Geschichte der Inflation
Von Schinderlingen, Kippern und Wippern über Mefowechsel zum heutigen "fiatmoney"

Die Geschichtswissenschaft steht in allen Staaten in hohem Ansehen. Leider hat man dem Zweig der Wirtschaftsgeschichte keine gleiche intensive Beachtung geschenkt, wie z.B. die geringe Zahl der Lehrstühle dieses Faches an deutschen Universitäten beweist. Auch die Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises (eigentlich Bank-of-Sweden-Preis) im Jahre 1993 an die Pioniere der in den 50er Jahren aufgekommenen Forschungsrichtung der Wirtschaftsgeschichte, Cliometrie, an Robert W. Fogel und Douglass C. North, hatte im deutschsprachigen Raum nicht die Beachtung gefunden. Die Cliometrie versucht, ökonomische Fragestellungen und Modelle sowie ökonometrische Methoden mit der wirtschaftshistorischen Forschung zu verknüpfen. Sie handelt nach der strikten Aufdeckung und Prüfung historischer ökonomischer Gesetze. Insbesondere französische und angelsächsische Historiker suchen nach Wiederholungen und Gesetzmäßigkeiten in der Geschichte. Die historische Fachwissenschaft im deutschsprachigen Raum dagegen bringt die Überzeugung zum Ausdruck, dass jede Zeit ihren individuellen Gegebenheiten folgt und nur aus sich selbst heraus interpretiert werden kann.
Empirische Wissenschaft ist Hypothesenprüfung. Es ist offensichtlich, dass man komplexe Zusammenhänge kaum durch intuitiv aufgestellte Hypothesen beweisen kann. Dies gilt auch für die Frage nach der Wiederkehr historischer Ereignisse, v.a. bei unstrukturierter, lückenhafter und komplizierter Datenlage. Zudem sollte jede historische Quelle nach dem Interesse hinterfragt werden, aus dem sie geschrieben wurde. Trotzdem kann man aber behaupten, dass die "Kontinuität" bzw. "Ähnlichkeit" historischer Ereignisse auf einigen Teilgebieten auf der Hand liegt. (vgl. Kiehling, Kursstürze am Aktienmarkt, München, 2000)
Von den autofreien Sonntagen in den 1970ern ist uns bekannt, dass die Ölkrise daran Schuld war und man in dieser Zeit tolle, zweistellige Prozentsätze auf Anleihen-Engagements bekam; denen heute noch unwissende Anleger hinterher weinen.
Die Ursachen und Anlässe der einzelnen Geldkatastrophen bzw. die Rückkehr zu geordneten Geldverhältnissen ist den Menschen vollkommen unbekannt. Warum sollte man sich auch mit dieser trockenen und unangenehmen Materie beschäftigen. Leben wir doch in einer einmaligen Zeit des Wohlstands und des Überflusses auf unserer Insel der "Glückseeligkeit".

1 Gold-Aureus = 25 Silber-Denare = 100 Messing-Sesterzen = 400 Kuper-Asse.
(vgl. Gaettens, Geschichte der Inflationen, München 1957)
Augustus wollte mit dem Aureus und dem Denar Weltmünzen schaffen, die auch außerhalb der römischen Grenzen als Zahlungsmittel umlaufen sollten. Dieses Ziel wurde erreicht, wie aus schriftlichen Quellen überliefert wurde. Vor allem Indien und Germanien nahmen in großem Umfang römisches Gold und Silber. Römische Goldmünzen nahmen sogar ihren Weg ins chinesische Reich, nach Sibirien, Skandinavien und bis an die Ostküste Afrikas.
Die römischen Kaiser und die Oberschicht "litten" permanent unter chronischem Geldmangel. Dies wurde durch ihren luxuriösen Lebensstil, durch externe und interne kriegerische Konflikte sowie der Aufrechterhaltung einer enormen Bürokratie hervorgerufen. Um der Begrenztheit der finanziellen Mittel Abhilfe zu schaffen, begannen die Cäsaren durch Verwässerung der Reinheit der Münzen neue Geldquellen zu schaffen. Die Münzordnung des Augustus blieb bis Nero unverändert. Erst Nero, röm. Kaiser von 54 - 68 n. Chr., setzte erstmals sowohl den Wert des Aureus wie den des Denars etwas herab. Den permanenten Überhang an Einfuhren v.a. von Luxusgütern aus Indien, Arabien und Germanien finanzierten Neros Nachfolger - mit großem Eifer - mit weiteren Entwertungsrunden. Die Folgen des Münzbetruges waren einerseits extreme Preissteigerungsraten im Reich (es sind Raten von ca. 1.900% für die Artrebe Weizen oder ca. 7.000% für Wein (Metretes) in der Zeit von 200 bis 289 n. Chr. überliefert), andererseits die Erfahrungen des "Greshamschen Gesetzes", d.h. dass schlechte Münzen gute verdrängten bzw. die reinen Münzen außer Landes gingen oder eingeschmolzen bzw. gehortet wurden. Man hat den Edelmetallabfluss für die Zeit von Augustus bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts berechnet und festgestellt, dass er beim Gold - unter Berücksichtigung aller Goldproduktion - 4/5 und beim Silber 2/3 des ursprünglichen Bestandes betragen haben dürfte. (vgl. Heichelheim, Wirtschaftsgeschichte des Altertums, Leyden 1938)
Preissteigerungen konnte man auch am Sold der Legionäre feststellen. Söldner kämpften historisch gesehen immer nur solange auf der Geldgeberseite, solange man sie monetär bei "Laune" hielt. Überlieferungen zeigen aber immer wieder auf, dass Soldempfänger, d.h. Geistliche, Lehrer, Richter, Verwaltungsbeamte, etc., obwohl Anpassungen stattfanden, bisher immer den Inflationsraten hinterherliefen.

Die römische Inflation hatte durch die Manipulation der Währung solche dimensionale Auswüchse angenommen, dass von einem Aufstand der Münzer in Rom im Jahre 273 berichtet wird, der nur durch den Einsatz von Truppen niedergeworfen werden konnte. Bei diesen Kämpfen sollen nach Überlieferungen 7.000 reguläre Söldner gefallen sein. Danach hat man berechnet, dass ca. 40.000 Münzer an dem Gemetzel beteiligt gewesen sein müssen. Plötzlich erhellt dieser Bericht, wie ausufernd die Inflation vorangeschritten sein musste, wenn allein in den Münzbetrieben in Rom 40.000 Menschen mit dem Ausprägen neuer Münzen beschäftigt waren.
Der Grund für diesen Aufstand war Cäsar Aurelian (Amtzeit: 270 - 275) zuzuschreiben, der mit energischer Hand in das wirtschaftliche Chaos eingriff und eine durchgreifende Münzreform ankündigte. Wahrscheinlich erwarteten die Münzer daraufhin das Ende der Inflation und damit den Verlust ihrer Stellung. Auch Kaiser Diokletian (284 bis 305) veranlasste weitreichende Reformen, die auch heute noch viele Nachahmer praktizieren, um die völlig zerrütteten Geldverhältnisse in den Griff zu bekommen:
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In einer Verwaltungsreform wurden die Provinzen verkleinert
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Ein neues Steuersystem wurde eingeführt
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Der wuchernden Geldentwertung stellte Diokletian sein Höchstpreisedikt entgegen.
Im Übertretungsfall wurde die Todesstrafe angedroht für den Aufkäufer, für den Verkäufer und jene, die Ware aufspeicherten und verheimlichten. Ebenso wie manche moderne Preisstoppolitik versagt, versagte auch dieses Preisedikt, indem es den Warenverkehr in die Schattenwirtschaft trieb. Geschichte(n) der abendländischen Inflation
Was waren die Folgen der römischen Inflation?
Innerpolitische Krisen mit Zwangswirtschaft bis zur Androhung der Todesstrafe waren die Folge. Spekulationen und der Ankauf von Waren, um die Teuerung auszubeuten, waren die Begleiterscheinungen. Manche Geschichtswissenschaftler behaupten sogar, dass die zunehmenden desolaten Währungsverhältnisse eine der Ursachen beim Zerfall des römischen Weltreiches und Wohlfahrtsstaates waren. Aus einem Papyrus erfährt man, dass bereits um 250 n. Chr. die Städte entvölkert und verarmt waren.
Assignaten der französischen Revolution

Verantwortlich für den Ausbruch der Revolution in Frankreich war unter anderen die morbide Ordnung des absolutistischen Systems, insbesondere die unterschiedliche Verteilung der Lasten. Hierzu kamen der Bankrott des Staates auf der einen Seite (Aufwendungen für Staatsschuldzinsen 318 Mill. Livres, das entsprach ca. 63% der Einnahmen; am Vorabend der Revolution) und der private Reichtum des Adels, der Kirche und der bürgerlichen Schichten auf der anderen Seite hinzu. Verschärft wurde diese Staatskrise durch wirtschaftliche Störungen im Jahre 1778, wobei die Lebenshaltungskosten (Steigerung um 62%) und Lohnpreise (Steigerung nur um 22%) auseinander drifteten (vgl. Geschichte S II. Europa im Aufbruch, Schroedel Schulbuchverlag GmbH, Hannover 1995). Am 14.7.1789 erstürmte die "Strasse" die Bastille.
Natürlich wird rückblickend der Sachverhalt in Geschichtsbüchern anders dargestellt und die Französische Revolution als Ergebnis der Aufklärung und Philosophie dargestellt, wie folgender Text zeigt. In Wirklichkeit, wird kein Bauer seinen Misthaufen verlassen und Revolutionär spielen gehen, wenn er nicht am verhungern ist und ihn die reale Not treibt. ...
Die Französische Revolution begann, vorbereitet durch die philosophischen Grundlagen der Aufklärung, mit dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789. Der Grund war, dass Ludwig XVI. Truppen um Paris zusammengezogen hatte und die Bevölkerung sich dadurch bedroht sah. Zuvor schon hatte Ludwig XVI. die Generalstände einberufen lassen, denn es sollte ein Beschluss zur Zukunft Frankreichs getroffen werden, das schon lange hoch verschuldet und bankrott war. Schnell kam es innerhalb dieser Versammlung jedoch zu einem Streit um den Abstimmungsmodus, denn der unterrepräsentierte dritte Stand wollte eine Abstimmung nach Köpfen und nicht nach Ständen. Am 17. Juni 1789 erklärte sich daraufhin der dritte Stand zur Nationalversammlung, die 96% der Bevölkerung Frankreichs vertreten wollte.
Die Nationalversammlung beschloss im gleichen Jahr verzinsliche Anleihen auszugeben, um das Haushaltsdefizit auszugleichen. Diese Papiere sollten durch konfiszierte Adels- und Kirchengüter gedeckt werden und damit die Bonität gewährleisten. Die folgenden Emissionen wurden unverzinst und so massenhaft ausgegeben, dass sie alleiniges Zahlungsmittel wurden.
Trotz zahllosen Konfiskationen wurde der Wert der beschlagnahmten Güter durch die Assignatenausgabe weit überschritten. Anfang 1795 waren bereits 7,23 Mrd. Livres ausgegeben worden. Dem stand aber nur ein Wert von ca. 6 Mrd. Livres an konfiszierten Gütern gegenüber. Trotzdem lief die Gelddruckmaschine munter weiter. Jacques Necker, der letzte Finanzminister, der 1789 von dem verblendeten König entlassen wurde, schrieb in seiner "Revolution Francaise" zur Assignatenwirtschaft folgendes:
"Der Kurs des Geldes, werdet Ihr sagen, ist vom Zufall abhängig, keine Regierung kann für den Kurs ihres Geldes Garantie leisten, den Spekulanten (banquiers) und Schiebern (agioteurs) müsst Ihr es zuschreiben, wenn der Kurs immer ungünstiger wird. Ihr Unwissende oder besonders Schlaue: Solche Sprüche könnt Ihr bei den Parisern anbringen, die ahnungslos genug sind, sie für bare Münze zu nehmen, die, von Euch dazu aufgewiegelt, die Schieber verfluchen und die Händler, welche die Ware verteuern. Nein, sage ich, der große Betrüger, der Erzbetrüger, der Betrüger ohnegleichen ist die ( französische ) Regierung selbst - sie vermehrt ins Ungewisse den Druck ihrer Assignaten, sie findet, dass deren Deckung immer noch genügend sei. Dabei weiß sie sehr wohl, dass der nominelle Wert der Deckung immer steigt mit dem Sinken des Kurses." (vgl. R. Eisler, "Das Geld", München 1924)
Die von den Machthabern verschuldeten Preissteigerungen auf allen Gebieten wurden den Bauern, den Gewerbetreibenden, Händlern und Produzenten zu Last gelegt. Die Gewaltherrscher taten, was ihrem armseligen, dogmatischen Sinne entsprach und verordneten Höchstpreise, verordneten Ablieferungszwänge, steigerten die Strafen, entließen Beamte und verboten - immer wenn das Greshamsche Gesetz zur vollen Wirkung kommt - die Ausfuhr und den Handel von Gold und Silber.
"Die Verblendeten erkennen nicht, dass das Geld seine eigene unerbittliche Logik hat und dass die Folgen der falschen Handlung sich mit stärkerer Macht durchsetzen als das Gesetz, das nur die Folgen, nicht aber die Ursachen verhindern will.", so Jacques Necker. (vgl. R. Eisler, das Geld, München 1924)
Erst als im Juli 1776 es für zulässig erklärt wurde, dass jeder Gläubiger die Annahme der Zahlungen von Schulden in Papier verweigern konnte und Napoleon durch Ausplünderung der eroberten Staaten einen neuen Wohlstand Frankreichs begründete, kehrte allmählich der Privathandel ganz zu Zahlungen in Metallgeld und zu geordneten Geldverhältnissen zurück.
3. Die deutsche Inflation von 1914 bis 1923
beschleunigte sich die Inflation nochmals. Als sie im November 1923 ihren Höhepunkt erreichte, waren die Ersparnisse zahlloser Familien vernichtet. Vor allem die völlige Entwertung der als mündelsicher angesehenen Seit Beginn desErsten Weltkriegs 1914 vermehrte sich im Deutschen Reich die umlaufende Geldmenge und führte zu einer kontinuierlichen Geldwertverschlechterung und sinkender Kaufkraft. Mit der militärischen Niederlage 1918 blähte sich die Geldmenge weiter auf. Nach Bekanntgabe der imLondoner Ultimatum von 1921 festgesetzten Höhe der alliierten Reperationsanforderungen Kriegsanleihen führte zu einem immensen Vertrauensverlust in den Staat und erwies sich als äußerst schwere Hypothek derWeimarer Republik
Das Kaiserreich besaß eine Goldwährung. Etwa ein Drittel des Geldumlaufs war durch Gold gedeckt, der Rest durch andere Sicherheitsmechanismen. Als im Zuge der Juli-Krise ein Krieg immer wahrscheinlicher wurde, zog die deutsche Bevölkerung in den letzten Juliwochen Goldmünzen im Wert von 100 Millionen Mark von den Reichsbankkassen ab. Am 31. Juli 1914 stellte die Reichsbank die Einlösung von Banknoten und Scheidemünzen in Gold ein. Um die staatlichen Goldvorräte zu erhalten, wurde die Goldwährung mit dem Ermächtigungsgesetz vom 4. August 1914 faktisch aufgehoben: Reichsbanknoten, Privatbanknoten, Reichskassenscheine und Scheidemünzen wurden von nun an bei allen öffentlichen Kassen nicht mehr gegen Gold eingetauscht. Zur Banknotendeckung wurden jetzt Schuldverschreibungen des Reichs zugelassen, und Darlehnskassen, die Kredite zur Förderung von Handel und Gewerbe gegen Sicherheiten gewährten, konnten sogenannte Darlehnskassenscheine als Zahlungsmittel in Umlauf geben. Damit hatte die Reichsregierung den Weg zur Staatsfinanzierung durch vermehrten Geldscheindruck beschritten. Die umlaufende Geldmenge verfünffachte sich von Kriegsbeginn bis 1918 auf 33 Milliarden Mark, während gleichzeitig der Münzgeldumlauf an der Gesamtgeldmenge auf nur noch 0,5 Prozent gegenüber ca. 56 Prozent im Jahr 1913 zurückging.
Spica dazu:
Inflation begleitet den Menschen seit alters her. Während Betrug bei einzelnen Kriminellen eine Straftat darstellt, ist offensichtlich der große Betrüger "Staat" keinem Rechenschaft schuldig. Er entschuldet sich immer wieder durch Währungsreformen und entzieht sich so seinen Schuldenbergen. Was hatten wir allein in den letzten 100 Jahren in unseren Wähungsräumen für Währungsreformen?
- 1914
- 1923
- 1948
- 1971
- 1990
- 2002
Fällt ihr Wert, müssen die Preise steigen, allein um den Wertverfall aufzuhalten. Im Grunde jedoch kehrt jede ungedeckte Papierwährung - früher oder später - auf ihren inneren Wert zurück. Und der ist bekanntlich bei Null. Das heißt, wenn sich die US-Regierung ihrer Schulden entledigen will wird es wie früher bei den Einzelstaaten zu einer Inflation mit anschließender Währungsreform kommen. Da der US-Dollar aber seit 1971 Weltleitwährung geworden ist, an dem sich alle anderen Währungen orientieren, muss es zwangsläufig zu einer Weltinflation kommen. Das diese Niemanden ins Auge springt hängt offensichtlich mit dem Umstand zusammen, dass aufgrund der internationalen Verflechtungen sich die Notenbanken untereinander mit Devisenankäufen und Goldverkäufen stützen.
Allerdings ändert dies nichts an der historischen Tatsache, dass Papiergeld früher oder später zu seinem inneren Wert zurückkehren wird.
Der beste Indikator sind demnach die Preise für die Edelmetalle. Sie fungieren als eine Art Thermometer. Wie bei einem Fieberkranken die Temperatur auf dem thermometer steigt, wenn es dem Kranken zugeführt wird, so steigt der Preis der Edelmetalle an, wenn Papierwährungen heiss laufen. Man muss also dafür sorge tragen, das das alte Relikt Gold und Silber unten bleibt. Das wird erreicht durch "Notverkäufe" der Zentralbanken um der permanenten Nachfrage auf dem Markt gerecht zu werden. Gold, die eigentliche Weltwährung, stieg seit 200 von rund 300.- bis Heute 2007 auf etwa 650.-. Verdoppelte sich also. Anders betrachtet fiel der Dollar in Gold ausgedrückt in nur 7 Jahren um die Hälfte. Und man erkennt, das man im Schnitt eine "wahre" Inflation von ~ 15% hatten.
Wie ich schon des öfteren anführte wird sich der Abverkauf des Dollars noch in diesem Jahr 2007 drastisch beschleunigen und die zweite Phase des Goldbullenmarktes nach 1999 einleiten. Was zeigt, dass die Normalos den Braten langsam aber sicher nicht mehr trauen.
Dafür wurde dieser Beitrag nochmals aufgelegt.
Astrologisch ordne ich dieses Fiasko dem langanhaltenden und rückläufigen Mars durch den Krebs zu, der mehrmals zwischen 2007 und 2008 über die Krebssonne des 4.July wandert und auf seinen großen Wiederkehrzyklus von 79 Jahren verweist.

Mit der Pest sind die Inflationen seit dem Mittelalter verglichen worden. Bei den vernichtenden Seuchen vollführen die unsichtbaren Feinde des Lebens ihr Werk im Verborgenen, um erst erkannt zu werden, wenn ihr Zerstörungswerk so weit fortgeschritten ist, dass eine Rettung meist nicht mehr möglich ist. Inflation ist das größte Verbrechen gegen eines der Grundrechte des Menschen, gegen das private Eigentum." (Richard Gaettens, Geschichte der Inflationen, München 1952)
Unter dem Vorwand der Geldhoheit des Staates haben sich alle Inflationen der letzten 1.700 Jahre entwickelt und vollzogen. Der Tatbestand des Betruges lag in Zeiten der Verminderung des Feingehaltes des Münzgeldes klar zutage. Dies zeigt sich bei den Schinderlingen im Mittelalter (1458-1460), der Velloinflation in Kastilien (1599-1660), der Zeit der Kipper und Wipper (1618-1623), der schwedischen Geldkrise unter Karl XII. (1715), der Inflation im Gefolge der Napoleonischen Kriege (1792-1815) oder der Inflationen in der neuen Welt.
In den wirtschaftlich ungleich komplizierteren Zeiten des ungedeckten Papiergeldes ( Fiat money) wird man von betrügerischer Absicht zwar nur bedingt sprechen können, es bleibt aber ein fader Beigeschmack haften.
Fest steht: "Wenn die Regierungen das Geld verschlechtern, um alle Gläubiger zu betrügen, so gibt man diesem Verfahren den höflichen Namen Inflation."
George Bernard Shaw, Nobelpreisträger für Literatur 1925
Veröffentlicht von C.Wolf
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