Gedanken - Teil II

Geschrieben von Gelbfüssler am 8.03.2010 um 11:13
in 4) Karate. Link.

Gedanken - Teil II

Die Gedanken an der persönlichen Weiterentwicklung lassen mich nicht los. In meinem letzten Beitrag versuchte ich meine losen Gedanken niederzuschreiben. Und heute, beim nochmaligen lesen, stelle ich fest, dass vieles missverständlich verstanden werden könnte.

Wie genau soll man beschreiben, wie das eigene Karate aussehen soll, wenn man es selbst nicht weiß? Betrachte ich Karate als Kampfkunst, so sehe ich darin mehr, als das von mir viel zitierte Sportkarate. Und gerade dieses Wissen um das vorhanden sein von mehr als "Distanzüberwindung" und der von vielen als "überflüssig" betrachteten Kata ist es, was mich momentan umtreibt.

Doch wie erkenne ich, wie Kata anzuwenden bzw. zu "lesen" ist? Wie erkenne ich die im Karate versteckte zerstörerische Kraft, die in den letzten Jahren mehr und mehr in Vergessenheit geraten ist?

Was mich derzeit fasziniert ist die Kampfkunstübergreifende Verbindung zwischen Karate, Jûdô und Iaidô, wenngleich ich die letzten beiden Künste nicht wirklich ausübe. Doch der geringe Einblick der mir bisher vergönnt ist, zeigt mir, dass es offensichtlich viele Prinzipien gibt, die in jeder der drei Künste zu finden ist. Ja ich möchte sogar behaupten, die in allen Künsten zu finden sind.

Ich muss zugeben, ich beneide (i.S. das möchte ich auch können und wissen) jene, die dieses Wissen und Können haben. Die das tiefere innere Verständnis für die Künste nutzen um Techniken effektiv und effizient anzuwenden.

Heute hatte ich die Gelegenheit in einem Forum mehr über das - sagen wir mal - Gravitationszentrum und der Destabilisierung der Kraftlinien zu lesen. Dinge von denen ich dachte, dass ich darüber etwas wisse. Doch statt dessen stelle ich fest, dass ein von mir sehr hoch geschätzter Jûdôka diese Dinge "neu" ausprobierte und die von ihm bisher ausgeführten Techniken noch wirksamer wurden als diese ohnehin schon waren.

Das interessante an dieser Tatsache ist, dass dieses Know-How dieses mal von einem Karateka kam, während ich zu einem anderen Zeitpunkt, der Wissenstransfer vom Jûdô zum Karate ging.

Letztlich bedeutet dies doch, dass ich für das Verständnis meines Karates noch weiter forschen muss, damit ich meine persönliche Effizienz erreiche und um ein Karate zu betreiben, bzw. betreiben zu können, das im Ernstfall wirkt!

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