Zeit des Lebens

Geschrieben von Gelbfüssler am 13.08.2007 um 20:43
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Zeit des Lebens:

Eigentlich wollte ich ein paar gemütliche Tage in meiner Heimatstadt verbringen und die Tage genießen. Doch es kam alles anders. Am 31.07. verstarb plötzlich und überraschend ein sehr guter Freund meiner Familie.

Ich kann es noch immer nicht fassen, daß unser Freund nicht mehr hier ist. Mit seiner lebenslustigen und -frohen Art, Freude zu bereiten.

Auch wenn ich wieder und wieder das Buch "Licht am Ende des Tunnels" lese, so denke ich jedes mal, daß hier ein großer Fehler passiert ist. Und in Gedanken sehe ich ihn da liegen, auf seinem Bett, auf welchem er in seiner Kur verstarb.

Tags zuvor telefonierte ich noch mit ihm. Er sagte, es ginge ihm gut und ich war nur halb mit meinen Gedanken bei ihm. Habe dem Gespräch nicht soviel Gewicht beigemessen. Nicht einmal 24 Stunden später sollte er nicht mehr unter uns weilen. Der Herzinfarkt war doch schlimmer als gedacht.

Nun wird mir klar. Das das Leben viel zu kostbar ist, um auch nur eine Minute zu verschwenden. Zu kostbar um nicht zu leben und es zu genießen. Jeden Sonnenstrahl, Regentropfen oder Windstoß der mir ins Gesicht bläst.

Hans-Jörg - ich werde Dich nie vergessen! Danke, daß ich Dich kennen lernen durfte!

Blog und Kategorie

Geschrieben von Gelbfüssler am 22.07.2007 um 22:32
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Blog und Kategorie:

Nach längerem Überlegen, habe ich mich entschlossen, daß ich das Thema Börse aus diesem Blog rausnehme und zukünftig unter: Wirtschaftsleben weiterführe. Dort werde ich neben der Börse auch Themen aus der Wirtschaft, Politik und Führung / Leadership etc. behandeln.

Gruß

Dirk

Zukünftige Themen

Geschrieben von Gelbfüssler am 15.07.2007 um 21:22
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Zukünftige Themen:

Wiedereinmal beschäftigt mich die Frage, wie man in Organisationen (sowohl unternehmerischen als auch in freiwilligen) Menschen motivieren kann. Da mich das Thema nun schon seit längerem immer wieder einholt (THW, Studentenverbindung, aktuell im Verein), lese ich derzeit diverse Literatur dazu. Und je mehr ich darüber lese umso komplexer sind die Zusammenhänge. Zu gegebener Zeit werde ich hier an dieser Stelle mehr schreiben. Derzeit bin ich noch zu sehr mit dem Sammeln von Informationsmaterial beschäftigt. Ich weiß jedenfalls schon jetzt, daß das Thema in etwa "Führung - Coaching - Leadership" lauten wird.

Desweiteren werde ich mich zu den unterschiedlichsten Themen äußern. Schon jetzt weiß ich, daß sich einige Themen in einigen Punkten überschneiden werden. Nichts desto Trotz werde ich meine Statements dazu abgeben.

Themen über welche ich in Zukunft noch schreiben möchte sind unter anderem:

- Werte (Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Respekt, Toleranz, etc.)
- Etikette
- Spießertum (meine Definition und Meinung dazu)
- Ernährung
- Ehrenamt

Soweit dazu...

Vereine als kleine Wirtschaftsunternehmen

Geschrieben von Gelbfüssler am 11.07.2007 um 11:50
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Vereine als kleine Wirtschaftsunternehmen

„Erfolg ist das Ergebnis aus guter Vorbereitung.“ So oder so ähnlich durfte ich den ersten Satz schon einmal lesen. Ich selbst würde diesen Satz erweitern um die Organisation. Der Satz müsste also meiner Meinung nach lauten: „Erfolg ist das Ergebnis aus guter Vorbereitung und guter Organisation.“

Wieso Organisation? Der erfolgreiche Sportler muss sich auf seinen Wettkampf lange und intensiv vorbereiten. Doch die meisten Freizeitsportler greifen dabei auf die Organisationsstruktur eines Vereins oder Verbandes zurück. Ähnliches gilt für ehrenamtliche Helfer aus den Bereichen der Feuerwehr, des THW und des Rettungsdienstes. Hinter den wöchentlich stattfindenden Übungen wird eine Organisation benötigt, die das erforderliche Know-How bzw. Material bereitsstellt.

Ich selbst möchte nun nicht auf die Vorbereitung einer einzelnen Person eingehen, sondern vielmehr auf die Organisation sehen, welche sich ehrenamtlich organisieren. Was haben also alle guten Organisationen gemeinsam. Und hier meine ich alle Organisationsformen. Sei es der Verein, eine Studentenverbindung, Feuerwehr, THW oder die eines Unternehmens.

Wirtschaftliche Unternehmen sind i.d.R. straff auf den Unternehmenserfolg ausgerichtet. Hierzu gibt es entsprechende Abteilungen die unterstützend tätig werden. Gemeinsam haben alle Organisationen einen Vorsitzenden. Beim Unternehmen ist dies der Geschäftsführer bzw. der Vorstandsvorsitzende. Ein Äquivalent gibt es bei den freiwilligen und ehrenamtlichen Organisationen. Hier ist es der 1. Vorsitzende, bei Studentenverbindungen auch X genannt. Alle haben die gleiche Funktion. Sie leiten die Organisation.

So lassen sich auch weitere Funktionen finden, die ähnlich wenn nicht sogar identisch auszuführen sind. Die Funktionen in einem wirtschaftlich orientierten Unternehmen lassen sich sicherlich nicht eins zu eins auf eine Person im Verein übertragen. Dennoch sind Funktionen aus Unternehmen vorhanden. Als Beispiel möchte ich folgende aufführen:

  • Vorstandsvorsitzende (ist identisch -> Vertretung des Unternehmens nach außen und innen)
  • Rechnungswesen & Controlling (Kassenwart)
  • Personalmanagement (Vorstandsvorsitzende & Vertreter, Jugendwart)
  • Personalentwicklung (Trainer, Ausbildungsbeauftragte, Fuxmajor)
  • Marketing (Vertreter des Vorstandsvorsitzenden)

Personalmanagement und Personalentwicklung ist in vielen mittelständischen Unternehmen eine Organisationsfunktion die in den Vereinen durch verschiedene Personen wahrgenommen wird.

Letztlich geht es darum, wie ein Verein / eine ehrenamtliche Organisation erfolgreich Ziele umsetzen kann. Hier kommen genau die gleichen Mechanismen zum Tragen wie in einem Unternehmen auch. Aus diesem Grund ist es meines Erachtens für Vereine und Organisationen erforderlich unternehmerisch zu denken um langfristig erfolgreich zu sein.

Somit sind strategische Planungen erforderlich um sich zielgerichtet weiter zu entwickeln. Dies fängt mit der Analyse der Zielgruppe an (welche Zielgruppe möchte ich ansprechen, was sind die Bedürfnisse, wie kann ich darauf eingehen). Als nächster Schritt ist die strategische Zielsetzung und Ausrichtung erforderlich bevor ein entsprechendes Marketing gestartet werden kann bzw. sollte. Ebenso ist das entsprechende Know-How im Vorfeld schon zu entwickeln. Die Marketingmaßnahmen sind ebenso zu planen, damit nicht unnötig Geld ausgegeben wird. Wirtschaftlichkeit ist gefragt.

Regelmäßige Soll und Ist-Vergleiche sind ebenso nötig um zu prüfen ob man sich weiterhin auf dem richtigen Weg befindet, denn nichts ist schlimmer, als wenn nach vielen Bemühungen der Erfolg ausbleibt. Dies führt zu Frust besonders bei ehrenamtlichen Engagement.

Wie lassen sich diese Dinge auf das Wirken in einem Karate-Verein übertragen. Karate als solches ist eine Kunst, die sicherlich nicht die Massen ansprechen soll. Allerdings sitzt man als Verein in einer Zwickmühle bzgl. des kostendeckenden Vereinsbetriebes und einer sportlichen Veranstaltung die nicht als „Massenabfertigung“ betrieben werden soll.

Der Unterschied zwischen einem Wirtschaftsunternehmen und einem Verein ist der, daß ein Unternehmen auf die Kunden hören muss, was der Kunde möchte während der Verein z.T. versucht, eine Nachfrage zu generieren. Selbstverständlich versuchen Vereine auch auf die Kundenwünsche einzugehen, dies ist jedoch im Gegensatz zu einem Unternehmen nur bedingt möglich (s. Nokia => Herstellung von Gummistiefeln zu Herstellung von Mobiltelefonen vs. Musikverein).

Somit bleibt festzustellen, daß Vereine und sonstige freiwillige Organisationen letztlich kleine Unternehmen sind, die entsprechend mit Know-How geführt werden müssen um langfristig erfolgreich zu sein.


Die Leiden der (Nicht-) Raucher

Geschrieben von Gelbfüssler am 3.07.2007 um 10:32
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In letzter Zeit wird vermehrt über den Nicht-Raucher-Schutz in Deutschland diskutiert. Die Bundesregierung plant dazu Gesetze, die z.T. vom Bundesrat nicht durchgewunken werden, weil der Nichtraucher-Schutz ja bei den Ländern liegt. Dies war ja schon vorher klar aber statt sich im Vorfeld Gedanken zu machen, wer für was verantwortlich ist, funktioniert das Denken anscheinend bei den Ministern des Bundes nicht. Wie sonst ist ein solcher Affenzirkus zu erklären?

Meiner Meinung nach ist ein Rauchverbot schon längst überfällig. Bisher interessiert es doch den großen Teil der Raucher gar nicht, wo Sie wen zu paffen. Sie plädieren für Toleranz gegenüber Ihnen selbst und fordern, daß Sie überall zu jederzeit rauchen dürfen, denn wenn Sie das nicht dürften, würde man Sie in Ihren Persönlichkeitsrechten einschränken. Beispiel gefällig?

Hier im Studentenwohnheim gibt es die Regelung, daß in der Küche bis 22:00 Uhr am Abend nicht geraucht werden darf. Nach 22:00 Uhr ist dies gestattet, wenn niemand etwas dagegen hat.

Der zweite Teil des letzten Satzes wird geflissentlich ignoriert. Es wird davon ausgegangen, daß man es zu respektieren hat, daß ab 22:00 Uhr geraucht wird. Ein Nichtraucher soll diese Respektlosigkeit tolerieren und nicht sagen dürfen, das die eigene Gesundheit gefährdet wird. Sagt man doch etwas, so gilt man sofort als intollerant, anmaßend und selbstverständlich als Spießer. Dies ist an und für sich schon eine Frechheit. Jahrelang hat man den Qualm ertragen müssen und jetzt wo die ersten Gesetze für den Nichtraucher-Schutz greifen, meldet sich die Tabak-Lobby zu Wort und meint, daß man die Freiheit des Rauchers einschränken würde und dies gegen das Grundgesetz wäre.

Wo ist die Freiheit des Nichtrauchers. Auf die Unversehrtheit der eigenen Gesundheit und der Freiheit? Unabhängig davon, wie der kalte Qualm einen belästigen kann und dieser in den Kleidern tagelang haftet und der Gestank nur durch das Waschen derselbigen entfernen kann.

Noch schlimmer sind die Zeitgenossen, die auf den Hinweis der Belästigung einem den Rauch noch ins Gesicht blasen und es komisch finden. Hier zeigt sich wieder einmal die "gute" Kinderstube. Am Besten finde ich dann noch die Aussagen, daß Sie ja durch Ihre Tabaksteuern das Gesundheitssystem aufrecht erhalten würden. FALSCH! Diese Steuereinnahmen werden zwar für das Gesundheitssystem benötigt, aber doch nur um die an Lungenkrebs erkrankten Personen zu behandeln. Die hier entstehenden Kosten können gar nicht durch die Steuereinnahmen aus der Tabaksteuer gedeckt werden. Vielmehr müssen die Krankenkassen zusätzliche Kosten tragen um die selbst verursachte Krankheit zu heilen.

Und die Folgen sind doch schon seit Jahren bekannt. Müsste man hier nicht von Vorsatz sprechen? Würde man sich nun die deutsche Rechtsprechung ansehen, dann würde man erkennen, daß bei Vorsatz der Schuldner selbst haftet. Und würde man dem Gedankengang nun folgen, so müsste der Raucher die durch seine selbst verursachte Erkrankung die Kosten selbst tragen. Der Effekt wäre, daß die Kassenbeiträge für die breite Masse sinken würden und die Bevölkerung wieder mehr Geld in den Taschen hat (was sich wiederum positiv auf die Konjunktur auswirken würde - mal abgesehen davon, daß die Ausfallzeiten wegen Krankheit sinken könnten).

Aber ist das von der Regierung wirklich gewollt? Ich habe fast den Eindruck, daß dies nicht der Fall ist. Denn sonst wäre eine entsprechende Gesetzgebung längst verabschiedet. Würden aufgrund einer solchen Gesetzgebung, sagen wir mal, 50% nicht mehr rauchen (was ganz klar utopisch ist), dann würden die Steuereinnahmen aus dem Konsum des Tabaks sinken. Die Folge wäre, daß man andere Steuern anheben würde um den Ausfall von Steuereinnahmen kompensieren zu können.

Also soll der Raucher zwar etwas eingeschränkt werden, so daß die Nichtraucher gerade wieder Ihren Mund halten, der Raucher aber weiter Zigaretten kauft und Steuern bezahlt. Denn diese Steuereinnahmen sind schon im Haushalts des Staates verplant. Es bleibt also abzuwarten, ob sich tatsächlich etwas ändert, auch wenn scheinbar die ersten Schritte getan wurden. Ich persönlich sehe kaum einen Unterschied in den Kneipen die zwar Raucherecken haben, deren Lüftungssystem aber nicht funktioniert, so daß der Nichtraucher doch wieder mit stinkenden Klamotten nach Hause gehen wird.

Kultur und Sprache

Geschrieben von Gelbfüssler am 1.07.2007 um 21:12
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Vor einigen Wochen war eine Ausgabe des Focus der deutschen Sprache gewidmet. Dabei ging es den Schreibern darum, daß die deutsche Sprache immer mehr verkümmert. Und in der Tat, es ist tatsächlich so. Gerade eben, konnte ich wieder eine Werbung, dieses mal die eines Tschechischen Autobauers bewundern, der seine Autos mit "simply clever" anpries.

Wenn man sich heute einmal die Städte, Unternehmen und auch die Werbung anschaut, so stellt man fest, das die Anglizismen (also deutsch-englische Wortschöpfungen bzw. reine englische Wörter) immer mehr in den Sprachgebrauch des alltäglichen Lebens einfließen. Ist ja auch kein Problem, versteht ja jeder, oder?

Allerdings vergisst man die Tatsache, daß die potentiellen Käufer, also die die wirklich das Geld haben, meist in einem höheren Alter sind und solche Wortschöpfungen nicht verstehen. Welcher gutbetuchte Renter weiß schon, was eine Flatrate ist?

Sicherlich, man kann nicht alle englischen Wörter ins Deutsche übersetzen. Dies gilt ganz besonders für den Computerbereich. Aber auch hier wäre es zum Teil möglich. Während man früher noch von der Hauptplatine und von der Tastatur gesprochen hat, redet man heute vom Motherboard und vom Keyboard.

Es gilt als schick, wenn man sich mit möglichst vielen englischen Wörtern brüsten kann, auch wenn man diese selbst nicht versteht oder gar erklären kann.

Beeindruckt hat mich mein Praktikum bei einem Unternehmen, in welchem gesagt wurde: "Schicken Sie mir das proposal zu." Es wäre ja zu akzeptieren, wenn man die englische Sprache verwenden würde, wenn es alle im Unternehmen tun. Aber so, ist es in meinen Augen nur noch peinlich.

Ich muss zugeben, daß auch ich mir manchmal Gedanken machen muss, was eigentlich nun gemeint ist. Und das nach 10 Monaten Studium in England. Heute geht es soweit, daß die Jugend zum Teil noch nicht einmal mehr bestimmte deutsche Begriffe kennt und fragend schaut, wenn man diese Worte benutzt. Beispiel gefällig? Was zum Beispiel ist Schuhwichse? Fragt man einen unter 18jährigen, wird dieser verschämt schauen und etwas ganz anderes denken. Dabei handelt es sich hier um eine Mischung aus Fetten (Öl, Talg, Wachs, Harz) mit Ruß. Diese Material erhält Leder in einem geschmeidigen und wasserdichten Zustand.

Es ist ja nicht nur so, daß die Sprache bei der Jugend verfällt, nein, diese verfällt auch in den Unternehmen in ein zunehmendes "denglisch" welches dann weder ein vernünftiges Englisch noch Deutsch ist. Aber Hauptsache man gehört dazu und ist wichtig.

Am besten man geht nach dem Lunch zu einem Meeting und hinterher zu einer Kick-off-Veranstaltung um sich am Feierabend ein Wellness-drink zu gönnen, während die Kids am weekend zu einer Flatrate-Party gehen. Aber vielleicht geht der Managing Director auch zur fashion week. Soll er nun seinem Assistent Manager den Auftrag geben einen Flug zu buchen oder doch lieber mit dem SUV anreisen?

Besser wäre ja, wenn er noch schnell Window-Dressing für seinen Fonds betreibt, damit die Shareholder satisfied sind, wenn diese zum diesjährigen Main-Event erscheinen.

Alles klar?
Mir stellt sich jetzt nur die Frage, wie schreibe ich die eigentlich im englischen kleingeschriebenen Hauptwörter im Deutschen? Korrekt wäre es ja, klein zu schreiben aber im deutschen Sprachgebrauch müssten diese (aus grammatikalischer Sicht) wohl groß geschrieben werden.

Jetzt aufzuschreien und zu sagen, daß man es doch mit internationalen Gepflogenheiten zu tun hat irrt meiner Meinung nach gewaltig. Selbstverständlich ist ist in Zeiten der Globalisierung die englische Sprache ein wichtiges Instrument der Kommunikation. Wenn aber Unternehmen (also auch neu gegründete Unternehmen) schon zu Beginn mit englischen Begrifflichkeiten um sich werfen, obwohl das Geschäft innerhalb von Deutschland stattfindet, der muss sich fragen lassen ob ihm bewusst ist, daß diese sprachliche Barriere bei älteren potentiellen Kunden klar ist.

Ich persönlich würde nie mit einem Geschäftspartner ins Geschäft kommen, der nicht in der Lage ist, sich klar, deutlich aber auch verständlich auszudrücken.

Meine Meinung hat auch nichts mit einer politischen Richtung zu tun. Auch wenn es bestimmt einige gibt, die diese Ansicht als rechts oder konservativ ansehen.

Letztlich gibt die Sprache einen Teil der eigenen Kultur wieder. Doch die Kultur in diesem Land verkümmert immer mehr zu einer ungewollten Randerscheinung. Hier frage ich mich, was hat unser Land kulturell zu bieten und was soll ich in England erzählen, wenn man gefragt wird, was Leibgericht der Deutschen sei? Ich weiß darauf keine Antwort. Weder auf der kulturellen Ebene noch auf der Ebene des Genusses.

Wer jetzt mit Beethoven, Hadyn, Schubert, Schiller, Brecht und anderen Herren der Kultur kommt, vergisst, daß diese Herren in der Vergangenheit gelebt haben. Was ist aber mit der Gegenwart?

Kultur ist sicherlich nicht die Ausdrucksweise der heutigen Jugendlichen. Da frage ich mich manchmal, wie diese sich wohl in 10 Jahren auszudrücken gedenken, wird dann an der Kinokasse immer noch gefragt werden: "Hast Du Ticket, konkret?"

Reigi

Geschrieben von Gelbfüssler am 29.06.2007 um 10:55
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Nachdem ich vor einigen Tagen diesen ersten Blog eröffnet habe, möchte ich heute auf den Namen dieses Blogs und den Grund, warum ich diesen so genannt habe, eingehen.

Reigi kommt aus dem japanischen und findet sich im vierten Leitsatz der "Dôjô-Kun" wieder. Das Kanji Reigi setzt sich aus zwei Schriftzeichen dar. Rei bedeutet dabei soviel wie Höflichkeit, Gruß oder Dank. Gi, der zweite Teil von Reigi bedeutet soviel wie Zeremonie oder Angelegenheit. Zusammengefasst könnte man es als "Regeln der Etikette" oder "Anstandsregeln verstehen. (vgl. auch Dôjôkun - Die Ethik des Karate-dô von A. Albrecht, Ausgabe 2004 Seite 83)

Bereits in meinem ersten Post erläuterte ich in einem kurzen Satz, über Etikette, Werte und andere Dinge.

Höflichkeit und Anstand sind in vielen Teilen der Welt und Bestandteil der eigenen Kultur. In Japan z.B. ist es üblich sich zu verbeugen (als Zeichen des Respekts) während man an der Coventry University die ausländischen Studenten schon bei der "Welcome-Week" auf die beiden wichtigsten Wörter "please" und "thank you" hinweist.

Früher waren Umgangsformen, in diesem Fall die Höflichkeit auch in Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Erziehung, heute frage ich mich, ob manche überhaupt noch wissen, was Umgangsformen im Allgemeinen und Höflichkeit im Besonderen bedeutet. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen.

Nehmen wir an, wir fahren mit einem Bus durch die Stadt und eine ältere Dame, welche nicht mehr so leichtfüssig ist steigt in den Bus ein. Der Bus selbst ist gut gefüllt und die Sitzplätze sind durchweg besetzt. Man selbst hatte jedoch das Glück einen Sitzplatz zu ergattern. In früherer Zeit wurde nicht gezögert, daß der jüngere dem Älteren Platz macht und in diesem Fall der älteren Dame den Sitzplatz anbietet. Heute jedoch dreht sich ein großer Teil der Mitfahrer weg um nicht aufstehen zu müssen.

Haben sich diese Leute eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, was passiert, wenn man selbst einmal ein höheres Alter erreicht hat?

Wenn man es genau nimmt, hat es eigentlich nicht mal mehr etwas mit Höflichkeit zu tun, sondern mit Benehmen. Doch Benehmen, Rücksichtnahme auf Andere scheint immer mehr in Vergessenheit zu geraten.

In diesem Beispiel wurde nur an sich selbst gedacht. Und diese Egomanie läßt sich auf viele Bereiche des Lebens fortführen. Anderen Helfen? Sollen doch erst die Anderen etwas tun, wieso ich zuerst? Etwas unentgeltlich für jemanden machen? Warum ich? Ich hab' keine Zeit für so etwas. Dabei ist die Hilfe sogar im Gesetz verankert (unterlassene Hilfeleistung). Klar kann man Höflichkeit, Rücksichtnahme und Hilfe nicht per Gesetz regeln und sollte dies auch tunlichst nicht machen.

Ein prägendes Ereignis war die Vorstellung des THW's an diversen Schulen. Ich werde nie vergessen, als ich von einem Schüler gefragt wurde, was ich denn für die Vorstellung bekommen würde (und er meinte finanziell). Ist es heute soweit, daß man nur noch dann hilft, wenn man etwas dafür bekommt?

Für mich persönlich ist Höflichkeit sowohl ein Teil von richtigem Verhalten (also Benehmen), Umgangsformen als auch von Rücksichtnahme und Respekt.

Wenn man heute Jugendliche fragt, was Sie von anderen erwarten, wird häufig Respekt genannt. Allerdings ist mir aufgefallen, daß viele heute nicht einmal mehr wissen, was Respekt ist. Wie oft hört man von Halbstarken, dass Sie möchten, daß der Andere Respekt vor Ihnen hat und dies der Grund sei, weshalb sie jemanden anderen verprügelt haben (damit der Andere zukünftig mehr Respekt vor dem Halbstarken hat). Doch was ist das Ergebnis? Der Verprügelte wird sicherlich kein Respekt empfinden, sondern Angst. Diese Angst vor einer erneuten Niederlage wird ihn dazu treiben, sich so zu verhalten wie der Halbstarke es erwartet. Ist dies nun Respekt? Ganz klar NEIN!

Respekt muss man sich verdienen. Verdienen kann man es meiner Meinung nach nicht mit Drohungen oder ähnlichem sondern in eigenem respektvollen Handeln gegenüber anderen. Wie heißt es so schön? "Was Du nicht willst, was man Dir tut, das füg' auch keinem Anderen zu."

Um wieder auf Reigi zurück zu kommen. Reigi bedeutet also soviel wie Anstandsregeln oder Regeln der Etikette. Knigge bietet ebenfalls nichts anderes als Regeln für den Umgang des miteinander an.

Die Dôjôkun des Karate sagen aber ebenso, daß man nach der "Vollendung der Persönlichkeit" streben soll.

Wenn ich dies also kurz zusammenfasse, so bin ich der Meinung, daß Werte, Etikette, etc. immer mehr vernachlässigt aber gleichzeitig immer mehr gefordert (z.B. in der Wirtschaft) werden, ohne daß viele (Jugendliche) überhaupt wissen, was Umgangsformen sind. Ich für meinen Teil werde versuchen, meine Persönlichkeit, meinen Charakter zu stärken und zu verbessern. Ich hoffe, daß ich Erfolg haben werde.

Willkommen

Geschrieben von Gelbfüssler am 28.06.2007 um 10:41
in 5) sonstiges. Link.

...auf meinem Blog!

Manch' einer der sich nun auf diesen dem meinigen Blog verirrt hat, wird sich fragen, was es mit diesem Blog auf sich hat und wer dahinter steht. Doch alles kommt mit der Zeit.

Es gibt die unterschiedlichsten Themen, die mich persönlich interessieren, die ich verfolge und über die ich mir Gedanken mache. Allerdings erhebe ich nicht den Anspruch, daß all' meine Gedankengänge richtig sind. Wie oft kann sich auch eine Meinung ändern. Denn der Mensch sollte ja lernfähig sein, oder?

Viele meiner Gedankengänge betreffen zum Beispiel das Karate. Für mich ist Karate eine Kunst, die viele verschiedene Facetten beinhaltet, angefangen vom sportlichen Vergleich als kleinen Teil der Kunst. Darüber hinaus gibt es meiner Meinung nach zu entdecken und zu erforschen, die einen helfen können, sich weiter zu entwickeln. Diese Entwicklung ist dabei nicht nur auf das Karate beschränkt, sondern greift auch auf das alltägliche Leben über. Erwähnt sei dabei nur die "Dôjô-Kun", welche sich auf unseren Umgang mit dem Mitmenschen anwenden lässt. Hier kann man auch gleich eine Brücke zu "Knigges Umgangsformen" schlagen, in welchem erklärt wird, wie man den Umgang mit Mitmenschen gestalten kann um einen Mehrwert für jeden zu schaffen. Auch Immanuel Kant äußerte sich auf philosophische Weise ähnlich und zwar in dem dieser sinngemäß meinte, daß die Freiheit des Einzelnen dann aufhöre, wenn die Freiheit eines Anderen eingeschränkt würde (kategorischer Imperativ).

Doch meine Gedanken kreisen auch über das Karate hinaus in der Weltgeschichte herum. Ob es nun ökonomische oder ökologische Überlegungen sind, Gedanken über Führung von Menschen und / oder Organisationen bzw. der Umgang mit Menschen, gleich ob es nun der eigene Partner, ein Freund, ein Angestellter, Vorgesetzter, die Putzfrau oder eine sonstige Person betrifft, solche Überlegungen sind ein Teil von mir.

Vielleicht werde ich mich auch zu Themen wie Liebe, dem Singledasein, Erotik, etc. äußern. ;-)

Vielleicht, bin ich nicht der einzige, der sich über solche Dinge den Kopf zerbricht.

Gruß

Dirk

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