Auslandspraktikum bei Lufthansa Cargo

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The End of the Story...

Geschrieben von kahi am 23 April 2009 um 15:39
in 08_März 2009. 2 Kommentare. Link.

Back in good old Germany!

Seit bisschen mehr als 3 Wochen hat mich Deutschland nun also wieder. Wohl auch zum richtigen Zeitpunkt. Optimal zum Frühlingsanfang, so ist die Umstellung nicht ganz so hart, zumindest was die Temperaturen angeht. Schön zu sehen, dass auch hier die Sonne wieder lacht und die Blümchen blühen - sowie auch bereits die ersten Allergien. Der "Willkommenstress" ebbt nun langsam ab, jetzt heißt es also richtig ankommen und wiedereingliedern :-)

6 Monate Praktikum sind vorbei und eine für mich unvergessliche vierwöchige Rundreise durch Südostasien folgte...

Good morning Vietnam: Von Hanoi bis nach Saigon
Startpunkt: 03.03.09, 6Uhr morgens, Changi Airport in S´Pore. Ziemlich knülle, da noch recht schlaftrunken startete unser Flieger in Richtung Hanoi.

--- Old Quarter von Hanoi: Zwischen knatternden Mopeds ---
Dort angekommen war es ziemlich bewölkt und das sollte auch so bleiben. Leicht verdutzt waren Christian und ich als wir uns mal die Leute um uns herum genauer anschauten. Die kramten plötzlich alle dicke Jacken hervor. So kalt kann es ja nicht werden, dachten wir voller Optimismus. Naja warm war anders: 15 Grad sowie tagelange Nebelsuppe. Hätten vielleicht doch vorher mal den Wetterbericht anschauen sollen, denn wir hatten uns jetzt nicht unbedingt klamottentechnisch auf sowas eingestellt. Soweit weg war der Äquator ja nun auch nicht. Egal. Erster Eindruck an der Passkontrolle war "Welcome back in der guten alten DDR". Ein grünuniformierter Beamter herrschte sehr energisch für Zucht und Ordnung indem er die Passagiere an der Passkontrolle einwies und wehe man stellte sich außerhalb der Schlange an. Wir suchten uns ein Taxi und fuhren direkt in die Innenstadt von Hanoi, einmal über den Roten Fluss und ließen uns im Old Quarter - der Altstadt von Hanoi - absetzen. Trotz des eher unschönen Wetters war uns Hanoi auf Anhieb sympatisch. Das Leben dort findet auf der Straße statt inmitten von unzähligen knatternden Motorrädern. Autos gibt es eher selten. Die Altstadt ist nach den früheren Handwerkszünften unterteilt: Vom Stoffhändler über Schuhmacher bishin zur Motorrad-Werkstatt war alles dabei. Dort saßen ganze Familien mit ihren Mopeds auf den Gehwegen, verkauften irgendetwas oder saßen in den Straßen-Garrküchen zusammen. Easy-Going Stimmung also, an den Smog haben sich die Vietnamesen wohl gewöhnt. Ebenso sympatisch war uns die vietnamesische Küche. Wir waren in einer Tour am Essen - mussten ja alles mal ausprobieren :-) Und ein bisschen Sightseeing musste auch sein: Sehenswert war der Hoan Kiem Lake, der Literaturtempel sowie das traditionelle Wasserpuppentheater.

--- Eine Bootsfahrt durch Halong Bay ---
In Hanoi buchten wir einen Bootstrip mit Übernachtung in den bekannten Halongbuchten. Unsere Dschunke war sehr gemütlich, 16 Leute fanden darin Platz, es gab jeweils 2er Kabinen, einen Speißeraum und ein Sonnendeck (welches nur leider nicht benutzbar war, da ja nie die Sonne schien). Wir lernten ein paar lustige Schwaben kennen, mit denen wir abends mit ein paar vielen Bierchen zusammen saßen. Alles in allem ein sehr entspannter Tripp. Wir besichtigten eine riesige Höhle, sind eine Runde in Kayak gefahren in der Bucht und haben den schwimmenden Dörfern bei der Arbeit zugesehen. Bei Sonnenschein hätte das Ganze sicher noch besser ausgesehen, aber so nebelverhangen wirkte die Kartlandschaft auch irgendwie mystisch.


--- Eine Zugfahrt, die ist lustig ---
Wieder zurück in Hanoi ging es einen Tag später zum Bahnhof. Eine 33 Stundenfahrt lag vor uns - einmal vom Norden in den Süden Vietnams bitte. Wir teilten uns unsere Schlafkabine mit einem alten vietnamesischen Ehepaar, die weder Englisch verstanden noch sprachen. Sehr hilfsbereite Menschen, wenn sie was gegessen hatten, so versorgten sie uns gleich mit. Einen Speisewagen gabs leider nicht und von den Toiletten will ich gar nicht erst reden. Ein paar Abteile weiter haben wir wieder Deutsche kennengelernt, wiedermal Schwaben (die sind überall!) und wir hatten einen netten feuchtfröhlichen Abend, leider sind sie am nächsten Morgen schon ausgestiegen. Die Fahrt ging entlang der Küste und wechselte von bergig bis flach, von menschenleeren Stränden bis hin zu sattgrünen Reisfeldern. Nach 24 Stunden Fahrt hatten wir beide aber keine Lust mehr, da konnte die Landschaft noch so schön sein. Irgendwann ist halt mal genug.


--- Saigon ---
Gegen 6 Uhr morgens, am 08.03.09 kamen wir in Saigon an. Hatten wir in Hanoi noch gefroren so wurde uns hier sehr schnell ziemlich heiß: Sonnenschein und über 30 Grad. Gute Laune Wetter :-) Erstmal hieß es mit Sack und Pack in das typische Backpackerviertel von Saigon laufen, frühstücken und dann ein Zimmer suchen und ... duschen! Wir schlenderten 2 Tage durch die Stadt, schauten uns paar Sehenswürdigkeiten an, gingen essen, hatten paar Diskussionen mit einem Rikscha-Fahrer, gingen wieder essen, gönnten uns eine Blindenmassage und hatten ein super geniales 6-Gänge-Dinner bei einer Bootsfahrt auf dem Saigon River (für gerade mal 15 US-Dollar).


Surprising Cambodia: Die Tempel von Angkor und Phnom Penh
Startpunkt: 10.03.09, Saigon. Von dort ging unser Flieger mit Vietnam Airlines nach Siem Reap.

--- Siem Reap ---
Wir landeten auf einem naja, eher Flugplatz. Das Flugzeug bremste, drehte und fuhr die Landebahn zurück zur Parkposition. Niedlich :-) Trotzdem waren wir super überrascht. Ich hätte mit sonstwas gerechnet aber nicht mit so einem hochmodernen Flugplatz. Erste Amtshandlung war unser Einreisevisum. Ungelogen über 15 Bearbeiter hat es gebraucht bis unsere Reisepässe mit einem Visum versehen waren. Sehr amüsant, da hat jeder mal reingeschaut und geblättert und gestempelt. Wir hatten uns schon vorab ein Hostel augesucht weil wir ziemlich spät ankamen und keine Lust mehr hatten vor Ort zu suchen. So setzten wir uns in ein Taxi (was wir uns hätten sparen können, denn eigentlich hätte man uns vom Guest House abgeholt). In unserem Guesthouse angekommen wusste nur leider keiner, dass wir an dem Tag kommen. Somit wurden wir für eine Nacht in ein Hotel verlegt. Also ich muss ja mal sagen, wir hatten irgendwie ganz andere Erwartungen.
Wahnsinns Standard für Budgetpreise mit allem Drum und Dran: Welcome Drink, Internet for Free. Dass Kambodscha zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, sieht man in Siem Reap mal so gar nicht. Unser Taxifahrer erzählte, dass der Tourismus durch die Tempelanlagen erst seit 10 Jahren boomt, die Stadt ist bereits jetzt schon voll verwestlicht obwohl noch nichtmal alle Straßen geteert sind. Ich hab noch nie so gigantische Hotelkomplexe auf einen Haufen gesehen. Der Taxifahrer meinte zwar er freut sich über all die Touristen, wer weiß wielange seine Freude noch so bleibt. Die Kambodschaner sind so ein liebenswertes Völkchen, wahnsinnig gastfreundlich. Es wäre schade, wenn der Tourismus sie verdirbt. Das Zentrum von Siem Reap erinnerte mich irgendwie an den Wilden Westen - kleinstädterischer Charme - vorallem die Pub Street und der Nachtmarkt.

--- Die Tempel von Angkor ---
Einen Tag später starteten wir unsere Tempeltour. Wir beschlossen uns viel Zeit zu nehmen und kauften uns ein 3-Tageticket. Los gings mit dem Remork (kambodschanisches Tuk Tuk) vorallem zu den Haupttempeln Angkor Wat, Bayon und Tha Prohm (Filmkulisse von Tomb Raider). Gigantische Anlage, will man alle Tempel sehen so muss man minimum 10 Tage einplanen. Aber irgendwann ist ja ein Tempel auch nur noch ein Tempel. Die Hitze war gegen Nachmittag ziemlich unerträglich und so waren die Tempelanlagen ein willkommender Schattenspender für ein Picknick und zum Postkartenschreiben.


Besonders schön war der Sonnenaufgang bei Angkor Wat. Wir setzten uns in einen der vorgelagerten Tempel, weiter weg vom großen Tourischwarm, und lauschten als die Zikaden anfingen zu zirpen (die scheinen wohl auch eine innere Uhr zu haben).


--- Phnom Penh ---
Gegen Mittag ging dann unser Bus in die Hauptstadt Phnom Penh, wie schon im Zug in Vietnam, wieder mit lauter Einheimischen. Was man so während der Busfahrt sah, bringt man wohl eher mit Kambodscha in Erinnerung. Karge Landschaft, Langhaus-Siedlungen, Armut.


Der Aufenthalt in Phnom Penh war eher kurz, da wir uns mehr Zeit für die Tempel lassen wollten. Aber soviel konnte man dort auch nicht machen, es war eh viel zu heiß um solange draußen rumzulaufen. Sind ein bisschen am Ufer entlang spaziert, den Markt haben wir uns gespart, da der schon aus Kilometer-Entfernung ekelhaft stank, das wollten wir uns nicht aus nächster Nähe antun. Und so verbrachten wir den Tag vor Abflug wiedermal ... mit Essen (Fisch-Amok *yummie*) und einer ausgiebigen Fußmassage bzw. Maniküre/Pediküre. Von da an beschlossen wir in jedem Land gegen Ende einen Beautytag einzulegen.

Thailand: Bangkok und die südlichen Inseln
Startpunkt: Phnom Penh, 14.03.09. Flug nach Bangkok.

--- Kaufrausch in Bangkok---
Dort angekommen, hatten wir leichte Orientierungsprobleme, da der Flughafen einfach mal zu groß war. Auf den Bus hatten wir keine Lust weils schon so spät war also nahmen wir uns ein Taxi in Richtung Khao San Road, der Backpacker Meile schlechthin. Dort in einer Seitenstraße übernachteten wir in einem Hostel, mitten im Zentrum des Geschehens und im Shoppingparadies. Jeden Abend gabs irgendwas Neues was unbedingt gekauft werden musste :-) Wenn man nun schonmal in Bangkok ist dann sollte man neben der vielen Shopperei natürlich auch ein paar Tempel anschauen. So stiefelten wir los zum liegenden Buddha und zum Grand Palace. Dort trafen wir auf einen sehr hilfsbereiten Thai, der uns darauf hinwies, dass der Tempel erst in 2 Std. für Touris geöffnet werden sollte und so machte er uns die tollsten Vorschläge was man vorher noch alles besichtigen könnte. Als dann plötzlich ein Tuk-Tuk Fahrer neben uns stand, hat´s zum Glück Klick gemacht. Dankend abgelehnt, soll der doch andere Touris übers Ohr hauen.
Man hört ja so die wildesten Geschichten über die legendären Tuk-Tuk Fahrer. Im Grand Palace angekommen, stellten wir ziemlich schnell fest, dass wir so langsam keine Tempel mehr sehen konnten. Nach Angkor war das Limit an Aufnahmefähigkeit nun erreicht. Und somit schipperten wir oft mit der Fähre auf Bangkoks Fluss herum, machten einen Tagesausflug nach Chinatown und mal in die City zum Siam Square, wo wir uns sehr schwer damit taten den Ausgang aus der Shoppingmall wiederzufinden :-) Alles in allem eine super Stadt zum Wohlfühlen. Viel Tradition, aber doch modern.


--- Phuket ---
Am 17.03.09 ging es weiter mit dem Flugzeug nach Phuket, endlich auf die Inseln. Der Wetterbericht hatte mir erstmal die Laune verdorben, denn laut diesem sollte es die ganze Woche regnen, was sich zum Glück als falsch erwies. Immerhin begann jetzt der Faulenzerurlaub. Auf Phuket angekommen, fand sich eine niedliche Bungalowanlage mit Pool, tsunami-sicher auf dem Berg :-) Einen Tag lang ging es an den bekannten Patong Beach, dem Mallorca von Asien. Dort trifft man auf peinliche Leute, für die man sich schämen muss - sei es direkt am Strand oder abends in der Kneipenmeile, dem wohl größten Puffs Thailands.

--- Ko Phi Phi Islands ---
Am nächsten Morgen gings nach anfänglicher Verzögerung (da verhindert wegen Sonnenstich oder sowas) mit der Fähre nach Ko Phi Phi. Dort hatten wir am Long Beach eine Hütte ziemlich nah am Strand. Viel konnte man dort nicht machen außer rumliegen und relaxen. Jeden Abend gabs das tollste Wetterleuchten, geniale Sonnenuntergänge und Gewitter. Tagsüber Sonnenschein und nachts Gewitter, so muss das sein :-)


Außerdem machten wir per Longtailboot einen Rundtrip um die Insel sowie einen Abstecher auf die Nachbarinsel Phi Phi Ley in die bekannte Lagune Maya Bay, zum Drehort von "The Beach". Dort schnorchelten wir bis zum Strand und schauten uns ein bisschen um. Faszinierende Insel, von den vielen nervigen Touris mal abgesehen.


--- Railay/Krabi ---
Nächste und letzte Station Thailands war die Krabiregion. Mit der Fähre ging es wieder eineinhalb Stunden von Phi Phi nach Railay. Auf der Halbinsel angekommen, suchten wir unseren Bungalow, diesmal mittem auf dem Berg mit Meerblick
. Die Region besteht aus drei wesentlichen Stränden: dem Mangrovenstrand Railay East und den Sandstränden Phra Nang sowie Railay West, umgeben von Karstfelsen. Sozusagen wie Halong Bay in Vietnam, nur mit schönerem Wetter :-) Nur faulenzen war dann irgendwie doch zu langweilig und so gings am nächsten Tag zum Island Hopping: Nach Tup Island, Chicken Island und Poda Island zum schnorcheln und faul auf Sandbänken und am Strand rumliegen. Die Unterwasserwelt war mal wieder wie in einem großen Aquarium und die Wassertemperatur wie in der Badewanne. Sehnsucht!!! Wir krabbelten in der Phra Nang Höhle herum und kletterten sportlich die Karstfelsen hoch bis zum Aussichtspunkt über die ganze Gegend (siehe Foto: links Railay West, rechts der Mangrovenstrand Railay East).


Abends schlemmerten wir am Barbeque Buffet und ließen die Abende meist in einer der vielen Bars ausklingen und kämpften eine Nacht mit ungebetenen Gästen namens Kakerlaken (die wohl größten, die ich je gesehen habe, bäh). Alles in allem ein genialer Abschluss eines noch genialeren Inseltripps.


Letzte Station: Malaysia
Startpunkt: 24.03.09, Krabi Airport.

--- Kuala Lumpur: Anders als geplant ---
In Kuala Lumpur angekommen, war ich erstmal krank und lag flach. Da ich nicht die restlichen Tage der Reise im Bett verbringen wollte, stattete ich dem Medical Centre in den Petronas Twin Towers einen Besuch ab. Antibiotika machte den Rest und nach 2 Tagen war ich wieder halbwegs in Ordnung. Den Ausflug in den Taman Negara (dem größten Regenwald in Malaysia) mussten wir leider canceln. Unverhofft kommt oft, aber was solls. Hauptattraktion waren die Twin Towers sowohl bei Tag als auch bei Nacht, die man sich aus allen möglichen Perspektiven anschauen konnte: von unten sowie von oben im Fernsehturm KL Menara. Sonst stromerten wir wegen der ständigen Tropenschauer am Nachmittag in der größten Shoppingmall "Times Square" herum (11 Etagen inklusive einer Achterbahn!!!) und durch Chinatown. Die Stimmung war nach Thailand eher nicht mehr zu toppen lag wohl auch am krank sein und am Regen.


--- Elephant Sanctuary ---
Einen Tagesausflug machten wir trotzdem noch. Raus aus dem verregneten KL ins sonnig heiße Kuala Gandah in eine Elefanten-Auffangstation. Vorab hielten wir jedoch noch in einem Deerland, eher ein Streichelzoo für Kinder. In der Auffangstation wurde uns in einem Video nahegebracht wie frei lebende Elefanten Malaysias aus ihrem Lebensraum gedrängt werden und es deshalb nötig ist, sie in den Taman Negara umzusiedeln und ihnen dort eine neue Heimat zu geben. Naja tierfreundlch sah das alles nicht aus (da man aus Geldmangel nur auf einfache Mittel angewiesen ist) und ob das ganze sinnvoll ist, hat auch noch keiner herausgefunden. Aber immerhin hat man mal aus nächster Nähe eine Menge über den asiatischen Elefanten erfahren und durfte sie füttern, reiten, die Kiddies durften mit den Kleinen Elefanten im Fluss spielen bzw. mit den Elefanten baden - nachdem sie einen riesen Haufen ins Wasser machten :-)

Ja und am 29.03.09 gings mit dem Bus dann von KL zurück nach Singapur, Koffer abholen, ins Büro meinen Heimflug checken, sich ein letztes Mal verabschieden. Zum Glück ging alles ganz schnell, so blieb nicht viel Zeit zum Grübeln. 23:05 Uhr ging mein Flieger direkt nach FRA. Am Flughafen stellte ich fest, dass Stand-by fliegen doch nicht so das Wahre ist, denn ich war die Letzte auf der Warteliste und hatte schon ein bisschen Bammel als ich 22.30Uhr immernoch am Check-In wartete bis mich jemand aufrief. Nach 13 Stunden Flug in FRA angekommen, fertigte mich ein dicker brummelnder Polizist an der Passkontrolle ab. Willkommen zurück in Deutschland!

Fotos gibt es dieses und ein letztes Mal >> hier <<

Time´s flying...

Geschrieben von kahi am 23 February 2009 um 04:39
in 07_Februar 2009. 5 Kommentare. Link.

... 6 Monate sind also fast rum, meine letzte Arbeitswoche hat begonnen bzw. erst morgen - heute ist erstmal letzter Urlaubstag angesagt, bevor der ganze Abschiedsstress naht. Ja so langsam aber sicher macht die die Wehmut breit.

4 Länder in 4 Wochen
Aber rumgeheult wird später! Nach Singapur steht ja noch ein ganzer Monat Urlaub an - nochmal Sonne tanken und Kopf abschalten bevors zurück geht. Für alle, die mich schon mit Fragen gelöchert haben, unsere Rundreise sieht nun folgendermaßen aus (
Sorry für die 3 Lettercodes, sowas lernt man halt wenn man für eine Airline arbeitet. Geht schneller :-):

1. Vietnam: 03.03.-10.03.09
2. Kambodscha: 10.03.-14.03.09
3. Thailand: 14.03.-24.03.09
4. Malaysia: 24.03.-29.03.09


Los gehts also nächste Woche ex Singapur nach Hanoi/Vietnam. Dort wollen wir zu den typischen Karstfelsen, den Halongbuchten. Geplant ist anschließend mit dem Zug einmal quer durchs Land in den Süden zu fahren nach Ho Chi Minh City (Saigon) und je nachdem wie es die Zeit zulässt noch ein bisschen im Mekong Delta rumschippern.

Von dort gehts dann nach mit dem Flieger nach Siem Reap/Kambodscha - Angkor Wat anschauen und anschließend mit dem Bus in die Hauptstadt Phnom Penh.

Von Phnom Penh geht unser Flieger nach Bangkok/Thailand für 3 Tage und anschließend nach Phuket an den berühmt berüchtigten Patong Beach. Um noch ein bisschen Inselfeeling zu genießen, gehts dann weiter am 19.03. mit der Fähre für 2 Nächte nach Koh Phi Phi - Schnorcheln, Sonnen, Nichtstun... Anschließend gehts die letzten Tage nach Ao Nang/Krabi in ein richtig nettes kleines Resort am Railey Beach, wiedermal inmitten von Karstfelsen.

Abschließend gehts von Krabi mit dem Flieger nach Kuala Lumpur/Malaysia. Bisschen Sightseeing in Chinatown und den Petronas und schlussendlich noch ein letztes Mal in den Dschungel - in den Taman Negara, einer der ältesten Regenwälder der Erde. Ein bisschen trekken und draußen übernachten.

Und finally gehts mit dem Bus zurück nach Singapur, Koffer abholen, eine letzte Nacht bevors dann entweder mit dem Flugzeug nach Frankfurt oder via Frachter nach Leipzig geht :-)

That´s it! So ist der Plan, ob´s so wird werden wir sehen :-) Ich werde davon berichten.

Weisheit des Tages...

Geschrieben von kahi am 18 February 2009 um 13:21
in 07_Februar 2009. 2 Kommentare. Link.

...gehe niemals zum Arzt wenn nicht unbedingt nötig, vorallem nicht zum Spezialisten, denn es könnte verdammt teuer werden *grummel*

Schön, wenn der Schmerz nachlässt - Thaipusam in Singapur

Geschrieben von kahi am 10 February 2009 um 17:55
in 07_Februar 2009. 2 Kommentare. Link.

Heyho...

Singapur überschlägt sich grad mit Feiertagen. Nachdem wir den ganzen Hype ums Chinese New Year leider verpasst haben, ging es vergangenes Wochenende weiter mit einem indischen Fest - dem Thaipusam - ein an Vollmond des tamilischen Monats Thai gefeiertes Hindu-Fest in Gedenken an die Gottheit Subramaniam.

Ja ich muss sagen, sehr faszinierend zu was man(n) bereit ist, für seinen Glauben alles auf sich zu nehmen: Wochenlanges asketisches Leben, sprich: keinen Alkohol, Sex, Zigaretten und Fleisch um sich dann den ganzen Körper sowie Wangen und Zunge mit Metallspießen zu durchstechen. Argh! Ist das also Schmerz genug, sich so in Trance zu versetzen um den eigentlichen Schmerz zu vergessen? Ich kann es mir schwer vorstellen. Und um noch einen drauf zu setzen, tragen sie schöne (und ziemlich schwere) mit Göttergaben geschmückte Gestelle, auch Kavadi genannt, am Oberkörper. Un
d diese werden gehalten durch eben diese Metallspieße. Und schlussendlich laufen sie in brütender Hitze einen 3km Weg vom Sri Srinivasa Perumal Temple in Little India zum Chettiar Temple um ihr Gelübde abzugeben.



Das war natürlich mit meinem eher gepaltenen Verhältnis zu Nadeln jeglicher Art genau das richtige Ereignis für mich :-) Aber ich war wohl in Trance genug (leichte Dehydration und akuter Schlafmangel vom Abend zuvor usw.), um mir das mit großer Aufmerksamkeit anzuschauen. Und ich muss sagen, die Stimmung war genial. Im Tempel in Little India, wo das ganze Prozedere vorbereitet wurde, war wohl die ganze indische Bevölkerung Singapurs vertreten. Überall Musik um die Devotees anzufeuern, überall brannten Räucherstäbchen und es lagen im gesamten Tempel Göttergaben verstreut. Achja und man konnte auch an jeder Ecke die Metallspieße kaufen, zum selbst ausprobieren :-)


Ganze Familien waren anwesend und haben dabei zugeschaut, wie Nadel um Nadel mehr in den Körper ihrer Angehörigen gestochen wurde - ohne zu bluten wohl gemerkt. Da wurde mal eben ein bisschen mit dem Fingernadel an der Spitze gekratzt und dann durch die Wange gestochen. Sehr hygienisch also. Naja man hat mir heute gesagt, dass die Spieße vorher in Bananen gesteckt werden, das hat wohl eine desinfizierende Wirkung.

Der Spiegel hatte vor paar Jahren einen interessanten Artikel zum Thaipusam in S´Pore geschrieben. Wer sich also noch weiterbilden möchte, dem emfehle ich nachfolgenden Link.

So und wer hat jetzt Lust auf ein Piercing :-)

Cheerio...

Kuching: Ein Wochenende auf Borneo

Geschrieben von kahi am 3 February 2009 um 16:05
in 07_Februar 2009. 1 Kommentare. Link.

Schon wieder ein Wochenende vorbei und wieder ein Ausflug - der vorerst letzte bevor es auf die große Reise geht.

Diesmal hat es uns in den malayischen Teil Borneos verschlagen (die Insel Borneo gehört sowohl zu Malaysia als auch zu Indonesien). Freitag unmittelbar nach der Arbeit ging es mit Air Asia nach Kuching, auch die Katzenstadt genannt. Zur Erklärung: Kuching ist malayisch und bedeutet nichts andere als Katze. Angeblich durch ein Missverständnis entstanden, als Kolonialzeiten ein Brite einen Malayen nach dem Namen der Stadt fragte und dieser mit Kuching antwortete weil in diesem Moment eine Katze vorbei gelaufen ist. Naja wieviel davon wahr ist, weiß ich nicht. In Kuching angekommen, gings jedenfalls unmittelbar ins Hostel und ab ins Bett, denn so ein Wochenende ist ja leider nicht allzu lang und der Wecker am nächsten Morgen klingelte früh!

Vom Bako Nationalpark und jeder Menge Regen...
Am nächsten Morgen gings mit dem Bus eine Stunde lang in Richtung Norden zum Bako Nationalpark. Also zur Busfahrt kann ich nur sagen, sehr zu empfehlen. Es war wieder mal als hätte jemand die Zeit zurück gedreht. Die Busse (gute alte deutsche Qualität), Baujahr 1970, die Scheiben klapperten bei Fahrtwind und sowas wie Stoßdämpfer gabs wohl auch nicht ... und die malayischen Straßen haben viele Schlaglöcher :-) Und man bekommt des Weiteren echt viel vom Alltag der Einheimischen mit.


Am Nationalpark angekommen, mussten wir noch eine halbe Stunde mit dem Speedboat fahren, um in das Gebiet zu kommen. Dort angekommen, hieß es Schuhe ausziehen und aus dem Boot krabbeln und aufpassen, dass wir auf keine Stachelrochen treten (die graben sich bei Ebbe wohl in den Sand). Nachdem wir uns einen Trail zum Wandern rausgesucht haben und uns registriert hatten, stiefelten wir los und nach schätzungsweise 10min in der puren Natur, wurden wir nett daran erinnert, dass wir uns ja immernoch in der Regenzeit befinden. Nachdem wir so ungefähr eine halbe Stunde blöd im Regen standen, entschieden wir doch umzukehren und zu warten bis es weniger wird. Mit nassen Schuhen und Hosen liefen wir dann nochmal los auf der Suche nach den berühmten Nasenaffen, die dort beheimatet sind. Gesucht - und auch ziemlich schnell gefunden. Lustige Viecher! Außerdem sind uns noch paar Äffchen übern Weg gelaufen sowie eine Art Wildschwein, eine Schlange und zwei in den Bäumen schlafende Flughunde...und natürlich wieder mal jede Menge stechende Moskitos. Pünktlich zur Abfahrt mit dem Boot kam dann auch wieder die Sonne raus :-)

Wer also wissen möchte, wie das ganze dann auch bei Sonnenschein (also so ab Mai) ausschaut, auf YouTube habe ich ein paar nette Werbefilme zum Park gefunden: Discovering Bako

Zurück in Kuching mussten wir uns erstmal von den nassen Klamotten befreien und anschließend zogen wir nochmal los um uns Kuching anzuschauen - eine sehr niedliche, charmante, typisch malayische Stadt. Wir ließen den Abend am Ufer und in einer sehr amüsanten Karaokebar ausklingen. Ich stelle immer wieder fest, dass Karaoke der Volkssport Asiens schlechthin ist.


Semenggoh - Auswilderungsstation für Orang Utans
Den nächsten Morgen ging es früh um sieben - und wieder mal bei Regen - ins Semenggoh Wildlife Centre, eine von Borneos Auswilderungsstationen für verletzte, verwaiste oder beschlagnahmte Orang Utans. Dort gibt es zweimal täglich Fütterungszeiten, bei denen man zuschauen kann. Wir entschieden und trotz Regen für die Fütterung um 9.00 Uhr. Und es hat sich gelohnt. Zu Beginn dachten wir bei dem Wetter verkriecht sich auch jeder Orang Utan, aber der Hunger war wohl groß genug und recht schnell raschelte es überall in den Bäumen. Sogar den "Big Boss" haben wir gesehen, welcher sich wohl sonst eher selten blicken lässt. Und so mampften sie um die Wette, unbeirrt von den mit Regenschirm in einer Reihe stehenden Hanseln, die ihnen alle dabei zuschauten. Ich fand es sehr interessant wie sie sich so auf den teilweisen dünnen Bäumchen fortbewegen, schon faszinierend diese Körperbeherrschung. Wenn man bedenkt, dass Orang Utans über 96% mit dem Menschen gemeinsam haben, dann kann sich wohl jeder von Rückenschmerzen geplagter Büromensch echt eine Scheibe von abschneiden :-)


Jong´s Crocodile Farm
Anschließend besuchten wir noch eine Krokodilfarm - von der Aufzucht bishin zu den ganz großen Salzwasserkrokos war dort alles zu sehen. War ziemlich touristisch ausgelegt mit ihren Show-Fütterungen, aber eine sehr liebevoll angelegte Farm.


Neben den Krokos als Hauptattraktion gab es dort noch diverse andere Tiere zu sehen, die man so auf Borneo finden kann. Unter anderem auch mal wieder wilde Affen. Besonders ein Affenbaby hatte es uns angetan, welches an einem Tetrapak zugange war (die Asiaten fanden´s lustig, manchmal sollten sie echt mal nachdenken!). Auch wenn mans ja eigentlich nicht machen soll, so hat uns der Kleine irgendwie leid getan und wir haben ihm einen Apfel gegeben. Immerhin gesünder als Plastikmüll. Den musste er nur leider gleich an seinen älteren Kollegen abtreten. Der Kampf um den Apfel hatte somit begonnen, der Kleine hatte nur leider nicht viel zu sagen. Aber hin und wieder konnte er sich trotzdem ein Stück ergattern.


Die Regenpause während unseres Besuchs auf der Krokodilfarm blieb leider nur von kurzer Dauer. Und so regnete es sich wieder ein als wir in Kuching waren. Somit verbrachten wir - zur Freude der Malayen - die restliche Zeit vor Abflug noch in sämtlichen Souvenierläden Kuchings.

Das war Borneo! Und wir waren da, wo (auch) der Pfeffer wächst :-)

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