Alles ganz anders!
Geschrieben am 8.10.2008 um 22:17
Also, das ist doch jetzt alles schon etwas überholt. Studium ist inzwischen fertig und ich am Max-Planck Institut für Informatik in Saarbrücken schon fleissig am Arbeiten. Hilft ja nichts.
Ich darf mich glücklich schätzen und mich dort den ganzen Tag mit Music Information Retrieval (MIR) beschäftigen, also genau das machen, was ich immer wollte und auch im Studium schon immer verfolgt habe. Schwein gehabt.
Schweden? Ne, Erlangen!
Geschrieben am 10.02.2007 um 10:10
So, lang lang ists her, dass ich Schweden verlassen musste, Weihnachten und den ganzen Januar hab ich in Ruhe vergammelt und festgestellt, dass sich eigentlich nichts ändert, auch wenn man mal ein halbes Jahr nicht da ist.
So ganz untätig war ich aber doch nicht, gleich ma nächsten Tag meiner Rückkehr auch Lund hatte war ich zum Vorstellungsgespräch beim Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen in Erlangen. Hat auch alles geklappt, so dass ich jetzt seit Anfang Februar bis Ende April da Praktikum mache.
Beschäftigen darf ich mich da mit Audio-Verarbeitung, also mal sehr interessant, Leute nett, Athmosphäre super, lässt sich gut ausshalten.
Wies dann ab Semesteranfang weiter geht ist leider immer noch nicht ganz klar, warte immernoch auf die offizielle Bestätigung aus Schweden, die ich dann zur Anerkennung in München einreichen muss, wo der dann abhängt, ob ich gleich Dilpomarbeit machen darf, oder das Semester noch zum Prüfungschreiben brauche. Mal sehen. Ich bin gespannt.
Ä Dännschen
Geschrieben am 12.12.2006 um 18:21
So, nu haben wir auch ein Dännschen, dass uns letzte nacht zugelaufen ist. Eigentlich handelt es sich dabei eher um einen Ast als einen Baum, von einer Tanne ist er auch nicht, sondern einer Kiefer und Kerzen können wir natürlich auch keine ranmachen. Das würde sicher in keinster Weise mit den Feuerschhutzbestimmungen unseres Hauses vertragen.
Apropo Feuer, am Freitag standen plötzlich 3 Feuerwehrautos vor unserer Tür, so ganz große mit Leiter aufm Dach und so Schnickschnack, doch, was Wunder, sie wollten nicht zu uns. Nein, ausnahmsweise nicht. Anscheinend hat eine der alten Damen aus dem Nachbarhaus, von dem ich immernoch nicht weiß, was es eigentlich ist, nur alten oder auch verrückten oder sonstiges Wohnheim, aus Versehen den Feueralarm ausgelöst.
In diesem Sinne:
God Jul.
A never-ending story...
Geschrieben am 7.12.2006 um 18:02
So pünktlich zu Nikolaus wars mal wieder so weit, ein weiteres Türchen in unserem Fire-Security-Kalender sollte geöffnet werden.
Diesmal gab uns auch eine waschechte Lunder Feuerwehrfrau die Ehre, um uns die Wand zu erklären und unsere Fragen zu beantworten. War alles in allem auch recht nett, hat sich sehr viel Mühe gegeben und es stellte sich herau, dass das Housing Office gar nicht der Auiftraggeber des nächtlichen Mauerbaus ist, sondern die Massnahme direkt von der Feuerwehr ergriffen wurde. Und das auch nur als Übergangslösung, Anfang nächsten Jahres gibt es eine offizielle Untersuchung, dann wird festgestellt, welche bualichen Maßnahmen am Haus notwendig sind, um die momentane Nutzung fortzusetzen, bzw. ob das Haus ganz geschlossen werden muss.
Die restliche dreiviertel Stunde wurde eigentlich von 2 Leuten aus dem identisch aufgebauten und deshalb auch mit einer Wand versorgten Nachbarheaus bestritten, die sich tierisch ereifert haben und die nette Dame fast in den Wahnsinn getrieben hätten. "Aber, die Wand, und wenn ich in der Küche, und Feuer, und ich überhaupt, verbrenn mir die Finger aufm Weg von der Küche ins Wohnzimmer, und ich bin ja gar nicht verantwortlich, weil ich wohn ja im anderen Haus und hatte keine Party und ....."
Ich reg mich da nicht mehr auf, sind ja schlieslich selber Schuld, tut mir nur etwas Leid für die nachfolgenden Generationen, weil die nun mit dieser Wand leben müssen. Ich denke aber nicht, dass die sich dadurch am Fortführen der Tradition hindern lassen werden.
Ansonsten im Norden nichts Neues. Sämtliche Assignments, Laboratories und sonstige Gemeinheiten hab ich jetzt hintermich gebracht, hilft aber nichts, weil nächste Woche schon wieder Prüfungen sind. Ja, und dann wars das auh schon wieder für mich, am 19. sitz ich abends im Zug un bin ab 20. dann wohl wieder zuhause. Häte nicht gedacht, dass 5 Monate so schnell vergehen können.
Das Wetter macht währenddessen was es will, mal so und mal so und das am Liebstem im stündlichen Wechsel. Schnee und Frost gabs erst einmal, Regen aber öfter, inzwischen hat sich der aber wohl an mich gewöhnt und seine Gewohnheiten an meine Ragsrhythmik angepasst. So regnets jetzt nur, wenn ich nicht draußen bin.
Und Stunde später, nächste Kaffee-Pause:
Halloween Party contd.
Geschrieben am 2.12.2006 um 20:02
Due to the fact we had a few problems because our halloween party here at S:t Lars ran out of control, I just searched the web for guests oppinions to find out if it was worth it. Everyone seems to aggree there were to many people and our nice sjukhus beeing the perfect location for a freaky halloween party. Hm, don't get it, I like it here, can't find anything freaky in my room...
Guests:
Schwedisches Sicherheitsdenken
Geschrieben am 28.11.2006 um 01:59
Nachdem die gefürchtete Bestrafung für unsere etwas aus dem Ruder gelaufene Party bisher ja ausgeblieben war und wir schon davon ausgingen ohne davon zu kommen, kams jetzt dann dicke. Erst hing nun dieser Zettel plötzlich an unserer Haustür, das übliche Verfahren des housing office mit uns zu kommunizieren.
Was das bedeuten sollte wurde aber erst später klar. Innerhalb weniger Stunden wurde die Tür, die unser Wohnzimmer mit dem Eßzimmer verbindet nicht nur verschlossen, sondern gleich durch eine handfeste Trockenbauwand ersetzt.
Somit führt jetzt leider der einzige Weg ins Eßzimer durchs Treppenhaus und die Küche. Sehr unpraktisch und trennt die beiden Räume leider nicht nur räumlich von einander. Bisher waren beide quasi eine Einheit, jetzt kriegt man in dem einen nicht mehr mit, was in dem anderen passiert. Das bisherige Gemeinschaftsgefühl leidet dadurch doch erheblich. Mal ganz abgesehen davon, dass diese Maßnahme mit increased fire security level sicher nicht zu begründen ist, da der jetzt einzige Ausweg aus dem Eßzimmer durch die sicher recht feuergefährdete Küche ist. Kann mir nicht vorstellen, dass es aus feuerschutz-technischen Gründen Sinn macht einen Ausweg zu verschliessen. Außerdem stehen jetzt aufgrund des erhöten Durchgangsverkehr die Feuerschutztüren vom Korridor zum Treppenhaus und von der Küche zum Treppenhaus, neben denen jetzt auch ein Zettel hängt, quasi rund um die Uhr offen. Und ob es den Feuerschutzbestmmungen entspricht, die auf beiden Seiten der Tür vorhandenen Notausgangsschilder einfach abzumontieren wage ich auch zu bezweifeln. Außerdem hängen jetzt überall nette Hinweise, dass nurnoch 50 Leute pro Stockwerk erlaubt sind.
Außerdem sollen wir noch für den Feuerlöscher bezahlen sollen, den ein werter Gast zum Abkühlen der Polizei verwendete und dafür in Gewahrsam genommen wurde. Warum sie wohl diesen nicht dafür belangen?
Somit wird es wohl doch unsere letzte Party gewesen sein, der gesammelte Stress und Ärger wiegt das dann doch nicht auf. Ich hoffe wir haben die ehrwürdige Tradition des legendären S:t Lars Sjukhuses trotzdem einigermaßen fortführen konnten.
New visual experiences
Geschrieben am 26.11.2006 um 16:03
So, hab grad mal wieder ein paar Bilder von Lund hochgeladen. So langsam wirds hier aber etwas zu dunkel für mein "möchte gern camera sein hat aber nur für telefon gereicht briefmarken-große Bilder erstellendes" Handy.
Jetzt wos wieder dunkel ist werde ich mal wieder einen meiner geliebten Computerräume im Keller aufsuchen, damits da nicht langweilig wird gibts da zum Glück viellfälltige Auswahl. Doch dazu hat sich Malte schon ausgelassen. Müssen jetzt endlich einmal unser dämlichen "mega stream cipher mich knackt keiner total sicheren verschlüsselungs" algorithmus fertig machen. Also halt das assignment in cryptology von vorletzter Woche, sind da ein wenig hinterher....
Überblick
Geschrieben am 15.11.2006 um 01:30
Gerade fand ich eine schönes Luftbild meiner Parkähnlichen Wohngegend das ich euch nicht vorenthalten möchte. Die Satelitenbilder der verschiedenen Anbieter sind ja leider nicht zu gebrauchen, da natürlich genau über Lund eine dicke Wolke hängt, Schnee liegt uns es außerdem noch neblig ist. Sehr schön zu sehen ist die einsame Lage meines Anwesens mitten zwischen grünen Wiesen, Kastanienalleen und malerischen Wäldchen. Aber seht selbst.
Hoffe ich kann in den nächsten Tagen auch mal den Urlaub weiterschreiben, hab da allerdings so komisch angefangen, dass ich nicht weiß wies weitergehen soll. Aber mal sehen.
google, krankenhauszimmer & grundriss
Geschrieben am 14.11.2006 um 01:40
Gerade eben habe ich beim Durchsehen der Zugriffsstatistiken - will ja schliesslich wissen was sich hier so rumtreibt - festgestellt, dass sich ein armer Mensch auf meine Seite verirrt hat, der bei google.lu nach "krankenhauszimmer grundriss" gesucht hat.
Dies wirft bei mir natürlich mehrere Fragen auf:
- Warum sucht jemand aus Luxemburg Grundrisse von Krankenhauszimmern?
- Warum ergibt diese Suche nur 19 Treffer?
- Warum ist meine Seite nur Ergebnis Nummer 9?
- Was veranlasste den Verirrten dem Link zu meiner Seite zu folgen?
- Fand er die erwünschte Information auf meiner Seite?
- Wie hat ihm meine Seite gefallen?
Antworten auf diese Fragen würden mich brennend interessieren, wenn Du Dich jetzt angesprochen fühlst und mir alle oder auch nur einige der Fragen beantworten kannst, hinterlasse mir doch bittte einen Kommentar. Als Gegenleistung wäre ich auch bereit einen Grundriss des legendären S:t Lars Sjukhuses anzufertigen, natürlich frei Hand.
Natürlich auch Dank an die restlichen 3 Besucher dieser Seite, wenn ihr gerne namentlich angesprochen werden möchtet einfach mal Kommentar hinterlassen!
Kopenhagen die Zweite
Geschrieben am 13.11.2006 um 21:40
Yvonnes Abreise am Wochenende danach bescherte uns den zweiten Aufenthalt in Kopenhagen innerhalb von 2 Wochen, diesmal mit Übernachtung. Nach der Stadtführung beim letzten mal wurden wir diesmal von Peter auf eine kulinarische Reise durch Dänemark mitgenommen. Zum kalten Frukost um 12 hieß das jede Menge Fisch in unterschiedlichsten Formen und Zubereitungsfarten und nach jedem einzelnen Fisch ein Snaps, damit sich dieser auch wohl fühlt im Magen. Yvonne und natürlich Peter machte das weniger aus, wohingegen ich nach der 13. Makrele, dem 7 Hering und 3 Karpfen und dementsprechen vielen Snäpsen dazwischen, das Handtuch striechen musste, wie das Foto eventuell erahnen läßt. War auf jeden Fall sehr nett und hat (teilweise) auch ganz gut geschmeckt. Roher Fisch ist halt nicht so das Meine.
Den, laut Peter obligatorischen anschliessenden Mittagsschlaf bis zum ins Bett gehen haben wir aber ausfallen lassen, wollten ja noch was sehen von der Stadt. Nach Zimmerbezug in der Jugendherberge mit Ausblick auf den Hafen haben wir am Abend, auf Empfehlung, noch einen Rundgang durch Rotlichviertel gemacht.
Am nächsten Tag taten wir uns recht schwer die Zeit sinnvoll zu nutzen, da die Gedanken schon beim Abschied am Abend waren und es außerdem mal wieder regnete. Mit dem Wetter hatten wir nun wirklich kein Glück. In der ganzen Stadt wurden die Vorbereitungen für die Mitte der Wochen anstehenden MTV Europe Music Awards getroffen, da Sony Ericsson wohl als einer der Hauptsponsoren auftrat gabs überall Werbung für die neusten Walkman handys in die Hand und dieser Turm am Rathausplatz, wo auch die große Bühne stand, wurde kurzerhand als Werbeträger mißbraucht.
Handy um Bauch, Stecker in Ohren und dann läßt es sich auch als Turm im Regen aushalten.
Dann haben wir noch eine Stadtrundfahrt mitm Boot gemacht, war recht interessant, haben dadurch einiges gesehen und auch die Möglichkeit gehabt auszusteigen und uns was anzugucken. Die kleine Meerjungfrau haben wir allerdings nur aus der Ferne gesehen, gibt also leider keine Touristenbilder von uns in ihrem Schoß. Der Rest des Tages ging ein wenig mit planlosem Umhergelaufe und Warten auf den Abend drauf. Nachdem ich Yvonne dann in den Zug gesetzt hatte gings für mich wieder alleine zurück nach Lund.
Der Schwarze Diamant, Anbau der königlichen Bibliothek. Das hier die Sonne scheint liegt daran, dass das Foto vom letzten Ausflug ist, also eigentlich zu dem Eintrag weiter unten gehört. Mehr Bilder wie immer im Fotoalbum.
Schön schwerer schwedischer Schnee
Geschrieben am 13.11.2006 um 01:36
Letzte Woche, an einem Tag, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, vielleicht wars auch schon vorletzte Woche, wache ich also morgens auf und habe das Gefühl heute nicht aufstehen zu wollen. Mit geübtem Handgriff angel ich mir also den Laptop vom Schreibtisch ohne ihn in seine Einzelteile zu zerlegen um den Spiegel erstmal zu fragen was denn so los ist in der Welt um davon abhänig die Enscheidung zu treffen aufzustehen oder doch lieber den Tag im Bett zu verbringen.
Neben belanglosen Nachrichten gabs da auch einen sehr interessanten Artikel üner Unwetter in Norddeutschland, orkanartige Winde, Strumfllut an der Nordseeküste, Hochwasser in Hamburg und an der Ostseeküste, halb gesunkener Tanker in der Ostsee vor der schwedischen Küste. Spätestens da hätte ich eigentlich stutzig werden müssen, aber stutzig morgens um 8? Das dauert schon etwas länger. Also weitergelesen, bis schliesslich im letzten Absatz die Rede von Schnee- und Glättechaos in Südschweden war. Natürlich wie von der Tarantel gestochen aufsprungen und ausm Fenster geguckt, wie auf dem Foto zu sehen herrschte hier tatsächlich ein immenses Chaos, bedingt durch die immense Schneehöhe und die glättefördernden Temperaturen von +5°C.
Da blieb mir natürlich nichts anderes übrig als den Tag zuhause zu bleiben, an rausgehen war bei dem Wetter gar nicht zu denken, geschweige denn Farradfahren, hat mich natürlich total unvorbereitet getroffen, sodass ich noch Sommerreifen draufhabe.
Ob der Schnee, als er am Abend in München ankam auch so ein immenses Chaos angerichtet hat, wage ich zu bezweifeln.
Halloween Party
Geschrieben am 13.11.2006 um 01:35
Nach dem ja Halloween vor der Tür stand haben wir uns natürlich nicht lumpen lassen am Freitag den 3.11. eine ordentliche Party zu schmeissen. Diesmal hatte irgendjemand von irgendwoher ne ordentliche Anlage und auch ein wenig Licht organisiert, was mir nicht unbedingt recht war, da dadurch die Gefahr bestand dass das ganze zu sehr ausm Ruder läuft. Meine Befürchtungen sollten sich bewahrheiten....
Erfreulicher Weise kamen auch sehr viele Leute verkleidet, wogegen ich mich natürlich gewehrt habe, wenn das ganze schon in meinem Wohnzimmer stattfindet und ich hinterher putzen muss hab ich schon genug Opfer gebracht. Aufgefallen ist das weniger, da es innerhalb kürzester Zeit voller wurde als je zuvor. Die gesamte 200m lange Kastanienalleete Straße zum Haus war teilweise komplett von ankommenden Taxis blockiert, es regnete. Dies lies relativ bald schon die Securitas, die am Wochenende hier alle paar Stunden vorbeikommen - und natürlich nur zu unserer eigenen Sicherheit da sind, ich frag mich wer unter der Woche auf uns aufpasst... - die Lage checken und feststellen, dass das so nicht geht, da einfach zuviele Leute im Haus waren, in beiden Stockwerken und dies im Falle eines Feuers natürlich schlimme Folgen haben könnte. Dies führte zu Diskussionen, relativ sinnlosen, da die sowieso keine Hausrechte haben und deshalb Matthias anrufen mussten. Diesen hatte ich vorher noch nie gesehen, anscheinend ist er aber unser Hausherr uns somit verantwortlich für das Haus. Dieser benötigte ungefähr eine Stunde um anzukommen und sich in die Diskussion einzuschalten. All dies spielte sich vor dem Haus auf der Strasse ab, die auch von ca. 200 anderen Leuten bevölkert wurden, die drinnen einfach keinen Platz mehr hatten. In der Zwischenzeit war es 2 Uhr geworden und der Typ mit der Anlage beschloss fluchtartig das Haus zu verlassen, da alles was kaputtgehen konnte kapuut war, sei es duch Bierduschen oder die erdrückende Übermacht der Menge. Ungefähr gleichzeitig lam auch die Polizei mit 10 Mann an, die sich mit gelben Warnwesten darum kümmerte, dass keiner auf der Straße, die Nachmittags um 5, wenn die Klinik zumacht vom letzten Auto befahren wird, unter die Räder kommt. Sah sehr lustig aus. Des weiteren wurden leicht betrunken in Gewahsam genommen, der eine weil er es lustig fand Polizisten mit dem Feuerlöscher zu bespritzten, der andere war weniger kreativ und benutzte seine Fäuste. Natürlich schalteten die sich auch in die Diskussion ein, alle, inklusive mir waren der Meinung, dass das so nicht geht, wobei ich das sicher am wenigsten ernst gesehen habe, und dachten darüber nach die Feuerwehr zu rufen um das Haus zu räumen. Dies war natürlich weniger in unserem Sinne. Zum Glück konnten wir alle davon überzeugen, dass dies nicht nötig sei, da, inzwischen ja ohne Musik und gegen 4 Uhr, sich die Meute langsam auf den Nachhauseweg machte. Somit blieb als einzige Auflage die Strasse von den Glasscherben zu befreien, - unter den Augen der Polizei - und beim nächsten Mal rechtzeitg die Polzei zu rufen, wenn die Party ausm Ruder läuft. Wir haben das natürlich so hingestellt, dass das in diesem Rahmen nicht unsere Absicht war und wir mit der Situation total überfordert waren. Irgendwie ham sie uns das abgenommen. Sowieso sehr nette Polizisten hier.
Die ganze folgende Woche warteten wir dann auf eine Reaktion des Housing Office, doch die blieb aus. Als plötzlich das Internet nicht mehr ging dachten wir schon an eine Bestrafung, aber im Gegenteil, sie haben unsere vielen Beschwerden erhört und dem Anschluss doch mal ein upgrade gegönnt, wobei die jetzigen 24MBit/s sicher besser sind als die vorherigen 8MBit/s, aber für 100 Leute immernoch herzlich wenig.
Ob die fire saftey inspection, die für dieses Woche angekündigt Wurde Schikane war, wage ich zu bezweifeln, denn trotz der Androhung in die Zimmer zu müssen war bei mir niemand drin.
Alles in allem wars aber eine sehr lustige Party, wenn auch mit um einiges mehr Stress verbunden als sie letzte, vorallem wenn sich der Großteil der Bewohner überhaupt nicht dafür interressiert, was außenherum passiert, und sich stattdessen lieber selber kräftig einen reinhaut, aber ist ja nochmal gutgegangen. Dass diese Party kleiner wird als die letzten war ja kaum zu erwarten, aber solangsam nimmt das Ausmaße an, die mir etwas Angst machen. Trotzdem wird es sicher noch eine weitere geben, der Abschied will ja gebührend gefeiert werden.
Mehr Foto gibts im Fotoalbum.
Stockholm die Zweite
Geschrieben am 13.11.2006 um 01:35
Nun will ich doch den Stockholm Ausflug mal zu einem ehrwürdigen Abschluss verhelfen, war nämlich um einiges schöner, trotz regen, als sich das jetzt anhört und vorallem haben wir von dieser beeindruckenden Stadt noch sehr viel mehr gesehen und in und mit ihr erlebt.
Zum Beispiel Essen: Nachdem wir am ersten Tag vor lauter Umgucken und nicht entscheiden können schlussendlich um kurz vor zehn beim Pizzahut landeten wieß uns die nette Bedienung drauf hin, dass wir natürlich noch was zu Essen kriegen könnten, uns aber beeilen müssten, da sie um zehn schliessen. Hat uns nicht weiter gestört, da wir froh waren endlich ne Entscheidung getroffen zu haben. Um kurz nach zehn erfuhren wir dann auch, warum sie um zehn schliessen, weil um diese Zeit die Disco im selben Haus die Pfoten öffnet und um ihrem Namen gerecht zu werden natürlich die Musik aufdreht. Von dieser war relativ wenig zu hören, dafür aber zu spüren. Der Bass traf wohl irgendwie den Nerv des Hauses, sodass dieses anfing ein Eigenleben zu entwickeln und die Hüften kreisen zu lassen. Die Wände knarrten, der Boden wackelte und die Scheiben klirrten.
Oder bei Ikea: Der recht happigen Preise überdrüssig lasen wir im Reiseführer von einem kostenlosen Shuttelbuss direkt aus der Innenstadt zum nächsten Ikea und errinnerten uns an die Feinkostabteilung. Haben wir am nächsten Tag gleich ausprobiert, erst Kaffee und Kuchne, dann ne Stunde shoppen, Teppich und Bambus und dann richtig Mittagessen. Die Kassiererin erkannte uns natürlich gleich wieder und Yvonne als Touristen, weshalb wir auf Englisch begrüßt wurden (Ich kann natürlich auf Schwedisch bezahlen, jawohl, und alle dazugehörigen Fragen sinngemäß mit Ja oder Nein beantworten, aber diese Touristen....) und hatte glaub ich ihren Spass mit uns. Die Köttbullar schmecken natürlich viel besser als in Deutschland und auch als die, die man hier in der 5 Kilo Packung im Laden kaufen kann.
Oder in einer der Saluhallen: Ich weiß nicht, wo dran es leigt, aber Einrichtungen wie die Schrannenhalle in München scheinen in Schweden - dem Alter und der Imposanz der Gebäude nach zu urteilen schon sehr lange - zum Leben zu gehören. Während der Versuch in München ja an dem üblichen exklusiven Anspruch und den damit verbundenen Kosten und Kundenmangel zu scheitern scheint, waren sie in Stockholm immer brechend voll, kein Wunder bei annehmbaren Preisen und reichlich Auswahl für jeden Hunger und Appetit. Teilweise wie ein Wochenmarkt, teilweise viele Restaurants und Cafés in einem großen offenen Haus. Sogar hier in Lund haben wir Saluhallen, natürlich in kleineren Umfang aber das Gebäude nicht weniger imposant.

Lasagne: Haben wir zwar nur einmal gegessen, kriegte man aber an jeder Straßenecke recht günstig hinterhergeschmissen. Warum ist mir nicht ganz klar, vielleicht hat die Mafia die ja grade erst in Schweden eingeführt.
Auf in die Hauptstadt
Geschrieben am 8.11.2006 um 22:05
Nachdem Yvonne ja zum Urlaub machen hier war und somit auch was geboten haben wollte, sind wir am nächsten morgen früh aufgestanden und haben uns per Fahrrad auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Das heißt, ich per Fahrrad und Yvonne per Gepäckträger... Auf jeden Fall haben wir da 2 "24-Stunden-vorher-kaufen-können-last-minute-Studenten-Tickets" nach Stockholm gekauft, für jeweils 30€ und aufm Rückweg noch kleinen Stadtrundgang gemacht. Am nächsten Morgen gings dann also mit dem x2000 ab nach Stockholm (nene, nicht mit meiner Honda, mit dem Zug). Auf den 4 Stunden Fahrt, sind ja schließlich 600 km, wurde mir zum ersten Mal richtig beweußt, wie dünn besiedelt Schweden eigentlich ist. Da sieht man halbe Stunden lang nichts außer grünen Wiesen, Wäldern und Elchen bevor man wieder an der nächsten Siedlung vorbeikommt. Vom vielen aus dem Fenster gucken kamen wir dann etwas grün im Gesicht in Stockholm an, da sich dieser x2000 so dermaßen in die Kurve legt, dass man meinen könnte man sitzt im Fluzeug. Leider erwartete uns beim Aussteigen schon das Wetter, dass uns die nächsten Tage begleiten sollte: Regen.
Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen und haben uns erstmal auf den Weg zu unserem Hotel gemacht. Da alle Jungendherbergen ausgebucht und auch nicht gerade billig waren stellte das Ibis Hotel eine günstige Alternative dar. Zwar nicht ganz zentral gelegen aber mit der Ubahn schnell erreichbar. Die Ubahn hat übrigens dieselbe Zugangsschranken wie in Paris und Fahrkartenautomaten gibt es nicht, dafür sitzt an jeder Station zu jeder Zeit einer der Fahrkarten verkauft und kontrolliert, dass keiner klettert. Ungewöhnlich, aber warum nicht?
Die nächsten 4 Tage haben wir dann damit verbracht zu frieren, nasse Füsse zu haben und durch die Stadt zu laufen. Wollten es uns natürlich nicht etgehen lassen auch was von der Stadt zu sehen. Nein, Museen haben wir uns nicht angetan, obwohls genug davon gegeben hätte, weil das können wir auch wenn die Sonne scheint und Bilder gibts auch zuhause. So haben wir also ein Großteil der Stadt zu Fuss abgelaufen, haben unsere Ubahnkarte ausgenutzt, die auch für die Schiffe galt und sind so sehr weit rumgekommen und dabei auf fast jeder der unzähligen Inseln Stockholms gewesen.
Dabei haben wir hunderte enger Gassen gefunden, und direkt daneben oder am besten darüberhinweg eine mehrspurige Autobahn. Noch nie zuvor hab ich eine Stadt gesehen, die so dermaßen verbaut ist und so wenig Rücksicht auf das alte Stadtbild nimmt. Klar gibts wenig Platz, weil zuviel Wasser, aber teilweise war das schon recht häßlich. Aber viele Ecken sind sehr schön, vorallem die gesamte Gamla Stan (Altstadt) und welche andere Stadt hat schon einen Nationalpark mitten in der Stadt? Der Djurgården ist Stockholms Erholungsgelände, mit Freiyeitpark, Astrid Lindgren Welt, Freilichtmuseeum und riesigem Park. Da fährt auch eine restaurierte Stra+enbahn aus den 50er Jahren, wir sind natürlich gleich eingestiegen, ohne zu merken, dass wir im Speisewagen gelandet sind, so saßen wir dann ne halbe Stunde in diesem Zug, haben Kaffee getrunken, Kanelbulle gegessen und uns getrocknet. Sehr nett.
Das Wohnsitz von Karl Gustav und seiner 3 Frauen ist ein häßlicher Klotz nur groß, und an jeder Ecke stehen die Wachen im Regen. Nicht sonderlich sehenswert. Das eigentliche Schloss steht ausserhalb, war für uns aber nicht zu erreichen, da alle Fährausflüge in die Schären schon Winterschlaf hielten, oder aufgrund der Packeisgefahr den Betrieb schon eingestellt hatte.
Yvonne hinterm Stadthuset mit Bein von Bronzefrau.
Die bereits erwähnte Straßenbahn, ohne Speisewagen.
Häuser, Gassen und Regen.
Halbzeit war Prüfungszeit
Geschrieben am 7.11.2006 um 23:38
So, hab ja versprochen mich von den technischen Unzulänglichkeiten nicht abhalten zu lassen euch zu erzählen, was denn in den letzten ca. 3 Wochen passiert ist.
Anfangen muss ich da wohl beim Ende der ersten study-period und damit dem Ende meiner beiden ersten Kurse hier, was für mich also Halbzeit meines Aufenthaltes bedeutet. Gleich am Montag der nun beginnenden Prüfungswoche hatte ich meine einzige Prüfung. War eine recht ungewohnte Angelegenheit, da die Prüfung sehr viel länger war, als gewohnt und ausserdem überhaupt kein Zeitdruck bestand und man genug Zeithatte in Ruhe und konzentriert zu rechnen und auch mal einige Minuten nachzudenken. Nicht so wie zuhause, wer nachdenkt wird nicht fertig. War aber recht angenehm, auch wenn mir nach 4 Stunden und alles gerechnet haben der Schädel rauchte und ich die letzte der 5 Stunden mit Löcher in die Luft gucken verbrachte, weil ich keine Energie hatte mit das nochmal anzugucken.
Im Nachhinein kann ich mich nicht beschweren, hab die erste 5 in meiner Unilaufbahn gekriegt, zum Glück ist das hier aber die beste Note.
Den Rest der Woche hatte ich also frei, war auch bitter nötig nach dem Stress der letzten Wochen, neben labaratories, home assignments & co auch noch lernen war doch etwas anstrengend, bin ja schliesslich zum urlaubmachen hier.
Wies der Zufall so will wurde mir aber nicht langweilig, da ich am nächsten Morgen Yvonne in Kopenhagen vom Zug abholen durfte. Haben dann den Tag zusammen in Kopenhagen verbracht, und mit Peter getroffen, dem Yvonne noch viele Sachen mitgebracht hat, die er bei seiner Rückkehr von München nach Kopenhagen nicht transportieren konnte, und die dafür sorgten, dass Yvonne nicht alleine aus dem Zug aussteigen konnte. Auf jeden Fall sind wir so noch in den Genuss einer kleinen Stadtführung gekommen, und haben mehr erfahren, auch geschichtliches, als ich mir merken konnte. Auf jeden Fall wars sehr interessant.
Waren dann auch auf dem Turm dieser Kirche, deren Namen ich vergessen habe, die man aber nicht verfehlen kann, da der Turm eine außenliegende Wendeltreppe hat und dadurch aussieht, wie ein Korkenzieher. Erinnern kann ich mich nur noch, dass der Erbauer sich von eben diesem heruntergestürzt hat, als er gemerkt hat, dass die Windung verkehrt herum gebaut wurde.
So siehts dann von oben aus, Blick auf den Hafen, mit der Oper auf der rechten Seite, im Vordergrund wo die ganzen Segelboote liegen ist Christianshavn.

Und in die andere Richtung kann man Schweden im Dunst erahnen, und mit etwas Fantasie ist auch die Öresundbrücke zu sehen. Gleich hinter dem Flugzeug.

Nachdem wir noch Pizzaessen waren musste Peter dann zurück an die Uni, sind dann langsam und über Umwege zurück zum Bahnhof geschlendert und haben Yvonnes Gepäck in den nächsten Zug nach Lund gewuchtet.
In den kommendesn 2 Wochen waren wir dann 5 Tage sind Stockholm und nocheinmal 2 in Kopenhagen, das alles und noch viel mehr demnächst hier.
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