Geschrieben von INews am 29.07.2007 um 03:29
in Naher Osten.
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Palästinensischen Bürgerkrieg-Die Spur führt in die USA
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Die Zuspitzung der Gewalt im Gaza-Streifen, die von der sogenannten »Meutererströmung« innerhalb der Fatah-Organisation ausgeht und sich gegen die mit großer Mehrheit gewählte Hamas richtet, war in Washington offensichtlich von langer Hand geplant. Das geht aus einer Anhörung im US-amerikanischen Kongreß Ende Mai dieses Jahres hervor, in der der in Israel stationierte US-General Keith Dayton eingestand, daß die USA auf Seiten der Fatah im innerpalästinensischen Konflikt kräftig mitmischen. Als hätte er die Eskalation der Gewalt »vorausgeahnt« sagte Dayton: »Jetzt wird (in Gaza) eine rauhe Phase beginnen«, um zugleich den von dem Demokraten Gary Ackerman geleiteten Mittelostausschuß des US-Kongresses zu beruhigen, daß »noch nicht alles verloren« sei, denn die CIA und das Pentagon unterstützten die US- und Israel-freundlichen Kräfte innerhalb der Fatah im Kampf gegen Hamas. Es sei daher von »äußerster Bedeutung, daß alle jene, die die legitime Autorität und die Sicherheitskräfte von Präsident Abbas unterstützen, auch die Hilfe bekommen, die sie brauchen«.
Obwohl die CIA seit 1996 die palästinensische Präsidentengarde (der Fatah) in Lagern in Ägypten und Jordanien bewaffnet und ausbildet, hatte das US-Außenministerium seit der Regierungsübernahme durch Hamas vor zwei Jahren die Fortdauer des Trainingsprogramms kategorisch abgestritten. Bei dem Hearing im Kongreß hob General Dayton jedoch hervor, wie sehr derzeit Washington der Präsidentengarde von Fatah-Chef Mahmud Abbas im Kleinkrieg gegen Hamas unter die Arme greift. Zu diesem Zweck hatte der US-Kongreß unlängst 59 Millionen Dollar bewilligt. Allerdings forderte General Dayton noch mehr Geld für die US-Marionetten in der Präsidentengarde der Fatah, denn – so der General – trotz der Anstrengung vieler Monate habe die bisherige Hilfe wenig Wirkung gegen die sehr disziplinierte und gut ausgerüstete Hamas gezeigt.
Was die CIA-und Mossad-Marionetten der Fatah nicht im offenen Kampf gegen Hamas schaffen, versuchen sie seit Monaten nach dem Vorbild der »El-Salvador Option« der USA mit einer gezielten Mordkampagne gegen führende Persönlichkeiten der Hamas im Gaza-Streifen durchzusetzen. Die Spur dieser Todesschwadronen führt immer wieder zu der Präsidentengarde der Fatah, aus der sich auch das Gros der sogenannten »Meutererströmung« rekrutiert. Deren Chef ist das Parlamentsmitglied und ehemalige Fatah-Innenminister Mohammed Dahlan. Laut der Politologin und Nahostspezialistin Prof. Dr. Helga Baumgarten, die viele Jahre in Israel/Palästina, u.a. an der Bir-Zeit-Universität gearbeitet hat, steht Dahlan für eine Option, die versucht, sämtliches Widerstandpotential auf der palästinensischen Seite mit Gewalt niederzuschlagen. Dazu bekomme Dahlan »die Unterstützung der Amerikaner und des CIA«, so die Politologin am 22. April 2003 in einem Interview im Deutschlandfunk.
Nach dem fehlgeschlagenen Mordanschlag auf den von Hamas gestellten palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanija am Dienstag abend erstürmten etwa 200 Kämpfer der Hamas in einer koordinierten Operation das Hauptquartier der Fatah im nördlichen Teil des Gaza-Streifen. Auch die meisten Polizeistationen in Gaza sind seither unter der Kontrolle der Hamas. Die Fatah steht nun vor der Entscheidung, sich entweder von der »Meutererströmung« Dahlans zu trennen oder einen Bürgerkrieg zu riskieren. (jW)
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