Heute ist der Wind so wundervoll stark, dass ich sogar eine Mütze trage. Mützen sind mir etwas zu spezielles und sagen bestimmt eine Menge über einen Menschen aus, nur was heißt das für mich, wenn ich feststellen muss, dass mir keine Mütze steht? Ich kann mich hier oben kaum halten. Es ist schwer sich am Geländer fest zu halten. „Hochspannung Vorsicht! Lebensgefahr“ kann ich grad noch dank einer angebrachten Nachtleuchte in der Dunkelheit erkennen. Ich liebe es hier zu stehen. Es ist nicht sehr hoch hier, aber ein inszenierter Sturz würde zum Aktivitätsstillstand führen.
Der Zug steht immer noch abfahrtsbereit am Bahnsteig. Er wartet auf diejenigen, die jetzt noch einen Weg vor sich haben. Vielleicht zur Arbeit, vielleicht auch nach Hause oder sie fahren einfach nur weg, ohne zu wissen wo sie hingefahren werden.
Das Licht glänzt in den Schienen und verleiht ihnen ein einmaliges Spiel von sturgerader Gebrochenheit. Sie wirken unentschlossen, sind es aber nicht. Diese harten Konstruktionen mit parallelem Abstand, verbunden durch Kommissurenartige Betonbalken weisen dem Zug nur den einen Weg, der ins Unendliche zu führen scheint. der Zug wartet immer noch. Wie gern würde ich sehen, dass er mich mitnimmt, ganz egal wohin. Das Gefühl des Entkommens überkommt mich, das erste Mal habe ich keine Angst, was mich erwarten wird, ich fürchte mich nicht. Vom weiten höre ich Die Pfeife des Schaffners, dessen Geräusch sich im Wind verliert. Kurz ein abgewandter Blick, dann war der Zug schon weg. In Richtung Gegenwart an einem Ort, wo ich nicht sein kann. Er verschwindet in dem Punkt zwischen Himmel und Erde. Manchmal wünsche ich mir der Horizont wäre keine imaginäre Linie, die sich immer weiter entfernt solange man sich ihr nähert. Der einzige Punkt wo sich Himmel und Erde begegnen ist unerreichbar. Klingt paradox.
Blätter säuseln an mir vorbei. Sie scheinen sich vom Wind noch hinterher tragen zu lassen. Sie haben sich verspätet. Ich? Mich kann der Wind nicht tragen, obwohl ich es vielleicht probieren sollte, denn er ist so mächtig. Ich kann mich nur mit aller Kraft gegen ihn wehren um mich zu halten, um nicht zu fallen. Noch einmal zieht der weit entfernte Zug meine Blicke auf sich. Auf dem Schild neben mir: „Hochspannung Vorsicht! Lebensgefahr“.
Häh
11:59, 8.01.2007
.. Geschrieben von Schlurchi
Was is denn das für'n Sch... komischer Kommentar. Schreibs du Gedichte????
Ich sehe das wohl anders...
17:52, 8.01.2007
.. Geschrieben von tomtom
Ich denke, dass dieser Kommentar von "Lemma" sehr gelungen ist, da zum einen die Wortwahl besonders ist und, da zum zweiten der Eintrag von Kenix in keiner quantitativen Relation zu der "Lebensgefahr" steht. Also ich spreche gern meinen Respekt aus, aber zum Glück lässt sich über Geschmack nicht streiten und so sieht der Schlurchi das wohl etwas anders...Aber eine Sache würde mich auch interessieren, kann man von dir noch mehr lesen??? bzw. schreibst du nun wirklich Gedichte?
Viele Grüße tomtom
Äh ja
18:13, 10.01.2007
.. Geschrieben von Schlurchi
Gedichte schreib ich jetz nich so direkt aber nett, dass meine Kommentare dich gierig auf mehr gemacht haben
Schlurchi = Lemma
12:20, 11.01.2007
.. Geschrieben von Archangel
Deine Aussage lässt mich zu der Schlussfolgerung kommen, das du Schlurchi den Kommentar von "Lemma" geschrieben hast. Also du Lemma bist, richtig?
@ Archangel
Das glaube ich jetzt aber mal nicht.
Sonst hätte er wohl kaum Lamma gefragt, wegen der Dichtkunst.
Sherlok Holmes und seine Nachkommen
18:36, 11.01.2007
.. Geschrieben von Lemma
Zunächst einmal: Schlurchi und Lemma sind gewiss nicht eine Person, es sei denn ich wäre schizophren und meine beiden Persönlichkeiten würden jeweils von der anderen nichts wissen (Kenix gut kombiniert!).
Danke tomtom für die Kritik und um nun auf eure Frage eine Antwort zu geben, denn ich glaube ihr meintet eigentlich mich, ob ich denn die Fähigkeit besäße Gedichte zu verfassen: ich schreibe unterschiedliche Dinge, demnach kann darunter sicherlich auch ein Gedicht sein.
Lemma
Unbenannter Kommentar
19:13, 11.01.2007
.. Geschrieben von Carazze
Tomtom was meintest du eigentlich als du geschrieben hast, dass der "Eintrag von Kenix in keiner quantitativen Relation zu der "Lebensgefahr" steht"?
Heißt das wer mehr schreibt, schreibt auch besser? Find ich nämlich nicht... Kenix war wenigstens lustig dagegen der Eintrag von Lemma.... ich sag mal pseudo Poet.
Wo ist denn da der künstlerische Anspruch?
Unbenannter Kommentar
20:04, 11.01.2007
.. Geschrieben von Lemma
Sicherlich heißt es nicht, wer mehr schreibt, schreibt besser... ganz gewiss nicht! Es besteht die Möglichkeit hier Kommentare zu hinterlassen, aber meines Wissens nach gibt es keine Vorgabe über Länge und Qualität, zumal einen auch nicht alles gefallen muss. Also habe ich einen etwas längeren Kommentar hinterlassen.
Ich wollte damit sicherlich nichts "vortäuschen", aber ich möchte es einmal so ausdrücken: Ich war nichts - jetzt bin ich schon ein "pseudo Poet".
Immer.
Über Kommentare.
Ob lang, ob kurz.
Auch freut uns, dass es anscheinend neue Kommentatoren gibt.
Und der längste Kommentar, mit Abstand, stammt wohl immer noch von Archangel: http://www.free-blog.in/Felsblog/142/Analyse.html
oh man
22:42, 11.01.2007
.. Geschrieben von Archangel
@Lemma
Lies bitte nach was Shizophrenie bedeutet, du hast keinen blassen Schimmer...und das hier wer Einträge fälscht ist übrigens keine Seltenheit...ist kein Vorwurf lediglich eine Feststellung!
Der Kenix hält es allerdings nicht für Notwendig die mal zu überprüfen, oder weis er doch was und will nur nichts sagen???
Was solls ich für meinen Teil habe alles gesagt, was ich sagen wollte! Punkt
Als erstes will ich hier kurz auf eine allgemeine Tendenz hinweisen: Also was fällt dem Leser dieses Blogges auf? Genau, dass die kurzen Artikel der Autoren es immer wieder schaffen die Kommentarzahlen hochzutreiben...Aber was sagt uns das!?!?! Ich hoffe nicht, dass es bedeutet, dass die langen nicht gelesen werden und deshalb weniger Kommentare bekommen..Aber um jeglicher Kritik schon im Voraus aus dem Weg zu gehen...Diese Angaben sind wie immer ohne Gewähr, was bedeutet, dass wenn jemand jetzt nach dem Gegenteil sucht und einen langen Artikel findet, der oft kommentiert wurde, dann beglückwünsche ich ihn und gestehe ein, dass es so wohl auch ist...
<br>Aber jetzt einmal zum Thema, also
<br>@Carazze: Ich wollte mit dieser Formulierung aussagen, dass die Länge von Kenix´ Artikel, aber wohl auch der Inhalt für mich nicht Stein des Anstoßes gewesen wären um dann solch einen Erfahrungsbericht zu schreiben...Ehrlich gesagt ich habe in meinem Tran erst beim Lesen von Lemmas Artikel verstanden, dass Kenix die Bahn meinte (aber das liegt sicher an meiner seltenen Benutzung dieses Fortbewegungsmittels). Und so muss ich erneut Lemma recht geben, denn für mich sagt die Länge eines Textes auch keineswegs etwas über seine Qualität aus.
<br>Okay und jetzt nocheinmal kurz zu dem pädagogischen Wert des Felsblogges: es ist immer wieder interessant, was man alles dazu lernen kann, vor allem, weil sich hier in die Hände gespielt wird...der eine bemerkt, der andere klärt auf! Das finde ich gut, obwohl das mit der Wertung, die da so manchmal mitschwingt nicht so mein Ding ist, aber naja...da wären wir wieder beim Geschmack...und dazu hab ich meine Meinung schon gesagt...
<br>
<br>Grüße
Interessante Diskussion
10:22, 12.01.2007
.. Geschrieben von Lemma
Ja ich muss zugeben, dass ich eigentlich an die multiple Persönlichkeitsstörung gedacht habe, mich aber mehr auf das fälschlich existierende T-Shirt ("Ich bin schizophren - Ich auch") bezogen habe, es sollte nicht der Hauptbestandteil meines Kommentares sein - nur eine Aufklärung meiner Persönlichkeit.
@Archangel: Was Schizophrenie ist durfte ich selber in meiner Familie erfahren, es tut mir leid, wenn ich diese Krankheit falsch ausgelegt habe.
Doch nun noch etwas zur Verwechslung: ein behandelner Arzt sagte einst zu mir, dass man die Schizophrenie oft mit der Dissoziativen Identitätsstörung verwechselt, weil eben bei der Schizophrenie viele Persönlichkeitsebenen beeinflusst werden und der Anschein einer neuen erweckt wird, wie ich selbst erleben durfte. Es kommt oft zu Fehldiagnosen, gerade weil diese Krankheit sehr umstritten ist. Dennoch liegen sie für ein nicht ärztliches Auge nah beieinander.
äh ja wakkawakka
13:42, 18.02.2007
.. Geschrieben von Schlurchi
@tomtom nicht kenixs artikel sondern Lemmas Kommentar (der eigentlich kein Kommentar zu Kenix Artikel ist sondern nur der Versuch die Kommentarsparte des Felsblogs als Plattform für den eigenen ScheIß zu missbrauchen ist) wird hier so heiß diskutiert
@ Lemma ja dein Beitrag is sehr gefühlvoll und so aber ich kann da nich so viel sinn raus ziehen vielleicht kauft dir die Bahn ja eines Tages das Gesammtwerk deiner Dichtungen ab
@ alle scheiß egal was schitzophrenie ihr Krümmelnden Kakker