schönes Wochenende
12.09.2010

Ein wirklich schönes Wochenende hatte ich.

Und Du?

Ich habe mich ziemlich spontan entschlossen, am Freitag ein paar Überstunden abzubauen und zu Hause zu bleiben und somit auszuschlafen und das Wochenende früher einzuläuten.

Der Chefin habe ich erzählt, ein Kollege gebe eine Runde zum Frühstück aus und sie braucht mir deswegen keine Brote für die Arbeit zu machen. Morgens bekam Sie mit, dass ich später aufgestanden bin und sie hat meine Ausrede geglaubt, ich hätte es verschlafen. Ich bin zum Fleischer, frisches Tatar und beim Bäcker lecker Brötchen und außerdem noch ein Strauß freundlcher Blumen besorgt. Dann den Frühstückstisch schön eingedeckt und meine Überraschung hat voll funftioniert. Wir haben uns dann den restlichen Freitag schön gemütlich gemacht.  Es war einfach schön.

Samstags waren wir beide bei Silvia Schamanca . Ihr neues Domizil wollte eingetrommelt und ein Medizinplatz gefunden und ins Leben berufen werden. Schee war es dort (wie Schamanca sagt) und ich habe die Gesellschaft mit Menschen, die mir so nahe stehen richtig genossen. Ein Tag für die Seele, der sehr schnell verging.

Heute ein wenig Ebay-Arbeit. Ich möchte mich von so vielen Dingen trennen, die ich nicht mehr benötige. Ich bemerke an mir, dass ich entgegen meiner Gewohnheit begonnen habe zu hamstern. Nun habe ich den Ballst doch auf meinen Schultern und kann durch den Verkauf vielleicht noch eine Kleinigkeit für meine neue Trommel, die ich mir irgendwann selber bauen möchte, zusammen sparen. Dann passt es wieder.

Nachmittags bin ich mit Atilla raus, die Elemente ehren und Mutter Natur von ihrer schönen Seite betrachten. Zuerst waren wir am Steinsee und ich war erschrocken, wie es dort aussah.

Am Rand waren ganz viele Algen und Schmutz und dreckiger Schaum. War das von dem Wetter der letzten Wochen? Ich habe das so dort noch nie gesehen. Vielleicht hat auch das stürmische Wetter von vorhin die Algen zusammen an den Rand gespült? Zumindest scheint es den Schwänen und den Enten zugesagt zu haben. Die haben sich in dem Algenpark versammelt und gefuttert.

Auf dem Feld nebenan ein riesiger Schwarm Gänse, die sich dort versammeln, bevor sie ihre große Reise antreten.

Die haben mich leider nicht näher heran gelassen. Ich denke, die haben schon einige Erfahrungen mit neugierigen Menschen und Hunden hinter sich. Also blieb ich auf Distanz.

An der Steinspirale angekommen, musste ich erst einmal wieder ein paar Steine an ihren Ort setzen. Umso größer sie wird, desto öfter wird sie "umgelaufen". Ich habe schon erlebt, dass Spaziergänger einfach die Spirale nicht sehen und erkennen und einfach hindurch schlurfen.

Und? Na klar! Es geht ja garnicht, dass ich mich mit den Steinen beschäftige, sie fotografiere und den schönen Atilla nicht gebührend beachte:

Da muss er doch mal ganz zufällig durch das Bild tapsen, nachdem er sich im Gebüsch ein wenig geschmückt hat.

Naja OK. Dann setz dich bitte ordentlich hin, damit Du mit in diese Geschichte kommst:

Am Horizont war der Regen schon gut zu sehen, der auf uns zukam. Also zogen wir weiter, genossen die bunte Vielfalt, den frischen Wind, den Geruch der Felder.

Wir haben es geschafft und sind fast trockenen Felles und Fußes zu Hause angekommen.

Hier wartet unsere kleine Lucy. Sie kann fast nicht mehr laufen, die Hüfte spielt nicht mehr mit. Nur noch morgens geht sie mit uns eine kleine Pieselrunde. Sonst mag sie lieber im Garten liegen. Ich bewundere ihre fast trotzige Lust am Leben. Wie oft schon ging es ihr schlecht und wir haben es immer wieder geschafft, ihre Leiden zu lindern. Wie oft habe ich mir schon gesagt, nun kommt das Ende? Sie ist immernoch da und sie freut sich diebisch über jeden Tag.

Danke Lucy!

15 Jahre bester Freundschaft und inniger Verbundenheit!

Ich habe noch keinen Menschen in diesem, meinem Leben getroffen, mit dem ich so vertrauensvoll und tolerant und seelenverbunden wie mit meinen Hunden bin. Sorry Welt! Vielleicht habe ich ein Problem mit der Menschheit. Es ist mir schnurzpiepeegal. Ich bin dankbar für das Geschenk, dass ich Lucy und Atilla erleben darf.

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