Mein Frauchen hat sich mal wieder was Neues für mich einfallen lassen. Sie nennt es Fährtenarbeit und hat uns beide bei einem Fährtenarbeitlehrer angemeldet. Die erste Stunde war nicht so spannend, da saßen die Menschen im Kreis und haben zugehört, was der Lehrer erzählt hat. Wir Hunde durften uns in der Zeit bekannt machen.
In der zweiten Stunde sind wir in den Wald gefahren und unsere Menschen haben Fährten mit rohem Fleisch gezogen -Sogenannte Schleppfährten- und Fährten mit Fleischwurst gelegt. Irgendwie war mir das zu viel Zirkus und Warterei, ich wollte viiiiel lieber schnell die Fleischwurst einkassieren und dann mit den anderen toben, mußte aber bei Herrchen an der Leine bleiben bis ich dran war. 
Und als ich dann endlich dran war habe ich meinen Unmut in aller Deutlickeit gezeigt
und ordentlich rumgezickt.
Nur gut, daß der Chef die Kamera zu Hause gelassen hat und keine Beweisfotos machen konnte.
Heute morgen hat Frauchen beschlossen, mit mir die Übung in aller Ruhe durchzuführen. Wir sind also mit allem möglichen Zeug auf die nahe Bolzwiese -auf der sich um die Uhrzeit niemand verläuft- und siehe da, ich konnte auf einmal voll konzentriert arbeiten und habe ruckzuck begriffen um was es geht. 
Hier der Beweis:

Frauchen führt mich zuerst an die Fährte ran.....

...und dann fange ich auch schon an zu schnüffeln.

Ha, ha....Frauchen macht ein ganz verkniffenes Gesicht....bedeutet das a) sie ist noch nicht ausgeschlafen (und auch noch nicht geduscht)? oder b) sie konzentriert sich noch doller als ich?

Hier bin ich auf jeden Fall kurz vorm Ziel....

...und habe am Ende der Fährte mein Lieblingsspielzeug gefunden.
Frauchen sagt, ich hätte es heute ganz toll gemacht und sehr konzentriert gesucht
.
Morgen gaaaanz früh (wenn der Bauer noch schläft) probieren wir das Ganze auf dem frischgepflügten Acker und legen die Fährte ein Stück länger. Wird bestimmt ganz spannend.