Naja, ich muss gestehen ich bin in letzter Zeit säumig hier. Die Tage sind ausreichend gefüllt und manchmal bin ich auch nicht in der Lage gewillt meine Winterruhe übermäßig zu stören.
Falls es überhaupt noch irgendeine Relevanz hat, dann will ich anmerken, dass wir hier Weihnachten und Silvester insofern gut überstanden haben, so gut wir es eben ignorieren konnten.
Dazu nun meine Gedanken, die mich in dieser Zeit beschäftigten: Ich fand das beinahe sture Ablehnen von allen, was mit Weihnachten zu tun hat bei der Chefin sehr traurig. Ich bin auch kein Freund von Friede-Freude-Eierkuchen. Aber ich bin trotzdem ein Fan davon, an Feiertagen oder FreienTagen, wenn zum Beispiel die Familie gemeinsam am Tisch sitzt, das auch entsprechend zu würdigen. Warum soll ich mich da nicht schmuck anziehen und den Tisch besonders festlich schmücken? Mich hat es vom Hocker gehauen, als so eine alte Plastikschüssel auf dem Tisch stand. Es hätte echt schöner sein können und ich habe mir für die Zukunft vorgenommen, nicht mehr in diesem Fahrwasser mitzuschwimmen. Die zukünftigen Weihnachten werden für mich anders.
Dann möchte ich die vergangenen Wochen Revue passieren lassen:
Beim Erdweibchen ist endlich wieder Leben im Blogg! Da froie ich mich riesig drüber, weil ich besonders gern dort gelesen habe. Danke, Du liebenswerter Engel. 
Es hat geschneit! Jippie! Wir haben diese Tage genossen und die kalten Temperaturen waren leichter zu ertragen als die jetzigen Schmuddeltage. Leider wurden zeitig die Bittrufe der Winterscheuen erhört und das Vergnügen war ein kurzes.

Am 07. Waren wir bei Angelika zum späten Frühstück eingeladen. Das ist das Beste an meiner jetzigen Situation. Ich kann die vielen Kaffee´s, die ich versprochen habe, endlich einlösen. Die Pflege der Freundschaften ist so wichtig für mich und das kam im vergangenen Jahr ziemlich kurz. Aber ich habe schon gut gepflegt in diesem Jahr und ich fühle mich Spitze diesbezüglich. J Das Frühstück war lecker und die Gesellschaft sehr lustig und interessant. Das war schön und – wenn auch spät – Danke liebe Angelika.
Einen Tag später habe ich mal meinen Doc wegen meinem Schultergelenk konsultiert. Ich konnte meinen linken Arm fast gar nicht mehr bewegen und nachts war es ganz unlustig. Zuerst bekam ich eine Spritze und dann noch eine später. Dusseliger weise habe ich nicht gefragt, was da gespritzt wird. Heute weiß ich es, denn mein Immunsystem ist im Arsch Eimer. Was hab ich gelernt? Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. So schnell bepieckst mich niemand mehr ohne Nachfrage. Und Cortison konnte ich noch nie leiden….
Am 11. war dann der heißersehnte Termin bei Mutter Meera. Ich habe mich wirklich lange und massig drauf gefreut. Und was ist passiert? Langeweile ganze 2½ Sunden lang. Du sitzt still vor dich hin meditierend bis die Sitzreihe, in der Du sitzt aufgefordert wird, sich in die Warteschlange einzureihen. Am anderen Ende sitzt Mutter Meera auf einem Sessel, hält ihre Fingerspitzen an Deine Schläfen, schaut Dir in die Augen und dann du bist entlassen. Du setzt dich wieder auf Deinen Platz und meditierst (oder betest) weiter, bis Dir die Füße abgefroren sind.
Jeder zweite dort hatte Rüsselseuche oder ähnliche ansteckende Sachen und mich wundert nicht, dass ich flach liege. Cortison + Besuch bei Mutter Meera = Garantie für ausgewachsene Grippe. Und ich bin erschrocken! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so etwas hatte, ich bin eigentlich gut abgehärtet. Immerhin bin ich bei Wind und Wetter mit den Hunden unterwegs.
Die letzten Sätze hätte ich fast im Ernst geschrieben…. Aber ich weiß ja, ich bin für mich selber verantwortlich. Und die kleine Frau Mutter Meera kann nichts für meinen Lebenswandel. Mutter Meera ist optisch eine kleine, fast unscheinbare Frau, ich hatte fast Beschützergefühle… Hm, für mich war das jedenfalls nichts. Ich brauche Rituale, wo miteinander kommuniziert wird. Auch ich bin ein wichtiger Teil an einem Ritual und möchte mich einbringen können. Gemeinsames Singen, trommeln, essen und von mir aus auch langes Schweigen möchte ich in einem Ritual eben im Verbund erleben. Bei Mutter Meera kommen pro Abend bestimmt 150 - 200 Menschen zusammen. Alle kommen getrennt, nehmen Platz, bis die Mutter kommt wird schweigend verharrt und wenn die Mutter da ist, wird erst recht nicht gesprochen. Nach über 2 Stunden gehen alle wieder nach Hause. Ich hatte nicht das Gefühl, das jemand weitere Kontakte suchte und das machte mich ein wenig traurig. Wenn Du noch Fragen zu dem Ritual hast, musst Du später anrufen oder die Sekretärin der Mutter finden und die fragen. Naja, es ist nicht meins, wie ich schon sagte. Jedem das seine.
Am 12. dann ein spontanes Treffen mit Schamanca bei einem beliebten schwedischen Einrichtungshaus. Wir haben denen die Kaffeebar leer gepichelt J Naja, zumindest ein bisschen. Und schöne Tischlein haben wir erstanden. Das ist voll praktisch, da ich so auch von der Couch aus meinen Läppi benutzen kann ohne Einschränkungen. Feine Sache. Schön miteinander ausgetauscht. Habe wieder viel mit nach Hause genommen. Nochmals vielen herzlichen Dank, meine Liebe. Dieser Tag war wieder was fürs Herz.
Seit dem 17. plagt mich nun in abwechselnder Intensität die Grippe. Samstagmorgens war es derart heftig, dass ich mich schweren Herzens entschloss, dem Gesprächskreis am Nachmittag abzusagen. Ich verzichte nicht gern auf diese Stunden. Das Treffen mit liebenswerten Menschen gibt niemand gerne auf, gelle? Tagsüber habe ich mich schön gehegt und gepflegt und am frühen Abend war ich schon so richtig übermütig fit.
Dann Anruf meiner lieben Enkelkinder und meiner Tochter. Die Chefin fragt aus Spaß ihre Enkelin, ob der Kaffee fertig wäre, wir würden uns gleich auf den Weg machen. HA! Da hat sie ja was eingebrockt! Wir haben uns tatsächlich noch auf den Weg nach Sachsen aufgemacht und waren so gegen 23:30 Uhr in Leipzig. Unterwegs alle Wetterunbilden gut überstanden. Die Hundchen waren mit und für die Katzen konnte ich auch schnell die Nachbarin motivieren. Die Kleinen am anderen morgen waren so aufgeregt, als wäre Weihnachten. Was wohl eher an der Mutter lag, die im positiven Sinne überrascht wurde. Wir haben den Vormittag intensiv gemeinsam verbracht. Besonders die Chefin und meine kleine süße Enkeline konnten sich nicht trennen. Ja, es ist schade, dass so viele 460 Kilometer zwischen uns liegen. Aber immer wenn ich in Leipzig bin, fühle ich, dass ich mich dort nicht wohl fühle. Ich mag dort nicht mehr leben müssen. Wie waren noch schön spazieren und dann Mittag futtern, dann sind die Knöpfe zur Mittagsruhe ins Bettchen und wir zogen weiter.

Ja, und da gibt es noch eine sehr liebe Freundin, die ich schon seit 6 Jahren nicht mehr in Person geknuddelt habe. Wenn ich jetzt dran denke, steht mir schon wieder der Hintern voller Tränen. Die Gute wohnt gleich mal noch 80 Kilometer von Leipzig weg und selbst wenn ich mal kurz in Leipzig wäre, so kann ich doch nicht immer zu ihr. Und es war überfällig, dass wir uns wiedersehen. Manu könnte auch gut meine Schwester sein, ich fühle mich ihr gegenüber sehr verbunden. Und außerdem und davon unabhängig war sie die einzige Freundin, die mir in der Zeit, als ich durch das Tal der Tränen ging, an meiner Seite blieb. Das ist unbezahlbar! Heute, in diesen Tagen ergeht es ihr nicht so gut und vor allem deshalb war die Zeit einfach überreif, das ich Zeit, Liebe und Kraft an Sie weitergebe. Es war nur der Sonntagnachmittag. Wenig Zeit die umso mehr bewusst und intensiv erlebt wurde. Auch ihre Kinder sind mir sehr nahe und es war wunderbar, diese nun schon (fast) erwachsenen Menschen wieder zu sehen und persönlich zu sprechen. Und ich hoffe sehr, dass nächste Wiedersehen lässt nicht wieder so lange auf sich warten. Vielleicht sind ein paar Tage Kurzurlaub an der Mulde in diesem Jahr machbar. Schaunmermal.
Ich habe schon am Sonntag bemerkt, dass sich da was in mir brodelt. Deshalb wollte ich auch noch am selben Tag nach Hause fahren. Und siehe da, diese Entscheidung war die richtige. Seit Montag wechseln sich Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Heiserkeit und bei der Chefin auch noch Brechdurchfall in unserem Hause ab. Hier ist so ein richtiges Virusnest.
Am Mittwoch hatte ich wieder einen Termin bei meinem Arzt wegen dem Arm. Der ist der Meinung, die Spritzen würden nicht die erwünschte Heilung bringen und meinen derzeitigen gesundheitlichem Zustand nur noch mehr schaden. Insgesamt müsste die Beweglichkeit des Armes weitaus besser funktionieren und bevor der Arm immer weiter steif wird, wäre eine OP angebracht. Schitt! Ich habe mir zwar schon einen OP-Termin geben lassen, bin mir aber noch gar nicht soooo sicher, ob ich das machen lassen möchte. Nun, ich weiß, ich habe zu lange gewartet, bis ich damit zum Doc gehe. Die Schmerzen sind schon seit über einem Jahr da. Aber wie das so ist, ich wollte erst nicht von Arbeit ausfallen, weil so viel zu tun war und dann hoffe ich ja immer, das es wieder von alleine verschwindet. Ich werde es wohl richten lassen und dem Arzt mein Vertrauen schenken. Um den Rest kümmere ich mich dann wieder selber. So wird es gut sein.
Ach ja. Zum Schluss möchte ich mal wieder Danke sagen. Das mache ich besonders gern. 
Thank you Mister President! Danke dafür, das Versprechen eingehalten werden und Du bisher nicht meine Skepsis Politikern gegenüber bestätigst. Es tut gut, Deine Wege zu beobachten. Thank you Mister President!