Die verbotene Wahrheit

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Krieg und Frieden

Geschrieben von INews am 12.07.2007 um 02:06
in Terror im Islam. 0 Kommentare. Link.

Krieg und Frieden im Islam


Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen,

Was sagt der Islam zu Krieg und Frieden?

Diese Frage beschäftigt gerade heutzutage viele Men­schen. Darauf eine zutreffende sachliche Antwort zu erhalten, ist nicht leicht. Das Wort Islam ist in aller Mun­de, ebenso der Krieg. Fast automatisch stellt sich da eine Verbindung her. Viele Politiker, Medien und so genannte Nahost-Experten tun ein Übriges, indem sie Ängste schüren vor dem Islam und seinem "Heiligen Krieg".

Islam HEIßT Friedenmachen

Zwar redet heutzutage fast jeder vom Islam, doch weiß kaum jemand, was das Wort in Wirklichkeit bedeutet. Für die meisten Menschen ist es einfach der Name einer Weltreligion. Darüber aber, dass schon der Name das Wesentliche über diesen Glauben mitteilt, macht man sich meist keine Gedanken. Dabei beruht gerade auf dieser Unkenntnis der wirklichen Bedeutung des Wortes Islam wohl der größte Teil der Vorurteile und Missver­ständnisse, die dem Islam entgegengebracht werden.

Das Wort Islam, ins Deutsche übertragen, bedeutet:

Friedenmachen. Der Islam versteht sich als die Religion

und Lebensweise des Friedenmachens es ist sein

Programm für alle Bereiche, die für den Menschen von

Bedeutung sind. Der Mensch soll Frieden machen:

  1. mit Gott
  2. und mit sich selbst,
  3. mit seinen Mitmenschen
  4. und mit Gottes Schöpfung.

Ein Mensch, der dies verwirklichen will, ist Muslim, d.h. "einer, der Frieden macht"

Kein Heiliger Krieg

Nun fragt man sich vielleicht: Wie passt das zusammen mit "Heiligen Krieg"? Die Antwort darauf ist sehr einfach: "Heilige Krieg" hat nichts mit dem Islam zu tun. Dieser Begriff kommt im Quran, der Heiligen Schrift des Islam, überhaupt nicht vor. Er ist dem Islam fremd. Ursprünglich stammt der Begriff wohl aus dem Mittelalter, der Zeit der Kreuzzüge als man im christlichen Abendland aufrief zu einer Kriegsfahrt in den Orient, auch damals gegen den

Islam und Muslime. Das nannte man einen "Heiligen Krieg". Wie wir heute wissen, waren diese Kreuzzüge alles andere als "heilig". Kaum jemand im Abendland würde sich heute mit jenem Missbrauch religiöser Gefülen identifizieren wollen. Aber der Begriff des "Heiligen Krieges" hat sich erhalten. Nur wird er jetzt dem Islam und den Muslimen aufgestülpt, gegen die er sich in Wirk­lichkeit ja ursprünglich zuallererst gerichtet hatte.

Und was ist dann Dschihad?

Dies ist die nächste Frage, die sich hier anschließt- Nun gut, wird man vielleicht sagen, der "Heilige Krieg" steht so nicht im Quran, aber den dschihad, den gibt es doch, und ist das nicht dasselbe? Nein, es ist nicht dasselbe! Dschihad ist ein Wort aus dem Quran, aber es bedeutet weder "heilig" noch "Krieg". Es ist nicht einfach zu über­setzen. Am besten drückt man es im Deutschen so aus: "etwas mit ganzem Einsatz tun", oder "sich voll und ganz einsetzen". So ist eigentlich alles, was ein Muslim (einer, der Frieden macht) "mit ganzem Einsatz" tut: dschihad. Sein Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit wäre ohne dschihad, d.h. ohne ganzen Einsatz, nur halbherzig und unaufrichtig. Der Prophet Muhammad (s) hat gesagt: "Der beste dschihad ist, das Wort der Wahrheit (und des Rechts) vor einem ungerechten Herrscher zu sprechen." Man sieht an dieser Aufforderung sehr deutlich, welche Art von "ganzem Einsatz" hier gemeint ist: die persönli­che Überwindung von Angst, Eigeninteresse und Egois­mus. Dieser dschihad ist auch ein Kampf - und zwar ein Kampf gegen das eigene Ich. So wird dem Propheten Muhammad (s) der Ausspruch zugeschrieben, als er einmal mit seinen Gefährten von einem Feldzug zurück­kehrte: "Wir kehren zurück vom kleinen dschihad zum großen dschihad." Den Kampf mit der Waffe bezeichnete er also im Vergleich mit dem Kampf gegen das Ich als den kleineren Einsatz. Das sollte man im Blick behalten, wenn man über Krieg und Frieden im Islam spricht.

Kein blinder Pazifismus

Der Islam vertritt keinen blinden Pazifismus, d.h. er ver­langt von seinen Anhängern nicht, das eigene Leben oder das der Menschen, für die man verantwortlich ist, dem Prinzip einer absoluten Gewaltfreiheit zu opfern. Der Quran sagt: "Euch ist der Kampf vorgeschrieben, und er

ist euch zuwider, und es ist möglich, dass euch etwas zuwider ist, das gut für euch ist, und es ist möglich, dass euch etwas lieb ist, was schlecht für euch ist. und Allah weiß, aber ihr wisst nicht" (2:216) Damit weist der Quran darauf hin, dass die gewalttätige Auseinandersetzung in der Regel unerwünscht ist, aber er untersagt sie nicht völlig, sondern stellt klare Grundsätze für Gewaltandro­hung, Gewaltanwendung und Gewaltverzicht auf. Diese sollen nun kurz betrachtet werden.

Gegen Glaubenszwang

Der Kampf, der dem Muslim in der obigen Quranpassage vorgeschrieben ist, hat ein klar umrisse-nes Ziel. Es ist der Kampf gegen Zwang im Glauben und für die Freiheit des Bekenntnisses zu Gott. Der Quran sagt: "Kein Zwang im Glauben das rechte Handeln und das Fehlgehen sind schon klar unterschieden." (2:256) Ein deutlicheres Bekenntnis zur religiösen Toleranz fin­det man in keiner heiligen Schrift einer anderen Weltreli­gion. Der Muslim hat den Auftrag, dieses Menschenrecht der Freiheit des Bekenntnisses zu Gott in jedem Fall zu schützen, notfalls auch mit Gewalt, selbst wenn damit manche bestehende Konvention gebrochen werden muss in dem der Kampf an sich verboten war: "Sie fra­gen dich nach dem heiligen Monat, dem Kämpfen darin. Sag: 'Kämpfen darin ist schlimm, doch Abhalten von Allahs Weg und Ihn leugnen und (Abhalten von) der Heiligen Moschee und ihre Leute von dort vertreiben, ist schlimmer bei Allah, und die Zwietracht ist schlimmer als der Kampf, und sie hören nicht auf, euch zu bekämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abtrünnig gemacht haben, wenn sie das können ...'" (2:217) Dies ist der Zusammenhang, in welchem der Quran den Kampf nicht nur erlaubt, sondern sogar vorschreibt. Der Muslim hat nicht nur das Recht, sondern er hat die Pflicht, die Frei­heit des Bekenntnisses zu Gott auch mit Gewalt zu ver­teidigen gegenüber denjenigen Feinden, die ihrerseits den gläubigen Menschen hindern, nach Gottes Weg zu leben, an Ihn zu glauben. Seine Gebetsstätten zu besu­chen und sich dort in Frieden aufzuhalten. All diese Vergehen gegen die Menschenrechte bezeich­net der Quran an anderen Stellen zusammenfassend mit dem Begriff "dsulm", d.h. Unterdrückung und Gewalttä­tigkeit.

Gegen Unterdrückung

Der Kampf gegen den Glaubenszwang ist zugleich ein Kampf gegen Gewalttätigkeit und Unterdrückung. Sie bringen keinen Frieden. Deshalb rät der Quran zu bestimmten Wegen, den Krieg zu verhindern und den Frieden zu sichern. Ein Muslim, der an der Aus­übung seines Glaubens gehindert wird, muss sich wehren.

Friedenssicherung

Der Quran nennt vier Prinzipien zur Friedenssiche­rung und Kriegsverhinderung. Diese könnte man auch Grundsätze der islamischen Friedenserziehung nennen.

Als erstes vertritt der Quran das schon genannte Prinzip "Kein Zwang im Glauben". Das Eintreten für die Freiheit der Menschen, sich zu Gott zu bekennen, ist sein Fundament der Friedenssicherung. Zweitens stellt der Quran den Krieg unter die härtes­te Bestrafung und ruft die schlimmen Folgen davon ins Bewusstsein der Menschen: Die Kriegsanzette­lung wird mit körperlichen Strafen, mit der Todesstra­fe oder zumindest der Verbannung bedroht. Dadurch soll der Krieg verhindert werden. Drittens verlangt der Quran von seinen Gläubigen Friedenssicherung nicht nur durch Worte, sondern durch erkennbare Maßnahmen, die jedermann klar­machen, dass diese Ziele des Eintretens gegen Glau­benszwang und Tyrannei und für die Sicherung des Friedens nicht nur proklamiert werden, sondern auch gegen jede Bedrohung geschützt werden können: Die Muslime sollen demnach ihre potentielle Möglichkeit der Gegenwehr darstellen, um den möglichen An­greifer einzuschüchtern und so einen Angriff und den verbundenen Krieg zu verhindern. Viertens erwähnt der Quran an verschiedenen Stellen das Abschlie­ßen von Verträgen, die dazu führen, dass keine Kriege geführt werden.

Ein solcher Vertrag gilt nur dann nicht mehr, wenn der Vertragspartner ihn gebrochen hat In diesem Fall wird der Muslim das nicht hinnehmen, weil der Quran ihm aufträgt: "Und wenn sie ihre Eide nach ihrem Vertrag gesehen haben und euch wegen eurer Religion schmä­hen, kämpft gegen die Anführer des Unglaubens - für sie gibt es keine Eide, vielleicht lassen sie (dann) ab." (9:12) Auch hier wird noch einmal deutlich, dass im Mittelpunkt der islamischen Lehre von Krieg und Frieden der Schutz der Freiheit des Bekenntnisses zu Gott steht.

Notwehr ja

Schließlich sind auch die Gebote des Qurans, einen Krieg nicht zu beginnen und ihn baldmöglichst zu been­den, wesentliche Mittel der Friedenssicherung. Der Mus­lim hat das Recht'' der Selbstverteidigung, wenn er an­gegriffen wird. Aber er hat ebenso die Pflicht, den Kampf auch zu beenden, wenn der Feind ihn einstellt. Die Haf­tung des Muslims, was den Krieg betrifft, ist also immer eine Erwiderung auf das, was ihm geschieht: "Und be­kämpft diejenigen auf Allahs Pfad, die euch bekämpfen und übertretet nicht (Allahs Grenzen). Allah liebt die Übertreter nicht. (2:190f.) Noch eindeutiger heißt es im Quran: "Es ist denen erlaubt, die kämpfen, weil ihnen Unrecht geschah, und Allah ist ihnen zu helfen schon imstande, diejenigen, die herausgetrieben wurden aus ihren Häusern, ohne Recht, nur weil sie sagten: 'Unser Herr ist Allah' - und wenn es nicht Allahs Abwehren der Menschen untereinander gäbe, wären bestimmt die Ein­siedeleien zerstört und die Kirchen und Gebetsstätten und Moscheen, in denen Allahs Namens viel gedacht wird ..."(22:39-40)

FRIEDEN & GERECHTIGKEIT

Der Quran weist die Muslime an, auch nach dem Kampf, wie schon zuvor, für Frieden und Gerechtigkeit einzutre­ten. Diese Friedensbereitschaft fordert der Quran in jedem Fall: ''Und wenn sie dem Frieden zugeneigt sind, dann seid (auch) ihr ihm zugeneigt und vertraut auf Allah ..."(8:61)

Quelle: www.way-to-Allah.com

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