Bagger gegen Palästinenser

Muslimrecht 01.07.07
Der Stamm der Al Qi’an wurde 1948 von seinem ursprünglichen Land vertrieben und 1956 von den israelischen Behörden dort angesiedelt, wo man ihn nun erneut vertrieb. Nach Angaben der Israelischen Landbehörde (ILA) lebten die Beduinen »illegal« auf »staatlichem Grund und Boden«, seit 2004 lag eine Abrißgenehmigung vor. Das Land ist für neue israelische Siedlungen vorgesehen, während die Beduinen in sieben von Israel gebaute Ghettosiedlungen gezwungen werden sollen. Nach UN-Angaben leben heute noch 160 000 arabische Beduinen in der Negev-Wüste. Die Hälfte verharrt in 45 von Israel »nicht anerkannten Dörfern«, zu denen auch Atir und Um Heiran gehörten. Die Dörfer haben weder Strom- noch Wasserversorgung, die Beduinen kaufen das Wasser von Tanklastwagen und für den Strom sorgen Generatoren. Bei den bereits in die Ghettostädte gezwungenen Palästinenser ist sowohl Arbeitslosigkeit als auch Kriminalität ein großes Problem. Deren traditionelle Lebensweise wird durch das aufgezwungene Stadtleben zerstört. Die nun vertriebenen Al-Qi’an-Palästinenser wurden von Hilfsorganisationen vorerst in Zelten untergebracht. Die stehen in der Wüste, wo die Menschen extrem hohen Temperaturen und Sandstürmen ausgesetzt sind. (jW)