Hallo hier ist Bjonda,
und ich erzähle Euch jetz mal etwas von Antares, dem ersten Hund von Frauchen und Herrchen.

Antares war ein wunderschöner, schwarzer Briard-Rüde, sagt Frauchen. Leider habe ich ihn nicht kennengelernt, denn kurz bevor ich kam, ist Antares über die Regenbogenbrücke gegangen.... und jetzt lasse ich Frauchen besser erzählen:

Antares kam zu uns, als unserem Leben ein scheinbar heilloses Durcheinander drohte. Eine dieser Katastrophen war meine Schwiegermutter, die just in dem Augenblick als unsere kleine Familie den dringend notwendigen Urlaub antrat einen schweren Schlaganfall erlitt und damit unser Leben total veränderte. Schnell war klar, daß wir niemanden in ein Altenheim abschieben und so stand fest, daß wir sie -sofern sie genesen sollte (und die Hoffnung war zunächst mehr als gering) zu uns nehmen würden. Wir schwankten zwischen der Vorfreude auf unseren Welpen und dem schlechten Gewissen so ein armes kleines Wesen in dieses Chaos zu holen. Unser Haus befand sich aufgrund der Umbauarbeiten für ein neues Zuhause der alten Dame in einem Rohbauzustand. Die verschiedenen Handwerker und Gewerke mußten koordiniert werden. Rehamaßnahmen, Pflegestufe, Krankenpflege, seniorengerechtes Mobilar und so weiter mußten organisiert werden. Die Schwiegermutter wurde regelmäßig besucht und der normale Familienablauf sollte auch funktionieren. Und dann noch ein Welpe????? Ja!!!! Antares kam. Leise, bescheiden und anspruchslos. Sofort schmuggelte er sich in die Herzen Aller. In die der Handwerker, in die der grauen Eminenzen der Pflegeversicherer, in die Damen der häuslichen Krankenpflege und natürlich in unsere. Wo der kleine Kerl auch auftauchte zauberte er ein Lächeln auf die Gesichter und der Streß legte sich.

Wir machten viele Fotos, nahmen sie mit in die Klinik und zeigten sie der alten Dame. Zunächst nicht sicher, ob sie verstand um was es ging so veränderte sich im Laufe der Zeit ihr Zustand. Zwar konnte sie Anfangs den schweren Namen nicht aussprechen aber sie griff immer total begeistert nach den Fotos und zeigte sie den Schwestern. Nach einigen Wochen war sie soweit wieder hersgestellt, daß wir sie zu uns holen konnten. Sie war überglücklich den kleinen Kerl anfassen und streicheln zu können. Antares war sehr vorsichtig und geduldig mit ihr, so als ob er verstände.

Heute weiß ich, daß Antares im Wesentlichen dazu beigetragen hat daß die Schwiegermutter noch lebt und uns allen hat er geholfen ein scheinbar heilloses Durcheinander zu heilen und er hat ganz viel Freude in unser Leben gebracht.

Dafür sind wir ihm sehr dankbar und werden es immer bleiben.

Die Lücke, die er hinterlassen hat bleibt aber die Liebe, die wir ihm geben durften schenken wir jetzt unserem kleinen Briardmädchen.
Anni