Asia - Here I come... |
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Bali und die Moral von der Geschicht06:56, 17.04.2008 0 Kommentare Link
Hallo zusammenBali ist wunderbar. Das Wetter ist einfach nur heiss und wolkenlos, die Leute sind nett und mein Hotel ist grandios. Bali ist definitiv ein wuerdiges Ende meiner Reise ist. Mit diesen Straenden, der touristischen Infrastruktur und der schieren Masse Touristen fuehlt man sich wie im Katalog-Paradies. Ok, genug superlativ. Meine Reise neigt sich dem Ende zu. Ich habe vorhin ausgecheckt aus meinem Hotel und warte jetzt auf meinen Rueckflug nach Zuerich. Da dieser erst um 17.45 Uhr MEZ abfliegt habe ich genug Zeit, in Ruhe ein Fazit zu ziehen, all die Lektionen, welche ich auf der ganzen Reise gelernt habe, mal aufzuschreiben. Bei einigen der Dingen handelt es sich um lokale Sonderheiten, andere gelten fuer ganz Asien: - Es gibt keine Mahlzeit, zu der man kein Knoblibrot essen kann. - Nur weil man einem Taxifahrer abgewunken hat, heisst das noch lange nicht, dass man nicht das naechste Taxi 5m weiter braucht. - Flip-Flops sind teurer als MP3-Player. - Schlange stehen ist was fuer Anfaenger. Draengeln daher explizit erwuenscht. - Ein 80cm-Bett ist ein Doppelbett. - Strassenverkehrsregeln sind was fuer Weicheier. - Nur weil der Touri nichts kaufen WILL heisst das noch lange nicht, dass er nichts kaufen WIRD, wenn man ihn nur lange genug nervt. - Da Fuehrerscheine eine Verschwendung von Papier und Tinte sind, braucht man keine. - Es gibt keine Frucht oder Gemuese aus der man kein Shake machen kann. - Ein Einzelzimmer mit 2 Betten kann ohne die Einwilligung des Gastes oder eine Preisereduktion jederzeit in ein Dorm umgewandelt werden, indem man einfach jemand anderes einquartiert. - Schlechte Karaokesaenger muessen nur laut singen um gut zu klingen. - Touristen in einem Touristen-Bus wollen in einem Nachtbus laute lokale Musik hoeren. - Der einzige Grund, warum ein Mann die Region besuchen will ist Sextourismus. Man muss ihn nur oft genug fragen und gegebenenfalls ueberzeugen. - Max. Passagierzahlen auf Faehren sind Richtlinien. Siehe dazu Strassenverkehrsregeln. - Man kann immer ein Tuktuk brauchen, auch wenn man schon in einem sitzt. - 6 Personen passen locker auf ein Motorbike. - Wenn ein Tourist nicht ein Armband will, vielleicht will er dann 10? - Alles, was man in einem Kombi transportieren kann, kann auch problemlos auf einem Motorbike transportiert werden. - Mind. eine Person bekommt sein Essen erst, wenn alle anderen schon fertig sind. - Salat wird immer zusammen mit Pommes Frites serviert. - Die Strassen sind von rechts wegen verpflichtet, alle 3m ein groesseres Schlagloch aufzuweisen. - Der Taxipreis am Ende der Fahrt kann immer hoeher (komischerweise jedoch nie geringer) sein als der Preis, den man vorher ausgehandelt hat. - Pro Haeuserblock gibt es mindestens einen 7/11-Shop. Die Preise in diesen Shops koennen allerdings massiv unterschiedlich sein. - Alle Schweden ueberwintern in Asien. - Bob Marley ist ein Gott und wird als solcher verehrt. - Koreaner und Israelis sind von Natur aus betrunken und verhalten sich entsprechend laut und ungehalten. - 30 Malayische Ringgits = 30 Singapur-Dollar. - Die Zone zwischen Grenzposten ist dazu gedacht, mit Drogen zu dealen. - Das Erdoel ist nur knapp, wenns drum geht, den Taxipreis in die Hoehe zu treiben. Den Motor kann man aber ruhig 4h im Leerlauf laufen lassen. - Die Schweiz ist das reichste Land Afrikas. - In Europa wird nicht geheiratet, man lebt polygam. - Jeder Kaese kommt aus der Schweiz, vor allem Edammer. Tja, ihr seht, in Asien lernt man viel... Nun muss ich aber los, schliesslich will ich noch soviel Sonne wie moeglich tanken bevor ich mich auf den Weg nach Afrik... aeh in die Schweiz mach...;) Cheers Jonas Von Kuala Lumpur via Singapur nach Denpasar04:15, 13.04.2008 2 Kommentare Link
Hallo IhrsJA, ich habs getan: Ich hab den Aequator ueberquert!! Nun gut, die Sonne stand mittags schon seit einer Weile im Norden, aber dennoch. Doch ich greif mal wieder vor. Kuala Lumpur ist eine tolle Stadt mit 2 total verschiedenen Gesichtern. Einerseits gibt es viel Glamour, Hochhaeuser, freundliche Leute, andererseits sieht die Rueckansicht der schoenen Haeuser oftmals nicht so toll aus. In Kuala Lumpur treffen die Extreme von Arm und Reich ungebremst aufeinander. So haben etwa 30% der Leute nicht genug Geld fuer ihr taegliches U-Bahn-Ticket zur Arbeit. Sie muessen dann zu zehnt auf ein Pickup-Truck sitzen, trampen oder sie schlafen direkt in Kartonunterkuenften in Seitenstrassen gleich neben ihren Arbeitsplaetzen. Fuer die Touris ist das allerdings kein Problem, und so standen fuer uns die Petronas-Towers, der Kuala Lumpur Tower und der botanische Garten auf dem Programm. Dies war fuer mich der erste botanische Garten in dem es in den Gewaechshaeusern weniger stickig war als draussen. Auch das Nachtleben in Kuala Lumpur ist ziemlich ausgelassen und abenteuerlich, wenn auch mindestens so teuer wie in Zuerich. Nicht ganz ausgeschlafen ging es danach weiter nach Singapur. Singapur ist eine einzige Enttaeuschung. Alles ist super modern und gestylt, alle laufen mit den neuesten Handys rum... und niemand redet miteinander. Es gibt so gut wie keine Kaffees, Bars oder Restaurants und alles ist extrem unpersoenlich. Dass ueberall Posters von einem entflohenen Haeftling der Al-Quaida-Zelle in Singapur rumhaengen traegt zur Lieblichkeit bei wie die Terror-Warnung- und "Wie reagieren im Falle einer Bombendrohung"-Videos, welche im Endlos-Modus in allen oeffentlichen Gebaeuden laufen. Ich war knappe 2h beschaeftigt eine Bar zu finden, welche die Champions League-Spiele uebertraegt, und was in 4 anderen asiatischen Laendern kein Problem war, ist in Singapur ein Ding der Unmoeglichkeit. Da Fritz, ein kanadischer Geologie-Student welcher mich seit Laos begleitete, von Singapur nach Perth flog, trennten sich unsere Wege hier, was wir natuerlich begiessen wollten, aber anstatt Fussball und Bier in einem Pub gabs hier nur das Golf-Mastersturnier und Softdrinks in einem Subway... traurig aber wahr. Ich blieb nur ein bisschen mehr als 24h in Singapur, danach war ich auf dem Rueckweg nach Kuala Lumpur, wo ich tags darauf das Flugzeug nach Denpasar auf Bali nahm. Tja, und hier bin ich nun, im Hotel Legian Beach auf Bali. Das erste mal seit 10 Wochen ein Zimmer fuer mich allein, mit eigenem Bad, funktionierendem Warm-Wasser, richtiger Toilette, taeglich gewechselter Bettwaesche... Und es hat Schweizer hier. Nach endlosen Monaten mit Australiern, Schweden, Amerikanern, Schweden, Englaendern, Schweden, Deutschen und (ihr werdets kaum glauben) Schweden und nur einer kleinen handvoll Schweizern ist das hier fuer mich wie ein kleines Paradies. Ihr seht, ich sehne mich langsam aber sicher zurueck. Ich werde die naechsten Tage wieder mit Tauchen verbringen und dem Versuch, surfen zu lernen. Ausserdem muss ich noch kraeftig an meiner Braeune arbeiten, ich will euch ja schliesslich eifersuechtig machen...;) Ich wuensche euch alles gute und bis zum naechsten Mal Jonas aka Scito Von Koh Tao nach Kuala Lumpur10:30, 6.04.2008 0 Kommentare Link
Hallo alle zusammen Langsam neigt sich mein Trip hier dem Ende zu und ich muss zusehen, dass ich rechtzeitig nach Bali komme. Dort habe ich in Kuta Beach ein Hotel gebucht, in welchem ich die letzten 5 Tage noch einmal so richtig faulenzen und Kraft tanken fuer den langen Rueckflug werde. Ich bin am 31.03 aus Thailand ausgereist, bin zuerst mit der Faehre von Koh Tao nach Chumphon auf dem Thailaendischen Festland gefahren und von dort mit dem Nachtzug nach Sungai Kolok. Der Nachtzug ist total anders als diejenigen in Europa: Die Betten sind einfach links und rechts des Korridors und werde lediglich durch Vorhaenge abgetrennt. Und da (entgegen unseren Erwartungen) ausser uns nur Thailaender und Malaysier im Zug waren, bekamen wir einen tiefen Einblick in Thail-Trinkspiele, Essgewohnheiten und Kultur. War ziemlich eindruecklich. Als wir dann in Sungai Kolok, der Grenzstadt zwischen Thailand und Malaysia auf der Ostseite, ankamen war die Nacht doch sehr kurz geworden. Da es kuerzlich einige Bombenanschlaege in diesem Ort gegeben hat, war alles voller Militaer und Polizei. Aber nach knapp 30min vor Ort war ich ausser Landes. Heute gings dann weiter nach Kuala Lumpur. Von meinem Zimmer kann ich die Petronas-Towers sehen und die werde ich morgen auch auf jeden Fall besichtigen. Heute allerdings regnet es und ich werde mich trotz den herrschenden 30 Grad keinen Meter mehr als noetig bewegen - habe immernoch ein gewaltiger Muskelkater von meinem Dschungelhike. Ich wuensche euch einen beschaulichen Sonntag Gruss
Jonas aka Scito
Fotos08:53, 26.03.2008 0 Kommentare Link
Hallo zusammenIch hab endlich ein Internetkaffee gefunden, in dem ich meine Fotos hochladen kann. Klickt einfach rechts auf Fotoalbum und dann auf die entsprechenden Ordner. Viele Gruesse Jonas Von Angkor Wat nach Koh Tao10:55, 25.03.2008 0 Kommentare Link
Halli Hallo HalloeleTja, tut mir leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe, zuerst war ich dauernd unterwegs und dann waren da nur noch teure Internetkaffees - es sollte halt nicht sein bis jetzt. Ich verliess Sihannoukville nicht mit dem besten Bild von Kambodscha. Obwohl das Verhalten der Menschen auf extreme Armut zurueckzufuehren ist, so stimmt es einen als Touristen doch recht nachdenklich und auch wuetend, wenn man sich die ganze Zeit verteidigen muss gegen zwielichtige Angebote und aufdringliche Tuktukfahrer. Doch zum Glueck durfte ich in Angkor Wat erfahren, dass nicht das ganze Land so drauf ist. Angkor Wat ist das Nildelta Suedostasiens: Das Machtzentrum des einstigen Khmer-Reiches, welches vom 7. Jhd - 14. Jh grosse Teile des heutigen Vietnams, Laos, Kambodscha, Thailand, Burma und Malaysias umspannte. Und wie im erwaehnten Aegypten mussten/wollten die Soehne saemtliche Prunkbauten des Vaters toppen und so entstand in und um Angkor Wat eine Landschaft mit ueber 1200 Tempeln, Palaesten, Burgen und Kloestern. Nach dem Fall des Khmer-Reiches verfiel alles und das ganze Areal wurde vom Urwald ueberwuchert. Seit etwa 25 Jahren ist man nun dabei, die am besten erhaltenen Anlagen wieder vom Bewuchs zu trennen, doch zuweilen sind die Wurzeln noch das einzige, was das Gebaeude zusammenhaelt. So gibt es einen Teil eines Palastes, welcher zwar ueberirdisch ist und gleichzeitig ''unterbaeumisch'' ist - Fuchsbaufeeling und schoene Fotos sind das Resultat dieser Kombination. Ich verbrachte da 2 lange Tage und war auch gar nicht so traurig, dass ich weiter musste: Wer bei 40 Grad im Schatten und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit im Urwald ueber grosse Truemmer klettert ist bereits nach wenigen Minuten erschoepft. Am naechsten Tag gings dann weiter nach Bangkok, wo wir uns einen lang ersehnten Traum erfuellen konnten: Wir konnten fuer das erste Mal seit beinahe 2 Monaten wieder klassischenwestlichen Fastfood essen! Nach allerlei Thai-Curry in Nordthailand, Tom Yams in Laos und Amok in Kambodscha ( Ja, das Gericht heisst wirklich Amok ) freuten wir uns wie die Kinder auf einen richtigen Burger. Auf dem 14stuendigen Trip hatten wir auch genug Zeit zwischen McDonalds, Burger King, KFC, Wendys und Subway zu entscheiden, wobei letzterer das Rennen machte. Wahrscheinlich das beste Sandwich meines Lebens! :) In Bangkok blieben wir nur fuer 1 Nacht, denn schon am naechsten Abend gings weiter mit dem Nachtbus nach Surat Thani, wo wir morgens um 5 Uhr ankamen, auf ein Boot verfrachtet und nach Koh Phan gan gebracht wurden. Koh Phan gan ist eine kleinere Insel noerdlich von Koh Samui, auf der Ostseite Thailands im Suedchinesischen Meer. Die Insel selber ist paradiesisch schoen und bietet Palmenstraende, tuerkisfarbenes Wasser, viele Fische und natuerlich guenstige Bungalows direkt am Strand. Da die Insel aber nichts hat, was sie von anderen Inseln in der Region unterscheiden wuerde, haben sich die Einheimischen was einfallen lassen : Jeden Monat gibt es jeweils zur Vollmondsnacht eine gewaltige Party am schoensten Strand der Insel. Und so tummelten sich auch diesen Monat am 21. etwa 35'000 Partygaenger (darunter ich) am Strand von Haad Rin und hinterliessen den schoensten Strand der Insel etwa im selben Zustand wie die Quaibruecke nach der Streetparade. Unser Guesthouse war auf der anderen Seite der Insel total ab vom Schuss (25km Dirttrack durch den Urwald bis zur Hauptstadt) wordurch wir uns perfekt erholen konnten. Heute gings nun weiter nach Koh Tao. Diese Insel ist wiederum noerdlich von Koh Phan gan und ein wahres Taucherparadies. Hier werden wir wohl 2-4 Naechte bleiben und dann gehts fuer mich nach Malaysia, Singapur, Jakarta und schliesslich Bali. Euch viel Spass mit eurem Osterschnee!! Gruss Jonas P.S Schild in Angkor Wat: ''Please donate Genocide Center to help provide Genocide'' - soll man da wirklich was spenden?:) Sihannoukville - Mangrovensuempfe, Pimp your daughter und Strandverkaeufer12:39, 13.03.2008 0 Kommentare Link
Halli Hallo Halloele zusammenJa, nun bin ich doch laenger als 1 Woche in Sihannoukville geblieben, das Wetter ist traumhaft, der Strand ist sauber und das Wasser hat etwa 30 Grad - Warum sollte ich da weg gehen wollen? Nun, nicht alles hier ist so paradiesisch, wie man vielleicht auf den ersten Blick vielleicht vermutet: Als mein Bus aus Phnom Penh kommend in SIhannoukville hielt, wollte eigentlich keiner so wirklich aussteigen: Ausserhalb des Busses standen etwa 50 Leute, alles Tuktuk-Fahrer oder Hotelvertreter, die sich um den Bus draengten, Prospekte an die Scheibe drueckten und einen Laerm veranstalteten, als ginge die Welt unter. Entsprechend ging es dann auch weiter. Als mein Rucksack aus dem Bus geladen wurde, schnappte sich ein Tuktukfahrer gleich mein Gepaeck und lief zu seinem Tuktuk. Saemtliches zerren und protestieren meinerseits wurde ignoriert bis wir sein Vehikel erreicht hatten. Dort versuchte er mich und mein Rucksack in sein Tuktuk zu verfrachten und ich musste ihn vor die Brust stossen, bis er damit aufhoerte. Da mein Guesthouse gleich auf der anderen Seite der Strasse war, brauchte ich kein Tuktuk oder Motorbike und lief los. Auf dem Weg bemerkte ich allerdings, dass die Fahrer der Motorbikes und Tuktuks es drauf anlegen, jedem Touristen die Ferienstimmung zu versauen: In Kambodscha sucht nicht der Kunde sein Taxi aus, es ist umgekehrt. Sieht der Fahrer einen Touristen eine Strasse entlang laufen hupt er ihn an und fragt, ob er ein Motorbike/Tuktuk braucht. Stehen mehrere Fahrer an einem Ort fragen ALLE, und schaut man dann nicht allen ins Gesicht und schuettelt den Kopf, kommt mindestens einer auf die Idee, dir nachzufahren und dabei laufend zu hupen - vielleicht hat der Tourist ihn ja einfach nicht gehoert, oder? Das groesste Problem an diesem System ist die Anzahl der Fahrer: Es gibt fuer jeden Touri mind. 1 Motorbike und deshalb wird man etwa alle 20 Sekunden angehupt. Einige hupen einen auch an, wenn man in einem Restaurant sitzt oder setzen sich neben dich und erklaeren dir: ''You will come with me on motorbike.'' Wagt man es dann zu widersprechen oder abzulehnen wird nicht selten ausgespuckt, ein Fluch gemurmelt oder ganz boese gestarrt. Und braucht man ann doch einmal ein Tuktuk, so versuchen sie garantiert, dich ueber den Tisch zu ziehen, wollen am Ende der Fahrt als zu Beginn, oder laden dich zuweilen einfach am falschen Ort ab. Ueberhaupt ist das ''Touristen-ueber-den-Tisch-ziehen'' Kambodschanischer Volkssport Nummer 1: Bis jetzt hats noch jeder versucht und man muss jedesmal hoellisch aufpassen, sobald es um Geld geht. Endlich in meinem Guesthouse angekommen (liegt direkt am Meer), wollte ich gleich das Strandleben ausnutzen: Mit Badezeug, Sonnenbrille und -schutz und Buch bewaffnet gings los Richtung Serendipity-Beach, dem groessten Strand von Sihannoukville. Dort angekommen war ich allerdings erstmal von mindestens 5 Strandverkaeufer umlagert: Fruechte, Fussmassagen, Scarfs und Sonnenbrillen - alles zum ''You are my friend''-Preis. Jap, ich bin am Meer angekommen. Doch im Gegensatz zu anderen Strandverkaeufern zeichnet die Kambodschaner eine bemerkenswerte Sturheit aus: Nur weil ein Tourist Nein sagt, heisst das noch lange nicht, dass er nichts kauft, wenn man ihn nur lange genug nervt. So schnappen sich die Fussmassage-Frauen deine Fuesse, die Sonnenbrillen-Heinis quasseln weiter auf dich ein und die Fruechte-Typen druecken dir eine Frucht nach der andern unter/in die Nase - herrlich entspannend. Es ging dann auch nicht lange, bis einigen Damen des aeltesten Gewerbes der Welt auffiel, dass ich alleine unterwegs war und so fand ich mich ploetzlich umschwaermt von Prostituierten, im Alter irgendwo zwischen 10 und 25. ich konnte sie erst abschuetteln, in dem ich zurueck ging in mein Zimmer und hinter mir die Tuere abschloss. Besonders schlimm ist die Situation jeweils am Abend in den Bars: Lehnt man dort das Angebot einer Prostituiertenab, so kann es vorkommen, dass sie fragt, ob man ihre Tochter wolle. ''Pimp your daughter'' im Wortsinn. All dies zusammen ist der Grund, warum ich Kambodscha kein zweites Mal besuchen will und ich auch mein Aufenthalt hier verkuerzen werde. Auf der anderen Seite ist Kambodscha bisher das landschaftlich gesehen schoenste Land, das ich besucht habe: Endlose Palmenstraende, sauberes Wasser, sattgruene Waelder. Ich unternahm bereits Ausfluege in einen Nationalpark, in welchem man Boat-Trips in einem Mangrovensumpf machen kann, man sieht Affen und Delfine, richtig schoen. Ausserdem unternahm ich einen 3-Tages-Tauchtrip, bei dem man die Nacht jeweils auf kleinen Inseln verbringt, und auch sonst viele einsame Straende, Buchten und Riffe besucht - ein absolutes Highlight. So, ich hoffe, euch gehts allen gut und wuensche euch alles gute. Jonas aka Scito Minen und Polizeistaat in Laos10:22, 2.03.2008 1 Kommentare Link
Hallo ihr Lieben und Liebeninnen Tja, nun bin ich schon wieder raus aus Laos. Seit meinem letzten Eintrag ist eine Menge Zeit vergangen und auch entsprechend viel passiert: WC-Gaenge mit Metalldetektoren, Baggage-Claim Lao-Style sowie natuerlich weiteren Abenteuern auf dem Weg in den Wilden Osten Laos. (explicit language - parental advisory) Wie ich schon geschrieben habe, verbrachte ich 4 Tage der letzten Woche in einem Camp vom Sprengstoff-Aufraeumern, welche nicht explodierte Munition aus dem Vietnam-Krieg entschaerfen oder kontrolliert explodieren lassen. Dies toent jetzt vielleicht spannender als es effektiv war, denn natuerlich durften Laien nicht in die Naehe scharfer Bomben und sobald ein Sprengsatz entschaerft war, wurde er sofort von laotischen Polizisten abtransportiert (Man konnte die einzelnen Teile wie Zuender, Huelle etc, nachher auf dem lokalen Markt kaufen als Souvenir. Schon mal versucht, ein Bombenzuender im Flugzeuggepaeck mitzunehmen?). Doch ich unternahm ein Spaziergang im Minenfeld und durfte 3mal den Knopf druecken... Spass garantiert. Ausserdem bekam ich einen Einblick in die Probleme vor Ort. So gibt es Beispielsweise Napalmbomben, welche nicht entschaerft werden KOENNEN. Jagt man allerdings eine Napalmbombe hoch riskiert man, dass benachbarte Bomben aus lauter Sympathie mit hochgehen.... garantiert kein Spass. Was diese Zeit aber wirklich speziell macht sind die kleinen Unterschiede: So zum Beispiel war es nacht Sonnenuntergang Pflicht, entweder mit einem Guide oder einem Metalldetektor auf das WC zu gehen, aus sicherheitsgruenden. Natuerlich wurde der Weg und alles schon total geraeumt, aber es beschleicht einen ein mulmiges Gefuehl, wenn man mit dem Ding unterwegs ist. Zurueck in Vang Vieng blieb mir dann noch genuegend Zeit, noch einmal Tuben zu gehen bevor ich dann gestern nach Vientiane, der Hauptstadt Laos, fuhr. Heute morgen ging dann mein Flug nach Phnom Penh und ich musste bereits 3h vor dem Abflug am Flughafen sein, um rechtzeitig durch alle Sicherheitskontrollen zu kommen: 4mal Pass zeigen, 2mal durch den X-Ray, 1mal Gepaeck leeren und ganz am Schluss: Baggage-Claim Lao-Style. Dabei wird man von einem freundlich laechelnden Beamten darauf aufmerksam gemacht, dass man ihm besser 250 USD zahlen sollte, da sonst das Gepaeck nicht im Flieger sein wird. Zwar konnte ich ihn auf 50 USD runterhandeln, aber ich verliess also Laos mit schierer Wut im Bauch auf ein paar 18jaehrige Arschloecher in Uniform. (beinahe 20 Prozent der Maenner arbeiten fuer die Polizei in Laos. Sie sind unter anderem fuer Heiraten, Scheidungen und Grundbesitz zustaendig - nichts laeuft ohne das OK der Herren Pozilisten). Nun, auch Kambodscha ist ein Polizeistaat, daher war ich auch nicht ueberrascht, als mein Pass von 11 Polizisten ueberprueft wurde und wiederum 3 X-Rays auf mich warteten. Und dann sollte ich 20 USD Visagebuehren bezahlen, welche ich dank den laotischen Kleinarsch-Affen in Unifom natuerlich nicht mehr hatte. Da natuerlich keine Visakarte od andere Waehrung akzeptiert wurde, wurde ich von freundlichen (und bewaffneten) Herren zur naechsten Bank begleitet... herrliches Gefuehl, auf dem Ruecksitz eines Polizei-Tuk-Tuks aus dem Flughafen gebracht zu werden. (sassen aber noch etwa 5 andere im gleichen Tuk-Tuk, alle desselben Verbrechens schuldig.) Nachdem ich endlich ein Guesthouse gefunden habe und mir eine neue Natelnummer gekauft habe, besuchte ich die Killing Fields und das Suol Teng-Gefaengnis. Beide waren unter Pol Pot in Betrieb und sind das Asiatische Dachau: zwischen 1975 - 1979 wurden im kommunistischen Kambodscha Millionen Menschen umgebracht, davon etwa 60.000 auf den Killing Fields im Suedwesten Phnom Penhs. Das Gefaengnis seinerseits war stolz darauf, taeglich bis zu 300 Gefangene zu Tode gefoltert zu haben. Ein Besuch in Kambodscha ohne die Auseinandersetzung mit dieser Tragoedie ist fast nicht moeglich, denn die Auswirkungen sind bis heute spuerbar (Bsp: Touris mit Hammer-und-Sichel-T-Shirts werden zuweilen nicht bedient) Morgen gehts fuer mich schon weiter, ich gehe suedwaerts nach Sihanoukville ans Meer. Und nach etwa einer Woche dort wird es weiter gehen nach Siem Reap und Angkor Wat. Ich hoffe, euch gehts allen gut Jonas aka Scito P.S Vang Vieng - Tubing, Scooter, Caving16:41, 23.02.2008 0 Kommentare Link
Hallo zusammenTja, wie ihr seht bin ich doch noch nicht so schnell aus Vang Vieng weggekommen, wie ich gedacht habe. Aber dieser Ort ist einfach paradiesisch, es gibt so viel zu tun und die Bevoelkerung ist noch nicht touristisch verkommen (was man daran erkennt, dass es ihnen zuweilen am Arsch vorbei geht, wenn der Gast etwas moechte..) Eine der lokalen Aktivitaeten ist das sogenannte Tubing. Man bezahlt 4000 Kips (50rp) und wird dafuer mit einem grossen LKW-Reifen etwa 4km den Fluss aufwaerts gebracht und dann laesst man sich einfach den Fluss hinunter treiben. Total chillig. Dies wuerde etwa 3.5h dauern, waeren da nicht die vielen Bars am Ufer, in welchem man neben allerlei normalen Shakes, harten Alk in kleinen Sand-Kuebeln und natuerlich Bier auch das "Special-Menu"anfordern kann. Darauf stehen Mushroom-Shakes, Ganja-Shakes, Opium-Pfeifen, Heroin und natuerlich Koks. Wers mag... Heute allerdings mieteten wir uns Scooter und brausten durch Laos. Wie wohl die meisten von euch wissen bin ich NICHT im Besitz eines Fuehrerscheins, doch meine Frage beim Vermieter wurde mit "Passport as Deposit, then no problem" beantwortet. Mir wurde sofort klar, warum die alle so fahren. So, nun muss ich gehen. Ist schon spaet hier. Euch eine schoene Zeit! Jonas aka Scito Chang Kong, Luang Pra Bang und Vang Vieng04:20, 19.02.2008 1 Kommentare Link
Sabadi zusammenTut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber das Internet hier in Laos ist noch langsamer als in Thailand. Mein Trip nach Laos startete mit einer 6stuendigen Minivanfahrt nach Chang Kong, eine kleine Stadt auf der thailaendischen Seite des Mekongs. Da diese Stadt zwischen Bergen, Fluss und Touris eingeklemmt liegt, wird es dort zur Nacht hin recht kuehl - mein erster Einsatz fuer den Pullover. Ich lernte waehrend dieser Fahrt Tracy und Nancy aus Kanada kennen, sowie Collin aus den USA, Justin aus Australien und Claire aus Bern und wir beschlossen, zumindest unser Laos-Aufenthalt zu sechst zu verbringen. Der naechste Tag startete viel zu frueh und mit einem kleinen Boot wurden wir auf die laotische Seite des Mekongs gebracht. Dort hiess es dann Warten auf das Visa, dann Warten auf das Boot und zuguter letzt Warten auf den Kapitaen des Bootes. Als der dann endlich kam und losfuhr, war das fuer offiziell 60 Personen gebaute Schiff mit gut 150 Touris beladen - sozusagen ein Gratis-Abenteuer. Wir fuhren an diesem Tag 7h mit dem Boot und um uns die Zeit zu vertreiben spielten wir Saufspiele mit Lao-Lao und Snake-Whiskey. Lao-Lao ist ein laotischer Reis-Schnaps, welcher (immerhin mit 40 % ausgestattet) ungefaehr so angenehm schmeckt wie fluessige faule Eier. Beim Snake-Whiskey wird in die Flasche noch eine tote Kobra oder Skorpion oder beides gestopft, das ganze mit Lao-Lao aufgefuellt und soll gut fuer die Potenz und geistige Faehigkeiten sein (und fuegt dem faule-Eier-Geschmack noch die liebliche Note von verwesendem Tier hinzu) Nach langen 7h kamen wir dann in Pak Beng an, dem Dorf, in dem alle Mekong-Reisenden ihren Zwischenhalt einlegen. Und obwohl es deshalb viele Guesthouses und Hotels hat, so wollten die doch fuer ein Zimmer mit warmer Dusche tatsaechlich 30 US-Dollar. Ein Zimmer ohne warmes Wasser kostete 4 US-Dollar. Aber die wissen wie man Geschaefte macht, nach dem Tag auf dem Wasser waren wir alle ziemlich durchgefroren und wir mussten uns stark zusammenreissen, der Versuchung nicht nachzugeben. Als wir dann zu Abend assen erfuhren wir noch, dass der Ort keine Stromversorgung hat, und jedes Haus sein eigener Generator besitzt. Bestellte man also im Restaurant einen Shake fielen aufgrund des MIxers saemtliche Lichter aus. Des weiteren stellen alle ihren Generator um punkt 10 Uhr ab. War man dann nicht im Bett brauchte man schon eine Taschenlampe oder Kerzen. Auch diese Nacht war ziemlich kuehl, doch als wir am naechsten morgen weiterfuhren, kam erstmals die Sonne wieder heraus und der zweite Teil unserer Kreuzfahrt ging beschaulich zu Ende. Der erste Eindruck von Luang Pra Bang ist, als sei man irgendwo in einem Kaff miten in Frankreich gelandet. Der Baustil der Haeuser, ueberall Kaffees auf Franzoesisch angeschrieben - alles ist erhalten geblieben aus der Zeit der Franzoesischen Kolonie, als Luang Pra Bang Provinzhauptstadt war. Beinahe panisch vergewisserte ich mich, dass ich noch in Laos war: Eine Gruppe schwerbewaffneter Polizisten - phuuuu, Glueck gehabt. Claire hatte von einem Freund gehoert, man solle sich vom Pier aus rechts wenden und dort nach Guesthouses suchen, da es dort ruhiger und guenstiger sei. Und prompt fanden wir ein Guesthouse, welches 5min Fussmarsch von der Hauptstrasse entfernt war und von einer Familie gefuehrt wird, die nicht Englisch sondern Franzoesisch spricht. Luang Pra Bang gehoert zum Unesco Weltkulturerbe und deshalb wird viel in die Instandhaltung und Restaurierungen aller Sehenswuerdigkeiten und Gebauede gesteckt. Die Tempel und Kolonialhaeuser haben allerdings stark gelitten waehrend der Zeit des Kommunismus und so sieht zwar alles sauber aus, aber der Glanz ging vielerorts verloren. Wir verbrachten dort 3 Naechte und besichtigten Tempel, das Nationalmuseum, ein atemberaubender Wasserfall und eine Hoehle voller Buddha-Statuen, in welcher man keine Fotos machen KANN, da (sobald der Altar mit auf dem Bild ist) der Blitz von vielen, von Auge Unsichtbaren Teilchen, reflektiert wird und man gar nix erkennen kann... Gaensehaut garantiert. Heute machten wir uns dann auf den Weg nach Vang Vieng, eine kleine Stadt noerdlich von Vientiane, der Hauptstadt. Hier werden wir 3 Naechte bleiben und ebenfalls Wasserfaelle, Elefanten, Tempel etc besichtigen. Danach geht es weiter nach Vientiane, wo sich unsere Gruppe leider aufloesen wird. Einige gehen nach Hause, andere nach Kambodscha und Vietnam... Nur Justin und ich haben beschlossen, unsere Trips zu kombinieren, wir werden nach Vientiane suedwaerts gehen und etwa einen Monat in Thailand verbringen mit Island-Hopping. So, das wars fuer heute. Das naechste Mal werde ich wohl aus Vientiane schreiben, aber keine Ahnung, wie das so laeuft... Bis dahin sag ich Khap t'Chai la Lai fuers lesen meines Blogs und bis auf weiteres Jonas aka Sciro Chiang Mai Trekking & Laos13:23, 13.02.2008 1 Kommentare Link
Hallo ihr Bewohner der Kaelte Mein Aufenthalt in Chiang Mai naehert sich dem Ende, ich werde morgen aufbrechen Richtung Luang Prabang in Laos. Dies leider eine Woche frueher als geplant, da das Kloster, welches ich eigentlich besuchen wollte im Moment keine Touristen mehr aufnimmt, da der Abt gestorben ist. Dafuer werde ich entschaedigt durch ein goettliches Wetter: Ich habe seit etwa 4 Tagen keine Wolken gesehen, wir haben nachts etwa 20 Grad, tagsueber bis 35... es koennte nicht schoener sein. Die Zeit, welche ich dadurch uebrig habe, werde ich wohl durch Island-Hopping "verplempern", Phuket, Koh Samui, Ko Phi Phi und Ko Samet erwartet ein weiterer Tourist. Es gibt hier eine Flugzeuggesellschaft, welche ausschliesslich diese 4 Inseln bedient und Kombo-Abos verkauft - Jede Insel wird einmal angeflogen fuer 250 USD. Die letzten Tage habe ich hauptsaehlich auf verschiedenen Trekking-Trips verbracht, bin Elefanten geritten, hab etwa 4 verschiedene Bergstaemme besucht (deshalb verschieden, weil sie unterschiedlich penetrant versuchen, dir die genau gleichen Souvenirs anzudrehen) und bin mit einem Speedboat auf dem Mekong rumgeduest. Und es gibt 2 unter euch, die nun gleich denken werden "wir habens ihm ja gesagt": Uns ist der Motor mitten auf dem Fluss abgesoffen. Doch zum Glueck hat der Sonntagskapitaen nur vergessen nachzutanken, nach 1min Verhandlungen mit einem anderen Boot wurde mitten auf dem Fluss umgetankt und die Fahrt ging weiter. Zudem besuchte ich noch einen Massagekurs fuer Thaimassage (war sehr toll) und einen fuer Fussreflexzonenmassage (keine Ahnung ob der ueberhaupt versucht hat, englisch zu sprechen, verstanden hat ihn keiner - werde ich wohl noch mal machen muessen Morgen breche ich auf nach Laos. Diese Strecke bringe ich in einem Slow Boat auf dem Mekong hinter mich und wird etwa 3 Tage dauern. In Laos warten bereits verschiedenste Aktivitaeten auf mich, unter anderem besuche ich eine Schweiz-Kanadische Gruppe Sprengstoffspezialisten, welche noch UXOs (Unexploded Ordonance - Blindgaenger) aus dem Vietnamkrieg beseitigt. Aber hauptsaechlich werde ich verschiedene Sehenswuerdigkeiten aus der Zeit des Kommunismus besichtigen. (Ausserdem muss ich doch noch fuer einen gewissen angehenden Boersenhaendler ein passendes Anti-kapitalistisches Souvenir finden*g*) Fuer die Zeit in Laos werde ich mein Mobiltelefon abschalten. Das heisst, die letzte Chance mich auf diesem Weg zu erreichen wird am 15.02. um 2 Uhr nachts eurer Zeit sein. Aus Luang Prabang werde ich euch dann berichten wieviele Finger ich noch habe nach dem Minenentschaerfen und ob ich ueberhaupt wieder zurueck komme in die vom Konsum und Kapitalismus verdorbene imperialistische, ungleiche westliche Gesellschaft. *lach* Bis dahin alles gute und moeglichst viel Waerme Jonas aka Scito P.S Ich hab mir gedacht, ich springe nun auf den Web 2.0-Zug auf: Wer eine Postkarte moechte soll seine Adresse an jjacot@gmail.com schicken. Spam-Mail in Form von Postkarten wird garantiert und die ersten 5 erhalten 2 Postkarten..;) Chiang Mai - Nightmarket, Kochkurs und Trekking10:55, 9.02.2008 2 Kommentare Link
"You want original Nivea Body Milk with Botox? It's good for your skin!" "Your computer needs new operating system "Wista" from "Macrosoft"! Here you buy for 800 Baht!" "We dont have cock here!" (und dabei wollte ich doch nur etwas zu trinken...) Jaja, Ferien in Thailand koennen zuweilen seeeehr amuesant sein. Aber mittlerweile hab ich den Verdacht, dass die Verkaeufer dies absichtlich machen, denn je weiter man sich von den Touristenmassen entfernt, desto besser wird das Englisch. Aber ich greife wieder vor: Mein Kochkurs startete standesgemaess mit einem feinen Mittagessen, vom Kochlehrer himself zubereitet. Der erklaerte uns dann sogleich, dass es keine Abschlusspruefung geben werde, da wir uns ja um die Ecke ein Diplom fuer Gault-Millau-Sterne faelschen lassen koennten (ich hab mir mal 9 gegeben:) ). Am Nachmittag zeigte er uns in den Vororten von Chiang Mai verschiedene Maerkte, wo ausschliesslich Thais einkaufen und schickte uns dann los, verschiedene zutaten einzukaufen. Zusammen mit 2 Malaysierinnen bekam ich den Auftrag, 4kg Rind aufzutreiben und fuhr also mit dem Tuk-Tuk zum entsprechenden Markt. Keiner konnte Thailaendisch und als Hilfe hatten wir vom Koch lediglich ein Zettel bekommen auf dem die Menge und "Rind" stand. Mit wenig Hoffnungen verstanden zu werden sprach ich dann also einen Haendler an - und wurde in reinstem Cambridge-English bedient. Der Verkaeufer arbeitet eigentlich als Thailand-Korrespondent fuer verschiedene englische Zeitungen und jobbt nur so nebenbei auf dem Markt. Zurueck in der Kueche bereiteten wir dann verschiedene Gaenge zu, wobei ich fuer den Nachtisch eingeteilt war (Kandierte Fruechte und andere Suenden). Wir hatten aber noch eine Theorie-Lektion ueber Gewuerze und Fleischzubereitungsmethoden. Am naechsten Tag bereiteten wir noch ein klassische Chicken-Sweet-Sour zu fuer den Lunch und besichtigten verschiedene Plantagen und einen Schlachthof. Die Nacht auf heute verbrachte ich dann bei dem Stamm der Karen mitten im Dschungel wo wir auch noch die Eingeborenen-Kueche kennenlernten. (Btw: Grasshoppers sind doch nicht so schlimm, immerhin schmecken sie wie Chips!:) ) Heute war ich ebenfalls den ganzen Tag im Dschungel unterwegs: Morgens fuhr ich mit dem Quadbike durch ein Affen-Reservat und nach einem feinen Mittagessen in einem Elefanten-Aufzuchtsbetrieb(besagte Affen schmecken wie Schweinefleisch) stand eine Wildwasser-Schlauchboot-Tour auf dem Programm. Heute Abend werd ich frueh ins Bett gehen, denn schon morgen gehts zurueck in den Dschungel fuer 3 Tage: Trekking zu Fuss, auf Elefanten und auf Bambus-Floessern ist angesagt. Aber erst geh ich noch im Schweizer Restaurant Aelplermakkaronen essen. Nach Schlange, Affe, verschiedenen Insekten und Wuermern brauch ich das jetzt einfach. Ich werde euch nach diesem Trip wohl hoffentlich auch Fotos liefern koennen, ich hoffe, ich finde dann ein I-Net-Kaffee, wo ich die Fotos hochladen kann. Bis dahin alles gute, schoenes Wetter in euren Skiferien und an alle Cevis: Viel Spass mit dem Mat... Jonas aka Scito p.s Die verkaufen hier Hollywood-Filme in guter Qualitaet. Falls jemand Interresse am Film "Der Hobbit" hat, fuer 150 Baht ist man dabei... Das komische ist nur, dass der Dreh zu diesem Film noch gar nicht begonnen hat...:) Bangkok & Chiang Mai16:12, 6.02.2008 4 Kommentare Link
So, endlich find ich mal ein bisschen Zeit um euch was ueber Bangkok erzaehlen zu koennen. "One night in Bangkok makes a hard man crumble" - so geht der Refrain eines bekannten Liedes. Er stimmt leider nicht ganz: 5min reichen unter Umstaenden auch schon. Aber ich beginne am Anfang: Als ich aus dem Flughafen kam und versuchte, den Airport-Express zu finden reizte bereits ein nicht sehr dezenter Duft meine Nase und je naeher wir downtonwn Bangkok kamen, desto staerker wurde er: Da viele Thais und Chinesen gestern und heute das chinesische Neujahrsfest feiern, wurde der Muell seit 3 Tagen nicht mehr entsorgt. Ich fuehlte mich also irgendwie wie in Neapel, als ich mich auf die Suche nach einem Guesthouse machte. Das New World Lodge Hotel Guesthouse bot mir jedenfalls alles, was ich brauchte: eine Dusche und ein Bett. Ich hatte einen atemberaubenden Ausblick (woertlich zu verstehen) auf einen kleinen Bach, der jedoch als Deponie missbraucht wird dieser Tage. Da ich bereits am Morgen einchecken konnte, schlief ich erst mal ein paar Stunden und erst abends machte ich mich auf den Weg, Bangkok zu erkunden. Ich schloss mich 3 anderen Schweizern an und wir machten erst eine kleine Fahrt auf dem Fluss, welche uns wunderschoene Photos und einen maechtigen Adrenalin-Rush bot, als das Boot beinahe mit einem Frachtschiff zusammengestossen ist. Als wir dann in Chinatown ausstiegen waren wir gleich beim beruehmten Flower Market, auf welchem Orchideen und andere exotische Pflanzen zu Kilo-Preisen verkauft werden. Von da aus gings weiter zu einem Midnights-Market, wo wir zwar die einzigen Touris waren, aber uns wurde auch allerleit angeboten: Lebende Kroeten und Singvoegel, aufgeschlitzte Schlangen und natuerlich "Original Sviss Watches like Relox" (zitat). Hundemuede nahmen wir ein Tuk-Tuk zurueck ins Hotel. Diese Dinger werden dem Gestank nach, den sie verursachen, von Salatoel angetrieben und die Fahrer kuemmern sich weder um Verkehrsschilder noch -polizisten. Am naechsten Tag mieteten wir uns ein TukTuk, welches uns fuer 100 Baht (3.20 CHF) ueberall hinfuhr, wo wir hin wollten. Wir besichtigten den Lucky Buddha, den Giant Buddha und natuerlich den Golden Palace. Um 18.00 Uhr abends fuhr dann ab nach Chiang Mai. Aufgrund von Motorenproblemen dauerte die 9h-Fahrt allerdings 16h, weshalb ich schon wieder einen ganzen Tag verschlief. Aber mein Guesthouse hier in Chiang Mai liegt 3min zu Fuss vom Nachtmarkt entfernt, das Zimmer ist herrlich ruhig und das essen fantastisch. Morgen und uebermorgen habe ich mich fuer ein Kochkurs angemeldet, weiss also noch nicht, wann ich mich wieder melden kann. Ausserdem: wie schon der Busfahrer sagte, als er uns zum 5ten Mal alle aussteigen liess: In diesem Sinne wuensch ich euch bis dahin alles Gute Jonas aka Scito Bangkok05:55, 4.02.2008 0 Kommentare Link
Hallo zusammen heute zum zweiten Nun bin ich schon in Bangkok angekommen und bin genau in das reingelaufen, was ich erwartet habe. Hier reissen sich die Taxis um die Kunden, verlangen aber dennoch etwa das 10 fache, was der Public Tranport kostet. Habe mir nun im Stadtteil KhoSan ein Hotelzimmer genommen und versuche, nun noch moeglichst lange wach zu bleiben um in einen thailaendischen Rythmus zu kommen. Morgen geht es dann wie schon angekuendigt schon weiter nach Chiang Mai, d.h ich darf noch einmal 9h meinen Hintern Platt sitzen Von da sollte ich dann aber auch mal was ueber Tempel etc berichten koennen, doch in Bangkok sind selbst die von einer dicken Schmutzschicht ueberzogen...=( Bis dahin alles gute Jonas aka Scito Doha17:24, 3.02.2008 1 Kommentare Link
Hallo Leute Ich melde mich kurz aus dem Transit-Bereich des Flughafens Doha, wo ich umsteigen muss nach Bangkok. Bis jetzt lief die Reise ganz ordentlich, bis auf ein paar Verstaendigungsprobleme meinerseits mit dem, was die hier Englisch bezeichnen.=) Der Flughafen hier ist total schraeg. So gibt es zum Beispiel 2 verschiedene Frauen-toiletten, eine mit Kopftuch, das andere ohne. Auch das Sicherheitspersonal ist recht eindruecklich. Als ich durch die Sicherheitskontrollen ging, vergass der Mann hinter mir sein Natel aus der Tasche zu nehmen und wurde prompt von zwei netten aber bestimmten Maennern mit Maschinenpistolen durchsucht. So fuehlt man sich sicher...=D Ich melde mich aus Bangkok oder Chiang Mai wieder. bis dann Jonas aka Scito Vor dem Abflug19:03, 29.01.2008 1 Kommentare Link
Hallo zusammenHier werde ich in (mehr oder weniger) regelmässigen Abständen von meiner Tour berichten. Die geplante Route wird mich in Thailand von Bangkok via Chiang Mai, Chiang Rai, Luang Prabang und Vientiane (Laos), Nakhon Ratchisma, Ayuthaya, Angkor Wat (Cambodia) südwärts nach Kuala Lumpur, Singapur, Jakarta, Borobudur und schliesslich Denpasar auf Bali führen. Abflug ist am 03.02.2008 um 11.35 Uhr morgens, am 04.02.2008 bin ich dann in Bangkok und werde mich von dort aus das erste mal melden (oder es das erste mal versuchen..:) ) Bis dann! Jonas aka Sciro |
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