Lasse mich finden... Partnersuchende Singles sind schon eine einzigartige Spezies. Sie begeben sich in das www, mit der Hoffnung, hier den Partner fürs Leben zu finden. Also jenen Partner, den sie vielleicht im realen Leben nicht finden können. Um die Suche etwas zu vereinfachen, gibt es eine Vielzahl verschiedenster Portale um sich nach dem anderen Geschlecht umzusehen. Und schaut man in gerade jene Portale hinein, so meint man, dass man in einem Versandhauskatalog gelandet ist. Mit standardisierten Profilen versuchen die Kandidaten Aufmerksamkeit zu erregen und hoffen, dass der Traumpartner an die Türe bzw. das "elektronische Postfach" klopft und "Hallo" sagt. Eines ist auf solchen Seiten jedoch auffällig. Immer mehr werben Singles damit, dass sie "nicht suchen" sondern sich lieber "finden lassen" wollen. Gepriesen sei der Herr. Lasst uns alle nicht mehr suchen, sondern wir wollen alle nur noch gefunden werden. Nun gut, da wir dann alle nicht mehr aktiv sein müssen, sondern der andere Suchende, können wir in der Zwischenzeit die Hände in den Schoß legen und warten. Und so warten wir, bis wir schwarz werden. Denn wenn jeder sich finden lässt, sucht keiner mehr... (aber das wurde bestimmt vergessen)
Die Frau, das benachteiligte Geschlecht? Schlägt man die Blätter der Boulevard-Zeitungen oder auch jener recht seriöser Zeitungen zum Thema "Gleichberechtigung" auf, so wird der Leser sehr häufig darüber informiert, dass die Frauen in unserer Gesellschaft, das benachteiligte Geschlecht sind. Frauen, so liest man häufig, bekommen weniger Geld bei gleicher Arbeit, hätten schlechtere Aufstiegschancen oder aber, sie würden auf eine andere Art und Weise diskriminiert werden. Bei kaum einen Thema ist man sich häufig so einig, wie hier, ja Frauen werden benachteiligt. Sowohl beruflich als auch privat. Kein Thema ist mehr Dauerbrenner in den Medien und in der Politik wie dieses. Um Abhilfe zu schaffen, wurden bereits vor Jahren, ja fast Jahrzehnten, in staatlichen Einrichtungen Frauenbeauftragte eingestellt, an Hochschulen Mentoring-Programme für Studentinnen initiiert oder andere Frauengruppen gegründet, um die Rechte des weiblichen Geschlechts und somit die Gleichberechtigung zu stärken. Und auch die Politik hatte damals die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechende Ministerien eingerichtet. Zwischenzeitlich wurde mit dem "Allgemeinen Gleichstellungsgesetz" ein Gesetz verabschiedet, das neue Probleme schafft anstatt Dinge zu lösen oder gar zu vereinfachen. Und wie sieht es heute aus? Gibt es für junge männliche Akademiker auch Mentoring-Programme an den Hochschulen? Eher kaum. Auch keine Männerbeauftragten. Und sollte es noch eine Bastion geben, in der man(n) unter sich ist, so kann man versichert sein, dass bald darüber diskutiert wird, dass das Verhalten, die Vereinigung oder was auch immer, diskriminierend wäre. Fakten spielen dabei im ersten Moment keine Rolle. In der Focus-Ausgabe Nr. 38 vom 14.09.2009 wurde der Frage nachgegangen, ob "... die Gleichberechtigung noch gerecht..." sei. Und man stellte erstaunliches fest. Denn das Pendel der Gerechtigkeit schlägt immer mehr zum Nachteil der Männer aus... Mehr zu diesem oder anderen vergleichbaren Texten findet man hier: Weitere Links:
-Focus-Titel - Im Zweifel gegen den Mann-
www.focus.de/magazin/videos/focus-titel-im-zweifel-gegen-den-mann_vid_12735.html
www.focus.de/panorama/boulevard/gesellschaft-das-geschwaechte-geschlecht_aid_338196.html
www.focus.de/kultur/leben/zeitgeist-das-privilegierte-geschlecht_aid_196481.html
www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/root.html (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Das Leben als Casting-Show?
Ist es Ihnen schon aufgefallen? Bestimmt! In der heutigen Medienlandschaft bestimmen Casting-Shows das reale Leben. Ob es nun darum geht, sich als Sänger zu profilieren oder Model zu werden. Nein, heute werden auch Ausbildungsplätze oder sonstige Tätigkeiten in anderen Ländern dem Zuschauer als Unterhaltung feil geboten. Nun scheint es sogar soweit zu sein, dass die "neue" Liebe auch über solche "Sendungen" gefunden werden soll.
Als Ergebnis winken neben Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, ein kurzfristiger Ruhm und eine millionenfache Bekanntheit innerhalb der bestimmten Zielgruppe. Diese kann dabei mehr oder weniger "interaktiv" die Zukunft des "Lieblings" mitbestimmen.
Für die Fernsehsender sicher ein lohnenswertes Geschäft. Steigert doch der Voyeurismus die Einschaltquoten, nicht jedoch die Erkenntnis - bei jenen Zuschauern - dass das eigene Leben keine Castingshow ist.
Erschreckend ist daher, das heute als "Star" gilt, der eine jener Shows überstanden hat, sonst aber kaum etwas geleistet hat. Vor Monaten hat ein Fernsehsender Jugendliche befragt, was das berufliche Ziel sei. Wenig überraschend war die Antwort, dass das Ziel sei, ein "Superstar" zu werden.
Die Aufgabe der Medien, Informationen, Wissen und neutrale Berichterstattung rückt dabei immer mehr in den Hintergrund. Statt dessen wird das Niveau, welches bereits Marcel Reich-Ranicki bemängelte, auf eine noch tiefere Ebene geführt.
Es scheint so zu sein, dass das Leben eines Jugendlichen nur über solche Shows verlaufen kann. Zuerst bestreitet er im Casting-Wettstreit den Kampf um den Ausbildungsplatz, bevor er anschließend um den begehrten Job auf "Malle" mit Mitstreitern konkurriert. Sollte dies nicht klappen, so bewirbt er sich bei einer Musik-Casting-Show oder für die Damen, bei einem Modelwettbewerb.
Sollte es nach kurzer Zeit des "erkauften" Ruhms nach "unten" gehen, lässt sich die persönliche Quote durch die Teilnahme am Dschungel-Camp oder bei "Big-Brother" kurzfristig erhöhen.
Als Jury-Mitglieder oder Moderatoren stehen häufig jene Personen im Rampenlicht, die es zwar scheinbar "geschafft" haben, intellektuell (vermutlich) unterhalb des Primaten stehen.
Doch ist ein solches Streben oder besser, die Gier nach "Glück" und "Reichtum" verwerflich? Woher soll die Jugend es denn besser wissen, wenn ökonomische und politische Vorbilder die Gier nach Macht und Reichtum noch immer vorleben? Wenn sich hochbezahlte (angestellte) Manager an Unternehmen bereichern und diese wie eine Weihnachtsgans ausnehmen?
Wer kann bzw. darf das Vorbild der Jugend sein?
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Rückgrat - eine Betrachtung
Schlägt man den Begriff "Rückgrat" in der modernen Form des Internet-Lexikons "Wikipedia" nach, so wird lässt sich folgende Definition finden:
"Das Rückgrat [...] bezeichnet die Gesamtheit der hervorragenden Knochenpunkte, die der Mittellinie des Rückens entlang verlaufen und den Spitzen der Dornfortsätze der Wirbelknochen entsprechen." (Quelle: Wikipedia - 08.02.2009)
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird als Rückgrat gleichfalls auch die "Standhaftigkeit" bezeichnet. Dabei wird diese Standhaftigkeit dahingehend verstanden, dass Personen zu Ihrem geäußerten Wort ggf. aber auch gleichzeitig zu Ihren Werten stehen.
Standhaftigkeit in diesem Sinne betrifft jedoch nicht einzig und alleine das Wort, welches ggf. einem anderen Mitmenschen gegeben wurde, sondern kann auf die charakterliche Haltung und auch eine geäußerte Meinung ausgeweitet werden. Rückgrat zu zeigen bedeutet somit in diesem Zusammenhang, zu seiner Meinung zu stehen auch wenn der Wind einem "ins Gesicht bläst" und die Meinung oder ein Versprechen auch während eines Sturmes beizubehalten.
Und Stürme können in vielen unterschiedlichen Situationen auftreten. In einer Partnerschaft ebenso wie im beruflichen als auch im privaten Leben. Rückgrat zu zeigen bedeutet auch gleichzeitig eine sprezielle Form der Verlässlichkeit sowie Zuverlässigkeit und kann Vertrauen schaffen.
Gleichwohl beinhaltet Rückgrat eine besondere innere Stärke um zur eigenen Meinung zu stehen bzw. stehen zu können, auch wenn die eigene Meinung u.U. entgegen der Meinung der Mehrheit steht.
Betrachtet man in der heutigen Zeit die Politik, die Wirtschaft aber auch Beziehungen, so scheint es mit dem Selbstverständnis der "Standhaftigkeit" immer weniger her zu sein. In der Politik, so ist anzunehmen, werden oftmals Mehrheitsmeinungen vertreten, damit der nächste Wahlausgang, zu gunsten der Fortsetzung der politischen Karriere, ausfällt.
In einer Partnerschaft/Beziehung hingegen ist gerade das Rückgrat für beide Partner ein wichtiger Faktor des Vertrauens. Wie oben bereits angesprochen, bildet es einen Teil der Basis oder besser des Fundaments der Beziehung, auf welchem eine Beziehung beruhen sollte.
Es bleibt festzuhalten, dass das eine oberflächliche Betrachtung der Definition des "Rückgrats" sich als äußerst schwierig erweist, spielen doch viele unterschiedliche Komponenten mit hinein. Vermutlich würde sich die "Standhaftigkeit" in einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise besser darstellen lassen, als dies hier im Rahmen eines Blogs möglich ist.
Die Betrachtung ist somit nur bedingt aussagekräftig, wenn gleich auch hier erste Grundgedanken angestellt wurden und diese mit Sicherheit verbesserungsfähig sind. Festzuhalten bleibt auf jeden Fall, dass das zeigen von "Rückgrat" manchesmal ein äußerst schwieriges Unterfangen darstellen kann. Gleichzeitig lohnt es sich, "standhaft" zu bleiben, da man vermutlich nicht nur seinem Gewissen folgt, sondern auch Vertrauen aufbauen kann.
Ebenso ist noch zu bemerken, dass "Rückgrat" nicht bedeutet, um jeden Preis "standhaft" zu bleiben, besonders dann nicht, wenn sich neue vernünftige und sachliche Argumente äußern.
Vielleicht folgt irgendwann ein zweiter Teil zu diesem Thema.
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Idealismus
Wenige Jahre nach der Gründung von Wikipedia, zählt diese Plattform zu einer modernen Form des Lexikons, bei dem Internet-Nutzer die Möglichkeit haben, sich über einzelne Themen aber auch über komplexe Themengebiete zu informieren. Dabei gilt jedoch immer der Grundsatz, kritisch mit den dortigen Äußerungen umzugehen und diese ggf. zu hinterfragen.
Schlägt man bei Wikipedia den Begriff "Ideal" auf, so wird dort erläutert, dass mit einem Ideal eine Vollkommenheit angestrebt wird (Quelle: Wikipedia - 11.01.2009). Also einen Zustand, der nicht weiter verbessert werden kann.
Der Idealismus als soches hingegen wird drei Grundpositionen unterteilt (s. auch Mayers Lexikon online). So stehen im ethischen Idealismus die geistigen Werte, wie Würde, Freiheit und Einsicht im Vordergrund.
Wenn also nun, im ethischen Idealismus Werte als Basis für ein zielgerichtetes Handeln gelten um ein Ideal zu erreichen, so könnte man argumentieren, dass Idealisten geistige Werte pflegen und diese im Einklang mit der Umwelt weiter verbessern möchten um so sich und ihre umgebende Umwelt zu verbessern.
Wenn also der Idealist, nicht nur ein Gutmensch oder der berühmt berüchtigte Moralapostel ist, so legt er an das eigene Handeln ethische und moralische Wertemaßstäbe an, die er erreichen möchte. In wie weit er an seine Umwelt, also den Mitmenschen die gleichen Wertemaßstäbe anlegt, kann an dieser Stelle nicht bestimmt werden.
Dass das Handeln nach den eigenen Maßstäben nicht immer einfach ist, sich häufig sogar als schwierig darstellt, liegt in der Natur der Sache und kann als Herausforderung angesehen werden.
Häufig werden Menschen, die versuchen nach Ihren Werten zu leben als Gutmenschen oder Moralapostel denunziert bzw. diskreditiert. Beim Gutmenschen, dessen Begriff sich ursprünglich von einem "guten Menschen" ableitet, ist zu hinterfragen, ob die Person tatsächlich nach den vom ihm gepredigten Werten lebt oder ob dieser heuchlerisch Werte und Moral predigt, selbst aber nach anderen Grundsätzen handelt. Ganz im Sinne von "Wasser predigen und Wein trinken".
In der heutigen Gesellschaft haben es somit die Idealisten schwer, nicht nur dass sie bestimmte moralische und ethische Were vertreten, gelten diese Werte in der Welt des Materialisten kaum etwas.
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Das Netz und die Anonymität
In den Hochschulen scheint sich ein neuer Trend zu entwickeln, die Debattierclubs. Während sich an vielen Universitäten diese spezielle Form der Kommunikation bereits seit langem durchgesetzt hat, gibt es an einigen Fachhochschulen erste Bemühungen ähnliches zu installieren um so die Studenten auf die Herausforderung der beruflichen Kommunikation vorzubereiten. Eine Bemühung die mehr als lobenswert ist. Ebenso beachtenswert sind die Teilnehmer an solchen Veranstaltungen. Werden sie doch gezwungen, sich öffentlich mit ihrem Namen und in direkter Konfrontation zu Ihrem Gegenüber zu ihrer Meinung zu bekennen und sachlich zu argumentieren. Und gerade dies ist das, was einen Debattierclub von der Anonymität des Internets unterscheidet, die sachliche argumentative Auseinandersetzung mit andersdenkenden ohne in eine emotionale und persönliche Schiene abzugleiten.
Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist das Recht auf die freie Meinungsäußerung fest verankert. Dem entsprechend hat jeder Bürger dieses Staates das Recht seine persönliche Meinung auf vielfältige Art und Weise zu äußern. Und dies ist grds. auch gut so.
Eine mögliche Form die Meinung frei zu äußern ist, wie oben zwischen den Zeilen erwähnt wurde, das Internet. Hierbei wird die Kommunikation in unterschiedlicher Form und Weise genutzt. Homepages berichten über Vereine, Nachrichten oder einfache belanglose Alltäglichkeiten. Eine weitere, noch recht junge Form ist das "bloggen" von Nachrichten, bei dem User über tägliche Ereignisse, persönliche Erlebnisse oder auch unterschiedliche Themengebiete kritisch beleuchten kann.
Schaut man sich diverse Blogs an, so fällt auf, das viele Blogger dem Leser die Möglichkeit eröffnen Ihre Einträge zu kommentieren. Dabei gibt der Autor dem Leser die Möglichkeit, dass dieser seine Gedanken zu einem Thema niederschreibt. Zu bemerken ist, dass sich der Autor durch die Äußerung ggü. anders Denkenden angreifbar machen könnte.
In einer wissenschaftlich durchgeführten Untersuchung wurde festgestellt, dass der überwiegende Teil der Blogger über eine höhere Bildung verfügen. Entsprechend ist anzunehmen, dass der Blogger mit einer guten und vor allem konstruktiven, sachlichen Kritik umgehen kann.
Bedauerlicherweise gibt es vereinzelte Internet-User, die sich hinter einer anonymen Maske verstecken und selten in der Lage sind, eine konstruktive und sachliche Kritik zu üben. Statt dessen wird die Anonymität dazu genutzt um andere zu beleidigen, sie zu denunzieren oder sich in anderer Form außerhalb von Knigge & Co. oder gar des Gesetzes zu bewegen.
Vergessen wird dabei, dass das Internet mehr ist, als ein anonymer Platz in einem rechtsfreien Raum. Gesetze, Regeln oder auch ganz einfach, die einfachen Regeln von Anstand und Umgang sind auch hier wesentliche Teile eines sozialen Umgangs miteinander.
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Weihnachtsgruß
Liebe Leser,
das Jahr 2008 ist nun fast vorüber und das Weihnachtsfest steht unmittelbar vor der Türe. Mit der Gruppe Queen und Ihrem Song "Thank god it's christmas" wünsche Euch, ein gesegnetes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Freundschaft (Teil II)
(Edit-Version)
Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich einen Beitrag zum Thema "Freundschaft". Damals beschrieb ich was Freundschaft sein sollte, wie diese entstehen kann und vor allem wie diese gelebt werden könnte. Eigentlich, so scheint es, habe ich bereits damals alles geschrieben. Doch in meiner derzeitigen Lebenssituation fallen mir ähnliche aber auch neue Dinge zu dieser Thematik ein.
In einer Zeit, in der finanzielle Werte, Status und Erfolg als Maßstab gilt, scheint Freundschaft immer mehr die Daseins-Berechtigung zu verlieren. Wahre Freundschaft zeigt sich, wie ich bereits vor mehr als einem Jahr festgestellt habe, in jenen Zeiten, in denen ein offenes Ohr und ein tröstendes Wort ebenso notwendig ist wie das ehrliche Wort zur rechten Zeit.
Manchmal scheint es jedoch, dass Freundschaft heute mehr denn je auch unter einzelökonomischen Gesichtspunkten unterliegt. Denn wie könnte es sonst sein, dass manche Personen aus einer Freundschaft nur die persönlichen Vorteile herausziehen aber selbst nicht bereit sind, etwas in die Freundschaft zu investieren.
Freundschaft gewinnt für mich besonders in schwierigen Zeiten an Qualität. Nicht weil die Zeit schlecht ist, sondern weil schwierige oder gar schlechte Zeiten dafür sorgen, dass man sich gegenseitig mehr unterstützen und helfen kann. Nur in diesen Phasen zeigt sich, was die Freundschaft an Wert hat. Die Frage die sich daraus ergibt ist jedoch folgende. Wie weiß man, dass ein Freund in einer schwierigen Phase ist, wenn man nicht täglich Kontakt hat? Ein schweres unterfangen. Besonders vor dem Hintergrund, dass heute viele Freundschaften nicht mehr direkt vor Ort, sondern über (teilweise) 100erten von Kilometern gepflegt werden müssen. Fordert doch der Beruf - besonders bei Akademikern - örtliche Flexibilität.
War die Pflege von Freundschaften In der Vergangenheit leichter? Oder besteht heute durch den technologischen Fortschritt nicht ähnliche Möglichkeiten wie vor ca. 20 Jahren? Denn vergleicht man die Technologien, so scheint es, dass heute die Kommunikation deutlich einfacher ist. Mobiltelefon, E-Mail und "Voice over IP" sind Technologien die eine ständige Kommunikation ermöglichen. Kann dadurch tatsächlich Freundschaft erhalten werden? Oder beruht Freundschaft nicht auch auf gemeinsame Erlebnisse?
Sollte Freundschaft nicht ein Ruhepool sein, eine Oase in der man sich keine Gedanken um sein Image machen muss? Ein Kleinod der Gefühle, Freude, Akzeptanz und Toleranz? Denn existiert wirklich Freundschaft, wenn man bei Freunden Angst haben muss, sich fallen lassen zu können und Gefühle zu zeigen?
Ja, jetzt bewegen wir uns auf eine Einstellungsfrage zu. Der Mann der Macho oder Softie. Sind wir doch mal ehrlich, wie häufig darf man(n) seine Emotionen in der modernen Gesellschaft wirklich zeigen, ohne gleich als Weichei, Softie oder Versager bezeichnet zu werden? Ist diese Verhärtung der Gefühle wirklich hilfreich?
Sollte man bei Freunden nicht vom (teilweise) harten Berufsleben abschalten können und ganz Mensch sein dürfen?
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Zählt Menschlichkeit?
(Edit-Version)
Minderjährige (ohne Geld und Mobil-Telefon) werden von erwachsenen Schaffnern aus dem Zug geworfen, Jury-Mitglieder beleidigen Jugendliche oder filmen die private Mitteilung an ein Kandidat, dass ein Familienmitglied verstorben ist. Ganz zu schweigen von den Jugendlichen, die einen Selbstmord mit dem Mobilfunk-Telefon filmen und dies vermutlich als Trophäe betrachten.
Desöfteren wurde auf diese Seite die schwindende Ethik und Moral gesprochen. Doch die Menschlickeit scheint gleichfalls immer mehr zu schwinden. Die Medien und auch manche Unternehmen scheinen es uns vor zu machen. Der Mensch zählt nichts mehr. Höchstens als Medienobjekt, welches zur Quotenausbeute dienen kann. Beispiel gefällig?
Eine großes deutsches Käseblatt mit vier Buchstaben fordert seit vielen Monaten die Leser dazu auf, Ihre Foto-Bildberichte an den Verlag zu senden. Mit diesen Bildern wird dann in der Tagespresse Quote gemacht. Die Frage ist, in wie weit die dort geschriebenen Geschichten der Realität entsprechen oder ob hier konstruierte Stories geschildert werden, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben. Dass diese falsche Berichterstattung u.U. Konsequenzen für die betroffenen Personen haben könnte, wird ausgeblendet. Das einzige was zählt ist die Auflage. Der Mensch wird zum Objekt degradiert mit dem sich Geld verdienen lässt. Ob die verwendeten Bilder überhaupt verwendet werden dürfen steht dabei auf einem anderen Blatt (Stichwort: Recht am Bild).
Im Zeitalter der Informationsgesellschaft muss man "cool" und "tough" sein, damit man scheinbar von der Mainstream-Gesellschaft akzeptiert wird. Und dies scheint sich durch viele gesellschaftliche Schichten zu ziehen. Man steht heute über menschliche Tragödien und Schicksale. Die Konsequenzen die manche Menschen aufgrund dieser immer stärker auf sich selbst fokusierten Gesellschaft ergeben sollen nicht gesehen werden. Zählt doch nur der kurzfristige Erfolgskick.
Unternehmen werben damit, dass sie Mitarbeiter suchen, die soziale Kompetenzen haben. Doch wenn es um Gewinn und Shareholder-Value geht, werden gerade solche Fähigkeiten inkl. der Menschlichkeit über Bord geworfen. Stakeholder-Value ist scheinbar noch immer nicht angekommen.
Und wie sieht es im privaten Bereich aus? Haben Sie sich schon mal überlegt, mit wem sie sprechen oder telefonieren können, wenn es Ihnen schlecht geht? Wenn vielleicht ein sehr naher Verwandter oder guter Freund verstorben ist? Oder sind Sie zwischenzeitlich so hart, dass Sie das nicht mehr berührt? Ich hoffe nicht.
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Reich-Ranicki und die Medien
Der amerikanische Fenrsehpreis Oscar und das deutsche Pedant Bambi, stellen nur zwei von vielen unsäglichen Preisen für das heutige "Show-Biz" dar. Preise die von den Medien für die eigene Spezies geschaffen wurden um sich selbst zu loben, zu preisen und in den Mittelpunkt zu stellen.
Wer diesen Medienrummel der Selbstbeweihräucherung über die Jahre hinweg verfolgt hat, dem muss auffallen, dass das Niveau von Jahr zu Jahr zu sinken scheint. Wie sonst ist es zu erklären, dass immer mehr "Möchte-gern-Stars" zu Stars gekürt werden? Stars die z.T. eine Überheblichkeit an den Tag legen, dass man sich nur wundern kann.
Da wären z.B. die No-Angels, die durch eine Casting-Show zu einer "Kurz-Zeit-Pop-Band" gekürt wurden und heute mit Starallüren durch die Welt der "Pseudo-Promis" reisen. Ein paar wenige gecoverte Musikstücke von einem durchaus erfolgreichen Produzenten reichten aus, um aus diesen Menschen "Stars" zu machen. Doch wo sind die Stars heute, nach dem kurzzeitigen Rummel um die Personen? Gleichfalls wie ein Herr Alexander Klaffs?
Solche aber auch andere Fernsehformate bevölkern immer mehr das deutsche Fernsehen. Sei es irgendwelche "die 100 besten xxx-Shows", Talks auf Kindergarten-Niveau oder andere Sendungen die in den Tiefen der Schamlosigkeit wühlen um private Probleme vor einer ganzen Nation auszubreiten.
Sind Menschen wirklich soweit abgestumpft, dass sie wirkliche private Dinge und z.T. ihre eigene Unfähigkeit zur Schau stellen müssen? Ganz zu schweigen von irgendwelchen "Big Brother-Stars" die trotz Ihrer geringen Intelligenz zu Stars erkoren und aufgebaut werden.
Sind wir doch einmal ehrlich. Hat Marcel Reich-Ranicki nicht recht, wenn er sich nicht in eine solche Liga einreihen möchte? Ein Mensch, der sich für Literatur interessiert und in einem Satz bereits mehr Intelligenz beweist als ein "Gangster-Rapper" es je ausdrücken könnte - "weischt Du"?
Hat Herr Ranicki nicht recht, wenn er Sendungen wie beispielsweise "Deutschland sucht den Superstar" ablehnt? Wo sind die Sendungen die die Menschen auch geistig fordern und ggf. auch fördern?
Vermutlich sieht Herr Reich-Ranicki schon lange den geistigen und intellektuellen Untergang des Abendlands. Und leider muss man sagen, scheint er recht zu haben.
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