Wie versprochen möchte ich Euch berichten, was sich in den letzten Monaten bei mir so getan hat.
Sind wirklich schon 4 Monate seit meinem letzten Eintrag vergangen? Es ist erschreckend, wie die Zeit verfliegt. Geht es Euch auch so?
Diese Tage waren angefüllt mit vielem Neuen und auch der besonderen Herausforderung mit den Altlasten umzugehen, bzw. die Balance zwischen lernen, verarbeiten und der ewigen Müdigkeit zu halten. Ich hatte auch viele Tage, an denen mir vor lauter Müdigkeit dermaßen die Knochen schmerzten, dass sogar das Denken mühselig erschien. Im Ernst. Ich denke, dass liegt auch an der Belastung, die noch mit dem Misserfolg des Geschäfts zusammen hängt. Hier gibt es eine Entwicklung, die vor Gericht gelandet ist und nicht wie erhofft auf der Vernunftbasis geregelt werden kann. Ich kann nachweisen, gezielt betrogen worden zu sein und anstelle nun die Füße still zu halten (wenn Mann schon 24-mal wegen Betruges verurteilt wurde und ein Gnadengesuch am Gericht laufen hat, sollte das wenigsten machen), zieht er mich vor den Kadi und fordert Geld ein. Seine Forderung ist zwar rein sachlich gerechtfertigt. Sollte jedoch nachgewiesen werden, dass er das Geschäft absichtlich unter falschen Aussagen übergeben hat (und das hat er ja), hat er ein heftiges Problem. Ich habe nie eine Chance gehabt und der wusste das und hat mich voll ins Messer laufen lassen. Dadurch habe ich alle meine Ersparnisse eingebüßt. Ich musste sogar die Sparbüchsen für meine Enkelkinder plündern um die laufenden Ausgaben begleichen zu können. Fragt nicht, wie ich mich dabei gefühlt habe. Ehrlich gesagt, geht mir das alles ziemlich an die Nieren. Ich bin kein Mensch, der so Probleme löst. Bei mir geht es zwischenmenschlich sehr gut. Ich haue allerdings auch Niemanden gezielt übers Ohr. Also wie sich zeigt, prallen hier zwei Welten menschlicher Ausgaben aufeinander. Überhaupt hat sich einiges, was mit dem Geschäft in Beziehung steht, als ungut erwiesen. Die Telekom entlässt mich nicht aus dem Vertrag und fordert weiter, obwohl ich die Gewerbeabmeldung und die Aufhebung des Mietvertrages vorgelegt habe. Was soll ich mit einem Anschluss in einer Immobilie, die ich gar nicht mehr nutze? Die Telekom bleibt stur und von mir gibt es keinen Cent! … So, das war das am meisten nervendste. Nun kommen wir zum schönen Teil. Und weil doch einiges zu berichten sein wird, möchte ich monatlich vorgehen. Und ich denke, selbst dabei wird mir einiges erst später wieder einfallen.
Beginnen wir mit dem April:
Ich hatte ja zuletzt berichtet, dass ich glücklicherweise eine Stelle antreten kann, die mich auch reizt. Es ist in der Tat eine Firma, wo die Chefs noch wirklich OK sind. Ich kann mich nicht beschweren. Auch die ca. 100 Mitarbeiter sind allesamt Prima. Die Einarbeitungsphase war allerdings eine Katastrophe, da die Dame nie wirklich da war. Selbst wenn sie physisch anwesend war, war sie geistig stets wo anders und total überdreht. Warum sie so war ist ihre private Sache, hat nichts mit der Firma zu tun und ich will mich hier nicht dazu auslassen. Nur so viel, dass sie nach kurzer Zeit in der Psychiatrischen Anstalt eingeliefert wurde und ich ganz allein da stand. Es gibt noch heute einige Punkte, mit denen ich mich noch nie beschäftigt habe und ich mich nun selbst einarbeiten muss. Das ist eine große Herausforderung an mein Qualtätsmaß, das ich mir selbst abfordere. Ich hoffe, ich erfülle die Erwartungen meiner Chefs. Ich selbst muss mich in Geduld mir selbst gegenüber üben. Ich weiß, ich gebe täglich mein Bestes. Gefühlsmäßig zumindest bin ich im Großen und Ganzen zufrieden und denke, die richtige Arbeit für mich gefunden zu haben und dort die nächsten 20 Jahre mich nützlich machen zu können.
Ich denke, wenn ich mich wirklich richtig eingearbeitet habe und alles etwas runder läuft, kann ich mich wieder meinen anderen Wünschen und Bedürfnissen eingehender widmen. Ich habe schon wieder so viele Projekte in meinem Kopf. Mein Tag bräuchte 24 x 24 Stunden. Wundert es, dass ich ein Burn out Problem habe? Es fühlt sich an, als würde ich permanent mit angezogener Handbremse fahren. Und andererseits will ich alles auf einmal. Unmöglich? Ja, so bin ich!
Was gab es außerdem Neues?
Wolfi-Golfi musste einem Neuem weichen. Die Phase, dass das gute Gefährt ständig mit neuen, teuren Wehwehchen aufwartete, wollte kein Ende nehmen. Und ich kann nichts riskieren, wegen dem Auto nicht zur Arbeit fahren zu können. Also waren wir mal ganz spontan beim Autohändler mal schauen, was so aktuell ist. Und was passiert? Die Chefin geht ins Autohaus, sieht dort ihr Auto stehen und kauft es direkt. Ganz unter dem Motto „Sie kam, sah und kaufte“. Den Golf haben wir für vernünftiges Geld in Zahlung gegeben und sind nun Besitzer eines VW Caddy. Ein tolles Auto für einen guten Preis mit viel Platz für die Hundchen oder zum helfen beim Umzug.
Und wohin ging wohl unsere Jungfernfahrt? Nach Leipzig, ist ja klar. Das ist schön weit weg und dazu gibt es noch Tochter und Enkelkinder zum anfassen. Schön!
Ja, Leipzig und ich. Das ist auch so eine Geschichte für sich. Irgendwie sind wir wie 2 Magnete. Auf der einen Seite muss ich immer mal dahin und dann, wenn ich dort bin, fühle ich mich abgestoßen. Zu Hause fühle ich mich hier. In Leipzig konnten meine Wurzeln sich nie entwickeln im Gegensatz zu hier. Trotz alledem liebe ich das Leipziger Umland. Ich habe wieder schöne Fotos mit gebracht.
Dann hatte ich noch das vorletzte 13Monde Seminar bei Schamca und das räumen des Geschäfts mit Übergabe. Interessant ist auch der Zusammenhang der 13 Monde zum Geschäft. Durch das Seminar bin ich überhaupt auf das Geschäft gestoßen, habe es übernommen, damit gelebt und meine (zum Teil großartigen) Erfahrungen machen dürfen und noch bevor das Seminar sein Ende findet, habe ich auch das Geschäft wieder beendet. Dieser Erfahrungsweg konnte nur mit diesen beiden Komponenten das werden, was es für mich sein sollte. Und das ist 100%ig positiv aufzunehmen.
Ich glaube, das war das wichtigste.
Jetzt werde ich mich erst einmal um meine Hundchens kümmern und später weiter berichten. Bis denne!