BiReu's Seite

Sooooo schööööön

15:23, 2.09.2008 .. Geschrieben in Zwischenmenschliches .. 1 Kommentare .. Link

Diese folgenden Zeilen hab ich bei wkw.de gelesen und fand sie so schööön und herzzerreißend, daß ich sie mal hier weitergeben möchte:

 

Ich werde dich immer lieben
(von Robert Munsch)

Eine Mutter hielt
ihren neugeborenen Sohn in
den Armen.
Sie wiegte ihn vor und zurück,
vor und zurück
und sang ganz leise:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran.
Er wurde grösser und grösser.
Als er zwei Jahre alt war,
rannte er durchs ganze Haus,
er riss Bücher aus den Regalen,
leerte den Kühlschrank
oder spülte die Uhr
seiner Mutter durchs Klo hinunter
.
Dann seufzte seine Mutter manchmal:
Der Junge macht
mich noch wahnsinnig

Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich
eingeschlafen war,
ging die Mutter in sein Zimmer
und trat auf Zehenspitzen an sein Bett.
Wenn er tief und fest schlief,
setzte sie sich zu ihm
und dachte an die Zeit zurück,
als sie ihr Baby
in den Armen wiegte,
vor und zurück
und sang ganz leise:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran.
Er wurde grösser und grösser.
Als er neun Jahre alt war,
kam er nie zum Essen rein,
wenn man ihn rief;
nie wollte er sein Bad nehmen,
und wenn die Oma zu Besuch kam,
sagte er unanständige Dinge
um sie zu ärgern.
Manchmal hätte seine Mutter
den Bengel am liebsten
an den Zoo verkauft.

Aber nachts,
wenn ihr Sohn endlich
eingeschlafen war,
ging die Mutter in sein Zimmer
und trat auf
Zehenspitzen an sein Bett.
Wenn er tief und fest schlief,
setzte sie sich zu ihm
und dachte an die Zeit zurück,
als sie ihr Baby
in den Armen wiegte,
vor und zurück
und sang ganz leise:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran.
Er wurde größer und grösser.
Als er ein Teenager war,
hatte er merkwürdige Freund,
ernährte sich ungesund
und hörte laute Musik.
Dann dachte seine Mutter manchmal,
sie sei im Zoo!

Aber nachts, w
enn ihr Sohn endlich
eingeschlafen war,
ging die Mutter in sein Zimmer
und trat auf Zehenspitzen an sein Bett.
Wenn er tief und fest schlief,
setzte sie sich zu ihm
und dachte an die Zeit zurück,
als sie ihr Baby
in den Armen wiegte,
vor und zurück
und sang ganz leise:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Der Sohn wuchs heran.
Er wurde grösser und grösser.
Als er erwachsen war,
zog er zu Hause aus.
Er wohnte jetzt am Ende der Stadt.
Manchmal, nachts,
wenn seine Mutter nicht
schlafen konnte,
lag sie im Bett
dachte an die Zeit zurück,
als sie ihr Baby
in den Armen wiegte,
vor und zurück
und sang ganz leise:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Aber nicht nur der Sohn wurde älter,
auch die Mutter wurde
älter und älter und alt.
Eines Tages rief sie ihren Sohn an und
sagte:
Du kommst besser vorbei;
ich bin zu alt und zu gebrechlich,
um das Haus zu verlassen
Der Sohn fuhr quer durch die Stadt
zu seiner Mutter.
Als er zur Tür hereintrat,
hörte er sie leise singen:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein...

Aber sie konnte nicht zu Ende singen,
so gebrechlich
war sie und schwach.
Da setzte sich der Sohn
zu seiner Mutter ans Bett
und nahm sie in die Arme.
Er wiegte sie vor und zurück,
vor und zurück,
vor und zurück,
und sang ganz leise:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du meine Mutter sein.

Als der Sohn an diesem Abend
nach Hause kam,
blieb er lange
auf der Treppe stehen.

Dann trat er in das Zimmer,
wo seine neugeborene
Tochter schlief.
Er trat auf Zehenspitzen an ihr Bett und
nahm sie sanft in die Arme.
Er wiegte das Baby
vor und zurück,
vor und zurück,
vor und zurück
und sang ganz
leise:

Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.

Das ist es was eine Mutter ausmacht, oder?


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Unendlich schön

04:51, 1.10.2008 .. Geschrieben von Anonymous
So etwas Schönes hab ich noch nie gelesen. Ich konnte es nicht ohne Tränen zu Ende lesen. Mir steckt jetzt noch ein Kloß im Hals... Das hat man da von, wenn man so ein "Muttertier" ist. Wenn ich soetwas lese, assoziiere ich das immer ganz stark mit meinem Ältesten, zu ihm hab ich eine ganz besondere Bindung... ganz merkwürdig.
LG Doreen

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