Generation Doof
... so lautet der Titel des Buches, welches ich heute zu Ende gelesen habe.
Das Buch handelt von der heutigen Generation der 15 bis 35jährigen und deren Verhalten, Einstellung zum Leben, Mitmenschen sowie der Umwelt, als auch vom Umgang mit Medien, Erziehung, Schule, Schulsystem, Sexualität und vielem mehr.
Der Kontext dieses Buches beschreibt, wie eine Gesellschaft immer mehr zum Sklaven von Fernsehen, Videospielen sowie anderen medialen Erzeugnissen wird und dabei immer dümmer zu werden scheint. Es wird dabei nicht nur die Verdummung von der heutigen Jugend bzw. der Generation Doof angeprangert sondern auch aufgezeigt, dass eine immer stärkere Interessenslosigkeit hier in diesem unserem Land vorherrscht.
Schulen werden von Eltern (also der Generation Doof) nur noch als Abstellgleis für die Ergebnisse Ihrer Lendenbefriedigung benutzt um sich später wieder selbst z.B. auf "youtube" & Co. zu inszenieren.
Je mehr ich in diesem Buch gelesen habe, umso mehr musste ich den Kopf schütteln. Weniger über das was die Autoren geschrieben haben, sondern vielmehr worüber sie berichtet haben. Die Autoren, die sich selbst als Teil der Generation doof zählen, erläutern in Ihrem Buch, dass Sie all' Ihre geschilderten Berichte selbst erlebt haben.
Und in der Tat, habe ich keinen Zweifel daran, dass es so geschehen ist. Denn Entgleisungen der Unwissenheit kann man immer öfters in Blöd-TV sehen.
Auch wenn ich mich nicht zur Generation Doof zählen möchte (wer möchte das schon?), wurden mir dennoch in einigen Punkten wieder einmal die Augen geöffnet, beschreibt es doch viele Dinge, über die man sich sonst wundert und fragt, wie manches zustande kommt.
Beispiel:
Vor einigen Monaten wurden jugendliche Erwachsene an eine Europakarte gesetzt und aufgefordert aufzuzeigen wo Frankreich liegt. Aufgrund der Unwissenheit wurde Frankreich kurz nach Polen verlagert und die Hauptstadt von Polen, also Warschau, nach Frankreich.
Ähnliche Beispiele finden sich zu genüge auch in jenem Buch und es scheint in der Tat so zu sein, dass junge Menschen ein immer größeres Desinteresse an den allgemeinen Themen der Gesellschaft haben. Denn wie lassen sich sonst Radio-Comix wie z.B. "Die Pisapolizei" von SWR3 erklären?
Statt dessen, so scheint es lt. diesem Buch zu sein, haben wir es nicht mehr mit einem Volk der Dichter und Denker zu tun, sondern viel eher von einem Volk der Prahler und Blender. Denken scheint zur Glückssache geworden zu sein und konstruktive Kritik zu einem persönlichen Angriff auf eigenes Unvermögen.
Ich erinnere mich an ein Telefonat, welches ich neulich mit einer Dame führte und ich dort feststellen durfte, wie gleichgültig der Dame manche Dinge sind.
Gerade die Gleichgültigkeit wie manches betrachtet wird, die unverhohlene Dummheit sowie das nachplappern von ideologischen politischen Parolen macht mir Angst.
Ich hoffe, dass dieses Buch, welches mir ja die Augen öffnete, noch viele Leser findet, Leser die das dort niedergeschriebene reflektieren und anspornt klüger werden zu wollen.