Dieser Blog beschäftigt sich (u.a.) mit den Kampfkünsten, insbesondere dem (Shôtôkan-ryû) Karate. Allerdings werden von Zeit zu Zeit auch andere Themen angesprochen.

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Reichtum....

Geschrieben von Dirk.Z am 19.03.2010 um 11:08
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Reichtum....

muss nicht verblenden. Das sieht man am zwischenzeitlich drittreichsten Mann der Welt, Warren Buffet. Er, der aus rund 100.000 US-$ ein Milliarden Vermögen erwirtschaftet hat, sieht die vergangenen und aktuellen Geschäftspraktiken und Gehaltsvorstellungen von Bankern und Vorstandsvorsitzenden mehr als kritisch.

Doch darf ein Mann wie er sich ein Urteil über andere erlauben? Er wird doch bestimmt mehr verdienen als jene die unser Bankensystem zerstören? Vielleicht gehört er ja auch dazu?

Weit gefehlt. Warren Buffet gehört nicht zu jenen Heuschrecken, die Firmen aufkaufen, diese dann zerstückeln und verkaufen oder auf andere Art und Weise ausbluten lassen. Im Gegenteil. Er investiert in Firmen, bei denen er langfristigen Erfolg sieht. Häufig lässt er vieles so wie es ist, wenn das bisherige Geschäftskonzept weiterhin schlüssig ist. Er hält nichts von schnellen und kurzfristigen Gewinnen.

Er selbst gönnt sich - im Vergleich zu Managern wie Ackermann und Ron Sommer - nur ein mageres jährliches Gehalt, von rund 100.000 US-$, welches er seit Jahren nicht erhöht hat und wohnt noch immer in seinem 30 Jahre alten Haus.

Ja er ist sich selbst nicht zu schade, auch einmal über sich selbst zu lachen. Und so machte er auch bei folgendem Clip als alternder Rockstar mit Tatoos und langen Haaren mit:

 

Es bleibt nur eines zu einem solchen Mann zu sagen: Respect, Mr. Buffet!

Quelle:
www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:skurriler-auftritt-buffett-rockt-im-ernst/50090623.html

Stand: 19.03.2010

 

Zeit des (Versicherungs-) Wechsels

Geschrieben von Dirk.Z am 3.11.2009 um 14:41
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Zeit des (Versicherungs-) Wechsels

So sicher wie jedes Jahr am 24.12. Heilig Abend gefeiert wird, so sicher sieht man in der Fernseh- und Zeitschriften-Werbung die Aufforderung zum Versicherungswechsel für das Kraftfahrzeugs.

Auch dieses Jahr ist es wieder soweit. Nachdem sich die Versicherer zum jährlichen Meeting getroffen haben um die für das kommende Jahr geltenden Schlüsselmerkmale zu ermitteln, hat der Kunde die Chance seine KFZ-Versicherung neu berechnen zu lassen. Und das sich das rentiert, steht außer Frage. Je nachdem wann Sie das letzte Mal Ihre KFZ-Versicherung durchgerechnet haben, können je nach Fahrzeugtyp, Kilometerleistung u.a. Merkmalen mehrere 100 Euro Ersparnis rausspringen.

Was müssen Sie beachten?
Zuerst muss Ihr Fahrzeug mindestens ein Jahr beim jetzigen Anbieter versichert sein. Ist dies der Fall, ist eine Kündigung zum 31.12.2009 möglich.

Zum Kündigungsverfahren sind folgende Dinge anzumerken. Viele Versicherer sehen bei der KFZ-Versicherung den Zeitraum des Versicherungsjahres wie folgt: 01.01.d.J. – 31.12.d.J.

Da die Kündigungsfrist (lt. VVG) 1 Monat zum Ende des Versicherungsjahres beträgt, muss die Kündigung schriftlich und postalisch am 30.11. bei Ihrem Versicherungsanbieter eingegangen sein! Ein späterer Eingang der Kündigung ist unwirksam, ebenso wie die Kündigung per E-Mail!

Ein jährlicher Vergleich der KFZ-Versicherung ist jährlich ab Ende Oktober bzw. Anfang November zu empfehlen, da zu diesem Zeitpunkt i.d.R. die neuen Typ- und Regionalschlüssel sowie neue Versicherungstarife bei den Anbietern eingespielt wurden.

Im Internet gibt es unterschiedliche Versicherungsportale, bei denen man die Preise vergleichen kann. Wichtig ist dabei, dass man exakt die Versicherungsmerkmale sowie den Umfang der Versicherungsleistungen vergleicht, damit ein möglichst genaues Vergleichsbild herauskommt. Haben Sie jeweils die richtige Kilometerleistung angegeben? Werden die gleichen (oder zumindest ähnlichen) weichen Tarifmerkmale (Garage, Einzelfahrer, etc.) abgefragt?

Wie sieht der Versicherungsumfang aus? Was ist Ihnen wichtig? Brauchen Sie den Austausch der KFZ-Schlösser mit 500 Euro Versicherungssumme? Oder benötigen Sie bei einem 10 Jahre alten Fahrzeug noch eine Vollkasko-Versicherung?

Wenn Sie alles eingetragen und verglichen haben, sollten Sie dennoch Ihren Versicherer anrufen und ihn wissen lassen, dass Sie über einen Versicherungswechsel nachdenken und nun wissen möchten, ob er beim Vertrag etwas machen kann. Argumentieren Sie ruhig mit dem Internet-Angebot. Denn wenn Sie Kunde sind, kann es durchaus sein, dass der Versicherer doch noch etwas an der Preisschraube drehen kann. Übrigens, unter den Versicherern gilt der KFZ-Versicherung als Einstiegs- und Ausstiegsvertrag bei dem entweder weiteres Neugeschäft hinzukommen oder aber Bestandsverträge verloren gehen könnten.

Nichts desto trotz sollten Sie sich überlegen, ob es in jedem Fall günstiger ist, bei einem billigen Anbieter zu sein oder doch ein paar Euro mehr zu zahlen, wenn der Vertreter dafür eine bessere Erreichbarkeit garantiert. Unterschätzen Sie nicht den Service der Gesellschaft. Finden Sie das richtige Mittelmaß im Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein Tipp zum Schluss, nutzen Sie mehrere Vergleichsportale im Internet, denn vielleicht bietet „Konkurrenzportal“ bessere Alternativen an.

Anbieter:
http://www.check24.de
http://www.autoscout24.de

Alter Wein in neuen Schläuchen

Geschrieben von Dirk.Z am 19.10.2009 um 18:19
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Alter Wein in neuen Schläuchen

Schnell ging es, der Sinneswandel in der SPD nach dem Wahldebakel zur Bundestagswahl 2009. Auch wenn sich Müntefering und Steinmeier erst hinter die SPD stellten und großzügig verkündeten, dass sie der Partei in einer "so schwiergigen Zeit" nicht im Stich lassen würden, so wurde doch recht schnell deutlich, dass diese Worte nichts mehr als hohle Phrasen waren.

Wenige Tage später waren neue Machtinhaber an der Spitze der SPD installiert, die sich nun eifrig bemühten, den Weg zur 'Linkspartei" zu öffnen. 'Eine Zusammenarbeit auf Bundesebene darf nicht mehr ausgeschlossen werden' durfte der Bürger lesen.

Und die Linke? Ja, Gregor Gysi (alias IM Erwin) regierte promt. So äußerte er sich letztlich, dass die Lissabon-Verträge durch die Linke anerkannt werden können. Die Öffnung zu "pro Europa"?

Und wie sieht die SPD die Vergangenheit einzelner Politiker der "Links-Partei"? Politiker die in einem korrupten Staatssystem Menschen ausspionierten, denunzierten und unter Druck setzten? Die sich teils bis heute nicht für jenes Verhalten entschuldigten und nun erneut an die politische Spitze wollen?

So entschied sich SPD-Regierungschef Matthias Platzeck (SPD-Ministerpräsident von Brandenburg) für ein rot-rotes Bündnis mit Frau Kerstin Kaiser. Einer Dame, die sehr aktiv für die ehemalige Stasi und somit dem SED-Unterdrückungsstaat arbeitete. Es ist schon interessant zu sehen, wem die SPD zukünftig eine politische Plattform geben wird, oder etwa nicht?

 

Quellen:
Bild.de:
www.bild.de/BILD/politik/2009/10/19/sex-und-verrat-die-stasi-akte/von-platzecks-kaiserin.html

Wikipedia:
de.wikipedia.org/wiki/Kerstin_Kaiser (Kerstin Kaiser)
de.wikipedia.org/wiki/Gregor_Gysi (Gregor Gysi)

Cicero.de (Magazin für politische Kultur):
www.cicero.de/97.php

Stand: 19.09.2009

Bundestagswahlkampf 2009 - (3)

Geschrieben von Dirk.Z am 25.09.2009 um 14:52
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Bundestagswahlkampf 2009 - (3)
- Clement und die SPD -

Erinnern Sie sich noch an die Landtagswahl in Hessen? Als Wolfgang Clement (ehemaliger SPD-Vize und Wirtschaftsminister a.D) sich vor der Hessen-Wahl gegen die Wahl von Parteigenossen Andrea Ypsilanti äußerte?

Was dann innerhalb der SPD geschah, kann man getrost als "Parteibuch-Politik" bezeichnen. Musste sich Clement doch vor der SPD und einem Partei-Ausschuss für seine negativen Äußerungen im Vorfeld der Wahl rechtfertigen. Sicherlich, für die eigene Partei ist das keine Werbung, wenn ein ehemaliger Bundesminister a.D. sich gegen eigene Kandidaten stellt.

Dennoch, eines musste man Clement zugestehen, er äußerte seine Meinung auch wenn diese gegen das allgemeine Meinungsbild der eigenen Partei war und ist. Warum ist?

Nun, Wolfgang Clement äußerte sich dieser Tage erneut zu Wort. Und wieder rät er von der Wahl seiner alten Parteigenossen ab. Zwei Tage vor der Wahl. Ist das die späte Rache des Herrn W. C.? Politisches Kalkül? Wie auch immer, die ehemaligen Genossen wird es kaum freuen. Vor allem, da sie ihm nichts anhaben können, denn SPD-Mitglied ist Herr Clement nicht mehr.

Quellen:
www.bild.de/BILD/politik/2009/09/25/bundestagswahl-ex-spd-minister-clement/zettel-verweis,property=Download.jpg

www.bild.de/BILD/politik/2009/09/25/bundestagswahl-ex-spd-minister-clement/wirbt-fuer-fdp-chef-guido-westerwelle.html

Stand: 25.09.2009

Bundestagswahlkampf 2009 - (2)

Geschrieben von Dirk.Z am 21.09.2009 um 22:52
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Bundestagswahlkampf 2009 - (2)

Wenige Tage sind es noch, dann hat es das deutsche Wahlvolk für die nächsten vier Jahre geschafft. Der neue Bundestag ist gewählt und man kann beobachten, wie sich die gewählten Parteien zu neuen oder alten Koalitionen zusammen schließen.

Doch nun, in der Endphase des heißen Wahlkampfs holt die SPD täglich ein Stückchen zur CDU und Ihrer Vorstandsvorsitzenden auf. Doch muss man sich darüber wundern? Eigentlich nicht.

Schon in den vergangenen Wahlkämpfen auf Landes aber auch auf Bundesebene zeigt sich die CDU gerade in der Endphase immer besonders schwach auf ihrer wahlkämpferischen Brust. Statt mit Engagement sich für das eigene Wahlprogramm und die Kandidaten einzutreten, öffnen sich für den politischen Gegner immer wieder neue Angriffsflächen.

Sei es von Herrn Ministerpräsident "Oettinger" die Diskussion um Steuererhöhungen oder die nun von Herrn Pofalla geäußerte These, dass "Steinmeier keine Chance hätte". Es scheint so, als ob Herr Pofalla eines übersieht. Die Wahl ist erst am Sonntag und die Demoskopen haben sich vor vier Jahren schon einmal schwer geiirt. Die Bundestagswahl ist gelaufen? Wohl kaum!

Ebenso wie die Schmutzkampagne der SPD (Thema: Überhangmandate) unsinnig ist, grenzt es schon an Überheblichkeit vom eigenen Sieg überzeugt zu sein. Meist kommt  es anders als man denkt und wird unsanft vom hohen Roß gestürzt.

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Abwrackprämie - alles super?

Geschrieben von Dirk.Z am 3.09.2009 um 09:41
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Abwrackprämie - alles super?

Über kaum eine Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II wird derzeit so kontrovers diskutiert wie über die Umweltprämie (umgangssprachlich auch Abwrackprämie).

In der Sendung "hart aber fair" warf FDP-Politiker Guido Westerwelle der aktuellen Regierung vor, dass diese Maßnahme falsch sei und zur Reduktion von Arbeitsplätzen führen würde.

Dem entgegnete der SPD-Abgeordnete Sigmar Gabriel, dass durch die Abwrackprämie sehr wohl Jobs gesichert worden wären. Vor allem nicht nur bei den großen Automobilherstellern, vielmehr auch bei den Zulieferern aus dem Mittelstand.

Und wer hat Recht? Beide!

Fakt ist, dass die Abwrackprämie den Automobilherstellern in der größten Krise neue Impulse verliehen hat. Gemeinsam mit dem Gesetz zur Kurzarbeit konnten in der Krise Jobs gesichert werden und für Privatpersonen Anreize geschaffen werden, die zum Kauf neuer PKW führten.

So konnte die Automobilindustrie dank der Abwrackprämie die Anzahl der PKW-Verkäufe über das Vorjahres-Niveau steigern. Die Kurzarbeit konnte ausgesetzt und zur Vollbeschäftigung bei vielen Betrieben zurück gekehrt werden.

Jedoch muss die Abwrackprämie auch in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in der Zukunft betrachtet werden.

Die Abwrackprämie hat nicht geholfen, dass die Automobilkonzerne die Entwicklung von ökologischen Autos verstärken und voran treiben. Dies ist zwar geplant, aber die größte Krise wurde mithilfe des Konjunkturpakets abgefedert.

Darüber hinaus muss verstanden werden, dass Fahrzeuge die evtl. erst in zwei, drei oder gar vier Jahren verschrottet worden wären, schon heute nicht mehr existent sind. Vielleicht ist dies aus ökologischer Sicht richtig, da der CO2-Ausstoß verringert worden ist, allerdings werden die Folgen dieser Umweltprämie die Autohäuser, die freien Werkstätten sowie die kleinen Autohändler zu spüren bekommen, da es weniger reparaturbedürftige PKW gibt. Diese hätten für den Autohandel zusätzliche Einnahmen gebracht auf die nun verzichtet werden muss.

So berichteten schon in der ersten Jahreshälfte viele Gebrauchtwagen-Händler von massiven Absatzeinbrüchen, von Existenzängsten und drohender Insolvenz. Diese nachlassende Nachfrage nach Ersatzteilen wird in der Folge auch für die Hersteller von diesen Produkten ein Problem werden.

Betrachtet man noch die Tatsache, dass viele Autohäuser von den Autoreparaturen leben, so wird die Gefahr für eine mögliche Insolvenz noch deutlicher.

Im nächsten Jahr werden jene, die sich bereits dieses Jahr einen neuen PKW gekauft haben, keinen mehr kaufen. Der Absatzeinbruch wurde somit von 2009 auf die kommenden Jahr verschoben. Durch diese Nachfrageverschiebung aus 2010, evtl. auch 2011 und 2011 auf 2009 wird ebenso die Problematik der Arbeitsplatzsicherheit noch einmal aufkommen.

 

Fazit:
Die Abwrackprämie hat temporär durchaus Arbeitsplätze bei großen und bei mittelständischen Betrieben gesichert. Vorerst. Ob die vorerst gesicherten Arbeitplätze auch im nächsten und übernächsten Jahr erhalten bleiben können, hängt vor allem von der internationalen konjunkturellen Entwicklung ab. Es besteht die Gefahr, dass durch die Einführung der Abwrackprämie in anderen Ländern, wie bspw. in den USA, auch dort zu einer vorgezogenen Nachfrage kommt, wodurch in der Folge es auch hier zu Nachfrageenpässen kommen kann.

Schenkt man den Prognosen der Volkswirte glauben, so wird die Arbeitsmarktproblematik zeitlich nur verzögert auftreten. Die Höhe der künftigen Arbeitslosigkeit aufgrund der Umweltprämie/Abwrackprämie ist dabei noch nicht abzusehen.

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Bundestagswahlkampf 2009?

Geschrieben von Dirk.Z am 2.09.2009 um 14:40
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Bundestagswahlkampf 2009?

Seit einigen Wochen läuft die Wahlmaschinerie der Parteien zum Bundestagswahlkampf, so sollte man meinen. Herr Steinmeier (SPD) versucht für sich und seinen ambitionierten (unrealistischen) Ambitionen zu werben und spricht aus, was nicht mal Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder zu prognostizieren wagte. Zum Jahr 2020 gibt es Vollbeschäftigung. Selbst seine Genossen werden innerlich über Ihren Kanzlerkandidaten lachen müssen. Hatte Schröder es doch selbst nicht geschafft die Arbeitslosenzahl von damals 4 Millionen auf 3 Millionen zu senken.

Die Linke wirbt fleißig mit Ihren aus der Mottenkiste gezauberten Sprüche, die sie bereits vor vier Jahren hatte. Welche da wären: Vermögenssteuer rauf, Mindestlohn und die Verstaatlichung privater Unternehmen. Ja, Gysi und Lafontaine wollen eine neue Revolution, Kuba sei gegrüßt.

Doch eines muss man der Partei um Gysi, Lafontaine und der ultra-linken Sara Wagenknecht lassen. Sie verstehen es immer wieder, dem Volke zumindest zum Teil aus der Seele zu sprechen. Hartz IV ein Desaster, Manager die nach eigenem Gusto (also dem Finanzstand des eigenen Geldbeutels handeln) und Millionen (mit Hilfe eines unfehlbaren MBA-Abschlusses) in den Sand setzen und dafür Millionen Abfindung kassieren, sind blamabel. Löhne von 7 Euro und weniger eine Frechheit.

Die Grünen halten weiterhin, gemeinsam mit der SPD und den Linken an dem Atomausstieg fest. Die Kernkraftwerke sind zu unsicher. Man denke nur an Krümmel. Ja, der Atomausstieg ist richtig und wichtig. Das erkennen selbst die Liberalen als auch die Union an. Doch sind wir mal ehrlich. Ist dies von heute auf morgen machbar? In Zeiten in denen der Energiebedarf ständig steigt? In denen Wissenschaftler bereits vor Jahren festgestellt haben, dass noch viele Kraftwerke notwendig seien um die Erde komplett mit Energie zu versorgen? In einer Zeit in der die BRIC-Staaten immer mehr Energie benötigen?

Die Union und die FDP sehen die Kernkraft als Brückentechnologie an und zwar bis dann, sobald regenerative Energien den heutigen Energiebedarf komplett decken kann. Wann dies sein kann ist ungewiss.

Die FDP, allen voran Guido Westerwelle versucht sich immerhin etwas im Wahlkampf. Jedenfalls im Vergleich zur CDU. Sie, die "Gelben", werben mit dem Wirtschaftsparadoxon, welches lautet: Steuern senken, dann hat der Bürger mehr Geld um es auszugeben. Dies führt zu höheren Konsum und mehr Steuern. Ein durchaus löblicher Ansatz.

Die CSU scheint das Steuersenkungsprogramm begriffen zu haben, oder doch nicht? Seehofer (Vorsitzender der CSU) stichelt immerhin im Wahlkampf gegen den nach der Bundestagswahl gewünschten Koalitionspartner.  Heiner Geißler (74, CDU) hat eher den Eindruck, dass es nach der Bundestagswahl zur Fortsetzung der großen Koalition kommen könnte. Scheinbar hofft er es auch. Denn Geißler spricht sich in einem Fernseh-Talk deutlich gegen die FDP aus. Naja, vielleicht ist die FDP ja auch gar nicht der gewünschte Partner.

Und wenn man sich die CDU so anschaut, könnte man den Eindruck gewinnen, dass er recht hat. Seehuber macht Stimmung gegen die FDP, Heiner Geißler auch und die Bundeskanzlerin? Richtig, die macht nichts. Weder Wahlkampf noch eine Aussage für das politische Programm der CDU nach der Wahl oder gar eine Aussage, wer denn der gewünschte Koalitionspartner nach der Wahl sein könnte. Braucht Sie auch nicht. Sie liegt ja in der Beliebtheitsskala der Bundesbürger auf Platz zwei, hinter dem neuen Platzhirsch aus der CSU, dem Baron zu Guttenberg. Und sollte die CDU weiterhin um die 40% der Stimmen bekommen so wäre sie auf jedenfall an einer neuen Regierung zu beteiligen. Natürlich nur, wenn rot-rot-grün nicht genügend Stimmen bekommen würden. Denn rot-rot-grün hat Steinmeier und die SPD ausgeschlossen. Genauso wie Ypsilantie in Hessen?

Für sie (Merkel) heißt es. Abwarten und Tee trinken. Denn nach heutigem Stand, wird sie Kanzlerin bleiben, ob mit der FDP oder SPD. Also warum etwas machen, was die eigene Macht gefährden könnte?

Und wenn es wieder zu einer großen Koalition kommen würde, was würde das schon ausmachen? Nun, nicht viel. Die Parteien haben gezeigt, dass sie das Parteibuch NICHT für vier Jahre über Bord werden können um problemorientiert zu arbeiten. Die Probleme der Bürger, die Ängste und Sorgen kommen nicht an. Naja, vielleicht doch. Aber nicht länger als für acht Wochen vor der nächsten Bundestagswahl, danach wird die Festplatte C schnell gelöscht, denn die eigene Rente, ist sicher!

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Wiedeking - gescheiterter Manager?

Geschrieben von Dirk.Z am 23.07.2009 um 19:09
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Wiedeking - gescheiterter Manager?

Beim Blick durch den Pressewald können hier und da Schlagzeilen vernommen werden, in denen Herrn Dr. Wendelin Wiedeking als "Ikarus" oder gar misswirtschaft unterstellt wird.

Sicherlich, die von Herrn Wiedeking geplante Übernahme von VW mit Hilfe von Aktienkäufen hat nicht funktioniert. Sie hat aber auch deshalb nicht funktioniert, weil durch den massiven Einbruch der Wirtschaft auch die Marktkapitalisierung in Form von fallenden Kursen der Porscheaktie Herrn Wiedeking einen dicken Strich durch die Rechnung machte. War das Unternehmen unmittelbar vor der Krise noch mehrere Milliarden Euro schwer, so hat das gleiche Unternehmen heute mehrere Milliarden Verluste.

Aus dieser Sicht kann man sicherlich vom Scheitern reden, aber sollte nicht die komplette Leistung eines Managers gewürdigt werden?

Während andere "Managerkollegen" i.d.R. alle vier Jahre ausgetauscht werden, war Herr Wiedeking fast 17 Jahre lang Vorstandsvorsitzender des heute größten Sportwagenherstellers der Welt. In dieser Zeit hat er aus einem vor der Insolvenz stehenden Unternehmen, das Sahnestück deutscher Automobilkunst geformt.

Zu Beginn seiner Karriere musste er zwangsläufig starke Restrukturierungen vornehmen die zu Entlassungen von Mitarbeitern führten. Aber gerade jene, welche das Unternehmen in der schlechten Zeit zwangsverabschiedete holte Wiedeking zurück an Bord, als sich Porsche nach und nach aus seiner misslichen Lage befreite.

Schon damals war er - Wiedeking - der Meinung, dass die Mitarbeiter das wichtigste für das Unternehmen sei und somit gleichfalls die Schaffung von Arbeitsplätzen wichtig ist. Auch heute noch ist ihm die Schaffung von Arbeitsplätzen wichtig, was sich durch die Einbringung von privaten Vermögen in Stiftungen zu erkennen ist, die die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen soll (vgl. n-tv.de - 23.07.2009).

Doch für die Presse ist Wiedeking ein gefundenes Fressen. Ein Manager der im 8stelligen Euro-Bereich vergütet wurde, kann nur ein Ausbeuter sein, oder etwa nicht?

Wohl kaum, denn kann man einen Vorstandsvorsitzenden Wiedeking mit einem Herrn Middlehof (Arcandor), einem Ron Sommer (Telekom) oder einem Jürgen Schrempp (DaimlerChrysler AG) vergleichen? Der interessierte Bürger wird dies verneinen können. Hat Wiedeking doch für sein geführtes Unternehmen mehr für die Mitarbeiter getan als jene drei anderen Vorstandsvorsitzenden zusammen.

Keine Frage, die heute hohen Verluste für Porsche sind nicht von der Hand zu weisen und sicherlich, vielleicht war auch Hochmut dabei, als VW übernommen werden sollte. Doch letztlich sollten immer alle Fakten eine Rolle spielen und nicht nur ein Teil davon.

Paradigmenwechsel in der Wirtschaft?

Geschrieben von Dirk.Z am 13.03.2009 um 11:16
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Paradigmenwechsel in der Wirtschaft?

In der Lehre der Betriebswirtschaft gilt seit Jahren das Paradigma, den Shareholder-Value (also den Wert für den Aktionär) zu vermehren. Die Gründe die für den Shareholder-Value (SHV) sprachen, waren dabei so einleuchtend wie zwingend. Nur durch die Steigerung des Wertes für den Shareholder kann der Kurs der Aktie und somit der Wert des Unternehmens steigen.

Die Steigerung des Unternehmenswertes ist eine zwingende Voraussetzung um feindlichen Übernahmen zu umgehen und um wirtschaftliche Angriffe (sei es in der Produktpalette oder durch Konkurrenten) mit einem guten Barvermögen entgegen zu stehen. Dementsprechend wurden Unternehmen so geführt, dass der Aktienkurs nach oben gepusht werden musste. Denn wenn der Aktienkurs fallen würde (im Gegensatz zu dem der Konkurrenten), so würde das Unternehmen im Verhältnis zu Anderen an Wert verlieren.

Kurz und gut, letztlich stand und steht bis heute fast immer der Aktionär im Mittelpunkt des wirtschaftlichen Interesses des Unternehmens. Nicht der Kunde, nicht der Lieferant oder evtl. der Mitarbeiter, einzig und alleine die (raffgierigen?) Anteilseigner.

Der größte Verfechter des Shareholder-Value-Prinzips war Jack Welch, seines Zeiches ehemaliger Vorstandsvorsitzender von General Electric (GE), heute einem der größten Mischkonzerne der Welt. Er vertrat die Auffassung, dass der SHV die einzige Größe sei, nachdem ein Unternehmen zu bewerten sei.

Doch Stop. Er vertrat? Richtig, vertrat. In der deutschen Ausgabe der Financial Times Deutschland (vom 13.03.2009) war zu lesen, dass das Prinzip des SHV "die blödeste Idee der Welt" sei. (vgl. FTD)

Statt dessen vertritt Welch heute nicht mehr die kurzfristige Idee der Gewinnmaximierung, sondern - so liest man zwischen den Zeilen heraus - eine nachhaltiges Management mit nachhaltigen Gewinnen. Welch hat mit dieser, seiner Aussage nun eingesehen, dass die bisherige Form des Managements, welches maßgeblich von ihm und auch anderen US-amerikanischen Unternehmen propagiert wurde, falsch ist.

Dies beweist, dass Fredmund Malik Recht hat, wenn er von den Management-Irrlehren spricht. Vielmehr müssen Stakeholder (also Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und alle anderen Beteiligten des Unternehmens) mehr im Produktions- und/oder Dienstleistungsprozess integriert werden.

Das diese Irrlehren, wie Gewinnmaximierung um jeden Preis, falsch sind, zeigt die heutige Weltwirtschaftskrise eindeutig. Somit steht fest, dass ein Überdenken des bisherigen Managements wichtiger den je ist und das es dazu neuer Methoden und Idee bedarf, da die Komplexität - in der wir heute leben und arbeiten - nicht mit den Rezepten behandelt werden kann, die uns (die Menschen) in diese Lage gebracht haben.

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Wirtschaftskrise - Steuersenkung?

Geschrieben von Dirk.Z am 11.01.2009 um 12:03
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Wirtschaftskrise - Steuersenkung?

Lange Zeit musste man annehmen, dass die SPD als auch große Teile der CDU resistent gegen die ökonomischen Ratschläge aus Wirtschaft, Wissenschaft und Sachverständigenrat wären. Doch nun scheint es, dass sich die Unvernunft langsam zum Wohle eines ökonomischen Denkens nach Maynard Keynes wandelt.

Die erste Einsicht zeigte die FDP mit Ihrem Vorsitzenden Guido Westerwelle, der das von Prof. Dr. Kirchhof vorgeschlagene Konzept von vor der Bundestagswahl 2005 angenommen hatte und dieses in den letzten Monaten mal mehr und mal weniger laut in der Öffentlichkeit vortrug.

Ihm folgte der CSU-Chef Seehofer, der in den letzten Wochen in ein ähnliches Horn stieß und lauthals mitteilte, dass "die Bürger wieder mehr netto vom brutto haben" müssten. Mit dieser Forderung stieß er bei seiner "Chefin" jedoch lange auf taube Ohren, die von Steuersenkungen nichts hören wollte.

Und erinnern wir uns, auch die SPD war einhellig der Meinung, dass eine Steuersenkung der falsche Weg sei.

Nun jedoch, scheinen sich die Parteien nach und nach zu besinnen. Nachdem die CDU der Forderung von der CSU in einer Tagung nachgegeben hatte (und Merkel somit eine interne Niederlage einstecken musste), zeigt sich auch die SPD überraschend mit der Steuersenkung einverstanden. Und nicht nur das, sie geht sogar weiter und fordert Ihrerseits, dass der Eingangssteuersatz von 15% auf 12% gesenkt werden müsse. (Quelle: n-tv.de - 09.01.2009)

Eine Forderung die in den Augen der CSU konsequent richtig ist, wenn die Bürger steuerlich entlastet werden sollen.

Würde dies tatsächlich durchgesetzt werden, so würden die niedrigen sowie die mittleren Einkommen entlastet werden. Eine Entlastung die schon längst überfällig ist.

Interessant wird jedoch, dass die CDU, auf Druck der Schwesternpartei CSU zwar für eine Anhebung des Grundfreibetrages ist, jedoch nicht für die Absenkung des Eingangssteuersatzes (Quelle: n-tv.de - 10.01.2009). Diese Haltung kann für den ökonomisch denkenden Menschen einfach nur unverständlich sein.

In dieser Frage wird deutlich, dass bei der SPD, auch wenn sie ursprünglich massiv gegen eine Entlastung der Bürger war und ist, wirtschaftliche Vernunft eingehalten hat, während bei der Kanzlerin Merkel und der CDU (scheinbar) noch immer das logische Zusammenspiel zwischen den Subsystemen der Ökonomie nicht verstanden wird.

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