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Sihannoukville - Mangrovensuempfe, Pimp your daughter und Strandverkaeufer12:39, 13.03.2008 0 Kommentare Link
Halli Hallo Halloele zusammenJa, nun bin ich doch laenger als 1 Woche in Sihannoukville geblieben, das Wetter ist traumhaft, der Strand ist sauber und das Wasser hat etwa 30 Grad - Warum sollte ich da weg gehen wollen? Nun, nicht alles hier ist so paradiesisch, wie man vielleicht auf den ersten Blick vielleicht vermutet: Als mein Bus aus Phnom Penh kommend in SIhannoukville hielt, wollte eigentlich keiner so wirklich aussteigen: Ausserhalb des Busses standen etwa 50 Leute, alles Tuktuk-Fahrer oder Hotelvertreter, die sich um den Bus draengten, Prospekte an die Scheibe drueckten und einen Laerm veranstalteten, als ginge die Welt unter. Entsprechend ging es dann auch weiter. Als mein Rucksack aus dem Bus geladen wurde, schnappte sich ein Tuktukfahrer gleich mein Gepaeck und lief zu seinem Tuktuk. Saemtliches zerren und protestieren meinerseits wurde ignoriert bis wir sein Vehikel erreicht hatten. Dort versuchte er mich und mein Rucksack in sein Tuktuk zu verfrachten und ich musste ihn vor die Brust stossen, bis er damit aufhoerte. Da mein Guesthouse gleich auf der anderen Seite der Strasse war, brauchte ich kein Tuktuk oder Motorbike und lief los. Auf dem Weg bemerkte ich allerdings, dass die Fahrer der Motorbikes und Tuktuks es drauf anlegen, jedem Touristen die Ferienstimmung zu versauen: In Kambodscha sucht nicht der Kunde sein Taxi aus, es ist umgekehrt. Sieht der Fahrer einen Touristen eine Strasse entlang laufen hupt er ihn an und fragt, ob er ein Motorbike/Tuktuk braucht. Stehen mehrere Fahrer an einem Ort fragen ALLE, und schaut man dann nicht allen ins Gesicht und schuettelt den Kopf, kommt mindestens einer auf die Idee, dir nachzufahren und dabei laufend zu hupen - vielleicht hat der Tourist ihn ja einfach nicht gehoert, oder? Das groesste Problem an diesem System ist die Anzahl der Fahrer: Es gibt fuer jeden Touri mind. 1 Motorbike und deshalb wird man etwa alle 20 Sekunden angehupt. Einige hupen einen auch an, wenn man in einem Restaurant sitzt oder setzen sich neben dich und erklaeren dir: ''You will come with me on motorbike.'' Wagt man es dann zu widersprechen oder abzulehnen wird nicht selten ausgespuckt, ein Fluch gemurmelt oder ganz boese gestarrt. Und braucht man ann doch einmal ein Tuktuk, so versuchen sie garantiert, dich ueber den Tisch zu ziehen, wollen am Ende der Fahrt als zu Beginn, oder laden dich zuweilen einfach am falschen Ort ab. Ueberhaupt ist das ''Touristen-ueber-den-Tisch-ziehen'' Kambodschanischer Volkssport Nummer 1: Bis jetzt hats noch jeder versucht und man muss jedesmal hoellisch aufpassen, sobald es um Geld geht. Endlich in meinem Guesthouse angekommen (liegt direkt am Meer), wollte ich gleich das Strandleben ausnutzen: Mit Badezeug, Sonnenbrille und -schutz und Buch bewaffnet gings los Richtung Serendipity-Beach, dem groessten Strand von Sihannoukville. Dort angekommen war ich allerdings erstmal von mindestens 5 Strandverkaeufer umlagert: Fruechte, Fussmassagen, Scarfs und Sonnenbrillen - alles zum ''You are my friend''-Preis. Jap, ich bin am Meer angekommen. Doch im Gegensatz zu anderen Strandverkaeufern zeichnet die Kambodschaner eine bemerkenswerte Sturheit aus: Nur weil ein Tourist Nein sagt, heisst das noch lange nicht, dass er nichts kauft, wenn man ihn nur lange genug nervt. So schnappen sich die Fussmassage-Frauen deine Fuesse, die Sonnenbrillen-Heinis quasseln weiter auf dich ein und die Fruechte-Typen druecken dir eine Frucht nach der andern unter/in die Nase - herrlich entspannend. Es ging dann auch nicht lange, bis einigen Damen des aeltesten Gewerbes der Welt auffiel, dass ich alleine unterwegs war und so fand ich mich ploetzlich umschwaermt von Prostituierten, im Alter irgendwo zwischen 10 und 25. ich konnte sie erst abschuetteln, in dem ich zurueck ging in mein Zimmer und hinter mir die Tuere abschloss. Besonders schlimm ist die Situation jeweils am Abend in den Bars: Lehnt man dort das Angebot einer Prostituiertenab, so kann es vorkommen, dass sie fragt, ob man ihre Tochter wolle. ''Pimp your daughter'' im Wortsinn. All dies zusammen ist der Grund, warum ich Kambodscha kein zweites Mal besuchen will und ich auch mein Aufenthalt hier verkuerzen werde. Auf der anderen Seite ist Kambodscha bisher das landschaftlich gesehen schoenste Land, das ich besucht habe: Endlose Palmenstraende, sauberes Wasser, sattgruene Waelder. Ich unternahm bereits Ausfluege in einen Nationalpark, in welchem man Boat-Trips in einem Mangrovensumpf machen kann, man sieht Affen und Delfine, richtig schoen. Ausserdem unternahm ich einen 3-Tages-Tauchtrip, bei dem man die Nacht jeweils auf kleinen Inseln verbringt, und auch sonst viele einsame Straende, Buchten und Riffe besucht - ein absolutes Highlight. So, ich hoffe, euch gehts allen gut und wuensche euch alles gute. Jonas aka Scito Kommentar hinterlassen {Vorherige Seite} {Seite 6 von 15} {Nächste Seite } |
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