Diplomarbeit - Mitarbeitermotivation:
Gibt man heute Schlagwörter wie Mitarbeitermotivation, Führung, Coaching, Leadership und andere ähnliche Schlagwörter in Suchmaschinen oder in die Kataloge der Bibliotheken ein, so wird man von Literatur mehr als erschlagen.
Warum also eine Diplomarbeit über ein Thema bzw. ein Themenfeld schreiben, wenn es doch schon genügend Literatur dazu gibt?
Der Ansatz meiner Diplomarbeit soll nicht alleine die Frage beinhalten, wie man einen Mitarbeiter motiviert, sondern ebenso die Frage, was eine Führungskraft tun kann / muss um das Vertrauen des Mitarbeiters zu erhalten und durch Vorbildfunktion führen zu können. Welche sozialen und emphatischen Fähigkeiten sind notwendig um zu führen? Gibt es noch zeitgemäße Führungsstile oder ist eine individuelle zielgerichtete Führung notwendig?
Wie spielt Verantwortung, Vertrauen (i.S. von Zutrauen), Angst vor Machtverlust und andere psychologische Aspekte eine Rolle? Ist eine Führungskraft die menschlich ist, weniger erfolgreich oder stärkt diese "Schwäche" den Erfolg?
Wie wirkt sich kompetente Führung auf das Betriebsklima und somit auf Umsatz und Ertrag aus? Hier ist zu prüfen ob es zu dieser Frage bereits empirische Untersuchen gibt.
Die Makro-Klausur rückt immer näher und derzeit versuche ich, die letzten Vorbereitungen abzuschließen. Es geht voran, keine Frage. Dennoch hoffe ich, daß die Klausur im normalen Rahmen bleibt und machbar ist. Am Mittwoch ist es soweit.
Heute habe ich mich um das Solow-Modell "gekümmert". Allerdings nur für den Bereich des "Wachstums des Kapitalsstocks" (o.k. bisher). Evtl. noch heute, spätestens morgen, werde ich mich noch um das "Bevölkerungswachstum" des Solow-Modells kümmern. Zum Glück wird der "technologische Fortschritt" nicht abgeprüft. Derzeit fühle ich mich ganz gut vorbereitet. Es gibt zwar noch Baustellen, aber ich hoffe, daß ich diese bis Dienstag-Abend (besser wäre morgen Abend) schließen kann. Positiv denken!
Ein Semester ist nun vergangen. Die Studiengebühren sind bezahlt, der Bachelor eingeführt und ein neues Wohnheim wurde durch das Studentenwerk "Seezeit" gebaut um die angespannte Wohnungslage in dieser ach so tollen "Universitätsstadt" zu entlasten. Und sind wirklich alle zufrieden?
Wohin man hört, besonders in unserer Fakultät Wirtschaft und Sozialwissenschaften, ist man unzufrieden mit der Situation oder es herrscht Gleichgültigkeit vor.
Hat sich nun etwas geändert? Doch, in der Tat, hat es. Die Bibliothek der HTWG Konstanz (für mich immer noch die FH) hat zusätzliche Öffnungszeiten. Nun auch am Sonntag. Zwar ohne Personal aber man kann die Selbstverbuchungsanlage nutzen, sollte diese funktionieren. Und sonst?
Gibt es nun zusätzliche Sprechstunden bei den Profs? Wurden die Öffnungszeiten beim Studentensekreteriat erweitert? Zusätzliche Soft- oder Hardware, etc. für die Studierenden angeschafft? Bisher noch nicht. Allerdings ist es geplant. Planung ist das halbe Leben?
Immerhin können die Kopierkosten bei der Fakultät zurück erstattet werden. Nur welche werden jetzt eigentlich erstattet? Nur die Kopierkosten für die regulären Skripte oder auch die zusätzlich gemachten Kopien die dem Studium dienen? Das gilt es doch tatsächlich einmal abzuklären.
Aber zurück zu den Öffnungszeiten beim Studentensekreteriat. Die bisherigen sehr "kundenfreundlichen" Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag jeweils von 09:30 bis 11:30 Uhr) haben sich nicht geändert. Und die Sprechzeiten bei den Profs (1x pro Woche, je nach Prof eine bis eineinhalb Stunden) haben sich auch nicht geändert. Es ist schon ärgerlich, wenn man wegen einer Unterschrift unter Umständen eine 1/2 Stunde warten muss.
Die Öffnungszeiten der FH-Bib(liothek) hat sich nicht wirklich stark verbessert. Diese sind auch für die Vorlesungszeit insoweit vertretbar. Interessant ist allerdings die Tatsache, daß diese stark eingeschränkt werden, ist die Vorlesungszeit vorbei (die Klausurzeit allerdings noch nicht vorrüber). Dienstleistung pur. Da lobt man sich doch mal wieder die Uni-Bib. Zum Glück haben wir die Auswahl.
Und hat sich sonst etwas getan? Erkennbar ist jedenfalls nichts. Eigentlich ist alles beim Alten. Nur dürfen wir Studenten nun dafür bezahlen.
Um auf den Bau des Studentenwohnheims der "Seezeit" zu kommen. Dies wird m.W. vom Studentenwerk selbst getragen und hat nichts mit den Studiengebühren zu tun. Interessant ist allerdings, daß andere Wohnheime vorher nochmal schnell die Miete erhöht haben. Die Quittung kam direkt zurück. Noch nie waren während des Semesters mehrere Zimmer nicht bewohnt. Aber immerhin, man hat ja in den vergangenen Jahren 4 Mio Euro in die Renovierung gesteckt. Ich frage mich allerdings. Wo?
Die Möbelierung in den Zimmern hat sich in den letzten 38 Jahren nicht geändert. Einzig die Küchen und die Türen in den Fluren und zur Küche wurden neu ersetzt. Als Investition wurde zusätzlich Solarzellen und eine "Holzschnitzel-Heizanlage" angeschafft. Das das 4 Mio. Euro kostet glaubt doch auch kein Mensch. Dafür hat der Hausmeister jegliches Gerät was man sich nur wünschen kann. Tim Taylor (Hör' mal wer da hämmert / Home Improvement) hätte seine helle Freude d'ran.
Neulich, in der Vorlesung von Produktion, kam man auf die Probleme vom Airbus A380 zu sprechen.
Airbus ist bekanntermaßen ein Unternehmen der EADS und hatte bei der Produktion des A380 einen kleinen aber schwerwiegenden Fehler gemacht. So wurden die erforderlichen Kabelstränge zu kurz bemessen, wodurch es deshalb zu Verzögerungen im Bau kam. Diese Verzögerungen, die zwischenzeitlich mehrere Monate betragen, führten dazu, daß der Kurs der EADS von ursprünglich rund 36 Euro (Frühjahr 2006) auf unter 18 Euro (ca. Juni 2006) gefallen waren. Zwischenzeitlich hat sich der Kurs zwar auf 24 Euro wieder erholt aber dennoch ist ein Verlust von rund 33% zu verzeichnen. Der Maximalkursrückgang betrug mehr als 50%. Dies klingt nur bedingt viel. Für einen Kleinstanleger sind selbst 10% eine Menge Holz.
Die Beste Aussage, die ich jemals von einem Professor gehört habe war sinngemäß diese:
"Was mache ich, wenn eine Aktie eines Unternehmens um 30% verliert? Ich kaufe nach! Nun gut, wenn die Aktie nochmal um 20% fällt was mache ich dann?" Das Semester fällt ein: "Nachkaufen!" Er erläuterte nun weiter: "Jetzt sind die Russen eingestiegen und die haben Kohle und dann kann der Kurs nur nach oben gehen".
Der gute Mann hat vielleicht Ahnung von Logistik, eines jener Felder die mich nur sekundär interessieren, allerdings sollte er die Finger von der Börse lassen und besonders keinen Blödsinn erzählen. Wenn wir das ganze mal aufdröseln (so genau werde ich jetzt nichts ins Detail gehen), dann werden wir feststellen, daß der gute Mann rund 50% seines Kapitals innerhalb von knapp 2 Monaten halbiert hat! Um wieder auf sein ursprüngliches Kapital zu kommen, muss die Aktie um 100%(!) steigen. Welche seriöse Aktie steigt in einem Jahr um 100%? KEINE! Vielleicht kann er das mit den sogenannten Pennystocks machen, aber nicht mit EADS & Co.
Nun gut, jetzt kann man anführen, daß die Aktie ja wieder bei 24 Euro stehen würde! Das ist noch immer 33% unter dem Höchstkurs und bedeutet noch 50% Kursentwicklung bis zum alten Hoch.
Unternehmen haben Aufträge storniert und Boing hat wieder aufgeholt und will jetzt den Dreamliner, also ein direktes Konkurrenzmodel zur A380 bauen. Aufträge liegen schon vor. Klar, es füllen sich wieder die Auftragsbücher von Airbus, man sieht, Airbus ist nicht Insolvenz geworden. Aber ist das ein Grund eine Aktie zu kaufen, die in den Boomjahren des DAX (seit 2003) sich schlechter entwickelt hat? O.k. am Anfang sah' es ja noch gut aus, aber im letzten Jahr? Der DAX hat seit März 2002 rund 363% hingelegt während EADS rund 300% verbuchen konnte. Aber darum soll es ja nicht gehen.
Ich frage mich, wie man als Professor so ein Nonsens erzählen kann? Erstens setzt man bei einer Aktie Stopp-Kurse. I.d.R. sollten diese ca. 10% unter dem Kaufpreis liegen und i.d.R. nachgezogen werden. Und zweitens haltet man sich an die alte Börsenweisheit: "Gewinne laufen lassen - Verluste begrenzen." Davon hat der Logistiker wahrscheinlich noch nie etwas gehört, oder? Nun ja, vielleicht hat er sich ja in das Produktionssystem von der EADS verliebt. Viele verschiedene unterschiedliche Standorte und von überall muss Material zur rechten Zeit am rechten Ort in der richtigen Menge vorhanden sein. Aber offenbar hat ja EADS auch damit schon Probleme. Das richtige Material war jedenfalls nicht rechtzeitig am richtigen Ort.
Noch schlimmer finde ich es, wenn Kommilitonen dann auch noch so ein Mist wie "Nachkaufen" nachbeten. In Zeiten steigender Kurse (auch Hausse genannt) kann man ja noch Glück haben (hatte ich auch gerade mal wieder - wobei mir auch dann schmerzhaft bewusst wird, daß ich wieder einen Fehler gemacht habe), was passiert aber in einer Baisse?
Um noch kurz auf die Russen einzugehen. In der Tat haben die sich bei der EADS eingekauft, aber heißt das, dass die Kurse deswegen automatisch steigen? Mitnichten! Wenn ich mit "Russen" Geld verdienen wollte, gibt es für mich eigentlich nur eine Möglichkeit. Die Kauf eines Luxuszertifikates (SG1LUX) in welchem Luxusmarken wie Puma, Porsche, LVMH (z.B. Louis Vuitton, Kenzo, Givenchy, De Beers, Parfums Christian Dior, Veuve Clicquot, Moët & Chandon, Dom Pérignon), etc. enthalten sind. Die Wertentwicklung ist jedenfalls (rückgerechnet) beachtlich. Immerhin sind die Russen derzeit die größten Konsumenten von Luxusartikeln. Und diesen Luxus wollen Sie anscheinend auch zeigen.
Wie heißt es doch so schön? "Schuster, bleib' bei Deinen Leisten".
So, ich werde mich nun auf den Weg machen und vielleicht werde ich heute auch "nachkaufen", nämlich Lebensmittel fürs Wochenende.