Wahrheit vergessen?!
Gerade erst jährte sich die deutsche Einheit zum 18ten male. Und während in Hamburg Festreden gehalten wurden demonstrierten Linksradikale gegen das geeinte Deutschland.
Bei vielen der heutigen "Linken" wird die damalige DDR heute (wieder) romantisiert und als Wohlfahrts- und Sozialstaat gefeiert. Hervorgehoben wird der Gerechtigkeitssinn, die offiziell niedrige Arbeitslosigkeit, die sozialen Bildungspolitik und der daraus resultierenden Chancen. So, oder so ähnlich argumentiert heute die "Linkspartei" und schimpft auf die sich in schieflage befindenden "sozialen Marktwirtschaft". Und die Reden Ihrer Vorstellung klingen ach so verlockend und polemisch.
Man denke nur an die falschen Äußerungen eines Herrn Lafointaine und seiner Busenfreundin Shara Wagenknecht. Während Herr Lafontaine von einer Bundeskanzlerin redet die in Moskau studiert haben soll (was tatsächlich NIE der Fall war), ist Frau Wagenknecht der Meinung, dass ein wirklicher Sozialismus in der DDR nicht bestanden habe. Die Logik von Herrn Lafontaine und Frau Wagenknecht ist scheinbar offensichtlich. Je häufiger Lügen erzählt werden, desto eher werden diese zur unumstößlichen Wahrheit, oder etwa nicht?
Da Frau Merkel in Moskau studiert haben soll, muss sie ja eine treue Kommunistin gewesen sein. Solche unwahren Aussagen stellen eine neue moderne (oder alte?) Form der Denunzierung dar, die bereits unter der Stasi der DDR zur Perfektion getrieben wurde.
Sollte man aus heutiger Sicht nicht einen Blick hinter die schön glänzenden Fassaden des Staates DDR werfen? Einen Staat der aus Gold, Silber und Platin bestanden haben soll?
Tatsächlich war die DDR ein perfekt organisierter Staat der mit Hilfe von Stasi und deren Abhör- und Bespitzelungsmethoden die Meinung, den Willen und die Bildung des einzelnen steuerte und reglementierte. So wurde bereits in den Schulen von den Vorteilen des sozialen Staates gesprochen und der "große Bruder" - die BRD - als Klassenfeind denunziert. Freiheitliches Denken wurde dabei im Keim erstickt und Kinder frühzeitig auf Linientreue der SED gebracht.
Die Mauer, die eingeschränkte Reisefreiheit, die Todesstreifen und deren sichere Mauerschützen, die Isolierungslager für 'Republikflüchtlinge', die Sicherheitsanlagen an den Grenzen, Todesstrafen, die Zerstörung der Umwelt sowie die nicht bestehnde Meinungsfreiheit sind heute scheinbar vergessen worden. Ganz zu schweigen von freiheitlichem Denken oder gar der persönlichen Freiheit z.B. in Bezug auf individuelle Lebensplanung. Der Einzelne galt nichts, die Gruppe oder besser, das 'Kollektiv' war alles.
Weitere Nachteile wie Planwirtschaft, schlechte und dem Verfall geweihte Infrastruktur sowie eine unzureichende Lebensmittelversorgung (in Bezug auf Obst und Gemüse) runden das Bild eines maroden und unwirtschaftlichen Staates ab.
In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung einer Universität aus Brandenburg wurde festgestellt, dass das Bewusstsein in Bezug auf den menschenverachtenden Staat geschwunden ist. So sind heute Teile der "Generation Doof" der Meinung, dass die Mauer von den Amerikanern aufgebaut wurde. Ganz zu schweigen, dass die DDR heute von 40% der Jugendlichen nicht als Diktatur angesehen wurde. Vielmehr wird die DDR als ein sozialer Staat gesehen, bei dem es keine Arbeitslosigkeit gab und in dem Friede, Freude und Eierkuchen herrschte.
Wurden die unmenschlichen Zustände tatsächlich so schnell vergessen? Oder warum wünschen sich einige Bürger die Grenze und die Mauer zurück?
Aus heutiger Sicht wird der Staat, seine Macht aber auch seine scheinbaren "Wohltaten" in einer romantisierenden Erinnerung zurückbehalten. Nur das Schöne überbleibt, die nagativen Seiten der Wirklichkeit werden vergessen. Kommen dann noch Äußerungen von Politikern hinzu, die Teile eines solchen Systems als Vorbild nehmen und diese in wohlklingende Worte fassen, so wird aus Wirklichkeit schnell eine (nie existierende) Fiktion, die so scheinbar nie real existieren konnte.
Und während die BRD die Nazivergangenheit nach dem zweiten Weltkrieg aufarbeiten sollte und musste, wurden ehemalige DDR-Oberen in der BRD nach der Wende (teilweise) der Hof gemacht. So gibt es Ex-Stasi-Mitarbeiter die heute Spitzenfunktionäre in einer Linkspartei sind und eine Auseinandersetzung mit der eigenen (DDR-)Vergangenheit ablehnen. Statt dessen wird weiter DDR-Propaganda von geschulten Rhetorikern verbreitet. Erst bei näherem hinsehen entdeckt man die wahren Ziele jener Menschen, die gegen die freiheitlichen Grundgedanken aufbegehren und für einen Sozialismus alá Kuba und Venezuela sind, von Volkseigentum und Zwangsenteignungen reden. Diese Politik wird dabei als bessere Freiheit und Wohlstand für alle verkauft, ganz im Sinne der alten DDR-Propaganda-Maschinerie, die alles zum "Wohle des Volkes" zu wollte.
Freiheit für den Einzelnen? In den Vorstellungen der Neo-Kommunisten wird es diese vermutlich ebensowenig geben wie zu Zeiten der DDR.
Was wäre also zu tun? Notwendig wäre gerade die Politiker zu entlarven, die bisher ungestraft Ihre Lügen von einer neuen Freiheit des Neo-Kommunismus bzw. Neo-Sozialismus erzählen und dabei die Beschränkung der Freiheit des Einzelnen in Kauf nehmen.
Gleichzeitig wäre den Politikern anzuraten, dass diese weniger polemisch sein sollten, sondern einzig und alleine die Wahrheit ggü. dem Bürger zu vertreten haben, sondern auch die Medien stehen in der Pflicht, die Geschichte und die Hintergründe politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ereignisse tiefgründig und wahrheitsgetreu zu recherchieren und zu publizieren. Denn nichts ist schlimmer, als die Zukunft einer (oder mehrerer) Nation(en) auf einem Fundament der politischen Lüge aufzubauen und Menschen für die eigene Macht hinters Licht zu führen.
Ethische Prinzipien dürfen nicht nur in der Wirtschaft und der Gesellschaft gelten. Vielmehr müssen gerade diese Prinzipien wie Wahrheit, Nachhaltigkeit, Kommunikation, etc. auch für Politiker gelten.
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