
Immer mal ein kleines bisschen. So wie ich Zeit habe, werden die Worte aufgereiht und wenn ein Beitrag fertig ist, wird er frei gelassen.
Deshalb die Verzögerung der Ereignisse und meiner Berichterstattung. Die Tage sind einfach zu kurz für all die vielen Herrlichkeiten und dem Rest des Lebens.
Viele wissen es ja, wir müssen über kurz oder lang aus unserem angemieteten Haus wieder ausziehen. Und so wie sich unsere Vermieterin gebärdet, ist es mir lieber, diese Angelegenheit schnellstmöglich zu bereinigen. Die Frau und ihre Tochter sind mir zu unberechenbar. Aber es ist nicht so einfach, eine geeignete Bleibe für 4 Tierkinder und zwei alleinstehende Frauen zu finden...
Außerdem habe ich das dringende Gefühl, ich müsste mich beruflich mal wieder nach anderen Gefilden aufmachen. Ich brauche frischen Wind um die Ohren und nicht das eingestaubte Denken. Es ist mir irgendwie makaber. In meiner Freizeit habe ich fast ausschließlich Menschen um mich, die können lachen, ernsthaft über Themen diskutieren ohne anzugreifen oder sich zu rechtfertigen, müssen sich nicht (auf Kosten anderer) profilieren und können Andere so sein lassen, wie sie sein wollen. Und dann komme ich zur Arbeit und erlebe das Kontrastprogramm. Da sitzen Menschen, die über viele andere Menschen Entscheidungen treffen und sind weit entfernt vom gesunden Miteinander. Ich weiß, daran kann ich nichts ändern. Ich will das auch nicht, das ist weder meine Aufgabe noch mein Recht. Ich möchte meine Energien gar nicht hier verschwenden. Aber ich möchte auch nicht mehr bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag hier auf besseres Wetter warten. Meine Zeit mit seinen Lektionen neigt sich hier dem Ende zu. Ich bin etwas ungeduldig, weil ich noch nicht sehen kann, was dann folgt. Darum habe ich den Orakelsee um Rat gebeten und folgende Antwort erhalten:
|
geh raus in die natur, suche dir einen schönen platz, und opfere dort einen apfel (zerteilt in vier teile) und eine packung tabak. bitte die geister darum, sie mögen dir helfen, ein gutes neues zu hause zu finden, und gute arbeit für dich zu finden. |
Diese Antwort war direkt für mich so stimmig, dass ich meine Geister bat, mir den Ort und den günstigsten Zeitpunkt zu sagen. Als das feststand, habe ich mich mit meinem Seelenanker Attila auf den Weg gemacht.
Am Samstag sind wir nach Namedy gefahren, von dort aus ging es per Pedes weiter in den Wald hinauf. Wir haben bewusst den Wald gewählt, weil er mir zur Zeit fehlt und ich sehr gern wieder im oder am Wald leben möchte. Dazu den Weg hinauf. Das war anstrengend, das habe ich seit 3 Jahren nicht mehr gemacht. Ganz einfach mit dem Hintergrund, dass Apfel und Tabak leicht zu besorgen sind und ich aber ein wirkliches Opfer bringen wollte. Also habe ich meine Kraft angeboten (und wider Erwarten keinen Muskelkater am nächsten Tag bekommen).

Unterwegs hatte ich eine freundliche Begegnung mit einer Libelle, die mich immer wieder darauf hinwies, ich solle nicht so oft stehen bleiben und herumschauen, sondern meinen Weg gehen. Sie wollte sich nicht fotografieren lassen. Keine Zeit!
Am Siebengebirgsblick

angekommen und ein wenig verschnauft, habe ich dann meinen Apfel und den Tabak an einem leicht geschützten Ort in einem Kreis angeordnet und meine Geister gebeten, mich zu unterstützen.

Komischerweise konnte ich mich gar nicht richtig auf das konzentrieren, weshalb ich gekommen bin. Das erscheint mir sehr oberflächig, aber es war da eben so. Attila hat aufgepasst, das uns niemand stört. Ich fühle aber, das meine Bitte noch dort ist und auch angenommen wurde. Danke an dieser Stelle all denen, die mir helfend zur Seite stehen!

Dann ging es wieder nach Hause. Libelle war da und ich meine, sie war mit mir zufrieden. Fotografieren lassen wollte sie sich trotzdem nicht. OK.
Dafür hier eine alte Bekannte von mir, die Buche.

