12.07.2010 - Weltuntergang
Heute mittag um kurz nach 12 Uhr, wurde es am Himmel irgendwie dunkel und wir wollten eigendlich noch schnell Katzenstreu kaufen fahren, aber soweit sind wir gar nicht gekommen.
Plötzlich war es so duster wie bei der Sonnenfinsternis 1999. Es waren unglaublich dichte und dunkle Wolken am Himmel und mit einem Mal brach die Hölle los.
Es kam ein unglaublich starker Wind auf, der Kyrill in den Schatten stellte, alle Fenster krachten zu, der Schirm auf dem Balkon wollte nicht mehr stehen bleiben und wir sind wie die Irren durch die Wohnung gerannt, um alles zu sichern.
Innerhalb kürzester Zeit flogen soviele Blätter und Baumsamen (scheiss Platanen) durch die Luft, dass sich alles auf dem Balkon und sogar in meiner Küche sammelte.




Der Wind blies wie verrückt, der Regen peitschte durch die Luft und als ich gerade den Wald aus meiner Küche gesaugt habe, fing der Feueralarm von den Dächern an zu plärren.
10 Minuten lang war wirklich Weltuntergangsstimmung.
Wind und Regen trommelten gegen die Fenster, einige haben wir immer abwechselnd aufgehalten, denn die Temperatur fiel sturzartig um 15 Grad ab und von der kalten Luft wollten wir soviel wie möglich ab haben, in der heissen Wohnung. Das es dabei reinregnete war da völlig egal.
So schnell wie alles gekommen ist, war es auch schon wieder vorbei und dann wurde es wirklich Zeit, um schnell Katzenstreu und ein paar Lebensmittel zu holen.
Was wir zu sehen bekamen war der Wahnsinn.
Überall dicke, abgebrochene Äste auf den Grünstreifen und Strassen.
Viele, viele entwurzelte Bäume.
Einige junge Bäume waren mitten drin abgeknickt und einfach weggeweht worden.
Bei Aldi wurde ein Auto abgeschleppt, dem ein dicker Ast die Windschutzscheibe zertrümmert hat und die Rheinprommenade war über und über mit Ästen zugepflastert, abgesehen von den grossen, entwurzelten Pappeln, die zu sehen waren.
10 Minuten lang haben ausgereicht um eine Menge Schaden anzurichten und immer noch rast die Feuerwehr mit Sirenen durch die Strassen.
Mittlerweile scheint die Sonne wieder auf uns herab. Wenn es draussen nicht noch so chaotisch wäre, könnte man glatt glauben, dass man das nur geträumt hat.
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