10monateAUSTRALIEN
Zusammenfassung meiner Australien-Fahrt

8.12.2007 um 07:56 PM in aus Deutschland | Kommentare: [ 1 ] | Kommentieren

So, nun eine Woche nach meiner Ankunft in Deutschland schreib ich doch mal den Abschlusseintrag für meinen Blog.

Wie wahrscheinlich alle, die in den letzten 10 Monaten regelmäßig hier reingeguckt haben, gemerkt haben: es ist nicht leicht, so ein Austauschjahr. Man hat eine Menge zu kämpfen, erlebt sehr tiefe Tiefs aber genau so hohe Höhen. Ich glaube egal was man fühlt – es ist immer extremer als im Heimatland. Sprich, wenn man traurig ist, dann so richtig, aber wenn man gerade glücklich ist, dann mit so einem Stolz, dass man am liebsten die ganze Welt umarmen würde. Die Zeit, die ich in Australien gehabt habe, ist auf jeden Fall nicht mit meinem Leben in Deutschland vergleichbar. Aber das ist ja auch, warum man so was macht: um mal aus seiner eigenen kleinen Welt rauszukommen und etwas anderes zu erleben.

Und was man da erlebt ist einfach unbezahlbar. Man hat ja so ein eingeschränktes Denken. So richtig vorstellen, dass es andere Menschen mit anderen Lebensweisen gibt, kann man sich oft nicht. Und selbst wenn ist es immer noch interessant genug, das mit eigener Haut zu erleben.

Ich habe oft erlebt, dass Leute sagen, es sei viel zu früh, wenn Jugendlich im Alter von 16 Jahren ganz alleine ins Ausland gehen. Natürlich kann man da nicht für alle sprechen, aber ich bin mir sicher, dass es für den Großteil aller 16jährigen genau die richtige Zeit ist. Da hat man noch genug Zeit, sich auf andere Sachen einzustellen und seine eigene Lebensweise zu ändern. Außerdem passt es so mit der Schulzeit am besten. In der 12. oder 13. Klasse ist es ja nicht mehr möglich, für ein paar Monate einfach mal ins Ausland zu gehen. Man könnte sich sonst noch ein Jahr nach dem Schulabschluss frei nehmen, aber danach geht’s ja los mit dem „echten Leben“, wo man sich einen Job finden muss und etwas sesshafter wird. Solange sich ein Teenager für das Abenteuer gewachsen fühlt, finde ich, spricht da nichts gegen es schon so früh zu machen.

Es hilft natürlich beim „groß werden“. Wahrscheinlich sind es besonders die schlechteren Erfahrungen, die einen älter machen. Also wenn man sich jetzt für ein Austauschjahr entscheidet, darf man sich nicht vorstellen, dass man ein ganzes Jahr lang Spaß haben wird, und dann viel erwachsener wieder kommen wird. So leicht geht es dann doch nicht.

Bei mir war es ja am Anfang ziemlich schwer und dann die zweite Hälfte total gut. Das ist natürlich besser als andersherum, und so habe ich beides erleben können. Einmal das Älterwerden durch schlechte Erfahrungen und dann den Spass.

Die besten Momente waren da glaube ich

  • Central Australia (2 Wochen Ende Juni, Anfang Juli). Dort habe ich einfach so viele Freunde gefunden, gleich den Anschluss in meine neue Schule gefunden und gleichzeitig noch die wunderschöne andere Seite von Australien gesehen.
  • Phantom of the Opera. Einfach ein hammer Musical.
  • Der Neuseelandurlaub in den Frühlingsferien vor 2,5 Monaten. Gleich noch mal ein anderes Land sehen, ein wunderschönes dazu. Einfach atemberaubend. Und ich habe einen anderen Akzent zu hören gekriegt, wo ich kein Wort verstanden hab^^
  • Tauchen gehen im Great Barrier Reef. Ein einmaliges Erlebnis!! Ich habe heute die Unterwasserfotos entwickelt – da kommt das ganze Gefühl wieder hoch. Es ist einfach Wahnsinn, in dem türkisfarbenen Wasser zwischen den Fischen herum zu schnorcheln.

Das war natürlich noch lange nicht alles, ich könnte niemals alle geilen Erlebnisse der 10 Monate aufschreiben, aber ich denke, das waren die Dinge, die mir am meisten in Erinnerung bleiben werden.

Dass man niemals schaffen wird, die ganzen Geschehnisse des Austauschs zu erzählen fühlt sich manchmal natürlich auch sehr traurig an. Man möchte den Leuten einfach genaustens sagen was man gemacht hat, wie man sich gefühlt hat. Aber man hat einfach nicht die Chance, so viel ist das. Da kann es schon mal passieren, dass man sich total unverstanden fühlt und sich selbst ein bisschen ausgrenzt. Aber ich denke, das ist ganz normal, wenn man nach so langer Zeit wieder nach Hause kommt.

Ich habe von einigen Leuten gehört, die wunderbar wieder bei sich zu Hause reingepasst haben, als wären sie nie weggewesen. Da tu ich mich schon etwas schwerer, einfach weil ich mein Leben in Australien so vermisse. Aber: Die Zeit heilt alle Wunden. Ich brauche halt länger, bis ich mich wieder komplett auf ein total anderes Leben eingestellt habe.

Also mein Tipp an alle, die auch ins Ausland gehen wollen:

Stellt es euch nicht zu leicht vor. Aber macht euch auf ein paar hammer Augenblicke bereit mit vielen neuen Erfahrungen! Und ihr werdet stolz sein, wenn ihr das alles geschafft habt!


=)
hey
der text is total toll....ich hoff bei mir wirds auch cool, hab schon n weilchen dein blog mitgelesen, ich geh nämlich im januar auch nach melbourne, nach mt waverley falls dir das was sagt=) und freu mich schon...ich hoff das wird auch so dass es mir am schluss so gut dort gefällt....mal sehn=)
fand den blog voll toll=)
liebe grüße
marlen
www.gartenzwerg08.wordpress.com
08:39 PM, 8.12.2007 Geschrieben von marlen [ ] []






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