Verkehrssicherheit in Konstanz
"Ein Toter - nachdem ein Fahrzeug von der Rheinbrücke stürzte". So oder so ähnlich dürfte auch die Schlagzeile des Südkuriers am Tag danach (21.03.2008) gelautet haben, als die örtliche Zeitung von einem Unfall berichten musste, bei dem ein Mensch getötet und vier weitere schwer verletzt wurden.
Was war passiert? Ein Renault Clio fuhr von der Schweiz kommend mit fünf Insassen über die neue Rheinbrücke in Konstanz in Richtung einer Szene Discothek, als das Fahrzeug aufgrund eines Fahrfehlers von der Brücke auf das Dach stürzte.
Dieser Unfall war seit der kompletten Freigabe der Schänzlebrücke bereits der Dritte in der noch jungen Geschichte. Eigentlich ist es wenig verwunderlich, schaut man sich die Situation an der Abfahrtsstelle von der Schänzlebrücke an.
Wenige Meter nach der Abzweigung in Richtung der Oberlohnstraße endet am rechten Fahrbahnrand die Schutzplanke und geht in ein normales Fußgängergeländer über. Und dies in ca. 10 bis 13m Höhe. Das ein solches Geländer sicherlich kein PKW aufhalten kann, wird jedem normal denkenden Bürger klar sein, scheinbar aber nicht dem zuständigen Regierungspräsidium.
Liest man sich die Zeitungsangaben des Südkuriers durch, so scheint das Regierungspräsidium in Freiburg auch keine Notwendigkeit zu sehen, die Situation entschärfen zu wollen (vgl. Südkurier v. 26.03.2008).
Verschlimmert wird die Tatsache, dass seither weder eine Schutzplanke angebracht worden ist, noch überhaupt das Geländer repariert wurde. Statt dessen wurde eine Straßenabsicherung aufgestellt, um den Verkehr um die gefährliche Situation zu führen. Somit ist die Situation derzeit sogar noch gefährlicher als zuvor!
Bedenkt man auch die Tatsache, dass bis vor wenigen Wochen noch Winter und Minusgrade hier in der Stadt am Bodensee herrschten, so fragt man sich, ob wie so oft, weitere Leben "geopfert" werden müssen bis solche gefährliche Schlüsselstellen entschärft werden und Beamte ein einsehen haben.
In einem nächsten Punkt stellt sich die Frage, wer die Verantwortlichkeit für die Sicherheit trägt. Sicherlich, der Bürgermeister der Stadt wird hier auf das Regierungspräsidium verweisen. Und während jene staatlichen Mitarbeiter sich in Schweigen hüllen und die Hände in Unschuld waschen, bleibt die Gefahrenquelle bestehen. Aber wie sähe es mit einer Eigeninitiative der Stadt Konstanz aus? Vermutlich wäre dies wohl zuviel verlangt. Denn es wäre ja zu einfach, selbst etwas für die Sicherheit zu tun. Rechtliche Zuständigkeit hin oder her.
Statt dessen überlegt sich die Stadt, wie überschüssige Gelder in neue Projekte fließen können um so mehr für den Tourismus zu tun. Scheinbar ist es in vielen Städten so, dass da wo der Tourismus Geld in die Kasse bringt, der Bürger schlicht vergessen wird.
Den Besuchern und den Bürgern von Konstanz kann man nur wünschen, dass Sie auf der Fahrt zum Einkauf oder auf dem Heimweg diese Stelle bekannt ist und sie sich besonders umsichtig verhalten.
Blogger ein komisches Völkchen
Es ist schon seltsam, was man in der Welt der kritischen Fachpresse alles lesen kann. So schreibt das Handelsblatt in seiner Onlineausgabe vom 23.04.2008, dass besonders bei Bloggern "die Liebe zum eigenen Ich" besonders ausgeprägt sei.
Ebenso wundert sich das Handelsblatt, welches sich auf eine Untersuchung stützt, dass es viele Blogger gäbe, die gerne Begriffe "englischer Herkunft" verwenden würden.
Sicherlich, beides ist nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Schreiben doch viele Blogger Ihr tagtägliches Leben auf um so Freunde und Bekannte zu informieren. Ist dies aber der einzige Zweck, was ein Blog für private Leute haben kann?
Einige Blogteilnehmer schreiben durchaus ernste Beiträge, die sich mit alltäglichen Dingen des Lebens beschäftigen. Andere hingegen sehen Blogs als willkommene Abwechslung die Gedanken des Tages in Form eines Tagebuchs nieder zu schreiben um so den Kopf frei zu bekommen. Man könnte es auch als eine Art von Therapie sehen.
Liest man sich Bücher durch, die sich unter anderem mit dem Phänomen "Weblog" beschäftigen, so stellt man fest, dass man lt. Forschung erwartet, dass viele Blogger eine Affinität zu neuen Medien haben. Besonders im Bereich von gebildeteren Personen soll dies der Fall sein. Ob dies nachprüfbar ist, sei dahin gestellt.
Bloggen fördert aber auch andere Dinge. Neben dem eigentlichen Schreiben fördert das Bloggen durchaus auch die Kommunikationsfähigkeit und bei ernsthafter Betrachtungsweise auch die Kommunikationsstärke und ggf. auch den kritischen Blick auf aktuelles Geschehen.
Blogger können die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und wie es im Handelsblatt angeklungen ist, Ihre Gedanken Ausdruck verleihen. Wo ist dies, in einer Welt des "abgeschnittenen Wortes", heute noch möglich, als hier im Blog, in welchem man die Gedanken zu Ende denken und schreiben darf?
Nachhaltigkeit "Interessenkonflikte, Geschenke und Bestechungsversuche Verantwortung Klingt dies nicht wie blanker Hohn, wenn Außenvertreter eines Unternehmens jenes gut heißen, was die Firma selbst in Ihren Richtlinien verweigert? Wie ernsthaft kann dann eine solche Erklärung sein und wie gut scheint das unternehmerische Betriebsklima sein, wenn scheinbar so offensichtlich potentielle Bewerber belogen werden? Fazit:
Teil 2
Schneller als Gedacht kehren die Gedanken der Nachhaltigkeit zurück. Ein Teil von Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in einer Unternehmenskultur wider. Die Frage ist jedoch, wie diese Unternehmenskultur und der Umgang mit ethischen und moralischen zum Einen gelebt und zu anderen nach außen getragen wird.
Am gestrigen Tag fand in einer Hochschule eine Messe für die "Maschinenbaubranche" statt. Neben großen Unternehmen fanden sich auch Mittelständler aus dem In- und Ausland ein. In erster Linie sollte den Maschinenbauern die Möglichkeit gegeben werden, sich über mögliche Jobs zu informieren und Kontakte zu knüpfen.
Doch auch Nicht-Maschinenbauer traten mit den potentiellen Arbeitgebern in Kontakt und in manchem Gespräch konnte der geneigte Zuhörer doch überrascht werden.
Während sich ein Unternehmen klar gegen Betriebswirte aussprach und argumentierte, dass alle Bereich genauso gut von Wirtschaftsingineuren geführt werden können, äußerte sich ein anderes Unternehmen aus der Rheinschiene zum Thema Wertemanagement nicht gerade positiv.
So meinte der Vertreter der "Human Resource"-Abteilung, dass es heute unumgänglich sei ohne Bestechung im asiatischen Raum an Aufträge zu kommen. Es ist wirklich erstaunlich, wie sich Firmenvertreter zum Thema Compliance und CSR (Corporate Social Responsibility) in einer Hochschule äußern, an der ethisches Verhalten von habilitierten Professoren gelehrt wird. Noch interessanter wird es allerdings, wenn der stumme Zuhörer erfahrt, das die Firma diese Vorgehensweise nach außen hin befürwortet, dieses auf der Homepage offiziell jedoch ablehnt.
So findet man auf der Homepage tatsächlich einen "Code of Conduct" also einen Unternehmenskodex in dem ganz klar Korruption geregelt wird.
Und während man dem Herren noch etwas Honig um den Bart schmiert um weitere Informationen zu diesem Thema zu erhalten ("ich sehe das ja wie sie"), erfährt man so nebenbei, dass das was scheinbar an Hochschulen gelehrt wird, jenseits von dessen ist, was in der Praxis praktizierbar ist. Es wird noch besser, habilitierte Professoren werden als Theoretiker hingestellt, die keine Ahnung von der Realität haben.
Und während in den USA Unternehmen einen (gelebten) Code of Conduct vorweisen müssen (und in Deutschland das Ethikmanagement noch in den Kinderschuhen steckt), kommt einem die Frage, ob die auf der Homepage veröffentlichten Selbstverpflichtungen nichts weiter sind als leere Worthülsen.
Hier der genaue Wortlaut der Selbstverpflichtungserklärung des Unternehmens (welches an dieser Stelle nicht genannt werden soll - weshalb eine Quellenangabe fehlt)
Wir verpflichten uns, keine Geschenke anzunehmen oder zu machen, die zu einem Interessenkonflikt führen könnten. Insbesondere dürfen weder Bestechungsgelder noch andere gesetzwidrige Zahlungen an Regierungsbeamte oder andere Personen geleistet oder angeboten werden.
Wir erwarten, dass sich jeder Mitarbeiter persönlich für die Einhaltung dieses Unternehmenskodexes verantwortlich fühlt und seine Kollegen dabei unterstützt, sich daran zu halten. Die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für die Durchsetzung dieser Grundsätze. Sie werden Bestandteil unserer Regelungen und Richtlinien."
Noch schlimmer ist jedoch die Außenwirkung und der Missbrauch von Vertrauen von Kunden. Gerade in einer Zeit in der die Medien und die Presse sich wie Haifische auf Unternehmen stürzen, die solche Handlungen begehen.
Für Absolventen und Studierende lautet somit die Fragestellung; Ist ein solches Unternehmen überhaupt als Arbeitgeber interessant?
Für mich hat sich eines nun offenbart, jenes Unternehmen wird aus der Liste der potentiellen Arbeitgebern gestrichen, denn kann man hier sicher sein, dass man seine eigenen Werte und Ansprüche leben kann, wenn man solche krassen Unterschiede in der Kommunikation nach außen sehen und hören kann? Ich denke nicht.
Perfektion
Gibt man das obige Wort in die Online-Enzyklopädie von Wikipedia ein, so findet man als Definition folgendes: "die Vollkommenheit oder die Vollendung von etwas, also etwas, das sich nicht weiter verbessern lässt".
Als ich diesen Satz gelesen hatte, musste ich unweigerlich an die Dôjôkun denken, in der sinngemäß geschrieben steht: "Eins ist: Nach der Vervollkommnung der Persönlichkeit streben".
Als angehender Betriebswirt könnte ich nun die Brücke zum "kontinuierlichen Verbesserungsprozess", auch Kaizen (jap.) genannt schlagen. Doch dieses mal möchte ich nicht diesen Weg beschreiten. Vielmehr möchte ich beim Menschen bleiben.
Die Frage die sich mir stellt, wenn ich die Dôjôkun lese ist folgende. Was ist eine vollkommene Persönlichkeit? Wie stellt sich eine solche dar?
Oder ist das Streben danach, also der eigentliche Weg, ein Prozess des sich ständig verbessern wollens? Und wenn man sich verbessern möchte, in welchen Bereichen soll/kann/darf man sich verbessern?
Um gerade diese Frage beantworten zu können, ist es meines Erachtens notwendig, sich selbst reflektieren zu können. Diese Selbstreflektion ist sicherlich nicht einfach, muss man sich doch mit den eigenen Schwächen und Fehlern selbst konfrontieren und den Willen haben, beständig an sich zu arbeiten. Hier höre ich manchen Leser aufschreien, gilt es doch im modernen Management die Stärken hervorzuheben und die Schwächen zu vernachlässigen.
Sollte aber nicht beides sein? Also die Stärken zu weiter zu verbessern und die Schwächen zu reduzieren um so einen gesunden Mittelweg zu finden?
Was nützt ein Mensch, der perfekt mit mathematischen Formeln umgehen sich aber kommunikativ nicht äußern kann?
Und wieder komme ich zur meiner Frage zurück, was ist Perfektion? Wie ich in der Aussage der Dôjôkun festgestellt habe, ist das Ziel, nach der Vollendung der Persönlichkeit streben. Somit wird ein Ideal in den Mittelpunkt des Interesses gestellt, doch was ist das Ideal? Wie ist es definiert oder besser, wer definiert es?
Dies alles zu definieren und zu beurteilen liegt nicht in meiner Betrachtungsweise. Wie anmaßend wäre es denn von mir, zu definieren was Vollkommen und somit Perfekt ist.
Und auch wenn ich es nicht wirklich definieren kann, so strebe ich nach einem Ideal, welches für mich Vollkommenheit verkörpert und Werte wie zum Beispiel; Menschlichkeit, Herzlichkeit, Offenheit, Wahrheit bzw. Wahrhaftigkeit, ein Streben mit dem Willen ein besserer Mensch zu werden, und vieles mehr beinhaltet. Ob ich es erreichen kann?
Eines habe ich bei der Formulierung dieses Eintrages gelernt. Eine Formulierung der Form der Perfektion wie ich sie sehe, ist mir fast nicht möglich. Zu schwierig ist es alle Facetten in die richtigen Worte zu kleiden.
Generation Doof
... so lautet der Titel des Buches, welches ich heute zu Ende gelesen habe.
Das Buch handelt von der heutigen Generation der 15 bis 35jährigen und deren Verhalten, Einstellung zum Leben, Mitmenschen sowie der Umwelt, als auch vom Umgang mit Medien, Erziehung, Schule, Schulsystem, Sexualität und vielem mehr.
Der Kontext dieses Buches beschreibt, wie eine Gesellschaft immer mehr zum Sklaven von Fernsehen, Videospielen sowie anderen medialen Erzeugnissen wird und dabei immer dümmer zu werden scheint. Es wird dabei nicht nur die Verdummung von der heutigen Jugend bzw. der Generation Doof angeprangert sondern auch aufgezeigt, dass eine immer stärkere Interessenslosigkeit hier in diesem unserem Land vorherrscht.
Schulen werden von Eltern (also der Generation Doof) nur noch als Abstellgleis für die Ergebnisse Ihrer Lendenbefriedigung benutzt um sich später wieder selbst z.B. auf "youtube" & Co. zu inszenieren.
Je mehr ich in diesem Buch gelesen habe, umso mehr musste ich den Kopf schütteln. Weniger über das was die Autoren geschrieben haben, sondern vielmehr worüber sie berichtet haben. Die Autoren, die sich selbst als Teil der Generation doof zählen, erläutern in Ihrem Buch, dass Sie all' Ihre geschilderten Berichte selbst erlebt haben.
Und in der Tat, habe ich keinen Zweifel daran, dass es so geschehen ist. Denn Entgleisungen der Unwissenheit kann man immer öfters in Blöd-TV sehen.
Auch wenn ich mich nicht zur Generation Doof zählen möchte (wer möchte das schon?), wurden mir dennoch in einigen Punkten wieder einmal die Augen geöffnet, beschreibt es doch viele Dinge, über die man sich sonst wundert und fragt, wie manches zustande kommt.
Beispiel:
Vor einigen Monaten wurden jugendliche Erwachsene an eine Europakarte gesetzt und aufgefordert aufzuzeigen wo Frankreich liegt. Aufgrund der Unwissenheit wurde Frankreich kurz nach Polen verlagert und die Hauptstadt von Polen, also Warschau, nach Frankreich.
Ähnliche Beispiele finden sich zu genüge auch in jenem Buch und es scheint in der Tat so zu sein, dass junge Menschen ein immer größeres Desinteresse an den allgemeinen Themen der Gesellschaft haben. Denn wie lassen sich sonst Radio-Comix wie z.B. "Die Pisapolizei" von SWR3 erklären?
Statt dessen, so scheint es lt. diesem Buch zu sein, haben wir es nicht mehr mit einem Volk der Dichter und Denker zu tun, sondern viel eher von einem Volk der Prahler und Blender. Denken scheint zur Glückssache geworden zu sein und konstruktive Kritik zu einem persönlichen Angriff auf eigenes Unvermögen.
Ich erinnere mich an ein Telefonat, welches ich neulich mit einer Dame führte und ich dort feststellen durfte, wie gleichgültig der Dame manche Dinge sind.
Gerade die Gleichgültigkeit wie manches betrachtet wird, die unverhohlene Dummheit sowie das nachplappern von ideologischen politischen Parolen macht mir Angst.
Ich hoffe, dass dieses Buch, welches mir ja die Augen öffnete, noch viele Leser findet, Leser die das dort niedergeschriebene reflektieren und anspornt klüger werden zu wollen.
Volksverdummung TV
Es gibt viele verschiedene Unterhaltungsformen, welche man sich zu Gemüte führen kann. Sei es gesellschaftliche Spiele, die mit einem Gewinn an Wissen einher gehen können.
In der heutigen Zeit hat sich die Fernseh'-Unterhaltung in den Wohnzimmern der Bürger (beinahe) fest etabliert. Und der Kampf um die Zuschauer wird von Jahr zu Jahr härter. Allerdings nicht mit guter und fachlicher Unterhaltung, sondern mit Themen, die noch vor wenigen Jahren auf dem Index hätten stehen können.
Während man früher die Kinder mit ruhigem Gewissens die Sendung "Löwenzahn" ansehen lassen konnte, so muss man sich heute Gedanken machen, welche Gewaltmangas die Kinder heute zu sehen bekommen werden.
Doch viel schlimmer finde ich die Ausstrahlung sogenannter "Reality-TV-Shows". Hier werden Menschen auf übelste Art und Weise benutzt um Quote zu machen. Während die erste Staffel von "Big Brother" eine reine Befriedigung der Neugierde war, zielt die heute Unternehmensgruppe mit Hilfe von weniger gebildeten Menschen, welche sich für die Show bewerben mussten, auf die gesellschaftlichen Randgruppen. Und was den Bienen der Honig, ist für manchen Bürger wohl der Sex, den er hofft in einer solchen Show zu sehen.
Das Niveau von solchen Shows, ist massiv gesunken. Hier frage ich mich, ob solche Shows mit solchen Teilnehmern den gesellschaftlichen Durchschnitt darstellen soll. Wenn dies so sein sollte, so wundert es nicht, dass Werte, Anstand und Moral in der Gesellschaft sinken. Woher sollen Bürger Ihre Vorbilder beziehen?
Wie können Menschen zu Vorbilder mutieren, die aus einer "Reality-Show" direkt ein "Lied" aufnehmen, jedoch weder singen noch sonst etwas in Ihrem Leben erreicht haben? Viel schlimmer finde ich jedoch, das die Sendeanstalten (also sowohl Rundfunk als auch Fernsehen) diese wenig intelligenten Lieder und Personen noch zu Helden aufsteigen lassen.
Hier frage ich mich, in wie weit Sendeanstalten eine soziale Verantwortung gegenüber den Zuschauern haben? Sind Sendeanstalten nicht ebenso moralisch der Bildung verpflichtet?
Während meines Studiums in Coventry hatte ich die Möglichkeit die dort ausgestrahlten Sendungen zu sehen und ich wunderte mich über die Niveaulosigkeit und mir wurde klar, wie sich die Sendungen auf die soziologischen Aspekte einer Gesellschaft auswirken. Schlimmer war es jedoch, als ich nach Deutschland zurückkehrte und merkte, dass unser Niveau in Bezug auf Unterhaltung und geistige Forderung ebenso schlimm war und noch heute ist.
Ich möchte mich sogar soweit aus dem Fenster lehnen und sagen, das sich dieses sogar weiter verschlechtert hat.
Wenn also das Fernsehen das Spiegelbild einer Nation darstellt, so muss ich feststellen, dass die Verblödung der Zuschauer ein Ausmaß angenommen hat welches nahezu schrecklich ist.
Unterhaltung soll unterhalten, keine Frage. Und es ist auch sicherlich richtig, wenn man sich einmal vom Fernsehen berieseln lassen sollte, wenn man entspannen möchte. Doch heute frage ich mich immer mehr, womit?
Letztlich hat man als mündiger Bürger nur eine Chance (und hier zitiere ich Peter Lustig): "Abschalten".
Wieder mal Zwangs-Trainingspause
Es ist schon irgendwie seltsam. Nirgends sonst, habe ich im Spätherbst bis zum Frühjahr soviel gesundheitliche Probleme gehabt wie hier in Konstanz am Bodensee.
Bisher ist noch kein Semester vergangen, in welchem ich nicht an einer Angina tonsillaris erkrankt bin. Und so ziemlich jedesmal musste ich mit Antibiotika behandelt werden.
Heuer hoffte ich, daß ich die Angina tonsillaris gut im Griff haben würde. Innerhalb weniger Tage hat sich mein Hals erholt. Doch das war wohl eine Finte. Statt dessen erwischte mich ein grippaler Infekt von der Seite. Mit dem üblichen Schnupfen und üblichen Halskratzen ging es weiter. Klug wie man ist, versucht man der drohenden Erkältung, mit frühzeitiger medizinischer Behandlung und Tee, entgegen zu wirken.
Zwischenzeitlich hat sich der Husten (oder was immer das auch ist) auf meine Bronchien abgesetzt. Nach knappen 1,5 Wochen bin ich schließlich doch zur Hausärztin die mir neue Medikamente verschrieb. Und wie sehr ich mich "freute". Wieder war Antibiotika dabei.
Jetzt nach knappen drei Wochen hoffte ich, daß ich die Erkältung soweit im Griff habe, als ich heute (Montag) starke Schmerzen im rechten Brustbereich verspürte. Aufgrund eines privaten unschönen Ereignisses (welches sich am 31.07. zugetragen hatte), begab ich mich am heutigen Abend ins Krankenhaus.
Dort stellte man fest, daß eine Entzündung im Bereich des Thorax vorliegen würde (was auch immer das ist). Fakt ist, daß ich weitere 1-2 Wochen kein Training absolvieren soll. Somit ist selbst ein leichtes Training im Fitness-Studio hinfällig. Dabei wollte ich nun am Wochenende unbedingt auf einen Lehrgang bei Lahr gehen. Wieder einmal ein Satz mit X.
Nun hoffe ich, daß sich mein Gesundheitszustand bald wieder einrenkt und ich in spätestens zwei Wochen wieder im Training stehen kann. Hoffentlich.
Aufrecht:
In letzter Zeit erinnere ich mich immer wieder an den Lehrgang mit Shihan Nishiyama Hidetaka und seiner Aussage, daß man immer eine aufrechte Haltung bewahren sollte.
Die erste Frage die man sich nun stellen könnte, ist zu hinterfragen, auf was "die aufrechte Haltung" bezogen wurde. Da Nishiyama von Karate und Technik sprach, könnte man davon ausgehen, daß er mit der Haltung einzig und allein die Körperspannung während der Karate-Technik meint.
Schon während er von der "aufrechten Haltung" sprach, kam mir die "Dojo-Kun" in den Sinn. Auch hier kann man der Gedanken der "aufrechten Haltung" indirekt finden. "Makoto no michi" bedeutet "Weg der Wahrhaftigkeit" (vgl. Dôjô-Kun - Andreas Albrecht) und fordert uns auf, "die Redlichkeit unseres Denkens und Handelns in allen Angelegenheiten stets auf Neue zu hinterfragen." (Dôjô-Kun - Andreas F. Albrecht - S. 63). Somit werden wir auch aufgefordert, die temporäre Aufrichtigkeit korrekt zu beurteilen und in einem "nicht endenden Prozeß..." uns dem "... Ideal anzunähern." (vgl. ebd). Da zum "makoto" "schonungslose Ehrlichkeit vor uns selbst" gehören soll, so gehört, meiner Meinung nach, auch eben jene Ehrlichkeit zu anderen dazu.
Aufrecht kann man auf viele verschiedene Arten und Weisen sein. Im Duden der Synonyme findet man zu jenem Wort weitere alternative Begrifflichkeiten: anständig, integer, rechtschaffen, redlich.
All' jene Worte implizieren, daß die Person sich ehrlich verhält, die Wahrheit sagt und somit auch verlässlich ist.
Überträgt man nun die "aufrechte Haltung" auf das Leben außerhalb des Dôjôs, so kann dies doch letztlich nur bedeuten, daß ich mich ehrlich zu meinen Mitmenschen verhalte aber auch Rückrat beweise und nicht nach der Fahne im Wind die Musik spiele.
Die "aufrechte Haltung" und das Rückrat sind sicherlich nicht einfache Verhaltensweisen in dieser unserer Gesellschaft. Zu leicht ist die Verführung aufgrund eines persönlichen Vorteils den einfachen Weg zu gehen. Hier könnte man wieder an Sensei Tanaka denken der meinte daß "Erfolg keine Abkürzung kennt".
Letztlich ist eine aufrechte Haltung nicht einfach zu bewahren, aber gleichfalls sollte diese Haltung einen davor bewahren, etwas zu tun, wofür man sich später schämen müsste.
So bleibt zu hoffen, daß ich es immer schaffe, eine aufrechte Haltung zu bewahren, so steinig der Weg auch sein möge.
König Kunde?
Immer wieder liest man in Zeitschriften (Focus, Spiegel, Stern) aber auch großen Wirtschaftszeitschriften, daß die Kundenorientierung sehr zu wünschen übrig ließe. Kurze Zeit später hört oder sieht man, daß dies nun doch nicht so der Fall sei. Wie auch immer. Ich habe in den vergangenen Jahren meine eigenen z.T. sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Doch immer wieder bin ich über eine Thematik gestolpert. Die Kundentoilette. Jener Ort an dem der Kunde seine Notdurft entrichtet und in vielen Fällen auch noch Kunde jenes Unternehmens ist, welcher der Besitzer jener Toilette ist.
Gerade neulich, ich war in meiner Heimatstadt, schlenderte ich durch die Stadt als mich eben jenes dringende Gefühl übermannte, eine Toilette aufsuchen zu wollen. Nicht das ich es gewollte hätte, doch wie es eben so ist. Und als ich mich in jenem Städtchen umsah und überlegte welches Geschäft denn nun für mich zum "Retter in der Not" werden könnte, so stellte ich fest, daß es keines gab. Schließlich verließ ich die Stadt und fuhr nach Hause um mich an meinem heimischen Ort zu erleichtern.
Was will uns diese Erfahrung nun sagen?
Eigentlich ist es ganz einfach. Viele Unternehmen bieten heutzutage Ihren Kunden nicht die Möglichkeit Ihr menschliches Bedürfnis nachkommen zu können. Doch gleichzeitig erwarten eben jene Geschäfte, daß die Laufkundschaft in Ihren Laden kommt und Ware kauft.
Überlegt man sich nun, daß ein Kunde u.U. eben aus jenem Grund nicht in den Laden kommt, weil es eine sogenannte "Hemmschwelle" gibt, so wird das ganze paradox, wenn man sich weiter überlegt, daß diese Hemmschwelle u.U. dadurch gemildert werden könnte, wenn ein Geschäft eine Toilette für Ihre Kunden hätte. Als Ergebnis würde ich dieses Geschäft betreten (aus einem "inneren Zwang" heraus") und u.U. sogar ein Produkt kaufen. Doch zumindest könnte ich mir das Warenangebot ansehen und ggf. würde ich per "Mund-zu-Mund-Propaganda" von jenem phantastischen Geschäft erzählen, welches tolle Produkte im Angebot hat. Und selbst, wenn ich nicht sofort kaufen würde, so würde ich dennoch wissen, was mir dieses Unternehmen bieten kann und mich somit zu einem späteren Zeitpunkt wieder darauf zurückbesinnen und dieses Geschäft aufsuchen.
Ist die Marge des Geschäfts so klein, daß sich Unternehmer es nicht leisten können / wollen, daß Ihre Kunden bei Ihnen auf Toilette gehen?
Betrachte ich nun große Kaufhäuser, die seit neustem Schälchen aufstellen, damit die Kunden eine Münze dort hineinwerfen so wundere ich mich noch mehr.
Ich als Kunde bin bereit u.U. mehrere hundert Euro im Jahr in diesem Unternehmen auszugeben und soll für den Toilettengang weiteres Geld bezahlen? Das Unternehmen hat doch an mir verdient? Und vermutlich nicht zu schlecht, wenn man bedenkt, daß die Ware u.U. in China produziert wird und steuer optimiert mit einer Zwischengesellschaft über Shanghai nach Deutschland verschickt (während der Gewinn in einer Tochter-Gesellschaft in Shanghai ist) wird.
Freundschaft:
Wie oft habe ich nun schon erlebt, wie schnell man das Wort "Freund" gebraucht, wenn es um die Beschreibung einer zwischenmenschlichen (nein, nicht sexuellen) Beziehung zwischen zwei Personen geht. Manchmal frage ich mich, ob jemand der Äußerungen wie "ich bin Dein Freund" sich eigentlich der Bedeutung seiner Worte bewusst ist?!
Was bedeutet nun eigentlich "Freundschaft"?
Ich könnte nun wieder einmal bei Wikipedia nachschlagen (immerhin ist es ja keine wissenschaftliche Arbeit) um zu sehen, wie es andere definieren. Doch dieses mal möchte ich davon absehen. Nicht weil mir dieses Wort bzw. das Gebilde der Freundschaft so unwichtig wäre, nein - ich glaube viel mehr, daß Feundschaft etwas sehr wertvolles ist, wenn es wirklich gelebt wird.
Meiner Meinung nach entsteht eine Freundschaft nicht von jetzt auf nachher. Ich sehe die Freundschaft mehr als eine sensible Pflanze die einer sehr gewissenhaften Pflege bedarf, damit diese wachsen und gedeihen kann.
Hilfreich für eine Freundschaft können sicherlich gemeinsame Erlebnisse und Abenteuer sein, eben jene die evtl. schon in der Kindheit begangen wurden.
In einem späteren Lebensabschnitt entsteht eine Freundschaft nicht mehr so schnell wie in Kindertagen. Hier muss in meinen Augen mehr "investiert" werden. Viel langsamer baut sich nun ein Vertrauensverhältnis auf.
Freundschaft bedeutet nun nicht, daß Freunde nicht kritikfähig sein sollten und unterschiedliche Meinungen haben können. Allerdings sollten Freunde auch wissen, wann und wie man Kritik üben kann. Letztlich besteht eine Freundschaft, ebenso wie eine Beziehung, aus geben und nehmen (selbstverständlich ohne "Aufrechnung").
Freundschaften entstehen oft in "guten" Zeiten, doch ob die Freundschaft bestand hat, zeigt sich meiner Meinung nach erst in schlechteren oder schwierigeren Zeiten. Es ist sicherlich einfach, Freund in einer guten Zeit zu sein. Was aber passiert mit dieser Freundschaft, wenn man doch mal Hilfe braucht? Und sei es nur das Ohr des Freundes? Wenn dann noch nicht einmal das Ohr und evtl. der Trost zur Verfügung steht, bestand dann überhaupt eine Freundschaft?