Realitätsverlust
Gib mir mehr Stoff 10

18.07.2010 um 19:19 in Mit dem Hirn

Normalerweise gibt es neue Buchvorstellungen von mir ja in letzter Zeit nur noch bei The Library , einen von Fianna ins Leben gerufenen Bücherblog. Da die Buchvorstellungen vorher aber einfach ein Teil meines Blogs waren, werde ich ab und zu auch wieder hier ein Buch vorstellen.

Na so ein Zufall... im Kalender steht, dass gerade heute offizieller "ab und zu-Tag" ist...

Nun denn, in diesem Fall möchte ich euch dieses Buch vorstellen:

Von Jan Weiler kannte ich bisher nur ein von ihm gesprochenes Hörbuch, mit Auszügen aus seiner Kolumne. Da ich davon schon recht angetan war, reizte mich dieses Buch ungemein (obwohl es in diesem Fall nur ausgeliehen und nicht gekauft war).

Nun, das Buch war sehr speziell. Fünf Menschen, allesamt durch die Medien aus den unterschiedlichsten Gründen bekannt gemacht worden, treffen nach und nach in einem privaten Sanatorium (ja, Klapse kann man auch sagen) ein. Der Chefarzt diagnostiziert bei seinen Patienten eine neue (und selbstverständlich nach ihm benannte) Krankheit und verspricht jedem einzelnen Heilung. Es treten ... Komplikationen... auf.

Es ist schwierig dieses Buch zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. So viel sei gesagt: das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil erzählt einer der Insassen von seinem Leben und wie es dazu kam, dass er in dem Sanatorium landete. Die Geschichten seine vier Mitstreiter werden ebenfalls sehr detailiert erzählt. Im zweiten Teil wird die Geschichte von jemand anderen weiter geführt(nein, ich sage nicht von wem... die Spannung sollte ja für die gehalten werden, die das Buch lesen wollen). Der dritte Teil des Buches bringt die weiteren Vorgänge durch die Medien zum Abschluss.

Das Buch hat mich, auch lange nachdem ich damit fertig war, sehr beschäftigt. Ich kann nicht behaupten, dass ich mit dem Schluss zufrieden bin. Andererseits wäre jedes andere Ende bei dieser Geschichte unrealistisch gewesen. Eigentlich spiegelt die Geschichte genau das wieder, was man in der heutigen Zeit erwartet. Vielleicht bin ich gerade deshalb so unzufrieden damit.

Davon mal ab habe ich das Buch sehr gerne gelesen, ja quasi verschlungen. Gut an einer Stelle habe ich geschummelt. Einer der Insassen redet und diskutiert gern, vor allem wenn er glaubt, ungerecht behandelt zu werden. An einer Stelle des Buches fing er dann an zu reden. Und redete. Und redete... Naja, kannst ja mal eine Seite weiter blättern... oh, er redet immer noch... *umblätter*... immer noch *umblätter*.... oh... der hat aber Luft .... *umblätter* ..... *umblätter*.... Ja, und so zog sich das. Ich habe mir aber sagen lassen, dass ich dabei nichts verpasst habe.

In diesem Sinne: Wer Jan Weiler mag und ungewöhnliche Geschichten mag, wird mit diesem Buch ein paar schöne Stunden haben.

 



Gib mir mehr Stoff 11

1.04.2010 um 19:10 in Mit dem Hirn

Dem Urlaub sei Dank habe ich wieder ein neues Buch durch. Und ich habe mich beim Lesen königlich amüsiert.

Wer mehr darüber erfahren möchte, muss sich hierhin bemühen. In unserem Gemeinschaftsblog "The Library" habe ich meine Meinung dazu lang und breit aufgeführt.

In diesem Sinne: 416 Seiten waren viel zu kurz!



Gib mir mehr Stoff 10

28.03.2010 um 15:48 in Mit dem Hirn

War ich vorgestern auf den ersten 100 Seiten noch schwer begeistert von dem Buch

sah gestern meine Meinung zum Schluss doch etwas anders aus. Der Titel "Das Tagebuch einer normalen Hausfrau" trifft es meiner Meinung nicht so ganz.

Manche Menschen mögen gerne mal ein wenig chaotischer als andere sein. Und eine Weile macht es auch Spaß, so etwas zu lesen. Ich hatte allerdings irgendwann das Gefühl, dass diese Hausfrau von ihren Kindern (4 und 2 Jahre alt) bewusst gehasst, sabotiert und hintergangen wird. Es wird grundsätzlich nur geschildert, wie die beiden sie mal wieder bloßgestellt haben, sich ausschließlich Fremden wohlwollend zuwendeten und im Prinzip als kleine Arschlöcher durch die Welt wanderten. Die komplette Familie will ihr schlechtes, nimmt sie nicht ernst, nicht wahr und wandern im Prinzip als große Arschlöcher durch die Welt. Die Schilderungen hätten durchaus witzig sein können, wurden aber durch diese Ausschließlichkeit irgendwann langweilig. Einzig der ewige Disput mit der besten Freundin hatte durch das kontinuierliche "Sie ist Schuld und nur sie, ich bin ja vollkommen unschuldig"-Mantra noch einen gewissen Witz.

Das Geld für das Buch war keineswegs rausgeschmissen. Auf gewisse Art und Weise war es schon unterhaltsam, sonst hätte ich es auch nicht so schnell durchgelesen. Wenn man von der Hoffnung Abstand nimmt, die Hauptdarstellerin würde irgendwann mal dazu lernen, kann man seinen Spaß damit haben. Vielleicht gibt es ja mal eine Fortsetzung, in der besagte Hausfrau eine Therapie beginnt. Zu wünschen wäre es ihr.

In diesem Sinne: Die musste nicht erst verrückt werden, das war sie schon.



Gib mir mehr Stoff 9

21.02.2010 um 12:08 in Mit dem Hirn

Was tut man, wenn man gesundheitstechnisch ein wenig rumschwächelt (naja, ein wenig... ich gebe zu, ich habe gelitten wie ein Mann...), das Fernsehprogramm unter aller Kanone ist und man nicht 24 Stunden am Tag schlafen kann/möchte? Genau, man liest.

Von Daniel Glattauer hatte ich bereits "Gut gegen Nordwind" gelesen und war damals echt begeistert. Also hatte ich mir noch dieses Buch von ihm angeschafft:

Der gute Mann schreibt für eine österreichische Zeitung eine Kolumne und eben hiervon gab es  219 Beiträge in diesem Buch. Vielleicht muss man Österreicher sein, vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd. Fakt ist, ich habe nach ca. 30 Seiten aufgegeben. Ich kann mit diesem Buch absolut nichts anfangen. Nada! Rien!

In diesem Sinne: Vielleicht finde ich ja in einem halben Jahr einen besseren Zugang zu diesem Buch. Oder in fünf.



Gib mir mehr Stoff 8

8.02.2010 um 14:35 in Mit dem Hirn

Gestern Abend habe ich das dritte und letzte Buch von Erlend Loe zu Ende gelesen.

Ganz ehrlich, ich weiß bis heute noch nicht, was ich von dem Buch nun halten soll. Sicher, man kann es locker weglesen, aber ich frage mich immer noch, ob es mir wirklich gefallen hat.

25jähriger Erzähler gerät in eine Krise, die er mit "Ball an die Wand werfen", "Hammerbrettspiel" und letztendlich mit einer Reise nach New York in den Griff kriegt. Die Listen, die er erstellt und zu denen er auch einige Menschen um sich herum animiert, haben teilweise echt was zu bieten. Alles in allem hat sich mir dieses Buch aber nicht so erschlossen wie seine beiden Vorgänger (in diesem Blog).

Mit 231 Seiten ist dieses Buch definitiv dicker als die anderen beiden. Dafür gibt es aber auch viele Kopien von Internetseiten /Faxen, die doch einigen Platz einnehmen. Apropos Fax: die Idee mit dem Endlosfax hat mich echt begeistert. Auf die Idee, solch ein Fax einfach ins Faxgerät zu stecken und zurückzuschicken muss man erst einmal kommen.

Lesen kann man es aber auf jeden Fall.

In diesem Sinne: Jetzt reicht's aber auch erst einmal mit dem guten Erlend.



Gib mir mehr Stoff 7

6.02.2010 um 10:34 in Mit dem Hirn

Gerade erst habe ich mein erstes Buch von Erlend Loe  gelesen, da bin ich mit dem zweiten auch schon durch.

"Ich bring mich um die Ecke" ist das Tagebuch der 18jährigen Julie, die ihre Familie bei einem Flugzeugabsturz verloren hat. Den Lebenswillen verloren, versucht sie sich auf möglichst schicke und beeindruckende Weise das Leben zu nehmen. Durchgenallte Ideen, die kräftig schief gehen bieten auf 189 Seite wieder einmal kurzweilige Unterhaltung.

In diesem Sinne: "Naiv.Super" von Erlend Loe habe ich hier auch schon griffbereit liegen.



Gib mir mehr Stoff 6

3.02.2010 um 19:36 in Mit dem Hirn

Über das Buch „Doppler“ bin ich über die Lauscherlounge gestolpert. Dort wurde das Hörbuch, gelesen von Andreas Fröhlich, vorgestellt und um ein wenig mehr darüber zu erfahren, surfte ich fix zu meinem momentanen Lieblingsonlinebuchhändler.

 

 

Keine fünf Minuten später lag das Buch, neben einem zweiten von Erlend Loe im Einkaufskorb (warum ich mich nun doch für das Buch und gegen Andreas Fröhlich entschieden habe werde ich wohl nie erfahren).

 

Die 150 Seiten boten kurzweilige Unterhaltung. Doppler mag keine Menschen und zieht in den Wald. Seine Dialoge Monologe mit seinem neuen Freund, dem Elchkalb, sind herrlich. Das Ende fand ich überraschend (aber wahrscheinlich bin ich manchmal einfach zu naiv).

 

Wer was für den kleinen Lesehunger zwischendurch braucht, macht hier keinen Fehler.

 

In diesem Sinne: Demnächst in diesem Blog: Gib mir mehr Stoff - Erlend Loe „Ich bring mich um die Ecke“ und „Naiv.Super“

 



Gib mir mehr Stoff 5

3.02.2010 um 16:18 in Mit dem Hirn

Meine Ma bat mich vor Weihnachten, mir doch noch selbst ein Buch auszusuchen, dass sie und mein Pa der Weihnachtsmann mir dann zu Weihnachten schenken kann.

Als ich mit meinen beiden Freundinnen meinen geschenkten Tag in Celle verbachte, entdeckten wir kurz vor der Heimreise endlich einen Bücherladen. Die Zeit drängte immer mehr, man konnte schon fast die Dampflok unseren Zug in der Ferne tuckern anrasen hören.

Kurzentschlossen griff ich auf dem Weg zur Kasse ("Weiberabend" hielt ich schon in den Händen) noch nach diesem Buch:

Ich las nur einen Satz auf dem Buchrücken: "Er erblickte das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wurde." und schon schob ich das Buch über die Verkaufstheke.

Die Geschichte spielt über viele Jahrzehnte, in Krieg und Frieden, in den unterschiedlichsten Ländern und wird aus der Sicht des Teddybären Henry N. Brown erzählt.

Das Buch hat mich total gefangen genommen und hat von Anfang bis Ende einfach "gepasst". Man leidet mit ihm, kichert sich einen über seine Gedankengänge und freut sich den Bobbes ab, wenn er endlich in gute Hände geraten ist. Selbst als ich die letzte Seite gelesen hatte, mochte ich das Buch gar nicht wieder weg legen. "Die unglaubliche Geschichte des Henry  N. Brown" ist hiermit offiziell in meine privatpersönliche Top Ten der Lieblingsbücher aufgestiegen.

In diesem Sinne: Einer der Sätze aus dem Buch, der auf ewig bei mir hängengeblieben ist: "Mein Leben geschieht, ob ich mir nun Sorgen mache oder nicht!"



Gib mir mehr Stoff 4

2.02.2010 um 20:40 in Mit dem Hirn

Ein weiteres Buch auf meinem Geburtstagstisch war „Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts“:

 

 

Beim Lesen kam kurzfristige der Gedanke: „Oh, gab’s das nicht auch schon bei den Chroniken von Narnia?“. Nicht, dass ich jemals ein Teil davon gelesen hätte, aber immerhin habe ich den ersten verfilmten Teil gesehen und auch da spielte ein Kleiderschrank eine besondere Rolle.

 

Da ich aber, vom Film mal abgesehen, relativ unbelastet war, schob ich diese Gedanken wieder weg und tauchte wieder voll in die Geschichte ein.

 

Kurz und gut: ein absolut fantastisches Buch! Der Hauptdarsteller hat mich zwar ab und an mit seiner nicht allzu schnellen Denke ein kleines bisschen kirre gemacht, dafür gab es aber viele andere AHA-Effekte, die einen dann richtig kribbelig werden ließen und es leider unmöglich machten, das Buch wegzulegen.

 

In diesem Sinne: Auf nach Kanaria!

 



Gib mir mehr Stoff 3

2.02.2010 um 20:15 in Mit dem Hirn

Böse Zungen mögen behaupten, dass ich dieses Buch nur wegen seiner Farbe gekauft habe.

 

 

 

Nun, ich kann nicht abstreiten, dass ich in der Buchhandlung gezielt wegen seiner Farbe danach griff. Gekauft habe ich es aber, weil mich der Klappentext überzeugt hat.

 

„Eine Nacht, acht Frauen, keine Kinder, keine Tabus“ ist nur ein Teil davon.

 

Das Buch ließ sich prinzipiell flüssig lesen. Allerdings hat mich beim Lesen das Gefühl nicht so ganz verlassen, dass die dort angesprochenen Themen von Leserinnen mit Kindern einfach besser nachvollzogen werden können.

 

Es war kein Fehler, das Buch zu lesen, aber zum Kauf würde ich nun nicht unbedingt raten. Leiht es euch lieber aus…

 

In diesem Sinne: Dieses grün ist aber auch wirklich schön…

 









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