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Geld, Zins und Astrologie
15 July 2007
Im Reiche Neptuns
  1. Was hat Astrologie mit Geld zu tun?
  2. Wie definiert die "klassische Astrologie" Geld?
  3. Wie unterscheidet sich Waren- und Münzgeld vom reinen Papiergeldsystem?
  4. Wo findet sich in der Astrologie der Zins und Zinseszinseffekt?
  5. Was für Auswirkungen hat das Zinsgeldsystem auf den Einzelnen und die Welt in der wir leben?
These eins: Venus ist das Geld.
Wenn es so einfach wäre, wie die meisten Astrologen behaupten, das Geld der Venus - dem Stier - oder/und dem 2.ten Haus und demnach dem Herrscher des 2.ten Hauses entspricht, warum haben dann manche Menschen Geld, trotz schlechter Venusstellungen und andere, trotzt guter Haus 2 Aspekte kein Geld?
Das Problem mit derlei Assoziationsketten ist, wie in anderen Bereichen auch oft gleich. Einer behauptet irgendwann irgendetwas und dann wird herdenmäßig noch 500 Jahre später das nachgeplappert, obwohl die Welt der Tatsachen sich schon lange verändert haben. Gerade bei  Astrologen ist dies oft der Fall, und berufen sich dabei auf die astrologische Tradition. Sie verstehen nicht  "was Geld ist", das heißt: Was unser heutiges Papiergeldsystem in Wirklichkeit ist und wie es funktioniert. Aus diesem Mangel heraus assoziieren sie immer noch wie vor 2000 Jahren das moderne, ungedeckte Zinsgeldsystem mit dem Geldsystem anderer Kulturen und Zeiten. Zeiten, in denen Rinder ( Stier - Venus - Haus 2 -  ) und Rinderherden noch Reichtum bedeuteten. Darin mag auch der Grund zu finden sein, dass sie keine Treffer landen. Übernehmen ohne zu begreifen, obwohl oft angewandt, war noch nie kreativ wie überzeugend.

Inzwischen hat der Mensch das alte Münzgeldsystem in ein moderne Geldsystem umgewandelt - und dass schon seit dem August 1914. Damals hat das real gedeckte Geldsystem seine reale Bindung aufgegeben. Weiter mutierte es dann im August 1971 unter Nixon, der das Goldfenster schloss und den US-Dollar, die Leitwährung der Welt zu einem ungedeckten Papiergeldsystem machte. Ein Experiment, in dem wir alle seit dieser Zeit leben.

Im folgenden werden ein paar Märchen beschrieben rund um das Geld, Märchen die wir und auch die Astrologenwelt nach wie vor für  Wahrheit halten obwohl die Welt in der wir leben schon lange ihre alte Haut abgestreift hat. Ähnliches geschah ja auch in der Physik und der Erkenntnis der Quantentheorie.

These zwei: Geld und Neptun
Nach Spicas Verständnis ist das moderne Geld und sein aktuelles Zinssystem eher dem Reiche "Neptuns" sowie seiner Assoziationskette: Fische - Neptun - Haus 12 - zuzuordnen. Somit dem Element "Wasser". Das wird verständlich, wenn man die Worte wirken läßt die in Zusammenhang mit dem modernen Geld oft verwendet werden. Allen voran das der  "Liquidität" - der Flüssigkeit. Bedeutet doch auch zahlungsunfähig zu sein - nicht mehr flüssig zu sein. Weiterhin spricht man seit geraumer Zeit vom Geldstrom und der Geldschwemme. All diese Wortbildungen zeigen: Der Astrologe muss umdenken. Geld, modernes Geld ist dem Element Wasser zuzuordnen.

Krebs - Skorpion - Fische.


Irrtümer rund ums Geld.
Helmut Creutz dazu:
Weltweit gibt es kaum etwas, womit wir so häufig umgehen wie mit Geld und worüber wir trotzdem so wenig wissen. Auch heute werden wir in Sachen Geld immer noch als Analphabeten aus der Schule ins Leben entlassen. Und auch in der Lebenswirklichkeit ist das Thema Geld mit vielen blinden Flecken behaftet. ( selbst in der Wirtschaftswissenschaft.)  Bestimmte Fehlstrukturen innerhalb "unseres"  Geldsystems bleiben weiterhin undiskutiert, ebenfalls deren Auswirkungen auf den sozialen oder ökologischen Bereich. Selbst Problemfelder wie Arbeitslosigkeit, leere Kassen oder Wachstumszwang werden immer noch nicht mit den monetären Fehlstrukturen in Verbindung gebracht. Dazu existieren einfach immer noch zu viele Irrtümer.
So glaubt man zum Beispiel bis heute, dass Zinsen für alle Sparer von Vorteil und Zinszahlungen nur für Kreditnehmer Belastungen sind. Auch die Geldschöpfung der Banken geistert noch immer durch die Köpfe, oder die Auffassung, dass Wirtschaftswachstum und Globalisierung unverzichtbar sind, dass Geld ein neutrales Tauschmittel ist und ohne Wirkungen auf die Tauschvorgänge. Selbst unser Wissen über Geld an sich ist immer noch mit Fehl-vorstellungen behaftet.


Silvio Gesell, im Jahre 1918. - 21 Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg.meinte dazu:
„Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz des Rufes der Millionen "Nie wieder Krieg", entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muss ich es sagen:
Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen. Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik lässt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch ein Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen."

Fazit: Das Zinsgeldsystem, eine andere und wohl die listigste Form von Sklaverei, wie sich in den nächsten Jahrhunderten rückblickend herausstellen wird. Sie ist eine perfekte Form der Zinsknechtschaft, und steht dem Leibeigentum vergangener Epochen in nichts nach. Es ist ein ausgeklügeltes,  perfektes System aus realen Täuschungen das stetig in verheerenden Kriegen mündet, weil der Zins ( Pluto ) das Eigentum ( Venus ) getroffen hat. Dieses System verschiebt lautlos Werte von der einen Seite auf eine Andere. Es geschieht so leise und still, so unheimlich still dass es scheint, dass es sich nicht lohnt darüber nachzudenken. Doch Nachdenken muss man.




Sechs Märchen zum Thema Geld, Wirtschaftsproblemen und Arbeitslosigkeit.


Das 1. Märchen:
„Geld arbeitet und vermehrt sich." Jupiter/Neptun



Ja, ja, ich weiß. Alle haben uns das erzählt.

„Lass doch dein Geld für dich arbeiten", „wenn Sie Ihr Geld bei uns anlegen, vermehrt es sich", und so weiter. Und nun mal ehrlich: wir haben das doch auch geglaubt! Es macht ja eine Menge Spaß sich vorzustellen, wie das Geld schuftet, oder noch viiel besser, wie es sich vermehrt. Ja, wenn Geld-Papi und Geld-Mami eine flotte Kontonummer schieben, dann...

Jetzt aber mal im Ernst: Geld arbeitet nicht, und vermehren kann es sich auch nicht. Tut mir echt leid, aber so sieht es aus.

„Aber die Banken zahlen doch Zinsen", werden Sie jetzt sagen. - Wirklich? Die Bank schreibt Zinsen gut, das stimmt. Aber woher hat die Bank das Geld? Von den Schuldnern hat sie es! Die Bank behält nur eine Provision, mehr nicht. Die Zinsen selbst zahlen immer nur die Schuldner. Ohne Schuldner keine Zinsen!

Das heißt im Klartext: jedem Bankguthaben stehen die gleich großen Schulden gegenüber! Und mit dem Anwachsen der Geldvermögen durch Zins und Zinseszins wachsen auch die Schulden immer weiter an - und damit wiederum die Zinszahlungen, die zu erbringen sind.

Und woher hat schlussendlich der Schuldner das Geld für die Zinsen? Erarbeitet hat er es! Und wenn wir schon dabei sind - womit bezahlt der Staat eigentlich seine Milliarden an Zinsen? Mit unseren Steuergeldern natürlich. Die wir erarbeitet haben! Und die Unternehmen? Die rechnen ihre Kapitalkosten (so werden die Zins-Zahlungen dann genannt) in die Preise ein, versteht sich. Das bedeutet: auch wer keine Schulden hat, zahlt Zinsen, und zwar fleißig!

So läuft das nämlich: Geld arbeitet nicht, und vermehren kann es sich auch nicht. Zinsen werden - wie alles andere auch - mit Geld bezahlt das andere erarbeitet haben!

Auf diese Weise fließt das Geld von der Arbeit zum Kapital, von der Mehrheit zu einer Minderheit, von Arm zu Reich! Nicht nur bei uns, sondern überall auf der Welt, und über alle Grenzen hinweg. Und weil mit den Geldvermögen gleichzeitig die Schulden, und damit wiederum die Zinstransfers wachsen, beschleunigt sich dieses System aus sich selbst heraus, und schaukelt sich immer weiter auf -

Eine wirklich lustige Sache, die wir da erfunden haben...



Das 2. Märchen:
„Es ist kein Geld mehr da." Saturn/Neptun


Ja, wo ist es denn hin? Inzwischen vergeht ja kein Tag mehr, ohne das uns irgendwer erzählt, es sei kein Geld mehr da. Wo es hin ist, und wer es hat, verrät uns keiner. Schon seltsam.

„Der Staat hat kein Geld mehr", sagen die Politiker. „Die Leute haben kein Geld mehr (zum ausgeben)", sagen die Händler. „Nehmen Sie doch einen Kredit auf", sagen die Banken...

„Der Staat hat zuviel ausgegeben", heißt es, „und deshalb ist kein Geld mehr da". Na klar, versteht doch jeder... Eine Frage: Seit wann kann man Geld durch Ausgeben zum Verschwinden bringen? Wenn Sie Ihrem Bäcker fünf Euro geben, dann sind die fünf Euro ja damit nicht verschwunden, sondern haben nur (im Tausch gegen Waren) den Besitzer gewechselt. Und das ist schließlich Sinn und Zweck des Geldes.

Geld verschwindet nicht! Jedenfalls nicht wirklich. Es sei denn, Sie verbrennen Bargeld.

Alleine die Tatsache, dass sich der Staat Jahr für Jahr (mehr) Geld leiht, beendet das Märchen - oder doch besser die Lüge - vom Geld das nicht mehr da ist. Leihen kann man sich schließlich nur das, was da ist! Also ist eine ganze Menge da. Zudem hat sich die Geldmenge in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht, und nicht vermindert.

Was ist nun mit dem Geld?

Geld ist reichlich da, bei uns, und auch global gesehen. Und wenn die Mehrheit der Menschen, und damit auch der Staat und die Kommunen nichts mehr, oder immer weniger davon haben, ist die Antwort klar, wo das Geld ist.

Eine Minderheit hat es! Etwa 90% des Kapitals befinden sich in der Hand von 10% der Menschen! Die große Mehrheit muss sich mit dem Rest begnügen. Und diese Diskrepanz vergrößert sich von Tag zu Tag.

Es ist also weder ein Wunder, noch ein Zufall, dass der Geldkreislauf, und damit die ganze Wirtschaft ins stocken gerät, und früher oder später zu schweren Krisen führt - es ist schlichtweg die logische Konsequenz.

Aber wie ist es zu so einer Verteilung gekommen? Wie ist es möglich, dass innerhalb von Jahrzehnten eine Geldmäßige Kollapssituation entstehen kann? (Oder wie würden Sie Ihren Zustand bezeichnen, wenn sich 90% Ihres Blutes in den Füßen sammelt?)

Auf ganz legale Weise! Und wie, das habe ich schon beim ersten Märchen erzählt. Durch Zins und Zinseszins sind die Geldvermögen explosionsartig gewachsen, und die gleich großen Schuldenberge auf der anderen Seite. (Zur Erinnerung: ohne Schuldner keine Zinsen). Weil Schulden immer auch Zins-Schulden bedeuten, wachsen diese auch.

Die Folgen? Stellen Sie sich die volkswirtschaftliche Leistung, also das Sozialprodukt doch einmal als Kuchen vor. Dieser Kuchen sind 100%, und jeder Kuchen kann bekanntlich nur einmal verteilt werden. Weil aber das Kuchenstück „Kapitalerträge" (also Einkommen ohne Leistung) immer größer wird, muss das Stück „Arbeit" (Einkommen durch Leistung) zwangsläufig immer kleiner werden.

So fließt bereits 1/3 (!) unserer volkswirtschaftlichen Leistung in Form von Zinsen an das Kapital.

Jetzt wissen Sie, wo das Geld steckt, und warum bei den Menschen gespart werden muss: Damit das Kapital bedient werden kann! Und das Kapital wird immer bedient. Das gilt für den Staat genauso, wie für die Unternehmen.

Aber darüber wird nicht gesprochen! Statt dessen wird über zu hohe Löhne und Sozialausgaben gejammert. Und natürlich darüber, das kein Geld mehr da wäre.

Würden sich die Kapitalerträge gleichmäßig verteilen, wäre es natürlich kein Problem. Dann wäre es ein reines Tauschgeschäft, und letztlich ein Nullsummenspiel. Tatsächlich zahlt aber die Mehrheit (und dazu gehören auch kleine und mittlere Unternehmen) über Preise, Mieten, Steuern und Schulden mehr Zinsen, als sie je bekommt, und nur eine Minderheit macht tatsächlich Gewinn.

Kurz: Das Geld konzentriert sich immer stärker bei immer weniger Menschen, - die Mehrheit arbeitet für eine Minderheit, und wird dabei immer ärmer.

Weil aber eine immer weiter fortschreitende Verarmung nicht sein darf, da ja sonst die Wirtschaft zusammenbricht, muss eben der ganze Kuchen immer größer und größer werden!

Und wie nennen wir das klugscheißerisch? Richtig: Wirtschaftswachstum!




Spica dazu:
Der Zins - Pluto - Skorpion - das ist das eigentliche Problem. In ihm als Symbol, manifestiert sich das moderne Papiergeldsystem und seine "unsichtbare" Zinsknechtschaft. Hieß doch Pluton, der Unterweltsgott der Römer nicht umsonst: Der Unsichtbare. Unsichtbar indes sind auch die Formen der modernen Zinsknechtschaft. Denn, jeder zahlt "Zinsen" auch jene, die keine Schulden haben und die Frage ist: An wen?

Haben deshalb die Wissenschaftskomplizen der Geldmacher, im Kleide der modernen Astronomen, im August 2006 den Planet Pluto aus dem Planetensystem gelöscht? Der Zusammnehang wäre nicht abwegig. Denn das moderne Geldsystem steht vor einer unlösbaren Krise.
Geschrieben von Spica um 14:05 | in:
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