Von der Mittlerweile-Bloggerin Beff, die eine oder der andere mag sie aus den Kommentaren kennen, ging die Idee aus, doch beim Kneipenqiuz von Fritz mit zu machen. Und so stellte sie nach und nach ein Team mit verschiedenen Fachgebieten zusammen. Auch ich wurde ausgewählt, für unnützes Wissen und Filme.
Einer kam zum anderen und auf einmal waren wir ein Team von 11 Leuten, unter denen sich auch noch ein weiterer Blogger, nämlich Schnubbi, befand. Jaha, wir Blogger infiltrieren alles.
Hier die Autogrammkarte unseres Teams:
So habe ich mir dann als Vorbereitung das Kneipenquiz letzte Woche besonders gründlich angehört und musste mit Erschrecken feststellen, dass ich wirklich nahezu nichts wusste. So habe ich dann auch Ergebnisse in der Höhe von ca. 5 Punkten pro Runde erwartet. Aber es geht ja schließlich ums dabei sein und den Spaß an der Sache.
Gestern sollte es also soweit sein. Nachdem ich bis 8 Uhr geschlafen hatte, nahm ich ein ausgiebiges Frühstück ein und lass ein paar Stellen der FAZ vom Mittwoch noch einmal, um sicherzugehen ein paar wichtige Fakten, wie den Namen der ersten Tochter des Kronprinzen Philipe von Spanien zu wissen. 6 Stunden Schule habe ich dann ohne Probleme hinter mich gebracht und mich dann gleich von da aus auf dem Weg zur Therme gemacht.
Denn ichchm hatte mich zu einem vollen Programm eingeladen. Zuerst schön massieren lassen, dann im Licht- und Klangraum ausspannen, noch kurz in den Kochtopf und etwas essen und Schokolade trinken. So sichtlich entspannt machte ich mich dann auf dem Weg zu dem Treffpunkt von dem aus wir nach Potsdam fahren wollten. Dummerweise habe ich in der Therme meine Schiebermütze verloren, egal wo du gerade bist, komm wieder, ich vermisse dich wirklich.
Wir fuhren schon kurz nach 18:00 Uhr los, um sicherzugehen auch einen halbwegs guten, beziehungsweise überhaupt einen Tisch abzubekommen. Und so hieß es dann 3 Stunden durchhalten bis das Kneipenquiz schließlich seinen Anfang nahm. Die Zeit haben wir produktiv mit Zeitungsstudium und Kartenspielen genutzt. Es gab sogar Personen, die versucht haben Hausaufgaben zu lösen, aber das war wohl aufgrund der Beleuchtung und der Atmosphäre vor Ort lag. Beim Kartenspiel ging leider eine solche verloren und so habe ich mittlerweile 2 Decks mit 31 Karten. Und bei beiden fehlt eine 8. Unheimlich. Richtig unheimlich. Gedopt durch Gummibärchen und Dextro Energy stürzten wir uns dann in den Rätselkampf.
Zur Einleitung des Quizes gab es eine Frage nach der Herkunft der Anwesenden, beziehungsweise ob sie aus Potsdam kämen. Da von unserem Tisch nahezu jeder eher in der Region Fläming haust, war unser Team eines der mit den meisten erhobenen Händen bei der Frage nach den Nicht-Potsdamern. Damit hatten wir uns die Aufmerksamkeit des Moderators Thomas Vogel für den ganzen Abend gesichert.
In der ersten Runde wussten wir überraschend viel und waren mit 10 Punkten knapp über dem Kneipendurchschnitt von 9,81. Ein Mitspieler unseres Teams hatte uns als im Zenit unseres Wissens beschrieben und genau den erreichten wir dann auch wirklich in der 2 Runde. Mit sensationellen 14 Punkten schlugen wir nicht nur den Wosch sondern lagen auch gleich auf mit Abräumerteam nahezu jedes Kneipenqiuzes, dem Team "Wosch und weg".
So kam es zum Zweikampf "Wosch und weg" gegen "Klug auf Raten". Da ich einige Fragen der letzten Runde beantwortet hatte, wurde ich ausgewählt unser Team zu vertreten. In diesem absoluten Spannungsduell ging es nur um Geschwindigkeit und Einfallsreichtum. Durch den großen Wosch wurde aus dem Studio die Frage gestellt, was Britney Spears, dadurch dass sie jetzt keine Höschen mehr trug nicht mehr tun müsste. Das gegnerische Team startete mit einigen Schnellschüssen die aber alle das Ziel weit verfehlten. Auch ich setzte erst einen solchen, da ich zu einem zu sehr über die Person als solche nachdachte und außerdem auch eine gewisse Unruhe vorhanden war, da ich von der ganzen Kneipe und erst recht meinem Team beobachtet wurde. Glücklicherweise fiel mir dann doch noch die recht simple Antwort ein, dass sie sie jetzt ja nicht mehr waschen braucht. Eine Runde Getränke für unseren Tisch hatten wir uns jetzt wirklich verdient. Wir haben nicht nur den Wosch sondern auch die Kneipenquizprofis von "Wosch und weg" geschlagen. Dabei war das unser Debüt und wir waren auch deutlich der jüngste Tisch im Haus. Für mich gab es den teuersten Wein des Hauses(3€) der am Gaumen etwas langweilig, im Abgang dafür aber relativ kräftig war. Der war auf jeden Fall besser als ein Diesel das ich dort getrunken habe. Eine wässrige Plüre, nichts gegen ein gutes Sternburg.
Aber wir ich schon erwähnt habe, war damit unser Zenit erreicht und unser Stern in der darauf folgenden Runde deutlich im sinken. Und ausgerechnet diese Runde, in der wir weit unter unserem Durchschnitt nur 6 Punkte erreichen konnten, wurde dann an unserem Tisch ausgewertet und im Radio übertragen. Beff kam diese leider nicht allzu glorreiche Aufgabe zu.
Schlussendlich hat Wosch leider die Kneipe geschlagen. Ich denke aber, dass es sich für uns sehr gelohnt hat und das nicht nur wegen den Freigetränken, sondern auch und hauptsächlich wegen der Unmenge an Spaß, die ich auf jeden Fall an diesem Tag hatte.
Stolz bin ich beispielsweise darüber, gewusst zu haben, dass der Beruf von Hans Sachs aus der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" Schusters ist. Aber dann habe ich den grünen Hügel des Richard-Wagner-Festspielhauses in Bayreuth fälschlicherweise als Theaterhügel bezeichnet. Mir ist auch nicht eingefallen das die den Grünen nahe stehende Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung ist. Peinlich, peinlich. Dann habe ich geraten wusste ich wiederum, dass der Kunstname der chinesischen Stachelbeere Kiwi ist. Und diese Profis von "Wosch und weg" wussten es nicht, die sollten mich mal anheuern oder sich auf die aufblühende Konkurrenz des Teams "Klug auf Raten" einstellen. Sollten demnächst Bilder oder Audiodokumente zu der Veranstaltung auftauchen, werde ich sie euch nicht vorenthalten. Als wir dann wieder zu Hause ankamen, war das letzt Lied das im Radio lief von Johnny Cash. Ein rischtisch geiler Tag.
Ich hoffe jetzt nur, dass ich meine 15 Minuten Ruhm nicht für eine Frage über Britney Spears Unterwäschewaschgewohnheiten verplempert zu haben. Ich hatte da mal größeres vor.