Neptun Saturn die Dritte.
Alle guten Dinge sind drei.
Dies trifft natürlich auch auf die seit September 2006 bestehende Konstellation zwischen Neptun und Saturn zu, die ich im Vorfeld als "Mangel an Liquidität" definiert habe. Ein Umstand der nicht nur mit der Dürre in Italien sichtbar wurde, sondern der sich auch, aber auf eine verborgenere Weise, auf den Kapitalmärkten bemerkbar machte, wie es beim letzten Kursrutsch am 28.02.2007 aufgrund dieser Opposition zu beobachten war, als die japanische Zentralbank - BoJ - die Leitzinsen von 0,25% auf 0,50% anhob.
Zeitzyklen
Verfolgt man den Lauf dieser beiden Langsamläufer durch die Zeit, so findet man die letzten beiden Konstellationen in den Jahren 1936/1937 und 1971/1972 wieder. In beiden Jahren führte ein "Imperium" Krieg. Deutschland in Spanien 1936 und USA in vietnam 1971.
Die exakten Daten sind folgende:
- 21.03.1936
- 04.10.1936
- 18.01.1937
sowie:
- 25.06.1971
- 27.11.1971
- 19.04.1972
Heute:
- 31.08.2006
- 28.02.2007
- 25.06.2007
Unsichtbare Spuren
Wenn man nun den Lauf dieser speziellen Konstellation durch die Zeit verfolgt zu kann man erkennen, das es immer Zeiten waren, indem in gewissen Staaten die Kosten aufgrund ihrer militärischen Eskalationen enorm angestiegen sind und damit viel ungedecktes Papiergeld in den Geldkreislauf gelangte. Im Grunde waren die Staaten, wie es die Konstellation nahelegt, pleite. Um dies zu verdecken lief die Propaganda, als Form der Täuschung auf Hochtouren. Die Misere der Pleitesituation sollte dahingehend übertünscht werden, das das MAN von Friedens- auf Kriegswirtschaft umstellen ließ. So wurde zum einen Vollbeschäftigung erreicht, zum anderen Kredite auf die Zukunft genommen, getreu nach dem Motto: Kaufe jetzt - zahle später.
Wie die Geschichte von 1936 zeigt, kamen die zuständigen Finanzexperten - wie H. Schacht - auf die geniale Idee der Finanzierung ihrer horrent hohen Ausgaben durch spezielle kurzfristige "Wechsel". Was aber sind Wechsel? Nichts anderes als Zahlungsversprechen von Leuten die momentan nicht flüssig sind. Mit Hilfe dieser Wechsel finanzierten sie den jeweiligen Aufschwung. Das ist Heute nichts anders als Damals, nur das diese Wechsel heute nicht mehr Mefowechsel heissen.
Mefowechsel
1971 war es nicht unähnlich. USA unter den damaligen Präsidenten Rich-and-Nix-on, war nicht mehr in der Lage die Kosten für den Vietnamkrieg aufzubringen. Das zeigte sich unter anderem darin, dass dieser Präsident gezwungen war die Golddeckung des US-Dollars aufzukündigen, was am 15.08.1973 nach heftigen Finanz- und Devisenturbulenzen endgültig erfolgte. Seit dieser Zeit wird der US-Dollar nicht mehr durch Gold, als das vertrauensbildende Edelmetall im Hintergrund gedeckt, sondern ist zur reinen Papierwährung geworden. Seit dieser Zeit kann Papiergeld ohne größere Probleme unbegrenzt gedruckt werden. Das geht natürlich nur eine gewisse zeitlang gut, und es ist anzunehmen, das dieses erste große Papiergeldexperiment zum Scheitern verurteilt ist.
Dow in Gold
Die Schlussfolgerung liegt nahe, das mit der nun wieder eintretenden Konstellation die von 2006 - 2007 wirkt, das MAN mit einem Problem in dieser Richtung konfrontiert wird. Wie man sieht, wachsen seit geraumer Zeit die Kosten aufgrund weltweiter militärischer Präsenz extrem an und führen seit einiger Zeit sichtbar zu einer Dollarschwäche. Zunächst. Und manche sind der Meinung das der Dollar aufgrund des enrmen Doppeldefizits, in naher Zukunft kollabiert. Alleine im Jahr 2006 verlor der Dollar ca.11% an Wert und verweist als Leitwährung der Welt auf ein strukturelles Währungsproblem, das den Edelmetallen als krisensichere Anlageformen zugute kommt, wie der folgende Chart offenkundig zeigt.
Nun, astrologisch betrachtet sind wir seit dem August 2006 unmerklich in eine andere Zeitqualität eingetreten. Im Hintergrund vollziehen sich weltpolitisch wie geostrategisch enorme Veränderungen, die man, gefangen in der Voratellung der Gegenwart, beriselt von den monotonen Gesapper der Propagandamaschine nicht so ohne weiteres nachvollziehen kann. Man täte also gut daran Vorsorge für einen möglichen Finanzcrash zu treffen.
Mein Tip dafür: Silber - wie ich es im Artikel "In Silver I trust" bereits veröffentlichte. Die Idee findet sich auch im Buch von R. Deutsch wieder, das den Titel trägt: Der kommende Silberboom.