Beim heutigen Spaziergang mit den Hunden bin ich über eine Geschichte gestolpert, die sich gestern ereignete und bei der ich nur den Kopf über mich selber schütteln möchte.
Attila und ich waren im Auto unterwegs. Schon auf der Bundesstraße fiel mir so ein grasgrüner Polo oder so in meinen Wahrnehmungsbereich. Ich überholte ihn. In der nächsten Ortschaft irgendwann an einer Ampel war das Auto dann wieder hinter uns. Als ich in den Rückspiegel sah, machte der Mann zu mir die Geste des Kreuzzeichens und wies auf meinen Hund im Gepäckraum. Was soll man denn davon halten?
Ich sah es als Todesanzeige für meinen Hund an. Deshalb konnte ich nur mit dem Kopf schütteln und den "Spinner" hinter mir ignorieren.
Heute beim spazierengehen erst kam es mir in´s Bewußtsein, dass es ja auch Menschen gibt, die etwas mit dem bekreuzigen segnen wollen. Nun, so hat Mann hinter mir am Steuer nicht geschaut, als ob er das meinte. Aber wer weiss, was er wirklich wollte? Wieviele verschiedene Sichtweisen und Interpretationen kann es noch geben?
Die Antwort ist egal - wir werden es nicht klären können. Aber mich verblüfft die Leichtigkeit, mit der ich sofort die Geste mit einem - für mich negativen - Zusammenhang verknüpfte.
Und die Moral von der Geschichte:
Es ist in der Tat so, dass wir uns unsere Dämonen selbst erschaffen. Sobald das erkannt ist, haben solche Dämonen über uns keine Gewalt mehr.