Kennt
man das nicht, dass man zu Haus sitzt und gerade melancholisch, etwas
betrübt, oder doch voller innerer Unruhe ist? Oder das man in diesem
Moment Glücksgefühle empfindet, durch all´ die ausgeschütteten
Endorphine, die ihren Weg durch den Körper bahnen, da man seinen
Gegenüber als passenden Deckel zum Topf entlarvt hat, oder auf ein Foto
schaut, dass von diesem Deckel, der alles für einen ist, stammt und es
einem mehr zeigt als eine eindimensionale Abbildung, dass es eine
Geschichte erzählen kann, Erinnerungen weckt oder einfach noch einmal
den Geruch des festgehaltenen Augenblicks aufkommen lässt?
Aber
was macht mensch, wenn mensch in einer solchen Situation ist und ihn/
sie die Gefühle einholen und das Herz bis zum Hals schlägt oder die
Tränen sich ihren Weg bahnen, hinab aus den tiefblauen Augen, die
geröteten Wangen herunter bis zum Kinn, an dem sie dann den Sprung
wagen, ins Ungewisse, ins Nichts und so als tiefer Ausdruck unseres
Empfindens auf der kalten Erde landen und vergehen?
Ich
hab in solchen Situationen meist Musik bei mir, Musik als Pflaster, das
unsere Tränen auffängt und sie nicht verdunsten lässt, die unser
Lächeln noch großer erscheinen lässt oder unsere gewünschte Einsamkeit
ausdehnt und uns so vermittelt, dass wir ganz allein sind, auf einer
Insel, von der ringsum alle Menschen, die wir gerade nicht sehen
wollen/ können, in gleicher Ferne verstreut sind.
Musik
bildet also in vielen Situationen eine Unterstützung, auf die ich nicht
mehr verzichten könnte, denn meine Gefühle spiegeln sich wieder in den
Liedern, die ich höre. Aber um das nicht falsch zu verstehen, ich
bekomme erst aus meiner Umwelt einen Anstoß zu empfinden und reagiere
darauf nicht nur körperlich, mimisch, gestikulierend oder sprachlich,
sondern auch mit meiner darauf folgenden Musikauswahl.
Es
stellt sich mir nun die Frage, haben wir denn schon alle Empfindungen
musikalisch verarbeitet? Ich denke nicht, wobei ein Großteil und
speziell das Thema ???Liebe“ und alles was damit zu tun hat, auf
unzähligem Weg, Einzug in die Welt der Noten gefunden hat.
Aber
dort gibt es noch ein Spektrum, welches nicht notiert wurde und dieses
möchte ich in Zukunft versuchen zu entdecken. Ich werde also darauf
achten, in welchen Situationen bzw. Gefühlslagen mir keine Musik
einfällt, die mir hilft und dann darüber nachdenken, wie ich mir Musik
in diesem Moment, meiner tiefsten Empfindungen, vorstelle. Aber
vielleicht komme ich auch zu dem Schluss, dass ???RedenSilber und Schweigen Gold ist“ und so die Stille alles hergibt, was ich brauche um zu bewältigen und zu verarbeiten...
Ich hoffe, mich so auf eine musikalische Gefühlsreise zu begeben und vielleicht meine Ideen zu notieren (!!!)Und über die Musik und mich zu lernen...
Wenn
ihr darüber schon nachgedacht habt, dann beschreibt doch einfach mal
eure Empfindungen...und wenn ihr mit mir nicht im Stellenwert von Musik
im Leben eines Menschen übereinstimmt, dann hoffe ich, dass ihr auch
ein so kraftvolles und Ausdrucks starkes Medium findet, wie ich es in
der Reflektion meines Innersten, der Musik, gefunden habe.
Es
ist die Einzigartigkeit der Gefühle, die die aus ihnen entstehenden
Lieder einzigartig macht. Und so können wir nachempfinden bzw.
Ähnliches ( was in den Liedern beschrieben ist) auf uns projizieren,
aber die Gesamtheit der eigenen Momentsaufnahmen können wir nur ganz
allein versuchen, auf eine Leinwand zu bringen oder auf Papier zu
bannen, aus dem man später erlesen kann wie die Gefühlsmelodie eines
jeden klingt, oder ....
JEMAND HAT DIE KOMMENTARE GEKLAUT(mir werden jedenfalls keine mehr angezeigt)
...
22:30, 1.11.2006
.. Geschrieben von beff
gänsehaut, bauchschmerzen und herzrasen zugleich bekommen, weil ein lied so schön und/oder passend ist, dass man es nicht in worte fassen kann, sondern die schönheit nur durch eben diese reaktionen spürt? ich würde sagen, solche momente gehören zu den besten im leben.
wie sagte der große thees uhlmann so richtig: "mit den schönsten aller songs durch das schönste aller leben."
Unbenannter Kommentar
22:30, 1.11.2006
.. Geschrieben von Anonymous
Die Musik kann etwas sehr starkes sein. Im positivem Sinne, wie auch im negativen.
Die Musik hilft mir, mich zu entspannen, mich wieder wohler zu fühlen. Aber genauso kann sie mich traurig machen.
Klassische Musik macht mich nachdenklich, wenn ich bestimmte Werke höre, kommen mir die verschiedensten Gedanken. Was ich noch so machen muss, wie ich das alles schaffen kann, wie es gerade bei mir selber aussieht.
Die moderne Musik ist für mich der Unterhaltungsfaktor. Ein gutes Lied und die Musikanlage wird laut aufgedreht und es wird mitgesungen bis die Eltern rufen, ich solle doch die Musik leiser stellen. Oder ich stelle mich vor den Spiegel und versuche zu tanzen( Da schaut zum Glück nie jemand zu).
Da bekommt man automatisch gute Laune.
Wenn ich wütend bin, mach ich auch die Musik an, genauso wenn ich traurig bin.
Und da können die Tränen fließen. Man kann sich fallen lassen.
Ohne Musik würde mir echt was fehlen. Nicht mehr singen, keine Freizeitbeschäftigung mehr...
Musik macht auch Freunde. Man setzt sich zusammen hin und versucht ein Lied zu schreiben, dass ist gar nicht so einfach. Am Anfang ist es super und je öfter man es hört desto langweiliger wird es, dass heißt es ist noch nicht so, wie es eigentlich mal werden soll. Den anderen und vor allem uns soll es gefallen. Also probiert man weiter, dass schlimme ist nur, wenn man dann anfängt nach der Theorie etwas aufzubauen (Tonika Dominante und was man nicht noch so alles lernt). Musik machen nach Gefühl, dass ist etwas ganz Besonderes und bringt Menschen zusammen.
Ich wünsche dir viel Erfolg beim aufs Papier bannen deiner Gefühle.
Lass die Musik unsere Seele berühren.
Danke für eure Reaktionen
22:31, 1.11.2006
.. Geschrieben von tomtom
Ich muss schon sagen, dass es mich freut hier eine solche Resonanz zu finden, aber gerade beim Thema Musik, hoffte ich genau auf diese....
Meine Frage, die ich nun hier verkünden möchte, lautet aber, wer bist du "Anonymous"? Bitte keine falsche Scheu, ich interessiere mich dafür um weiter mit dir über solche themen zu debatieren und um dies zu ermöglichen würde ich gern wissen, wer du bist, der nach der beff einen so treffenden kommentar hinterließ...
grüße und
"Es möge die MUSIK mit euch sein"
tomtom
Unbenannter Kommentar
22:31, 1.11.2006
.. Geschrieben von Anonymous
Genau das ist das besondere am Internet. Wenn man nicht allzu große Nachforschungen anstellt, dann bleibt man weitest gehend unerkannt, wenn man es will.
Du kannst ja trotzdem mit all den Menschen, die eure Artikel lesen, debattieren.
Wer der Gegenüber ist,muss dabei nicht immer eine Rolle spielen.
Doch das ist wieder ein Thema für sich...
Musik beeinflusst unser Leben
22:32, 1.11.2006
.. Geschrieben von Archangel
s gibt ein Sprichwort: "Der Ton macht die Musik" und so ist es auch genau wie die Worte eines Freundes beeinflusst uns Musik, ständig hören wir sie in alle Lebenslagen, wie du schon sagst je nach Gefühlslaage die entsprechende Musik.
Es kann aber auch nicht nur unser Gefühl die Wahl der Musik beeinflussen sonder auch die Musik auf uns eine sehr entscheidene Wirkung haben und unsere Denk- und Handelsweisen sehr beeinflussen. Ich habe auch mal von einem Test gehört das beim Autofahren die Musik im Radio unser Verhalten im Straßenverkehr beeinflusst...
Ich habe natürlich auch schon diese Erfahrung machen dürfen wie sehr die Musik mein Leben beeinflusst, denn wenn mensch mal genau darauf achtet kann man sein Gegenüber sogar mit Musik beeinflussen in einem Kennlerngespräch z.B....die Psyche des Menschen ist ein Thema für sich und so unglaublich Komplex und Einzigartig...so auch die Musik die uns begleitet und beeinflusst!
mfg Archangel
Unbenannter Kommentar
22:32, 1.11.2006
.. Geschrieben von Schlurchi
Freunde dich doch mi Novalis an:
Gefühle/Mensch als Spiegel der Musik
22:32, 1.11.2006
.. Geschrieben von phos
Habt iht schon mal darüber nachgedacht, dass nicht nur die Musik unsere Gefühle wiederspiegelt, sondern das sie aus uns heraus lebt. ich denke die musik ist viel mehr als ein spiegel. sie ist vielmehr ein lebensstil. ich glaube, dass man leute durch die musik, die sie hören ein ganzes stück weit kennenlernen kann. ich persönlich bin davon überzeugt die texte meiner musik zu leben und ihnen im alltag nachzugehen. nicht umsonst sprechen sie mich in einem so großen maße an. warum können wir uns dann nicht als spiegel der msuik betrachten. die dinge die ich höre, halte ich für wahr. demzufolge setzte ich sie um, lebe danach. die frage ist hier nun inwieweit uns die texte beeinflussen. und vor allem was für musik hörst du? können andere menschen dich über deine musik definieren und kennenlernen oder ist musik an sich für dich nur eine schöne nebensache, eine gelungene ablenkung, ein zeitvertreib? für mich ist musik eine möglichkeit das auszudrücken was mir wichtig ist, was mich bewegt, was in meinem innern zu finden ist. und aus diesem grund frage ich mich häufig was ich für musik höre. habt ihr euch schon mal mit dem \"spiegel eurer seele\" beschäftigt? was wird denn da wiedergespiegelt und durch welche texte? ich würd mir vielmehr wünschen das wir spiegel unserer musik sind/ werden und ich hoffe, dass es eine musik ist, die uns und unsere gesellschaft weiterbringt!
phos
... die Musik als Bestandteil unseres Lebens ...
22:33, 1.11.2006
.. Geschrieben von Alllen
Melancholie, innere Zerrissenheit, Agression, Lebensfreude oder ein Hauch von Traurigkeit? Die Musik hat einen großen Einfluss auf meine Emotionen und Gefühle. Sie kann mich beleben, mir helfen meine Trauer zu überwinden, meine Angst zu heilen aber auch meine innere Unruhe aufzusuchen und mir Kraft geben, neu anzufangen. Musik kann aber auch das Gegenteil bewirken, sie kann mir mein weiches, verletzliches Herz zerreißen; sie kann mir das Gefühl der völligen Einsamkeit vermitteln und mich an mich selbst zweifeln lassen. Wo immer wir auch sind, wir sind doch immer von Musik und damit vom Schatten unserer Selbst umgeben. Für mich ist Musik oftmals mit Erinnerungen verbunden. Mit Liedern verbinde ich schöne aber auch traurige Momente, die die Seele berühren und somit fest in meinem Herzen und in meinen Gedanken bestehen. Manchmal ist es schön, wenn einem die Musik hilft seine schon tief im Innersten seines Seins versteckten Erinnerungen zu wecken, manchmal auch nicht. Aber schließlich soll doch die Lebensfreude und nicht die Trauer über das empfindsame Ich siegen. Sie sollte uns Freude bereiten, uns helfen die Welt mit anderen, vielleicht positiveren Augen zu sehen und helfen uns besser kennenzulernen.Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Man muß die richtige Musik für sich selbst finden, die die dich berührt und dein Herz anspricht. Wenn ich gut gelaunt bin, kann es ruhig mal etwas schickes flottes, rockiges sein; wenn ich ich traurig bin und ich zur Ruhe kommen möchte, unterstützt mein Befinden wunderschöne Klaviermusik. Sie gibt mir Zeit zum Nachdenken und dann die Kraft wieder aufzustehen und einen neuen, weiteren Schritt ins Ungewisse zu wagen. Um angestaute Agression abzubauen, muss es manchmal nicht bestimmte Musik sein, meist einfach nur laut. Es gibt aber auch Momente in denen ich keine Musik hören kann, um meine Gefühle zu verarbeiten, z. B. wenn ich genervt bin. Stille kann auch Musik sein. Die Musik des eigenen Seins. Einfach auf sich zu hören und einen Moment des Schweigens festhalten. Lasst uns weiter den Moment der Melodien genießen und uns und andere Menschen durch Musik besser kennen und vielleicht auch lieben lernen ...