10monateAUSTRALIEN
Far North Queensland Trip

25.11.2007 um 05:30 AM in aus Australien | Kommentare: [ 2 ] | Kommentieren

 

Ich bin wieder daaa! Gestern frisch aus Queensland wiedergekommen. Naja, mehr oder weniger frisch. War insgesamt ne ziemlich anstrengende Woche. Und da ich ja auch erst meinen Flug um 8pm hatte, bin ich erst um 1.30am ins Bett gekommen. Aber ich bin schon fleissig dabei, den ganzen Schlaf wieder aufzuholen. Und insgesamt war’s auf jeden Fall die Erfahrung wert, gefahren zu sein. Auch wenn’s nicht ganz das war, was ich mir vorgestellt hatte. So einige Sachen sind da doch etwas schief gelaufen. Und ich hab mir vorgenommen ich werd nie wieder mit einer Gruppe von 121 Schuelern plus 9 „Aufpassern“ wegfahren. Es ist einfach.... zu viel. Man wartet immer stunden lang auf irgendeinen Doesel, der zu spaet kommt, das ganze Hotel ist total genervt von der lauten Truppe, man hat gar nicht die Chance, wenigstens die Haelfte der Leute besser kennenzulernen, es bilden sich total viele kleinere Gruppen  und der Gruppenzwang ist total stark. Ganz besonders schlimm fand ich ja die „Aufpasser“, die einfach nicht ihren Job machen konnten. Eigentlich waren das ja recht viele, also pro Coordinator waeren das nicht einmal 14 Schueler gewesen. Das waer ja machbar. Aber denen lag’s ueberhaupt nicht daran, die Gruppe unter Kontrolle zu kriegen. Und deshalb ist das dann auch etwas ausgeartet. Echt, ich hab mich manchmal schon gefragt, wo ich bin. Die hatten den Schuelern selbst Alkohol gekauft, waren betrunken, haben geraucht wie bloede und allgemein die Schueler eher bei ihren Dummheiten unterstuetzt. Ich find’s einfach bescheuert, weil die Eltern denken, ihre Kinder seien in sicheren Haenden und dann kommt da vielleicht ihre Tochter schwanger nach Hause.

Naja, ich will mich hier jetzt nicht zu doll ueber die negativen Sachen aufregen. Ich werd das im Laufe dieser Woche meiner Coordinatorin oder irgendwem von SCCE sagen. Das Bloede ist halt, dass das, was passiert ist, wirklich das war, was die meisten Schueler wollten. Deshalb gehoer ich eher zu der Minderheit, die was dagegen hat.

Aber in der zweiten Haelfte hatte ich dann endlich Leute gefunden, die nicht mit dem ganzen Gruppenzwang („wenn der Sex hat, muss ich das auch“) mitgegangen sind, und dann war’s auf jeden Fall besser.

Ich schreib jetzt einfach mal eine Liste, was wir pro Tag so gemacht haben:

1. Tag, Freitag, der 16.November: Frueh aufstehen angesagt! 4.30am genauer gesagt, um um 5am los zum Flughafen zu fahren. Rose hatte uns (Fenja, Anna und mich) netterweise dorthin gebracht. Um 7Uhrirgendwas ging unser Flug. Es dauert 3 Stunden von Melbourne bis nach Cairns. Als ich dort ausm Flugzeug gestiegen bin, schlieg mir diese stickige Luft gleich entgegen. Queensland ist ja ein sehr tropisches Gebiet. Und da ich noch nie in den Tropen gewesen bin, war’s fuer den ersten Tag ein sehr komisches Gefuehl, als wenn man im durchsichtigen Nebel badet und schlecht Luft kriegt. Aber man gewoehnt sich dran. Mit dem Bus ging’s dann zu unserem Hotel. Echt wunderschoen aufgebaut. Viele Palmen, dadurch viel Schatten, das beste Essen ueberhaupt, und drei Pools. Dort sind wir natuerlich gleich erstmal reingesprungen! Es war sehr schwer, irgendwelche Leute zu finden, weil sich sofort Gruppen gebildet haben. Die Italiener, die Brasilianer, Franzosen, Norweger,...halt immer nach dem Land. Wir waren unglaublich viele Deutsche: 30 Maedchen und 19 Jungs. Unter denen haben sich dann auch Gruppen gebildet. Aber irgendwie ist man ja jetzt nicht im Ausland auf nem Trip mit 120 internationalen Schuelern, um nur mit Deutschen rumzuhaengen und nur deutsch zu reden. Aber darauf ist es dann letzendlich hinausgelaufen.

Abends hatten wir alle dann ein Treffen, was im Prinzip nur irgendein Gelaber war, was man entweder schon dreimal gehoert hat, oder nicht wissen brauchte. Am Ende wurden wir dann in fuenf verschiedene Teams eingeordnet. Ich war in dem roten Team, also hatte ich ein rotes Armband um die Hand gekriegt. Es gab immer Punkte fuer Sachen, wie wenn man die Koffer der Coordinatoren getragen hat, sie massiert hat, oder halt irgendwie auf ne andere Art nett zu denen war. Und Abzugspunkte wenn man zu spaet war (oder Sex im Pool hatte..,*huuust*). Ich war davon nicht wirklich motiviert, weil’s letzendlich doch einfach nur darum ging, die Schueler zu motivieren. Und um gleich mal die Spannung vorneweg zu nehmen: das rote Team hat verloren. Da ist bei mir echt eine Welt zusammengebrochen *ironie*

So um 11 (fuer mich ja schon 12, wegen des Zeitunterschiedes) ging’s dann endlich ins Bett. Achso: ich war mit Lindy (Canada), Melanie (Deutschland) und Fenja in einem Zimmer. Hatte nach unserer Ankunft son riesen Chaos gegeben, weil wir viererGruppen bilden sollten, ohne dass aber alle da waren. Die Unfaehigkeit der Aufpasser hatte das ganze nur noch verschlimmert...

2.Tag, Samstag, der 17. November: erstmal lecker Fruehstueck mit den besten Croissants ever. Und dann sind wir alle mit Sack und Pack in mehrere Busse und los. Ach – und zum Wetter: REGEN. Nix anderes. Ein paar Tage davor war dort in der Naehe naemlich ein Zyklon, und das, was davon noch ueber war, hatte uns tagelangen Regen beschert. Suuuuuper. Zwischendurch haben wir Halt gemacht um was zu essen, und haben danach eine Bootstour gemacht. Geplant war, dass wir ganz viele Krokodile von ganz nah sehen....soweit der Plan. Geklappt hatte das nicht wirklich. Wir hatten EINS gesehen, was nur einen Meter lang war, am Ufer gelegen hat, und nichts gemacht hat. Ach, und spaeter war da ein dunkler Fleck im Wasser, wo der Bootsmann ganz ueberzeugt behauptet hat, das waere auch eins. Okay, ich war ja ein bisschen verwoehnt mit unserer Bootstour in Central Australia, wo wir echt viele gesehen hatten, und auch Salzwasserkrokodile (die dann bis zu 6m lang werden). Es ist halt sone Glueckssache. Und in Queensland hatten wir Pech. Spaeter meinte der Bootsmann dann, er haette eine wunderschoene Schlange im Baum ueber uns gesehen. Er war der einzige. Spaeter hatte er dann eine 30cm „lange“ Schlange von nem Ast gepflueckt um uns zu zeigen. Das war so ziemlich das einzige Tier, was wir von nah auf der ganzen Tour gesehen hatten.

Dann ging’s weiter zu unserer naechsten Unterkunft, wo wir fuer die naechsten drei Naechte geblieben sind. Es hiess irgendwas wie „Crocodilys“ und war in der Mitte vom Regenwald. Eigentlich echt cool, so nah an der Natur zu sein, nur ein bisschen lang. Vor allem, weil’s halt immer noch wie aus Eimern gegossen hatte. Was soll man da schon machen?? Geplant war nix, wir hatten halt verschiedene Moeglichkeiten, wie zB auf verschiedene kleine Wanderungen zu gehen oder 3km zum naechsten Pool zu laufen, 5km zum naechsten Eisladen und 8km zum naechsten Supermarkt. Zum Strand waren’s aber zum Glueck nur 2,5km.

Abends wurden Nachtwanderungen angeboten. Das hatte ich dann gleich am ersten Abend gemacht, um 8.30pm. Jeder hatte eine Taschenlampe, um sich den Weg oder irgendwelche mordsgefaehrliche Insekten anzuleuchten. Und wessen Baterie ist alle geworden? –MEINE! War aber trotzdem total spannend. Ich glaube, ich bin noch nie so nah an so vielen Spinnen zu gleich gewesen. Und die eine sieht ja widerlicher aus als die andere. Schon nervenkitzel... Hatten uns total gefreut, als wir eine knallorange Echse an nem Baum ueber uns gesehen hatten. Spaeter wurde uns dann erzaehlt, das die nicht echt war und sie nur wer dorthingeklebt hat, weil’s der Geburtstag des Nachtwanderung-leiters war. L

Danach war dann Party. Ich kann nur sagen: ich freu mich so auf richtig gute deutsche Partys. Denn das war eine super schlechte. Und die darauffolgenden auch. Es wurde schoen frueh angefangen zu trinken, damit man jar stockbesoffen ist, wenn die Party so richtig los geht. Die ganze Zeit Trinkspiele und einfach nur betrunkene Leute ueberall. Halloooo...wo ist denn der Sinn, wenn man nicht mal weiss, was man tut und sich am naechsten Morgen eh nicht dran erinnern kann?? Naja, ich hatte dann Jourdan (die Amerikanerin von meiner alten Schule), Tomoko (Japanerin, die aber in Deutschland lebt) und Philisia (aus den Niederlanden) gefunden, die das zum Glueck so wie ich gesehen hatten.

Um 12 musste dann die Musik ausgeschaltet werden, und es ging Richtung Bett (zumindest fuer uns, was die anderen gemacht haben, will ich gar nicht wissen).

Ich war in einem 7er-Zimmer mit Tomoko, Annika (aus Norwegen – suuuupernett), Melanie (Deutsch), Karen (Holland), noch einem Maedchen aus Holland und einem Maedchen, wo ich gar nicht weiss, wo sie herkommt.

3.Tag, Sonntag, der 18. November: frueh aufstehen, weil ich mich fuer Kayaking eingetragen hatte. Komischerweise war deren Liste aber zu lang und ich konnte nicht mehr mit. Toooll. Morgens sassen wir eigentlich nur in der dining area (wo es trocken war) und ich weiss gar nicht mehr, was wir sonst noch gemacht hatten. Ich glaube wir sind zum Strand gefahren (die hatten Busse, die da im zweidrei Stunden Abstand hingefahren sind) und zurueckgegangen. Und spaeter hatten wir noch sonen ausgeschilderten Spaziergang durch den Regenwald gemacht.

Abends war dann die ‚group performance’ der Teams. Ich hab mich ganz klein gemacht, und bin so drumherum gekommen. Das rote Team hatte „Brasilianischen Tanz“ gemacht, weil die Brasilianer die einzigen waren, die keinen Scham hatten, auf der Buehne irgendetwas vorzufuehren. Insgesamt gab es nur ein Team (das blaue), das eine echt gute Vorfuehrung hingelegt hatte: eine total alberne Modenschau.

Und danach war....na, wer will raten?..... „Party“! (=sich vollsaufen und mit so vielen Leuten wie moeglich rummachen)

4.Tag, Montag, der 19. November: wieder frueh morgens aufstehen, aber dieses Mal hat es wirklich geklappt mit dem kayak fahren. Um 8 ging’s los mit dem Bus an den Strand, und dann in die Kayaks! Ich war mit Sean (Deutsche aus Sydney) in einem Boot. Joah, war schon cool. Hatte einmal angefangen zu regnen, aber ansonsten war’s trocken. Es hatte sogar ein bisschen gehagelt als wir da mutterseelenallein in dem kayak auf weiter See vor uns hingeschaukelt sind.

Nach dem Mittagessen bin ich mit ein paar anderen Leuten zu der ice cream factory gelaufen. Die machen naemlich Eis aus total unterschiedlichen Fruechten, von denen ich noch nie gehoert hatte. Es hat ‚interessant’ geschmeckt. Man wird so etwas ja nie wieder essen, deshalb war’s das schon wert. Aber ich bevorzuge trotzdem ‚normale’ Sorten wie Stracciatella oder Erdbeere.

Auf dem Rueckweg sind wir dann zu dem „Pool“, was im Prinzip ein total schoener, klarer Fluss war. Gerade als wir (Tomoko, Philisia, Karen und ich), ist ein Auto gekommen. Sind ein bisschen rumgefahren, ein Junge ist ausgestiegen, hat im Wasser rumgefischt und uns dann die supersuesse Schildkroete gefangen, die er gefangen hatte. Ploetzlich ruft einer ausm Auto raus, er solle zurueckkommen, die fahren ganz ploetzlich weg und ich guck dorthin, wo das Auto vorher war und – die tote und deshalb trockene Palme, neben dem das Auto geparkt hatte, hatte angefangen zu brennen! Die hatten das mit ihrer Zigarette aus dem Fenster angezuendet! (ob das jetzt aus Versehen war oder nicht weiss ich nicht.) Das Feuer hat sich halt total schnell an diesem trockenen Baum hochgefressen. Wir hatten zwei Trinkflaschen dabei und sind dann immer ganz schnell vom Wasser zur palme gerannt, in der Versuchung sie zu loeschen. Die hatte Dornen, umreissen konnten wir sie also nicht. Aber zum Glueck ist das Feuer dann ausgegangen, weil die anderen baeume zu nass und gruen waren, um auch anzufangen zu brennen. Aber ich sag euch: wir haben einen ganz schoenen Schreck gekriegt!!

Wir sind dann ins Wasser gegangen. Dort hing ein Baum etwa 2m quer uber den Fluss, von dem man super aus springen konnte! Das hat echt total Spass gemacht.

Waren dann zum Abendessen zurueck. Danach war der grosse Singwettbewerb, wo wir nur zweitletzte geworden sind! Yay!^^

Ploetzlich meinte dann eine der Mitarbeiterinnen von Crocadilys, dass Alkohol doch gar nicht erlaubt waere. Sooo dumm, als wenn die nach zwei puren Trink-Naechten darauf hoeren wuerden! Aber es war schon erstaunlich, wie lustlos die alle waren, wenn sie mal weniger getrunken hatten. Echt traurig, dass die alk brauchen, um Spass zu haben... aber mit der Zeit gab’s dann doch wieder mehr und mehr also wieder unkontrollierte Party.

5.Tag, Dienstag, der 20. November: =nur noch 10 Tage in Australien!! Es ging endlich wieder weg aus dem Regenwald! Es war an sich ja eine total gute Sache, aber einfach viel zu lang und viel zu wenig zu tun im Regen. Puuuuh....ich weiss gar nicht, was wir da so genau gemacht hatten... ich glaube wir sind erstmal direkt zum Hotel, wo wir auch die erste Nacht verbracht hatten. Nach drei dreckigen Tagen, wo nichts trocken wird, wo alles etwas mueffelt und ueberall Insekten sind, weiss man so etwas erst zu schaetzen. Ich bin ja nicht so erfahren mit Hotels, deshalb finde ich es total toll, wenn jeden Morgen einer einem das Bett macht, sauber macht, Handtuecher auswechselt und das Ende vom Klopapier faltetJ

Nachmittags sind wir dann mit einem der kostenlosen Hotelbusse nach Cairns reingefahren. Ich war dort mit Antonia und Anke, zwei total netten deutschen Maedchen, mit denen ich auch die meisten folgenden Tage verbracht hatte. Anke hatte mit Fenja getauscht, sodass ich mit ihr und Lindy in einem Zimmer waren. Die Aufpasser hatten das mal wieder ueberhaupt nicht gecheckt und am Ende dem anderen deutschen Maedchen ihre Karte fuer das Zimmer weggenommen hatten, weil wir ja nicht tauschen duerfen (hatte sie ja gar nicht). Dadurch waren dann am Ende ausser ihr noch zwei andere ohne Zimmer, und die coordinatoren sind einfach nur ausgerastet und haben jeden angeschrien. Mir hatte’s aber ganz gut gepasst, weil wir dann eine Person weniger im Zimmer hatten und ich das Doppelbett fuer mich allein hatte! JJJ Und das fuer die ganzen restlichen Naechte J

Es hatte dann endlich mit Regnen aufgehoert und war echt heiss. Ich schaetze 32grad im Schatten. Aber dafuer ist es drinnen in den Gebaeuden ja immer total kalt, (was ich vor 9 Monaten noch total aetzend fand, aber wenn man sich erstmal dran gewoehnt hat, ist es echt angenehm). Anke, Antonia und ich sind dann von einem Shop zum anderen und abends wieder zurueck.

Die beiden wollten sich dann noch Alkohol kaufen, ich bin mit Antonia mitgekommen (Anke hatte keine Lust zu kommen). Wir sind mit einen paar anderen Leuten gegangen, zwei davon waren schon 18, deshalb ging das. Und den Coordinatoren war’s ja eh egal, was wir gemacht haben. Weil’s dann doch etwas laenger zu laufen war und angefangen hatte zu regnen, sind einige zurueckgegangen und wir waren nur noch mit zwei anderen Maedchen aus Finnland und zwei Jungen aus Deutschland und einem Ami. Als wir dann andlich bei dem Bottleshop da waren war der zu. Super. Sind dann zum naechsten, der nochmal richtig weit weg war. Aufm Rueckweg hatten die Jungs dann die geniale Idee, ne Abkuerzung zu nehmen indem wir einfach dem Fluss folgen. Nach ca 30min waren wir in der Mitte von Matsch, Baeumen, Wasser, Gras und Dreck. Es ging nicht weiter, weil da ein Graben war und wir waren muede, nass und dreckig. Aber irgendwie war’s schon witzig. Naja, nach 2,5 Stunden waren wir dann endlich wieder zurueck. ...und dann war’s auch schon fast zubettgehZeit.

6.Tag, Mittwoch, der 21. November: morgens sind wir alle auf drei Busse und sind zu einer Aborigine-Show gefahren. In Cairns gibt es recht viele Aborigines, natuerlich nicht so viele wie in CentralAustralia aber im Vergleich zu Melbourne, wo ja kaum welche sind, schon recht viele. Erstmal hatten wir dann gelernt, wie man eine Art Speer mit sonem anderen Holzding wirft, und dann Boomerang. Ich hatte drei Versuche und hatte jeden einzelnen verhauen *yes*. Danach war da die Show, mit ca 10 Maennern, die sich eher als Aborigine verkleidet hatten, als dass sie wirklich welche waren. Es ist halt genau das, was die Touris wollen, aber sooo wirklich beeindruckend war’s nicht. Danach hatten wir noch eine Vorstellung gesehen, so zwischen Film und Theater, kann’s nicht so ganz erklaeren.

Danach sind wir mit Gondeln nach „Kuranda“ gefahren. Es gab zwei Zwischenstops, wo man dann einen kleinen Rundweg machen konnte, um sich noch mehr Baeume anzugucken. Dann waren wir endlich in Kuranda, und ich sag euch die Stadt ist wunderschoen. Ich waer da total gern noch laenger geblieben. So richtig ein Ort mit Charakter, wo es im Hinterhof nen kleinen Markt gibt, die Waende bunt angemalt sind, Haeuser in den verschiedensten Formen und Kunsfiguren an jeder Ecke. Ich hatte mich dort total ein einen Schal verguckt, den hab ich mir dann gekauft.

Wir sind dann zu dem Bahnhof, wo wir erstmal in der Hitze geschmolzen sind. Es war irgendeine historisch besondere Bahn, wo irgendwelche Arbeiter schon vor langer Zeit mit gefahren sind. Aber es waren alle eigentlich ziemlich fertig, und es war deshalb eher etwas nervig, dass der Zug in so einem Schneckentempo ueber die alten Huckelschienen gefahren ist.

Abends sind wir dann nochmal mit dem Bus nach Cairns rein, wo ein kleiner Markt war. Aber die Sachen waren dort ziemlich teuer, ich hab also nur rumgeguckt. Und spaeter sind wir dann an den Strand gegangen. Der ist in Cairns gar nicht so schoen, das ist wohl auch der Grund, warum direkt davor ein total grosser, schoener oeffentlicher Pool war. In Deutschland muss man fuer Freibaeder ja immer was bezahlen, aber hier in Australien sind Freibaeder eigentlich nicht soo der Hit, weil’s einfach zu heiss ist oder Leute ihren eigenen Pool haben oder ins Meer gehen. Dort sind wir dann geblieben bis wir zurueck mussten.

7.Tag, Donnerstag, der 22. November: =best day eveeeer! Denn wir sind zum GREAT BARRIER RIFF gefahren! Sooo das geile Erlebnis! Ich dachte zwar eigentlich, dass waer halt sone Klippe direkt am Strand, aaaber falsch: man muss da erst 2 Stunden mit nem Schiff hinfahren, und dann ist da eine Station in der Mitte vom Meer aufgebaut, von wo aus man ins Wasser geht. Und echt soo Postkartenmaessig: blauer Himmel, sowas von klares tuerkises Meerwasser,...*traeum* Auf der Schifffahrt ist leider recht vielen uebel geworden, und wir sassen natuerlich auch genau dort, wo man hingehen sollte, wenn man kotzen musste, weil’s dort am wenigsten geschaukelt hatte -.-

Auf dieser Station im Meer hatte sich dann jeder Schorchel, Taucherbrille und -flossen geholt und dann ging’s ab ins Wasser! Ich weiss noch genau, wie ich dort reingehoppt bin, mich erstmal total aengstlich umgesehen hatte und direkt neben mir einen riesen Fisch entdeckt hatte. Ich hatte mal ne Doku mit Wiebke in Deutschland drueber gesehen. Ich glaube, die heissen Mondfisch. Sind einen Meter lang, fast genau so hoch, aber dafuer ziemlich duenn. Und grau und nicht wirklich huebsch. Naja ich bin dann halt direkt neben diesem Riesenfisch. Soo der Schock! Dabei war eine Taucherin, die von allen Leuten professionelle Fotos mit diesem Fisch gemacht hat (spaeter konnte man die sich dann fuer $15 pro Stueck kaufen). Ansonsten waren da natuerlich nur kleinere Fische, aber sooo huebsche!! Es war echt wie das Paradies. Die hatten auch gar keine Angst vor den ganzen Leuten, sind da halt weiter in den Korallen rumgeschwommen. Es kam mir vor wie in soner Unterwasser-doku im Fernsehen. Nur dass man halt mitten drinne steckt! Die Gegend, in der wir tauchen durften, war abgesteckt. War aber trotzdem ne recht grosse Flaeche. So tief wurde es in dem Bereich auch gar nicht, so zwischen 1 und 12 metern wuerd ich mal schaetzen. Und es war halt alles super bewacht, also so richtig Angst musste man da echt nicht haben. Ich hatte dann noch eine Tour mitgemacht, wo wir mit dem boot weiter raus gefahren sind, und von dort aus dann geschnorchelt sind. Das war schon etwas beaengstigend, es wurde bis zu 25m tief, wo man den Grund natuerlich nicht mehr gesehen hat. Da durfte man echt nicht an die falschen Sachen denken... Da hatten wir dann nochmal mehr Fische gesehen und haben jede Menge fotos mit unseren Unterwasserkameras gemacht. Ich bin ja schon gespannt, wie die fotos werden, wenn ich die in Deutschland dann entwickeln gehe.

Die hatten dort noch total leckeres Essen angeboten. Viele Schueler hatten sich auf’s Sonnendeck gelegt. Eeeetwas wenig nachgedacht, am Abend hatten die so die miesen Sonnenbraende... auch beim Schnorcheln musste man da total drauf aufpassen. Man liegt ja praktisch auf dem Wasser, und alles von hinten wird halt verbrannt.

Um ungefaehr 4.30pm sind wir dann total erschoepft wieder auf’s Boot gegangen und zurueck gefahren.

Da das unser letzter Abend war, wollten alle halt unbedingt ne total grosse Party. Allerdings waren die viel zu sehr darauf konzentriert, betrunken zu werden, dass sie’s nicht geschafft haben, auch nur irgendwas zu organisieren. Dadurch haben die sich dan noch mehr betrunken... ich und ein paar andere maedchen waren einfach nur fertig und sind dann um kurz nach Mitternacht einfach ins Bett gegangen.

8.Tag, Freitag, der 23. November: Einige mussten schon um 3.30am aufstehen/gleich wach bleiben, weil ihre Flieger so frueh gingen. Ich hatte den letzten um 8.10pm^^ bin mit Anke aufgestanden, hab gefruehstueckt, ihr und den anderen Tschuess gesagt, mich mit Antonia an den Pool gesetzt und gelabert und bin dann um 10am in die Stadt gefahren. Da ich aber total uebermuedet und fertig war und vor allem kein geld mehr hatte (ne Westpac liess sich nicht finden), bin ich total verplant durch die Strassen gerannt, hab mich auf ne Wiese in den Schatten gelegt und gelesen, bin wieder zu einigen Shops gegangen, wo ich mich total verlaufen hab, bis ich wieder zurueck zu der Wiese am Pool gekommen bin, und um 4pm bin ich dann wieder zurueck zum Hotel gefahren. Dort hab ich mich an den Pool gelegt und weitergelesen. Abendbrot durfte ich dort leider nicht mehr essen L Um 6.30pm bin ich dann ganz alleine mit dem Bus zum Flughafen gebracht worden. Dort hatte ich dann den anderen Deutschen getroffen, der den gleichen Flug gebucht hatte (ich bin also nicht die einzige Verballerte). Naja, wir hatten uns jetzt aber nicht sooo gut verstanden, deswegen hab ich fleissig weitergelesen, bis wir endlich ins Flugzeug konnten. Der Flug war im Grossen und Ganzen total aetzend. Ich war null entspannt, hatte Bauchschmerzen, weil ich nichts gegessen hatte, hundemuede konnte aber nicht schlafen blablabla. Ich sass aber zum Glueck am Fenster. Es war Vollmond, und das sah so wunderschoen aus, wie der die Wolken und das Flugzeug von oben beleuchtet hat! Rose hatte mich dann netterweise abgeholt, ich hab ganz schnell was gegessen und bin halbtot ins Bett gefallen.

Und somit ist wieder ein Abenteuer vorbei! Es scheint immer so viel, was vor einem liegt, aber irgendwie ist es dann doch ganz schnell vorbei...

Also Rueckblickend kann ich sagen: es war auf jeden Fall das Erlebnis wert, dorthin gefahren zu sein, einfach um eine ganz andere Gegend kennenzulernen, neue Aktivitaeten auszuprobieren und mit neuen Leuten umzugehen. Aber dafuer, dass dann doch so viel schief gelaufen ist, finde ich dass der Preis ein bisschen hoch war. Und dass die Aufpasser total unfaehig fuer ihren Job waren. Die konnten nicht mal erste Hilfe leisten! Eine weitere Sache, wo mich SCCE entaeuscht hat. Ich kann die Organisation echt nicht wirklich weiterempfehlen. Vielleicht geht’s ja in einzwei Jahren wieder, aber momentan kann ich nur jedem raten: Fahrt nicht ins Ausland mit SCCE! (die deutsche Organisation (Stepin) hingegen ist glaube ich ganz gut)

So. Ich hab das ganze jetzt auf Rose’s Laptop getippt. Morgen werd ich in die Buecherrei gehen, und es auf meinen Blog packen. Und vielleicht schreib ich euch dann gleich noch mehr....mal sehen.


Unvorstellbar
Tja, was soll ich sagen?! Es klingt so unglaublich, was du am anderen Ende der Welt so erlebst, wenn hier das typisch deutsche nieselige Herbstwetter an der Laune zerrt...

Jedenfalls finde ich es toll, dass du trotz der "widrigen" Umstände die Leute gefunden hast, die auch auf deiner Linie liegen, und dass die Tour dir soviel gebracht hat. Auch wenn es manchmal anders klingt, aber insgesamt scheint die Begeisterung zu überwiegen.

Und ich bin etwas neidisch - eines Tages will ich auch 'mal am Great Barrier schnorcheln.

Im Forum steht übrigens, warum der Blog (alle alle Blogs) so schlecht lief: da waren Unmengen von Trackbacks, die für unglaubliche große Rechenlast gesorgt haben. Und das hat Xeo jetzt behoben - alles geht wieder normal schnell.
11:56 AM, 25.11.2007 Geschrieben von Bodo [ ] []
Mondfisch?
Hei hei Annika (:
Meinst du sicher, dass das ein Mondfisch war? So weit ich weiß sind die totaaaal selten und man findet sie so gut wie nie?
Wär' auf jeden Fall faszinierend !
Bald seit ihr wieder da!
Wir freuen uuuns !
Genieß' die Zeit !
Janna


01:14 PM, 25.11.2007 Geschrieben von Janna [ ] []






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