Gi und Technik
Angeregt durch eine Geschichte eines Iaidoka, wollte ich schon lange einen Beitrag über den Zusammenhang zwischen dem Umgang des Dôgi und der Karate-Technik schreiben. Doch zu jener Anekdote wollte mir plötzlich kein vernünftiger Gedanke mehr einfallen, spricht der Beitrag doch schon für sich.
Doch treffen die Aussagen des Autors zu? Zeugt ein schlechter Umgang mit dem Gi auch von einer schlechten Technik?
Zuerst prüfte ich mich und meinen Umgang mit meinem Karategi. Sicherlich, ich faltete meinen Gi nicht so, wie man es im Internet und entsprechenden Zeitschriften und Büchern gezeigt bekommt. Ist aber meine Technik dennoch schlecht? Oder viel schlimmer ist meine Einstellung zu meiner geübten Kunst vielleicht falsch? Habe ich daran auch (noch) zu arbeiten?
Oder liegt es daran, dass ich den Gi deshalb nicht so falte, weil es in den Schulsporthallen und deren Umkleidekabinen so dreckig ist, dass man sich nicht traut, den weißen Gi auf den Boden zu legen?
Ich machte mir Gedanken. Neulich jedoch, da wurde ich Zeuge, wie ein Karateka, seinen Gi behandelte, während ich den meinigen, nach meinen Vorstellungen faltete und in meine Sporttasche legte. Im Gegensatz zu mir nahm der Sportkamerad seinen Gi, knüllte diesen zusammen und stopfte ihn unachtsam in seine kleine Tasche.
In diesem Moment kam mir wieder der Gedanke an die Anekdote von Bambusregen, als er vom Umgang mit dem Hakama und der Präzision der Technik sprach und ich den Zusammenhang zwischen beidem erneut klar erkennen konnte.
Danke an Bambusregen, für seine Geschichte. besonders jedoch für diesen Satz:
"Vor jemandem, der keinerlei Präzision bei der Pflege der Kleidung aufbringt und augenscheinlich keinen Sinn für Ordnung hat, muß ich keine Angst haben. Er ist in allem so unpräzise und unordentlich, auch in der Übung."
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