
Nach der neuerlichen Verschärfung des israelischen Embargos Gazastreifen vor dem Kollaps. Rice bei Abbas. Tel Aviv droht mit militärischen Schlägen.
Einen Tag, nachdem Israel den unter Kontrolle der islamischen Hamas stehenden Gazastreifen zu „feindlichem Gebiet“ erklärt hatte, reiste US-Außenministerin Condoleezza Rice von Jerusalem nach Ramallah weiter. Dort traf sie am Donnerstag mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zwecks Vorbereitung des für November geplanten palästinensisch-israelischen „Friedensgipfels“ zusammen – ein Vorhaben, das angesichts der aktuellen Provokation Tel Avivs zunehmend zur Farce wird.
Die Hamas-Führung zumindest fasste Israels „Feind“-Proklamation vom Vortag als Kriegserklärung auf und sah in ihr zugleich eine weitere Verschärfung des Embargos gegen die Bevölkerung des Gazastreifens. Seit Juni hat die israelische Armee die Grenze zu diesem palästinensischen Gebiet abgeriegelt. Exporte sind unmöglich geworden. Die Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Laut Weltbank haben 75 Prozent der Betriebe geschlossen. Lediglich einige Güter des täglichen Bedarfs und Hilfslieferungen ließ Israel bisher passieren. Nunmehr versucht Tel Aviv, nicht nur die bisher noch geduldeten Transporte in den Gazastreifen hinein vollständig zu unterbinden, sondern auch Öl- und Stromzufuhr in das „feindliche Gebiet“ einzuschränken. Die Bewohner begannen am Donnerstag mit Hamsterkäufen....weiter