Die verbotene Wahrheit

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Radio Vatikan verbreitet unverschämte Lügen über den Iran

Geschrieben von INews am 21.08.2007 um 00:55
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Radio Vatikan verbreitet unverschämte Lügen über den Iran

In einer kaum vorstellbaren perfiden Art, verbreitet Radio Vatikan, keine geringere Anstalt als der offizielle Sender des Papstes, reine Lügen über den Iran auf seiner heutigen (bzw. gestrigen) Internetseite:

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=150082

Darin heißt es unter der Überschrift: „Iran: Christ ausgepeitscht“

Wie folgt:

„Polizeibeamten haben einen Mann mit 34 Hieben auspeitschen lassen, nachdem sie ein Exemplar der Bibel in seinem Auto gefunden hatten. Nach seiner Verhaftung hielten die Behörden den Mann zwei Tage lang in Teheran fest. Der Iran erlaubt als Religionen nur den Islam, das Judentum und den Zoroastrismus. Ein Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion ist in jedem Fall verboten.“

Zunächst einmal ist es eine glatte Lüge, dass im Iran jemand ausgepeitscht wird, wenn er eine Bibel besitzt! In jeder größeren Bücherei ist die persische Übersetzung der Bibel erhältlich! Als nächstes ist es eine glatte Lüge, dass Polizeibeamte im Iran von sich aus irgendwelche Strafen ansetzen und vollstrecken dürften oder es straflos tun! Und die wohl perfideste Lüge besteht darin, dass behauptet wird, im Iran sei nur das Judentum und der Zoroastrismus erlaubt, nicht aber das Christentum. Abgesehen davon, dass gleich mehrere Christen als Vertreter der christlichen Minderheit im Parlament sitzen heißt es in der Verfassung im entsprechenden Artikel 13:

„Iranische Bürger des zaroastrischen, jüdischen und christlichen Glaubens sind ais offizielle religiöse Minderheiten anerkannt, die vollständig frei ihre religiösen Pflichten im Rahmen des Gesetzes ausüben können. Die Personenstandsangelegenheiten und die religiöse Erziehung erfolgen nach der entsprechenden eigenen Religion.“

Mit dieser völlig frei erfundenen und vor Lügen nur schreienden Meldung setzt Radio Vatikan sich mit an die Spitze der Kriegstreiber gegen die Islamische Republik Iran. Anders ist solch eine Meldung kaum zu verstehen. Bedauerlicherweise werden damit genau die Vorurteile aufgefrischt und teilweise mit Argumenten gestärkt, welche Muslime gegen den amtierenden Papst durch immer wieder neue Provokationen entwickelt haben. Eine päpstliche Institution aber, die sich durch derart klar nachweisbare Lügen, auf der Seite des westlichen Kapitalismus für Krieg in der Welt einsetzt, muss seine Schandtaten eines Tages vor Jesus rechtfertigen können. Und Lügen ist – so wie es Muslimen bekannt ist – auch für eine päpstliche Institution eine schwere Sünde, insbesondere wenn es im Rahmen von kriegstreiberischen Zeiten erfolgt.

Quelle MM

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