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Wir wollen nicht dazugehören ...

07:51, 16.09.2011 Geschrieben in aktuell [0 Kommentare] [Link]

 

 

 

e-books bieten eine Möglichkeit und Chance der direkten, unzenzierten Kommunikation mit dem potenziellen Leser/-in über eine ganze Fülle von gewünschten und gesuchten Themen, die für Druckverlage zur Kommerzialisierung nicht hinreichend gewinnversprechend interessant genug sind, also nicht publiziert werden.

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass das e- book die Möglichkeit für Verfasser/-innen bietet sehr unbequeme, unerwünschte Themen in die Öffentlichkeit zu tragen und damit die öffentliche Diskussion darüber zu entfachen oder zu befeuern, wovor Verlage in einer totgeschwiegenen Selbstzensur zurückschrecken, um potenzielle Käufer/-innen ihrer anderen Bücher nicht zu vergraulen oder mächtige Interessenverbände wie die katholische Kirche nicht durch einen ohnehin längst offenen und öffentlichen Konflikt zu verärgern.

Die heiklen Themen, die sich nicht nur mit Randgruppen unserer Gesellschaft befassen müssen, sondern unausgesprochen aus der Mitte unserer Gesellschaft kommen, finden in kommerziellen Verlagen so gut wie nie eine Zustimmung oder Publikation.

 

Beim e-book kann der Urheber, Verfasser oder Herausgeber zusätzlich eine grafisch aufwendige Gestaltung umsetzen, die als Druck nur sehr schwer bezahlbar wäre. Zudem bieten e-books mit geringem Kostenaufwand die Möglichkeit durchdacht gestaltete Werke in beliebiger Menge anzubieten, sogar als universelles Einzelstück, z.B. als Geschenk, versetzt mit Sound und Grafik / Fotos.
 

Entscheident bleibt aber auch in diesem Bereich die durchdachte Aufmachung und das Zugehen des Autors/-in auf den interessierten Leser/-in in einem gut und professionell gemachten und möglichst fehlerfrei lektorierten Werk, denn sonst haben auch solche e-books schnell ihren Grenzen erreicht und finden eben kein Interesse beim potenziellen Leser/-in. Niemand will in einem lieblos, mit Rechtschreibfehlern übersäten e-book lesen.
 

In vielen Ländern gehören e-books bereits zum festen Bestandteil des Literaturmarktes, obwohl es erst in den letzten 2-3 Jahren gelungen ist überzeugende und bezahlbare Lesegeräte / Reader für jeden in der Massenproduktion herzustellen und zu vertreiben. Aber auch ohne so ein Lesegerät kann ein e-book an jedem Laptop oder PC ohne Aufwand gelesen und angeschaut werden, egal ob Bildband, Reiseberichte oder Belletristik oder Lyrik, Kindergeschichten oder Romane.

 
Der große Vorteil liegt auf der Hand, denn jeder Verfasser / Autor/-in ist sein eigener Verleger und alle potenziellen Gewinne fallen nicht einem gewinnorientierten Verleger zu, sondern dem Urheber selbst, was eine weitere Attraktivität zum e-book schafft. Denn die Autoren/-innen, die weltweit von ihren Werken leben können oder damit wenigstens kleine Gewinne erzielen, sind leicht zähl- und überschaubar. Das könnte sich in absehbarer Zeit dramatisch ändern, zumal es im Internet mittlerweile eine große Menge Portale zum Vertrieb von e-books gibt, - selbst wenn die längst nicht alle so seriös erscheinen, wie sie sich zu verkaufen suchen. Selbst Amazon ist jetzt mit einem konkreten Angebot auf diesen Markt eingestiegen. Die Entwicklung schreitet unaufhaltsam voran, - und mittlerweile reagieren die Verlage darauf, auch wenn es noch viele pietätische Vorbehalte gegen e-books gibt. Auch viele Buchhändler stehen diesem neuen Medium sehr skeptisch gegenüber, wollen sich darauf nicht ohne zwingende Notwendigkeit einlassen.

 

Wir werden öfter gefragt: Warum verkauft ihr eure e-Books nicht billiger? Ihr könntet wesentlich mehr verkaufen, wenn eure Preise deutlicher tiefer lägen. Außerdem solltet ihr euch bei Facebook und Twitter registrieren, da kann man so ziemlich alles verkaufen, und das in größeren Mengen.
 

Die Antwort ist ebenso naheliegend wie schlicht: Mit Facebook haben wir beide nichts am Hut. Ich habe nicht jahrelang gegen Überwachungsstaat und Datenmissbrauch diskutiert, demonstriert und gestritten, - um jetzt auf einmal aus purer Profitgier meine / unsere persönlichen Daten von Herrn Zuckerberg verramschen und verhökern zu lassen. Zudem ist Facebook immer mehr zu einem Sammelbecken für passionierte Dummschwätzer, Möchtegern-Sternchen und geistlose It-Girls und angeblich so ungeheuer wichtige Persönlichkeiten / Institutionen mit offensichtlicher sozialer Inkompetenz ohne nennenswerte Persönlichkeitssubstanz verkommen.

 

Selbstverständlich finden sich dort auch - wie leider in sehr vielen Internet-Foren und -Portalen zwischen Schule - Kochen - Skating, Kunst und Literatur auch jene Soziopathen, die brutales, egozentrisches Mobbing zur persönlichen Leidenschaft und zur Kunstform erhoben haben und dort ihr übles Unwesen treiben. Psychopathen, die ihre abartige Lust darin befriedigen anderen Menschen, die ihnen nichts Unrechtes getan haben, auf den Nerven herum zu trampeln, sie anzupöbeln, zu terrorisieren, sie zu demütigen, zu beleidigen und medienöffentlich "fertig zu machen", - menschliche Totalversager und Sozio-Terroristen ohne jegliche Existenz- und Lebensberechtigung.

 

Facebook, eine Plattform für Plastic-People und sonstige Wichtigtuer, ein Mekka für rücksichtslose Partysüchtige, Weltverschwörungstheoretiker aller Art, geistig fern aller belegten Realitäten, religiöse und politische Fanatiker, Gewalttäter, Massenmörder und ihre denkunwilligen / -unfähigen Verehrer, Neo-Nazis und nicht zuletzt jeder Menge Pädophile und Kinderficker.


Das ist nicht unsere Welt.

Wir wissen, dass heutzutage vor allem anderen die Quote zählt. Wie viel hast du heute schon verkauft und wie viele Facebook-Freunde - was für fragwürdige Persönlichkeiten das auch immer sein mögen - hast du heute schon kontaktiert oder für deine Einträge gewonnen? Mögen die Fernsehsender, Zeitungen und andere Medien Facebook meinetwegen für sich nutzen und ihre fragwürdigen Vorteile daraus ziehen,

- wir wollen nicht dazugehören.
 

Oder wie wir bereits in den 70er Jahren gesagt haben: Nur weil weltweit mehr als 100 Milliarden Fliegen Scheiße fressen, ist es dennoch keine erstrebenswerte Delikatesse.
 

Inhaltvolle und anspruchsvolle Bücher mit Lyrik, Grafiken und Short-Storys haben oft weniger als 50 Seiten, werden von Kostenzuschussverlagen für auftraggebende Autoren/-innen für ein paar Euro gedruckt und kosten dann im Vertrieb 17,50 €. Unsere e-books sind wirklich aufwendig gestaltet, haben immer weit mehr als 100 Seiten und kosten meistens nicht mehr als 9,50 €. Natürlich könnten wir mehr verkaufen, wenn wir den Preis halbieren.

 

Aber sind Sie auch bereit den verdienten Lohn ihrer Arbeit nach einem Monat bei ihrem Chef zu halbieren? Das sichert immerhin ihren Arbeitsplatz.

 
Erwarten Sie wirklich von uns, dass wir monate- und manchmal jahrelange Arbeit für ein paar Euro verramschen und verschenken? Hat unsere geistige Arbeit so wenig Wert? Was bringt es, wenn sich die Produzenten / Autoren/-innen von e- books wechselseitig mit Preisen unterbieten und ihre Werke zu Schleuderpreisen verramschen, statt ihnen mit einer gewissen Wertschätzung zu begegnen?
 

Auch wir haben Bedürfnisse nach Leben, Essen und Wohnen, müssen Miete zahlen. Es ist wie immer eine Frage der Sichtweise und Gewöhnung an neue Lebens- und Leseumstände.

Der unschlagbare Vorteil für Sie als Leser/-in liegt ebenfalls auf der Hand: Sie können ohne großen Aufwand ganze Bibliotheken, ihre Sammlung von Lieblingsbüchern mit in den Urlaub nehmen oder alle ihre Fachbücher mit an den Arbeitsplatz oder an ihre Universität, - und können trotzdem alles bequem ohne erwähnenswertes Gewicht in die Tasche stecken. Die Digitaldrucktechnik macht es zudem sogar möglich mit einem e-book zu einem guten Digitaldruckstudio zu gehen und ohne weitere Vorbereitung und mit geringen Kosten daraus ein gedrucktes Buch mit Softcover zu machen, was es dann vielleicht so nur ein einziges Mal auf der Welt gibt. E-books haben allerdings auch ohne diese Möglichkeit einen hohen individuellen Wert.

Auf der Homepage von Alayna und Belgarath www.brakhage.info  finden Sie zahlreiche e-books, teilweise sogar kostenlos zum downloaden - teilweise auf unbürokratischem Weg zu bestellen. Schauen Sie sich die Cover und kurzen Einführungstexte an, nutzen Sie die Leseproben, folgen Sie den Links und sie werden jede Menge interessanter Lektüre finden, für die Stunden der Nachdenklichkeit, von der unterhaltsamen Kurzgeschichte bis hin zum künstlerischen Spiel mit der Sprache in Lyrik und Poesie, aber auch sinnlich-erotische Gedichte, immer  verbunden mit faszinierenden Foto-Grafiken in liebevoller Gestaltung. Natürlich können Sie hier auch kostenlos Kindergeschichten lesen, die Sie schmunzeln lassen werden.
Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern ...

 

 

 

 

 

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