Fast 40% der Gesamtfläche der Westbank ist der palästinensischen Bevölkerung nicht zugänglich. Wie das Koordinationsbüro für humanitäre Angelegenheiten der Vereinten Nationen(OCHA) in einem zu Ende letzter Woche veröffentlichten Situations-Bericht erklärte, errichtete die Besatzungsmacht Israel auf dieser Fläche seine eigene Infrastruktur, die jegliche Bewegungsfreiheit für Palästinenser verhindert. Die im Juli verfasste und auf Feldstudien sowie Satellitenaufnahmen basierende Analyse zeigte auf, dass israelische Siedlungen, Außenposten, militärische Stützpunkte, geschlossene militärische Gebiete, Straßenführungen sowie von Israel deklarierte Naturschutzgebiete mehr als 38% der Fläche beanspruchen. Die Siedlungen sind mit einem gut ausgebauten Straßennetz verbunden, eine strikte Regelung unterbindet jegliche Nutzung durch die palästinensische Bevölkerung. Die Westbank ist dadurch in dutzende Enklaven zerstückelt und trennt die palästinensische Bevölkerung voneinander. Die negativen Auswirkungen auf das soziale und wirtschaftliche Leben sind verheerend. OCHA prognostizierte eine weitere Verschlechterung der gesamten Situation. „Bewegungsfreiheit für Palästinenser ist entscheidend für die Verbesserung der humanitären Bedingungen und für die Wiederbelebung des sozio-ökonomischen Lebens. Die Palästinenser stehen zudem in ständiger Konkurrenz im Kampf um die knappen Ressourcen wie Land und Wasser“, analysierte das Koordinationsbüro. Die Zahl der Siedler in der besetzten Westbank steigt stetig an, die jährliche Wachstumsrate beträgt 5.5%. In der Westbank, einschließlich Ost-Jerusalem, leben 450.000 Siedler und 2.4 Millionen Palästinenser. Wenn dieser Trend sich fortsetzt, so wird sich die Anzahl der Siedler in den nächsten 12 Jahren verdoppeln während die Anzahl der Palästinenser eine jährliche Wachstumsrate von 2.5% aufweisen wird. OCHA betonte hier, dass die Ansiedlung wie die Besetzung palaestinas nach internationalem Recht illegal ist. „Das Problem ist offensichtlich: Die Ressourcen der Westbank sind begrenzt. Das Bevölkerungswachstum der Palästinenser und der Siedler lässt den Bedarf an den natürlichen Ressourcen – Land und Wasser – ansteigen. Angesichts der letzten 40 Jahre, wird das kommende Wachstum auf Kosten der palästinensischen Bevölkerung erfolgen“, erklärte OCHA. MuslimrechtOCHA: 40% der Westbank nicht für die palästinensische Bevölkerung zugänglich
