Alltagslyrik

Verjüngung

09:47, 17.02.2017

ich streife meine alten Häute ab und schenke mich dir seelennackt .jetzt kannst du mir mit bunten Sommerfarben unschuldig neue Häute malen
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Verinnerung IV

19:05, 5.05.2015

 

verzweifelt trug ich sie

im Winter über Schnee und Eis

zornig ein Frühjahr lang

durch sanfte laue Winde

 

verfroren trug ich sie

im Sommer über bunte Wiesen

bis in den Herbst

bis hin zum Meer

 

und ließ sie dort versöhnlich

mit dem Rauschen ziehen

 

.die Trauer

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Zukunft

15:15, 27.04.2015

ein Bild hab ich geträumt
facettenreich gefärbt
mit warmer Heiterkeit
zärtlich und sanft verspielt 

fast zu perfekt
.trotzdem
 
mit dir will ich´s
ins Heute malen
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Verinnerung III

13:55, 26.04.2015

ein Nebelwesen
das im Nebel blieb
das ich nur ahnte
nie wirklich sah

und doch und doch
zogs mich ins Abgrundtief


ja. himmelhoch hab ich
mich an ihm wundgeliebt

 

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geerdet

13:10, 29.01.2015

habe
in Abgründe geschaut
Luftschlösser gebaut
bin
gefallen, ziellos herumgeirrt,
gestrandet am Ende des Nichts

und dann kamst du

jetzt
schaue ich in Abgründe
baue Luftschlösser
falle, irre herum
und strande bei dir

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meistmorgendlich

12:57, 22.01.2015

vor Fenstern steht die Welt noch still
dahinter taste ich mich schlummerwarm
durch diesen dunklen kühlen Morgen
in meinem Haar hängt noch der letzte Traum
der langsam mit den Wassertropfen
ins Wolkenkuckucksheim zerfließt
und aus der Küche lärmt der Kaffeeduft
mich vollends in den neuen Tag
.
du bist schon wach

 

 

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Verinnerung II

10:04, 7.08.2013

zum Farblos verblasst
sind die Bilder

staubzerfallen
trägt sie der Wind

ins Irgendwo Nirgendwo
Unbestimmt weg

der letzte Faden
riss

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Ein.klang

09:59, 24.07.2013

Wo ist es hin
dieses innere Getümmel
in rabenen Sturmnächten
wenn meine Gedanken
durch konturenlose Räume wandern

wo ist er hin
dieser ungestüme Drang
alles herauszuschreien
und mich danach
in seidene Buchstabenwelten einzuhüllen

. und hinter meine Stirn

schleicht sich tonlos
so eine kleine Ahnung

ich atme Glück

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Verinnerung I

10:08, 11.05.2013

blassgrün fällt die Erinnerung
aus meinem Blick
auf den verstaubten Weg
kein Regen rauscht mehr
zwischen ihm und mir
kein Sehnen glänzt
am Horizont

nur eine Narbe lässt das Herz
im Nebel ganz gelegentlich
noch schmerzen

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Ikarus

10:00, 5.03.2013

und als mir endlich
Flügel wuchsen
und ich mich aufmachte
den Himmel zu erkunden
sah ich am Boden

verwirrte Gesichter

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alles neu machen wir

10:01, 5.04.2012

Kurz bevor er
in mein Leben trat,
stand es still
/das Leben/
für einen Augenblick.
Es war ein Innehalten
Atemholen
für den Neubeginn.

Mit vollen Händen
schöpfe ich seitdem
in ihm /aus ihm.

Frieden habe ich
geschlossen
mit dem Davor
mit mir.
Nun fällt Gelassenheit
ins neue Wir.

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Abschiede

10:02, 8.11.2011

ich mag diese
Abschiede nicht

(wie viele davon
noch kommen werden
vermag ich nicht zu sagen)

ein kleiner
Wehrmutstropfen
auf das Glück

er wiegt nicht schwer

nur für den Moment

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Erkenntnis

17:53, 7.09.2011

ich musste erst wieder
bei mir angekommen sein
ehe ich bereit war

mein Herz zu öffnen

jetzt bin ich es

du kamst
im richtigen Moment

 

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mein Sonnenschein

10:03, 28.07.2011

Und heute liegen
Schatten über mir
doch wenn die Kälte
mich zu erstarren droht
dann lege ich dein Lachen
sanft um meine Schulter
wie ein warmes Tuch

Und heute liegen
Schatten über mir
doch wenn die Stille
mich zu erschlagen droht
dann greife ich zum Telefon
und lege deine Stimme
auf mein Haar

Und heute liegen
Schatten über mir
doch wenn das Dunkel
mich einzuhüllen droht
dann lege ich Erinnerungen
hinter meine Augen
du bist mein Sonnenschein

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wie du

10:06, 30.06.2011

wie du das Leben schreibst
so übermütig unbeschwert
würde ich es malen

komm tanz mit mir
im Sommersonnenregen

wie du das Lieben malst
so seidigwarm und farbenfroh
würde ich es schreiben

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Füh.ling

10:08, 26.04.2011

ein neuer Atem
auf dem Kissen neben mir
ich lausche ihm
und meinem Flüsterinnen
die halbe Nacht

[ich mag mich nicht
daran gewöhnen
wie fremde Finger
mich beschreiben]

der Morgen graut
und leise klickt
die Tür ins Schloss
der letzte Nachtwind
heilt meine Haut

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anders

10:10, 7.04.2011

rote Nebel steigen
aus dem See
Stille senkt sich
über den Tag und mich
das Leben zieht
nicht mehr an mir vorbei
ich treibe in ihm

das spöttische Lächeln
wenn ihr glaubt
ich sehe nichts
tut nicht mehr weh
ich träumte immer anders
jetzt bin ich es

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Blut stieg aus Himmeln

10:11, 1.03.2011

drei Abendrote lang
stand ich
atem.los

diese Wintersonne
taute
taute mich
brach
die blassblinden
Spiegel auf

Lichtglanz fiel
von meinen Wimpern
später
später dann
im Dunkel eines Abends

Schatten.spiele
nachts bin ich
schon zurück
.manchmal

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aus.Sicht

10:10, 1.03.2011

das frische Jahr
fällt mir ins Zimmer
und lockt mich
lockt zu jungen Ufern

ich werfe lange Blicke
du nur kurze Schatten
und wehst vorbei mir
vorbei an neuem Glanz

noch suche ich
das Sommerwarmgeborgen

in deinen Händen
finde ich es nicht

(Geschrieben in Ungereimtes)
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Reisepläne

10:12, 7.02.2011

Du warst mir
einen Sommer lang
das Meer.
Der Abschied fiel
aus allen Wolken
in den Herbst;
gefror beim ersten Reif
mein Herz.

[So viele dicke Mäntel
kaufte ich noch nie.]


Jetzt
langsam taut es
und ich hab
neue Reisepläne;
ans Meer …

[Braucht irgendwer hier
einen Wintermantel?]

(Geschrieben in Ungereimtes)
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