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Erste Eindrücke San Diego
01:05, 8.01.2010
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Hello und Buenos Dias! Dies ist mein erster Bericht aus San Diego. Wir haben uns so langsam eingelebt. Die ersten Tage waren wirklich chaotisch. Abgesehen von einer sehr schlechten Service seitens Delta Airline am Flughafen in NY (ich will das gar nicht weiter ausführen, aber es war eine Katastrophe!), hatte der Flug von NY Verspätung und dann war alles kostenpflichtig in der Maschine, weil wie ja in einem Inlandsflug saßen, wie man uns mitteilte. Schon genervt und vor allem müde, weil wir im Flieger nicht schlafen konnten, mussten wir dann auch noch eine Stunde auf unsere Koffer warten. Das auch endlich geschafft, standen wir nun da. Fabian und Sabrina voll bepackt am Flughafen mitten in der Nacht – keine Taxen in Sichtweite. Nochmal 20 min gewartet, bis wir eines ergattert hatten, mit einem, wie konnte es anders sein, sehr unfreundlichen Fahrer. Im Hotel, hatten sie keine Zimmerschlüssel für uns. Resume der Ankunft: Bedient, komische Leute, kein Bock mehr, morgen Flug nach Hause!
Nächster Morgen: Alles mal bei Licht betrachtet: eine wirklich schöne Stadt,
![]() ![]() schönes Hotelzimmer, Sonne scheint, warm, alles sauber, alles glänzt, sehr freundliche Menschen. Hier werden morgens sogar die Bürgersteige abgespritzt! Der nächste Coup. Wir wurden dann von der Autovermietung, mit der wir uns bereits aus Deutschland geeinigt hatten (zumindest dachten wir das), abgeholt. Man bemühte sich wirklich, aber wir hatten als wir ankamen schon ein komisches Gefühl, denn der Typ, mit dem wir Kontakt hatten, war nicht da. Also mussten wir alles nochmal klären. Die Versicherung die dabei war, sollte grade mal 10.000 $ Schaden abdecken. Also haben wir wieder alles aufgemischt und wollten ne andere Versicherung haben. Hätte uns auch nur 150 Dollar für die kompletten 5 Monate mehr gekostet. Wir waren schon kurz vorm unterschreiben (es waren bereits 1,5 Stunden vergangen – das komische Bauchgefühl wurde immer größer), da hieß es dann, da kommen noch extra Gebühren und da und hier und überall, dass wir nach 2 Stunden beschlossen hatten, kein Auto bei dieser Firma zu mieten. Natürlich wollten die dann noch rumdiskutieren und es tut mir auch leid für die, aber das war für uns als Deutsche, wo es für alles eigentlich immer klare Regeln und ein System gibt und wenn es heißt Endbetrag ist das auch der Endbetrag, nicht tragbar. Freundlicherweise haben sie uns dann doch tatsächlich wieder nach Hause gefahren. Ich hatte schon Angst, die wären so sauer, dass die uns direkt über die Grenze nach Mexiko schleppen und verkaufen. Resultat erster Tag: Das ging mal voll in die Hose – Jetzt erst Recht nach Hause. Deprimiert und im Zeitplan völlig zurück geschmissen, haben wir uns dann eine Zeitung mit Wohnungsanzeigen und nen Stadtplan geholt und am Abend alles rausgesucht und markiert, damit wir am nächsten Morgen direkt durchstarten können. Als wären wir in NY nicht schon genug gelaufen, hieß das für uns die nächsten zwei Tage laufen, laufen, laufen und alle Apartments abklappern. Und HIER läuft man wirklich ein Stück. Nach dem 5. Telefonanruf, wir hatten uns in der Zwischenzeit eine SIM Karte fürs Handy gekauft, fiel uns alles aus dem Gesicht. Die Preise in der Zeitung stimmten überhaupt nicht mit den tatsächlichen Preisen überein und wir bekamen Beträge um die Ohren gehauen, die jenseits von Gut und Böse waren. Also haben wir uns außerhalb vom Stadtkern umgesehen. Aber bereits die erste Besichtigung hat mir den Rest gegeben. Für 1700 Dollar wollten die uns ne Schimmelbude andrehen in einem Bezirk, wo man abends wahrscheinlich noch nicht mal alleine auf die Straße gehen will. Also haben wir der Maklerin, die wir durch Zufall gefunden hatten, Bescheid gegeben, dass wir die Bonzenwohnung nehmen, aber nur, wenn sie den Preis um 500 Dollar gedrückt bekommt (wir als arme Studenten haben doch nichts!).
![]() ![]() Und das hat tatsächlich geklappt – endlich mal Glück gehabt seit der Ankunft! Es gab zwar noch etwas Stress, wir konnten die Wohnung nur mit einem inländischen Konto bekommen. Also haben Fabian und ich noch schnell ein kostenloses Studentenkonto eingerichtet, bei dem der schnelle Transfer von 4000 Dollar zusammen einfach mal 100 Euro gekostet hat. Endlich in unserer Wohnung, hatten wir noch nichts zu essen und zu trinken. Also erstmal einkaufen. Wieder fiel uns alles aus dem Gesicht! Eine Gurke kostet einfach mal 3 bis 4 Dollar!!! „Die spinnen doch die Kalifornier!“ Dieser Einkauf (wir haben wirklich nur das nötigste gekauft für die ersten Tage) hat unseren Geldbeutel gut geschröpft. Bei uns ist jetzt Diät angesagt -Zumindest bei mir. Fabian hat sich schon beschwert, dass es keine drei Mahlzeiten am Tag gibt, aber dann muss er sich was holen, wenn er mehr Hunger hat. Da geht einem das Essen echt quer runter, wenn man darüber nachdenkt, was man grade dafür bezahlt hat.
Heute waren wir zum ersten Mal an unserer Uni. Wir wollten mal schauen, wie es da so aussieht und ob wir bereits ein bisschen organisatorischen Kram erledigt bekommen. Die Uni ist einfach riesig. Wirklich eine kleine Stadt. Allerdings sind immer noch Semesterferien, aber wir konnten wenigstens einen Teil erledigen. Auf dem Rückweg haben wir dann noch schnell Kleinigkeiten in einem Supermarkt gekauft, der schon nen ganzen Teil günstiger war, als der angebliche Billigladen hier in Downtown. Somit haben wir heute zum ersten Mal gekocht. Es war zwar kein Festessen und die Fischstäbchen sahen auch wirklich etwas komisch aus, aber es hat dann doch irgendwie geschmeckt.
Jetzt können wir die nächsten Tage bis zum Studienbeginn noch ein wenig genießen und die Stadt wirklich kennen lernen! Ich grüße euch alle und kann euch jetzt schon sagen: Diese Stadt ist ein Besuch wert!
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