://www.qpic.ws/images/zabunkadarkono.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/zubunkudarkono.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/biancaalsrosenfrauneuesoutfit.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/biancaforeverundfreunde.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/dersteinderweisen.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/thunderfighter.jpg

Und die fiese Falle, in die sie im neuen Abenteuer gelockt wird:

http://www.qpic.ws/images/fiesefalle.jpg

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Das 6. Kapitel vom 2. Band22.05.2011

Bianca Forever – Zabunka's Revenge / Zabunkas Rache

 

Nachdem Bianca die neue Bedrohung Zabunkas abwenden konnte, saß diese nun stinksauer im Verlies für Bösewichte und schwor Rache. Auch ein Duo, das Bianca und ihren Freunden bekannt war,schwor Rache. Es waren Michelle und Mattias, die schon seit langem hinter Biancas Rosenkraft her waren. Als Zabunka sie sah, versprach sie ihnen, zu helfen, die Rosenkraft zu stehlen. Im Gegenzug sollten sie Zabunka befreien, die, ihr Versprechen natürlich nicht hielt, wie die Balistias später bemerkten. Die heimtückische Falle schnappte zu, als Zabunka den Beiden erklärte, daß sie Bianca für sich haben wollte und eignete sich die Kräfte von Michelle und Mattias an, die sie auffraß.

 

Noch ahnte niemand etwas von der neuen Bedrohung, doch Bianca plagten erneut Alpträume, die von Greeny jedoch falsch gedeutet wurden. Als Bianca wieder einmal schweißgebadet aufwachte, eilte sofort Storm mit Sparky zu ihr: „Was ist?“, fragte Storm. „Mir und Sparky kannst du es sagen“. „Es ist“, begann Bianca und stockte wieder. „Es sind wieder diese Alpträume. Ich träume immer wieder davon, daß Zabunka ausbricht und erneut für Terror sorgt“. Storm nahm sie in den Arm. „Ist schon gut, Kleines“, sagte er. „Bei mir bist du sicher“. „Eben“, stimmt Sparky zu. „Sie halluziniert“, hörten sie von Greeny. „Mann, seid ihr blöd? Bianca hat eine riesige Beule am Kopf. Das kann alles Mögliche sein“. „Das glaube ich nicht“, sagte Sparky. „Nur, weil sie eine Beule hat, muß es nicht sein, daß sie halluziniert. Sie kann genau so gut trotzdem einen klaren Kopf haben“. „Wie ihr meint“, sagte Greeny. „Ich hätte da keinen klaren Kopf“. „Jeder reagiert eben anders“, sagte Storm, doch Greeny hörte ihm nicht mehr zu, sondern ging aus dem Raum. Bianca inzwischen, stöhnte ab und an unter ihren Kopfschmerzen. „Armes Ding“, sagte Storm. „Sie hat ganz schön was abbekommen“. Sparky sagte nichts, auch nicht, als Greeny sich den ganzen Tag nicht mehr blicken ließ. „Haben wir sie verärgert?“, fragte Storm. Sparky zuckte mit den Schultern. „Manchmal ist sie eben so. Ich weiß auch nicht“, sagte Sparky und hielt sich den Bauch. „Mir knurrt der Magen. Hast du auch Hunger, Storm?“. Storm nickte. „Aber was wird aus Bianca? Sie quält sich vor Kopfschmerzen“, sagte er. „Ich denke, wir sollten bei ihr sein, wenn wir essen. Vielleicht will sie ja auch etwas“. Sparky nickte.

Kaum war Sparky weg, hörte Storm Bianca im Halbschlaf murmeln: „Ich habe Hunger. Ich habe ganz schrecklichen Hunger“. Sie öffnete die Augen und sah zu Storm. „Ah, du bist hier. Wo ist Greeny?“. Storm mußte erst den Kloß im Hals runterschlucken, ehe er sagte: „Sie ist weg, weil sie nicht glauben wollte, ob du die Wahrheit sagst. Immerhin hast du eine riesengroße Beule am Kopf“. Bianca erschrak nicht, sondern redete wie in Trance weiter: „Ich weiß auch nicht, ob ich richtig denken kann. Ich habe wahnsinnige Kopfschmerzen. Aber macht euch nix daraus. Das gibt sich wieder. Sie ist manchmal so komisch“. „Meinst du?“, fragte Storm. Bianca nickte. „Gib mir mal bitte eine Kopfschmerztablette“, sagte sie. „Ich kann nicht nachdenken, so brummt mein Schädel“. „Aber doch nicht mit leerem Magen“, sagte Storm. „Iß erst etwas. Ist besser so“. „Wenn du meinst“, sagte Bianca und setzte sich auf.

 

Nach einer Weile kam Sparky wieder und sah, daß Bianca wach war. Er gab ihr etwas zu essen, doch Bianca würgte es nur runter. „Die Ärmste“, sagte Sparky. „Sogar das Runter schlucken fällt ihr schwer“. „Versuche du mal, mit einer Beule einen klaren Kopf zu bewahren“, sagte Storm. „Das würde jeder in ihrem Zustand tun“. „Da hast du auch wieder Recht“, sagte Sparky.

Bianca schluckte daraufhin eine Kopfschmerztablette und schlief erneut ein, während Storm und Sparky den Rest auf aßen.

 

Ein paar Tage später war Bianca wieder okay. Auch die Beule hatte sich zurück gebildet, doch Greeny war noch immer nicht zurück. Bianca hatte kein gutes Gefühl. Immerhin hatte sie ihr versprochen, immer für sie da zu sein. „Wo ist Greeny?“, fragte sie verwundert. „Ist sie immer noch nicht hier?“. Alle anderen schüttelten den Kopf. „Sie ist vor einer Weile in den Wald“, sagte Bibanka. Bianca bekam vor Schreck große Augen. „Zabunka!“, schoß es ihr durch den Kopf. Sie hatte die Meldung vom Verschwinden der Balistias mitbekommen. „Die Balistias sind verschwunden“, sagte Bianca nervös. „Es war bestimmt Zabunka. Ich habe da so ein flaues Gefühl im Magen. Greeny ist in großer Gefahr. Wir müssen sie finden, bevor Zabunka es tut“. Storm war dafür, doch Bianca wies ihn ab: „Lieber nicht. Sei mir nicht böse, aber ich will nicht, daß sie erneut weg läuft. Ich werde Blizarr mit nehmen“. Storm war überrascht, daß Bianca nicht dafür war, daß er mit kam, also folgte er ihnen unauffällig.

 

Bianca und Blizarr verstanden sich prächtig und folgten Biancas Gefühl. Sie konnte nämlich spüren, ob Gefahr drohte oder nicht. Nach einer Weile fanden sie Greeny, doch Bianca stockte: „Auf keinen Fall hin gehen oder anfassen. Was auch immer es ist, es wird uns in eine Falle locken und es ist nicht Greeny“. Blizarr riß verblüfft die Augen auf. „Bist du sicher?“, fragte er. Bianca nickte. „Was auch immer es ist, es strahlt negative Kräfte aus und das kann ich spüren“. Blizarr schluckte, auch Storm, der unauffällig gefolgt war, war überrascht. So kannte er sie nämlich gar nicht. Plötzlich ein Grollen. Bianca und Blizarr schauten sich um und entdeckten Storm. „Storm!“, sagte Bianca überrascht. „Aber, ich sagte doch...“ Weiter kam sie nicht, da Storm sie unterbrach: „Ich weiß. Aber ich bin der Meinung, daß ein schlagkräftiger Kerl mehr nicht schaden könnte. Außerdem liebe ich es, mit dir unterwegs zu sein“. „Du alter Schlawiner“, sagte Bianca und Storm grinste, fuhr dann aber fort: „Es ist sehr gefährlich hier, aber ich spüre, daß Greeny hier in der Nähe sein muß. Das komische Teil jedenfalls ist eine Art Klon“. „Ich werde mich verdeckt halten, vorerst jedenfalls“, sagte Storm. „Äh, hat jemand von euch zwei etwas zu essen dabei? Mir knurrt der Magen“. „Daher also das Grollen“, sagte Blizarr. „Leider nein“. „Tut mir leid“, sagte Bianca ratlos. „Ich habe leider auch nichts“. „Naja“, sagte Storm. „Nicht schlimm. Ich werde es auch so überstehen“. Erneut ein Grollen und Storm drückte sich die Hände auf seinen Bauch. „Wenn er nur nicht so laut knurren würde“, fügte er noch zähneknirschend hinzu. „Armer Storm“, sagte Blizarr. „Naja, bei mir grollt es nicht so laut. Das hört sich an, als ob er ein Gewitter verschluckt hat“. Bianca nickte.

 

Nach einer Weile hörten sie einen Schrei, der sich wie ein Ruf anhörte. Blitzschnell flitzte Bianca auf allen Vieren durch die Büsche. Blizarr und Storm konnten ihr kaum folgen, konnten dann aber sehen, warum Bianca blitzschnell los sprintete. An einem Seil hing Greeny. „Ich muß sie retten“, durch fuhr es Bianca fast panisch. „Gut, daß ich diesen einen neuen Wirbel von Bibanka hab“.

 

Hilfe! Hilfe!“, rief Greeny. Zabunka grinste hämisch. „Dein Schreien nützt dir nichts. Hier wird dich niemand hören“, sagte sie. „Los! Laßt sie runter“. Plötzlich ein 'Wusch!', sodaß der Kran um fiel, an dem Greeny hing. Unsanft landete Greeny noch immer verdutzt auf einer nahen Wiese. Sie sah neben sich und entdeckte ihren Retter. „Bianca?“, fragte sie mit rauer, brüchiger Stimme. „Woher wußtest du?“. „Ist schon okay“, sagte Bianca und stand auf. „Bist du okay?“. Greeny nickte. „Außer, daß ich unsanft auf dem Gras gelandet bin“, sagte sie und umarmte Bianca dankbar, die ein wenig größer als Greeny war. „Danke“. Bianca nickte.

Auf einmal ein Grollen. Greeny horchte auf. „Hunger?“, fragte sie. „Ich habe etwas gehört“. Bianca grinste. „Ich glaube schon. Ah, jetzt höre ich es auch. War wohl gerade mein Magen“. Sie legte eine Hand auf ihren Bauch. „Auf jeden Fall ist Zabunka ziemlich sauer, daß du gerettet werden konntest“. Greeny lachte. Bianca lachte auch. Durch das hohe Gras konnte sie ungesehen davon schleichen. Auf einer Lichtung trafen sie dann wieder auf Storm und Blizarr. „Du alte Granate“, sagte Blizarr. „Was für eine Leistung. Der Kran wurde ziemlich zermahlen. Ehe wir weg sind, haben wir Zabunka fluchen hören. Hey, wie hast du das nur hin gekriegt? Man hat nur einen Strahl gesehen, so schnell warst du“. „Wirbel der Engelsflügel“, sagte Bianca und drückte wieder eine Hand auf ihren Bauch, der grollte. „Den hat mir Bibanka gegeben, damit ich die Kräfte bewache. Sie hatte nämlich gehört, daß ich sehr gut den Wirbel der Vernunft und die anderen Wirbelkräfte bewacht hab und hat ihn mir deshalb anvertraut“. Sie zeigte auf einen kleinen, leuchteten Punkt, der erst beim genauen Hinschauen als Wirbel erkennbar war. Greeny rannte zu Storm: „Es tut mir so leid“, sagte sie. „Es tut mir alles so leid. Ich weiß, ich hätte nicht einfach weg laufen sollen“. Storm nahm sie in den Arm. „Ist schon okay“, sagte er. „Es war eben ziemlich wirr. Bianca wußte selbst nicht, ob sie ihre Gedanken zusammen hatte“. Greeny sah ihn mit großen Augen an. Dann gingen sie wieder.

Bianca horchte plötzlich auf. „Hört ihr das?“, fragte sie. „Klar“, sagten die anderen. „Du hast Hunger“. „Nein, nein“, sagte Bianca und schüttelte den Kopf. „Ich meinte etwas anderes. Sie werden zu den Hexen gehen“. „Ja und?“, fragte Greeny. „Das Trio sind ebenfalls unsere Feinde. Was willst du da tun?“. „Sie warnen“, sagte Bianca entschlossen. „Sie warnen. Hey, wißt ihr nicht? Seit Zabunka frei ist, sind die Balistias verschwunden. Ich denke, da gibt es einen Zusammenhang. Jeder, der sich Zabunka nicht fügt, wird von ihr aufgefressen“. Greeny bekam große Augen. „Es ist nur eine Theorie“, sagte Bianca nachdenklicher. „Was sie mit den Balistias gemacht hat, weiß ich nicht genau. Sie könnte sie genau so gut auch irgendwo gefangen halten und ihre Kräfte mißbrauchen“. „Das stimmt auch wieder“. sagte Storm. „Das können wir dem Trio nicht antun. Ich werde mitkommen“. „Seid ihr übergeschnappt?!“, fragte Greeny. „Die Hexen werden euch nicht glauben, aber die Idee, sie zu warnen, ist sehr gut“. Bianca zwinkerte ihr zu: „Mir wird schon etwas einfallen. Außerdem ist irgendwo eine Versammlung“. Storm nickte. Sie trennten sich von der Gruppe. Bianca's Idee war es, zunächst, einen anonymen Brief zu verfassen, doch Storm sagte: „Das werden die nicht glauben. Wir müssen auf diese Versammlung“. Bianca seufzte. „Okay“, sagte sie. „Hunger haben wir sowieso“.

Sie schlichen sich auf die Veranstaltung. Dort stürzten sich alle auf das Essen. Dann lichtete sich die Gruppe und Bianca hatte freie Sicht auf das Hexentrio. Bevor sie zu ihnen ging, veränderte sie mit ihrer Rosenkraft ihr Aussehen ein wenig. Storm tat das Gleiche. Dann gingen sie hin. „Nanu?“, fragte Coldy. „Wer seid ihr denn? Euch habe ich noch nie gesehen“. „Nicht so wichtig“, sagte Bianca mit verstellter Stimme. „Wir sind weit her gereist und haben folgende Nachricht zu übermitteln: Ein Bösewicht namens Zabunka ist hier und sucht neue Mitstreiter. Wer sich nicht fügt, wird aufgefressen. Ich hörte auch, daß den sogenannten Balistias das Gleiche passiert ist“. „Zabunka?“, fragte nun auch Windy. „Nie gehört. Wir haben darauf geachtet, damit niemand mit böser Kraft hier auftaucht und extra bei einem Essensservice bestellt, der gut bewertet wurde. Er nennt sich 'Zabunkas Meal'“. Darky nickte. „Aber schlimm klingt es trotzdem“. „Zabunkas Meal?“, fragte Coldy. „Mann! Wie seid ihr drauf?! Dann haben wir schon mal den Namen gehört. Es geht um unsere Existenz. Die Beiden versuchen gerade, uns vor einer Katastrophe zu warnen. Wie sieht Zabunka aus?“. Bianca gab ihr ein Bild. „Damit ist alles klar“, sagte Coldy. Coldy redete mit ihren beiden Geschwistern, als Bianca Storm in eine ruhige Ecke zog. „Irgendetwas stimmt hier nicht“, sagte sie. „Mir ist auf einmal so komisch“. Dann fiel sie um. Storm konnte sie gerade noch auffangen und verließ mit ihr unauffällig die Versammlung. Bianca hatte glasige Augen und röchelte. Storm rannte und rannte und rannte. Zum Rat der blauen Wuschelköpfe. „Meine Freundin“, sagte er außer Atem schon von Weitem. „Ist urplötzlich zusammengebrochen“. Ein blauer Wuschelkopf führte ihn in einen Raum. Er hörte ihren Bauch ab, auch den von Storm. „Ich weiß nicht, was ihr Beiden gegessen habt, aber da ist etwas drin, was den Magen total durcheinander bringt“. Langsam kam Bianca wieder zu sich. „Zabunkas Meal“, stammelte sie. Storm nickte. „Da war eine Versammlung, wo es Zabunkas Meal gab“, sagte er. Der Wuschelkopf stutzte. „Dieses Luder. Wegen ihr haben wir hier kaum noch Platz für welche, die herkommen, wegen einem Zusammenbruch nach dem Essen von Zabunkas Meal. Ich werde das sofort publik machen. Aber erst bekommt ihr etwas, damit sich der Magen wieder beruhigt“. Storm und Bianca nickten und schluckten die Kamillenteepille runter.

Nach einer Weile ging es den Beiden wieder besser, doch sie mußten zur Beobachtung eine Nacht bleiben. „Ich muß Zabunka aufhalten“, sagte Bianca entschlossen. „Wer weiß, was sie vorhat, wenn sie schon Leute vergiften muß“. Storm nickte. „Ich helfe dir dabei“, sagte er. „Hast du schon Greeny und den anderen gesagt, daß wir nicht kommen werden?“. Bianca nickte. „Wenigstens wissen wir eines: Zabunka hatte Greeny entführt, um sie zu töten. Aber warum?“. Auch Storm schüttelte den Kopf. „Ach, Storm“, sagte Bianca und drückte sich an ihn. „Wenigstens bist du bei mir, aber ich wäre auch gern bei den anderen“. Storm nickte. „Ich auch“, sagte er. „Immerhin wollte ich Greeny nicht glauben. Das tut mir jetzt noch weh, aber sie hat sich ja entschuldigt“. Bianca nickte. „Laß uns schlafen gehen“, sagte sie und krabbelte ins Bett. „Morgen können wir frisch und erholt nach Hause“. Storm nickte und kam zu ihr. Er nahm sie in den Arm. Aneinandergekuschelt schliefen sie ein.

 

Während alle im Rat der blauen Wuschelköpfe schliefen, schlich Zabunka in das Gebäude. „Niemand wird mir meine Arbeit kaputt machen“, knurrte sie, als sie durch die dunklen Flure schlich und schließlich die Proben fand. Sie nahm sie sich und verschwand.

 

Am nächsten Tag wachte Bianca durch die Strahlen der Sonne auf. Sie reckte sich und sah zum Fenster. „Ist das schön“, dachte sie und drehte sich zu Strom, der noch friedlich schlief. Sie stand auf und machte das Fenster auf. Sie stellte sich davor. War es Zufall oder hörte sie wirklich, wie einige davon sprachen, daß die Proben von Zabunkas Meal verschwunden waren? Sie wußte es nicht. Nun war auch Storm wach. „Ah, du bist wach“, sagte er. „Mann, habe ich gut geschlafen. Aber jetzt wäre es gut, etwas zu essen“. Er rieb seinen Bauch. Bianca grinste, ehe sie ernst wurde: „Ich weiß nicht, ob ich mich verhört habe, aber ich habe einige reden hören, daß die Proben von 'Zabunkas Meal' verschwunden sind“. Storm schluckte und kam ans Fenster, um ebenfalls zu horchen. „Du hast Recht“, sagte er und drückte die Hand auf seinen grollenden Bauch. „Das ist eine Katastrophe“. Bianca nickte traurig. „Noch ein Grund mehr, Zabunka zu finden und auf zu halten“, sagte sie. „Aber erst etwas essen. Mein Magen hat sich gerade gemeldet“. „Meiner auch“, sagte Storm und grinste. Bianca nickte. „Als ob sie sich gegenseitig absprechen würden“, sagte sie mit einem Kichern. Auch Storm konnte sich ein Kichern kaum verkneifen. Er nahm sie an der Hand und zusammen gingen sie durch die Flure. Sie suchten den Raum auf, in dem gegessen wurde, dort sagte man ihnen jedoch, daß sie nichts bekommen könnten, da neben den Proben auch das Essen verschwunden war. „Soviel also zum Essen“, sagte Bianca traurig. Storm nickte nur. „Gehen wir auf das Zimmer zurück und melden uns ab“, sagte Bianca schließlich. „Oh Mann! Mir knurrt so der Magen. Das macht mich kirre“. Storm nickte. „Meiner hat auch Hunger“. Sie seufzten und fielen sich in die Arme. Dann gingen sie, um sich abzumelden. „Ah, die Beiden von gestern. Alles klar“, sagte der Wuschelkopf, der ihnen die Kamillenteepille gab. „Ihr könnt nun gehen. Es ist alles okay bei euch. Das Einzige, was ihr habt, ist Hunger. Aber das ist ein normaler Reflex“. Bianca nickte. „Wir wollten etwas essen“, sagte Storm. „Aber es war nichts da. So hat man das jedenfalls gesagt“. „Ist schon okay, ihr Zwei“, sagte der Wuschelkopf weiter. „Es gab letzte Nacht einen Einbruch. Es wurden alle Proben von 'Zabunkas Meal' sowie das Essen gestohlen. Nun mal ehrlich: wer kann denn soviel futtern, daß er das komplette Essen mitgehen läßt?“. „Jemand mit sehr viel Hunger“, sagte Bianca. „Oder mit einem großen Magen“, kam es von Storm, bei dem es mal wieder grollte. „Sorry, habe so einen Hunger“. „Ist schon okay“, sagte der Wuschelkopf. „Ihr seid okay und könnt hiermit gehen, nur, wenn es ernster gewesen wäre, hätten wir auch nicht gewußt, wie wir das gemacht hätten, unsere Schützlinge mit Nahrung zu versorgen. 'Arg!' Genau das trifft jetzt ein, aber zum Glück nicht für euch“. Er ging dann ohne weitere Worte. Bianca und Storm sahen sich an, zuckten mit den Schultern und gingen. Wieder unter sich, beschlossen sie, erst nach Hause zu gehen, um etwas zu essen.

Doch soweit kam es nicht. Ihr Weg kreuzte sich mit dem Weg von Zabunka, die sofort an griff. Lange konnte Bianca den Angriffen ausweichen, doch plötzlich flog sie jaulend durch die Luft. Sie saß im Gras und hielt sich den linken Oberarm. „Es blutet“, schoß es ihr durch den Kopf, doch dann erschien der Rosenbrunnen und verschloß die Wunde, aber er verschwand nicht, sondern lud Bianca ein, in ihm zu baden. Sie sprang in den Rosenbrunnen, der sie mit Energie versorgte.

 

Ein Glitzern lag in der Luft, als Bianca aus dem Rosenbrunnen stieg. Sie konnte nun auch richtig fliegen und attackierte mit Rosenstürmen, wirbelnden Rosen oder auch mit Blitzen. Zabunka hatte Mühe, den Attacken auszuweichen, landete aber dann doch einen Treffer, der Bianca auf den Boden warf, doch sie stand wieder auf. Dann griff Zabunka wieder an, doch ihr Strahl traf Bianca nicht. Storm sah auch, warum. Bianca setzte ihren neuen Wirbel, Wirbel der Engelsflügel ein, der den Strahl abblockte. Schließlich ließ sie noch die Killerrosen auf Zabunka los, die ähnlich wie fleischfressende Pflanzen, alle Attacken von Zabunka einfach auffraßen.

Der finale Schlag gelang Bianca mit einem Rosenglitzerstrahl, der die Energie des Wirbels der Engelsflügel und die Macht der Rosen enthielt. Dieser schmetterte Zabunka gegen einen Baum. An diesen fesselte Bianca Zabunka dann mit Rosenranken. Es dauerte nicht lange, bis die Feen auftauchten, um Zabunka abzuführen, die mal wieder fluchte. Eine von ihnen blieb noch bei Bianca und Storm und fragte: „Kann ich noch etwas für euch tun? Nachdem ihr mal wieder Zabunka besiegt habt“. Ehe Storm etwas sagen konnte, sagte Bianca entschlossen: „Ist schon okay. Wir brauchen nichts. Haben wir gern gemacht“. „Okay“, sagte die Fee und folgte den anderen.

 

Als sie alleine waren, sagte Storm: „Mann, ich sterbe vor Hunger. Warum hast du sie nicht gefragt, ob wir etwas zu essen bekommen?“. „Weil es von demjenigen selbst kommen soll“, sagte Bianca entschlossen und ebenfalls hungrig. „Das klingt sonst, als wären wir Bettler. Laßt uns nach Hause gehen. Dort können wir uns voll stopfen“. „Wenn ich es überhaupt noch dahin schaffe“, sagte Storm. „Mir hängt der Magen in den Knien“. „Ach, weißt du...“, sagte Bianca und seufzte. „Mir geht es genauso. Aber wir haben es nicht mehr weit. Wir sind schon am Waldrand“. „Stimmt“, sagte Storm. „Habe ich vor lauter Jammern gar nicht gemerkt“. Er lachte. Bianca lachte ebenfalls, auch, als sie im Hof ein bogen. „Was ist denn los?“, fragte Greeny, die entgegenkam. „Zabunka ist vorerst wieder eingesperrt“, sagte Bianca und Storm nickte. „Wow“, sagte Greeny. „Bestimmt seid ihr sehr hungrig. Ich habe das gehört mit dem Rat der Wuschelköpfe. Da wurden die Proben und das Essen gestohlen“. Bei Storm grollte es wieder. Er legte die Hand auf den Bauch. „Damit ist die Frage ja beantwortet, ob ihr hungrig seid“, sagte Greeny. „Dein Magen hat sie beantwortet, Storm“. Storm grinste. „Ich weiß, er knurrt sehr laut, tut mir auch leid“, sagte er. „Ist schon okay“, sagte Bianca. „Ich habe auch Hunger“. Greeny nickte und sie folgten ihr. Zu Hause aßen sie dann, bis nichts mehr hinein ging und halfen beim Abwasch. Dann legten sie sich in die Sonne und träumten vor sich hin.

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Das 5. Kapitel vom 2. Band11.02.2011

Bianca Forever – der blaue Wuschelkopf – Bianca's Visions / Biancas Visionen

 

Nachdem Bianca und Storm mal wieder das Böse bezwungen hatten, plagten Bianca seit neuestem gräßliche Alpträume. Öfter wachte sie nachts schweißgebadet auf und drückte sich an Storm, der zu ihr kam. Sie hatte immer die gleichen Träume, nämlich, daß der letzte Planet der Wuschelköpfe und Punkys unterging und deren Bewohner auf die Erde kamen, um Böses anzustellen. Genau das erzählte sie auch eines Tage Storm, der sich fragend den Kopf kratzte. „Vielleicht ist etwas dran an deinen Alpträumen“, sagte er. „Es kommt öfter vor, daß Träume, egal ob gut oder böse, wahr werden“. Bianca zitterte. Storm drückte sie an seine Brust. „Keine Angst, Kleines“, sagte er. „Noch sind es nur Alpträume“. „Ja schon“, sagte Bianca und schaute zu ihm hoch. „Aber was ist, wenn das irgendwann wahr wird? Uns steht ein ziemlich harter Kampf bevor. In meinen Träumen sind diese Punkys stark und brutal und genau das schlägt mir auf den Magen“. Storm nickte. „Wir sollten bei Gelegenheit Pfautschitscha fragen“, sagte er. Bianca nickte. Ihr war ziemlich schlecht. So gingen sie also in den Wald. Da die Grotte der Wahrheiten zerstört, vermuteten sie Pfautschitscha bei Pfauguago und Pfaugigio. Und tatsächlich! Als sie dort ankamen, lag das Pfauwesen wie Pfauguago auf seiner Kugel. „Ich weiß, warum ihr hier seid“, sagte Pfautschitscha schon von Weitem. „Bianca hat Alpträume, nicht wahr? Nun, dann werde ich euch mal die Wahrheit verraten, warum diese Träume nicht ohne Grund ernst zu nehmen sind. Biancas Rasse ist nämlich von dem besagten Planeten. Das heißt, ihre Vorfahren waren gar nicht von Anfang an auf dem Planeten, der zuerst unter ging. Rosa muß sich dort heimlich angesiedelt haben, damit man sagen kann, daß Bianca ebenfalls von dem einen Planeten stammt, was damit auch stimmt, nur ihre Vorfahren eben nicht. Und da es in der Legende heißt, daß es vier Planeten waren, müßte das dann der letzte sein. Auf den anderen waren Wuschelköpfe und Wuschelsapien, auch die speziellen wie Ei-Ei, Na-Na, Sah-Sah und Bajo-Bajo, die ihr sicher noch kennt“. „Oh ja“, sagte Bianca erstaunt. „Die kenne ich nur zu gut“. „Gut“, sagte Pfautschitscha. „Da die Punkys unterwegs zur Erde sind, sollte ihr schon mal viele Wuschelköpfe und eben Na-Na, Sah-Sah und Bajo-Bajo um euch scharren. „Weil ein sehr starker Kampf droht?“, fragte Storm. Das Pfauwesen nickte. Dann, plötzlich ein Grollen. „Wie kannst du jetzt Hunger bekommen?“, fragte Bianca erschrocken. „Ich bekomme keinen Bissen runter, so weh tut mein Magen“. „Ich weiß es auch nicht“, sagte Storm. „Da mußt du schon meinen Magen fragen. Immerhin knurrt er ja, weil er Hunger hat und nicht ich“. „Ich weiß“, sagte Bianca traurig. „Ich wünschte, ich hätte Hunger, aber ich habe nur Magenweh wegen dem Chaos“. „Versuche doch, etwas zu essen“, sagte Pfautschitscha. Bianca schüttelte den Kopf und hielt weiter den Bauch, während Storm schmatzte. „Es tut so weh“, sagte sie. Pfautschitscha legte eine Vorderpfote auf ihre linke Schulter. „Du tust mir leid, Kleines“, sagte es. Bianca seufzte nur. „Weißt du“, begann sie. „Die Alpträume machen mich so fertig, so durcheinander. Jedes Mal wache ich vor lauter Schreck und schweißgebadet auf, weil die so beängstigend sind“. Pfautschitscha nickte. „Mache dir keine Sorgen“, sagte es. „Und versuche etwas zu essen. Du siehst so schwach aus und nimm die. Gegen deine Schmerzen“. Bianca nickte und nahm eine blaue Pille von Pfautschitscha entgegen. Diese schluckte sie ohne Wasser hinunter und setzte sich doch zu Storm, um ebenfalls etwas zu essen, doch es fiel ihr sehr schwer. „Na, doch Hunger bekommen?“, fragte Storm. „Nicht wirklich“, sagte Bianca seufzend. „Ach, du tust mir ja auch leid“, sagte er. „Aber was will man machen? Hast du etwas gegen die Schmerzen bekommen?“. Bianca nickte. „Aber es ist nicht nur körperlich“, sagte sie. „Es ist auch tief in mir drin und das schlägt sich eben auch auf den Magen“. „Mach dir mal keine Sorgen“, sagte Storm. „Noch sind es nur böse Gedanken“. Bianca seufzte. Storm nahm sie in den Arm. Bianca konnte seine Wärme spüren und lächelte ein wenig. Auch Storm lächelte. „Hach, das tut so gut, in deiner Nähe zu sein“, sagte Bianca und schaute dabei in seine klaren Augen. „Du verstehst einfach alles“. Storm nickte und sagte: „Willst du gar nichts mehr essen? Du hast so wenig angerührt. Das schwächt dich“. Bianca schüttelte den Kopf. „Hab zur Zeit anderes zu verdauen und daran tut sich schon mein Magen schwer. Ich bekomme ja kaum etwas runter, so beschäftigt mich das und alles andere fällt eben auch schwerer. Auch, wenn nur mein Kopf frei wäre...! Aber der blockiert leider auch, wo es nur geht“. „Ist okay“, sagte Storm. Bianca seufzte. Pfautschitscha sah es und sagte: „Geht besser nach Hause. Dort kann sich Bianca ausruhen und irgendwann wird sich das wieder legen. Ich verstehe das, wenn einen soviel beschäftigt, daß man nicht essen kann“. „Ich hoffe es“, sagte Storm und nahm Biancas Hand. Bianca schmiegte sich an ihn und als sie wieder unter sich waren, hauchte sie ein 'Danke' in sein Ohr.

 

Auch die nächsten Tage wurde es nicht besser. Immer wieder wachte Bianca nachts schweißgebadet und schreiend auf und Storm, der bei ihr schlief, umarmte sie. „Ist gut, Kleines“, sagte er. „Es ist nur ein böser Traum“. „Es tut so gut“, sagte Bianca. „Danke“.

Auch mit dem Essen wollte es nicht klappen. Meistens stocherte Bianca nur darin herum. „Was hat sie nur?“, fragte eines Tages Ellie. „Böse Träume“, sagte Storm, der nicht nur seine Ration, sondern auch die von Bianca essen mußte. „Sie schlagen ihr auf den Magen“. „Oh“, sagte nun auch Greeny. „Deshalb schreit sie nachts immer so“. „Sie wacht nachts deshalb auf?“, fragte Ellie. Storm nickte. „Armes Ding. Sie tut mir so leid“. „Ja, das stimmt“, sagte Greeny. „Sie kann einem auch sehr leid tun. Wenn man ihr doch nur helfen könnte...“. Bianca seufzte nur. Die Gedanken kreisten durch ihren Kopf, während sie sich hilfesuchend an Storm schmiegte, der sie in die Arme nahm und an sich drückte.

 

Eines Tages ließen die erdrückenden Schmerzen nach und Bianca war auch wieder bereit, etwas zu essen, als plötzlich ein sehr bunter Vogel ans Fenster flog und sich auf die Fensterbank setzte. Mit seinem Schnabel klopfte er gegen die Scheibe. Bianca öffnete und der Vogel flog ins Zimmer. Er setzte sich auf die Lehne eines Stuhls und fing an zu sprechen: „Du mußt Bianca Forever sein, die immer böse Visionen hat“. Bianca nickte erstaunt, daß er ihren Namen wußte. „Stimmt etwas nicht?“, fragte sie. „Nun“, begann der Vogel erneut. „Ich bin Rainbow-Bird, ein Regenbogenvogel und muß sagen, daß die Visionen leider wahr werden. In ferner Zukunft, vielleicht auch früher, werden bösartige Kreaturen hier auf diese Erde kommen und sämtliche Bewohner versklaven. Es sind Bewohner des letzten Planeten der Punkys, die böseste Art überhaupt. Ihr müßt euch auf einen sehr harten Kampf bereit halten. Es wird nicht sehr einfach werden, doch ich werde euch beistehen“. Bianca sah zu Storm, der auch sie entgeistert ansah und schluckte. „Dann waren deine Alpträume gar keine sinnlosen Visionen“. Er nahm sie in den Arm. Bianca bibberte vor Angst. Storm beruhigte sie: „Ist gut, Kleines. Wir stehen das durch. Ich helfe dir doch immer. Keine Angst“. Bianca seufzte. „Vielleicht hast du Recht“, sagte sie nach einer Weile. „Aber du hast den Vogel gehört. Er hat gesagt, daß es nicht einfach sein wird“. Storm nickte. „Aber erst sollten wir etwas essen“, sagte er. „Mir ist ganz flau im Magen und bevor er knurrt und dich erschreckt...“. Bianca nickte. „Hunger hab ich jetzt auch“, sagte sie und sie gingen hinunter. Dort bekamen sie dann auch etwas zu essen. Ellie fiel es sofort auf, daß Bianca wieder Appetit hatte. „Sie kann also wieder essen“, sagte sie zu Storm, der nickte. „Damit sie zu Kräften kommt“. „Ich verstehe es irgendwie“, sagte Ellie weiter. „Immerhin hat sie die letzte Zeit kaum etwas runter gekriegt. Hat sie keine Alpträume mehr?“. „Jein“, sagte Storm. „Uns wurde gesagt, daß die Visionen wahr werden. Bald werden bösartige Wesen kommen, die uns versklaven werden“. Ellie ließ fast einen Krug fallen. „Ist das wahr?“, fragte sie. Bianca nickte nur. Sie konnte kaum etwas sagen, da sie alles in sich hinein schlang. Immer wieder hörte man sie schmatzen und schlucken. „Iß doch langsamer“, sagte Storm lachend. „Nicht, daß du dich verschluckst“. Bianca grinste zur Aussage. „Hab riesigen Hunger“, sagte sie und schlang weiter, stockte dann aber wieder. „Bis jetzt habe ich mich noch nicht verschluckt. Ist alles da drin“. Sie rieb über ihren Bauch, der sich ein wenig abzeichnete und die pfundiger aussehen ließ. Storm nickte. „Wenn ich in deiner Lage wäre, hätte ich das auch so gemacht“, sagte er. „Ich verstehe dich“. Bianca grinste erneut und schluckte gerade den letzten Bissen runter. „Danke, Storm“, sagte sie und sah zu ihrer Mutter: „Danke, war sehr lecker. Endlich mal wieder etwas im Magen“. Ellie nickte. „Ich will nur dein Bestes“, sagte sie. Bianca lächelte, ehe sie mit Storm in den Wald ging.

 

Als sie alleine waren, sagte Storm: „Wow, was du da alles in dich rein gefuttert hast und in dem Tempo“. Bianca kicherte. „Hab aber auch ein wenig zugelegt“, sagte sie. Storm nickte. „Ich auch“, sagte er. „Als du nicht so gut essen konntest, habe ich deine Ration auch aufgegessen“. Sie sahen sich an und kicherten. Dann gingen sie eine Weile schweigend und Hand in Hand weiter.

 

 

Inzwischen waren die besagten Punkys mit ihrer Truppe auf der Erde angekommen. Zabunka, so hieß die Anführerin und Zubunku wollten herausfinden, wer diese Bianca Forever war und fertigten in ihrem Versteck Plakate her, die zur Untersuchung aufriefen. Die Punkys sollten so in eine Falle gelockt und versklavt werden. Zabunka lachte. „Ich will ihr Herz“, sagte sie. „Erst, wenn Biancas Herz in meinem Magen ist, habe ich Grund, Ruhe zu bekommen. Ich habe diese Rosa, ihre Mutter, nie leiden können. Sie war eine Verräterin“. Zubunku nickte. „Ihr habt es gehört: Findet heraus, wer diese Bianca Forever ist und bringt sie her“. Die Punkys nickten, während sich Zabunka und Zubunku in ihre privaten Gemächer zurückzogen.

 

Von alledem ahnten Bianca und Storm noch nichts, bis den Beiden von einem Punky ein Plakat gezeigt wurde. „Sie wollen uns untersuchen?“, fragte Bianca erstaunt den Punky, der nickte. „Um eventuelle Krankheiten besser behandeln zu können“. Bianca sah zu Storm, der nur ratlos mit den Schultern zuckte. „Gehen wir hin“, sagte Storm daraufhin. Bianca nickte. „Aber erst sollten wir etwas essen“, sagte Storm nach einer kleinen Pause. „Mir knurrt ziemlich der Magen“. „Ich höre es“, sagte Bianca und umarmte ihn. „Aber ich denke, es wird nicht lange dauern. Wenn wir das gemacht haben, gehen wir etwas essen. Hunger habe ich auch“. Storm nickte. „Dann machen wir das eben so, ehe wir uns den Appetit verderben“. Bianca grinste. Sie folgten dem Punky.

Dieser brachte sie zu einem Camp. „Hier habe ich wieder zwei gewinnen können“, sagte er zu einem anderen. „Ah ja, okay“, sagte dieser. „Dann hätte ich gern die Namen von euch Beiden“. „Bianca Forever“, sagte Bianca kühl. „Storm Tornado“, sagte Storm, der sich vor Hunger die Hand auf den Bauch drückte. „Alles klar“, sagte ein weiterer Punky. „Dann folgt mir“. Er brachte sie in einen Raum und sagte: „Zuerst wollen wir eine Speichelprobe“. Er drückte Bianca und Storm ein Wattestäbchen in die Hand, die es daraufhin anfeuchteten. Er nickte nur, als sie es ihm zurückgaben und schnitt Bianca ein paar einzelne Haarsträhnen ab. Bei Storm wollte er das Gleiche tun, fand jedoch keine Haare. „Okay“, knurrte er. „Dann müssen von ihm eben die Beiden anderen Proben reichen“. Die letzte Probe war eine Minimale Blutabnahme, doch anstatt Storm Blut abzunehmen, wurde ihm etwas gespritzt. Bianca bemerkte es nach einer Weile, als sich Storm plötzlich den linken Arm hielt. Ein Punky kam zu ihnen und drückte Storm etwas in die Hand. „Hier. Nimm das ein“, sagte der Punky. „Das ist das Gegenmittel“. Dann verschwand er wieder. Bianca und Storm folgten der Schlange und fanden sich schließlich auf einem Hof wieder. Dort schluckte Storm das Mittel und die Schmerzen in seinem Arm ließen nach. Auch alle anderen, die vor ihnen waren, waren nun auf diesem Hof und sahen sich verwundert um. „Wo sind wir hier denn gelandet?“, fragte Bianca ein wenig ängstlich und klammerte sich an Storm, der sie umarmte.

Nach einer Weile kam ein weiblicher Punky auf einem Podest zum Vorschein und sagte: „Seid gegrüßt und danke für die Untersuchungen. Ich bin Zabunka und suche diese beiden. Hat sie jemand irgendwo gesehen?“. Sie hielt dabei ein Bild hoch, das Bianca und Storm das Blut in den Adern gefrieren ließ. Dann erschraken sie noch zusätzlich, als alle anderen Punkys auf sie zeigten. „Sehr schön“, sagte Zabunka. „Dann bitte ich die Beiden, mir zu folgen, alle anderen werden von unseren Leuten ihrem Areal zugewiesen. Dort werden sie ab jetzt für uns arbeiten“. Bianca und Storm schluckten. Immerhin wußten sie nicht, was Zabunka vorhatte, folgten ihr jedoch, die sie dann in ein Zimmer verwies. Kaum, waren sie drinnen, schlug Zabunka die Tür hinter ihnen zu. Bianca und Storm bot sich ein Bild des Grauens. „Wo sind wir hier gelandet?“, fragte Bianca ängstlich. „Ich fürchte, wir sind Gefangene“. Storm nickte, als es, wie so oft, wieder bei ihm grollte. „Hab so einen Hunger“, sagte er. „Noch nicht einmal etwas zu essen ist hier“. Bianca seufzte und horchte auf, als sie Zabunka mit jemandem reden hörte: „Und paß ja auf die Gefangenen auf, Hubertus! Ich will morgen das Herz von dieser Forever herausschneiden und essen! Nicht, daß sie uns abhaut!“. Bianca fing an zu schluchzen. Storm hatte ebenfalls gehört, was Zabunka vorhatte. „Wir müssen hier weg“, sagte er. „Ich lasse das nicht zu“. „Oh, Storm“, sagte Bianca und klammerte sich an ihn. „Wir werden hier einen Weg hinaus finden. Garantiert“. Storm nickte und hielt sich den grollenden Bauch. „Hunger hab ich auch“, sagte Bianca nachdenklich. „Ich habe so einen Hunger, daß ich nicht nachdenken kann“. Storm nickte. „Mit einem leeren Magen denkt es sich nicht so gut“, sagte er. „Mein Kopf ist auch leer“. „Meiner leider auch“, sagte Bianca traurig. Sie klammerte sich erneut an Storm.

 

Inzwischen waren fünf Punkys und eine Fledermaus in der Nähe des Zimmers, in dem Bianca und Storm eingesperrt waren. Auch hatten sie gehört, daß Zabunka vor hatte, das Herz von Bianca aus der Brust heraus zu schneiden und vor ihren Augen auf zu essen. „Wir müssen das verhindern“, sagte einer der Punkys. „Daß Zabunka ihr Herz bekommt. Batinka, siehst du die Wache da? Verzaubere sie und versetzte sie in einen tiefen Schlaf. Ist eh nur dieser Hubertus. Der ist kein guter Wächter“. Batinka, die neben Fledermaus auch eine Zauberin war, tat wie geheißen, während die fünf Punkys die Tür öffneten und in verdutzte Augen sahen. „Los, ihr Beiden“, sagte einer der Punkys. „Wir bringen euch hier raus“. „Wer seid ihr?“, fragte Bianca neugierig. „Das hat Zeit für später“, sagte ein anderer Punky. „Folgt uns einfach“. Bianca und Storm sahen sich an und rannten mit den fünf Punkys durch unzählige Gänge, bis sie vor einem Wasserloch stehen blieben. Dort sprangen sie hinein und schwammen durch eine Unterwasserhöhle. Auf der anderen Seite kamen sie wieder hinaus. Sie rannten noch eine Weile, bis sie die Festung von Zabunka nicht mehr sehen konnten und tief genug im Wald waren. „Puh, das war knapp“, sagte Bianca nach einer Weile. „Danke nochmal“. „Hey, keine Ursache“, sagte einer der weiblichen Punkys. „Ich bin Bibanka, das sind Blumarion, Blamario, Jagamaria und Lagarium. Ach, und das ist Batinka, unsere kleine Zauberin“. „Ah, eine Fledermaus, die magische Kräfte hat“, sagte Storm, bei dem es mal wieder im Bauch grollte. „Sorry, hab noch nichts gegessen. Ich bin Storm Tornado und das ist...“. Weiter kam er nicht, da Bibanka sagte: „Ja, Bianca Forever, eine sehr alte Legende. Kennt fast jeder. Auch kennt fast jeder Rosa Forever, die eine von uns war, aber irgendwann gefiel es ihr auf unserem Planeten nicht mehr und sie ging auf einen anderen. Das hat Zabunkas Familie überhaupt nicht gepaßt, deshalb hat sie so einen Haß auf den Forever-Clan“. Bianca schluckte. „Aber ich kenne Zabunka überhaupt nicht“, sagte sie. „Ich hatte auch nie vor, ihr etwas zu tun. Warum sie mich nicht mag, kann ich nicht verstehen“. „Das kann niemand verstehen“, sagte Lagarium. „Aber manche sind halt so“. Bianca und Storm seufzten.

Nach einer Weile sagte Storm: „Ich will ja nicht unfreundlich werden, aber mir und Bianca knurrt ziemlich der Magen. Wir haben noch nichts gegessen“. „Ist okay“, sagte Jagamaria. „Da ist eine Höhle. Dort lassen wir uns nieder und ihr könnt etwas essen“. Als sie alle in der Höhle waren, verschloß Storm den Eingang mit einem großen Felsen, während Bibanka ein Feuer entfachte und etwas zu essen herausholte. Davon gab sie Bianca und Storm. Bianca ließ es sich schmecken, auch Storm, doch er fragte: „Macht es euch nichts aus, wenn wir das weg essen?“. „Aber nein“, sagte Blumarion. „Haben wir aus Zabunkas Vorratsschrank genommen. Ja, wir waren undercover unter ihren Leuten. Jetzt können wir das nicht mehr machen, weil wir euch befreit haben, aber wir wußten schon lange, daß sie etwas plante und deshalb mischten wir uns unter ihre Leute. Blamario hat dir, Storm, das Gegenmittel gegeben. Wir durften nicht auffallen. Zabunka hätte uns sofort hinrichten lassen“. Storm schluckte. „Ja, so ist Zabunka“, sagte Bibanka weiter. „Wenn sie gewußt hätte, daß wir heimlich mitgekommen wären... Naja, wenigstens dachte sie die ganze Zeit, sie hätte uns los. Sie konnte unsere Gruppe nie leiden“. „Finde ich nicht, daß ihr schlecht seid“, sagte Storm. „Im Gegenteil. Ihr seid nett“. „Oh, danke“, sagte Lagarium. „Storm, macht es dir nichts aus, daß du nur eine Hose und Schal und sonst nichts an hast?“. „Tja“, sagte Storm. „Das fragen mich viele und um ehrlich zu sein: nein“. Er strich dabei über seinen Bauch. „Das ist lecker“, sagte er. „Storm ist halt so“, sagte Bianca schließlich. „Klar, am Anfang ist es merkwürdig, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran“. Storm nickte dazu. „Ach so“, sagte Jagamaria. „Es ist halt so: Man sieht ja, daß er einen Bauchnabel hat. Sieht schon eigenartig aus, aber muß jeder für sich entscheiden“. „Eben“, sagte Storm. „Das ist die richtige Einstellung. Jeder entscheidet, was das Beste für einen ist und mir gefällt das eben so“. Die fünf Punkys nickten. „Wir werden es akzeptieren“, sagte Bibanka. „Fakt ist: Storm ist sehr nett. Genau wie du“. Bianca und Storm sahen sich an und nickten. Nach einer Weile sagte Storm: „Ich glaube, es ist an der Zeit, nach Hause zu gehen. Greeny und die anderen werden uns schon vermissen“. Bianca nickte. „Wir begleiten euch“, sagte Jagamaria. „Hier im Wald ist alles voller Schergen von Zabunka“. Bianca und Storm nickten. Dann brachen sie auf.

Vorsichtig pirschten sie durch das Dickicht an den Schergen von Zabunka vorbei und schafften es, in die Stadt zu kommen.

Dort angekommen, wurden sie zu Hause mit einem Essen begrüßt. Während die anderen es aßen, sagen Storm und Bianca es nur an. „Mum“, sagte Bianca schließlich. „Du weißt genau, daß ich mich vor Tomaten ekle“. Storm nickte. „Ich mag auch keine Tomaten“, sagte er. Ellie, die mit der Küche beschäftigt war, kümmerte sich nicht darum. Auch nicht, als Beide aufstanden.

 

Wohin gehen wir?“, fragte Storm. „Ich habe so einen Hunger“. „Da bist du nicht der Einzige, dem der Magen knurrt, weil man sich vor Tomaten ekelt“, sagte Bianca ratlos. „Ich hole uns etwas Richtiges zu essen. Ohne Tomaten“. Storm nickte. „Gute Idee“, sagte er. „Da muß ich dann auch nicht länger die Hände auf meinen Bauch drücken, um das Grollen zu unterdrücken. Du würdest dadurch ja nur erschreckt werden“. „Ach, weißt du“, begann Bianca erneut. „Das wäre mir egal. Bin es ja auch schon gewohnt. Hab ja selbst auch so einen Hunger. Ah, da ist es ja“.

Während Bianca hinein ging, setzte sich Storm auf eine Bank vor dem Kiosk. Es dauerte eine Weile, dann kam Bianca wieder hinaus. Auf ihren Händen trug sie viele, leckere Dinge. Storm schleckte sich über die Lippen und rieb sich über den Bauch. Bianca setzte sich zu ihm und zusammen aßen sie die leckeren Dinge. „Wow“, sagte Storm. „Das ist ja sowas von lecker. Jedenfalls besser als Tomaten“. Bianca nickte. „Und wir müssen nicht hungern“, fügte sie hinzu. Auch Storm nickte. „Ignorieren uns einfach, nur, weil wir keine Tomaten essen“, sagte er. „Ich hatte ein riesiges Loch im Magen“. „Ich auch“, sagte Bianca und rieb sich über den Bauch. „Aber jetzt ist ja etwas leckeres drin“. Storm nickte und sah, daß Bianca stutzte. Er sah auch, warum. „Da war ja doch eine Tomatenscheibe dabei“, sagte er. „Aber wir haben es zum Glück nicht angerührt“. Bianca nickte. Sie warf sie in den nächstbesten Mülleimer. Dann gingen sie nach Hause.

 

Dort mußten sie erstmal alles erklären. Als Bianca geendet hatten, sagte Ellie: „Wie konnte ich das nur vergessen oder ignorieren? Ach, ich war so durcheinander. Tut mir leid, ihr zwei“. Bianca schmiegte sich an sie und Ellie erstattete ihr das Geld zurück, das Bianca für sich und Storm gezahlt hatte.

 

Zabunka inzwischen, schäumte vor Wut, als sie erfuhr, daß Bianca doch noch am Leben war. Sie schmiedete weiter Pläne, doch setzte noch nicht so schnell einen davon um. Zuerst ließ sie sich zunächst ein Herz von einem todkranken Kameraden einsetzen, denn ohne, mußte sie ja immer einen töten, um dessen Herz zu essen, um überhaupt überleben zu können. Sie knurrte, als sie erwachte und das Pochen des Herzen in ihrer Brust spürte: „Dieser blaue Wuschelkopf wird mich noch kennen lernen“. „Sie ist ein blauer Punky“, sagte darauf hin einer ihrer Schergen. „Ist mir egal“, knurrte sie daraufhin. „Auf jeden Fall ist sie demnächst fällig“.

 

Es war eine Weile still um Zabunka, die sich ja schonen und erst an das neue Herz gewöhnen mußte, doch sie schickte ihre Schergen los, Bianca abzufangen.

 

Bianca und Storm jedoch ahnten nichts davon und gingen durch den Wald. „Ah, endlich ist es mal wieder ruhiger, nachdem wir geflohen sind“, sagte sie und lehnte sich gegen einen Baum. Storm nickte. Auch er lehnte sich gegen den Baum. Zusammen träumten sie sich vor sich hin.

Plötzlich ein Donnern. Erschrocken sprang Bianca auf, doch Storm murmelte: „Es ist alles in Ordnung. War nur mein Magen“. „Puh“, kam es von Bianca fast flüsternd. „Hast du mich erschreckt“. „Naja“, sagte Storm. „Das wollte ich nicht. Laß uns etwas zu essen suchen. Du hast bestimmt auch noch nichts gegessen, oder?“. Bianca schüttelte darauf hin den Kopf. „Manchmal hat man irgendwie keine Lust dazu“. „Bin deiner Meinung“, sagte er und zwinkerte ihr zu. Hand in Hand gingen sie weiter, bis sie an die Beerensträucher und Apfelbäume kamen. Dort kletterte Storm durch die Baumkronen und warf die letzten Äpfel, die noch dran hingen, hinunter. Bianca fing sie auf. Dann aßen sie diese. „Wir müssen uns langsam daran gewöhnen, bevor wir weggehen, etwas zu essen“, sagte Storm. „War nicht mehr viel am Baum“. „Ich hab's gesehen“, sagte Bianca nickend.

 

Während sie so beieinander saßen wußten sie nicht, daß sie beobachtet wurden, doch als sich plötzlich ein Netz über ihnen befand, schwante Bianca Böses: „Zabunka!“, knurrte sie. „Das ist ihr Werk“. Dann spürte sie nichts mehr.

 

Als sie wieder zu sich kam, war sie alleine, doch gegenüber von ihr war Storm. „Storm“, flüsterte sie. „Storm“. Er kam an das Gitter. „Bianca“, kam es von ihm zurück. Sie nickte. „Ich werde uns hier herausholen“. Storm nickte. „Du bist immer voller Hoffnung“, sagte er. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte sie, als Schritte ertönten. Sie zogen sich wieder zurück. Zuerst war Bianca dran. Sie wußte nicht, was sie mit ihr vor hatten, doch Bianca hatte einen Rosenzauber angewandt und sich einen unsichtbaren Schutzschild erschaffen.

Als sie auf einen Stuhl mit einer Haube gedrängt wurde, war ihr klar: Sie hatten vor, eine Gehirnwäsche durchzuführen! Sie schloß die Augen und grinste innerlich, auch, als man ihr die Haube aufsetzte. Denn die Schergen, die das durchführten, konnten kein klares Ergebnis erzielen. Sie fluchten. „Naja, vielleicht dauert es bei ihr eine Weile, bis es anfängt zu wirken“, sagte einer. „Los, sperren wir sie wieder ein“. Sie brachten Bianca zurück. Als sie Bianca wieder in ihre Zelle gebracht hatten, holten sie Storm. Bianca war entsetzt, denn sie hatte keine Zeit, ihren Rosenzauber an Storm weiter zu geben. Doch sie gab die Hoffnung nicht auf, denn als Storm wieder zurückgebracht wurde, ließ sie den Erinnerungswirbel zu ihm fliegen, ehe sie erst das Schloß ihrer und dann das Schloß von Storms Zelle aufbrach. Sie mußte ihn stützen, da er angeschlagen war. Sie gab ihm mit ihrer Rosenkraft ein wenig Energie, damit er aufrecht gehen konnte, doch kämpfen mußte sie alleine, ehe sie und Storm den Versuchsbunker hinter sich ließen. Unterwegs im Wald trafen sie auf Lagarium, der ihr half, Storm zu stützen. „Sie wollten Versuche mit uns machen“, sagte Bianca geknickt. „Dieser Zabunka ist alles zu zu trauen“, sagte Lagarium. „Ihr müßt vorsichtig sein. Bibanka hat seit Neuestem etwas gefunden, weshalb die Punky-Welten wirklich unter gingen. Wollt ihr es wissen?“. Bianca und der erschöpfte Storm nickten. „Okay“, sagte Lagarium. „Wie ihr wißt, ist Zabunka gierig nach Macht. Und um das auszubauen, soll sie die Planeten eigenhändig aufgegessen haben. Das heißt, ihr müßt auf unsere jetzige Welt gut aufpassen. Das hat sie sicherlich auch hier vor und dann sind wir und die Menschen in sehr großer Gefahr“. Bianca schluckte erschrocken. „Kann sie denn so groß werden?“, fragte sie und riß die Augen weit auf. Lagarium nickte. „Und dafür braucht sie sehr viel Kraft“, sagte Storm. „Weiß man, woher sie ihre gewaltigen Kräfte bezieht?“. „Leider nein“, sagte Lagarium. „Aber es ist gut, daß du neue Kräfte kannst“. Er nickte Bianca zu. „Ich weiß“, sagte sie. „Wer weiß, wann ich die gebrauchen könnte. Jetzt bringen wir erst mal Storm nach Hause, damit er wieder fit wird“. Lagarium nickte.

Zu Hause legte sich Storm dann ins Bett, Bianca blieb bei ihm.

 

Zabunka inzwischen, gewann an Macht, doch sie schäumte vor Wut, daß die einzelnen Punkys, zu denen auch Bianca gehörte, ihr nicht gehorchten. „Irgendwie muß man sie doch unter Kontrolle bringen“, knurrte sie. „Dann werden wir eben die Stadt angreifen. Das wird sie aus der Reserve locken“. Sie bündelte ihre Kräfte, die sie riesengroß werden ließ und scharrte ihre Schergen um sich. Diese schickte sie los, Chaos in der Stadt zu hinterlassen.

 

Am nächsten Tag war Storm wieder okay. Er hatte zwar noch etwas Kopfweh, doch durch eine Kopfwehpille ging es ihm dann doch besser. Plötzlich knallte es an allen Ecken und Enden der Stadt. Bianca hatte noch nicht einmal Zeit, etwas zu sagen, kamen schon Bibanka, Lagarium, Blamario, Blumarion, Jagamaria und Batinka angerannt. Bianca erschrak. „Zabunka?“, fragte sie. Batinka nickte. Bianca rannte mit Storm hinter den Punkys her. Unterwegs scharrten sie noch einige Punkys um sich, die sich ebenfalls Zabunka widersetzten. Bianca sagte zu ihnen: „Kümmert euch um die Schergen von Zabunka. Ich und Storm werden sie aufsuchen und gegen sie kämpfen“. „Fühlst du dich stark genug?“, fragte Bibanka. Bianca nickte. „Ich werde es schaffen“. Sie und Storm gingen weiter in den Wald, während sich die anderen Punkys in alle Richtungen verstreuten.

 

Nach einer Weile fanden sie Zabunka. Bianca erschrak. Zabunka war riesengroß, doch das schüchterte sie nicht ein. Sie rannte auf allen Vieren los und ließ mit den Worten 'Wilde Flut!' eine Flutwelle auf Zabunka los, die anfing zu taumeln. Bianca selbst, saß auf einem Felsen, ihre Haare wehten. Glitzer erfüllte das Dunkel. Zabunka sah sie nur als kleinen Punkt, da sie nach wie vor riesengroß war, doch, das ängstigte Bianca auf keinen Falle. Sie schlug nach ihr, doch Bianca wich sehr schnell aus und verschwand im Gebüsch. „Wo bist du, kleines Biest?!“, fluchte Zabunka, als Feuer sie umkreiste.

Bianca sammelte ihre Kräfte und flüsterte: „Macht der Rosen, macht, daß ich fliegen kann“. Sie hob ab und ließ einen Regen aus Sternen auf Zabunka los. Zabunka sträubte sich gegen die Kraft des Guten, doch Bianca sagte: „Haß bringt nichts. Gier genauso wenig. Was man braucht, ist die Sonne im Herzen und Freundschaft. Positive Energie. Wer so kalt ist, wird nicht viel Freude haben“. „Ach, du hast keine Ahnung!“, kreischte Zabunka. „Freunde?! Was ist das? Die nutzen einen nur aus und mit Gier bekommt man alles, was man will und wenn man es sich nimmt!“.

Bianca hob ihre Hände gegen den Himmel. Zwischen ihnen erschien ein Leuchten. Nach einer Weile hielt sie einen Wirbel, den sie auf Zabunka warf, die mit einem Poltern zusammenbrach.

In einem Krater kam Zabunka wieder zu sich. „Du hast noch nicht gewonnen!“, fauchte sie, als sie abgeführt wurde. „Ich werde wiederkommen und den Forever-Clan endgültig vernichten!“.

Bianca und Storm fielen sich in die Arme. „Ich wußte gar nicht, daß du so stark bist“, sagte Storm. Bianca kicherte. „Hey“, sagte sie. „Ich habe die Macht der Rosen und die meisten Fähigkeiten haben mir Dominik und Marie beigebracht. Außerdem bin ich direkt mit der Macht der Rosen verbunden“. Storm nickte. „Puh“, kam es von ihr. „Aber anstrengend war es doch. Naja, wenn man die Kräfte bündeln muß“. „Ich kenne das“, sagte Storm. „Laß uns heimgehen. Ich denke, die anderen habe es auch geschafft“. Bianca nickte. „Jetzt, wo Zabunka vorerst keine Macht ausüben wird, werden alle, die ihr gehorchten, friedliebende Punkys werden“. Storm nickte erneut, als ein donnerndes Grollen ertönte. Bianca kicherte, noch immer hechelnd. „Ja, Hunger hab ich jetzt auch“, sagte sie. Storm nickte. „Mal nicht erschrocken, wie?“. Bianca nickte. Sie sprang auf die Schultern von Storm und es ging nach Hause.

Inzwischen hatten die anderen die Stadt wieder aufgebaut, da sie sahen, wie erschöpft Bianca auf den Schultern von Storm wirkte. „Ihr kommt gerade richtig“, sagte Lagarium. „Wir haben schon einmal alles vorbereitet“. Er gab Bianca ein Glas mit Wasser, das sie mit großen Schlucken leerte. „Danke“, keuchte sie darauf hin. „Das hat gut getan. Jetzt was essen“. Storm nickte. Dann wurde gegessen und noch ziemlich lange zusammengesessen und geredet. ENDE

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Das 4. Kapitel vom 2. Band24.10.2010

 

Bianca Forever – the secret new enemie / Der geheime, neue Feind

 

Es war schon eine Weile her, seit Bianca und ihre Freunde der bösen Schadowdina und Suzanna das Handwerk legten und deren kleine Schwester Mirabella Terrible, so hieß Tatjana eigentlich, aus einem dunklen Verlies befreiten. Inzwischen war Ruhe in Lighttown eingekehrt. Die Bewohner gingen friedlich ihren Aufgaben nach und Bianca bekam zum ersten Mal seit einigen Jahren erneut Nachwuchs, zusammen mit Storm, ihrem ständigen Begleiter. Die Kleinen, die wie sie selbst aussahen, waren komplett blau, auch die Haare und sogar die Zunge. Die Kleinen, die Storm ähnelten, hatten wie Bianca eine rosane Zunge. Diese hießen Storm Junior oder Storm-Blue. Die Kleine, die eher Bianca ähnelten, bis auf die blauen Haare und die blaue Zunge, bekamen die Namen Bianca Junior und Marie.

Bianca und Storm waren stolz auf ihre Kleinen und zogen sie zusammen groß. Als sie groß genug waren, auch bei anderen zu bleiben, ohne zu weinen, daß Bianca und Storm nicht in der Nähe waren, nahmen sich Bianca und Storm wieder ein paar Freiheiten, die durch das Großziehen des Nachwuchses warten mußten. So auch jetzt. Quietschvergnügt und Hand in Hand gingen sie durch den Wald, als ein großes Ungetüm sich vor ihnen auf bauschte. Wie von Eis erstarrt, standen Bianca und Storm vor ihm, doch Bianca begann zu kämpfen, da sie Kräfte des Bösen spüren konnte. Storm konnte vorerst nicht eingreifen, da ein gekonnter Treffer ihn gegen einen Baum schleuderte. Bianca sah das und paßte für einen Moment nicht auf, als auch sie durch einen Treffer durch die Luft geworfen wurde. Das Ungetüm öffnete seine große Klappe und verschlang sie. Dann verschwand es.

 

Es dauerte eine Weile, als Storm wieder zu sich kam. Er hatte höllische Kopfschmerzen und sah vorerst alles verschwommen. Er stand vorsichtig auf und taumelte auf die Stelle zu, an der er und Bianca von dem Ungetüm angegriffen wurden. Er erschrak. Das Ungetüm hatte seine Freundin. Er folgte den Fußspuren im Sand.

Inzwischen kam auch Bianca wieder zu sich. Sie hatte ebenfalls Kopfschmerzen und auch sie brauchte wieder eine Weile, wieder zu sich zu kommen. Als sie wieder klar denken konnte, schaute sie um sich. „Wo bin ich?“, dachte sie. „Auf jeden Fall bin ich weich gelandet. Weich?!?!“. Sie erschrak, als sie tatsächlich bemerkte, daß der Untergrund unter ihr weich wie ein Kissen war, ebenso die Wand, gegen die sie lehnte. „Oh nein!“, sagte sie mit rauer, leiser Stimme. „Das Ungetüm hat mich verschlungen!“.

 

Auch Storm machte sich Sorgen um seine Freundin. Voller Zuversicht, sie lebendig zu finden, folgte er weiterhin den Fußspuren.

 

Bianca inzwischen, lehnte gelangweilt gegen eine Wand. „Hoffentlich ist Storm nichts passiert“, dachte sie, als es bei ihr rumorte. „Hunger habe ich jetzt auch, aber außer mir ist hier nichts. Nur dieses Leere Etwas, in dem ich gefangen bin“. Sie seufzte und hatte den Kopf auf die angezogenen Knie gelegt. Es grollte erneut bei ihr. „Hoffentlich futtert der bald etwas“, dachte sie. „Immerhin knurrt jetzt mein Magen“. Sie seufzte erneut, doch es passierte nichts. Gelangweilt und mit einem weiteren Grollen im Bauch stand sie auf und lief ein wenig herum. „Oh Mann!“, dachte sie. „Ich will zu Storm. Der könnte mich jetzt in die Arme nehmen. Stattdessen bin ich im Magen von diesem riesigen Was-auch-immer. Mir ist so langweilig, ich habe Hunger und bin so alleine“. Sie schaute nach oben. „Mhmmm...“, dachte sie, doch verwarf den Gedanken wieder. „Ich denke, Storm wird mich in der Nähe dieses Riesendinges vermuten“. Sie seufzte und lehnte sich erneut gegen eine Wand und schaute nach oben. Es war ein leerer Blick.

 

Inzwischen fand Storm das Ungetüm, das ihn und Bianca angegriffen hatte. „Er hat sie bestimmt verschlungen“, dachte er und sprang, als das große Ungetüm erneut die Klappe öffnete, hinein.

 

Bianca war gerade in Gedanken vertieft, als ein Plumps sie aus ihren Träumen riß. Sie sah hin und konnte es nicht glauben. „Storm?!“, quietschte sie und rannte in seine Arme. „Du lebst“. Er drückte sie an sich. „Ich bin so froh, daß du da bist“, sagte Bianca und sah in seine Augen. „Ich habe dich so vermißt“. „Ich dich auch“, sagte Storm. „Ich dich auch“. Sie sahen sich an, bis ein Grollen sie aus den Gedanken riß. „Sorry, mein Magen“, sagte Bianca und legte eine Hand auf den Bauch. „Hab Hunger, jetzt“. „Ich verstehe dich“, sagte Storm. „Wir haben ja auch noch nicht soviel gegessen“. Bianca nickte und schmiegte sich an ihn. Sie genoß die Wärme von Storm, der sie nach wie vor in den Armen hielt. „Sag mal“, sagte Bianca und sah in die Augen von Storm. „Woher hast du gewußt, wo dieses Ungetüm ist, beziehungsweise, daß ich hier bin?“. „Mein Bauchgefühl hat es mir gesagt“, sagte Storm. „Und die Spuren, die das Ding hinterlassen hat“. „Ach, Storm“, sagte Bianca und drückte sich an ihn. „Du bist zäh“. „Du aber auch“, sagte Storm. „Wobei der Treffer gegen den Baum mich schon eine Weile außer Gefecht gesetzt hat“. „Ich weiß“, sagte Bianca und senkte den Blick. „Ich wurde auch in die Luft geschleudert und bin erst wieder hier zu mir gekommen“. Sie kletterte auf Storms Schultern, der erstaunt fragte: „Was hast du vor?“. „Wir müssen hoch und ich kann nicht mit meinen Flügeln fliegen“, sagte Bianca und zeigte auf seine Hose, die ein paar Löcher vor wies. „Ach, das habe ich vergessen“, sagte Storm. „Wir sind ja in einem Magen und das ist ja kein Wasser“. Er flog nach oben.

Es war in letzter Sekunde, denn kaum war Storm vom Boden abgehoben, kam ein Schwall und überschwemmte den Untergrund. „Deshalb waren hier auch die ganzen Pfützen“, sagte Bianca und Storm nickte. „Und deshalb hat meine Hose Löcher“, sagte er. „Wenn wir da unten geblieben wären, hätte die Magensäure nichts von uns übrig gelassen“. Bianca nickte. „Jetzt müssen wir nur noch hier raus“. Storm überlegte, doch das Grollen in Biancas Bauch machte es ihm schwer. „Tut mir leid“, sagte Bianca und drückte mit einer Hand in den Bauch. „Du kannst nichts dafür“, sagte Storm. „Wenn ein Magen Hunger hat, knurrt er halt und da du auf meinen Schultern sitzt, eben in meine Ohren“. „Tut mir trotzdem leid“, sagte Bianca und Storm lächelte ihr zu. Er horchte. „Hörst du das?“, fragte er. „Was denn?“, fragte Bianca und drückte in ihren grollenden Bauch. „Ssssst“, machte Storm. „Das Ungetüm schläft“. „Ah“, sagte Bianca und drückte dabei noch immer in ihren grollenden Bauch. „Und du meinst, mit meiner Rosenkraft könnten wir...“. Storm nickte. Bianca grinste und sammelte ihre Kräfte. Storm half ihr mit seinen Rosenkräften. Sie schafften es, in eine Tarnblase zu gelangen, die höher und höher flog, aber dafür sorgte, daß es nicht bemerkt wurde.

Sie gelangten heimlich in die Freiheit zurück. „Jetzt aber nichts wie weg“, sagte Bianca und Storm nickte. Sie gelangten an den Waldrand. Dort mußten sie vorerst verschnaufen. „Ich habe so einen Hunger“, sagte Bianca hechelnd. „Ich verstehe dich“, sagte Storm. „Ich habe jetzt auch Hunger und Löcher in der Hose“. Bianca kicherte. Auch Storm mußte lachen. „Ach, du bist schon eine“, sagte er. „Du aber auch“, sagte Bianca und überlegte. „Ich glaube, ich weiß, wer dieses Ungetüm erschaffen hat“. „Schadowdina?“, fragte Storm. Bianca nickte. „Und Suzanna“, fügte sie hinzu. Plötzlich ein lautes Grollen. Bianca erschrak, doch Storm beruhigte sie: „Mein Magen meint jetzt auch, daß wir etwas essen sollten“. Bianca nickte. Sie gingen an ihren Ort, an dem sie leckere Himbeeren essen konnten, denn seit Neuestem wuchsen dort auch Äpfel. Storm kletterte durch das Geäst und holte je einen Apfel für sich und einen für Bianca hinunter. Sie setzten sich auf den Baumstamm vor dem Bach und aßen sie. Es herrschte Schweigen. Sie hörten sich nur Schmatzen und runter schlucken, das eher einem Schlingen glich. Als sie die ersten Äpfel verdrückt hatten, kletterte Storm erneut durch das Geäst und holte je einen Apfel für sich und einen für Bianca hinunter. So ging das immer weiter, bis sie keine Lust und Hunger mehr hatten. Satt und einen Bauch voller Äpfel, Storm natürlich mehr als Bianca, kuschelten sie sich zusammen. „Was meinst du?“, fragte Storm. „Kann deine Mutter meine Hose wieder stopfen?“. „Naja“, sagte Bianca nachdenklich. „Sie vielleicht nicht, aber mein Vater. Aber, ich glaube, die sagen garantiert, daß man da nichts mehr machen kann“. „Also, eine neue Hose?“, fragte Storm. „Hab es mir schon gedacht. Naja, ich habe ja noch einige“. Bianca nickte und kicherte. Storm verstand. „Meine Geräusche im Magen“, sagte er leise. Bianca nickte. „Ist schon lustig“. „Ja, das muß ich auch zugeben“, sagte Storm. „Aber die entstehen durch die Verdauung. Da kann man nicht viel machen“. Bianca nickte. „Es gibt Dinge, die muß man nicht wirklich verstehen. Es reicht praktisch, wenn sie irgendwie da sind“. Storm lächelte. „Hey“, sagte Bianca und mußte kichern. „Was wird denn das? Das kitzelt. Ich habe einen kitzeligen Bauch“. Sie verstand, denn Storm hörte an ihrem Bauch. Er hatte sich vor sie gekniet und den Kopf auf ihrem Schoß liegen. „Bei dir gurgelt es auch“, sagte er. „Nur leiser“. Bianca nickte etwas erstaunt. „Naja, du bist ja auch größer“, sagte sie. Storm nickte, sagte nach einer Weile: „Ich glaube, es ist an der Zeit, heim zu gehen“. Bianca nickte. „Unsere Kleinen“, fügte sie hinzu. Storm nickte. Er nahm sie auf die Schultern und ging in die Stadt.

 

Zuhause wurden sie schon sehnlichst erwartet: Storm Junior, Storm-Blue, Bianca Junior und Marie rannten auf Bianca und Storm zu, die sie in die Arme nahmen. „Storm, was ist mit deiner Hose?“, fragte Ellie, als die Beiden ankamen. Storm und Bianca schauten sich an und zuckten mit den Schultern. „Nicht vor den Kids“, sagte Bianca. „Die sollen das besser nicht hören, was uns passiert ist“. „Tut mir leid“, sagte Ellie. „Ja, aber warum hast du Löcher in der Hose, Storm?“, quäkte Bianca Junior. „Das, äh, das kann man so erklären“, sagte Storm. „Ich habe sie mir als Spaß hinein geschnitten. Hatte Lust darauf“. Die Kleinen kicherten. „Jetzt aber ins Bett mit euch“, sagte Bianca und brachte sie zu ihren Schlafplätzen. „Erzählst du uns noch eine Geschichte?“, fragte Storm Junior. „Das kann Greeny übernehmen“, sagte Bianca und Storm nickte. „Okay“, kam es von den Kleinen. Greeny kam zu ihnen, während Bianca und Storm wieder hinunter gingen.

 

Tut mir leid wegen vorhin“, sagte Ellie, als sie Bianca und Storm sah. „Ist schon okay“, sagte Storm. „Wir hatten ein verrücktes Erlebnis. Eigentlich wollten wir nur in den Wald, um für uns zu sein, als dieses Untier auftauchte“. Bianca nickte. „Das heißt, wir müssen eventuell wieder einmal gegen das Böse kämpfen. Da braut sich etwas zusammen. Und die Löcher in Storms Hose kommen daher, weil wir von dem Untier verschlungen wurden“. Ellie erschrak. „Zum Glück ist euch nicht mehr passiert. Aber seid vorsichtig“, sagte sie. Bianca und Storm nickten. Sie gingen ebenfalls schlafen.

 

Am nächsten Tag beschlossen sie, Pfautschitscha aufzusuchen, ob sie vielleicht von ihm eine Antwort bekamen, was es mit dem Giganten auf sich hatte, der zur Zeit im Wald sein Unwesen trieb. Zu ihrer Überraschung fanden sie Pfauguago und Pfaugigio vor, die sie zu Pfautschitscha brachten.

Ah, da seid ihr“, hörten sie Pfautschitscha schon von weitem. „Ja, dieses gigantische Untier ist nicht euer einziges Problem. Es ist so: Es gibt zwei: Killer-Ice und Poysoner. Killer-Ice ist blau und Poysoner grün. Und beide wurden von Suzanna und Schadowdina erschaffen“. „Ja, schon“, begann Bianca nachdenklich. „Also, das Ungetüm, das mich und Storm angegriffen und verschlungen hatte, war blau. Aber, was mich interessieren würde wäre, wie man die am besten besiegt“. „Das ist sehr schwierig, da sie sehr groß sind, aber, wenn ihr schnell genug und geschickt seid, dürfte das klappen“, sagte Pfautschitscha. „Die bestechen eher daher, daß sie groß sind. Aber seid gewarnt: Auch Giganten haben Fähigkeiten und das Untier, das euch verschlungen hatte, war Killer-Ice. Der ist besonders schlimm. Wie der Name schon sagt, kann er alles vereisen“. „Und der andere? Ich meine Poysoner“, fragte Storm. „Tja, der. Der kämpft mit Gift“, sagte Pfautschitscha. „Aber hält sich eher im Hintergrund. Vielleicht haben wir eine Chance, ihn auf unsere Seite zu ziehen. Okay. Das war eigentlich alles, was ich zu erwähnen hätte. Paßt auf Killer-Ice auf“. „Werden wir“, sagte Bianca und zog Storm hinter sich her. Kaum waren sie am Waldrand in Richtung Stadt unterwegs, griff Killer-Ice an. Bianca setzte sich mutig zur Wehr, doch ein gekonnter Treffer von Poysoner, der von Killer-Ice herum kommandiert wurde, setzte sie außer Gefecht. Rückwärts mit einem Bündel Energie, das sie in den Bauch drückte. Storm fing sie auf. Schlaff und mit geschlossenen Augen lag sie in seinen Armen. „Oh nein!“, rief Storm verzweifelt. „Sag doch was! Bist du okay?“. Keine Reaktion. Storm überlegte und entschloß sich, schnell in die Höhle der Wahrheiten zu rennen. Die Giganten verfolgten ihn.

Bianca atmete schwer. Der Treffer von Poysoner hatte sie gelähmt. „Halte durch“, sagte Storm. „Ich bringe dich zu Pfautschitscha“.

 

Storm?!“, fragte Pfautschitscha schon von Weitem. „Oh nein! Was ist mit ihr?“. „Poysoner, jedenfalls der grüne, hat sie getroffen“, sagte Storm. „Ist sie tot?“. „Nein“, sagte Pfautschitscha. „Nur gelähmt. Hier reibe ich ihr das Rosenöl auf die Brust und den Bauch und gebe ihr einen Tropfen Rosenbrunnenwasser in den Mund. Das dürfte die Lähmung aufheben“. Und tatsächlich! Das Rosenöl ließ nach und nach die Lähmung verschwinden, sodaß Bianca schließlich den Tropfen Rosenbrunnenwasser schlucken konnte. Nachdem sie geschluckt hatte, riß sie die Augen auf. Sie drückte sich an Storm. Plötzlich rumpelnde Geräusche. „Oh nein“, sagte Pfautschitscha. „Killer-Ice und Poysoner sind hier. Wir müssen hier weg. Schnell. Da entlang“. Bianca und Storm nickten und folgten Pfautschitscha über eine Treppe in einen unterirdischen Gang.

Killer-Ice und Poysoner brachten die Höhle zum Einsturz, während Pfautschitscha, Bianca und Storm den unterirdischen Gang entlang rannten. Am Waldrand kamen sie wieder an das Tageslicht. Dort deutete Pfautschitscha an, daß sie auf seine Schultern setzen sollten, da Killer-Ice und Poysoner sie entdeckten. Mit Storm und Bianca auf dem Rücken rannte Pfautschitscha erst, dann flog es immer höher und höher, bis es in den Wolken verschwand. Pfautschitscha landete schließlich auf den Wolken und trabte eine Weile, bis ein Haus auftauchte. In dieses bat es Bianca und Storm, zu gehen. „Du hast ein Haus?“, fragte Bianca verwundert. Pfautschitscha nickte. „Hier seid ihr vorerst sicher“, sagte es und hielt sich den Bauch mit einer Vorderpfote. „Hunger hab ich jetzt auch. Kann ich etwas für euch tun?“. Storm nickte. „Mir knurrt der Magen“, sagte er. „Meiner knurrt jetzt auch“, sagte Bianca und hielt sich den Bauch. „Fliehen macht hungrig“. „Alles klar“, sagte Pfautschitscha. „Dann mache ich etwas zu essen. Mhmmm... was haben wir da?“. Es schaute sich um. Fand aber nicht viel. Es reichte gerade für eine Suppe. Während Pfautschitscha herum werkelte, schauten Bianca und Storm immer wieder hinaus und staunten nicht schlecht: Auch Killer-Ice und Poysoner waren hier, sahen sie jedoch nicht. Also mußten die beiden Giganten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Keine Angst“, sagte Pfautschitscha und kam mit einem Topf voller Suppe wieder. „Hier seid ihr sicher. Allerdings fällt das Essen naja, mager aus. Konnte nur eine Suppe machen“. „Nicht schlimm“, sagten Bianca und Storm gleichzeitig. „Okay“, sagte Pfautschitscha. „Laßt euch nieder“.

Sie blieben noch eine Weile bei Pfautschitscha, das sie auch wieder zurück brachte. Ausgerechnet jetzt tauchten Poysoner und Killer-Ice zusammen mit Suzanna und Schadowdina auf. Als Bianca das sah, sagte sie: „Lauft!“. Storm und Pfautschitscha gehorchten und sie rannten davon. „Sieh nur, wie sie rennen“, sagte Schadowdina hämisch. Sie nickte dabei Killer-Ice zu, alles zu vereisen. Bianca wurde erwischt, entwickelte jedoch soviel Wut aus der Macht der Rosen, sodaß das Eis in tausend Stücke zersprang. Sie selbst glühte. „Was ist denn das?!“, kreischte Schadowdina. „Sie hat das Halo“, sagte Suzanna. „Das ist nicht wahr!“, kreischte Schadowdina und griff nun direkt Bianca an, die ihre Attacken mit der Rosenkraft abblockte.

Storm und Pfautschitscha, die sich in Sicherheit bringen konnten, staunten nicht schlecht. „Die Macht der Rose ist sehr zäh“, sagte Pfautschitscha. „Genauso wie sie. In der Legende, als sie zum ersten Mal auftauchte, soll die Rose, die sie behütet hat, genauso geglüht haben. Bianca Forever ist etwas Besonderes. Sie muß von Kopf bis Fuß mit der Rosenkraft verwachsen sein. Sieh nur, sie gibt nicht auf.“. Storm nickte.

Immer und immer wieder wurden Suzanna und Schadowdina von Biancas Kräften in die Knie gezwungen. Bianca begann nach Luft zu japsen, doch sie gab nicht auf. Sie erstrahlte immer stärker in blauem, glühendem Licht, Niemand konnte sich erklären, was in Bianca vorging und woher das Licht kam. Doch irgendwann war es nicht nur Licht, sondern die Luft begann zu glitzern. Kleine, silberne Splitter rieselten hinunter. Bianca spürte plötzlich Kraft in sich, von der sie nicht wußte, woher sie kam. Es bildete sich ein silberner Wirbel um sie, der die silbernen Splitter zu einem Strahl formte, der die beiden Giganten Killer-Ice und Poysoner, die wie alle anderen auch, nur verdutzt umher sahen und sich das seltsame Spektakel nicht erklären konnten, in die Flucht schlug. Sie suchten sofort das Weite, doch es war noch nicht zu ende. Schließlich schwirrten plötzlich der Wirbel der Vernunft und der Wirbel der Hoffnung um Bianca, die nun einen Volltreffer auf Suzanna landete. Schadowdina schrie vor Entsetzen und brüllte: „Dafür wirst du büßen, daß du mir meine beiden Schwestern weggenommen hast!“. Wütend verschwand sie. Verdutzt sah Bianca ihr nach. „Das war nicht ich“, flüsterte sie leise. „Da waren Kräfte im Spiel, von denen ich nichts weiß“.

Auch, als Storm und Pfautschitscha zu ihr kamen, sah sie verdutzt in die Richtung, in die Schadowdina verschwunden war.

 

Nach einer Weile gingen sie ein wenig tiefer in den Wald, bis sie an eine tiefe Schlucht kamen. Dort hing Suzanna. Bianca kletterte hinunter. Kopfüber und nur mit den Füßen festhaltend sagte sie: „Gib mir deine Hand. Ich ziehe dich hoch“. Suzanna schaute zu ihr hoch und sagte: „Kümmere dich um dein Leben. Achte nicht auf mich. Ich habe viel Mist gebaut und war immer nur böse. Am besten, ich stürze ab. Aber erst gebe ich dir das. Den hatte ich dir weggenommen und denke, damit mache ich wieder einiges gut“. Dann ließ sie los. Bianca sah ihr verdutzt hinterher und auf das Fläschen. Dann kam sie wieder hoch.

Auch Schadowdina beobachtete das Geschehen. „Suzanna wollte das also so“, dachte sie. „Und Bianca wollte ihr helfen. Trotzdem wird sie und Tatjana keine Ruhe vor mir haben“. Unauffällig verschwand sie.

Frustriert kam Bianca aus der Schlucht. „Ist schon okay“, sagte Pfautschitscha. „Du hast alles Mögliche getan. Sie wollte es so“. Bianca nickte traurig. Sie warf sich an Storm, der sie in die Arme nahm. Doch plötzlich ein Grollen. Bianca erschrak, doch Storm und Pfautschitscha lachten. „War mein Magen“, sagte Storm. „Hab jetzt Hunger“. Bianca nickte. „Ja, Hunger habe ich jetzt auch“, sagte sie und hielt sich ebenfalls den Bauch. „Ach, unsere Kleinen. Wir waren fast den ganzen Tag weg“. „Keine Panik“, sagte Storm. „Die sind bei deinen Eltern gut aufgehoben“. „Naja, trotzdem will ich jetzt heim zu ihnen“, sagte Bianca und Storm nickte. Dann gingen sie in den Sonnenuntergang nach Hause. ENDE

 

Hier ein paar Links, zu ein paar gezeichneten, Szenen aus diesem Abenteuer:

 

 

http://www.qpic.ws/images/szeneskizzebiancaforeverundstormtorn.jpg

 

 

http://www.qpic.ws/images/biancaundstorm.jpg

 

Und hier weitere neue Charaktere:

 

http://www.qpic.ws/images/killerice.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/poysoner.jpg

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Das 3. Kapitel vom 2. Band20.09.2010

 

Bianca Forever – the golden Stork – der goldene Adebar

 

Nach dem letzten Kampf gegen Bianca hatte sich Suzanna zurückgezogen, um ihre Verletzungen aus zu kurieren, doch sie schwor Rache: Sie rief die Crace-Drillinge und die Balistias zu sich, um Bianca den Gar aus zu machen. Als sie die Gruppe los geschickt hatte, lächelte sie zufrieden und wälzte sich zufrieden in ihrem Bett. Sie schlief ein.

 

Bianca inzwischen, war erneut bei Pfautschitscha. Das Pfauwesen gab ihr erneut die Fähigkeit, mit den Flügeln zu fliegen, sodaß man diesmal aber keinen Wirbel oder so etwas in der Art sah. Dann sagte es zu Bianca und Storm, der wie immer mit Bianca unterwegs war: „Sucht den goldenen Adebar. Er lebt auf dem Gipfel über dem Horizont. Er wird euch helfen, das Böse zu bannen. Ich spüre, daß es bald wieder soweit sein wird und man wird uns erneut angreifen“. „Der goldene Adebar?“, fragte Bianca verwundert. Das Pfauwesen nickte. „Es ist ein magisches Wesen, das für Harmonie auf dieser Welt sorgt, so etwas wie Phönix. Man kann sagen, es ist eines der mächtigsten Lebewesen. Mit ihm habt ihr eine Chance, dieser Suzanna endgültig das Handwerk zu legen“. Bianca und Storm nickten. Sie beschlossen, den Gipfel über dem Horizont gleich aufzusuchen. Zuvor gingen sie jedoch noch einmal nach Hause, um sich wärmere Sachen zusammen zu suchen, da der Gipfel über dem Horizont doch schon mit Schnee bedeckt war. Dann gingen sie den Weg hinauf, der auch schon sehr steil und steinig war und sich nach und nach mit Eis überzog. Storm, der mit Bianca alleine unterwegs war, bibberte erbärmlich. Er hatte außer seiner Hose und einem Schal wie immer nichts an. Bianca sah das. „Warum hast du dich nicht noch wärmer angezogen?“, fragte sie ihn. „Ich habe gedacht, daß ich das gewohnt bin, da ich früher immer so herumgelaufen bin. Aber irgendwie hat das Leben bei dir das verändert“, sagte er. Dann ein Grollen. „Ist schon okay“, sagte Bianca. „Hunger habe ich jetzt auch“. „Ähm, das war ich nicht“, sagte Storm und Bianca schaute daraufhin nach oben. Sie erschrak. „Eine Lawine“, sagte sie und zog Storm hinter sich her in eine Höhle. Der Schnee donnerte über sie hinweg. Als die Lawine über sie hinweg gezogen war, sagte Bianca erleichtert: „Hier sind wir erstmal sicher. Ich mache uns noch ein Feuer. Dann ist es gleich nicht mehr so kalt hier“. Storm nickte. Sie kuschelten sich zusammen, als es erneut grollte. „Jetzt knurrt aber mein Magen“, sagte er. Bianca nickte. „Hunger habe ich jetzt auch“, sagte sie und sie genossen die Sandwiches, die sie sich mit den anderen Sachen mitgenommen hatten.

Als das Feuer erloschen war, gingen sie weiter und es dauerte nicht lange, bis sie das Nest des goldenen Adebars fanden. „Wow“, sagte Bianca ganz fasziniert von dem Anblick. „Ein goldenes Nest“. Storm nickte.

Vorsichtig gingen sie näher. Als sie über das Nest geklettert waren, kamen sie erneut in eine Höhle. Diese endete in einer Mulde. Dort saß ein goldfarbener Storch, der aussah, als würde er schlafen. Bianca und Storm gingen vorsichtig näher. „Die Schatten werden kommen“, murmelte der Storch. „Die Schatten werden kommen“. Bianca fragte vorsichtig: „Sind Sie der goldene Adebar? Wer sind die Schatten?“. „Seid gegrüßt, Fremde“, sagte der Storch. „Ja, ich bin der goldene Adebar. Ihr hättet nicht hier her kommen sollen. Das lockt die Schatten zu mir. Sie wollen mich töten. Sie wollen jeden töten. Sie sind für und von dem Bösen gemacht. Es sind schwarze, fliegende, seelenlose Dämonen, die alles, was sie berühren, dadurch töten. Nur meine Kraft kann sie aufhalten. Aber seit gewarnt: Sie können euch sehen, wenn ihr auch mit der Macht der Rose unsichtbar macht. Nur, wenn ich mit euch mich unsichtbar mache, seid ihr sicher“. „Aber wir haben keine Dämonen gesehen“, sagte Storm. „Außerdem hat Pfautschitscha uns hier her geschickt“. „Nun gut“, sagte der Storch. „Aber wir müssen hier weg. Die Schatten können sich unsichtbar machen. Das macht sie so gefährlich“. Dann ging er los. Bianca und Storm folgten ihm. Sie rannten durch viele Höhlen, bis sie schließlich wieder hinaus kamen. Die Schatten fingen an, anzugreifen, doch der goldene Adebar wehrte die Attacken ab, während Bianca und Storm rannten, was das Zeug hielt. Plötzlich endete ihr Weg, doch der Adebar deutete ihnen an, auf zu springen. Mit den Beiden auf dem Rücken flog er davon. Doch er kam nicht weit. Ein Netz tauchte plötzlich auf und schloß sich um ihn.

 

In einem Raum kamen Bianca und Storm wieder zu sich. Sie saß in einem Käfig, während Storm an Armen und Beinen gefesselt war. „Hey, Storm“, hörte er Bianca sagen. Storm schaute zu ihr. „Habe Hunger“, sagte er. „Ist okay“, sagte Bianca und hatte sich mit der Rosenkraft einen Schlüssel erschaffen, mit dem sie aus dem Käfig kam. Dann erschuf sie ein Messer und schnitt die Fesseln von Storm durch. „Wir müssen hier weg“, sagte Storm. Bianca nickte und schaute nach draußen. „Überall Schatten“, sagte sie. „Ohne den Adebar können wir hier nicht weg“. Storm nickte. Sie schlichen durch die Gänge und lenkten mit der Rosenkraft die Wache ab, die aus Wuschelsapien bestand. Sie rannten und rannten. Schließlich fanden sie, einige Gänge später den goldenen Adebar. Sie gingen hinein. „Los, schnell in den Wirbel“, sagte der Adebar zu Bianca und Storm. Die Beiden nickten und gingen in den Wirbel, der darauf hin vor dem Storch auftauchte. Der Storch lenkte nun ebenfalls die Wache ab und teleportierte sich davon. An einem vorerst sicheren Ort, ließ er Bianca und Storm erneut wieder erscheinen. „Mußte es unbedingt der Magen sein?“, grummelte Storm. „Das hat mich daran erinnert, daß mein Magen knurrt und dann waren wir in einem Magen von einem Storch“. „Tut mir leid“, sagte der Adebar. „Aber es war der sicherste Ort, meiner Meinung nach“. „Ist schon okay“, sagte Bianca und nahm Storm in den Arm. Sie sagte zu ihm: „Sei doch froh, daß er uns hilft“. „Bin ich ja auch“, sagte Storm. „Aber es hätte auch anders verlaufen können. Er hätte uns nur noch verdauen müssen“. „Was er aber nicht getan hat“, sagte Bianca zum immer noch grummelten Storm. „Sieh nur, er hat uns in die Grotte der Wahrheiten gebracht“. Storm schaute auf und nickte.

Pfautschitscha kam zu ihnen getrabt. „Ihr habt ihn also gefunden“, sagte es. „Aber die Schatten sind nun auch hinter uns her. Wir brauchen einen sicheren Ort für unsere Freunde und uns“. Sofort erschien ein neuer Wirbel vor dem Adebar. „Nein! Da gehe ich nicht rein“, sagte Storm, doch Bianca zog ihn hinter sich her. Zusammen mit Pfautschitscha und dem goldenen Adebar kamen sie in eine weitere Höhle. „Ich hole noch eure Freunde“, sagte der Storch und verschwand. Nach einer Weile tauchten auch Greeny, Sparky, Poysan, Fire, Ice, Flame, Rush, Blacky, Mystik, Color, Mini-Blue und Ice-Blue auf, ebenso Uhdo und Ellie. „Den Ort können die Schatten nicht so schnell finden“, sagte der goldene Adebar. „Man nennt sie auch Höhle des Himmels. Hier seid ihr vorerst sicher“. Dann verschwand er.

Nachdem der Storch verschwunden war, sagte Storm: „Ich will ja nicht unangenehm werden, aber mir knurrt ziemlich der Magen“. „Kein Problem“, sagte Pfautschitscha und klatschte mit den Vorderpfoten. Storm staunte nicht schlecht und bediente sich. Er stopfte alles in sich hinein und schlang fast alles unzerkaut hinunter. Nachdem er alles verdrückt hatte, ließ er ein „Danke“ zu Pfautschitscha hinüber, das nickte.

Bianca kam nach einer Weile zu Pfautschitscha und fragte: „Was macht der goldene Adebar gerade?“. „Er kämpft gegen die Schatten“, sagte Pfautschitscha. „Damit wir wieder zurück können“. Alle staunten, als sie sahen, daß es dem Adebar tatsächlich gelang, alle Schatten zu zerstören, in dem er glühendes, flüssiges Gold auf sie regnen ließ, das sie steif und somit wehrlos machte. Dann zerstörte er die Kraft, indem er den Klumpen, bestehend aus den wehrlosen Schatten und Gold einfach verschlang. Schließlich kehrte er zurück. „Ihr habt einen neuen Feind“, sagte der Adebar. „Sie nennt sich Schadowdina und hat die Schatten erschaffen“. „Ja, aber“, sagte Bianca und senkte den Blick. „Keine Sorge“, sagte der Adebar. „Die Schatten sind gebannt. Auch die Kraft, mit der sie geschaffen wurden. Ihr braucht also keine Angst mehr zu haben“. „Oh, danke“, sagte Bianca und warf sich dankbar an den Adebar, als sich Pfautschitscha meldete: „Ich sehe jemanden, der von Suzanna und dieser Schadowdina verbannt wird. Es ist ihre Schwester Tatjana. Sie lebt im Verlies ihrer Festung. Versucht, sie auf unsere Seite zu bekommen. Sie kann euch gegen die schwarzen Kräfte von Suzanna und Schadowdina helfen“. Bianca nickte und nahm Storm bei der Hand. Der goldene Adebar ging mit ihnen. Durch einen Wirbel von ihm gelangten sie zur Festung der Terrible-Geschwister. Bianca und Storm gingen hinein, während der Adebar wartete. Kaum waren sie drinnen, wurden sie attackiert, doch die Rosenkräfte von Bianca konnten den Feind abwenden, sodaß sie mit Storm ins Verlies gehen konnte. Plötzlich blieb Bianca stehen. „Was ist?“, fragte Storm. „Ssssst“, machte Bianca und flüsterte: „Hier ist alles voller Wuschelsapien. Die müssen aus dem Weg“. „Die übernehme ich“, sagte Storm, doch Bianca hielt ihn zurück. „Kümmere dich um Tatjana. Ich kümmere mich um die“. Sie gab Storm einen Schlüssel, den sie aus der Rosenkraft erschaffen hatte und fing an, gegen die Wuschelsapien zu kämpfen. Storm rannte weiter und fand schließlich Tatjana. Kaum hatte er ihre Zelle geöffnet, stürzte sie mit einer Hand auf dem Bauch entgegen. Er mußte sie stützen. „Gib mir was zu essen“, sagte sie mit rauer und schwacher Stimme. „Ich habe so einen Hunger“. Storm nahm sie in die Arme. „Du mußt Tatjana sein“. Sie nickte. „Suzanna und Marina mögen mich nicht, weil ich nicht böse sein will. Deshalb bin ich hier. Sieh mich an. Ich sehe aus wie ein Wrack. Wenn ich Glück habe, bekomme ich Reste zu essen, aber meistens bleibt mein Magen leer“. Sie drückte sich an Storm und fing an zu weinen. „Du Ärmste“, sagte er, als Bianca kam. Sie erschrak, als Storm ein ziemlich abgemagertes Etwas in seinen Armen hielt. „Ist sie das?“, fragte sie. Storm nickte. „Sie hat Hunger“. „Die Ärmste“, sagte Bianca entsetzt. „Hat sie wenigstens noch genug Kraft, zu gehen?“. Das magere Ding in Storms Armen nickte schwach. Bianca nahm sie nun auch in die Arme. „Keine Angst“, sagte sie. „Bei uns bist du sicher und bekommst auch etwas zu essen. Du mußt ja ziemlichen Hunger haben, so mager, wie du aussiehst“. Tatjana schaute sie an und nickte mit einem Seufzer. „Danke“, hauchte sie Bianca entgegen, die sie nun stützte, während sie wieder nach draußen gingen. Dort suchten sie vergeblich nach dem Adebar. Doch dann meldete sich Tatjana: „Du kannst ja so ziemlich alles mit deinen Kräften erschaffen. Forme ein Seil daraus und gib mir ein Ende. Ich kann euch über den Bach vor uns ziehen. Trotz meinem Hunger kann ich noch fliegen“. Sie verwies dabei auf ein rundes Etwas, das groß genug für Bianca und Storm war. Bianca nickte und gab Tatjana ein Ende ihres Rosenseiles. Tatjana breitete ihre Schwingen aus und zog sie über das Wasser.

 

Suzanna und Schadowdina sahen sie. „Sieh an, sieh an“, sagte Suzanna. „Bianca hat die Verräterin befreit...!“. „Sei doch froh“, sagte Schadowdina. „Dann haben wir sie nicht mehr“. Suzanna nickte. „Wobei ich sie gern gequält habe“. Sie keckerte hämisch. „Folge ihnen unauffällig“, sagte Suzanna. „Bianca muß weg“. Schadowdina nickte.

 

Davon ahnten Bianca und Storm nichts. An einem Ufer ließ Tatjana die Beiden dann aussteigen. Sie schwebte wieder zu Boden und wurde erneut von Bianca gestützt. „Ich habe so einen Hunger“, japste sie. Bianca nickte. „Ich verstehe dich“, sagte sie zu ihr. „Aber wir müssen den goldenen Adebar finden. Er hat uns vor den Schatten in Sicherheit gebracht“. „Die Kreaturen von Marina Schadow“, sagte Tatjana. „Das ist der andere Name von Schadowdina. Ich heiße in Wirklichkeit Mirabella, aber Suzanna und Schadowdina mochten den Namen nicht und nannten mich Tatjana“. „Mirabella?“, fragte Bianca erstaunt. „Das ist aber ein schöner Name“. Tatjana nickte.

Schließlich fanden sie den goldenen Adebar. „Suzanna und Schadowdina sind in der Nähe“, sagte er. „Deshalb bin ich weg. Schnell. Hier entlang“. Bianca nickte und zusammen gingen sie durch den Wirbel. Er brachte sie zurück in die Höhle, die zum Schutz vor den Schatten diente. Alle erschraken, als Bianca ein sehr mageres Etwas stützen mußte, da es sonst nicht mehr so gut vor Schwäche laufen konnte. Pfautschitscha kam Bianca entgegen getrabt. „Armes Ding“, sagte es. „Hat wohl in letzter Zeit kaum etwas zu essen bekommen. Sieht jedenfalls nicht so aus. Aber ich kann helfen“. Pfautschitscha klatschte in die Vorderpfoten und die Augen von Tatjana leuchteten. „Wow, danke“, sagte sie. „Hab so einen Hunger“. Bianca brachte sie vor das Essen und wartete, bis sie davor saß. Sie fing an, sich voll zu stopfen. Während sie so vor sich hin futterte, sagte Bianca zu Storm: „Sie ißt nicht, sie schlingt“. Storm nickte und sagte: „Aber, was würdest du machen, wenn du tagelang nichts im Magen hast?“. „Wahrscheinlich das Gleiche“, sagte Bianca und schmiegte sich an Storm. Dann sagten sie lange Zeit nichts mehr. Es herrschte Stille, nur das Schmatzen und Herunterschlingen von Tatjana war zu hören. Schließlich hatte sie alles verdrückt. „Mann, war das lecker“, sagte sie. „Oh, hab am Bauch etwas zugelegt, aber Hauptsache nicht mehr das Gefühl, schwach zu sein“. Sie legte sich auf den Rücken. „Sie war hungriger, als ich dachte“, sagte Pfautschitscha. „Aber Hauptsache war, daß ich ihr helfen konnte. Also, wer ihr das angetan hat, der muß bestraft werden“. Alle anderen waren dafür. Plötzlich ein Knall. Erschrocken legten sich alle auf den Boden. Als der Rauch sich verzogen hatte, stand Schadowdina vor ihnen. Schützend stellten sich Bianca und Storm vor die Gruppe. „Wehe, du krümmst ihnen auch nur ein Haar“, knurrte Bianca wütend. Schadowdina lachte. „Ich will dich!“, fauchte sie. „Du bist das Problem. Aber nicht mehr lange. Weil ich dich jetzt erledigen werde“. Bianca zuckte noch nicht einmal mit den Wimpern, als Schadowdina das sagte. „Marina Schadow“, sagte sie. „Wenn du mich willst, mußt du mich verdienen“. „Nichts leichter als das“, sagte Schadowdina. Nun mischte sich auch der goldene Adebar ein. Er stellte sich vor Bianca und Storm, doch Schadowdina ließ das kalt. Sie feuerte einen Strahl, den Bianca gekonnt abwehrte, da sie hinauf flog und einen Schutzschild aus der Macht der Rosen erschuf. Den Moment nutzte der goldene Adebar und ließ die Schwächeren der Gruppe durch einen Wirbel die Höhle verlassen. Greeny, Sparky, Blacky, Storm und Tatjana blieben zurück, damit sie Bianca und dem goldenen Adebar helfen konnten.

Es entbrannte ein Kampf. Immer und immer wieder wurde Schadowdina von Bianca und ihren Freunden in die Knie gezwungen. Den alles entscheidenden Treffer landete Tatjana. Mit einem gekonnten Strahl schleuderte sie Schadowdina weit davon. „Tatjana Terrible!“, Kreischte Schadowdina. „Du Verräterin!“, doch keiner hörte es, da sie schon weit am Horizont verschwand, als sie das schrie.

In ihrer Festung kam sie wieder zu sich. Suzanna war bei ihr und hielt einen Eisbeutel auf ihren Kopf. „Ruhe dich aus“, sagte sie, doch Schadowdina schwor Rache und sprang auf. „Unsere Schwester Tatjana ist die Verräterin“, sagte sie. „Es wird Zeit, daß wir uns zur Wehr setzen“. „Und Bianca müssen wir los werden“, sagte Suzanna. Schadowdina nickte erneut. „Am besten diese ganze Brut“, knurrte sie. „Aber den Adebar. Den könnten wir gebrauchen“. Suzanna nickte, als es plötzlich knallte. „Bianca Forever!“, kreischte Suzanna. „Und Storm Tornado! Aber diesmal werden wir gewinnen und diese Festung wird euer Untergang sein!“. „Ganz Recht“, sagte Schadowdina, die schnell ein paar Wuschelsapien bereit gemacht hatte. Es begann ein Kampf. Während alle gegen die Wuschelsapien kämpften, machten sich Suzanna und Schadowdina heimlich aus dem Staub. Das bemerkten sie jedoch erst, als alle Wuschelsapien aufgaben. Bianca flitzte los und zog Storm hinter sich her. Nach einer Weile kamen sie an ein Wasserloch. Bianca sprang hinein und tauchte durch den Gang hindurch auf die andere Seite. Storm tat das Gleich. „Und jetzt?“, fragte Storm, doch Bianca ließ ihm keine Zeit zum Nachdenken. Erneut nahm sie seine Hand und zog ihn hinter sich her. Nach einer Weile waren sie auf einem Turm der Festung. Dort begegnete ihnen wieder der goldene Adebar. Er flog nach oben und auch Bianca flog. Doch leider verlor sie dabei den Feenstaub, den ihr Pfautschitscha gab, um ihn auf die Flügel zu streuen. Dieser fiel ausgerechnet in die Hände von Suzanna, die sich heimlich damit aus dem Staub machte, um den Staub nutzlos zu machen, während Bianca und der Adebar gegen Schadowdina kämpften und sie mit vereinten Kräften besiegen konnten. Geschlagen verließ sie den Platz, als es dann noch gegen Suzanna ging, die ebenfalls sehr schwach war. Auch sie war mit der Hilfe des Adebars schnell besiegt, als die Festung einstürzte.

Als von der Festung nur noch ein Steinhaufen übrig war, fand Bianca ihren Feenstaub wieder. Die Flasche, in dem der Staub drin war, war unbeschädigt. Sie nahm ihn mit. Erschöpft fiel sie in die Arme von Storm, der sie auf die Schultern steigen ließ. Sie gingen zurück zu der Lichtung, an der alles begann, ehe sie zu Pfautschitscha gingen, von dem sie zum goldenen Adebar geschickt wurden. Auf der Lichtung verabschiedete sich der Adebar von der Gruppe. Ehe er weg flog, fragte Bianca ihn erneut: „Und diese Schatten sind wirklich weg?“. Der goldene Adebar nickte und flog davon. Bianca und Storm gingen mit Pfautschitscha in die Höhle der Wahrheiten, während Greeny und die anderen nach Hause gingen. Tatjana allerdings, ging mit in die Höhle der Wahrheiten. Dort angekommen, mußte Bianca den Feenstaub probieren. Immerhin hatte sie ihn, wenn auch nur für kurze Zeit, an Suzanna verloren, der aber auch alles zu zu trauen war. Sie streute ihn auf ihre Flügel und hob ab. Eine Weile ging alles gut, doch plötzlich fiel sie. Tatjana flog ihr entgegen und fing sie auf. Wieder auf dem Boden angekommen, sagte Bianca leise: „Danke. Das war bestimmt Suzanna“. Tatjana nickte und zeigte Bianca etwas: „Das habe ich mir machen lassen müssen, obwohl es mir nicht gefällt“. Bianca erschrak, als Tatjana ihr eine Zeichnung auf dem Arm zeigte. „Du Ärmste“, sagte sie. „Die haben dich ja richtig gefoltert und hungern lassen“. Tatjana nickte. Sie fiel Bianca um den Hals, die Pfautschitscha den nun nutzlosen Feenstaub zurück gab. Es schaute sich das pulverähnliche Zeug an. „Tut mir leid“, sagte es darauf hin. „Ich kann da leider nichts mehr machen. Suzanna hat das so dermaßen manipuliert, daß man es nicht mehr rückgängig machen kann. Ich habe auch leider keinen neuen Feenstaub mehr. Es ist sehr schwer, heran zu kommen und den Ort gibt es leider nicht mehr und dann muß man es auf den denjenigen einstellen“. „Damit ist also das Fliegen mit den Flügeln Vergangenheit“, sagte Bianca traurig. „Leider ja“, sagte Pfautschitscha. „Den Staub kannst du hier lassen“. Bianca nickte. „Und was passiert jetzt damit?“, fragte sie. „Naja“, sagte Pfautschitscha. „Suzanna hat daraus mehr oder weniger Zucker gemacht. Damit kann ich eine Menge anstellen“. Bianca kicherte. Sie stieg erneut auf Storms Schultern und sie gingen nach Hause. „Mann, hab ich jetzt Hunger“, sagte Tatjana. Storm nickte. „Ich auch“, sagte er. „Und Bianca auch. Dadurch, daß ich sie auf den Schultern trage, kann ich das hören, daß ihr der Magen knurrt“. Tatjana und Bianca nickten. „Und müde bin ich“, fügte Bianca hinzu. „Müde und hungrig“. „Ja, müde bin ich auch“, sagte Storm und Tatjana nickte, als es plötzlich donnerartig grollte. Tatjana zuckte zusammen, doch Storm beruhigte sie: „War mein Magen“. Bianca nickte. „Der kann sehr laut knurren, der Magen von Storm“. Tatjana bekam große Augen. „Meiner hört sich dagegen an wie eine schnurrende Katze“, sagte sie. „Naja, Storm ist ja auch größer als wir“. Storm nickte. „Und wer groß ist...“, sagte er. „Wir sind da“. „Da wohnt ihr?“, fragte Tatjana. Bianca und Storm nickten. „Wow“, sagte sie. „Jedenfalls besser als ein Verlies“. Bianca zwinkerte ihr zu. „Du wirst es mögen“, sagte sie.

 

Irgendwo anders fluchte Suzanna vor Zorn. „Es ist ja alles schön und gut, daß ihr mir Schadowdina ausfindig gemacht habt, aber sonst kann man euch zu nichts gebrauchen!“. „Ja, aber der Adebar“, sagte Lydia. „Der hätte uns den Gar aus gemacht“. „Stimmt“, sagte Suzanna. „Mhmmm... Ich habe eine Idee“. Mit diesen Worten verschwand sie und kam nach einer Weile wieder. „Darf ich vorstellen?“, fragte sie. „Killer-Ice. Er wird uns helfen, diese Brut endgültig zu eliminieren“. Alle waren erstaunt. „Aber erst ruhst du dich aus“, sagte Michelle. Suzanna nickte. „Ich weiß und irgendwann...!“. Sie keckerte und schlief friedlich ein.

 

Wieder woanders, eher gesagt bei Bianca und ihren Freunden, ging man ebenfalls schlafen, da es ein sehr anstrengendes Abenteuer war. ENDE

 

Hier ein paar neue Charaktere, die hier vokommen:

 

http://www.qpic.ws/images/dergoldeneadebar.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/dieschatten.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/schadowdina.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/tatjanamirabella.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/killerice.jpg

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Fertig! Das 2. Kapitel vom 2. Band22.08.2010

Bianca Forever – the darkest Darkness 2 – die dunkelste Dunkelheit 2

 

Es war einige Wochen her, seit Bianca zusammen mit Pfauguago und Storm die Lichterstadt vor der Dunkelheit und der Unterwerfung von Suzanna befreite. Vergnügt lag sie auf Storms Bauch, der wiederum auf dem Rücken auf der Wiese im Garten lag. Gegenseitig schoben sie sich Pralinen in den Mund und träumten vor sich hin. Storm hatte seinen Kopf auf seinen gekreuzten Händen liegen, während Bianca auf seinem Bauch lag und seine Brust streichelte. Er genoß die Wärme, die von Bianca ausging. Sie schauten sich nur an. Storm schaute in Biancas Augen, sie in seine und lächelten sich gegenseitig an. Storm konnte sich genauso wenig, wie auch Bianca, sich vorstellen, einen anderen Freund zu haben, denn tief in ihrem Inneren spürten sie immer mehr, daß sie zusammen gehörten, obwohl sie doch verschieden aussahen. Dann aßen sie noch ein paar Pralinen. Auf einmal mußte Bianca kichern. „Was ist?“, fragte er. „Ach“, sagte sie. „Es sieht immer so lustig aus, wenn man etwas runter schluckt“. „Ach so, stimmt“, sagte Storm. „Bei dir kann man es auch am Hals sehen“. „Eben“, kam es von Bianca, die erneut prustete. Nun mußte auch Storm lachen.

Greeny, die das mit den anderen zusammen mitbekam, sagte: „Da haben zwei ziemlichen Spaß“.

 

Nach einer Weile kam Ellie hinaus und rief: „Bianca und Storm! Könnt ihr bitte kommen“. Bianca stand auf, sodaß auch Storm aufstehen konnte. „Ja“, sagte Bianca. „Was ist, Mum?“. „Bestimmt will sie, daß wir ihr etwas helfen“, sagte Storm. „Aber wir haben gerade so viel Spaß mit den Pralinen“, sagte Bianca und schaute Storm an. „Außerdem haben wir noch nicht alle aufgegessen“. „Das macht doch nichts“, sagte Storm. „Wir können sie auch so essen, auch wenn das nicht soviel Spaß macht“. „Mhmmm...“, dachte Bianca nach. „Naja, wenn du meinst... Dann gehen wir eben zu Ellie“.

Als sie kamen, drückte Ellie ihnen ein Handtuch in die Hand. „Ich weiß sonst nicht, wie ich das bewältigen soll“, sagte sie. „Ist schon okay“, sagte Storm. „Wir helfen dir“. Bianca nickte. Dann begannen sie das gespülte Geschirr abzutrocknen. Da Bianca und Storm zu zweit waren, ging das sehr schnell. „Ach, ihr seid so gut“, sagte Ellie. „Kann ich noch etwas für euch tun?“. Bianca und Storm schauten sich an und schüttelten den Kopf. „Naja, dann will ich euch Beide nicht länger stören“, sagte Ellie. „Danke für eure Hilfe“. „Das haben wir doch gern gemacht“, sagte Bianca und Storm nickte. Dann gingen sie wieder raus. Sie beschlossen in den Wald zu gehen.

Als sie im Wald waren, trafen sie auf einen blauen Wuschelkopf. „Hey! Seid ihr wahnsinnig?!“, sagte der blaue Wuschelkopf. „Ihr seid noch viel zu jung für den Wald!“. Bianca und Storm schauten sich an. „Aber“, sagte Bianca. „Ich bin über 20 Jahre. Wieso bin ich zu jung für den Wald?“. „Weil es hier viel zu gefährlich ist“, kam es erneut von dem blauen Wuschelkopf. „Seid diese Suzanna wieder zurück ist, tobt hier das totale Chaos. Also, geht heim!“. „Diese Suzanna“, sagte Bianca nun auch forsch. „Habe ich schon ein paar Male besiegt. Erkennen Sie mich nicht?! Ich bin die legendäre Bianca Forever“. „Das ist mir egal, wer du bist“, raunzte der Wuschelkopf weiter. „Ich bin Martina Blue und nach Maries Tod habe ich die Verantwortung über dich. Diese Marie war sowieso durchgeknallt. Weißt du, wer dich in Wirklichkeit großgezogen und sich als Rosa ausgegeben hat, weil die richtige Rosa dich nicht wollte?! Das war ich! Ja, ich habe dich zusammen mit Normal großgezogen, wenn deine menschlichen Zieheltern keine Zeit hatten“. Bianca schluckte. „Martina Blue?“, kam es von ihr. „Den Namen habe ich noch nie gehört“. „Weil ich ihn nie in deiner Anwesenheit gesagt habe“, sagte der blaue Wuschelkopf. „Und ich denke, Marie hat dir niemals von mir erzählt“. Bianca nickte. „Sie hat nie erwähnt, daß sie eine Schwester hatte“, sagte sie. „Da haben wir es schon“, sagte Martina. „Hey! Werdet ihr wohl hier bleiben?!“. Doch Bianca und Storm waren schon soweit weg, daß sie Martina nicht mehr hörten.

Auf einer Lichtung hielten sie an. „Was erlaubt die sich, uns einfach aus dem Wald zu werfen?“, fragte Bianca Storm, der sie in die Arme nahm. „Ah, das tut so gut, deine Wärme zu spüren“, sagte Bianca und Storm lächelte. Sie blieben eine Weile umarmt. Plötzlich ein Grollen. Erschrocken schaute Bianca um sich herum, doch Storm beruhigte sie: „Ist okay, Kleines. Alles okay. War mein Magen“. „Puh“, sagte Bianca und Storm lächelte. ( http://www.qpic.ws/images/szeneskizzebiancaforeverundstormtorn.jpg  ) „Du hast auch Hunger, oder?“, fragte er. Bianca nickte. „Laß mich nicht los“, sagte sie. Storm lachte. „Aber ich habe Hunger, genau wie du. Wie sollen wir etwas zu essen suchen, wenn wir uns permanent umarmen?“. Bianca lachte auch und sagte: „Ach, Storm, seit wir Freunde sind, fühle ich mich so wohl wie noch nie. Du hast das gewisse Etwas. Ich kann es spüren“. „Du aber auch“, sagte er. „Ich hatte noch nie so einen überaus netten Freund wie du, der so mitfühlend ist“.

Dann gingen sie Hand in Hand weiter, bis sie auf ein Duo stießen, das Bianca sehr gut kannte. „Scht“, sagte sie und zog Storm hinter sich her in die Büsche, der sich beide Hände auf den Bauch drückte, damit er nicht so laut grollte. „Wer ist das?“, fragte Storm. „Die Balistias“, sagte Bianca so leise, wie sie konnte. „Michelle und Mattias. Sie sind hinter meiner Rosenkraft her“. „Oha“, sagte Storm und drückte seine Hände noch fester in den Bauch. „Warum muß auch jetzt mein Magen knurren?“. Doch sie hatten Glück. Denn Michelle und Mattias bemerkten sie nicht und gingen davon. Bianca und Storm schauten vorsichtig hinter ihrem Busch hervor. Dann gingen auch sie davon. Fröhlich hopsten sie Hand in Hand den Weg entlang. „Jetzt müßten wir etwas zu essen finden“, sagte Storm. „Oh ja“, sagte Bianca. „Mir knurrt auch ziemlich der Magen“. Sie schauten sich an und seufzten.

Plötzlich trafen sie wieder auf Martina. „Hab ich euch gefunden, ihr Ausreißer!“, sagte sie streng. „So! Ihr geht jetzt auf der Stelle heim! Und du! Du ziehst dir mal etwas an! Wie sieht denn das aus, außer einer Hose nichts an?!“. Sie zeigte mit dem Finger auf Storm, der erschrocken schluckte, doch Bianca verteidigte ihn: „Jetzt hör aber mal! Wir sind keine kleinen Kinder mehr, es ist nicht dein Wald und Storm kann sich so anziehen, wie er will! Mir macht das absolut nichts aus, wenn er so herum läuft wie jetzt und keiner, außer dir, hat jemals darüber gemeckert!“. „Jetzt werde aber nicht frech, Kleine!“, sagte Martina und hob drohend den Zeigefinger. „Dir Göre sollte man mal Manieren beibringen! Und das wird man dir auch! Das sage ich alles deiner Ziehmutter, wie du mich behandelst!“. Dann ging sie. Bianca schluckte. Sie klammerte sich an Storm und fing an zu weinen. Er nahm sie in die Arme und strich über ihren Kopf. „Laß sie“, sagte er. „Die scheint nichts anderes zu tun haben, als schlecht über andere her zu ziehen“. „Meinst du?“, fragte Bianca mit verweinter Stimme. „Aber ja doch“, sagte Storm. „Du bist so, wie du bist, vollkommen okay“. „Ach, Storm“, sagte sie. „Deine Worte sind immer so beruhigend. Und ja, von mir aus könntest du auch nackt herum laufen“. Sie grinste, als sie das sagte. „Du bist wieder gut drauf“, sagte er. „Aber sie kann nicht einfach über einen entscheiden, was er macht. Fand ich gut, daß du dich für mich eingesetzt hast“. „Hey, wir sind Freunde“, sagte sie, als es wieder grollte. „Und hungrig“, fügte Storm hinzu. „Jedenfalls knurrt jetzt ziemlich mein Magen“. „Meiner auch“, sagte Bianca. „Aber das hättest du auch getan, mich verteidigt, oder?“ Storm nickte und nahm sie auf seine Schultern. Er trug sie heim. „Ich bin gespannt, was sie uns zu essen geben“, sagte Bianca nachdenklich. „Ich auch“, sagte Storm. „Uiii, dein Magen knurrt“. „Ja“, sagte Bianca und kicherte. „Dadurch, daß ich auf deinen Schultern sitze, knurrt er dir praktisch ins Ohr“. Storm lachte. „Er hat aber ein sympathisches Grollen. Meiner hört sich eher an, wie ein Gewitter. Dagegen klingt es bei dir eher wie eine schnurrende Katze“. „Oh, danke“, sagte Bianca und wurde ein wenig rot. Hab ich gar nicht gewußt“. Dann sagten sie eine Weile nichts mehr und erreichten den Hof. Sie kamen Ellie entgegen, die sie mit großen Augen anschaute, als sie sah, daß Bianca auf Storms Schultern saß. „Du scheinst sie sehr gern zu haben, Storm“, sagte sie. „Ich hoffe, sie ist dir nicht zu schwer“. „Iwo“, sagte Storm. „Sie ist ein sehr guter Freund und sie wollte das. Jetzt haben wir aber Hunger“. „Ich höre es“, sagte Ellie. „Besonders bei dir, Storm“.

Storm und Bianca ließen sich im Gras nieder. Nach einer Weile brachte Ellie Sandwiches, über die sich hermachten. „Mhmmm...“, sagte Storm. „Das können wir jetzt gebrauchen, oder?“. Bianca nickte. „Mum macht die besten Sachen“, sagte sie. „Ich würde ihre Sachen nie gegen etwas anderes tauschen“. „Ich auch nicht“, sagte Storm und strich über seinen Bauch, der nun gurgelte. Bianca mußte kichern, während Storm inne hielt, aber verstand, warum. „Du findest meine Magengeräusche lustig, die er macht, wenn er verdaut, nicht wahr? Ich weiß noch, als du gesagt hast, daß ich die Augen schließen sollte und da hast du mich mit Trauben gefüttert und da hat es bei mir auch gegurgelt und du hast gelacht“. Bianca nickte. „Schon irgendwie komisch, aber auch lustig“, sagte sie. „Ach, Kleines“, sagte Storm und nahm sie in die Arme. Bianca genoß seine Wärme und zusammen sahen sie, wie am Himmel die Sonne unterging. „Storm kümmert sich wirklich rührend um meine Kleine“, sagte Ellie zu Uhdo, der nickte. „Noch nie war sie so voller Leben. Was besseres hätte ihr meiner Meinung nicht passieren können. Sieh nur, wie sie zusammen sitzen“.“Da stimme ich voll und ganz zu“, sagte Greeny. „Alle mögen Storm wegen seiner Art und die Weise, wie er sich um Bianca kümmert. Ich denke, jemand anderes hätte das so nicht gemacht“.

Storm und Bianca saßen noch lange zusammen auf der Wiese und schauten zum Himmel. Dabei aßen sie die Sandwiches auf, die ihnen gebracht wurden. Noch immer lag Bianca in den Armen von Storm, der über ihren Kopf strich. „Was meinst du?“, fragte Bianca Storm. „Ob sich Suzanna rächen wird?“. „Mhm“, dachte Storm. „Und wenn. Wir werden sie zusammen schlagen. Das verspreche ich dir“. Bianca grinste. Sie sah ihn mit großen Augen an und zwinkerte ihm zu.

 

Suzanna inzwischen, hatte ein weiteres Verfahren ausgeknobelt, um ewige Dunkelheit zu erschaffen. Als Nachts alle schliefen, bespritzte sie die Häuser und Straßenlaternen mit Teer. Auch den Himmel verklebte sie damit. Sie lachte, da sie wußte, daß Teer ziemlich schwer weg zu bekommen war. Unerkannt verschwand sie im Wald. Natürlich war es auch ihr Werk, daß Martina Blue so streng zu Bianca und Storm war. Sie sollte so dafür sorgen, daß die Beiden ihr nicht auf die Schliche kamen.

Von der Aktion bekamen Bianca und ihre Freunde nichts mit, da sie friedlich schliefen.

 

Am nächsten Morgen dann das böse Erwachen: Die ganze Stadt war schwarz und dunkel. Doch Bianca ließ erneut Leuchtwirbel erscheinen, die ihr und Storm den Weg in den Wald leuchteten. Erneut wollten sie die in die Grotte der Wahrheiten und auch diesmal entdeckten sie wieder diese Martina Blue, die ihnen beim ersten Mal sagte, daß sie zu jung für den Wald waren. Doch diesmal versteckten sie sich in einem Busch, sodaß Martina sie nicht entdeckte. Als Martina verschwunden war, gingen Bianca und Storm davon, in die Grotte der Wahrheiten. „Was ist hier los? Alles schwarz!“, hörten sie Pfautschitscha schon von weitem. „Diese Suzanna ist noch verrückter, als vermutet“. Pfautschitscha war so in Gedanken vertieft, daß es Bianca und Storm vorerst nicht bemerkte, doch schließlich hob es doch den Kopf und hieß die Beiden willkommen. „Eine Katastrophe“, sagte Pfautschitscha. „die Stadt, alles schwarz, voller Teer! Wie verrückt muß man denn sein, um eine Stadt mit Teer zu verschmutzen?! Ich verstehe das nicht. Hier hast du zu deiner eingebüßten Flugfähigkeit die Rosenspirale“. „Ähm“, sagte Bianca. „Ich kann nicht mehr mit den Flügeln fliegen. Suzanna hat den Wirbel zerstört“. „Oh, das tut mir aber leid“, sagte Pfautschitscha. „Naja, einen Versuch war es wert“. Plötzlich ein Grollen. „Sorry“, kam es von Storm. „Mein Magen. Hab noch nichts gegessen“. „Ich auch noch nicht“, sagte Bianca und hielt nun auch ihren grollenden Bauch. „Der Teerschock sitzt uns noch tief in den Knochen“. „Äh, das ist verständlich“, sagte Pfautschitscha und klatschte mit den Vorderpfoten. „Hier habt ihr etwas zu essen“. Die Augen von Bianca und Storm leuchteten. Dann setzten sie sich nieder und aßen die Dinge auf. Pfautschitscha grübelte, wie der Teer am besten zu beseitigen war. „Ah, ich hab's“, sagte Pfautschitscha. „Der Teer ist schwächer als die Rosenkraft. Allerdings wird euch Suzanna im Nacken sitzen. Immerhin will sie alles daran setzen, zu verhindern, daß sich jemand an ihrem Teer zu schaffen macht. Aber ihr schafft das schon“. „Danke für die Information“, sagte Bianca und Storm nickte. Pfautschitscha blieb auf ihrem Sockel zurück und die Beiden gingen wieder. Natürlich kam wieder diese Martina Blue in ihre Richtung, doch Bianca ließ die Rosen fliegen. Verdutzt nahm Martina erst Bianca, dann Storm in den Arm und sagte: „Endlich ist der Fluch gebannt. Danke, ihr zwei. Paßt gut auf euch auf. Suzanna hat einiges vor“. „Dem ich jetzt ein Ende setzen werde“, sagte Bianca und rannte auf allen Vieren davon. Storm blieb erst verdutzt zurück, flog ihr dann aber nach. Wie ein Blitz flitzte Bianca durch den Wald. Plötzlich blitzte es. Geschickt wich sie den Blitzen aus, die immer wieder knapp neben ihr einschlugen.

Mist!“, fluchte Suzanna., die die Blitze auf Bianca hetzte. Auch Bianca bemerkte nach einer Weile, wer hinter den ungewöhnlichen Blitzen steckte. „Suzanna Terrible!“, fauchte Bianca wütend. „Jetzt wirst du es ausbaden!“. Suzanna lachte: „Haha! Das kleine Biest lebt also immer noch! Kann noch nicht mal fliegen und will mich besiegen?! Daß ich nicht lache!“. Doch Bianca funkelte sie weiter böse an. Suzanna deutete darauf den Adebars und den Balistias an, anzugreifen. „Bianca Forever“, sagte Michelle. „Du hast etwas, was uns gehört“. „Genau“, sagte Mattias. „Los! Rücke endlich die Rosenkraft heraus!“. „Das könnte euch so passen!“, schrie Bianca und ließ die Rosen auf die Beiden fliegen. „Das ist meine Kraft und ich bin die Auserwählte!“. Die Balistias wurden weit davon geschleudert. „Ich hasse Rosen!“, hörte Bianca Michelle schreien, ehe sie zusammen mit Mattias am Horizont verschwand. „Nun zu den Adebars und Suzanna“, dachte Bianca und bemerkte plötzlich Pfautschitscha. „Kümmere dich um Suzanna“, sagte das Pfauwesen. „Die Adebars gehören mir“. „Okay“, sagte Bianca und suchte Suzanna im Getümmel.

Schließlich fand sie Suzanna. Zwischen ihnen entbrannte ein Kampf. Suzanna setzte viel böse Magie ein, die Bianca mit der Rosenkraft abblocken mußte. Doch dann sammelte Bianca Kraft. Überall blitzte es. Dann bildeten sich in Biancas Händen Lichtkugeln. Eine Spirale erschien und die Rosen wirbelten. Direkt auf Suzanna zu, die gegen den nächstbesten Baum geschleudert wurde. Bianca selbst, brach erschöpft zusammen. Mit letzter Kraft stand Suzanna auf. „Dieses Mal hast du gewonnen. Aber nächstes Mal...“. Weg war sie. Mit einem Puffen verschwunden. Storm, der alles gesehen hatte, nahm sie in die Arme. Pfautschitscha, die Bianca geholfen hatte, indem die Adebare außer Gefecht gesetzt wurden, nahm Bianca auf die Schultern. „Ich bringe sie heim. Ich denke, der Kampf hat sie genug zugerichtet“, sagte es. Storm nickte. „Danke, Pfautschitscha“, sagte Bianca. „die Stadt...“. Weiter kam sie nicht, da sie noch zu erschöpft war.

Doch darum brauchte sie sich nicht zu kümmern, denn kaum war Suzanna gebannt, war das Leben zurückgekehrt. Die Stadt erstrahlte in dem Glanz, wie man es eben von ihr gewohnt war.

Am Hof angekommen, übernahm Storm dann das Tragen und verabschiedete sich von Pfautschitscha. Er legte Bianca ins Bett, die sofort einschlief. Es war ein sehr anstrengendes Abenteuer. ENDE

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Es geht weiter! 2. Band in Arbeit18.08.2010

Natürlich war das vorerst nicht alles. Schließlich wollen die Leser bestimmt noch mehr über meine Charaktere lesen und von daher habe ich mich entschieden, einen sogenannten 2. Band rauszubringen, der, wenn er denn auch fertig ist, als Link online gestellt wird. Das erste Kapitel davon ist schon fertig, das 2. in Arbeit. Weitere werden folgen. Na, dann stelle ich das Reden ein und *budum* hier kommt das neueste Kapitel:

 

Bianca Forever – the darkest Darkness – the darkness will come / Die dunkelste Dunkelheit – die Dunkelheit wird kommen

 

Es war schon sehr lange her, seit Bianca mal wieder, diesmal als 20jährige, den Spielplatz der Alpträume zerstört hatte, jedoch nicht verhindern konnte, daß Ei-Ei Suzanna Terrible, eine ehemalige Rivalin der blauen Wuschelköpfe wieder erweckte. Vier Jahre lang hörte man nichts von ihr, von daher vermutete man, Suzanna hätte sich von den Bösen abgewendet, doch sie schwor Rache. Rache für das, was Bianca ihr angeblich angetan hatte: Nämlich sie mit ihrem Amulett getötet, was aber so nicht stimmte, denn Bianca wollte niemanden umbringen. Suzanna hatte das selber angestellt, was sie nun nicht mehr glauben wollte. Heimlich tat sie sich mit den Adebars zusammen, die ihr helfen sollten, alles, was Licht spendete, einzusammeln und zu zerstören.

 

Bianca inzwischen, trauerte um Marie und Dominik, die vor einer Woche gestorben waren. Auch Storm, der immer bei ihr war, konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Auch Greeny, Sparky, die Blue-Zwillinge Ice-Blue und Mini-Blue, Color und Mystik trauerten. Immerhin hatten Dominik und Marie immer gute Ideen und Fähigkeiten auf Lager. Zuletzt erlernte Bianca den Leuchtwirbel, mit dem sie in der Dunkelheit besser sehen konnte. Doch daran wollte Bianca nun nicht denken. Sie vermißte die unverwechselbare Art von Dominik und Marie, die ihr nun nicht mehr helfen konnten. Tränen um Tränen rannen über ihre Wangen. Während Bianca und ihre Freunde trauerten, merkte niemand, daß es urplötzlich dunkel wurde. Aber nicht, weil es Abend wurde, sondern, weil die Adebars die Straßenlaternen abmontierten und schwarze Wolken über die Stadt fliegen ließen. Eine unheimliche Stille lag über der sonst immer sehr lebendigen Lichterstadt. Auch Bianca hielt urplötzlich inne, als sie die Dunkelheit bemerkte. Sie wischte sich die Tränen weg und mußte schon zweimal hinschauen, um zu glauben, was da vor sich ging. „Hey, schaut mal“, sagte sie mit rauer und heiser Stimme. Storm kam zu ihr. „Was ist denn hier los?“, fragte er. „Es ist doch noch keine Abendzeit. Da stimmt etwas nicht“. Bianca nickte. Auch die anderen konnten es nicht glauben. „Ich glaube, ich weiß, wer dahinter steckt“, meldete sich Poysan und Rush nickte dazu. „Suzanna“, sagten Beide gleichzeitig. „Suzanna?“, fragte Greeny. Poysan und Rush nickten. „Wißt ihr nicht mehr?“, fragte Rush. „Vor ein paar Jahren haben wir doch gegen Ei-Ei gekämpft und den Spielplatz der Alpträume zerstört. Wir konnten jedoch nicht verhindern, daß Ei-Ei Suzanna wieder erweckt. Wißt ihr nicht mehr?“. „Natürlich!“, sagte Bianca und schlug mit einer Hand gegen ihre Stirn. „Stimmt! Da war etwas! Na, die kann etwas erleben!“. Storm nickte. „Aber erst müssen wir herausfinden, was sie vorhat“. „Das wird sich schon klären“, knurrte Bianca wütend. „Fragen wir Pfauguago. Vielleicht weiß er oder Pfaugigio etwas über dieses Phänomen“. Storm nickte. Sie verabschiedete sich zusammen mit Storm von Greeny und den anderen und ging in den Wald. Es dauerte nicht lange und sie traf auf das Vogelwesen. „Vogelwesen“, sagte Bianca. „Bring uns bitte zu Pfauguago und Pfaugigio“. Das gelbe Wesen, das an einen Kiwi erinnerte, führte Bianca und Storm zu Pfauguago. „Ah, Bianca und Storm“, sagte Pfauguago, wie immer auf seiner grün blauen Kugel liegend. „Was führt euch zu uns?“. „Es geht darum“, begann Storm. „In unserer Stadt ist urplötzlich Dunkelheit. Keiner weiß, woher sie kommt oder was diejenigen mit unseren Straßenlaternen vorhaben“. „Pfauguago weiß, was die Fieslinge vorhaben“, sagte Pfaugigio. „Ich übrigens auch. Wir können hell sehen. Zeig ihnen, was du siehst, Pfauguago“. Pfauguago sprang von seiner Kugel und Bilder erschienen darin. Bianca konnte nicht glauben, wer dahinter steckte. Sie drückte sich an Storm. „Rush und Poysan hatten also Recht“, dachte sie. Pfauguago kam zu ihnen getrabt. „Wenn ihr wollt, bringe ich euch zu ihnen“, sagte das Pfauwesen. Bianca und Storm nickten und nahmen auf dem Rücken von Pfauguago Platz, das seine Schwingen ausbreitete und davon flog. Pfaugigio und das Vogelwesen blieben zurück.

 

Pfauguago erreichte inzwischen einen stillgelegten Abstellplatz. In einer sicheren Deckung ging es hinunter. Bianca und Storm schlichen sich heran. „Meine Güte, fliegt der holprig“, flüsterte Storm. „Ein Glück, daß ich mich nicht übergeben mußte. Mir ist noch ganz schwindelig und zudem habe ich einen empfindlichen Magen“. Bianca nickte. „Ich auch“, wisperte sie. „Aber man gewöhnt sich dran. Oh nein! Sie zerstören unsere Straßenlaternen! Das muß ich verhindern“. Sie bündelte Kräfte und zerstörte die Gerätschaft, die die gestohlenen Laternen zerkleinern sollte. Die verdutzten Adebars schauten in ihre Richtung, doch konnten niemanden sehen, da sie in Deckung gegangen waren. „Was war das für ein Strahl?!“, murrte ein Adebar. „Das war ein Stahlschlag“, sagte Suzanna. „Damit kann man so ziemlich alles außer Gefecht setzen. Auch unsere Presse hier. Habt ihr schon die Übeltäter?“. Die Adebars verneinten. „Dann findet sie!“, fauchte Suzanna. „Niemand soll meine Pläne durchkreuzen“. Die Adebars nickten.

Bianca und Storm, die noch immer in Deckung und bisher unentdeckt durch die Büsche krochen und alles mitbekamen, schlichen sich zu Pfauguago, das mit ihnen davon flog. Einer der Adebars entdeckte den davonfliegenden Pfauguago. „Es war Pfauguago!“, rief er. „Pfauguago hat den Stahlschlag abgefeuert“. „Dieses Federvieh wird nicht ungeschoren davonkommen“, sagte Suzanna. „Hinterher“. Die Adebars gehorchten und so hatten Bianca und Storm, die auf Pfauguago saßen, ein ziemlich großes Problem, da die Adebars immer wieder an griffen. Pfauguago mußte Haken schlagen und im Zickzack fliegen. Storm, der das Fliegen nicht so gewohnt war, wurde bleich im Gesicht. Im Wald konnte Pfauguago die Adebars vorerst abhängen. Storm sprang ab und taumelte, daß Bianca ihn stützen mußte. „Alles okay?“, fragte sie. „Bis auf meinen Magen, ja“, sagte Storm. „Ich glaube, ich muß mich übergeben“. Bianca nickte. „Ist gut. Aber keiner konnte wissen, daß es so kommen würde. Tut mir auch leid, daß ich so ruppig fliegen mußte“, sagte Pfauguago. „Aber ich denke, wir müssen uns verstecken. Die Adebars werden uns suchen“. Bianca nickte. Sie sah, daß sie über dem Wald kreisten. Storm stützte sich auf sie und hielt sich seinen schmerzenden Bauch. Er war noch immer bleich im Gesicht. Als es ihm besser ging, fragte Bianca: „Denkst du, daß du rennen oder schneller laufen kannst? Wir müssen hier weg“. „Du bist eine“, röchelte Storm. „Ich kann mich kaum auf den Beinen halten und mein Magen schmerzt. Wie soll ich da rennen können?“. „Ist gut“, sagte Pfauguago. „Steigt auf meine Schultern. Keine Panik, ich fliege diesmal nicht“. Storm nickte und stieg mit Bianca erneut auf die Schultern von Pfauguago, das diesmal auf allen Vieren über den Waldboden rannte. In einer Höhle fanden sie schließlich einen sicheren Unterschlupf, in dem sie so tief es ging, hinein gingen.

Die Adebars dagegen, mußten erfolglos abziehen. Als Suzanna das hörte, tobte sie erst vor Wut, vergaß jedoch daraufhin den Zwischenfall. Sie konzentrierte sich darauf, noch mehr dunkle Wolken zu erschaffen, um den Wald ebenfalls in Dunkelheit zu versetzen.

 

Inzwischen kamen Bianca und ihre beiden Freunde Storm und Pfauguago wieder aus der Höhle. „Endlich geht es mir besser“, sagte Storm. „Ist okay“, sagte Pfauguago. „Bianca ist es anfangs so ähnlich gegangen. Sie hatte anfangs auch Probleme, daß es ihr schlecht wurde“. Bianca nickte dazu. „Du bis nicht der Einzige mit einem schwachen Magen“, sagte sie. „Mir wurde auch öfter schlecht, wie du eben hören konntest. Aber, wenn man es öfter macht, hört das irgendwann auf“. Storm schluckte ein wenig hörbar. Bianca bemerkte es und nahm seine Hand. Er spürte die Wärme, die von ihr ausging und vergaß den Zwischenfall. Pfauguago führte sie nun wieder zurück zu Pfaugigio und dem Vogelwesen. „Ihr kommt gelaufen?“, fragte Pfaugigio. „Ja, Storm wurde schlecht vom Fliegen“, sagte Pfauguago. „Ach so“, sagte Pfaugigio. „Er ist das Fliegen auf unseren Rücken noch nicht so gewohnt. Naja, kann ja anfangs passieren. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran“. „Mir tut es ja auch leid“, sagte Pfauguago. „Wir wurden von den Adebars angegriffen. Da mußte ich im Zickzack fliegen und Hacken schlagen“. „Die Adebars“, sagte Pfaugigio. „Was hatten die denn vor?“. „Sie wollen mit Suzanna alles in Dunkelheit versetzen“, sagte Pfauguago. „Aber weißt du das nicht auch? Du kannst doch auch in die Zukunft schauen“. „Klar, schon“, sagte Pfaugigio. „Ich wollte dich nur etwas testen“. „Ich werde Bianca und Storm nach Hause bringen“, sagte Pfauguago. Pfaugigio nickte.

Als sie wieder zu Hause waren, mußte Storm erst mal einen Kamillentee trinken, da ihm immer noch ein wenig übel war. „Bäh, schmeckt der aber komisch“, sagte er. Bianca nickte dazu. „Ich mag das auch nicht, aber er ist gut für den Magen. Wenn er gereizt ist, wirkt er beruhigend“, sagte sie. Storm nickte und würgte mit großen Schlucken den eklig schmeckenden Tee runter. Als er die Tasse geleert hatte, fragte er: „Wie hast du das eigentlich hin bekommen, daß es dir beim Fliegen mit Pfauguago oder Pfaugigio nicht mehr schlecht wird?“. Bianca dachte nach. „Mhm“, sagte sie. „Ich bin öfter geflogen und irgendwann war es okay. Also keine Übelkeit mehr“. „Also, einfach öfter geflogen?“, fragte Storm. Bianca nickte. „Und auch diesen Tee bis zum Abwinken getrunken, auch wenn er so komisch und eklig schmeckt“, fügte sie hinzu. „Du bist sehr tapfer“, sagte Storm und nahm Bianca in die Arme. „Das macht dich so besonders“. „Ähm, danke“, sagte Bianca daraufhin rot werdend, vor Verlegenheit. „Aber du schaffst das auch. Ich glaube fest daran“. Storm nickte. „Ach, ich wäre gerne so wie du“, seufzte er. „Du bist irgendwie nicht so ängstlich, hast immer so tolle Ideen und gehst einfach jeder Sache auf den Grund“. Bianca grinste ihm zu und Storm sah in ihre großen, glasklare, blaue Augen. „Jeder ist auf seine Art gut“, sagte sie. „Wenn alle gleich wären, wäre das langweilig. Ich mag dich so, wie du bist. Du hast so einen warmen Charakter. Das haben nicht viele“. Storm nickte. „Auch wieder wahr“, kam es von ihm.

Sie sprang auf und fiel um seine Hüfte, da Storm größer war, als sie.

 

Nach einer Weile kam Pfauguago, der noch immer dabei war, ins Haus getrabt. „Ich glaube, es ist wichtig, wenn ich euch da etwas zeige“, sagte Pfauguago. Storm schluckte. „Aber nicht fliegen, oder?“, sagte er und strich dabei über seinen Bauch. „Ich meine, ich habe einen empfindlichen Magen“. Bianca gab ihm daraufhin etwas. „Was ist das?“, fragte er verdutzt. „Ein Kamilledrops“, sagte Bianca und grinste erneut. „Für meinen empfindlichen Magen?“, fragte Storm. „Danke. Da hoffe ich, daß es mir etwas hilft“. Bianca nickte. „Mir hat es auch geholfen und es schmeckt besser als dieser eklige Kamillentee“. „Das stimmt“, sagte Storm und stieg mit Bianca erneut auf den Rücke von Pfauguago, das erneut in Richtung Wald flog.

In der Nähe vom Rat der blauen Wuschelköpfe ging Pfauguago auf einer Lichtung hinunter. Es brachte die Beiden jedoch nicht zum Rat, sondern zu einer Höhle. „Das ist die Grotte der Wahrheiten“, sagte Pfauguago. „Ihr könnt sie alles Mögliche fragen. Sie gibt euch die Antworten“. Bianca und Storm staunten. Neugierig gingen sie hinein, während Pfauguago draußen wartete. Sie staunten nicht schlecht. Alles glänzte gläsern und spiegelnd. Noch erstaunter waren sie, als sie erneut ein Pfauwesen auf einem Podest vor fanden. „Seid gegrüßt“, sagte es mit einer warmen, weiblichen Stimme. „Pfauguago hat mir von euch erzählt. Ihr wollt wissen, warum Suzanna alles in Dunkelheit tauchen will? Nun ja. Damit meint sie, hat sie alles unter ihrem Kommando. Menschen, wie Wuschelköpfe und auch Punkys fürchten die Dunkelheit und dadurch will Suzanna sorgen, daß diejenigen, die das Licht wieder haben wollen, einen sehr hohen Preis zahlen sollen. Schlimmstenfalls mit dem eigenen Leben“. Geschockt schauten sich Bianca und Storm an und mußten schlucken. „Ja, aber“, sagte Bianca erschrocken. „Gibt es eine Lösung, um das zu stoppen?“. „Klar“, sagte das Pfauwesen. „Aber ihr braucht viel Geduld. Am besten, ihr schaltet immer nur ein paar Gegner auf einmal aus. Wenn sie in kleinen Gruppen unterwegs sind. Aber Suzanna ist sehr stark. Ich sage mal, sie wird das Feld kampflos verlassen, auch, wenn ich mir da nicht so sicher bin. Bin nicht so gut im Hell sehen wie Pfauguago oder Pfaugigio. Aber sie wird irgendwann zurückkommen, um sich zu rächen, da bin ich mir sicher“. Dann eine Weile Schweigen, bis ein Grollen ertönte. „Mhmmm“, sagte das Pfauwesen. „Ihr scheint hungrig zu sein. Kommt näher. Ich will euch etwas anbieten. Ich bin Pfautschitscha“. Bianca und Storm kamen näher und setzten sich zu dem Pfauwesen vor das Podest. Pfautschitscha schien genauso wie Pfauguago oder Pfaugigio, magische Kräfte zu haben. Denn kaum hatte es mit den Vorderpfoten geklatscht, standen viele, bunte Sachen bereit, über die Bianca und Storm nur staunen konnten. Noch etwas unsicher, aber dennoch hungrig, nahmen sie davon. Sie staunten nicht schlecht. Nach einer Weile hatten sie alles aufgegessen, da sie dennoch ziemlichen Hunger hatten. Eine Weile sagte niemand etwas, bis Pfautschitscha etwas an Bianca gab. Es sah aus wie ein blauer Wirbel. „Dieser Wirbel“, sagte Pfautschitscha. „Soll dir eine Sache zurückgeben, was du wegen deinen magischen Rosenkräften einbüßen mußtest“. Bianca schluckte. „Mit den Flügeln fliegen?“, kam es aus ihr heraus. Pfautschitscha nickte. „Wow“, wisperte sie. „Ich habe es ausgleichen können, weil ich dachte, daß es niemals etwas werden könnte, doch jetzt wurde es doch wahr“. Sie schlug mit den Flügeln und staunte nicht schlecht, als sie immer höher und höher flog, ohne abzustürzen. Auch Storm mußte lächeln. „Laß es aber Suzanna nicht wissen“, sagte er. „Sie wird alles daran setzen, es dir wieder weg zu nehmen“. Bianca nickte.

 

Nach einer Weile wurden sie von Pfautschitscha wieder raus gebracht. Es war dunkel, als sie von Pfauguago wieder empfangen wurden, aber nicht, weil es Abend war, sondern immer mehr dunkle Wolken aufzogen. Doch das war kein Problem. Jedenfalls nicht für Bianca. Sie ließ einen Leuchtwirbel erscheinen, der den Weg leuchtete. So konnte Pfauguago Bianca und Storm wieder zu Hause absetzen. Als sie von Pfauguagos Rücken abgesprungen waren, sagte es: „Ich werde bei euch bleiben, bis die Dunkelheit wieder weg ist. Ihr werdet meine magische Hilfe brauchen“. Bianca und Storm nickten und gingen mit Pfauguago wieder zu Greeny und den anderen.

Als Greeny Bianca sah, stürmte sie zu ihr und drückte sie fest an sich. „Woher kommt diese Dunkelheit?“, fragte sie ängstlich. „Suzanna“, sagte Bianca und umarmte Greeny. „Sie will uns Angst einjagen. Wir sollten kleine Gruppen nacheinander bekämpfen, ehe wir Suzanna gegenüber stehen“. Greeny nickte. „Sie soll nicht ungeschoren davonkommen“, knurrte sie, während Bianca und Storm ihr zu nickten.

 

Am nächsten Tag, als kaum schwarze Wolken zu sehen waren und es damit einigermaßen heller war als sonst, beschloss Bianca zusammen mit Storm zum zerstörten Spielplatz der Alpträume zu gehen. Als sie dort waren, fragte Storm: „Was willst du dort?“. „Ich mag herausfinden, was es mit dem legendären Alpiniom auf sich hat, das dort angeblich leben sollte. Jedenfalls sah ich ein großes Loch dort. Nach einer Legende soll dort das legendäre Ungeheuer leben, das jeden auffrißt, der sich dem Loch nähert“, sagte sie. „Gib mir mal bitte ein Sandwich, das wir mit anderen Dingen mitgenommen haben, um nicht zu nahe an das Loch heran zu müssen“. Storm nickte und gab Bianca ein Sandwich, das sie zum riesengroßen Loch warf. Kurz davor blieb es liegen. Sie warteten gut versteckt in einem Busch. Nach einer Weile kam eine krokodilähnliche Nase zum Vorschein, die das Sandwich schnappte. „Wow“, dachte Bianca erstaunt. „Die Legende stimmt also“. Auch Storm staunte.

Nach einer Weile warf Bianca erneut ein Sandwich zum Loch, das diesmal etwas weiter weg liegen blieb als das vorige. Auch diesmal brauchten sie nicht lange zu warten, bis die Krokodilsnase auftauchte, doch was dran hing, ließ Beide ängstlich zusammen zucken. Zwei böse blickende Augen und schwarze Krallen krabbelten aus dem Loch.

Ängstlich klammerte sich Bianca an Storm, der ebenfalls vor Angst bibberte. Das Ungetüm kroch in ihre Richtung. „Lauf“, flüsterte Bianca fast quiekend Storm zu. „Wir müssen hier weg“. Storm nickte. Sie rannten aus dem Busch und wurden von dem Ungeheuer entdeckt. Es versuchte sie, mit den Krallen zu fassen, doch Bianca und Storm erreichten Pfauguago, das sie in der Nähe abgesetzt hatte. Sofort schwang es sich mit den Beiden auf dem Rücken in die Luft. Das Alpiniom brüllte und rannte ihnen hinterher. „Kannst du nicht höher fliegen?“, fragte Storm. „Wir sind vor der großen Klappe von diesem Untier“. „Tut mir leid“, sagte Pfauguago. „Aber das Ding ist so riesig. Ich fliege ja schon, so schnell, ich kann“. „Aber ich frage mich, wo die schwarzen Wolken sind“, sagte Bianca etwas ratlos. „Diesmal war es einigermaßen hell, daß man alles sehen konnte“. „Stimmt“, sagte Storm und zuckte plötzlich zusammen, da erneut schwarze Wolken auftauchten. Er hatte eine Idee: „Flieg über die schwarzen Wolken, Pfauguago“. Pfauguago verstand, was Storm meinte und sie kamen aus der plötzlich auftretenden Dunkelheit heraus. Das Alpiniom, das das Nachsehen hatte, brüllte erneut. Bianca und Storm, über den schwarzen Wolken, konnten es hören, aber waren froh, vorerst sicher zu sein. „Jetzt müssen wir Suzanna finden“, sagte Bianca ratlos. „Dann können wir die Dunkelheit endgültig vertreiben.“ Storm nickte. „Und die Adebars“, fügte er hinzu.

 

Was keiner wußte, war, daß die schwarzen Wolken nun so stark waren, daß sie alles, was Licht machte, einfach verschlangen. Wie auch? Sie flogen zur Zeit über ihnen im Hellen. Nach einer Weile tat sich vor Pfauguago ein Loch in den schwarzen Wolken auf. Hier mußte Suzannas Versteck sein. Pfauguago ging runter. Bianca und Storm sprangen von seinem Rücken. Es war, wie sie erwartet hatten. Doch zunächst mußten sie gegen kleine Gruppen von Adebars kämpfen. Pfauguago war ihnen dabei eine große Hilfe: Es verwirrte die Gedanken der Adebars, die daraufhin in einen tiefen Schlaf fielen. Doch dann tauchte Suzanna auf. „Diesmal wirst du mich nicht aufhalten, du blauer Wuschelkopf!“, fauchte sie. Bianca sammelte ihre Kräfte. Es leuchtete und blitzte um sie herum. Dann erschien der Wirbel, der ihr das Fliegen mit den Flügeln ermöglichte. Es kam zu einem Kampf zwischen ihr und Suzanna.

Suzanna kreischte: „Du Biest kannst ja fliegen! Aber nicht mehr lange!“. Sie flog über Bianca und ein Magie-Speer zischte in den Wirbel, der das Fliegen mit den Flügeln ermöglichte. Bianca stürzte ab, aber nicht, ohne noch einen gewaltigen Strahlenbündel auf Suzanna zu richten, die davon geschleudert wurde. Bianca schrie: „Mist! Ich kann nicht mehr fliegen!“. Pfauguago flog ihr entgegen und konnte ihren Sturz abfangen. Auf dem Rücken von Pfauguago kam Bianca wieder zu sich. „Danke“, sagte sie leise. Das Pfauwesen lächelte. Storm nahm Bianca in die Arme. „Du hast es geschafft“, sagte er. Bianca nickte. „Aber ich kann nicht mehr mit meinen Flügeln fliegen“, fügte sie hinzu. „Dann mache es doch wie früher“, sagte Storm. Bianca nickte wieder. „Du meinst, wie ein Heli?“. Sie kicherte dazu. „Aber jetzt habe ich Hunger“. Storm nickte. „Lang genug sind deine Haare ja“, sagte er. „Ja, Hunger habe ich jetzt auch“. Doch ehe sie gingen, bündelte Bianca erneut ihre Kräfte und Zerstörte mit einem Stahlschlag die Festung und das Ding, mit dem die schwarzen Wolken erstellt wurden. Alles fiel mit Ohrenbetäubendem Lärm in sich zusammen. Alle dunklen Wolken über der Stadt lösten sich auf und das Leben kehrte in die Lichterstadt zurück. ENDE

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Bilderrubrik30.07.2010

Hier kommen noch ein paar Bilder hinzu, zum Beispiel Szenen oder noch weitere Charaktere, die ich sonst noch nicht online gestellt habe.

Hier kommen ein paar "Städtebilder", Ja, auch meine Hauptfigur hat eine Stadt als Zuhause:

Hier als Zeichnungen, sogenannte Skizzen:

http://www.qpic.ws/images/oEv08640.pdf

 

Und hier mit Vorlagebildern und teilweise Beschreibungen

http://www.qpic.ws/images/J2L08752.pdf  

 

Und hier einfach noch ein paar Charaktere, die noch nicht online gestellt wurden
 

http://www.qpic.ws/images/xHj26223.pdf

http://www.qpic.ws/images/SKD02356.pdf

http://www.qpic.ws/images/stt82339.pdf

 

 Neue Charaktere aus dem 2. Band als Bild-Dateien:

http://www.qpic.ws/images/dergoldeneadebar.jpg

 http://www.qpic.ws/images/dieschatten.jpg

http://www.qpic.ws/images/schadowdina.jpg

http://www.qpic.ws/images/tatjanamirabella.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/killerice.jpg

 

http://www.qpic.ws/images/poysoner.jpg

 

Und hier kommen ein paar sogenannte "Szene-Skizzen" hin, so wie es ungefähr im eigentlichen Abenteuer verlaufen könnte. Hier ist schonmal eine typische:

 

Wenn der Freund von Bianca Hunger hat oder bekommt:

http://www.qpic.ws/images/szeneskizzebiancaforeverundstormtorn.jpg

 

Ein neuer Look von meinem Hauptcharakter Bianca (Vorübergehend):

 

http://www.qpic.ws/images/biancaforeverthenewlook.jpg

 

 

 

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

1. Abenteuer und Storys (Ankündigung meines Werkes)27.07.2010

  Da Loaditup irgendwie nicht mehr online ist, mußte ich die PDF von meinem ersten Band löschen. Tut mir leid, aber bis ich eine Alternative gefunden habe, kann ich die ersten Abenteuer nur per E-Mail schicken, wenn es jemand wünscht, zu lesen :'(


 

PDF kann nicht angezeigt werden? Kein Problem, hier kann man den Acrobat Reader laden:

http://www.adobe.com/de/ 

Das Gleiche habe ich auch mit meinen Zeichnungen gemacht (Ja, ich zeichne und schreibe alles selber, wozu die Meisten schon einen PC benutzen, mußten bei mir erstmal Zettel herhalten, die das eigentliche Muster, die Art, wie das zustande kommt erstmal lebendig werden ließen. Auf dem PC habe ich es dann ins Reine geschrieben)

Hier sind also die Charaktere, die eine Rolle spielen als Zeichnungen:

http://www.qpic.ws/images/H0N67561.pdf

http://www.qpic.ws/images/GLA67299.pdf

 

Bevor es also zum Lesen geht (ja ich gebe zu, ich schreibe viel, sonst hätte das ja alles nicht zustande kommen können *hehe* :) ), sage ich auch gleich, wie ich zu den Ideen kam: Sie kamen immer, wenn ich gerade gar nichts tat oder unterwegs war. Verrückt oder??? Naja, aber irgendwie muß es ja entstehen, finde ich. Okay, dann stelle ich mein Reden ein und wünsche viel Spaß beim Lesen.

 

 

 

 

 

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

4. (Beispielskapitel 2)27.07.2010

 

Bianca Forever and Friends – Bianca the blue Fuzzihead / Bianca der blaue Wuschelkopf

 

 

Am nächsten Tag waren die Wuschelköpfe erstaunt, als Bianca schon wach war und fanden statt ihr nur eine Nachricht. Poysan lächelte und ging zusammen mit Rush und Fisty ebenfalls in den Wald, da sie schon längst wieder da sein mußte, von der Nachricht her, denn es waren nie längere Ausflüge von ihr gewohnt. So wurde sie von Rush, Fisty und Poysan gesucht. Immer wieder riefen sie nach ihrer Freundin, bis Poysan sagte: „So hat das keinen Sinn. Wir teilen uns besser“. Die anderen Beiden nickten. Poysan ging durch den Wald und rief immer wieder nach Bianca. Dann fand er sie auf einer Lichtung auf dem Boden liegend. Sie sah aus, als ob sie schlief. „Oh nein“, sagte Poysan. „Bianca, was ist mit dir?“. Sie rührte sich nicht, er spürte jedoch, daß sie schwach atmete. Er versuchte sie hoch zu heben, doch vergeblich. Sie war ihm zu schwer. „Ich muß Hilfe holen“, dachte er. Er rannte zu einer nahen Lichtung und entdeckte drei blaue Wuschelköpfe. Er rannte zu ihnen und rief: „Hilfe! Hilfe! Meine Freundin liegt sehr geschwächt da vorne! Ich bringe Sie hin!“. Einer der dreien sagte: „Dominik und Marie, wartet hier, ich helfe dem Kleinen“.

 

Als der Wuschelkopf zusammen mit Poysan zurück an die Lichtung kam, erkannte er sie. „Du meine Güte, das ist ja Bianca!“. „Du kennst sie?“, fragte Poysan. Der blaue Wuschelkopf nickte. „Ich bin Poysan“, sagte Poysan. „Ich heiße Mystik“, sagte der blaue Wuschelkopf. „Komm mit. Dann lernst du auch meine Familie kennen, wenn Bianca wieder zu sich kommt. Meine Familie kann ihr helfen“. Poysan nickte. Mystik nahm Bianca auf den Arm und trug sie zurück zur Lichtung, auf der Dominik und Marie warteten. „Wer ist das?“, fragte Marie. „Das auf meinem Arm ist Bianca und dieser Wuschelkopf an meiner Seite ist Poysan“. „Bianca mit der Kraft der Rosen?“, fragte Dominik. Mystik nickte. „Sie ist sehr nett“, sagte er.

 

Schließlich kamen sie bei den anderen blauen Wuschelköpfen an. „Freunde von euch?“, fragte Bianca-Blue. Mystik nickte, während Dominik Bianca auf einen Stapel aus Blättern legte, zugedeckt mit einer Decke aus zusammen geflochtenen Blättern. Bianca-Blue und Nania machten die Schrammen sauber. Mystik und Poysan blieben zusammen mit Dominik und Marie bei ihr.

 

 

Nach einer Weile wachte Bianca auf. Mit verschwommenen Blick sah sie zuerst Poysan und Mystik, dann zwei andere Wuschelköpfe. „Was ist passiert? Wo bin ich?“, fragte sie. „In Sicherheit“, sagte Marie. „Unser Sohn Mystik hat dich hierher gebracht und wir haben deine Wunden versorgt. Aber wir hätten dich nie gefunden, wenn Poysan uns nicht gerufen hätte“. „Danke“, sagte Bianca verschlafen und verunsichert. „Da war nur dieser Kampf gegen diesen Meister Falke und noch jemanden. Dann weiß ich nichts mehr. Wer sind Sie?“. „Ich bin Marie“, sagte Marie. „Ich bin Mystiks Mutter“. „Und ich bin Dominik“, sagte Dominik. „Ich bin Mystiks Vater“. „Aha“, sagte Bianca noch etwas benommen. „Danke, Marie, Danke Dominik. Mann, hab ich Kopfschmerzen“. „Du hast ja auch eine ziemliche Beule“, sagte Mystik. „Ich hole dir etwas zu Trinken“. Er ging an eine Quelle, die bei den blauen Wuschelköpfen durch die Höhle floß und füllte eine Schale mit Wasser. Diese brachte er Bianca. Sie nickte ihm zu und trank davon. „Das tut gut“, sagte sie und legte sich hin. Als Bianca schlief, sagte Poysan: „Wir kommen vom Berg der Lichter. Es war sehr nett, daß Sie uns aufgenommen haben und wir würden auch noch gerne bleiben, aber ich fürchte, dann suchen uns unsere Freunde, die wir zurückgelassen haben“. „Das ist kein Problem“, sagte Dominik. „Ich schicke jemanden zum Berg der Lichter, der sagt, wo ihr seid. Bianca-Blue! Gehe mal bitte zum Berg der Lichter und sage den Freunden von Bianca dort Bescheid, daß sie bei uns ist“. Bianca-Blue nickte und schwang sich mit ihren Enterhaken durch die Bäume.

 

 

Inzwischen hatten Fisty und Rush die Suche aufgegeben. „Ich fürchte, diesmal hat es Bianca erwischt“. Fisty nickte traurig. Sie waren gerade dabei, es den anderen zu erzählen, als Bianca-Blue bei ihnen auftauchte. „Ihr braucht euch keine Sorgen um Bianca zu machen“, sagte der blaue Wuschelkopf. „Sie ist bei uns und Mystiks Familie. Ihr geht es gut“. Die Wuschelköpfe jubelten. „Und wer bist du?“, fragten sie. „Bianca-Blue. Wenn ihr mitkommen wollt, kein Problem. Ich bringe euch zu den blauen Wuschelköpfen“, sagte Bianca-Blue weiter. Die andere nickten und folgten ihr.

 

 

Was waren die anderen froh, als sie Bianca wohl behütet in der Höhle der blauen Wuschelköpfen schlafend fanden! „Danke“, sagte Rush. „Daß ihr sie gefunden habt“. „Das haben wir gern gemacht“, sagte Marie und gab Rush die Hand. „Ich bin Marie, das hier ist Dominik, Mystiks Eltern. Wir haben sie aber nur gefunden, da unser Sohn Mystik diesem Wuschelkopf nachgerannt ist“. Sie zeigte auf Poysan. „Ach so“, sagte Fisty. „Gut, daß du Hilfe gefunden hast, Poysan. Ich bin übrigens Fisty und das hier sind Strongly und Heliocanos“. Nachdem sich alle Wuschelköpfe untereinander vorgestellt hatten, geschah etwas: Bianca, die ja die ganze Zeit ein Wuschelkopf mit brauner Haut war, bekam plötzlich blaue Haut! Alle konnten es sehen. „Wir haben ihr Rosenbrunnenwasser und von unseren blauen Power gegeben“, sagte Bianca-Blue. „Also nicht wundern“. Fisty, Rush, Solaris, Heliocanos und die anderen Wuschelköpfe, die Bianca-Blue gefolgt waren, konnten nur erstaunt die Augen und den Mund aufreißen. „Sie ist ein blauer Wuschelkopf?“, brachte Poysan hervor. „Aber ja doch“, sagte Mystik. „Sie hatte sehr viel Kraft verloren. Eine ihrer Kräfte ist komplett weg. Nur mit unserer blauen Power konnten wir sie retten“. „Aber doch hoffentlich nicht die Macht der Rosen?!“, sagte Fisty. „Nein, nein“, sagte Bianca-Blue. „Die Kraft des Yingyang fehlt bei ihr“. „Die Yingyangkraft?!“, stotterte Rush. Mehr bekam er leider nicht hinaus. Dominik sagte: „Ich habe gespürt, daß die Yingyangkraft weg ist. Das Element Wasser und die Macht der Rosen jedoch nicht, da die Macht der Rosen mit Bianca verwachsen ist. Wollte man ihr nämlich diese wegnehmen, müßte man sie töten und selbst dann kann man sie nicht einsetzen, wenn man ein böses Wesen ist, denn nur gutherzige Wesen können die Macht der Rose einsetzen. Ich habe ihr neben dem Rosenbrunnenwasser noch ein wenig von unserer Kraft gegeben. Unter anderem Wirbelkräfte, die eigentlichen Kräfte eines blauen Wuschelkopfes. Was sie lernen muß, wenn sie wieder genug Kraft hat, aufzustehen, muß sie den blauen Strahl lernen“. „Blauer Strahl?“, fragte Fisty. „Wozu ist der gut?“. „Das ist eine effektive Kraft, um den Feind so weit wie möglich davon zu schleudern“, sagte Mystik.

 

 

Nach einer Weile wachte Bianca wieder auf. Sie schaute an sich hinunter und sah, daß sie aussah, wie die anderen blauen Wuschelköpfe und bemerkte, daß sie zwei Bänder an ihren Handgelenken trug. „Wow“, dachte sie. „Ich bin jetzt so schlagfertig wie Mystik“. Dann hielt sie inne. Sie bekam Hunger, sah sich um und sah ihre Freunde. „Hey!“, rief sie. „Mystik, Rush, Poysan, Mystileo! Könnt ihr mal bitte herkommen?“. Sie kamen zusammen mit Dominik zu ihr. „Was ist, Bianca?“, fragte Dominik. „Ich habe Hunger“, sagte sie. „Ach so. Hätte ich fast vergessen“, sagte er. Er ging erneut zu den anderen Wuschelköpfen und kam nach einer Weile mit einem riesengroßen Blatt zurück. Auf diesem waren Insekten. „Ihhhhhh!“, sagte Bianca und streckte angewidert die Zunge raus. „Das esse ich nicht. Habt ihr nichts anderes?“. Dominik schüttelte den Kopf. „Komm schon. Das schmeckt lecker und gibt dir Kraft“, sagte Mystik. „Außerdem hört man deinen Magen ganz schön laut knurren“. „Nein“, sagte Bianca nochmal. „Ich esse keine Insekten. Ich bin doch kein Frosch, sondern ein Wuschelkopf“. „Mhmmmm“, dachte Dominik und versteckte die Insekten hinter seinem Rücken. „Mach mal die Augen zu“. Bianca gehorchte. „Nun öffne deinen Mund“, sagte er. Bianca tat es. Dominik legte ihr eine handvoll Insekten auf die Zunge. Bianca machte den Mund zu und kaute. Dann schluckte sie. „Was ist das?“, fragte sie, als sie noch immer die Augen zu hatte und den Mund erneut öffnete. „Schmeckt lecker“, sagte sie und öffnete die Augen. Sie würgte alles hinunter, als Dominik ihr das Blatt zeigte, auf dem noch ein paar Insekten waren. „Hab ich die alle gegessen?“, fragte sie erschrocken. Mystik nickte. Bianca schluckte hörbar und strich über ihren Bauch. „Ich kann nicht glauben, daß in meinem Magen Insekten sind“, sagte sie. „Aber irgendwie war es doch lecker. Gib her“. Sie nahm Dominik das Blatt aus der Hand und schüttete sich den Rest in den Mund, die auch schon schnell verschlungen waren.

 

Ich fühle mich schon viel besser“, sagte Bianca fröhlich und kam zu den anderen Wuschelköpfen. „Was ist eigentlich passiert, daß ich hier bin?“. „Ach so, daß du schon mal darüber mit uns gesprochen hast, davon weißt du nichts mehr?“, fragte Marie „Naja, du warst ziemlich verwundet mit einer großen Beule auf einer Lichtung gelegen und Poysan hat dich gefunden“. „Ach so“, sagte Bianca und wandte sich an Poysan: „Danke“. Poysan nickte. „Du mußt gegen Meister Falke und Ivy kämpfen“, sagte Poysan weiter. „Außerdem habe ich von Suzanna schon lange nichts mehr gehört“. „Meister Falke!“, Bianca ballte Fäuste und setzte einen zornigen Blick auf, als sie sagte: „Der kann etwas erleben!“.

 

Suzanna beobachtete den Trubel. „So so, Bianca ist also bei den blauen Wuschelköpfen gelandet. Na das wird Meister Falke gar nicht gern hören, daß sie noch lebt. Das kleine Biest ist morgen dran!“, dachte sie und sprang durch die Baumkronen.

 

Bianca wollte gerade aufstehen, als Marie sagte: „Du mußt noch den blauen Strahl lernen. Nur so kannst du Meister Falke besiegen“. Bianca seufzte. „Und wieso habe ich diese Armbänder an?“. „Damit kannst du das Gleiche wie ich“, sagte Mystik und zeigte es ihr. Bianca nickte und staunte, als es ihr ebenfalls gelang, sich am Enterhaken zu schwingen und mit deren Hilfe durch die Bäume zu klettern.

 

 

Am nächsten Tag war dann der erste große Kampf gegen Suzanna. Bianca erkannte sie zwar nicht, bemerkte aber die Stärke, der sie geschickt auswich und mit der Macht der Rose die Macht des Yingyang konterte. Dann geschah etwas, was niemand für möglich gehalten hätte: In Biancas linker Hand glühte es und sie ließ den erlernten blauen Strahl auf die Gegnerin los, die ihr wahres Ich zeigte. „Suzanna?!“, fragte Bianca verwundert. „Wieso kämpfst du gegen mich, wo du mich doch immer unterstützt hast?!“. Suzanna lachte. „Du kleines Dummerchen. Hast du nicht bemerkt, daß ich dich hintergangen habe? Ich habe dir nur die Kräfte gegeben, die gegen meine absolut wehrlos ist. Ich war schon immer auf der Seite der Bösen. Schade, daß du nicht auf der Lichtung umgekommen bist“, sagte Suzanna hämisch. „Ich mache dich fertig! Seit ich die Yingyangkraft in meiner Gewalt habe bin ich stark genug, um gegen deine Rosenkraft stark genug bin. Ich komme wieder“. Sie sprang durch die Baumkronen davon. Bianca schaute ihr fassungslos hinterher. „Suzanna hat mich also die ganze Zeit belogen“, dachte sie. „Aber warum??? Warum hat sie das gemacht?! Ich verstehe es einfach nicht“.

 

 

Nachdenklich saß sie auf einem Baumstumpf. Rush und Marc kamen zu ihr. „Was ist?“, fragte Marc. „Ich verstehe es einfach nicht“, sagte Bianca immer wieder. „Daß Suzanna auf der Seite der Bösen ist. Warum hat sie mir früher geholfen? Warum hat sie mich nicht einfach in den Verderb stürzen lassen, wenn sie will, daß ich umkomme? Oder die Sache, mit der Reise durch den Körper: Warum hat sie nicht meine Tarnblase platzen lassen, damit ich in den Sekreten umgekommen bin? Warum hat sie mich nicht verhungern lassen? Ich verstehe Suzanna einfach nicht. Hat sie das alles gemacht, um zum Schluß mir gegenüber zu stehen, um mich persönlich zu erledigen?“. „Ich verstehe Suzanna auch nicht“, sagte Mystik. „Warum hat sie ihr geholfen, wenn sie will, daß Bianca umkommt? Bestimmt hat Meister Falke sie verhext. Wir müssen ihn besiegen“. Marc nickte. „Wenn wir Meister Falke besiegen, wird Suzanna wieder die sein, die sie einmal war. Das hat ihr Meister Falke bestimmt eingeredet“, sagte Marc und legte Bianca eine Hand auf die linke Schulter. Sie seufzte nur. Sie sagte: „Dann hätte sie aber garantiert nicht meine Yingyangkraft. Die hätte sich Meister Falke bestimmt sofort an sich gerissen. Aber Suzanna hat sie immer noch. Sonst würde ich ja die Logik erkennen. Naja, auch nicht so wichtig. Meister Falke muß gestoppt werden. Ich darf aber nicht erkannt werden“. Mystik nickte seinem Vater Dominik zu, der etwas bauen ging. Nach einer Weile rief Dominik Bianca zu sich und zeigte ihr ein Gefährt, das aussah, wie ein fliegendes Auto. „Darf ich vorstellen? Das ist das Fahrzeug der blauen Wuschelköpfen. Hier bekommst du noch ein Amulett, mit dem du das Fahrzeug steuern kannst. Du kannst es schon mal testen. Ich und Mystik kommen mit“, sagte Dominik und Bianca nickte. Sie kletterte in den Schacht, der so ähnlich war wie bei einem U-Boot und fand sich im Inneren des Gefährten wieder. Sie warf es an und es funktionierte. Da Bianca jedoch noch nie ein Auto gesteuert hatte, erklärte Mystiks Vater ihr alles: „Hier ist dreifacher Raketenwerfer, hier ist die Auslösung einer Panzerfaust und hier kannst du einen Haken abschießen. Dann kannst du durch Drücken dieses Knopfes Fliegen, dieser wiederum löst Gewehrschüsse aus“. Bianca schaute sich alles an und nickte. Sie schafft es, das Gefährt zu bewegen. Sie wollte alles ausprobieren und drückte alle Knöpfe. „Wow“, sagte sie. „Das Ding hat ja alles, was man braucht, sogar einen Schutzschild“. Dominik nickte. „Damit kannst du dich gegen Attacken anderer schützen, falls wir angegriffen werden“. Zur Zeit flogen sie. Suzanna saß auf einem Baum und staunte nicht schlecht, als sie das Flugauto vorbei fliegen sah. „Das waren bestimmt diese blauen Wuschelköpfe“, dachte sie und blieb sitzen. „Mhmmmmm... Bianca zu besiegen wird eine Leichtigkeit sein, seitdem ich ihr diese Yingyangkraft abnehmen konnte“. Sie kicherte vor sich hin. „Und dann alle Wuschelköpfe auf sie loslassen. Meister Falke kann das bestimmt“, dachte sie hämisch und ging davon. Davon ahnten Dominik, Marie, Mystik, Poysan, Rush, Bianca und die anderen Wuschelköpfe noch nichts. Sie schickten Marc los, das Versteck von Meister Falke ausfindig zu machen. Er flog los, Heliocanos blieb in seiner Nähe, falls etwas passieren sollte. Bianca und die anderen konnten nur warten und hoffen. Doch nach einer Weile tauchten Meister Falke, Ivy und Suzanna auf. Schützend stellte sich Bianca vor die blauen Wuschelköpfe und ihre Freunde. Sie sah wütend zu dem feindlichen Trio. Meister Falke, Ivy und Suzanna lachten nur. „Du willst uns besiegen?!“, sagte er hämisch. „Du hast ja nicht mal mehr diese Yingyangkraft!“. „Die brauche ich nicht“, fauchte Bianca und ließ in ihren Händen den blauen Strahl entstehen, den sie auf das feindliche Trio schleudert, das daraufhin sehr weit davon flog. Bianca starrte den Bösen hinterher, als Marc und Heliocanos eintrafen. „Haben wir etwas verpaßt?“, fragte Marc. „Yepp“, kam es von Bianca. „Ich habe gerade Meister Falke, Ivy und Suzanna besiegt“. „Ach die“, sagte Marc. „Sind irgendwo tief im Sumpf gelandet und streiten sich. Suzanna ist inzwischen wieder alleine“. „Na, hoffentlich kommt sie zurück“, sagte Bianca. „Ich vermisse sie“. „Da muß ich dich leider enttäuschen. Die ist endgültig böse“, sagte Heliocanos. „Naja, egal“, sagte Bianca. „Ich habe ja Mystiks Familie, die mir alles beigebracht haben“. Alle nickten und freuten sich mit ihr. Sie lagen noch lange auf dem Waldboden und schauten sich die Sterne an. ENDE

 

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

3. (Beispielskapitel 1)27.07.2010

 

Bianca Forever and Friends – volle Power / The great Escape

 

 

Nachdem Bianca gegen die bösen Adebars gekämpft und gewonnen hatte, schwor Natascha Rache, für das, weil Bianca ihren Freund Daniel und Oililly hinter Gitter gebracht hatte. Natascha schleuste heimlich die Dunkelelfe Marie bei den Feen ein, die alle zur Flucht verhelfen sollte.

 

Nach ein paar Tagen wuchs die böse Truppe erneut. Marie hatte nämlich nicht nur Daniel und Oililly zur Flucht verholfen, sondern auch dem Balistia-Duo und den Crace-Drillingen.

 

 

Davon ahnte Bianca nichts. Ganz ruhig saß sie auf Cloud Mountain und meditierte. Ihre Kräfte hingegen regenerierten sich nur langsam, doch mit dem Rosenbrunnenwasser wurde sie Tag für Tag stärker. Auch ihr schwarzes Mal am linken Arm machte ihr kaum noch Probleme, weil es jeden Tag mit dem Rosenbrunnenwasser abgewaschen wurde, was etwas brannte, doch mit jedem Waschen gingen die Schmerzen weg, wurden immer weniger. Doch Bianca hatte dennoch ein Problem: Kaum hatte sie etwas gegessen, grummelte es jedoch erneut in ihrem Bauch, sodaß es den Wuschelköpfen ziemlich auf die Nerven ging, doch sie versuchten, Bianca zu helfen. Mit Rosas heilenden Kräften bekam Bianca fast jedes Problem in den Griff. Eines Tages würde es jedoch soweit sein...

 

 

Bianca sollte die Erste sein, die die feindliche Truppe sah. Ganz ruhig saß sie auf Cloud Mountain und sah verträumt in den Himmel, als sie einen großen Schwarm am Horizont erblickte. Erschrocken sprang sie auf und rief den anderen Wuschelköpfen zu: „Sie kommen! Die Adebars wollen sich rächen! Alle in die Festung!“ Die Wuschelköpfe bekamen Panik, rannten alle in die schwebende Festung. Stomica ließ diese sofort unsichtbar werden. Auch Rosa war dabei.

 

Als die Adebars mit Natascha, Daniel, den Balistias, den Crace-Drillingen und Oililly und Lee Cloud Mountain erreichten, waren die Wuschelköpfe schon weg. „Mist!“, fluchte Oililly. „Sie sind abgehauen!“ „Aber eines schwören wir dir!“, schrie Natascha. „Wir kriegen dich, Bianca Forever! Egal, wo du bist!“ „Los!“, rief Daniel. „Alles nach der fliegenden Festung absuchen!“

 

 

Währenddessen lief Stomica unruhig auf und ab. „Was ist los?“, fragte Rush. „Naja“, sagte Stomica. „Ich mache mir Sorgen um Bianca. Jetzt haben wir ein neues Problem und Bianca ist immer noch ziemlich schwach und das böse Mal macht ihr ziemlich zu schaffen“. „Naja“, sagte Rush. „Aber schuld war das ‚P’. Als nämlich das ‚P’ aktiv wurde, hat Bianca so viel verloren. Du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen, Stomica. Bianca ist außer Lebensgefahr. Jetzt können wir allerdings nur noch auf Rosa und ihre heilenden Kräfte oder das Rosenbrunnenwasser hoffen“. Stomica seufzte. „Gehen wir zu ihr“, sagte Rush. „Bianca würde es bestimmt gut tun, wenn jemand bei ihr ist“. Stomica nickte.

 

Als die Beiden zu Bianca ans Bett kamen, schlief sie.

 

Wie friedlich sie schläft“, sagte Stomica. „Aber sie atmet schwer“. „Das kommt daher, weil das ‚P’ noch in ihrem Körper ist, obwohl die schwarze Macht draußen ist, muß Biancas Kreislauf das ‚P’ erst verdauen“, sagte Rush. „Und wenn sie so wenig Kraft hat, durch unseren letzten Kampf, kann das eine Weile dauern“. „Ach du meine Güte“, sagte Stomica. „Was sie schon alles durchmachen mußte“. Die Beiden nahmen sich in die Arme.

 

Nach einer Weile wurde Bianca wach. „Ach, ihr seid das“, sagte sie. „Mann, habe ich gut geschlafen“. „Wie geht es dir?“, fragte Rush. „Gut“, kam es von Bianca und sie gähnte und streckte sich. „Jetzt habe ich aber Hunger“. „Ich bringe dir was“, sagte Stomica. „Rush bleibt bei dir“. Dann ging sie. Bianca und Rush unterhielten sich. „Wir haben neue Gegner“, sagte Bianca. „Und ich habe das Gefühl, Natascha will sich gewaltig an uns rächen. Wir müssen auf der Hut sein. Die Adebars suchen uns“. Rush nickte. „Dein Geschrei war ja nicht zu überhören“, sagte er. „Bis dahin mußt du aber wieder bei Kräften sein“. Bianca nickte. „Aber wo sollen wir uns denn nur solange aufhalten?“, grübelte sie. Sie schaute auf ihren Bauch. „Ja, ich weiß“, Bianca nickte, als sie das sagte. „Man soll nicht mit leerem Magen grübeln. Da ist der Kopf so leer. Der knurrt aber auch wieder ziemlich laut, diesmal“. „Sei unbesorgt“, sagte Rush. „So lange wir bei Stomica sind, sind wir sicher. Sollte sie nicht schon längst wieder zurück sein?“ Auch Bianca zuckte mit den Achseln. „Vielleicht was passiert“, sagte sie daraufhin. Sie stand auf.

 

Trotz Schwäche und Hunger rannte Bianca zusammen mit Rush durch die Gänge. Sie erschraken, als sie das sahen: Stomica lag auf dem Boden. Dann schauten die Beiden aus dem Fenster: rot. Sie schauten aus dem anderen: rot. Dann rannten sie auf eine Terrasse und sahen es: Sie waren mitsamt der fliegenden Festung verschlungen worden. „Das darf doch wohl nicht wahr sein“, sagte Rosa, die ebenfalls gerade auftauchte. „Wer würde eine ganze Festung mitsamt Bewohnern verschlucken wollen?“ „Naja, ich weiß es nicht so...“, grübelte Bianca nachdenklich. Rush tippte ihr auf die Schulter: „Du hast doch noch gar nichts gegessen. Weißt du noch, vorhin? Du grübelst schon wieder, hast aber noch nichts im Magen“. „Ah, ja, stimmt“, hörten sie Stomica hinter sich. „Bianca hat ja Hunger. Habe ich ganz vergessen. Hier“. Sie gab Bianca etwas, das sofort verschlungen war. Sie rieb sich über den Bauch. „Das war lecker. Was war das?“, fragte sie. „Kekse mit Erdbeeren“, sagte Stomica. „Willst du noch ein paar?“ Bianca nickte. Sie verschlang alles. Als sie alles verdrückt hatte, fragte sie: „Wann hast du gemerkt, daß wir verschlungen wurden?“ „Naja“, sagte Stomica. „Gemerkt habe ich es nicht“. „Stimmt“, sagte Marc, der nun ebenfalls auftauchte. „Das konnte man nicht bemerken“. „Das stimmt“, sagte Stomica. „Ich habe nur zufällig aus dem Fenster gesehen und auf einmal dieses Rot. Dann weiß ich nichts mehr“. „Aber wer würde eine Festung schlucken?“, fragte Rosa nochmal. „Naja, ich denke, daß Oililly dahinter steckt“, sagte Bianca nachdenklich. „Aber sicher bin ich mir nicht. Aber sie kann sich bestimmt noch in ein Ungeheuer verwandeln und dann hat sie die Festung geschluckt, um sich an uns zu rächen“. Sie aß dabei die letzten Kekse. „Aha“, sagte Marc, der nun auch Hunger bekam. „Hast du noch ein paar von diesen Erdbeerkeksen? Hab ein wenig Hunger“. „Sorry“, sagte Bianca. „Hab alle verdrückt. Sind alle in meinem Magen“. „Ich hätte noch ein paar“, sagte Stomica. „Hole dir“. Marc nickte. Dann bekam auch er von den Keksen. „Die sind wirklich lecker“, sagte Marc. Auch die anderen bekamen von den Erdbeerkeksen. Sie waren ebenfalls begeistert.

 

Als auch die anderen ihre Kekse gegessen hatten, wurde nachgedacht. Auf einmal meldete sich Suzanna: „Nehmt euch an den Händen. Ich teleportiere uns aus diesem Magen raus“. Alle nahmen sich an den Händen und wurden zusammen mit Suzannas Teleportationskraft in Lukas früheres Quartier gebeamt. Sie flohen in die unterirdischen Gänge, die Lukas und seine Wuschelkopf-Bande gegraben hatten.

 

 

Oililly war inzwischen wieder auf Normalgröße geschrumpft. „Mist, sie sind entkommen!“, fluchte sie. „Da habe ich diese Festung geschluckt, die liegt mir jetzt wie ein Stein im Magen und die Wuschelköpfe konnten fliehen! Aber nicht mehr lange! Ich kriege euch!“

 

 

Bianca und die Wuschelköpfe waren im unterirdischen Labyrinth von Lukas untergetaucht. „Na toll“, sagte Stomica. „Jetzt habe ich meine fliegende Festung verloren und jetzt können wir nicht an die Oberfläche ohne gefangen zu werden“. „Das stimmt“, sagte Marcella. „Aber Bianca ist noch ziemlich geschwächt. Ich glaube, wir sollten uns vorerst von ihr trennen“. „Spinnst du?!“, fragte Stomica. „Bianca braucht Hilfe. Ohne die Macht der Rosen ist sie völlig wehrlos. Ich bleibe bei ihr. Das sehen die anderen Wuschelköpfe bestimmt auch so oder?“ Die anderen Wuschelköpfe nickten. Bianca atmete jedoch schwer. „Ich brauche Kraft“, krächzte sie. Dann brach sie zusammen. Schnell wurde eine Flasche voller Rosenbrunnenwasser an den Mund gehalten. Bianca schluckte es schnell. „Sie scheint ziemlich Durst zu haben“, sagte Marcella. „Naja“, sagte Marc, der Bianca die Flasche hielt. „Sie ist sehr schwach und das Rosenbrunnenwasser baut ihre Kräfte wieder auf. Es dauert immer noch zu lange, bis sie wieder ihre volle Kraft haben wird“. Als die Flasche leer war, konnte Bianca wieder aufstehen. „Was ist denn passiert?“, fragte sie irritiert. „Naja“, sagte Marc. „Du bist zusammengebrochen und dann habe ich dir Rosenbrunnenwasser zu trinken gegeben. Ich glaube, du kriegst Hunger. Dein Kreis auf dem Bauch leuchtet“. Bianca nickte. „Da hast du Recht. Ich habe auch schon ein leeres und flaues Gefühl im Magen. Wir können aber nicht raus. Die Bösen suchen uns“. „Auch wieder wahr“, sagte Stomica. „Seitdem sie wußten, daß wir auf Cloud Mountain waren. Wenn ich doch bloß meine Festung hätte...“ Sie seufzte. „Vielleicht kann ja ich Bianca etwas zu essen besorgen“, sagte Lukas. „Aber sei vorsichtig“, sagte Suzanna. Lukas nickte.

 

Bianca lag inzwischen wieder auf der Trage aus Zweigen und Stroh. Die Wuschelköpfe waren ratlos. Sie wußten nicht, wie sie Bianca helfen sollten. Bianca jedoch schaute ins Leere. Ihr Bauch rumorte.

 

 

Lukas wanderte inzwischen durch das Gebüsch. Er kam an einem Himbeer- und Erdbeerstrauch vorbei und pflückte die Beeren, die er dann in seinen Umhängebeutel steckte. Immer wieder sah er sich um, um auch sicherzugehen, daß er nicht beobachtet wurde. Durch das Gebüsch schlich er sich auch wieder zurück und schaute sich um, ehe er in das unterirdische Versteck ging. Dort gab er Bianca die Beeren. Bianca freute sich und fing an, genüßlich die Beeren zu essen. Auch die anderen, die ebenfalls Hunger hatten, aßen mit.

 

Als Bianca genug gegessen hatte, bekam sie erneut Rosenbrunnenwasser zu trinken. Dann passierte es: Bianca fing an zu glühen, hatte auf einmal Kleidung an und eine Krone auf dem Kopf. „Das gibt es doch nicht“, sagte Rosa. „Bianca, ich glaube, du bist die Wiedergeburt der Rosenkönigin“. „Rosenkönigin?“, fragte Bianca neugierig. Rosa nickte. „Du kannst so viel Macht aus den Rosen haben wie du möchtest. Das Beste ist: Das Rosenbrunnenwasser hat dir endlich die Macht der Rosen zurückgegeben“. Bianca staunte. „Fühle mich auch viel stärker“, sagte sie. „Gleich morgen werden wir es den Bösen heimzahlen“. „Bist du dir da wirklich sicher?“, fragte Suzanna. „Ich meine, körperlich scheinst du noch nicht fit zu sein. Jedenfalls machst du den Eindruck auf mich. Mußt es aber selbst wissen“. Bianca nickte. „Werde das schon hinkriegen“, sagte sie. „Schlafen wir erstmal darüber. Morgen sieht es schon besser aus“. Suzanna nickte. Dann schliefen alle.

 

Am nächsten Tag traute sich Bianca endlich wieder an die Erdoberfläche. Die anderen Wuschelköpfe folgten ihr. Oililly war wieder ein großes Ungeheuer. Als sie Bianca sah, wollte sie diese erneut verschlingen, doch Bianca hatte genug Rosenkraft, um ihre Wendigkeit einzusetzen. Immer wieder sprang sie hoch oder zur Seite, wenn Oilillys Zunge auf sie zu schnellte. Dann glühte etwas in Biancas Händen und sie warf mit Rosenkugeln auf Oililly, die zur Normalgröße schrumpfte. Dann ließ Bianca die erschöpfte Oililly erneut abführen.

 

Natascha, Daniel, die Crace-Drillinge und das Balistia-Duo, die den Kampf beobachteten, sahen es und versteckten sich vorerst vor den Wuschelköpfen.

 

 

Mann, hab ich Hunger“, sagte Bianca und holte mit dem Zungentrick, mit dem sie von Oililly geschnappt werden sollte, einen Apfel vom Baum. Diesen verschlang sie unzerkaut. So machte sie es mit noch einigen Äpfeln, bis sie satt war. Marc, der sie dabei beobachtete, fragte sie: „Und was machst du, wenn dir die Äpfel im Hals stecken bleiben?“ „Iwo“, sagte Bianca und nahm Marc in den Arm. „Ist keiner stecken geblieben“. „Ja, bis jetzt“, sagte Marc wieder. „Aber was machst du, wenn dir wirklich einer im Hals stecken bleibt?“ „Dann würge ich ihn wieder hoch“, sagte Bianca lässig. „Aber ist ja noch nicht passiert. Sind alle in meinem Magen. Naja, wenn man Hunger hat, macht man allerhand verrückte Sachen“. „Das stimmt“, sagte Marc und zwinkerte Bianca zu: „Habe es auch gerade probiert. Klappt supi“. Bianca nickte. „Na also”, sagte Bianca erneut. „Ist irgendwie witzig, wie?” Marc nickte. „Bianca scheint es besser zu gehen“, sagte Stomica. „Bin ich froh, daß sie wieder bei Kräften ist“. Amüsiert sah sie Bianca und Marc zu, wie sie über den Rasen wirbelten. „Naja“, sagte Marcella zu Stomica. „Erst mußte dieses ‚P’ aus ihrem Körper, dann mußte sie sich erholen. Dank dem Rosenbrunnenwasser ist sie wieder fit“.

 

 

So kam es jedoch, wie es kommen mußte: Sie wurden angegriffen. Nun stellte sich heraus, welche Macht am stärksten war: Die Macht der Rosen oder die Macht der Finsternis. Für den Anfang sah es so aus, als ob die Macht der Finsternis die Oberhand behalten würde. Immer wieder trafen die Bösen ins Schwarze. Bianca taumelte, doch sie gab nicht auf, im Gegenteil: Sie schaute wütend und fletschte die Zähne. In ihren Händen glühte etwas. Mit dem Etwas warf sie auf die Bösen. Doch das war nicht alles. Bianca attackierte mit einem dermaßen mächtigen Faustschlag, daß sogar sie gegen einen Baum nach hinten flog und erschöpft sitzen blieb. Die Bösen wurden abgeführt. Bianca schwitzte, ging aber mit den anderen auf ‚Light Mountain’, um vorerst mal Ruhe vor dem Bösen zu haben. ENDE

 

 

0 Kommentare | Kommentar hinterlassen | Link

Seite 1 von 2
Vorherige Seite | Nächste Seite