Guter Karateka?
Eine Diskussion welche Anfänger, Fortgeschrittene manchmal aber auch den ein oder anderen "jungen" Schwarzgurt beschäftigt - mich bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit, ist die Frage was einen "guten Karateka" ausmacht.
In den Foren des Internets findet man jenseits der Diskussion zwischen Sport-Karate und traditionellem Karate häufig Äußerungen, die sich an der Technik, der Ästhetik, Schnelligkeit und Athletik des Karateka orientieren. Nach diesen Definitionen ist ein guter Karateka nur dann gut, wenn er die gelehrten Techniken aus der Kihon auch anderweitig optimal ausführen kann. Kraftvoll und elegant könnten hier nocheinmal als Stichwörter genannt werden. All dies führte ich bereits im März 2009 aus (Gute und schlechte Karateka).
In meiner Zeit in Konstanz fragte ich den dortigen Sensei, was ein "guter Karateka" sei. Dabei hatte ich die oben beschriebenen Gedanken im Hinterkopf. Die Antwort war überraschend einfach, denn er meinte:
"Ein guter Karateka, ist ein guter Mensch."
(Hanskarl Rotzinger - 6. Dan)