away but not lost

news from the sunny city

19:24, 21.02.2010 .. 0 Kommentare .. Link

Hey guys,

ich habe festgestellt, dass es mal wieder Zeit wird für einen Bericht. Also hier die letzten Geschehnisse aus dem wunderbaren San Diego.
Seit meinem letzten Bericht waren wir am Cabrillo National Monument. Dieses Monument wurde zu Ehren Juan Rodríguez Cabrillo errichtet, der als erster Europäer an der Westküste Nordamerikas landete. Und wäre der Küstennebel nicht gewesen, der immer aus San Francisco runter zieht, hätten wir auch einen wunder schönen Blick gehabt.
Dann waren wir auf Coronado Island. Das ist eine Halbinsel, die durch die Coronado Bay Bridge mit Downtown verbunden ist.
Auf dieser Insel ist das berühmte Hotel del Coronado, in dem Teile des Films „Manche mögen’s heiß“ mit Marilyn Monroe und Jack Lemmon gedreht wurden. Dort ist die reichste Gegend San Diegos. Eine Wohnung fängt bei ca. 1.000.000 Dollar und ein Haus bei 4.000.000 Dollar an. Es wird vermutet, dass dort viele Stars unter falschem Namen leben.
Dann waren wir in einer kleinen Stadt, in der die Zeit stehen geblieben ist. Dort waren noch uralte Häuser und die Leute waren irgend ganz anders. Aber bis wir erstmal dort waren, hat es schon ne Weile gedauert. Laut Routenplaner sollte die Fahrt 1:17 Std dauern. Nach 3 Stunden waren wir endlich da. Zuerst haben wir die Ausfahrt verpasst. Und da wir keine anständige Karte hatten, war uns das auch erst gar nicht bewusst. Erst auf Grund der Fahrtzeit kam es uns komisch vor und wir stellten fest, dass wir bereits 6 Ausfahrten zu weit sind. Aber mal abgesehen davon, ist die Beschilderung hier wirklich schlecht. Also haben wir gedreht und sind dann in eine Drogenkontrolle mitten auf der Interstate 8 gekommen. Aber nichts passiert. Wir haben die richtige Ausfahrt diesmal gefunden und waren auch der Meinung richtig zu fahren, als wir nach einer halben Stunde wieder an einer anderen Ausfahrt der Interstate 8 ankamen und somit eine Parallelstraße gefahren sind. Auf unserer Karte sah es so aus, als würden wir von der Abfahrt direkt auf die richtigen Straße, auf die wir wollten, gelangen, allerdings war dem wohl nicht so und wir mussten wieder zurück. Mit anderen Worten wieder eine Abfahrt verpasst. Die Landschaft, die wir durchkämmt haben, war wirklich toll. In diesen kleinen Dörfern war es so amerikanisch – wie in einem Westernfilm. Überall waren dort Ranches und diese klapprigen Holzhäuser. Der „kleine“ Umweg hat sich also gelohnt. Nachdem wir endlich an unserem Ziel ankamen, stellten wir fest, dass das Dorf im Grunde nur aus einer 400 m langen Straße besteht und das war es. Aber es war trotzdem schön. Zurück haben wir uns nicht mehr verfahren.
Die Sonne kommt jetzt immer mehr raus und wir haben richtig warme Tage mittlerweile. Das muss genutzt werden und so sind wir letztens golfen gewesen. Allerdings erstmal auf der Diving Ranch. Ich musste ja erstmal ein bisschen meinen Abschlag üben. Das hat schon Spaß gemacht, aber auf den Platz gehe ich vorerst nicht. Da blamiere ich mich ja. Es ist gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt und am nächsten Tag hatte ich auch noch übelsten Muskelkater. Das habe ich Fabian natürlich nicht erzählt, der mich ja vorgewarnt hatte und ich ihn mehr oder weniger ausgelacht hatte.
Letztes Wochenende waren wir in Ocean Beach und an den Sunsetcliffs. Da sitzen dann abends immer die Pärchen und gucken sich den Sonnenuntergang an. Sehr romantisch, wenn da 20 Paare und die ganzen Touristen sitzen und ihre „Zweisamkeit“ genießen. ;)
Neben meinem sportlichen und kulturellen Horizont erweitere ich auch meinen kulinarischen. Nachdem ich nun bereits Indisch gegessen habe, werde ich jetzt auch ein Fan vom mexikanischen Essen. Diese Burritos sind der Knaller und für mich ein bisschen Dönerersatz. Dienstags ist in San Diego Taco Tuesday und man bekommt jeden Taco für 2 Dollar. Mit 2 Tacos und einem Getränk ist man pappensatt. Etwas ganz peinliches ist Fabian und mir in einem irishen Pub passiert und eigentlich darf man das gar nicht erzählen. Wir haben einfach nicht mitgedacht. Jedenfalls heißen Pommes hier ja french fries und das hat sich auch gut im Gedächtnis eingebrannt. Allerdings heißen die in Irland ja chips. Fabian und ich hatten uns dann Chips bestellt und sind davon ausgegangen auch Chips zu bekommen und haben vermutlich richtig doof geguckt, als die Kellnerin kam und uns Pommes brachte und dann ist es uns natürlich wie Schuppen von den Augen gefallen. Sehr dämlich. Aber da waren wir einfach noch zu sehr in unserem deutschen Denken. Das Guinness war trotzdem seht lecker und ich denke, dem Pub werden wir bald mal wieder einen Besuch abstatten.
So, nächste Woche steht die erste Klausur an und ich stelle von Woche zu Woche fest, dass die Dozenten doch wirklich größten Teils einen an der Klatsche haben. Der eine ist immer betrunken und hat eine wahnsinns Fahne, der nächste schwitzt immer und ist total unruhig während seiner Vorlesungen und sagt ständig: „Ok, here’s the deal“ obwohl es gar nicht in den Zusammenhang passt und der dritte bringt seinen Vogel mit in den Unterricht und lacht als dieser auf den Teppich sch*** mit dem Kommentar, das trocknet ganz schnell. Ich habe keine Ahnung wo ich hier gelandet bin. Ich hoffe nur, dass die Klausuren genauso locker werden, wie die Dozenten es sind und man alles auch als nicht Native-Speaker gut meistern kann.
Ich werde euch dann berichten, wie es gelaufen ist. Macht es gut und verzweifelt nicht, bei dem ganzen Schnee. Ihr könnt mir ja was davon aufheben.

 


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