away but not lost

Das wars!

01:33, 1.06.2010 .. 0 Kommentare .. Link

So ihr Lieben in Deutschland,

ihr werdet es bestimmt schon erraten haben: Das ist mein letzter Bericht aus den USA. Nachdem wir Monterey verlassen hatten, sind wir nach Santa Cruz. Dort haben wir auch noch einen Zwischenstop in einem Motel eingelegt, in dem die Toilette nicht richtig funktionierte und wir nach unserem Gang jedesmal das Wasser wieder abdrehen mussten, da sonst das Bad unter Wasser stand.
Santa Cruz ist wirklich hübsch. Dort wurde angeblich das Surfen geboren und am Strand ist ein Jahrmarkt über das ganze Jahr. Die Einkaufsmeile ist sehr nett. Kleine Cafes am Straßenrand und gemütliche Menschen. Allerdings war der gute Eindruck schnell vorbei, als an der Ampel so ein komischer Typ neben uns hielt, wir hatten das Fester runter, und zu uns sagte: „Don’t go up the Hills to UCSC (University of California Santa Cruz), they don’t like you guys here!“. Ohne weitere Erklärungen fuhr er dann davon. Wir haben uns natürlich gefragt, was der von uns wollte. Erst dachten wir, es hätte was mit unserem Auto zu tun, dass sie dort nur umweltfreundliche Autos fahren, aber dem war nicht so. Es fuhren ebenfalls jede Menge SUVs und Mustangs rum. Und was hat das mit der Universität zu tun? Wir haben es nicht heraus finden können. Ich war mir dann auch nicht mehr sicher, ob wir dort übernachten sollen, aber zum Weiterfahren war es schon zu spät.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann ein letztes Mal aufgemacht und sind gegen Mittag in San Francisco angekommen. Wir haben 2 Stunden nach einem Motel gesucht, da wir nicht bedacht hatten, dass Memorial Day ist und die ganzen Amerikaner ein verlängertes Wochenende haben.  Dementsprechend waren viele ausgebucht oder die Preise waren einfach übertrieben. Kurzfristig hatten wir überlegt, in Berkeley zu übernachten, aber die Parksituation ist hier sehr bescheiden. Letztendlich haben wir eines gefunden, das uns zwar insgesamt 200 Dollar mehr als geplant gekostet hat, aber dafür waren wir sehr zentral. Abends sind wir noch zu dem kurvigen Abschnitt der Lombard Street und durch San Fran gefahren, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir sind dann noch in einen ehemaligen Feuerwehrturm und konnten von dort San Fran überblicken.
Am nächsten Morgen ging es zur Golden Gate. Die Golden Gate Bridge haben wir glaube ich an allen Tagen gesehen. Es ist schon erstaunlich, dass das alles hält, so wie sie das damals gebaut haben. Wenn man nach San Fran reinfährt muss man eine Gebühr bezahlen. Wir fuhren dann aus Versehen auf der Fast Track Line und dort konnte man nur mit einer entsprechenden Karte zahlen, so dass wir die Zeche prellen mussten. Das wussten wir aber zu dem Zeitpunkt nicht, hatten aber so ein schlechtes Gefühl, dass wir am Nachmittag nochmal zu dem Office gefahren sind. Wir haben es erklärt und uns wurde die Strafe von 25 Dollar erlassen. Glück gehabt. Danach ging es zum Fisherman’s Warf und wir haben eine Hop on hop off Bustour gemacht. Das Ticket konnten wir drei Tage nutzen, so dass wir das als normales Fortbewegungsmittel nutzen konnten.
Am Samstag waren wir etwas lustlos. Kurzfristig haben wir entschlossen nach Napa in Napa Valley zu fahren. Dort war noch ein Outlet, wo Fabian gerne hinwollte. Leider war es schlecht ausgestattet, aber Napa ist wunderschön. Es ist sehr amerikanisch dort und wäre es eine Küstenstadt, oder wenigstens in der Nähe eines Strandes, würde ich dort sofort hinziehen. Von Napa ging es weiter nach Berkeley. Wir haben in Businessplan Development in diesem Semester dort ein fiktives Geschäft mit Schmuck aus recycelten Materialien eröffnet, weil dort angeblich alle so Alternativ sind und wollten jetzt natürlich wissen, ob dies wirklich so ist. Was wir fanden, war sehr deprimierend. Eine Straße war anders, aber sonst waren die Einwohner total normal. Gut, dass wir das Geschäft nicht wirklich eröffnet haben, wir wären jetzt vermutlich schon pleite! ;)
Gestern sind wir dann endlich mit der Cable Car gefahren. Wir haben dann auch auf einen Sitzplatz verzichtet und sind, wie man das so macht auf dem Standbrett außen gefahren. Das hat schon Spaß gemacht, aber es ist eigentlich nur noch eine Touristenattraktion! Ich glaube kein Einheimischer würde damit fahren. Wir sind dann bis zur Endstation Union Square. Dort wollte Fabian dann noch einen Shoppingversuch tätigen und hat sich einen Boss Anzug (ein ziemliches Schnäppchen!) gekauft. Auf der Straße sind wir dann auch noch einem CEO aus San Diego begegnet, den wir durch unseren Marketingdozenten kennen gelernt hatten. Der erzählte uns, dass er grade nochmal 25 Millionen rein bekommen hat und deshalb auf der Messe in San Fran ist. Gegen Abend haben wir uns nochmal ins Auto gesetzt und sind nach Twin Peak, einem Aussichtspunkt etwas außerhalb, gefahren. Da ist uns dann mal aufgefallen, wie klein San Fran eigentlich ist. Wir hatten zwar bereits vorher schon den Eindruck gewonnen, aber der wurde es uns nun bestätigt.
Heute an unserem letzten Tag, war das Wetter leider nicht mehr so schön. Ursprünglich wollten wir heute nach Alcatraz, aber wir hatten uns zu spät um Tickets gekümmert, so dass es leider keine mehr für uns gab. Auf Grund dessen, haben wir uns dann Fahrräder gemietet und sind über die Golden Gate Bridge nach Sausalitos und mit der Fähre zurück. Mittag gab es dann ein letztes Mal bei Hooters und dann wurden die Koffer gepackt.
Morgen geht es dann also zurück. Wir haben insgesamt 2100 Meilen (3360 km) zurück gelegt, haben viel gesehen und viel erlebt. Die Westküste ist wunderbar und es gibt einfach sehr viel zu sehen. Wir haben noch lange nicht alles gesehen. Die ganzen Nationalparks haben wir ausgelassen. Das wäre einfach zu viel geworden. Trotzdem muss ich sagen, dass mir San Diego als Stadt am Besten gefallen hat. San Fran ist zwar auch nett, aber es ist mir zu dreckig und zu hektisch. Jetzt werde ich die letzte Nacht auf amerikanischem Boden verbringen, bevor um 15:30 Uhr der Flieger morgen startet. Ich habe ein letztes Mal Bilder hochgeladen und verabschiede mich hiermit aus den USA.


Horrortrip

03:44, 26.05.2010 .. 1 Kommentare .. Link

Ab LA ging es mit unserer Tour stetig bergab! In LA wollten wir ja noch ein letztes Mal die Late Late Show von Craig Ferguson besuchen, da wir es ja in Vergas nicht mehr zur Liveshow geschafft hatten. Wir hatten es dann auch auf den Punkt geschafft und standen in der Schlange und dann ging es plötzlich nicht mehr weiter. Wir warteten und es passierte nichts. Irgendwann kam dann ein Typ und meinte, sie wären voll und wir könnten alle wieder gehen. Da die Tickets umsonst sind, werden die Plätze immer überbucht, um zu gewährleisten, dass das Studio auch voll ist. Da standen wir also, total verärgert, weil die Fahrt von Vegas nach LA schon so eine Tortur war – nur unfähige Leute auf der Straße. Wir hatten allerdings Glück und haben so einen Typen bequatscht, dass wir doch aus Germany kommen und sonst keine Möglichkeit mehr haben und somit hat er uns dann noch rein geschmuggelt. Da hatten wir dann also doch noch Glück. Anschließend, der Magen hing uns schon sonst wo, wollten wir dann in Santa Monika übernachten und sind dann aber bei dem schönen Wetter noch ein bisschen weiter.

Hängen geblieben sind wir letz endlich in Santa Barbara zu doch gehobenen Preisen. Santa Barbara ist wirklich hübsch. Es liegt zwar absolut im Nirgendwo, aber das „Dorf“ ist in mexikanischen Stil gebaut. Wirklich nett dort. Es gibt keine großen oder hohen Häuser. Der Uhrenturm ist das höchste Gebäude mit 4 Stockwerken und von da aus kann man über ganz Santa Barbara gucken. Der Strand ist auch wirklich sehr hübsch und wesentlich größer als die Strände in San Diego.

 

Danach ging es dann wieder Richtung Norden. Wir hatten uns die Küstenroute auf dem Highway 1 ausgesucht und sind dann natürlich auch offen gefahren, nachdem wir das Auto erstmal gewaschen haben. Überall war noch der Dreck von unserer Wüstentour. Auf dem Weg weiter Richtung San Francisco, verzog sich die Sonne immer weiter und in dem Moment als wir die Küste erreichten, musste es natürlich anfangen zu regnen. Also Verdeck wieder zu und weiter. Der Regen wurde immer schlimmer, allerdings hatten wir uns zu diesem Zeitpunkt schon entschieden nicht in Morro Bay zu übernachten, sondern bis Monterey weiter zu fahren. Es war noch früh und eigentlich auch nicht mehr weit. Was wir nicht wussten, war dass dieses Stück, die schönste Teilstrecke an der Küste ist, aber auch, dass dort einfach mal nichts ist. Generell wäre das ja schön. 55 Meilen direkt am Meer und einfach nur die Natur genießen. Allerdings wurde das Wetter zunehmend schlechter. Es hörte nicht auf zu regnen und der dadurch entstandene Nebel ließ uns eine Sicht von 50 m. Aber natürlich konnte man unser Glück noch toppen, denn diese 55 Meilen Strecke bestand nur aus Serpentinen. Ich will gar nicht beschreiben, wie dieses Gefühl war. Nur soviel: Fabian war am Ende schon richtig schlecht. Ich fasse also zusammen 55 Meilen Regen, Nebel und Serpentinen die Hügel rauf und wieder runter. In Big Sur wollte ich dem Elend dann ein Ende setzen, weil ich mir große Sorgen um Fabian gemacht habe. Der war total fertig, ihm war schlecht, er war müde und hat von der Anstrengung total gezittert. Das Hotel oder Motel oder was auch immer wollte dann allerdings für das letzte Zimmer mit nur einem Bett, was ja eh schon mal ausfiel 200 Dollar haben. Wir haben also dann nur eine kurze Pause eingelegt und sind zum nächsten. In dem Glauben, man könnte das nicht mehr toppen, wurde mir dann mitgeteilt, dass das günstigste Zimmer 490 Dollar kostet und dass die günstigeren Hotels 4 Meilen entfernt sind. Also weiter nach Carmel. Das billigste Motel, das wir gefunden haben, kostete immer noch 109 Dollar. Während wir durch Carmel gefahren sind, graute uns allmählich, dass wir nichts günstigeres finden würden. Die teuren Autos und die Designerläden reihten sich an den Straßen aneinander. Da standen wir also schon wieder und wussten nicht weiter. So wie man uns das sagte, sind wir davon ausgegangen, dass Monterey noch ein ganzes Stückchen weg war. Fabian meinte aber dann, er wolle jetzt bis Monterey fahren und dann sind wir 2 min auf dem Highway 1 zurück, da kam schon die Ausfahrt. Da hätten wir uns die Suche in Carmel echt sparen können. Hier fanden wir auch direkt (nach 10 Stunden unterwegs) ein Motel für nur 45 Dollar. Wir hatten den ganzen Tag nur einen Bagel und einen Muffin gegessen und haben uns dann nach langer Zeit mal wieder ein vernünftiges Essen gegönnt! Schließlich haben wir das Geld ja bei unserer Übernachtung gespart. Jetzt werden wir gleich schlafen gehen, in der Hoffnung, dass es jetzt wieder bergauf geht. Morgen soll zumindest schon mal die Sonne wieder scheinen!

 



Weites Land

02:34, 25.05.2010 .. 0 Kommentare .. Link

 

Die ersten 4 Tage liegen von unserem Roadtrip liegen hinter uns und hier kommt der Bericht.

Am Donnerstag hat die Klausur dann doch länger gedauert als erwartet. Wir hatten ursprünglich geplant zwischen 10 und halb elf abends los zu fahren und dann gegen halb vier in Phoenix zu sein. Allerdings saßen wir bis 23 Uhr in der Uni und mussten dann nochmal kurz ins Apartment, da ich natürlich irgendwas liegen lassen musste. Um genau 00:05 Uhr waren wir - nach tanken und Reifendruck prüfen - startklar. Dann gab es erstmal wie früher beim Familienausflug Brote und Fabian hat  sich einen Redbull gegönnt. Es war stockduster und als wir an der mexikanischen Grenze vorbei fuhren und wir einfach nach bestimmt einer Stunde kein Auto mehr gesehen haben uns doch ganz anders geworden. Natürlich kamen wir mal wieder in eine Drogenkontrolle – wie könnte es in der Nähe zu Mexiko anders sein! Gegen 4 Uhr wurde es dann schon so langsam wieder hell und wir haben uns nicht mehr so in die Hosen gemacht.

Als wir nach Phoenix reinkamen, wussten wir noch gar nicht, dass wir in Phoenix sind, da nirgendwo auf den Schildern Phoenix drauf stand und wir auch zuerst gedacht haben: „Was ist das denn hier für ein Loch? Das kann doch nicht Phoenix sein“. Gegen halb sechs haben wir dann endlich unser Motel gefunden und um 6 Uhr lagen wir endlich im Bett. Allerdings klingelte um 10:30 Uhr schon wieder der Wecker. Es war glühend heiß draußen, so dass wir anstatt offen zu fahren, lieber die Klimaanlage angeschmissen haben und selbst die hat es nicht gepackt. Es kam nur heiße Luft. So eine Hitze habe ich noch nicht erlebt und die Sonne hat wahnsinnig geknallt. Wir sind dann nach Downtown und waren doch positiv von Phoenix überrascht. Es sind zwar nur 2 bis 3 Straßen, die sehenswert sind, aber die sind wirklich hübsch. Also Phoenix ist nett für eine Durchreise, aber mehr auch nicht. Gegen 15 Uhr ging es dann wieder weiter nach Page – Ziel: Antelope Canyon und Horeseshoe Bend.

Wir sind durch Wahnsinnsgegenden gefahren – von Steppe zu Wald in die Wüste und durchs Gebirge. Man kann das gar nicht beschreiben, wie hier die Natur spielt – unfassbar. Und erst dieser Blick. Weites Land ist gar kein Begriff! Ich habe noch nie im Leben so eine Fläche gesehen. Gegen 20 Uhr sind wir nach einem kurzen Besuch beim Horseshoe Bend angekommen. Allerdings mussten wir am nächsten Tag nochmal dorthin, da die Sonne genau über dem Felsen stand und Fotos unmöglich waren. Am Samstagmorgen, diesmal nach einer angenehm längeren Nacht, ging es um 8:00 Uhr zum Antelope Canyon. Leider stand die Sonne noch nicht komplett über dem Canyon, so dass die Lichtspiele nicht ganz so beeindruckend waren. Danach nochmal wie gesagt zum Horseshoe Bend. Dort ging ein Wind, der war nicht mehr feierlich. Fabian und ich haben uns dann zur Felskante gerobbt, während andere sich einfach lebensmüde an die Kante gestellt haben. Die haben wahrscheinlich gedacht, wir sind bekloppt, aber bei starkem Wind stelle ich mich bestimmt nicht an eine Felskante (ohne Geländer), wo es einfach mal 400 m runter geht. Mir persönlich hat der Horseshoe Bend am besten gefallen und wir waren auch bestimmt 1,5 Stunden dort, da man auch erstmal ein Stück über einen Sandberg laufen muss.

Anschließend ging es zum Grand Canyon. Wenn man sich das auf der Karte anguckt, dann glaubt man gar nicht, dass das schon wieder 3 Stunden Fahrt sind (was auch mit dieser sehr nervenden Geschwindigkeitsbegrenzung zu tun hat. Unseren coolen neuen Mustang konnten wir auch noch nicht richtig ausfahren).

Ja was soll man zum Grand Canyon sagen? Worte und Bilder können diesen gigantischen Eindruck einfach mal gar nicht wiedergeben. Da steht man also auf 7000 ft Höhe und guckt in diese gigantischen Krater, wo es an der tiefsten Stelle 1,5 km in den Tod geht. Und das ist nicht wie auf einem Berg. Man steht wieder an einer Kante und es geht einfach abwärts! Man konnte von der Stelle, an der wir standen, geradeaus bis nach Utah gucken (30 km Entfernung) und wenn man sich ein bisschen nach links und rechts geguckt hat, konnte man jeweils 160 km weit gucken! Als wir dort standen, kam dieses fiese Bauchgefühl und die schwitzigen Hände schon wieder – man hängt doch sehr an seinem Leben.  Der Nationalpark, der darum errichtet wurde, ist wirklich ganz toll. Wir hatten leider nicht so viel Zeit, aber wenn man die Möglichkeit hat, sollte man dort einfach mal einen Tag lang spazieren gehen. Es ist wirklich ganz toll und wer Lust hat, kann ja auch den Abstieg in den Canyon rein machen.

Gegen 15:30 Uhr ging es bei uns weiter. Auf Wunsch von Fabian haben wir nochmal einen Zwei-Nächte-Stopp in Vegas eingelegt. Aber nach bereits 1100 Meilen, soll ihm auch mal eine Pause gegönnt sein! Eigentlich wollten wir zu der Liveshow von Craig Ferguson im Venetien, aber in weiser Voraussicht, hatten wir uns keine Karten gekauft, und kamen genau eine halbe Stunde zu spät an. Stattdessen haben wir erstmal geduscht und Massen von Sand aus den Canyons in der Dusche hinterlassen. ;) Sabrina hat ihre Freude am Black Jack entdeckt und sogar insgesamt $5 Plus gemacht. Hey, jetzt bin ich reich! Das macht so viel Spaß! Das waren bestimmt nicht die letzten Runden Black Jack, aber die Frage ist, ob mach auch bei einem höheren Mindesteinsatz als $1 ins Casino geht. ;) Mittags waren wir dann Chinesisch essen. Fabian hatte schon seit 4 Monaten Heißhunger und immer Rücksicht auf mich genommen, so dass ich darauf bestanden habe und es hat mir sogar geschmeckt. Vielleicht habe ich ja meine Abneigung überwunden. Ich werde das in Deutschland nochmal bei Gelegenheit testen.

Jetzt sind wir wieder auf dem Highway Richtung LA. Dort werden wir einen kurzen Zwischenstop einlegen, denn Fabian muss ja nicht wieder so lange fahren und dann geht es in den nächsten Tagen Richtung San Francisco.Ein paar wenige Fotos habe ich hochgeladen. Ich bin gespannt, ob euch damit das Reisefieber packt!

 



Der Countdown läuft

18:57, 20.05.2010 .. 0 Kommentare .. Link

So die Koffer sind gepackt, die Wohnung sauber. Gleich ist die Wohnungsübergabe und ich musste natürlich eben noch die Deko kaputt machen. Das war ja klar. Es konnte ja nicht gutgehen.

Heute Abend müssen wir noch mal in die Uni und unsere letzte Klausur schreiben. Aber ich denke, wir sind ganz gut vorbereitet. Wir sind vermutlich gegen 23 Uhr mit der Klausur fertig und machen uns dann direkt in unserem neuen Auto auf den Weg. Unsere erste Station wird Phoenix Arizona. Danach geht es zum Antelope Canyon, dann zum Grand Canyon und dann nochmal nach Vegas. Wenn wir Glück haben, können wir uns dort die Liveshow von Craig Ferguson angucken. Und danach geht es dann zurück zur Küste. Wo wir dann bleiben, wissen wir noch nicht. Wir fahren einfach mal und bleiben dann dort, wo es uns gefällt – so ist die Planung.
Die letzten Wochen waren nochmal ziemlich stressig. Wir mussten viel für die Uni machen, die Projekte und Präsentationen beenden. Aber ich denke es hat sich gelohnt und ich werde die Vereinigten Staaten von Amerika wohl mit einem Schnitt von 1,3 verlassen.
Wir haben die letzten Abende noch genutzt und uns von unseren Kommilitonen verabschiedet, uns beim letztenTaco Tuesday den Bauch vollgeschlagen und sind mit unserem Cabrio durch San Diego gefahren. Nachdem wir für 50 Dollar mehr ein Upgrade bei Hertz bekommen haben, dürfen wir jetzt mit dem ganz neuen 2011er Mustang Cabrio fahren. Der hat grade mal 500 Meilen auf dem Tacho und riecht noch nach frischen Leder. Fotos werden folgen! ;)

So, das wars dann auch schon von mir. Ich melde mich wenn es geht von unterwegs. Wir sehen uns ab dem 2. Juni.

 



Aloha!!!

16:41, 18.04.2010 .. 0 Kommentare .. Link

Spring Break ist vorbei und ich habe so viel zu erzählen. Es könnte wohl ein längerer Bericht werden. Wir hatten hier ein ziemlich heftiges Erdbeben Stärke 7,6. Es war zwar ein paar Meilen entfernt, aber es hat schon gut gewackelt. In den Nachrichten kam, dass die San Diegoaner sich nicht an ein solch heftiges Erdbeben erinnern können. Alle Menschen liefen auf die Straße, während wir uns dann in den Türrahmen gestellt haben. Während wir also dort so standen, machten wir uns so Gedanken über die amerikanische Bauweise und waren der festen Überzeugung, dass diese Pappwände hier eh nichts tragen. Aber gut. Das Beben war dann auch schnell wieder vorbei. Es gab dann noch ein paar Tage Nachbeben.

Aber nun zum Hauptpunbt. Also wo hat Sabrina sich schon wieder rumgetrieben? Sabrina hat sich mit einem Anstupser von Opa und Gabi auf den Weg nach Hawaii gemacht. Und das war eine sehr gute Entscheidung. Hawaii ist wirklich ganz toll. Ich habe sowas noch nie gesehen. Die Insel ist so grün, der Strand so fein und vom Meer ganz zu schweigen – klares, blaues und vor allem warmes Wasser. Aber erstmal von vorne.
Ich hatte gute Flüge bekommen, so dass ich im Grunde die Flugtage noch voll nutzen konnte. Fabian hat mich also zum Flughafen gefahren und dort erfuhr ich dann, dass mein Flug nach Los Angeles gekanzelt wurde.
 
Ich hatte aus Kostengründen keinen Nonstop-Flight gebucht. Ich sah also schon meine ganze Planung den Bach runter gehen. Aber zu meinem Glück hat American Airlines mich auf einen Nonstop-Flight von Hawaiian Airlines umgebucht, sodass ich sogar eine Stunde früher landete *puh*. Wer mal nach Hawaii fliegt, muss unbedingt mit Hawaiian fliegen. Da kommt schon richtig Stimmung auf. Die Flugbegleiter haben alle diese Blumenhemden an und Blumen im Haar. Es läuft die ganze Zeit Okulelenmusik. Also dann in Honolulu angekommen und im Hotel eingecheckt, ging es erstmal zum Strand. Ich habe zig Fotos vom Meer gemacht, weil ich es einfach nicht fassen konnte, wie schön es war. Nach einem 2-stündigen Spaziergang am Strand von Waikiki bin ich dann endlich ins Wasser gehüpft und habe mir die restlichen Sonnenstrahlen des Tages auf den Bauch scheinen lassen.
Am folgenden Tag standen zwei Bustouren auf dem Programm. Die erste ging nach Pearl Harbor, nach Downtown und Chinatown und die zweite war eine quer über Oahu. Damit war ich dann endgültig dahin geschmolzen. Die Insel hat so viel zu bieten. Ich habe tolle Buchten gesehen aber auch Berge, die einfach nur grün sind. Das Wetter war auch sehr schön. Die Sonne war angenehm, aber nicht so, dass man allzu sehr geschwitzt hat.
Am dritten Tag ging es zur nächsten Insel „Big Island“. Leider war der Tag davon beschattet, dass ich feststellen musste, dass meine Kreditkarte nicht mehr funktionierte. Ich wollte bei Starbucks frühstücken, aber das fiel ins Wasser, denn ich hatte nur noch 7 Dollar cash. Also ging ich zum Geldautomaten, aber auch der wollte nicht mehr. Da stand ich also nun mit 7 Dollar und noch 3 Tagen vor mir. Aber nicht ärgern, den Tag genießen. Auf Big Island konnte ich mir die aktiven und inaktiven Vulkane anschauen. Gegen Mittag gingen wir Essen, aber nicht für mich. Ich musste ja haushalten mit meinen 7 Dollar. Statt dessen habe ich mir eine 2 Liter Flasche Wasser gekauft und solange getrunken, bis mein Magen nicht mehr geknurrt hat. Die Insel war so ganz anders, nicht schlechter, aber anders. Durch das Vulkangestein ist die Vegetation komplett unterschiedlich von der in Oahu. Und wie man uns sagte, sieht es dort noch genauso aus wie vor ein paar hundert Jahren. Die Pflanzen haben sich nicht weiterentwickelt. Gegen 18 Uhr ging es wieder zurück nach Oahu. Ich habe mich dann früh schlafen gelegt, damit ich den Hunger nicht mehr merke und natürlich das positive gesehen, dass es vielleicht ganz gut für meine Diät ist.
Ursprünglich wollte ich den folgenden Tag nach Maui, die nächste Insel unsicher machen. Dies fiel aber leider ins Wasser, weil ich die Tour ja nicht bezahlen konnte. Also habe ich versucht lange zu schlafen, was nicht ganz geklappt hat. Mein Magen machte sich auch schon bald wieder bemerkbar. Ich erfuhr, dass meine Karte gesperrt war, weil meine Reisekosten abgebucht wurden. Das wäre ein größerer Betrag und auf Grund von möglichen Nachbuchungen war sie also gesperrt. Wer macht denn so einen Schwachsinn? Sind Kreditkarten nicht dafür da, dass darüber auch größere Abbuchungen laufen? Wie dem auch sei. Gegen Mittag bekam ich also wieder Geld am Automaten und war dann erstmal bei Burger King. Allerdings kam mir der Weg äußerst weit vor. Es hatte in der Nacht geregnet und die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Mein Kreislauf schien langsam schlapp zu machen, da ich ja auch seit 48 Stunden nichts mehr gegessen hatte. Das „Festmahl“ verschlungen habe ich mich für ein Luau am Abend angemeldet. Das war wirklich toll! Allerdings nur halb so schön alleine. Denn dort waren anscheinend nur Paare, die auf Hochzeitsreise waren oder ihre Ehejahre gefeiert haben. Da saß ich also bei Sonnenuntergang am Strand und um mich herum nur Knutschies. Trotzdem habe ich es genossen. Ich habe dann an den Hulatanzstunden teilgenommen - gar nicht so einfach. Den Rhythmus konnte ich nicht richtig finden. Das hawaiianische Buffet war sehr lecker. Ich habe all meine Skepsis (es sah schon äußerst komisch aus) bei Seite gedrängt und einfach von allem was genommen – ich war sehr stolz auf mich. Und es war alles lecker. Ich wäre gerne nochmal gegangen, aber die Show fing schon bald an. So ein Luau ist sehr zu empfehlen! Natürlich konnte der Abend nicht glatt über die Bühne gehen. Wessen Glas ist umgefallen? Meins, war ja klar. Es ist schon so lange kein Glas mehr von mir umgefallen - aber diesmal vollkommen ohne mein Zutun. Der Wind war so stark und ich sah es schon kommen, so dass ich ausgerechnet in dem Moment mein Glas nicht in der Hand hatte, als die Böe kam. Da schwamm meine gute Pina Colada also auf dem Tisch.
Der letzte Tag begann mit ausschlafen. Dann wurde der Koffer gepackt, das Zimmer nochmal durchforstet und dann habe ich, nach einem weiteren ausgiebigen Spaziergang durch Waikiki, den letzten Tag am Strand verbracht. Natürlich hat Sabrina nicht an Sonnencreme gedacht und sich in die pralle Sonne gelegt. Als ich dann vom Strand wiederkam war ich äußerst angekokelt und alles brannte. Aber Dummheit muss bestraft werden. Mein Flieger zurück musste natürlich Verspätung haben. Ich war ja nicht schon müde genug. Aber im Flieger konnte ich ein bisschen schlafen und bin nun wieder zurück im schönen San Diego. Ich glaube ich habe 500 Bilder oder so gemacht. Eine kleine Auswahl ist im Fotoalbum wie immer. Aloha und Mahalo.


Die Stars und Sternchen

22:11, 29.03.2010 .. 0 Kommentare .. Link
In den vergangenen 2 Wochen waren Fabian und ich auf Promisuche. Zuerst haben wir Del Mar erkundet. Abgesehen davon, dass es dort wunderschön ist und wenn ich das Geld hätte, würde ich mich dort niederlassen, wohnen dort eigentlich nur die Menschen, die ausgesorgt haben. An einem Hang, der sehr nah am Strand ist, stehen Hütten, das ist schon nicht mehr normal. Die sind nicht protzig oder so, sondern stilvoll. Sie sagen: „Ich hab es geschafft, ich habe Geld, aber ich muss damit nicht angeben oder mich profilieren!“. Fabian und ich sind auf dem Rückweg mal durch dieses Hangsiedlung gefahren. Wir dachten vielleicht finden wir dort das Haus von unserem Marketingdozenten, aber das war leider nicht so. Der muss sich wohl auch ein Wahnsinnshaus gekauft haben, nachdem er seine Firma an Monster verkauft hat. Wie viel er dafür bekommen hat, wissen wir nicht genau, aber es werden wohl ein paar Millionen gewesen sein! Ich habe natürlich als wir zu Hause waren, erstmal geschaut, was ein Haus dort kostet, und naja, das Ergebnis war ernüchternd. Unter einer Million gibt es vielleicht 2 Häuser, in die man aber noch ein bis zwei Millionen investieren muss, damit sie wieder gut aussehen. Zwischen 1 und 4 Millionen ist eine Lücke und dann geht es erst am 4 Millionen weiter. Aber für 6 bis 7 Millionen bekommt man „schon“ was ziemlich anständiges!
Generell ist es Wahnsinn, mit welchen Zahlen die hier um sich schmeißen! Durch unseren Dozenten, der natürlich viel Kontakt zu anderen Unternehmern, die knapp am Existenzminimum leben (kleiner Joke nebenbei) hat, kommen wir auch viel in Kontakt mit diesen. Diese kommen immer wieder mit in den Unterricht und erzählen ein bisschen von sich und ihrem Business. Anscheinend ist es hier wirklich möglich, in relativ kurzer Zeit viel Geld zu machen! Gang und Gebe ist es, etwas in einem Nischenmarkt aufzubauen oder ein starker Wettbewerber zu werden, um dann für einen guten Preis aufgekauft zu werden. Aber die Mentalität ist auch ganz anders. In Deutschland würde niemand vermutlich so viel Risiko eingehen und die Investoren geben auch schneller Geld, wenn sie glauben, dass etwas Potential hat. Wenn man so von den Studenten hört, sind viele dabei, die bereits selbständig sind oder nach dem Studium ihr eigenes Unternehmen gründen wollen. 
Aber nun zurück zu den Stars und Sternchen, um die es hier eigentlich gehen sollte in diesem Bericht. Wo waren wir wohl??? Richtig Los Angeles!
Am Montag nach den 2 Stunden Uni haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir sind sehr gut durchgekommen. Viel schneller als erwartet, da man uns sagte, für die letzten Meilen vor LA bräuchte man nochmal 1 bis 2 Stunden. Aber das war sehr zu unserem Glück nicht so und wir standen um 12:30 Uhr am Hollywoodsign.
 
 
 
 
 
Obwohl es so klein ist, kann man es doch wirklich fast überall in LA sehen. Danach ging es zum Walk of Fame! Pflicht!!! Die ersten Meter, haben Fabian und ich uns gefragt, wer denn da alles nen Stern bekommt. A) sind da viele, die wir gar nicht kennen, aber wir sind ja noch nicht so alt und B) sind da Promis bei, wo man sich fragt, warum diese einen Stern bekommen haben. Andererseits haben wir uns dann wieder gedacht, dass es eigentlich keine Ehre ist auf dem Walk of Fame verewigt zu werden, denn wenn man es mal genau nimmt, tritt man die Promis doch mit Füßen! Wie dem auch sei. Wir haben dann natürlich die Sterne der bekannten Stars angefangen zu fotografieren und waren am Ende schon genervt, weil es so viele geworden sind. Aber was man angefangen hat, musste man dann ja auch zu Ende bringen. Auf dem Weg einmal hoch und einmal runter, sind wir natürlich am Chinese Theatre vorbei gekommen und haben unsere Hände und Füße in die Zementabdrücke gelegt. Nebenan ist das Kodak Theatre. Leider konnte man nicht rein und mal gucken. Außer man hätte eine überteuerte Führung gebucht. Ich wollte ja ursprünglich zu den Oscars dieses Jahr, aber leider überschnitt sich das mit Las Vegas. Anschließend waren wir in Beverly Hills. Angeblich haben wir dort die Häuser von JLo, Britney Spears, Eva Longoria und anderen gesehen. Aber die können uns bei so einer Busfahrt ja viel erzählen. Das steht ja nicht an der Klingel. Wo wir definititv vorbei gefahren sind, da sind Fabian und ich uns ziemlich sicher, denn das kennt man ja aus dem Fernsehen, ist die Playboy Mansion. Nach dem Abendbrot sind wir dann nochmal auf Erkundungstour gegangen. Das Downtown von LA ist sehr kompakt. Man muss nicht weit fahren, dann ist man an der Oper oder der Konzerthalle oder am Staples Center. Dort war gerade ein Spiel zu Ende und wir wollten rein und nur mal gucken, aber das wurde nicht gestattet ohne Ticket. Auch wenn das Spiel schon vorbei war. Sehr komisch. Am nächsten Tag sind wir kurz zu den Universalstudios, in der Hoffnung einen Blick drauf zu werfen, da wir nicht bereit waren 69 Dollar dafür auszugeben, aber Fehlanzeige. Alles komplett abgeschirmt. Also sind wir nach Santa Monica und haben uns den bekannten Pier angeguckt. Danach noch zu Venice Beach. Das lag ja direkt um die Ecke. Ein wunderschöner Strand. Und die Strandpromenade war genau wie in den ganzen Filmen. Allerdings waren zu wenig Skater unterwegs. Gegen 13 Uhr ging es wieder zurück nach LA, denn wir hatten Karten für Craig Ferguson. Den kennt ihr vermutlich nicht. Craig Ferguson macht hier in den USA eine Late Night Show. Die ist so wie die ganzen anderen amerikanischen Late Night Shows nicht mit den deutschen zu vergleichen. Aber die Show von Craig ist nochmal ganz anders. Fabian und ich haben uns die schon immer wieder auf Youtube in Deutschland angeguckt. Wir saßen auch in der ersten Reihe und waren sogar im Fernsehen zu sehen. Wer sich das gerne angucken möchte, kann das unter http://www.youtube.com/user/Malinky2Stoatir#p/u/10/KfhPsuY3UEc . Wir sind bei 2:04 min zu sehen. Zwar nur ganz kurz, aber besser als gar nichts. Wir wollten eigentlich auf die Bühne, aber leider war da eine andere, die sich ein T-Shirt hat bedrucken lassen zu einem Thema, das immer wieder in der Show auftaucht und damit wurde uns natürlich die Show gestohlen. Vielleicht beim nächsten Mal.
 
 
 
 
 
 
Nach der Aufzeichnung sind wir noch durch den Farmers Market gelaufen. Das ist ein sehr schön gemachtes Outletcenter und dann ging es wieder nach Hause. Es war ein kurzer Trip, aber länger wäre auch unnötig gewesen. Resumé von LA. Es gibt wirklich schöne Ecken, aber der Großteil ist hässlich und herunter gekommen. Sehr schade für so eine Touristenstadt. Da könnte man viel mehr machen, abgesehen von dem ganzen Smog, der über der Stadt hängt. Ich glaube, dann würden die Touristen auch wieder kommen.
So, das war es dann auch schon wieder von mir. Fotos von unserer Los Angeles Sightseeingtour sind wie immer im Fotoalbum gespeichert.


What happens in Vegas, stays in Vegas!

01:30, 13.03.2010 .. 0 Kommentare .. Link

Es ist viel passiert in den letzen zwei Wochen und ich hoffe, dass der Bericht nicht zu lang wird. Ich fasse mich also kurz.

Wichtigster Punkt: Mein Schatz war zu Besuch. Donnerstagabend (deutsche Zeit): Ich hatte nur aus Blödsinn einfach mal nach den aktuellen Flugpreisen geguckt. Ein sehr günstiges Angebot sprang mir förmlich ins Gesicht und 16 Stunden später saß Lars im Flieger bzw. hätte er im Flieger sitzen sollen, denn auf Grund von Verspätungen, landete Lars dann nicht wie erwartet Freitag Abend sondern erst Samstag Abend .
Aus Frust bin ich dann mit den Jungs (Fabian hatte ebenfalls Besuch von seinem Kumpel) mit zum Schießstand gefahren und habe mich dann auch mal an die Waffe gewagt. Wie ich feststellte, bin ich ein Naturtalent und habe die beiden schön abgezogen.
Als Lars dann endlich da war, habe ich ihm die Gegend gezeigt. Wir waren am Hafen und im Balboapark und natürlich in La Jolla bei den Seerobbenbabies. Das Wetter hat auch einigermaßen mitgespielt. Auf Grund einer Klausur, musste Lars sich zwei Tage alleine beschäftigen und dann ging es Freitag mitten in der Nacht (4 Uhr) nach Las Vegas. Da wir den Trip schon geplant hatten, musste Lars sich fügen.
 
Dort angekommen, hat Fabian direkt seine ersten 3 Dollar am Einarmigen Banditen gewonnen und wir sind dann einmal den Strip komplett runter gelaufen, da unser Hotel wirklich am Ende lag. In Las Vegas treten anscheinend alle Gesetze Amerikas außer Kraft. In den Casinos wird geraucht, auf der Straße darf getrunken werden und alle 200 m stehen Zeitungsboxen mit Heften von Prostituierten oder Leute, die einem Flyer von Prostituierten in die Hand drücken. Wir haben gesammelt und sind an einem Abend auf knapp 100 Flyer mit nackten Frauen gekommen. Anscheinend ist es wirklich das Disneyland für Erwachsene und die Amerikaner lassen sich dort wirklich gehen, da sie das ja nirgendwo anders dürfen. Am anderen Ende vom Strip angekommen, taten die Füße sehr weh und wir sind mit der Bahn zurück. Da haben wir den nächsten Schock bekommen. 5 Dollar für eine einzelne Fahrt! Abends sind wir wieder raus und haben das Nachtleben kennen gelernt. Allerdings nicht lange, denn die Füße waren immer noch müde. Am nächsten Tag musste ich erstmal meine Prepaidkarte aufladen und Bargeld holen, da die Casinos bis zu 30 Dollar Gebühren haben wollten, wenn man dort Bargeld zieht. Also sind wir mal abseits des Strips langelaufen. Was wir vorher nicht wussten war, dass wir wieder einen ganzen Tag laufen würden, denn der T-mobile Shop war doch weiter weg als gedacht. Hier bekommt man eine ganz neue Einstellung zu Entfernungen. Auf dem Weg zurück gab es Chinesisch, ebenfalls wieder sehr teuer und abends haben wir uns eine Tanzshow angeguckt. Wer nach Vegas fährt, dem kann ich nur raten, die Ticket an diesen half-price Ständen zu kaufen. Gute Plätze gibt es wirklich für den halben Preis. Ansonsten ist Las Vegas sehr teuer. Selbst die Fast-Food-Restaurants haben dort ihre Preise erhöht.
Sonntag wollten wir eigentlich zum Grand Canyon, allerdings zeigte uns die Webcam, dass das Wetter schlecht war und man dort keine 2 m weit gucken kann. Auf Grund dessen sind wir dann nur zum Hoover Staudamm gefahren. Dieser staut den Colorado zum Lake Mead, der einen Speicherinhalt von rund 35 Milliarden Kubikmetern aufweist und ist somit der größte Stausee der USA. Dementsprechend hatten wir beeindruckende Vorstellungen und waren dann doch sehr enttäuscht, wir klein der Hoover Staudamm eigentlich ist.
Wieder in Las Vegas haben wir erstmal ein Mittagsschläfchen gemacht und sind dann zum Bellagio, um uns die Wassershow anzugucken. Auf dem Rückweg haben wir uns dann mal an einen Rouletttisch gewagt. Lars hat 13 Dollar gewonnen. Dann habe ich gespielt und auch ein bisschen was gewonnen, aber als ich wieder bei meinen 20 Dollar Einsatz angekommen war, bin ich ausgestiegen, während Lars aus Langeweile wieder mit eingestiegen ist und seinen Gewinn wieder verzockt hat. Am nächsten Tag hat er diesen aber wieder erspielt und wir haben Las Vegas nach einem kurzen Besuch des Hofbräuhaus mit 26 Dollar Gewinn verlassen.
Leider war das Wetter diese Woche nicht mehr so schön und ich hatte auch einiges für die Uni zu tun, so dass ich Lars nur noch den Strand von Coronado zeigen konnte. Jetzt sitzt er wieder im Flieger, aber vielleicht statten wir San Diego ja irgendwann gemeinsam wieder einen Besuch ab.
Es sind sehr viele Bilder zusammen gekommen, die ihr alle bei den Fotoalben anschauen könnt. Bis bald zum nächsten Bericht.


news from the sunny city

19:24, 21.02.2010 .. 0 Kommentare .. Link

Hey guys,

ich habe festgestellt, dass es mal wieder Zeit wird für einen Bericht. Also hier die letzten Geschehnisse aus dem wunderbaren San Diego.
Seit meinem letzten Bericht waren wir am Cabrillo National Monument. Dieses Monument wurde zu Ehren Juan Rodríguez Cabrillo errichtet, der als erster Europäer an der Westküste Nordamerikas landete. Und wäre der Küstennebel nicht gewesen, der immer aus San Francisco runter zieht, hätten wir auch einen wunder schönen Blick gehabt.
Dann waren wir auf Coronado Island. Das ist eine Halbinsel, die durch die Coronado Bay Bridge mit Downtown verbunden ist.
Auf dieser Insel ist das berühmte Hotel del Coronado, in dem Teile des Films „Manche mögen’s heiß“ mit Marilyn Monroe und Jack Lemmon gedreht wurden. Dort ist die reichste Gegend San Diegos. Eine Wohnung fängt bei ca. 1.000.000 Dollar und ein Haus bei 4.000.000 Dollar an. Es wird vermutet, dass dort viele Stars unter falschem Namen leben.
Dann waren wir in einer kleinen Stadt, in der die Zeit stehen geblieben ist. Dort waren noch uralte Häuser und die Leute waren irgend ganz anders. Aber bis wir erstmal dort waren, hat es schon ne Weile gedauert. Laut Routenplaner sollte die Fahrt 1:17 Std dauern. Nach 3 Stunden waren wir endlich da. Zuerst haben wir die Ausfahrt verpasst. Und da wir keine anständige Karte hatten, war uns das auch erst gar nicht bewusst. Erst auf Grund der Fahrtzeit kam es uns komisch vor und wir stellten fest, dass wir bereits 6 Ausfahrten zu weit sind. Aber mal abgesehen davon, ist die Beschilderung hier wirklich schlecht. Also haben wir gedreht und sind dann in eine Drogenkontrolle mitten auf der Interstate 8 gekommen. Aber nichts passiert. Wir haben die richtige Ausfahrt diesmal gefunden und waren auch der Meinung richtig zu fahren, als wir nach einer halben Stunde wieder an einer anderen Ausfahrt der Interstate 8 ankamen und somit eine Parallelstraße gefahren sind. Auf unserer Karte sah es so aus, als würden wir von der Abfahrt direkt auf die richtigen Straße, auf die wir wollten, gelangen, allerdings war dem wohl nicht so und wir mussten wieder zurück. Mit anderen Worten wieder eine Abfahrt verpasst. Die Landschaft, die wir durchkämmt haben, war wirklich toll. In diesen kleinen Dörfern war es so amerikanisch – wie in einem Westernfilm. Überall waren dort Ranches und diese klapprigen Holzhäuser. Der „kleine“ Umweg hat sich also gelohnt. Nachdem wir endlich an unserem Ziel ankamen, stellten wir fest, dass das Dorf im Grunde nur aus einer 400 m langen Straße besteht und das war es. Aber es war trotzdem schön. Zurück haben wir uns nicht mehr verfahren.
Die Sonne kommt jetzt immer mehr raus und wir haben richtig warme Tage mittlerweile. Das muss genutzt werden und so sind wir letztens golfen gewesen. Allerdings erstmal auf der Diving Ranch. Ich musste ja erstmal ein bisschen meinen Abschlag üben. Das hat schon Spaß gemacht, aber auf den Platz gehe ich vorerst nicht. Da blamiere ich mich ja. Es ist gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt und am nächsten Tag hatte ich auch noch übelsten Muskelkater. Das habe ich Fabian natürlich nicht erzählt, der mich ja vorgewarnt hatte und ich ihn mehr oder weniger ausgelacht hatte.
Letztes Wochenende waren wir in Ocean Beach und an den Sunsetcliffs. Da sitzen dann abends immer die Pärchen und gucken sich den Sonnenuntergang an. Sehr romantisch, wenn da 20 Paare und die ganzen Touristen sitzen und ihre „Zweisamkeit“ genießen. ;)
Neben meinem sportlichen und kulturellen Horizont erweitere ich auch meinen kulinarischen. Nachdem ich nun bereits Indisch gegessen habe, werde ich jetzt auch ein Fan vom mexikanischen Essen. Diese Burritos sind der Knaller und für mich ein bisschen Dönerersatz. Dienstags ist in San Diego Taco Tuesday und man bekommt jeden Taco für 2 Dollar. Mit 2 Tacos und einem Getränk ist man pappensatt. Etwas ganz peinliches ist Fabian und mir in einem irishen Pub passiert und eigentlich darf man das gar nicht erzählen. Wir haben einfach nicht mitgedacht. Jedenfalls heißen Pommes hier ja french fries und das hat sich auch gut im Gedächtnis eingebrannt. Allerdings heißen die in Irland ja chips. Fabian und ich hatten uns dann Chips bestellt und sind davon ausgegangen auch Chips zu bekommen und haben vermutlich richtig doof geguckt, als die Kellnerin kam und uns Pommes brachte und dann ist es uns natürlich wie Schuppen von den Augen gefallen. Sehr dämlich. Aber da waren wir einfach noch zu sehr in unserem deutschen Denken. Das Guinness war trotzdem seht lecker und ich denke, dem Pub werden wir bald mal wieder einen Besuch abstatten.
So, nächste Woche steht die erste Klausur an und ich stelle von Woche zu Woche fest, dass die Dozenten doch wirklich größten Teils einen an der Klatsche haben. Der eine ist immer betrunken und hat eine wahnsinns Fahne, der nächste schwitzt immer und ist total unruhig während seiner Vorlesungen und sagt ständig: „Ok, here’s the deal“ obwohl es gar nicht in den Zusammenhang passt und der dritte bringt seinen Vogel mit in den Unterricht und lacht als dieser auf den Teppich sch*** mit dem Kommentar, das trocknet ganz schnell. Ich habe keine Ahnung wo ich hier gelandet bin. Ich hoffe nur, dass die Klausuren genauso locker werden, wie die Dozenten es sind und man alles auch als nicht Native-Speaker gut meistern kann.
Ich werde euch dann berichten, wie es gelaufen ist. Macht es gut und verzweifelt nicht, bei dem ganzen Schnee. Ihr könnt mir ja was davon aufheben.

 



Stimmt für meinen Blog! Ich bin nominiert für den besten Erfahrungsbericht aus dem Ausland

01:05, 2.02.2010 .. 3 Kommentare .. Link

Einfach auf den Button drücken, dann ein Häkchen im unteren Drittel vor meinen Blog "away but not lost" setzen und abschicken und dann habt ihr mir eure Stimme gegeben!

 "IX10 



Geschafft

02:06, 1.02.2010 .. 2 Kommentare .. Link

So,

der Stress der ersten Wochen ist vorbei. Wir haben jetzt alle Kurse, wir haben ein Auto und wir haben einen Laden gefunden, in dem man gute und günstige Lebensmittel einkaufen kann. Aber erstmal von vorne.
Unsere Uni ist riesig! Wir haben eine Weile gebraucht, bis wir uns zurecht gefunden haben. Man muss auch meist ne Weile laufen, wenn man den Raum wechselt. Aber jetzt wissen wir ja wo wir hin müssen.
Unsere Kurse sind recht gut verteilt. So haben wir montags von 8 bis 10 Uhr Uni, Mittwoch ebenso und dann abends nochmal von 17:00 bis 19:40 Uhr und donnerstags von 16 bis 21:40 Uhr. Allerdings ist es auch gut, dass wir so viel Zeit haben, denn wie viel man hier tun muss, unterscheidet sich doch stark von zu Hause. Wenn in Deutschland Buchempfehlungen gegeben werden, so muss man sich die Bücher hier allerdings wirklich kaufen, weil man als Hausaufgabe immer das nächste Kapitel vorbereiten und die dazugehörigen Case Studies erledigen muss. Hinzu kommen Assignments, die die bisher erlangten Kenntnisse prüfen, Gruppenarbeiten und 2 bis 3 Klausuren pro Fach in dem Semester. Also wird das hier leider kein Urlaub ;)
Wir versuchen aber nichts vor uns her zu schieben und die Zeit, die wir haben, zu nutzen, um mit unserem neuen Auto die Gegend zu erkunden. Das haben wir am Samstag dann auch direkt gemacht. Nachdem wir am Dienstag unser „Auto“ bekommen haben, war die erste Fahrt direkt eine Katastrophe. Fabian ist als einziger Fahrer eingetragen und beschrieb das Fahrgefühl als eine Matratze auf Rädern. Unsere Matratze war 10 Jahre alt und in Kurven hatte man das Gefühl „Der kippt gleich um“. Wir beschlossen am selben Tag noch zur Uni zu fahren und zu gucken, wo man kostenlos parken kann, denn sonst müssten wir 135 Dollar pro Semester für das Parkhaus bezahlen. Natürlich musste es dann auch noch anfangen zu regnen und die Scheibenwischer waren vermutlich genauso alt wie das Auto oder von der Sonne geschmolzen. Jedenfalls war das Wischergebnis suboptimal. Auf der Hälfte der Strecke ging auch noch das Abgassymbol an und am Berg dachten wir, wir kämen nicht mehr oben an, ohne dass alles auseinander fällt. Zu guter letzt ist uns dann beinahe auch noch einer hinten drauf gefahren.
Trotzdem haben wir uns am nächsten Tag wieder ins Auto gesetzt und es war nicht mehr ganz so schlimm, obwohl wir immer noch kein großes Vertrauen in unser Auto hatten. Am Freitag bekamen wir also unser neues Auto:
Nein, das ist es leider nicht!
Unser jetziges Auto macht schon einen zuverlässigeren Eindruck. Der ist nur 5 Jahre alt, hat aber keine Zentralverriegelung und keine elektrischen Festerheben. Da war der alte schon fortschrittlicher. Wir haben uns also direkt am Samstag ins Auto geschwungen und sind Richtung Norden nach Carlsbad gefahren. Dort war ein Outletcenter, das wir uns mal anschauen wollten. Ich mache mich als Copilot sehr gut. Die Orientierung ist sehr einfach. Man fährt einfach nach Himmelsrichtung, die überall ausgeschildert ist, z.B. Freeway 5 North und wenn man dann wechselt z.B. Freeway 8 East oder West.
Wir sind dann an der Küstenstraße langgefahren,  haben die Landschaft bewundert und uns gar nicht mehr eingekriegt. Es war einfach Wahnsinn. Wenn uns jemand gehört hätte, er hätte vermutlich gedacht, wir hätten noch nie Meer gesehen! Nach unserem nicht ganz so erfolgreichen Besuch des Outletcenters sind wir in einen deutschen Tante Emma Laden mit kleinem Restaurant. Da war direkt ein bisschen Heimat greifbar, allerdings zu unbezahlbaren Preisen! Ich hatte gehofft eine Currywurst zu bekommen, aber die hatten sie leider nicht. Aber sonst konnte man Jägerschnitzel und Bratwurst und sowas bekommen. Wir haben uns trotzdem entschlossen zu Hause zu essen und sind dann gegen Abend zurück gefahren. Es sind einige Bilder zusammen gekommen, die ihr wie immer im Fotoalbum anschauen könnt. Morgen müssen wir wieder studieren, aber die nächste Tour ist bereits geplant! Ich halte euch auf dem Laufenden.


Kuriositäten von San Diego

03:31, 19.01.2010 .. 3 Kommentare .. Link

 Hallo ihr Lieben,

es ist ein bisschen Zeit ins Land gegangen und es wird mal wieder Zeit für einen Bericht. Allerdings habe ich nicht so viel zu berichten, deshalb will ich euch etwas über die Eigenarten San Diegos erzählen, die mir hier so aufgefallen sind.
 Am Besten fange ich mit dem Autofahren an. Das ist am Auffälligsten hier, denn Auto fahren können die hier alle nicht. So einen defensiven Fahrstil habe ich noch nie gesehen. Fußgänger haben immer Vorrecht, selbst wenn die Fußgängerampel rot ist. Diese machen übrigens kuckuckartige Geräusche wenn man gehen darf und zählen sogar teilweise runter, wie lange noch grün ist. An den Kreuzungen sind überall Stopschilder. Eine Vorfahrtsregelung ist nicht zu erkennen. Wer zuerst fährt hat eben Vorfahrt. Alle anderen bleiben einfach stehen und warten. Vermutlich, weil hier keiner Lust hat, einen Unfall zu bauen, bei diesen komischen Versicherungen, die man sich auch sparen kann. Anders sieht es allerdings beim Einparken aus. Denn das können die hier auch überhaupt nicht. Da passiert es schon mal ganz schnell, dass ein anderes Auto angestupst wird. Durchschnittlich brauchen die hier für eine Seitenparklücke an der Straße 10 Züge und ganz oft fahren sie wieder raus, weil sie meinen, ihr Auto wäre ein Panzer und würde da nicht mehr rein passen, obwohl noch 5 m Platz ist. Fabian und ich sitzen oft auf dem Balkon und haben schon so manchen Lachanfall bekommen. Parkverbot und –erlaubnis sind durch farbige Bürgersteige gekennzeichnet, nicht so ein Schilderwald wie in Deutschland, der oft zu Verwirrungen führt. Roter Bürgersteigrand bedeutet? 3 Mal dürft ihr raten. Genau, absolutes Halteverbot!
Da wir ja noch kein Auto haben, fahren wir im Moment noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Man hört die Züge/Staßenbahnen ständig hupen. Am Schlimmsten ist der Coaster, der nach LA fährt. Es ist ein Gesetz, dass Züge vor jeder Straßenkreuzung 4 Mal hupen müssen. Der Coaster hubt auf seiner Strecke am Tag bis zu 2500 Mal. Und auf Grund der Lautstärke seines Horns laufen auch bereits zahlreiche Klagen. Es gibt hier 3 Straßenbahnlinien. Diese haben keine Nummern sondern Farben. Die blaue fährt bis zur mexikanischen Grenze, die orange farbene fährt hauptsächlich in Downtown und die grüne Linie fährt Richtung Inland, wo auch unsere Uni ist. Da wir aber 2 mal umsteigen müssten (wir müssen alle 3 Linien nehmen), sind wir auf den Bus umgestiegen. Der ist allerdings auch nicht schneller, denn obwohl die hier alle sehr sehr sportlich sind, ist alle 200 m eine Haltestelle, die auch wirklich alle benutzt werden – bloß nicht ein paar Meter zu Fuß gehen. Somit dauert die Strecke zur Uni auch zwischen 50 und 60 min. Allerdings sind die Menschen hier auch sehr zuvorkommend gegenüber Älteren oder beeinträchtigten Menschen (generell sind die Menschen hier sehr fröhlich und haben immer ein Lächeln auf den Lippen). Der vordere Teil des Busses ist für diese reserviert. Und sobald jemand in den Bus steigt, steigen viele jüngere Menschen auf und machen Platz. Desweiteren wird auch immer gewartet, bis sich alle gesetzt haben. Erst dann fährt der Bus los – nicht wie in Deutschland: eingestiegen und Vollgas.
Das Wasser ist hier überall gechlort. Selbst das stille Wasser, das man im Supermarkt kaufen kann schmeckt nach Chlor. Auf Grund dessen kann es auch passieren, dass man gechlorte Cola bekommt, wenn man sich mal eine bestellt. Denn so wie viele Schnellrestaurants die Cola auch in Deutschland strecken, passiert das auch hier, nur dass sie dann eben dann nach Chlor schmeckt.
Wenn man etwas einkauft, bekommt man nie die volle Aufmerksamkeit seitens des Verkäufers. Meist machen sie nebenbei immer noch was anderes - Schilder aufhängen, verschwinden, wieder kommen, andere Kunden bedienen, obwohl man noch Fragen hatte, dann den anderen Kunden wieder stehen lassen. Dementsprechend fühlt man sich hier meist nicht wirklich gut beraten. In Deutschland würde man den Laden vermutlich verlassen und von schlechtem Service sprechen. Aber hier ist das einfach so. Wenn man nach dem Preis fragt, sollte man meist noch ein Drittel draufschlagen. Denn komischer Weise bekommt man nie den Endbetrag genannt. Wenn es dann ans Bezahlen geht, kommen immer noch irgendwelche Gebühren drauf und ich rede hier nicht von den Steuern, die ebenfalls nie angegeben sind.
Ein weiterer Punkt, der hier ganz stark auffällt. Es gibt massig Obdachlose. Viele sind auch in irgendeiner Weise meist behindert. So ist es nicht selten, dass sie komische Geräusche machen, wenn man an ihnen vorbei geht. Die „Homeless“ sind zwar verteilt und auch kein bisschen aufdringlich, aber es sind schon viele, die in ihrem Bollerwagen oder an ihrem Fahrrad ihr gesamtes Hab und Gut mit sich tragen. Ich meine, das Wetter ist ja eigentlich optimal für sie, obwohl es nachts wirklich kalt wird. Allerdings spielt das Wetter im Moment nicht mit, womit ich zum heutigen Ereignis komme. Es hat heute geregnet. Für uns ein ganz normaler Schauer. Allerdings war hier für die Menschen Land unter. Das Kanalsystem ist einfach nicht auf Regen ausgelegt. DieStraße stand ein wenig unter Wasser. Die Türen von vielen Gebäuden sind nicht richtig dicht, so dass das Wasser heute reingelaufen ist. In den Nachrichten gibt es kein anderes Thema mehr - wie man sich am Besten vor dem Regen schützt und die Profiltiefe richtig misst. Für uns war das wie gesagt nur ein Schauer! Wir saßen also heute hauptsächlich zu Hause und haben uns gelangweilt. Das Fernsehen ist nämlich auch so eine Krankheit. Alle 10 min kommt Werbung. Und die ist richtig schlecht! „Nehmen Sie den Vertrag von at&t, denn er ist besser und günstiger als T-mobile, Cricket oder Verizon“, „Der Burger von Burger King ist doppelt so groß und schmeckt auch viel besser, als der von Mc Donalds und kostet nur einen Dollar“. Am Schärfsten ist die Werbung von der Nationalgarde. Also das fand ich richtig lächerlich. Allerdings sollte man das hier glaube ich eher nicht äußern. Ihr könnt euch den Spot unter www.youtube.com/watch angucken. Ansonsten, wenn keine Werbung läuft, laufen nur Serien (NCIS, Law & Order, Dr. House und was nicht alles). Ein Spielfilm, wenn dann mal einer läuft, wird dann auch 7 Tage hintereinander gezeigt. So können wir uns heute Abend zum 4. Mal Oceans Thirteen angucken.
So, dafür dass ich eigentlich nichts zu berichten hatte, ist ja doch einiges zusammen gekommen. Ich hoffe, ihr konntet einen kleinen Einblick in meine Welt bekommen. Ein paar aktuelle Bilder von San Diego habe ich auch hochgeladen. Ich melde mich mit den ersten Eindrücken der Uni wieder.

 



Erste Eindrücke San Diego

01:05, 8.01.2010 .. 1 Kommentare .. Link

 Hello und Buenos Dias!

Dies ist mein erster Bericht aus San Diego. Wir haben uns so langsam eingelebt. Die ersten Tage waren wirklich chaotisch. Abgesehen von einer sehr schlechten Service seitens Delta Airline am Flughafen in NY (ich will das gar nicht weiter ausführen, aber es war eine Katastrophe!), hatte der Flug von NY Verspätung und dann war alles kostenpflichtig in der Maschine, weil wie ja in einem Inlandsflug saßen, wie man uns mitteilte. Schon genervt und vor allem müde, weil wir im Flieger nicht schlafen konnten, mussten wir dann auch noch eine Stunde auf unsere Koffer warten. Das auch endlich geschafft, standen wir nun da. Fabian und Sabrina voll bepackt am Flughafen mitten in der Nacht – keine Taxen in Sichtweite. Nochmal 20 min gewartet, bis wir eines ergattert hatten, mit einem, wie konnte es anders sein, sehr unfreundlichen Fahrer. Im Hotel, hatten sie keine Zimmerschlüssel für uns. Resume der Ankunft: Bedient, komische Leute, kein Bock mehr, morgen Flug nach Hause!
Nächster Morgen: Alles mal bei Licht betrachtet: eine wirklich schöne Stadt,
schönes Hotelzimmer, Sonne scheint, warm, alles sauber, alles glänzt, sehr freundliche Menschen. Hier werden morgens sogar die Bürgersteige abgespritzt! Der nächste Coup. Wir wurden dann von der Autovermietung, mit der wir uns bereits aus Deutschland geeinigt hatten (zumindest dachten wir das), abgeholt. Man bemühte sich wirklich, aber wir hatten als wir ankamen schon ein komisches Gefühl, denn der Typ, mit dem wir Kontakt hatten, war nicht da. Also mussten wir alles nochmal klären. Die Versicherung die dabei war, sollte grade mal 10.000 $ Schaden abdecken. Also haben wir wieder alles aufgemischt und wollten ne andere Versicherung haben. Hätte uns auch nur 150 Dollar für die kompletten 5 Monate mehr gekostet. Wir waren schon kurz vorm unterschreiben (es waren bereits 1,5 Stunden vergangen – das komische Bauchgefühl wurde immer größer), da hieß es dann, da kommen noch extra Gebühren und da und hier und überall, dass wir nach 2 Stunden beschlossen hatten, kein Auto bei dieser Firma zu mieten. Natürlich wollten die dann noch rumdiskutieren und es tut mir auch leid für die, aber das war für uns als Deutsche, wo es für alles eigentlich immer klare Regeln und ein System gibt und wenn es heißt Endbetrag ist das auch der Endbetrag, nicht tragbar. Freundlicherweise haben sie uns dann doch tatsächlich wieder nach Hause gefahren. Ich hatte schon Angst, die wären so sauer, dass die uns direkt über die Grenze nach Mexiko schleppen und verkaufen. Resultat erster Tag: Das ging mal voll in die Hose – Jetzt erst Recht nach Hause. Deprimiert und im Zeitplan völlig zurück geschmissen, haben wir uns dann eine Zeitung mit Wohnungsanzeigen und nen Stadtplan geholt und am Abend alles rausgesucht und markiert, damit wir am nächsten Morgen direkt durchstarten können. Als wären wir in NY nicht schon genug gelaufen, hieß das für uns die nächsten zwei Tage laufen, laufen, laufen und alle Apartments abklappern. Und HIER läuft man wirklich ein Stück. Nach dem 5. Telefonanruf, wir hatten uns in der Zwischenzeit eine SIM Karte fürs Handy gekauft, fiel uns alles aus dem Gesicht. Die Preise in der Zeitung stimmten überhaupt nicht mit den tatsächlichen Preisen überein und wir bekamen Beträge um die Ohren gehauen, die jenseits von Gut und Böse waren. Also haben wir uns außerhalb vom Stadtkern umgesehen. Aber bereits die erste Besichtigung hat mir den Rest gegeben. Für 1700 Dollar wollten die uns ne Schimmelbude andrehen in einem Bezirk, wo man abends wahrscheinlich noch nicht mal alleine auf die Straße gehen will. Also haben wir der Maklerin, die wir durch Zufall gefunden hatten, Bescheid gegeben, dass wir die Bonzenwohnung nehmen, aber nur, wenn sie den Preis um 500 Dollar gedrückt bekommt (wir als arme Studenten haben doch nichts!).
Und das hat tatsächlich geklappt – endlich mal Glück gehabt seit der Ankunft! Es gab zwar noch etwas Stress, wir konnten die Wohnung nur mit einem inländischen Konto bekommen. Also haben Fabian und ich noch schnell ein kostenloses Studentenkonto eingerichtet, bei dem der schnelle Transfer von 4000 Dollar zusammen einfach mal 100 Euro gekostet hat. Endlich in unserer Wohnung, hatten wir noch nichts zu essen und zu trinken. Also erstmal einkaufen. Wieder fiel uns alles aus dem Gesicht! Eine Gurke kostet einfach mal 3 bis 4 Dollar!!! „Die spinnen doch die Kalifornier!“ Dieser Einkauf (wir haben wirklich nur das nötigste gekauft für die ersten Tage) hat unseren Geldbeutel gut geschröpft. Bei uns ist jetzt Diät angesagt -Zumindest bei mir. Fabian hat sich schon beschwert, dass es keine drei Mahlzeiten am Tag gibt, aber dann muss er sich was holen, wenn er mehr Hunger hat. Da geht einem das Essen echt quer runter, wenn man darüber nachdenkt, was man grade dafür bezahlt hat.
Heute waren wir zum ersten Mal an unserer Uni. Wir wollten mal schauen, wie es da so aussieht und ob wir bereits ein bisschen organisatorischen Kram erledigt bekommen. Die Uni ist einfach riesig. Wirklich eine kleine Stadt. Allerdings sind immer noch Semesterferien, aber wir konnten wenigstens einen Teil erledigen. Auf dem Rückweg haben wir dann noch schnell Kleinigkeiten in einem Supermarkt gekauft, der schon nen ganzen Teil günstiger war, als der angebliche Billigladen hier in Downtown. Somit haben wir heute zum ersten Mal gekocht. Es war zwar kein Festessen und die Fischstäbchen sahen auch wirklich etwas komisch aus, aber es hat dann doch irgendwie geschmeckt.
Jetzt können wir die nächsten Tage bis zum Studienbeginn noch ein wenig genießen und die Stadt wirklich kennen lernen! Ich grüße euch alle und kann euch jetzt schon sagen: Diese Stadt ist ein Besuch wert!


Happy New Year!!!

21:51, 1.01.2010 .. 4 Kommentare .. Link

So, dies ist mein letzter Bericht aus New York. Die Koffer sind bereits gepackt. Morgen Abend gehen unsere Flieger – für Lars Richtung Heimat zu den beiden Miezen und für mich ins große Abenteuer.

31.12.2009 Blick aus dem Fenster: Dicke fette Schneeflocken! War ja klar! Konnte ja nicht glatt laufen am Silvestertag! Vormittags sind wir ins „Museum of Sex“. Denn wenigstens ein Museum mussten wir ja schließlich abgrasen!  Lars und ich sind jetzt absolute Sexperten. Aber als ich die Werkzeuge – man muss es wirklich so nennen – der Gynäkologie von damals gesehen habe, ist mir ganz schlecht geworden und es wundert mich nicht, dass so viele Frauen bei der Geburt gestorben sind.
Danach sind wir noch ein wenig durch den Schnee gelaufen und dann langsam zurück zum Hotel. Es musste ja noch ein kurzes Mittagsschläfchen eingelegt werden. Um 14 Uhr haben wir uns dann langsam zum Times Square aufgemacht! Sagt nichts, ich weiß, das ist absolut krank 10 Stunden vorher loszugehen. Wir haben es dann tatsächlich getan und sind vorher in einen Mc Donalds. Nicht nachgedacht, habe ich mir dann wie in Deutschland ein Maximenü bestellt. Und das war dann wirklich Maxi – amerikanische Maße halt. Aber die Auswahl und Qualität ist wesentlich besser muss ich gestehen. Hier gibt es sogar Burger mit Pilzen – sehr lecker! Den Liter Cola, den ich bekam, habe ich natürlich nicht ausgetrunken, denn auf dem Times Square gab es keine Toiletten und wer seinen Platz verlässt, hat verloren. Wir sind also dann um ca 15 Uhr am Times Square gewesen. Die Polizei fing grade an, die Zellen aufzubauen, so dass wir direkt in die erste reingerutscht sind und super Plätze hatten. Allerdings hieß das für uns auch, dass wir bereits 15:30 Uhr einen Platz hatten und den nun bis 24 Uhr verteidigen mussten. Nein, ganz so schlimm war es nicht. Denn das ist super geregelt mit diesen Zellen. Also es werden mit Hilfe von Absperrungen diese Zellen aufgebaut, in die dann eine bestimmte Anzahl von Menschen nach einer Sicherheitskontrolle rein gelassen werden. Somit kann eigentlich niemand zerdrückt werden und jeder hat genug Platz. Da standen wir also nun und warteten und warteten und warteten. Zwischendurch kamen so Pizzatypen und wir haben uns zu Wucherpreisen eine Pizza geteilt. Um 18 Uhr wurde dann der Eveball hochgezogen - ein riesen Spektakel! Dann also wieder warten. Das Entertainment war sehr schlecht. Es waren zwar bekannte Stars da, aber die haben dann immer nur 2 Lieder gesungen und dann war wieder ne halbe Stunde oder Stunde Pause. Also nicht wirklich der Knaller. Als wir es dann endlich geschafft hatten, war das Spektakel innerhalb von 5 min vorbei und alles stürmte nach Hause. Ich habe gedacht die feiern so doll hier in New York. Aber das war falsch gedacht. Resultat: 9 Stunden Quälerei im Regen und Schnee bei Kälte und Müdigkeit für ganze 5 min Spektakel!
Heute Morgen haben wir also erstmal ausgeschlafen, kurz gefrühstückt und wieder ins Bett. Danach haben wir noch unsere letzte Attraktion, den Madison Square Garden abgeklappert. Das war wirklich interessant. Lars hat sich aber geniert ein Foto mit so ner Hübschen von den Nicks City Dancers zu machen. Kann ich gar nicht verstehen! Danach sind wir noch zum Abschluss ein bisschen durch die Straßen geschlendert und dann zurück ins Hotel und Koffer gepackt. Jetzt lassen wir unseren letzten Abend ausklingen. Ich melde mich wieder, sobald es was interessantes aus San Diego zu berichten gibt.


Guten Rutsch!

14:14, 30.12.2009 .. 1 Kommentare .. Link

Und wieder sind ein paar Tage vergangen, aber diesmal gibt es nicht ganz so viel zu berichten. Lars und ich lassen es jetzt etwas ruhiger angehen, denn dieses Marathonsightseeing macht keinen Spaß.

Vorgestern sind wir bei schönem Wetter schon früh aus dem Bett und haben uns zur Freiheitsstatue aufgemacht. Das war auch gut so, denn 20 min nachdem wir unser Ticket geholt und für die Fähre angestellt hatten, war die Schlange bereits 3 Mal so lang. Nach Miss Liberty sind wir nach Ellis Island, wo die ganzen Einwanderer ankamen. Wer den Film „Hitch-the date doctor“ geguckt hat, das ist die Stelle, wo Eva Mendes in das Buch guckt und ihren Verwandten findet, bevor die beiden vom Jet Ski in den Hudson River fallen. Anschließend sind wir zum Central Park, der im Moment natürlich nicht so ansprechend aussieht. Lars und ich haben uns dann so einen Fahrradsklaven gemietet, der uns eine Stunde zu den verschiedenen interessanten Punkten gefahren hat. Unsere Füße waren nämlich der Meinung, sie würden keinen Schritt mehr weiter gehen. Am Abend haben wir uns wieder mit Nadine und Fabian getroffen und eine 3 stündige Nachtfahrt mit dem Bus gemacht. Anschließend hing uns der Magen schon in den Kniekehlen. Wir sind dann auf zu Hooters. Das ist das Restaurant, wo die Bedienungen – natürlich alle weiblich - angeblich leicht bekleidet rumlaufen und einen Arbeitsvertrag in Form eines Modelvertrages bekommen, damit sie bei Gewichtszunahme sofort gekündigt werden können. Auf Grund dieser Tatsache muss ich sagen, hatte ich doch mehr erwartet, aber die Amis scheinen eh eine andere Vorstellung von Attraktivität zu haben als wir. Jedenfalls waren die Mädels nicht ganz so luftig angezogen, aber das Essen war wirklich gut.
Am nächsten Morgen, also gestern wollten wir eine Schiffstour machen. Allerdings war es so verdammt kalt und der Wind peitschte nur so ins Gesicht, dass Lars und ich beschlossen haben, lieber eine Shoppingtour einzulegen, zumal wir die Skyline ja auch schon 100 Mal fotografiert haben. Also sind wir erst in einem Schuhgeschäft gewesen. Ein Paradies für Frauen mit meiner Schuhgröße - so viel Auswahl. Da habe ich natürlich direkt mal zugeschlagen. Danach sind wir zu Macy’s. Weiter sind wir allerdings nicht gekommen. Das erschlägt einen. Wir haben auch nicht alle 9 Stockwerke geschafft. Es ist einfach zu viel. Trotzdem habe ich gut eingekauft. Ich musste mir unbedingt einen Schnöselpulli von Ralph Lauren kaufen. Es ging nicht anders!!!  Lars und ich haben uns dann am Abend beide noch eine Fossiluhr gekauft. Ich hatte meine zu Hause vergessen und ohne geht ja auch nicht – meine Ausreden kann Lars bestimmt schon auswendig. Danach waren wir im Longacre Theater am Broadway und haben uns die Tanzshow Burn The Floor angeschaut. Also ich wäre nach 30 Sekunden kaputt gewesen. Aber es war fantastisch und hat mich mal wieder darin bestärkt nach dem Studium wieder mit dem Tanzen anzufangen. Dann noch kurz was essen, denn das hatten wir ganz vergessen - Lars und ich sind bereits auf Salat umgestiegen - und dann schnell zurück ins Hotel.
Heute Morgen waren wir auf dem Empire State Building. Natürlich auch wieder ganz früh, sonst steht man einen halben Tag in der Schlange. Der Aufzug ist schnell und zählt nur in 10er-Schritten bis zur 80. Etage. Runter hat man sogar Druck auf den Ohren bekommen. Oben haben wir dann schnell Fotos gemacht. Die Aussicht konnte ich nicht richtig genießen. Das war mir dann doch alles ein bisschen zu hoch. Anschließend sind wir noch zu Madame Tussauds. Ich muss sagen, manche sind wirklich gut getroffen und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, es seien echte Menschen, aber bei manchen ist wiederum eindeutig erkennbar, dass es Wachsfiguren sind. Fotos könnt ihr unter Fotoalbum anschauen. Gleich geht’s nochmal zu Macy’s und die Bestellungen einkaufen. Heute Abend und morgen Vormittag wird es eher ruhig, damit wir fit sind für Silvester am Times Square. An dieser Stelle wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und lasst es krachen.

 



Angekommen!

16:08, 28.12.2009 .. 1 Kommentare .. Link

 

Hallo Daheimgebliebene,
hier kommt mein erster Bericht. Vorweg, wir sind gut angekommen in New York. Der Start war zwar etwas holprig am Flughafen, aber wir haben es geschafft. Nachdem man Lars und mir am Check-In keine zusammenhängenden Plätze geben wollte und ich anschließend bei der Gepäckkontrolle nochmal in einem separaten Raum auf Drogen und Sprengstoff (das könnte ich ja in meinem Kissen versteckt haben und mit dem Notebookkabel zünden ;) ) untersucht wurde, sind wir dann schnurstracks zum Gate. Dort haben wir dann nochmal gefragt, ob wir nicht vielleicht doch zusammen hängende Plätze haben könnten und siehe da, mit Druck vom Chef, der sich im Vorbeigehen unsere Karten anguckte, und meinte: „Machen!“, bekamen wir wie sie es nannte „Schöne Plätze“ und landeten in der Business Class. Ich muss sagen, das war schon sehr angenehm - Champagner, Platz, eigene Monitore (wie wir später erfahren haben, hatten Fabian und Nadine das nicht in der Holzklasse), super Service und fantastisches Essen. Soviel konnte man gar nicht essen. Wir konnten uns das Hauptgericht eines drei Gänge Menüs aussuchen. Allein die Vorspeise bestand aus 3 Teilen (rechts im Bild). So vergingen die Stunden recht schnell und amerikanischer Boden rückte immer näher. Als wir  ankamen war Land unter. Der Elan war schnell dahin. Kurz eingecheckt im Hotel - die Zimmer sind super – dann auf zum Times Square. Da wir ihn von unserer Straße aus direkt sehen konnten, sind wir zu Fuß los. Wie wir bei der Hälfte feststellten, war es doch noch ne ganze Ecke – man vertut sich da ganz schnell. Als wir allerdings ankamen, waren wir von oben bis unten pitsche patsche nass. Meine angeblich wasserdichten Schuhe hatten an dem Punkt schon aufgegeben gehabt. Also auf zum Dallas BBQ und den zweiten Weihnachtstag nach 30 Stunden ausklingen lassen.  
Der  zweite Tag oder der erste richtige Tag begann mit einem super Frühstück. Die Sonne strahlte und der Himmel war blau - perfektes Willkommenswetter. Wir haben uns also heute die erste Hornhautschickt gelaufen. Zuerst sind wir nach Brooklyn, damit wir die Skyline als erstes sehen. Angekommen, war ich doch etwas enttäuscht. Man stellt sich das alles imposanter, größer und flächendeckender vor. Aber wenn man anschließend näher kommt, ist dieser Effekt schnell da. Dann sind wir über die Brooklyn Bridge zum Gericht, haben unseren ersten amerikanischen fettarmen Latte Macchiato getrunken, weiter zum Ground Zero. Das ist echt beeindruckend, was die da neues hochziehen wollen, aber ich glaube vor Ende 2020 wird das nichts. Anschließend sind wir am Hudson River lang spaziert und konnten uns die Skyline von New Jersey angucken, die nebenbei bemerkt, viel schöner ist als die von New York. Dann sind wir zur Wall Street und zum Pier 17 wo wir unseren New York Pass ergattert haben. Zum Schluss starteten wir noch einen Versuch beim Empire State Building, um den Sonnenuntergang dort zu verfolgen, aber das wollten wohl 100.000 andere auch. Dort haben wir uns dann getrennt und Lars und ich haben verzweifelt nach einem ruhigen Restaurant gesucht, da wir nicht jeden Tag im Dallas BBQ essen wollten. Allerdings war das schwieriger als gedacht und unsere Füße machten nicht mehr lange mit. Wir sind also dann im B.B.King gelandet. Das war aufgemacht wie ein Jazzkeller. Total schön. Ein super Flair. Allerdings spielte zu dem Zeitpunkt keiner :( Wir aßen sehr gut und auch vergleichsweise günstig. Allerdings sind die Amerikaner viel zu stressig was das Essen angeht. Kaum die Gabel vom Hauptgericht hingelegt, kommt schon der Nachtisch. Grade zwei Bissen, wird die Rechnung auf den Tisch gelegt. Daran muss ich mich erst gewöhnen. Madame Tussauds haben wir danach verschoben und sind zurück, um unsere Füße zu schonen. Schuhe ausziehen hat sich noch nie zu gut angefühlt!!!


Wo geht´s hin?

05:36, 14.10.2009 .. 4 Kommentare .. Link

 Hallo Zusammen,

bevor es nun bald losgeht, hier ein paar Infos zu meiner Zielstadt San Diego „America’s Finest City“.
San Diego ist heute mit 1,3 Mio. Einwohnern nach Los Angeles die zweitgrößte Stadt Kaliforniens und die acht größte der USA.  Im Westen wird die Stadt durch den Pazifischen Ozean begrenzt. An der Küste von San Diego wurde auch der Film Titanic gedreht.
Für mehr als 80% der Einwohner San Diegos ist das Auto das wichtigste Verkehrsmittel. Dadurch gibt es ein sehr umfangreiches Schnellstraßen- und Autobahnnetz. Die wichtigste Autobahn ist die Interstate 5. Sie beginnt an der mexikanischen Grenze, verläuft dann durch San Diego, Los Angeles, Sacramento, Seattle und endet schließlich an der kanadischen Grenze. Bis nach Los Angeles sind es 2,5 Autostunden und eine halbe Stunde bis nach Tujuana in Mexiko.
Das Klima in San Diego wird häufig als perfekt betitelt. Die Temperaturen erreichen selbst im Januar einen Tagesdurchschnitt von 18°C und sinken nachts kaum unter 6°C bis 10°C und im Sommer klettern sie selten über 30°C bei maximaler Sonneneinstrahlung und wenigen Regentagen.
Bekannt ist San Diego für den Zoo, den Wild Animal Park, Old Town (der Geburtsplatz San Diegos) und das San Diego Museum of Art, um nur einen Teil der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu nennen.
San Diego hat 4 Universitäten. Eine davon ist die San Diego State University (SDSU), an der ich mein Auslandssemester verbringen werde. Sie wurde 1897 gegründet und zur Zeit sind etwa 34.500 Studenten eingeschrieben. Der Campus der San Diego State University ist beinahe eine Stadt für sich. Man findet alles, was man braucht, von unterschiedlichen Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Sportplätzen, Stadien, einer riesige Sporthalle bis hin zu eine sehr moderne Bibliothek.
So, aber nun genug Infos vorab. Wenn ich da bin, erfahrt ihr mehr. Bis dann und wir sehen uns im Juni wieder.

 



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