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Papst Benedikt fährt die katholische Kirche an die Wand09:19, 14.08.2010
Geschrieben in Papst und Vatikan
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Nach wie vor ist die vatikanische Kirchenführung ein Haufen totalitärer Despoten
"Papst fährt Kirche an die Wand"
Fernsehpfarrer tritt zurück
Die deutsche Bischofskonferenz
duldet keine Kritik
Nach einem papstkritischen Interview tritt der Geistliche Direktor des "Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses" (IFP) in München, Pfarrer Michael Broch, von seinem Amt zurück. Er habe das nötige Vertrauen zahlreicher Bischöfe verloren, teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit. Broch gibt das Amt zum 15. August auf. Er hatte die Geistliche Leitung des IFP erst im April angetreten. Der medienerfahrene Pfarrer, der vielen Fernsehzuschauern auch als Sprecher des "Wortes zum Sonntag" bekannt ist, war mit Bewertungen der kirchlichen Lage und zuspitzenden Aussagen zitiert worden, "die in der Bischofskonferenz für unvereinbar gelten mit der Verantwortung, die dem Geistlichen Direktor des IFP zufällt", wie es hieß. Broch hatte in dem Interview und in weiteren Stellungnahmen unter anderem den Zölibat kritisiert und die Reaktion von Papst Benedikt XVI. auf die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche kritisch bewertet. So wurde er mit der Aussage zitiert "wenn es so weitergeht, fährt Papst Benedikt die Kirche an die Wand".
Mit sofortiger Wirkung ist auch der langjährige IFP-Aufsichtsratsvorsitzende, der Hörfunkdirektor des SWR, Bernhard Hermann, von seinen Ehrenämtern in der katholischen Kirche zurückgetreten. Andere Mitglieder des Aufsichtsrats erwägen diesem Schritt zu folgen. Hermann ließ die Bischöfe wissen, dass sein Vertrauensvorrat erschöpft sei: "Wenn Bischöfe sich in ihrer Mehrheit als Repräsentanten eines gnadenlosen, totalitären Systems generieren, will ich mit denen als katholischer Christ nichts mehr zu tun haben."
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