Unabhängige Berichte Der Brief der norwegischen Botschaft in Tel Aviv an das Ministerium sei mit Juli datiert und berufe sich auf zwei unabhängige Berichte, die im Detail Foltermaßnahmen an palästinensischen Häftlingen beschreiben, heißt es bei NRK. Außenamts-Staatssekretär Raymond Johansen bestätigte prinzipiell den Erhalt eines derartigen Schreibens der Botschaft, wollte aber nicht sagen, ob die Vorwürfe tatsächlich in Jerusalem zur Sprache gebracht würden. Die norwegische Botschaft in Israel wollte die Angelegenheit dagegen nicht kommentieren. "Gesetzlich und legitim" In dem Brief an das Ministerium heißt es laut NRK unter anderem, dass eine größere Anzahl palästinensischer Gefangener in Israel misshandelt werde. Eine geringere Anzahl Gefangener werde regelrecht gefoltert. Die Botschaft gehe davon aus, dass Israel nicht vorhabe, die diesbezügliche Praxis zu ändern. "Die israelischen Behörden sehen die Verhörmethoden als gesetzlich und legitim an", lautet ein Zitat aus dem Brief. Insgesamt sollen in dem von der Botschaft herangezogenen Berichten der Organisationen "B'tselem/Hamoked" und "Public Comittee Against Torture in Israel" 82 palästinensische Gefangene interviewt worden sein. (APA) MuslimrechtNorwegische Botschaft wirft Israel Folter vor

Oslo - Die norwegische Botschaft in Israel hat das Außenministerium in Oslo in einem internen Bericht aufgefordert, wegen Folter von palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen gegenüber der Regierung in Jerusalem "bei passender Gelegenheit" Besorgnis auszudrücken. Das berichtete der norwegische Rundfunk NRK am Donnerstag unter Berufung auf eine in den Besitz der Redaktion gelangte Kopie des Schreibens.