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Die Entdeckung von Scherrymann
23:35, 23.10.2010
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Der kalte Scherry rinnt sinnlos die Kehle hinunter, er wird nicht mehr geschmeckt und konsumiert, er wird nur getrunken und allein der Alkohol soll alles überschwemmen, diesen unglaublichen Gedanken überschwemmen heute Nacht noch Sternenwolken zu stehlen. Volltrunken wie die satten Farben der Nacht schlich er ungstüm durch die Reihen der Sternenwolken, griff wahllos in die Herde und erwischte dutzende für seinen Leinensack. Er quetschte und drücke die verängstigten Sternenwolken tief in den Sack, es wurde dunkel und eng.
Mit dem Sack zwischen seinen schlotternen Knien wählt er sich in die Erinnerung des Staates, der Staat heult weil alle Liebenden ihren Sternenwolkenhimmel vermissen. Unsäglichen Forderungen nachgebend verkauft der Scherrysäufer nach und nach die Sternenwolken und am Ende kam der Einsatz der Polizei schneller als erwartet. Auf dem Boden liegend hält der Entführer den leeren Leinensack den bewaffneten Gesetzeshüter entgegen... dann erschießen sie ihn. Dabei trifft eine verirrte Kugel die Scherryflasche, sie zerspringt und feiner Geruch nach gebrannten Mandeln durchfließt den Raum.
Wie schade, die Polizisten rochen diesen Duft nicht, ihre Gasmasken waren cooler und nur der Scherrysäufer zog ein letztes Mal tief durch die Nase was ihm hörbar gelang und plötzlich schlossen sich all die Wunden der Einschusslöcher. Er zog noch einmal den Mandelgeruches des Scherrys tief in seine Bronchien und alle Polisten der Einsatzgruppen lagen sekunden später gefesselt und genebelt zu Boden. Ihre Waffen fein aufgestellt an der Wand und bei jeder Pistole oder Maschinengewehr oder Gaswerfer war der Lauf verbogen. Der Scherrymann stand zwischen den Liegenden und griff sich die letzte Scherryflasche, nahm einen Schluck und lachte laut. In seinem Blick lag der eichenfarbene Glanz von Tiefe, Geschmack und beginnender Verrohung.
Draußen schien die Sonne fein auf all die Fasaden der Einfamilienhäuser, überall parkten Autos und Bäume versuchten krampfhaft nach Wasser zu wurzeln. Scherrymann, die Flasche in der rechten Hand, jederzeit bereit zum Trinken anzusetzen streckt sein Gesicht der Sonne entgegen und verzückt strahlt sie ihn an. Sie bringt den Eichenfarbenglanz auf das entspannte Gesicht des Scherrymannes gut zur Geltung. Von hinten schleichen sich zwei weitere Einsatzkräfte der Polizei vollgepanzert langsam an den Scherrymann heran. Scherrymann dreht sich langsam um, lächelt und pustet die Polizisten einfach in einen Vorgarten seiner Nachbarn. Als die Polizisten noch nicht einmal zweimal Atem geholt hatten lagen sie gefesselt und geknebelt auf dem Boden und ihre Waffen waren alle verbogen.
Wer Scherrymann nicht kennt hat die Welt verpennt...
Die Medien hatten es schon mitbekommen, da trieb einer den Staat an der Nase herum. Zudem ein Subjekt des Alkoholismus in einzigartiger Abnormität. Der entsprach nicht der Norm, nicht den Werten der Gesellschaft und er ist ein Verbrecher. Er hat Sternenwolken entführt und gequält in einem Leinensack gehalten. Er ist Alkoholiker, die Polizei fand bei ihm ein ganzes Lager an Flaschen, voller Scherry einer einzigen Sorte. Überraschend konnte der "Scherrymann" flüchten, weil die Einsatzkräfte ihn nicht verletzen wollten und deshalb sanfter an die Ergreifung des Verbrechers heran gingen.
Lügner und Heuchler dachte der Scherrymann und legte die Zeitung auf den Tisch in der MacDoofbude zurück. Wie immer und nicht überraschend. Alles manipuliert und zensiert, eine Welt die kontrolliert dem Ende nur dadurch entkommt dass es das Ende gar nicht kennt. Langsam überkam dem Scherrymann die Wut und nur das nette Lächeln einer Mitarbeiterin der Fressbude erheiterte das Gemüt und auch weil die Sonne noch so wunderbar warm schien ließ den Scherrymann die Wut vergessen. Das der Glanz seiner Augen jedoch dunkler und eisiger wurde bemerkte nur das kleine schüchterne Kind am gegenüberliegenden Platz. Das Kind ängstigte es und die neben ihr sitzende Mutter war genervt weil das Kind nicht funktionierte und artig das teuer bezahltes Menü aß. Als der Scherrymann sich erhob knallte es fürchterlich laut und Rauchgase verteilten sich überall. Noch konnte der Scherrymann sehen wie der Kopf des kleinen Kindes auf den Tisch sank und die noch eben genervte Mutter von ihrer Bank auf den Boden glitt als alles schon im Nebel lag. Seltsamerweise überfiel den Scherrymann keine Angst noch trieb ihn etwas zur Eile an. Er blieb einfach stehen und schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete stand er in einem Wald allein auf einer Lichtung und die Sonne schien warm und Scherrymann wusste, er sollte öffentliche Plätze in Zukunft meiden.
Der Beginn
Als der Scherrymann erwacht ist es kalt und überall tuschelnde Sternenwolken die hecktisch am Himmel versuchen sich hinter dem schnöden Mond zu verstecken. Scherrymann nimmt einen Schluck aus der Flasche und bemerkt wie der letzte Tropfen schnell seine Kehle durchrinnt. Ja er sollte sich neuen besorgen und schließt die Augen. Im Supermarkt stand eine ganze Riege voller Flaschen, bereit genommen, gekauft, konsumiert und weggeworfen zu werden. Scherrymann nimmt sich zwei und schließt wieder die Augen. Als er sie öffnet hatten sich die Sternenwolken verzogen und nur der Mond zog langsam seine Bahn gen Morgen. Der Scherrymann lag wieder auf der Lichtung, atmete die kalte klare Luft in seine Lungen. Sein Blick war in das Universum gerichtet und langsam erhob sich sein Körper um dann mit einem Knall in das All zu rasen. Das war Freiheit wie er sie liebte, er fühlte die Kälte nicht und auch das Atmen von Vakuum bereitete ihm keine Schwierigkeiten. Er flog am erschrockenem Mond vorbei Richtung Sonne die ihm schon ihre heißen Strahlen sendet.
Auf seinen Weg zur Sonne dachte Scherrymann über sein Leben nach und musste plötzlich lachen, ja genau, dieses Leben ist schon verrückt. Ausserdem kitzelt die Sonne ihm schon ungeniert zwischen den Beinen herum und Scherrymann wollte Sex. Hier war die Sonne einwandfrei zu weit gegangen, sie hätte ihn haben können doch gleich so mit der Tür in das Gemächte zu fallen war nicht die Art von Sex die Scherrymann bevorzugte. Er wollte es langsam, spannend und immer verzehrender. Eine Liebe halt, mehr nicht.
Er drehte um und raste zurück zur Erde die da blauweißtrüb im All herum dümpelte und noch nicht erahnen konnte was da wieder bei ihr leben exestieren wollte.
Scherrymann forever...
Koffeinmarie lieh sich gerade das Kleid ihrer besten Freundin ohne sie zu fragen, sowenig wie sie ihre Freundin fragte ob sie mal eben ihren Wagen haben kann. Koffeinmarie ist eine Frau ohne Wenn und Aber, sie nimmt sich alles was sie will und ein jeder lässt es geschehen. Koffeinmarie ist eine wichtige Institution der Welt, sie ist die erste Päbstin und darf unzölibatär alles machen.Die Männer lagen ihr zu Füßen, diverse Diktatoren führten für sie wie verrückt unsinnige Kriege und große Supermächte schenkten der Päbstin Geld damit die Päbstin immer nette Sachen über sie sagte. Kurzum, die Päbstin war eine verdammt heuchlerische und konsumgeile Nutte der Politik und ganz ehrlich. Sie ist es wirklich gern und wohl deshalb hat sie diesen Job. Mit dem geliehenden Kleid, dem Auto jagte die Päbstin gerade die Autobahn sieben entlang als neben ihr unverschämter Weise Scherrymann Platz nahm und das Audiosystem des Wagens vollends aufdrehte. In seinen Augen lag die Weisheit aller Zeit und die Päbstin hielt sich fester an das Lenkrad. Sie hätte sich erschrecken müssen und war doch entspannt. Unablässig kitzelten sie Unbekanntheiten, wer hätte sich das vorstellen können, die Päbstin verliebte sich gerade. Das Handy der Päbstin klingelte unromantisch mit der Ballade vom letzten Kreuzzug in die gespannte Atmosphäre als es Scherrymann lässig aus dem Fenster wirft. Die geschlossene Türscheibe zerbricht, das Handy segelt in seine Zerstörung und schon ist das Fenster wieder ganz. Nur die laute Musik und der Fahrtwind sind Zeuge als der Scherrymann den Arm der Päbstin ergreift, seine Augen schließt und beide Personen auf der Lichtung im Wald sitzen.
Morgendämmerung setzt ein, rotarmig und voller Eifersucht stichelt sich die Sonne über den Horizont und am Mittag will sie gar grausam ihre Hitze verschwenden. Mögen die untreuen Menschen schwitzen und verdursten, ihr war es nur Recht. Der Scherrymann hatte sie nicht erhört, dabei hatte sie sich so viel Mühe gegeben, ihn sanft und warm gelockt, ihn gestreichelt und gekitzelt, nun gut das mit dem Kitzeln war wohl ein wenig zu früh aber alles andere lief doch hervorragend. Und jetzt hat er sich diese Hure gesucht und die liebt ihn auch noch. Nicht mit mir dachte die Sonne und sandte eine heftige Eruption gen Erde und der Morgen war noch gar nicht wirklich angekommen da verbrannte sich die Päbstin schon die süsse Nase und hatte einen fürchterlichen Sonnenbrand. Ein jeder Kuss des Scherrymannes pikste ihr schmerzhaft auf der Nasenspitze doch sie ertrug es voller Freude und Erregbarkeit. Als die Sonne dieses sah explodierte sie förmlich und eine Erruption ungeahnten Ausmaßes schoß aus der glühenden Kugel und verbrannte der Päbstin die linke Augenbraue und der Scherrymann sah es nicht. Hielt er doch die Augen geschlossen und als er sie wieder öffnete lagen beide am warmen Strand in der Pazifik, ein sternenklarer Himmel vertrieb sich mit dem Wellenschlag des Meeres die Ewigkeit des Momentes.
Man muss nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen..
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