Anna in Südafrika

Emerceny Room

13:24, 9.09.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Durch unglückliche Umstände war ich bis jetzt schon einige Male in der Notaufnahme von verschieden Krankenhäuser. Niemals wegen mir.

Jede Stadt hat mehrer Krankenhäuser, bessere und nicht so gute.

Nicht jedes Krankenhaus hat eine 24h Notfallaufnahme, dies muss man erst raus finden, aber normalerweise ist dies kein Problem.

In der Notaufnahme angekommen muss man erstmal einige Papiere und R1500 zahlen bevor man überhaupt die Notaufnahme sehen darf. Aber wenn man dann mal dort angekommen ist, darf man sich in ein, mit Vorhängen abgetrennten Behandlungsraum setzten.

Hier fragt die Schwester warum man hier ist, dann einer anderen Schwester und dann noch mal dem Doktor dasselbe.

Es wird kurz entschieden ob geröntgt wird oder nicht. Wenn es zum röntgen kommt, wird (ganz lustig) auf einer Liste nach geschaut wie viel es kostet, dieses Körperteil zu röntgen. Ich weiß jetzt, dass ein Sprunggelenk ca. R450 kostet.

Wenn man das röntgt hinter sich hat geht es wieder zurück in die Notaufnahme und es wird gewartet.

In den 1500 Rand sind auch Medikamente drin, vor allem Schmerzmedikamente, die man direkt vor Ort bekommt.

Nicht immer ist es ein Sprunggelenk, auch gibt es auf geplatzte Lippen, zuviel Alkohol und einiges was auch in deutschen Notaufnahmen passiert.

Unterarmgehstützen kann man sich auch mieten, muss sie aber wieder zurück geben. Oder man kauft sich in einem Pharmacy Shop eigene Stützen.

 



Tutuzela Kliniken

13:23, 9.09.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Da ich jetzt schon direkt beim Gesundheitswesen bin, nehme ich diese Speziellen Kliniken auch gleich noch mit in meinen Blog mit auf.

Die Tutuzela Kliniken sind speziell eingerichtete Anlaufspunkte für Vergewaltigungsopfer. Es gibt sie in jeden etwas größeren Städten und in manchen gibt es sogar mehr als eine Klinik dieser Art.

Normalerweise wird nicht direkt zu einer dieser Kliniken gegangen, sondern erst zur Polizei und diese bringen die Frauen nach der Anzeigenaufnahme zu einer der Kliniken.

Es gibt Ärzte die speziell für diese Fälle ausgebildet sind und die zu jeder Tages und Nachtzeit angerufen werden. Auch kommt nicht nur der Arzt sondern eine Sozialarbeiterin oder jemand der zur Unterstützen der Frauen da ist, ihnen die Hand hält, sie beruhigt.

Nach dem der Arzt den Tatvorgang noch einmal kurz erfragt hat, wird ein spezielles Untersuchungs--Kit mit verschiedenen Röhrchen/Stäbchen für Abstriche und Blutabnahmen benutzt.

Das Blut wird auf HIV und Syphilis untersucht, wobei eigentlich diese Ergebnisse nur aussagt ob die Frauen vor der Vergewaltigung HIV positiv waren. Ob der Täter an HIV erkrankt war, kann leider erst nach 3 Monaten gesagt werden.

Um dem entgegen zuwirken, dass man an HIV erkrankt, gibt es Medikamente. Diese sind sehr aggressive und nicht gut verträglich. Oft wird einem davon schlecht und oft muss man sich auch übergeben.

Aber es werden nicht nur HIV Medikamente gegeben, auch Antibiotikum und die Pille danach. Somit wird verhindert, dass eine Schwangerschaft entsteht. Um 100%ig sicher zu sein, werden in gewissen Abständen Schwangerschaftstests gemacht.

 

Nachdem diese erste Prozedur am selben Tag der Vergewaltigung durch gestanden ist, wird ein neuer Termin nach 10 Tagen fällig. Hier wird noch mal kontrolliert wie man die Tabletten verträgt, ein Schwangerschaftstest und ein Quick-HIV Test gemacht.

Diese Quick-HIV Tests werden quasi wie Diabetestests gemacht. Ein Piecks in den Finger, auf einen Teststreifen das Blut, ein kleiner Tropfen Wasser dazu und das Blut wird in den Teststreifen eingezogen. Wenn es ein positiver Test ist, erscheint ein roter Strich im Testfeld, wenn er negativ ist dann erscheint kein Strich.

Man bekommt bei diesem Besuch noch weiter Medikamente gegen HIV und Magenmedikamente, so dass diese besser verträglich sind.

In den Tutuzelas Kliniken sind häufig ältere Frauen, die dort arbeiten. Oft auch sind diese über 60 Jahre alte.

Sie sind sehr freundlich und auch immer besorgt um ihre Patienten. Öfter geben sie ihre privaten Handynummern an die Frauen weiter, so dass sie diese auch telefonisch unterstützen können, für sie da sein können.

Nach drei Monaten müssen die Frauen noch mal einen HIV Test machen, um 100% sicher zugehen, sie wurden nicht mit dem HIV Virus infiziert.



Gesundheitswesen

13:21, 9.09.2011 .. 0 Kommentare .. Link

 

Es gibt hier keine Krankenversicherung wie wir sie in Deutschland kennen.

Ich bin über eine Gruppenversicherung in Deutschland - Weltwärts/meine Organisation versichert. Bei dieser läuft es so, dass wir im Voraus die Ärzterechnung zahlen müssen und dies dann rückerstattet bekommen.

Südafrikaner können eine Teilversicherung abschließen oder auch eine Vollversicherung. Trotzdem muss man in Vorkasse treten und bekommt es dann zurück erstattet.

Auch gibt es hier sehr viel niedergelassene Deutsche Ärzte, so dass es kein Problem ist seine ganzen Beschwerden in Deutsch zu erklären. Ich hab auch einmal einen Arzt aufgesucht. Dies war ganz unkompliziert, ohne Termin und kam sofort dran. Alles kein Problem.

 

Es ist aber leider so, dass die Armut doch so groß ist, dass sich nicht jeder einen Arzt leisten kann und somit man doch auf die Ärzte in der Umgebung, quasi die Wunderheiler zurück greifen. Von diesen werden oft Wurzeln und Gräser verkauft. Wie viel wirklich davon helfen weiß ich nicht, aber die Menschen die diese aufsuchen glauben viel daran und somit werden diese bestimmt irgendwas bewirken.

Wenn man auf dem Markt geht oder auch nur die Straße entlang läuft sieht man immer zwischen den Ständen oder an Ecken Rastafarimenschen stehen, die irgendwelche Wurzeln verkaufen. Da diese teilweise sehr suspekt aussehen hab ich mich damit noch nicht näher befasst.

 

In Südafrika gibt es aber auch viele Kliniken die nichts kosten und wo man sich behandeln lassen kann. Aber für viele Menschen ist die Anfahrt schon sehr teuer deshalb kommen sie oft gar nicht oder viel zu spät in die Kliniken

 

In Kapstadt gibt es das einzige kostenlose Kinderkrankenhaus ‚Red Cross, War Memorial Hospital’ in ganz Südafrika. Leider ist hierfür auch für die meisten Menschen die Anreise zu teuer und somit müssen auch kleine Kinder schon oft mit schweren Krankheiten umgehen.

Dadurch das viele der Kinder in den Townships wohnen und auch in Shacks leben, wo es sehr zugig ist, bekommen einige Tuberkulose, eine Atemwegserkrankung die ansteckend ist. Die Hälfte der Kinder mit denen ich arbeite, hatten als 2 oder 3 jährige TB.

 

Auch erkranken viele Kinder an HIV. Viele der Kinder werden ohne HIV geboren, dann aber von HIV kranken Müttern gestillt und somit schließt sich der Kreis des HIV Virus. Für diese Kinder gibt es auch eine spezielle Klinik in Tygerberg, die auch umsonst ist.

Allerdings werden viele Kinder erst sehr spät in die Klinik gebracht, so dass sie schon total schwach sind und jegliche Hilfe fast oder ganz zu spät kommt. Somit ist es fast ein Kinderhospiz wo aber noch jede Hoffnung auf Leben vorhanden ist.

Oft wird bei Autounfällen, mit Menschen, Fahrerflucht begangen. Ich habe ein paar Tage im Groote Schuur Krankenhaus hospitiert und war auch mit auf der Intensivstation. Hier lag ein 17jähriger Junge mit einer Querschnittlähmung. Er hatte im Township auf der Straße Fußball gespielt und wurde von einem Auto überfahren, dieser ist einfach weiter gefahren und hat den Jungen liegen gelassen.

In den Townships gibt es sehr viel Gewalt, nicht nur unter Männern auch Männern zu Frauen. Ich habe leider schon mit erlebt, dass ein Kampf auf der Straße/Autobahn statt gefunden hat. Ich bin auf der Gegenspur gefahren und zwei Männer haben sich einen Ringkampf geliefert und sind tatsächlich mitten auf die Fahrbahn um dort weiter zukämpfen. Ich weiß nicht was aus ihnen geworden ist, ich hoffe sie haben es beide überlebt.

Auch werden oft Frauen von ihren Männern verprügelt, dass auch vor ihren Kindern. Wenn diese dann eine Anzeige erstatten bei der Polizei wird häufig nichts gemacht. Oftmals wird der Mann verwarnt aber das war es auch schon wieder.

 



Reisen in Südafrika

15:01, 15.08.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Seit der Fußball Weltmeisterschaft 2010 ist für viel Menschen Südafrika interessant/interessanter geworden. Und das für alle Alterklassen, Einzelpersonen, Familien oder Gruppen, den für alle ist was da. Es gibt sehr viele interessant Kulturelle Sachen zu sehen und zu erleben.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeit im Land von einer Stadt in die andere zu kommen. Eine  die oft genutzt wird ist ein Auto zu mieten. Es ist auch nicht wirklich teuer, ok es ist das erst mal dass ich ein Auto miete, aber ich bin der Meinung, dass es nicht sehr teuer ist. Es kommt natürlich auch darauf an, über welche Vermietung oder welche Autoklasse man mietet.  Bei Avis und Europcar kostet ein Auto für einen Tag ca. ZAR 220 (ungefähr 22 Euro).

 

Auch gibt es andere Möglichkeit zu reisen.

Das Flugzeug für das schnelle teure ans Ziel kommen.

Da hier aber nicht jeder so viel Geld hat gibt es auch andere Möglichkeiten. Hier für kommt oft der Bus in Frage. Es gibt verschiedene Busunternehmen die Langstrecken Reisen anbieten. Auch hier gibt es verschiedene Preisklassen. CitytoCity ist ein Busunternehmen das billig lange Strecken  fährt, eng/ungemühtlich ist und von den meisten Farbigen und Schwarzen benutzt werden. Auch ich bin schon ein paar Mal mit CitytoCity Bussen gefahren. Es war eigentlich immer sehr lustig, weil ich/wir die einzigen weißen in dem Bus waren. Auf uns wurde immer besonders aufgepasst, wir waren auch die einzigen die genau hinter dem Fahrer sitzen durften. Das zeigt aber auch wieder wie stark weiße bevorzugt bzw anders behandelt werden. Was in dem Fall aber nicht wirklich schlimm war, da wir 3 Mädels waren.

Es gibt aber auch andere Busunternehmen, Greyhound, SA Roadlink diese sind Sleepliner, in denen man die Sitze, sehr bequem, in eine fast liegende Position bringen kann. Was aber auch auf jeden Fall angenehmer für lange Strecken ist (19h Busfahren oder länger).

 

In Südafrika gibt es auch eine Möglichkeit ein Hop-on-Hop-off Busticket für den BazBus zukaufen. Hier kann man von Kapstadt über Port Elizabeth, Durban, Swaziland, Pretoria, Johannesburg, Bloemfontain und wieder zurück zufahren.

 

Den Zug gibt es auch noch wird aber nicht so häufig genutzt wie die Busse. Allerdings gibt es eine Zuglinie, die von Kapstadt bis nach Windhoek (Namibia) fährt, was sich auch anbietet.

 

Jetzt hab ich einiges erzählt über die Reisemöglichkeiten, aber noch gar nichts über die Übernachtungsmöglichkeiten.

Es gibt sehr viele Backpacker in Südafrika. Hier gibt es auch wieder verschiedene Räume: Einzel-/Doppel-/Vierraum und Dorms (Mehrbettschlafraum), das billigste ist in einem Dorm zu schlafen, ca. 10Euro pro Nacht. Allerdings sollte man sich dann von anderen nicht stören lassen und auch nicht empfindlich sein mit Lautstärke. Denn es kann auch vorkommen das man zu 10 im Raum ist. Falls ein Event in dieser Stadt ist, kann es gut sein, dass noch Matratzen auf dem Boden dazu gelegt werden.

 

Auch gibt es Bed+Breakfast oder Hotels. Oft gibt es auch Privatpersonen die ein extra Zimmer haben und dies vermieten, oft mit Frühstück.

 

Zelten geht an vielen Backpackern auch oder auf ausgeschriebenen Campingplätzen.

 

Ich persönlich bevorzuge Backpacker, da man hier auch immer viele unterschiedliche Menschen trifft und neue Bekanntschaften machen kann.

Auch gibt es sehr viele Angebote die man unter anderem vom Backpacker aus machen kann. Viele sind geführte Touren oder auch einige Angebote die man für ein paar Stunden auf eigene Faust machen kann.

 

Hier gibt es viele Game Reserves die man mit geführten Touren besuchen kann. Der höchste Bungijump der Welt ist in Tsitsikamma, Kajaking, Cage Diving, Wale watching, viele Naturfaszinationen gibt es auch zu sehen die man zu fuß begutachten kann.

 

Seit der Weltmeisterschaft gibt es auch einige neue Fußballstation. Die teilweise auch sehr fasziniert sind, wie z.B. das Station in Durban. Es sieht aus wie ein Korb, mit einem riesigen Griff darüber. Hier kann man drüber laufen oder auch eine Art riesige Schaukel benutzen.  

 

Für dieses hin und her mit der groß und kleineren Schrift entschuldige ich mich hier mit. Diese Blogplattform ist doof.



Meine Arbeit und Ich / 6.August

11:01, 6.08.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Da ich einiges über das Land schreibe, vergesse ich ab und zu dass ich auch mal was über mich schreiben könnte.

Also fang ich mal mit meiner Arbeit an. Diese hat sich ein bisschen geändert. Eine andere Freiwillige hat ihr Projekt gewechselt und arbeitet jetzt mit mir zusammen. Was ganz praktisch ist, sie ist Heilerziehungspflegerin und beruflich gesehen ergänzen wir uns da recht gut. Sie ist jetzt seit 2 Monaten auch in den Special Care Centern und uns wurde ein neuer Aufgabenbereich zugeteilt. Wir sind jetzt in 4 Schulen, alles Special Care Center und mussten dort jedes Kind befunden und Förderpläne schreiben.

Es sind ca. 150 Kinder gewesen die wir befunden mussten. Die meisten Kinder kannte ich, aber es gab eine Schule, die größte Schule von allen, die kannte ich nicht. Das was dann etwas schwierig innerhalb von 15min ein Kind kennen zu lernen und einen Förderplan zu schreiben, aber wir haben es geschafft.

Auch wird gerade ein neues Center gebaut, dort sollen zwei Center gemeinsam einziehen. Das wird noch mal sehr spannend, es sind zwei unterschiedliche Kulturen, Afrikaans und Xhosa, die unterschiedliche Auffassung von Erziehung haben und auch unterschiedlich arbeiten. Auch treffen dann 60 Kinder zusammen die sich anfangs mit Sicherheit nicht sprachlich miteinander verständigen können. Also eine Herausforderung für alle.

Dadurch dass ich jetzt andere Aufgaben in meinem Projekt habe, kann ich leider nicht mehr so viel mit den Kids spielen und therapieren wie ich es noch vor ein paar Monaten gemacht habe. Aber ich denke auch, wenn sich erst mal der ganze Stress (laut Supervisor) gelegt hat, haben wir/ich wieder mehr Möglichkeiten mit den Kids zusammen zuarbeiten/spielen/den Alltag mit erleben…


Ich habe die Idee gegeben, mit den Kindern einen Ausflug ins Aquarium in Kapstadt zu machen. Der Termin steht, am 26. August geht’s ins Aquarium mit den Kids. Ich hoffe sehr dass es auch so klappt wie ich mir das vorstelle.


Ende Juni bis Mitte Juli hatte ich 3 Wochen Winterferien. In dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit wieder genutzt um zu reisen. Ich bin von Kapstadt mit 2 andren Freiwilligen nach Durban geflogen, dort haben wir uns mit einer 4 Freiwillige getroffen. Wir haben zwei Tage in Durban verbracht, waren auf dem Victoria Street Market, wo es viele Afrikanische Sachen aber auch Indische Gewürze gibt. Auch waren wir oft am Meer. Auch kenn ich jetzt das beste 24h Notfall Krankenhaus in Durban. Eine der Freiwilligen hat sich die Bänder gerissen am Fuß. Aber ich empfehle niemand das in Afrika zu machen, Notfallkliniken um 22Uhr sind nicht billig. Also sie musste 1300Rand zahlen um überhaupt in die Notfallklinik rein zu kommen. Dann das Röntgen hat 550 Rand gekostet und am nächsten Tag haben wir noch ein paar Stützen kaufen müssen.


Wieder zurück zu meinem eigentlichen Urlaub. Von Durban sind wir weiter nach St. Lucia gefahren. Dort sind die größten bewachsenen Sanddünnen der Welt. Es ist ein kleines Touristendorf das fast nur aus Backpackern, Bed+Breakfast und Hotel besteht. Bei den Sanddünnen gibt es ein Nationalpark und einen großen See/Fluss in dem Nilpferde und Krokodile leben. Morgens hat unser Backpacker einen geführten Spaziergang zu dem See angeboten. Hier konnte man von sehr nahem Nilpferde sehen. Wir waren am Ufer gestanden und ca 20m im Wasser war eine Gruppe Nilpferde. Wir waren einige Zeit dort gestanden und haben Fotos geschossen. Auf einmal ist ein Nilpferd sehr zügig auf uns zu geschwommen. Im Prinzip wollte ich stehen bleiben und noch ein bisschen warten wie nah es wirklich kommt. Allerdings hat unser Führer geschrien wir sollen weg rennen. Also wir sind gerannt und das Nilpferd hat sich wieder umgedreht und ist zurück zu seiner Herde geschwommen.


Am letzten Tag in St. Lucia habe ich morgens noch einen Ausritt gemacht. Durch das Game Reserve und am Strand entlang. War ziemlich cool, da wir auch Traben und Galoppieren durften.


Unser nächstes Ziel war Swaziland. Dort haben wir einen Tag verbracht. Ich hab mir einen Art&Craft Market angeschaut, der war ziemlich groß, aber auch, wenn man gehandelt hat, günstig. Noch ein bisschen weiter die Straße runter gab es einen Kerzenmanufaktur, die wir uns auch noch angeschaut haben. Sehr witzige Sachen werden dort teilweise hergestellt.


Gegen Abend ging es weiter zu einer Freundin nach Nelspurit. Sie wohnt sehr nah beim Krüger National Park, den wir am nächsten Tag besucht haben.

Auch hatten wir wirklich die ganze Zeit Glück mit dem Wetter, wir hatten immer Sonne. Wir haben einige Tiere gesehen, wenn auch nicht alle Big5. Aber einen Babyelefanten der hinter seiner Mutter herläuft, total goldig.


Am nächsten Tag gings nach Pretoria für eine Nacht und dann nach Johannesburg zum Flughafen um wieder zurück nach Kapstadt zufliegen.

Direkt am Flughafen in Kapstadt hat uns eine Freundin aus Deutschland abgeholt, die mich besuchen war für 2 Wochen.

Zwei Tage später bin ich gleich weiter gefahren in meinen nächsten Urlaub, auf nach Port Elizabeth, in den Addo Elephant Park. Von dort aus ging nach Jeffreys Bay, wo die große Billabong Surf Competition statt fand. Allerdings hatten wir ein bisschen Pech, da keine Wellen waren, hat die Competition nicht statt gefunden. Aber es war trotzdem sehr schön dort. Auch gab es viele reduzierte Surfklamotten, was praktisch zum shoppen war. Ich habe dort auch das erste Mal richtig geshoppt, seit ich hier bin.

Dann ging es über die R62, durch die Berge zurück nach Kapstadt. Unterwegs haben wir an einem kleinen Cafe gestoppt, ein deutsches Café, mitten in der Pampa.


Wir Deutschen sind doch überall 



Beziehungen, Liebe und Sexualität

15:05, 28.07.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Sex und Liebe sind hier zwei Unterschiedliche Dinge. Und ist auch unterschiedlich in jeder Kultur. Bei den Xhosa hat Liebe nichts mit Sex zu tun. Sex ist nur ein Bedürfnis das befriedigt werden muss. Es ist auch egal ob man mit dieser Person zusammen ist oder nicht. Betrügen und betrogen werden ist hier schon fast am Alltag, natürlich gibt es auch immer Ausnahmen. Das ist nicht immer wichtig. In manchen Teilen von Südafrika ist es auch so, dass die Männer mehrer Frauen haben. So wie z.B. in Lesotho, der König von Lesotho hat 13 Frauen und sehr viele Kinder. Auch der König von KwzuluNatal hat einige Frauen, ich glaube 9.

 

Leider ist es auch oft so, dass keine Kondome verwendet werden. Somit übertragen sich Krankheiten sehr schnell.

 

Unicef hat vor ein paar Jahren eine Unglückliche Werbekampagne gestartet die mittlerweile nicht mehr gezeigt wird. ‚Nur Jungfräulichkeit schützt vor AIDS’. Dies wurde von einigen Südafrikanern anders verstanden als es gedacht war. Die Säuglingskeitvergewaltigungen stiegen sehr stark nach dieser Kampagne, da sie der Überzeugung waren, wenn sie Sex mit einem Säugling/Kleinkind haben sind sie befreit vom HIV Virus. Auch heute noch weiß nicht jeder, dass dies nicht stimmt und ein Verbrechen ist.

Auch hier gibt es Homosexualität. Einige Südafrikaner bzw Afrikaner im generellen haben etwas gegen Homosexualität.

Ich habe mich mal mit meinem Mitbewohner darüber unterhalten, der in Kenia aufgewachsen ist. Schwule Männer findet er abstoßend und meinte aber auch das Frauen machen können was sie wollen.

Manche Männer sind da anderer Ansicht. Sie meinen/finden/denken das Frauen die Homosexuell sind nur mal ordentlich durchgefickt werden müssen um wieder richtig rum gepolt zu werden. So kamen Mehrfach-/Gruppenvergewaltigungen zustande. In SOWETO wurde vor ein paar Monaten eine Frau erst mehrfach vergewaltigt und dann gesteinigt, weil sie andere Frauen liebte.

 

Aber dies ist auch kein leichtes Thema um darüber zuschreiben, deshalb belass ich es jetzt erstmal dabei.



Winter 28 Juli

15:03, 28.07.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Wer hätte gedacht, dass es so kalt werden könnte in Afrika? Ich glaube niemand, aber es ist wirklich sehr kalt.

Ich weiß, dass ihr zurzeit auch ungefähr dasselbe Wetter habt wie ich. Wobei das bei uns Winter genannt wird und bei euch Sommer. Hier regnet und windet es sehr viel im Moment. Dadurch fühlt es sich kälter an als es wirklich ist. Aber unangenehm ist es trotzdem.

Allerdings gibt es auch Tage an denen es sehr schön sein kann. Vor 2 Wochen war es so warm, dass ich einem Tshirt und barfuss rumlaufen konnte. Ich hatte sogar kurzzeitig die Befürchtung einen Sonnenbrand zu bekommen. Es waren ca. 25 Grad und das im Winter. Seltsam oder?

Die Häuser in Afrika sind auch anders gebaut als die deutschen Häuser. Hier ist kein Haus isoliert, die Fenster schliessen auch nicht richtig und unter jeder Tür ist ein Spalt von mindestens 2cm. Somit zieht es schon durch alle Ritzen und Spalten.

Da ich hier selten Wettervorhersage sehe oder lese orientiere ich mich am Berg. Wenn ich morgens aus meinem Fenster auf den Devils Peak schaue kann ich meistens schon sehen wie das Wetter wird. Falls ich den Berg gar nicht sehe, ist die Chance auf gutes Wetter fast unmöglich. Wenn der Berg aber gut sichtbar ist, bleibt das Wetter normalerweise schön.

So jeden Tag eine neue Überraschung wie das Wetter wird.



Kulinarium 24.Juni

18:09, 25.07.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Ich habe schon ein paar Sachen über das Essen geschrieben.

Heute haben wir (im Haus) noch mal Weihnachten gefeiert. Das ‚normale’ Weihnachten war sehr verwirrend, es war warm. Also heute, genau ein halbes Jahr später im Winter, haben wir gedacht, könnten wir das noch mal feiern. Ich weiß nicht wie das normale Weihnachten in Afrika gefeiert wird, aber ich denke auch ganz unterschiedlich wie in Deutschland auch. Wir haben versucht Käsefondue zuzubereiten, hat aber nicht wirklich so gut geklappt. Wir hatten dann ne flüssige Sosse mit Käsegeschmack und Köseklumpen (einen großen) darin. Dazu Salat, Gemüse, Brot und als Nachtisch gab es Bratapfel, mit Sweet Potato gefüllt. Dazu gabs Glühwein und gemütliche Spielrunde.


Was sind den eigentlich die Spezialitäten für Afrika?

Da ich Vegetariarin bin kann ich von den richtigen Fleisch Spezialitäten nicht viel sagen.

Was ich gerne esse und mich auch schon voll integriert habe, ist Butternut Kürbis. Den gibt’s hier eigentlich das ganze Jahr, schmeckt meistens nach nichts aber wird immer dazu gegessen.

Auch bin ich voll und ganz dabei, bei fast allen Obstsorten. Hier gibt es zur Zeit Grenadilla und auch Orangen. Die Orangen werden hier in der Nähe von Kapstadt auch angepflanzt. Wobei die guten Orangen meistens Exportiert werden, hauptsächlich in die USA und nach Europa.

 

Es gibt viele Leckereien die hier von den Nicht-Vegetariern gegessen werden.

Fisch ist hier in Kapstadt auch sehr groß angesagt. Der bekanntest Fisch ist Snoek. Ist eine spezielle Fischart, die es nur hier in der Kap-Region gibt.

Mitchells Plain (Township) hat zum Beispiel eine Spezialität: Fish head and Chips. Für die Menschen die sich nicht viel leisten können, können sich trotzdem einen Fischskopf mit Pommes, ein bisschen Fisch abknabbern gönnen.

Viele Kinder bringen auch etwas komisches (für mich komisch aussehend) Essen mit. Oft wird Reis mit gebracht und ganz komisch aussehender Fischstreifen, mit Lamellen oder so was in der Art.


Was auch sehr gerne gegessen wird und eine Delikatesse ist, Straußenfleisch. Und das in den verschiedensten Ausführungen. Getrocknet, als Burger, als Wurst…


Auch gibt es an vielen Straßenecken Boereworst. Das ist eine Art Bratwurst, in einem Hot Dog Brötchen mit Bratzwiebeln und Ketchup.

Wer sich Fleisch isst/sich leisten kann, der zeigt dass er doch ein bisschen Geld hat.


Biltong, davon hat man auch in der Zeit der Weltmeisterschaft oft gehört. Es wurde von den Buren erfunden, die das Fleisch in dünne Streifen geschnitten hatten und unter ihren Wagen zum trocknen aufhängten. So dass sie, trotz des vielen umher reisen immer Fleisch essen konnten. Man kann verschieden Sorten kaufen aber Strauß und Rind sind die häufigsten und wahrscheinlich auch die beliebtesten.


Am beliebtesten, einfachsten und wahrscheinlich billigsten sind auch die Speisen die mit Maizmehl zubereitet wird. Hieraus kann man zum Frühstück Porridge machen. Wobei ich den Brei gar nicht mal so schlecht finde mit Joghurt oder Apfelmus.


Zum Frühstück wird oft Oats (Haferflockenbrei), Toast mit Erdnussbutter, Eier in allen möglichen Formen, Brot mit Marmelade oder Vitabix (was auch eine Art Getreidebrei ist) gegessen. Oftmals wird auch ein bisschen Obst dazu gegeben.


African Salad ist auch sehr beliebt in den Townships, das ist Pap (Maizmehl mit Wasser gemacht, allerdings sehr klumpig) dazu kommt Sauermilch. Dann kann man das ganze noch würzen, aber mir persönlich schmeckt es nicht.


Es gibt auch viel Gemüse, das oft an Straßenständen verkauft wird. Oft ist es ja so, dass man bevor man in den Urlaub fliegt, abgeraten bekommt von Straßenständen Obst/Gemüse zu kaufen. Aber ich muss sagen, dass oftmals das Gemüse/Obst frischer auf der Straße ist wie das im Supermarkt.


Afrikaner lieben es süß. Da ist es nicht verwunderlich dass in fast alle Getränke Zucker gemischt wird. In den Tee wird ganz normal mit 3 Löffel Zucker und Milch gemischt. Da Südafrika auch das einzige Land ist, das Roibosstee anbaut, wird natürlich hier auch sehr viel Roiboss getrunken.

Kaffee wird hier auch gerne getrunken, allerdings gibt es hier hauptsächlich Instantcoffee. So Pulverzeug, dass nicht schmeckt.

Es gibt auch viele Süßgetränke wie Cola oder hier ganz beliebt Jive. Jive ist noch süßer also Cola. Und man könnte befürchten, dass man einen Zuckerschock bekommt, wenn man ein ganzes Glas davon leer trinken würde.

Zum Glück kann man überall auch ein Glas Tabewater (Leitungswasser) bestellen.


Was meiner Meinung nach auch nicht sehr gesund ist, das Kleinkinder bzw Babys Wasser oder Tee mit mindestens 3 Löffeln Zucker bekommen. Kein Wunder das manche Kinder so mopsig sind, wenn sie nur Zuckerwasser zum trinken bekommen.


Es gibt aber auch ganz leckere Konditoreien, wie z.B. Charlys Backery. Das ist ein rosa-weiß gestreiftes Haus, wo sie ganz leckere Kuchen, Muffins, Cupcakes, Busciuts, Brownies… machen. Es sieht ein bisschen aus, wie die Kuchen in ‚Charly und die Schokoladenfabrik’.



Nachrichten

09:28, 19.06.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Nachrichten…. In Deutschland bekommt man immer was mit, seis Radio, Zeitung, Fernseher oder Gespräche der Kollegen oder vielleicht auch die Mitfahrer im Zug/Bus.

Hier ist das etwas anderes. Wenn ich eine größere Straße entlang laufe, hängen überall Plakate von der Cape Times, Sun, Daily Voice (den Zeitungen von Kapstadt) auf denen die Schlagzeilen verkündet werden. ‚Ek is n Stormer’ ‚Boy 6years got shot to deth’ ‚ Mandela is feeling good’ …. Eher belanglose Sachen die aber anscheinend sehr wichtig für die Südafrikaner sind. Es sind eher die Schlagzeilen die in Kapstadt oder Südafrika passieren die an den Laternen hängen. Selbst die Radionachrichten erzählen über ‚wichtige’ Dinge die in Kapstadt und Südafrika passieren oder passiert sind. Wenn ein großes Rugby oder Fußball Spiel ist wird fast ausschließlich darüber berichtet und geredet.

Ich hab das Gefühl Südafrika ist so beschäftigt mit sich selbst, dass sie es nicht für wichtig empfinden mit zuteilen was in der Welt passiert.


Würde ich nicht ab und zu im Internet Nachrichten lesen wüsste ich sehr wenig über die restliche Welt.

Was ich sehr überraschend finde und eigentlich auch schon ein bisschen erschreckend, dass in Deutschland von Südafrika berichtet wird. Von den starken Unwettern im Eastern Cap und von fehlenden Gulideckeln (die geklaut werden wegen des Eisenwerts). Bevor die Menschen in Kapstadt überhaupt davon erfahren sind die Nachrichten schon bis auf die andere Seite des Äquators gelangt.



Wo kommt eigentlich der Strom her?

09:20, 19.06.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Naja eigentlich ist das eher eine falsche Frage, aber hier ist das mit dem Strom doch etwas anders als bei euch.

Die Stromkabel hängen, draußen, sehr tief und laufen kreuz und quer. Jedes Haus bekommt ein Stromkabel, dass durch das ganze Haus läuft. Meistens gibt es in den Zimmern (egal wie groß) nur eine Steckdose, die man auch separat an und aus schalten kann. Dann braucht man sich nicht wundern wenn von dieser Steckdose mindestens ein Verlängerungskabel mit ca. 10 Steckmöglichkeiten kommt. In der Küche haben wir ein paar mehr Steckdosen. Der Herd ist, aber nicht wie in Deutschland, an eine spezielle Steckdose angeschlossen, nein eine ganz normale Steckdose ist dafür vorgesehen. Also im Prinzip könnte ich auch, wenn ich wollte, den Herd in mein Zimmer stellen und direkt vom Bett aus kochen.

Das andere Spezielle hier ist, dass wir unseren Strom kaufen müssen. Klar in Deutschland muss man auch seinen Strom zahlen, aber hier läuft es doch ein bisschen anders. Wir haben einen Stromzähler gleich neben der Haustür. Diesen müssen wir immer aufladen. Quasi Prepaid Strom.

Jeder Stromzähler hat eine eigene Nummer. Diese muss man sich merken oder aufschreiben, wenn man Strom kaufen geht. Dann nimmt man die Nummer, das Geld (so viel wie man aufladen möchte) und geht zum Supermarkt. Es gibt meistens ein Gerät in den Supermärkten und dort kann man dann der Verkäuferin sagen, dass man gerne Strom kaufen möchte. Man gibt die Nummer hin, sagt für wie viel man aufladen möchte und schon hat man einen Kassenzettel mit einer Aufladnummer in der Hand. Diese Nummer wird dann in den Stromzähler eingeben und so ist der Strom aufgeladen.

Wenn man mal verpasst Strom zu kaufen ist das etwas ungeschickt. Den wenn die Kilowatt abgelaufen sind geht der ganze Strom im Haus aus und man sitzt im Dunkeln. Das ist uns schon ein paar Mal passiert. Besser ist es aber immer ein Auge drauf zuhaben wie viel Watt noch drauf sind, wenn dann doch mal der Kühlschrank mitten in der Nacht ausfällt weil er keinen Strom mehr hat ist das nicht so geschickt.



Groote Schuur - 6 März 2011

13:59, 7.06.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Das Groote Schuur (übersetzt: große Scheune) ist das Krankenhaus hier in Observatory. Es wurde berühmt, durch die erste Herztransplantation die dort, von Mensch zu Mensch, praktiziert wurde.

Am 3. Dezember 1967  wurde die erste Mensch zu Mensch Herztransplantation auf der Welt durch geführt.


Christiaan Barnard
war der Chirurg den dieses Ereigniss berühmt gemacht hat. Bevor er an lebenden Personen operierte hat praktezierte er Herztransplantationen an Hunden. Angeleitet und gelernt von zwei Chirurgen aus den USA. Aber keiner der zwei Amerikanischen Ärzte hatte so viel Mut je an einem lebendigen Menschen zu operieren.


Wie kam es zu dieser Operation?

Gegen Mittag den 3.Dezember 1967 kreuzte Denise Darvall und ihre Mutter die Hauptstraße in der Nähe des Krankenhauses. Ein Auto übersah sie und ein schrecklicher Unfall mit lebensgefährlichem und tödlichem Ende geschah.

Ein Arzt vom Groote Schuur Krankenhaus war zufällig am Unfallort und veranlasste das die Unfallopfer ins Groote Schuur gebracht wurden. Im Krankenhaus wurde alles gemacht was die Ärzte konnten.

Denise Darvall war bei der Einlieferung schon Hirntod. Es wurden Blutproben genommen und mit einem todkranken Patienten im Krankenhaus verglichen. Die Blutgruppen stimmten überein. 

Denise Vater wurde eine Frage gestellt, die vorher noch nie einer Person gestellt wurde. Ob er einverstanden wäre das Herz seiner Tochter als Organspende frei zugeben. Nach weniger als 5min Bedenkzeit stimmte er der Operation zu.

Kurz darauf wurde Denise von den Maschinen genommen, den in dieser Zeit mussten die Menschen Hirntod und auch das Herz musste stehen bleiben bevor die Organe gespendet werden konnten. Als ihr Herz stehen bliebt wurde sie an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Der Empfänger des neuen Herzens war Louis Washkansky.


Denise und Louis wurden in Operationsräumen gleich neben einander operiert. Chris Barnard operierte Louis Washkansky, der Bruder von Chris, auch ein Chirurg, operierte Denise. Von ihr wurden mehrere Organe entnommen und gespendet an verschiedene Personen, alle in der Nähe von Kapstadt.

Die Operation verlief sehr gut. Louis Washkanskys Bild, ein Tag nach der Operation, ging um die ganze Welt.
Er lebte nur 18 Tage und starb an einer Lungenentzündung.

Nach dieser Erfolgreichen Operation mit einem kurzen Happy End gab es noch mehrer Herztransplantationen im Groote Schuur. Nun waren die Ärzte etwas vorsichtiger mit der Nachbehandlung. Die folgenden Herzpatienten kamen erst einmal in einen Isoliertenraum um jegliche Keime und Bakterien von ihnen fern zuhalten bis sie stabiler waren.
Die Patienten lebten zwischen 6 Monaten und 3 Jahren nach der Operation.

Mit der Zeit hat sich die Transplantationen und das Wissen Herzen zu transplantieren wesentlich verbessert.


 Das alte Hauptgebäude im Krankenhaus ist zu einem Museum hergerichtet werden. Dies ist tatsächlich der Part vom Krankenhaus in dem Denise Darvall eingeliefert wurde. Auch kann man die Operationssäle, das Büro von Chris, viele Briefe (Befürworter für dieses Operation, Gegner der Operation, auch viele Kinderbilder), Bilder und Zeitungsartikel betrachten die dort ausgestellt sind.


 



kein leichtes Thema: Beerdigung

15:35, 27.05.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Man hört immer, es sterben Mütter, Väter oder Geschwister von Kindern die in meinen Projekten sind. Letzte Woche ist die Mutter eines meiner Kinder gestorben. Dieses Kind ist HIV positiv. Ich fragte eine meiner Kollegen an was die Mutter gestorben sei, Antwort: ‚She was sick’ (Sie war krank). Aber das Wort Aids oder HIV wird immer noch tot geschwiegen. Erst auf meine Frage, ob sie an der Krankheit Aids gestorben sei, bejahte sie dies.

Es ist eigentlich sehr traurig, dass in einem Land wie Südafrika, das doch zu einem der Länder zählt, mit einer sehr hohen Aidsrate, dies noch immer eine Krankheit ist, die lieber nicht ausgesprochen wird. Die Familienmitglieder die den Virus in sich tragen, verhalten sich ganz normal und sprechen aber auch nicht darüber. Wenn die Krankheit ausbricht wird jeglicher Kontakt zu Freunden, Bekannten, Nachbarn abgebrochen und sie sterben in ihrem Haus ohne medizinische Behandlung. Weil hierfür kein Geld da ist um ins Krankenhaus zu gehen.

Es gibt mittlerweile auch ein Krankenhaus, in Tygerberg (Kapstadt), das eine Station eingerichtet hat für Kinder die an dem Virus leiden. Oft kommen die Eltern mit ihrem tot kranken Kind viel zu spät und es kann ihm nicht mehr geholfen werden. Ich möchte hier drauf aber nicht weiter eingehen. Wer sich jedoch für dieses Thema mehr interessiert ist das Buche:

Gott-Aids-Afrika von Bartholomäus Grill und Stefan Hippler sehr interessant. Es geht um die Tygerberg Kinderkrankenstation und wie diese entstanden ist.


Ich persönlich habe noch keine Beerdigung mit bekommen, aber ich habe mit meiner Kollegin darüber geredet.  Sie hat mir dann ein bisschen was erzählt.

Die meisten Menschen sterben in dem eigenen Haus. Da sie sich kein Krankenhaus leisten können, um sich behandeln zu lassen. Deshalb wird auch erstmal abgewartet und zuhause geblieben und dort versorgt.


Die meisten Verstorbenen bleiben in dem Haus, wo sie gestorben sind. Hier werden dieser auch einbalsamiert.  Vor dem Haus werden Karten und Blumen abgelegt.

Der Körper bleibt für ca. 6 Tage in dem Haus liegen. In dieser Zeit  kommen Verwandte und Bekannte und verabschieden sich von dem Toten. Sie beten und trauern.


Zur Beerdigung findet ein Gottesdienst statt. Je nach Religion darf während der Zeremonie geweint/nicht geweint werden. Danach wird in einem Trauerzug der Körper beigesetzt. Die Familie des Verstorbenen muss für alle Gäste kochen, im  eigenen Haus.

Eine Beerdigung kostet ca. 1000 Euro.

 

 



13 Mai 2011

14:08, 16.05.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Jetzt ist es schon 4 Wochen her, als ich meinen letzten Bericht geschrieben habe. Ich hab am Anfang noch regelmäßig alle 2 Wochen geschrieben und jetzt wird es immer schwieriger ein Thema zu finden über das ich schreiben kann.

Bei mir wird es jetzt so langsam Winter. Nachts ist es mittlerweile sehr kalt, aber es soll noch kälter werden. Unser Haus ist auch nicht isoliert, die Fenster und Türen schliessen auch nicht richtig..

Auch wird es immer windiger und die Regenzeit kommt jetzt. Ich bin mal gespannt wie das wird. Vermutlich werden wir noch sehr frieren

In meinen Projekten ist es zur Zeit ganz ok. Im August oder September werden zwei Schulen, in denen ich arbeite, zu einer zusammen gelegt. Da es zwei verschiedene Kulturen (Afrikaans und Xhosas)sind. Also bin ich mal gespannt wie es wird und die Schule aussehen wird.

Die letzten 3 Monate war eine Freiwillige in der Schule, die sich für 3Monate freistellen hat lassen. In Deutschland arbeitet sie in einer Schule fuer behinderte Kinder und Jugendliche als Lehrerin.

Sie hat in ih Schule Spenden fuer das Center in Suedafrika gesammelt. Wir waren mittlerweile  4mal einkaufen um von dem Geld notwendige Sachen zu kaufen. Es wurden Sachen wie Bällchenbad, Spieleteppich, Holzspiele, Steckspiele, Kreide, Knete, Fingerfarbe, Handschuhe, Feuchttücher, Wasserspielbecken, Wasserspielzeug….und noch vieles mehr.

In den Centern sind viele Sachen, die wir von den deutschen Schulstandard kennen, gar nicht vorhanden ist. In einigen Schulen ist noch nicht mal ein Spielplatz, Sandkasten, Schaukel oder Rutsche vorhanden.

Die Lehrer/Careworker können teilweise auch mit vielen Sachen gar nichts anfangen. Wie z.B. ein Bällchenbad, sie wissen nicht wie wichtig es für einige Kinder ist, eine andere Wahrnehmung zu bekommen.

Viele Kinder sitzen den ganzen Tag im Rollstuhl und haben nur diese eine Wahrnehmung.

 

Deshalb bemühe ich mich, dass die Kids im Bällchenbad sich auch mal austoben können oder in der Hängematte liegen können, zum Spaß und als Therapie.

Ich habe mir für die nächsten/letzten Monate noch einige Ziele gesetzt. Gerne würde ich den Lehrern/Careworkern zeigen wie man den Kindern helfen kann ohne eine große Ahnung(Ausbildung) zu haben. Auch möchte ich noch schauen, dass die ganzen gekauften Sachen wirklich  und benutzt werden.

 

Dann werde ich noch, für den nächsten Volunteer,  einen Plan für jedes Kind ausarbeiten, an was ich arbeite oder was ich vorschlage an dem gearbeitet werden kann. 

 

Die Hauptendsendeorganisation vom Bundesministerium (BMZ) entsendet dieses Jahr nur halb so viel Volunteer wie letztes Jahr. Da sie nicht genug Geld haben. Das bedeutet das viel Projekte die im Moment mit Volunteeren besetzt sind, keine Nachfolger für dieses Jahr bekommen. Ich werde wahrscheinlich auch keinen bekommen. Was sehr schade ist. Da ich an Sachen arbeite, die nur von Volunteers fortgeführt werden könnten/würden. Die angestellten Mitarbeiter sehen darin teilweise keine Notwendigkeit oder verstehen auch nicht wie wichtig es ist mal spazieren zu gehen, in einer Hängematte zu liegen, auf dem Boden zu sitzen oder andere Sachen zu machen.

 

Also hab ich noch ein paar Sachen die ich gerne umsetzen wuerde, bevor ich im Oktober wieder nach Deutschland zurück komme. 

 



Lesotho 5-11April

14:36, 20.04.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Da ich in einer Schule arbeite, habe ich auch wie die  Schule Ferien.

Anfang April hatte ich eine Woche Herbsterferien/Osterferien. In diesen Ferien war ich in Lesotho.

 Lesotho ist ein kleines Land innerhalb Südafrika, das höchste Land der Welt. Lesotho hat keinen Punkt der tiefer wie 1400m über dem Meerespiegel liegt. Der hoechste Punkt liegt bei 3400m. Auch liegt der größte Teil der Drakensberge in Lesotho.

Es gibt größere Städte wie Maseru und Mafeteng die auch Supermärkte und Tankstellen haben. Diese Städte liegen relativ nah an der Grenze. Wenn man weiter ins Land rein fährt kommt man in die kleineren Dörfer die noch mit fließendem Wasser verbunden sind. Wenn man weiter ins Land rein kommt, auf den Bergen und im Tal, gibt es aber keine Elektrizität und auch kein fließendes Wasser.

 

Wie gesagt, habe ich meine Ferien in Lesotho verbracht. Nach einer sehr langen Fahrt dort hin, ca. 22h kamen wir in Malealea an.

Mit wir sind 4 Freiwillige gemeint, von Kapstadt, Plettenbergbaai und White River (Nelspurit, Mpumalanga).  

Malealea ist ein größeres Dorf, das man nur durch eine holprige Erdstraße erreicht. Dort ist auch eine Lodge, für Gäste. Es ist eigentlich auch die bekannteste Lodge, die Weiße besuchen, dort übernachten.

 Wir haben unsere erste Nacht in Malealea in der Lodge geschlafen. Es waren kleine Hütten, für ein bis zwei Personen gemacht waren. Elektrizität gab es in der Zeit von 18-22 Uhr. Danach gab es eine Kerze die benutzt werden konnte.

Am nächsten Tag hatten wir einen 3 Tagesritt gebucht. Da unser Ziel irgendwo in den Bergen lag mussten wir vorher unser komplettes Essen und Trinken einkaufen und mit nehmen.

 Am Freitagmorgen mussten wir unser Gepäck und Essen in große rote Taschen einpacken und auf 2 Pferde verteilen. Auf jedes Pferd wurden 2 Taschen geschnürt. Wir hatten jeder noch mal 2 kleine Satteltaschen, die wir mit auf unser Pferd nahmen. Das wir uns nicht verirren hatten wir 2 Guids. Unsere Wege gingen über Stock und Stein, hoch und runter, kletternd und laufend.

Wir sind auch einmal abgestiegen weil es uns zu steil den Berg runter ging.

Auch haben wir viele kleine Dörfer und Häuser passiert. Wenn Kinder uns gesehen haben, kamen sie angerannt und riefen ‚give me sweets’ (gib mir was Süßes) das ist der einzige Satz den die meisten Kinder in Englisch können. Ihre Muttersprache ist Zutu.

 Viele Häuser haben eine Flagge oder Tüte über ihrem Dach hängen. Diese bedeuten welches Bier verkauft wird. Ich glaube, weiße Flagge steht für Zutubier. Dies ist ein selbst gemachtes Bier aus Weizen und schmeckt nicht. 

 Als wir nach 7h reiten in der kleinen Village ankamen waren wir doch froh endlich nicht mehr auf unsren Pos zu sitzen. Unser Dorf lag zwischen zwei Bergen, aber nicht im Tal davon. Es gab kein fließend Wasser und keine Elektrizität. Wir Mädels haben in einer Rundhütte geschlafen und hatten ein Klo ein paar Meter unterhalb unsres Hauses. Ich hatte noch nie so eine schöne Bergeaussicht von der Toilette aus J Vergeblich hab ich des öfteren nach der Spülung gesucht.

 Wir hatten die Möglichkeit mit einem Gaskocher zu kochen. Wir waren die einzigen in dem Dorf die diesen Luxus geniessen konnten. Die anderen Bewohner des Dorfes kochen über dem Feuer.

Abends haben wir dem Dorfoberhaupt Feuerholz abgekauft, um ein Lagerfeuer zu veranstalten. Als wir anfingen, überlegten wir uns ob es vielleicht eine Verschwendung ist für die Dorfbewohner. Ein Lagerfeuer zu machen anstatt das Holz für Essenkochen zu verwenden.

 Am zweiten Tag unsres Trips sind wir auf einen Berg geritten, so dass wir von oben einen Wasserfall  sehen konnten. Mittags sind wir noch an den Fuß des Wasserfalls gelaufen.

 Der dritte Tag war unser Rückweg Tag. Wieder alle Pferde bepacken und zurück reiten, 6h auf dem Pferderücken. Es ging wieder hoch und runter und 2h bevor wir an der Lodge ankamen sind wir noch sehr spektakulär durch den Fluss geritten. Mein Pferd war doch recht klein, so dass ich bis zu den Knien naß geworden bin weil der Fluß zu tief bzw mein Pferd zu klein war oder ich einfach zu lange Beine hatte.

Wir durften die letzten 10min bis zur Lodge zurück galoppieren, was dann noch mal ein schöner Abschluss war für unseren Trip.

 

Ein Satz über Lesotho:

Lesotho es ist eins der schönsten Länder die ich bis jetzt gesehen habe, wie in einem Film, Buch oder einem fernen Land, von dem man nur träumt.



Mzolis

09:06, 26.03.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Das Mzolis ist ein Metzger in Gugulethu (im Township).

Viele Metzger in den Townships haben auch einen Grill draussen stehen, das gleich das Fleisch das gekauft wird, gegrillt werden kann.

 Mzolis hat sich ausgebreitet. Es war auch ein kleiner Metzger der einen Grill dabei hatte. Mittlerweile ist das ein riesiges Geschäft für ihn geworden.  Es gibt nicht nur einen Grill, sondern 2 Räume voll mit Grills. Draussen gibt es eine Überdachte Fläche mit Tischen und an Wochenenden (vor allem Sonntags) legt dort auch ein DJ Musik auf.

 So funktioniertes:

Erstmal muss man in einer Schlange stehen, bis man zur Fleischtheke vor kommt. Das ist auch immer unterschiedlich zu welcher Uhrzeit man sich dort anstellt.  Also Wartezeit zwischen  10min – 2h. Dann sucht man sein Fleisch raus, was von dem Personal in eine Blechschüssel gelegt wird. An der Kasse wird noch so eine Soße oben drauf gestellt, die Marinade für das Fleisch.

Dann geht man mit seiner Schüssel durch einen schmalen Gang nach hinten zu den Grillmeistern. Denen überlässt man sein Fleisch und bekommt gesagt wie lange es ungefähr dauert bis es fertig ist.

Auch wieder unterschiedlich wie viel man zum grillen gibt und wie viele vor einem dran kommen.

In dem Grillraum, der tatsächlich in einem Haus oder Garage ist, ist es heiß wie in einer Sauna. Dort sind einige Grillmeister, die das ganze Fleisch grillt.

Wie sie das grillen bzw nicht verwechseln und in eine falsche Schüssel zurück legen, weiß ich nicht.

Auf jeden Fall holt man sich seine Schüssel mit dem fertigen Fleisch nach einer Zeit wieder ab und kann sich dann noch als Beilage Pap und einer Art Dampfnudel mit Tschaka-Laka mit nehmen. 

 Wenn man ein Tisch reserviert hat, kann man sich setzen, ansonsten steht man mit seiner Schüssel da uns isst im stehen. Es wird mit Fingern gegessen und sieht danach wahrscheinlich aus wie Sau, weil man alles an den Händen und im Gesicht hängen hat. Die Marinade muss sehr lecker sein und das Fleisch auch. Da ich Vegetarier bin hab ich mir das nur sagen lassen.

 Zu trinken bringt man sich entweder von zuhause mit oder man kann es sich kaufen. Hier für gibt es auch verschiedene Möglichkeiten. Meistens geht man an ein Wohnhaus und fragt ob sie Alkohol verkaufen. Die meisten verkaufen 6-Packs. Somit kann man schon erahnen, dass es letztendlich nach dem Essen in einem größeren Besäufnis endet. Deshalb geht man am besten früh hin und auch wieder zeitig weg. Außer man will gerne einen drauf machen. 

 Gegen Mittag wird es wirklich sehr voll und zu der Zeit sind wir auch wieder gegangen. Deshalb weiß ich nicht wie es ist gegen Mittag.

Mzolis macht aber auch gegen 19Uhr zu, einfach zur Sicherheit der Kunden, sonst wird es zu gefährlich in Gugulethu

Auch gibt es Bilder dazu - Fotoalbum: Mzolis



Klima

08:03, 26.03.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Normalerweise wird immer nur über das Wetter gesprochen, wenn einem nichts anderes einfällt, aber das Klima hier hat auch mal einen Eintrag verdient.

 Da Kapstadt am Meer (Atlantik) liegt ist das Wetter sehr wechselhaft.

Als ich im Oktober angekommen bin, gab es Tage, an denen es sehr warm bis heiß war, aber auch Tage an denen es kühl war.

Ich glaub in meiner zweien Woche, Ende Oktober, hatte ich meinen ersten Sonnenbrand.

Das Meer sorgt dafür, dass ein ständiger Wind weht. So wird oft die Sonne unterschätzt.

Den Wind nehme ich mittlerweile gar nicht mehr so wahr. Er gehört für mich schon zu Kapstadt dazu. Von vielen Besuchern hört man immer wieder wie stark der Wind sei und sie ziehen sich auch immer schön warm an, mit Mütze und Schal.

Wenn der Wind günstig steht kann man sogar den Ozean riechen. Was ab und an ganz angenehm ist, aber wenn der Geruch zu fischig riecht, ist das dann doch nicht mehr so toll.

Morgens ist die Luft noch recht gut, frisch und frei zum atmen. Aber gegen späten Mittag bzw Abend merkt man doch den Smok der sich auf die Stadt senkt.

 

In den Sommermonaten gab es so gut wie gar keinen Regen. Nein es gab Tatsache keinen Regen. Dafür aber mal mehr mal weniger Wind. Die Sonne  hat teilweise schon morgens um sieben so stark geschienen (um die27°C)  das man schon geschwitzt hat. Nachts hat es leider auch selten abgekühlt.

Ich habe glaub noch nie so geschwitzt wie in diesem Sommer in Kapstadt. Man konnte morgens duschen und auch mittags/abends wenn man von der Arbeit heim gekam gleich noch mal.

Da ich genau unterhalb des Devils Peak (ein Teil vom Tafelberg) wohne hab ich jeden Morgen einen schönen Ausblick darauf. Hier kann man auch sehr gut die Wolken sehen, wie sie über oder an dem Berg vorbei ziehen. Und auch versuchen einzuschaetzen wie das Wetter heute wird.

 



12 März 2011 Die Menschen in Südafrika

17:38, 12.03.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Südafrika ist schon fast Europa. Es gibt sehr viele Einwanderer und immer mehr die sich für das Leben in Südafrika faszinieren.

Kapstadt hat sehr viele deutsche Zuwanderer und es ist schon fast nichts mehr neues wenn man einen Deutschen in der Stadt trifft. Manchmal schon etwas nervig, mh schon wieder ein Deutscher…. Es gibt auch eine Deutsche Schule, Kirche, Bäckerei und vieles mehr das von Deutschland hier her mit gebracht wurde.

 

Aber eigentlich sollte dieser Bericht nicht über die deutschen Zuwanderer in Südafrika gehen. Viel eher um das Leben und Verhalten der Menschen die hier leben.

 

Es gibt hier auch Unterschiede unter den Afrikanern, verschiedene Stämme: Xhosa, Afrikaans, Zulu, Sesotho und noch viele mehr. Die alle auch ihre eigene Sprache mit oder ohne Klicklauten in den Wörtern haben. Dies gestaltet es auch teilweise schwierig alle zu verstehen und sich nicht ausgeschlossen zu fühlen. Auch sprechen alle etwas anderes Englisch mit Akzenten oder einfach auch von der Grammatik sehr schwer verständliches Englisch. In manchen Sprachen gibt es auch ein er/sie/es und dadurch erwecken sie immer den Eindruck, dass sie keine richtige Grammatik kennen.

 

Die unterschiedlichen Wohnsituationen sind teilweise auch eher erschreckend als normal. Viele wohnen in Townships, die sich um Kapstadt herum erstrecken. Es gibt Blechhütten, aber auch Fertighäuser. Die ‚normalen’ Häuser werden teilweise vom Staat gezahlt um die Blechhütten abzureißen um einen besseren Eindruck zu machen. Dies führt/führte teilweise auch zu Zwangsumsiedelungen.

 

In einigen Townships ist es auch so, dass auf der einen Seite von der Straße Fertighäuser stehen und auf der anderen Seite der Straße oder zwischen drin Blechhütten.

 

Jeder Bewohner kann das eigene ‚Haus’(Blechhütte) individuell gestalten. Hierbei entscheidet sich dann auch ob es ein oder mehrere Räume gibt. Manchmal werd auch durch Vorhänge, die nochmals Räume abtrennen, ein bisschen mehr (optische) Privatsphäre für die Bewohner gegeben.

Die meisten wohnen mit ihren ganzen Familien in einer Hütte mit einem Raum. Dann werden sich Bett geteilt und auf dem Boden geschlafen. Ich glaube auc, dass Afrikaner in ihren Hütten mehr Ordnung halten wie manch Deutscher in seinem eigenen Haus. Die meisten Familien besitzen auch ein Haustier, meistens einen Hund. Diese laufen frei, ohne Halsband herum und bellen jeden an.

Alkohol wird auch sehr groß geschriebne. Es wird sehr viel Alkohol in den Townships konsumiert. Nicht nur Abends sondern auch tagsüber und morgens. So dass, wenn man durchs Township kommt/fährt, schon morgens gegen 9Uhr Bierflaschen in Händen sieht und auch teilweise Sturzbetrunkene, meistens Männer, die nicht mehr von alleine gehen geschweige den stehen können.

Die Kinder spielen in den Straßen und im Dreck. Manchmal mit Müll manchmal mit einem gebastelten Spielzeug.

Da, wie oben erwähnt, viel Alkohol konsumiert wird, gibt es auch eine große Zahl von behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

 

Die Arbeitslosenrate nimmt in den Townships immer mehr zu. Meistens hat einer in einer 8köpfigen Familie einen Job (wenn überhaupt). Es gibt auch so was in der Art wie Kindergeld, aber dies muss auch beantragt werden. Wenn man nicht gemeldet ist, ist es auch schwierig Kindergeld zu bekommen.

 

Aber nicht ganz Kapstadt/Afrika besteht aus Townships. Es gibt um den Tafelberg viele Stadtteile die die Studenten, Mittel- und die Reichenschicht von Kapstadt beherbergt. Ich wohne der Studentengegend. Es gibt viele WGs in Observatory und auch viele Studentenwohnheime.

 

Auch hier gibt es viele Bettler die auch oft einen nach Essen und Geld fragen. Manche sind Erwachsen, ältere Menschen und manchmal auch Kinder. Die Kinder sind immer sehr Mitleids erregend. Da sie dann mit einem Zettel kommen auf dem stehe, dass sie nur ein paar Rand brauchen um ein Zimmer für die Nacht brauchen. Und ein bisschen Geld für Essen oder ob du ihnen nicht gleich was zu Essen kaufen könntest. Oftmals laufen die Eltern mit den Kindern die Straße entlang. Wenn sie jemand sehen, der eventuell was zu essen geben könnten, werden die Kinder los geschickt um nach Essen zu fragen. Auch wenn der Rucksack von den Eltern schon mit Essen ganz eindeutig voll gestopft ist.

Es gibt auch Bettler die sehr nett sind und sich auch mal nur unterhalten wollen. Da ist man dann doch bereiter etwas zu essen vorbei zu bringen.

 

Unsere Haustür zeigt zum Bahnhof hin. Auch wenn wir 2 Gates (Eisentore) vor unserer eigentlichen Haustür haben stehen des öfteren Bettler davor. Sie entschuldigen sich dann immer erst, dass sie jetzt hier stehen und mich belästigen. Aber letztendlich wollen sie gerne was zu essen oder Geld haben. Das Problem ist, dass wenn man ihnen was gibt, dann merken sie sich das und stehen dann immer öfters da und meistens auch andere. Deshalb, so schwer es auch fällt am besten ignorieren oder mit einem ganz klaren NEIN antworten. Was anfangs nicht immer leicht war. Mittlerweile bin ich top im ignorieren und im Nein sage auch nicht ganz schlecht.  

 

Es gibt auch einen Stadtteil der Schönen und Reichen – Camps Bay. Hier sind tatsächlich viele Models und hier steigen meistens auch die Stars ab, die Kapstadt besuchen. Einen Stadtteil vor Camps Bay ist Klifton – der Schwulenstrand.

Dies war ein doch sehr langer Eintag, hoffentlich nicht all zu erschreckend.



3. März 2011

11:01, 6.03.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Schon wieder ist ein neuer Monat angebrochen. Jetzt bin ich schon seit 4,5Monaten in Kapstadt. Die Zeit vergeht doch recht schnell, aber ich glaub ich kann noch nicht sagen, dass ich 100% angekommen bin. Ich finde mich zurecht und fühl mich auch wohl aber ich glaube ich bin noch nicht richtig angekommen.

Letzte Woche hatten wir unser Zwischenseminar. Dies war in Hocksback, in der Nähe von Port Elizabeth. Also in der Nähe heißt 3h Autofahrt weg von Port Elizabeth. Ich bin einige Tage vorher nach PE gefahren um einfach mal alleine etwas zu unternehmen. Muss ja nicht immer mit der WG sein.

In PE war ich bei einer anderen Volunteer die dort in einem Projekt arbeitet. PE liegt, wie Kapstadt, direkt am Meer. Allerdings ist hier der Einfluss vom Indischen Ozean viel größer und somit ist das Wasser auch angenehmer.

Samstags waren wir im Addo National Elephant Park. Leider haben wir uns nicht richtig abgesprochen und waren erst recht spät dort. Wir mussten dann etwas durch hetzen, was  sehr schade war. Aber zwei größere Elefantenherden haben wir recht nah am Auto gesehen und fotografieren können (Bilder sind schon online).

Sonntag haben wir uns (alle Volunteers) dann getroffen und gebraait bevor es nach Hockback los ging. Es liegt mitten im Wald und es ist nichts drum rum! Wirklich nichts. Was auch sehr angenehm war, einfach mal nur Wald und Waldtiere drum herum zu haben. Keine Stadt, kein Stadtlärm. Auch konnte ich jeden morgen auf WALDBODEN joggen gehen. Das hat richtig gut getan.

Hier in Kapstadt hab ich nur geteerte Wege L Jeden Morgen wurde von unserer Mentorin auch Yoga angeboten, was sehr angenehm war, sich morgens mal richtig zu strecken und dehnen.

In dem Zwischenseminar ging es viel um die Reflexion der letzten Monate. Auch wie man sich die nächsten Monate vorstellt, was man noch verändern möchte und auch neue Energie sammeln für die kommenden Monate.

Wir haben auch viele Kleingruppengespräche gehabt in denen wir Reflektiert haben und auch über unsere Projekte gesprochen haben. Sehr interessant war, dass wir über alle Projekte, nicht nur die von SAGE Net gesprochen haben. 

Eine Wanderung wurde auch gemacht. Zu 2 Wasserfällen und einem Baum, der der höchste, größte und dickste Baum in Südafrika.

Auch haben wir sehr viele Gruppenspiele bzw. Teamworkarbeiten gemacht. Einen Low Robe Garden und High Robe Garden (Hochseilgarten).  Beim Hochseilgarten hab ich alles nur angeschaut, außer die Jakobsleiter. Hier bin ich mit zwei anderen Freiwilligen hoch geklettert und hab mir schöne blaue Flecken an den Armen und Beinen zugezogen.

Das Haus, das wir bewohnten, war früher ein Kinderheim. Dies sieht man heute noch. Die Betten, alles Stockbetten, sahen aus, als wären sie schon uralt. 

Die Lampen, naja Lampen waren es ja nicht wirklich, es waren mehr Glühbirnen die von der Decke hingen. Die Duschen und WCs sind nicht erwähnenswert.

 

Ich habe das sehr genossen in den Schwarzwälderalpen zu sein und die Ruhe zu genießen. Es war wirklich sehr schön dort und ich würde auch gern öfters in den Wald um einfach die Ruhe zu genießen.

Freitag Abend sind wir mit dem Greyhoundbus (hier fahren viele Langstreckenbusse von verschiednen Unternehmern) von PE wieder zurück nach Kapstadt gefahren. 12h im Sleepliner war recht angenehm, bis auf die Klimaanlage, die nicht richtig eingestellt war. Also entweder auf gefühlte 12Grad oder ganz aus.

Samstagmorgen sind wir in Kapstadt angekommen und das Stadtleben hatte mich schon wieder voll im Griff.



Auto fahren, Verkehrsmittel und die Strassenregeln

19:25, 8.02.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Also als erstes, hier ist Linksverkehr und läuft doch alles nicht so wie in Deutschland. Die Ampeln sind auf der Gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es nicht unbedingt. Also theoretisch schon, allerdings nur wenn ein Blitzer oder die Polizei in der Nähe ist. Ansonsten wird so schnell gefahren wie man möchte. Teilweise auch bis zu 100km/h in kleineren Stadtteilen.

Es gibt verschiedene Verkehrsmittel Autos, golden Arrow Busse, Minibustaxis und Zug. Vereinzelt sieht man auch Fahrräder oder Motorräder.

 

Die Autos hier sind nicht immer, eigentlich nie, auf dem neuesten Stand und meistens auch ziemlich alt. Gebraucht Wagen sind sehr teuer, auch wenn es schon alte Schrottkisten sind. Es ist nicht ganz ungefährlich wenn man mit dem selbstständig Auto fährt, da man noch mehr auf die anderen Fahrzeuge auf der Straße aufpassen muss.

 Minibustaxis, nutze ich meistens. Diese fahren ständig auf der Straße, es gibt keinen Fahrplan dafür, sie fahren einfach regelmäßig auf der Straße rum. Das sind so einer Art VW Busse die für ca. 16 Personen Sitzmöglichkeiten bietet. Oftmals werden aber bis zu 19/20 Personen rein gequetscht, so dass man meistens auf dem Schoss des Nachbarn sitzt. Platzangst oder Kontaktängste sind hier nicht angesagt.

Wenn eine Mutter mit mehreren kleineren Kindern in den Bus einsteigt, werden meist die Kids auf den Schoß andere Mütter verteilt, so dass alle mehr oder weniger bequem sitzen können.

Die meisten Minibusse sind ausgerüstet mit Bassboxen und sehr lauter Musik, was nicht immer zu einer angenehmen Fahrt wird.

Es gibt kleinere Unternehmen, die diese Minibusse unterhalten. Es gibt einen Fahrer, der ständig hupt, und meistens auch einen Schreier der aus dem Fenster immer die Richtung schreit und pfeift wie verrückt. Dieser schreit dich auch an ob du mit fahren möchtest, wenn er direkt vor dir steht. Man muss eigentlich nur an der Hauptstraße stehen und warten bis der richtige Minibus kommt. Dieser sollte normalerweise ein Schild vorne an der Scheibe kleben um zu zeigen wo hin sie fahren. Man muss eigentlich nur dem Fahrer oder Schreier zunicken oder die Hand kurz heben. Dann steigt man ein und sagt den Stadtteil in dem man wieder aussteigen möchte. Ich steig morgens z.B. immer in einen Minibus ein sag ‚Athlon’ und wenn wir dann in Athlon sagen wird noch mal gefragt wo genau man hin muss. Dann gibt es noch 2 Möglichkeiten, entweder man sagt ich will an der Schule aussteigen oder man sagt einfach irgendwann ‚Thanks driver’ (Danke Fahrer) und dieser hält dann auch sofort an (egal bei wie viel km/h er gerade war). Eine Fahrt mit dem Minibus ist eigentlich nicht teuer. Meistens zwischen 5-10 Rand, also so ungefähr zwischen 50 cent und 1,5 Euro. Ich zahle jeden Tag für eine Fahrt nach Athlon 8 Rand, so ungefähr 1 Euro und bin ca 15min unterwegs.

Auch Minibusse fahren ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Teilweise hat man schon ein bisschen Angst um sein Leben. Den wenn es für die Fahrer nicht schnell genug geht, wird mal eben auf der Gegenspur oder so nah an Parkenden Autos vorbei fahren, das man echt denk das bald Kracht. Auch werden immer irgendwelche Lücken ausgenutzt um eine Art Lückenhüpfen zu machen um schneller voran zu kommen.

Minibusse fahren nur Tagsüber, Nachts wäre es zu gefährlich für die Fahrer/Schreier und für die Fahrgäste.

 Golden Arrow ist ein ganz normaler großer Bus. Diese sind für unsere Verhältnisse doch sehr alt und vor allem sehr laut. An den Bushaltestellen hängen aber keine Fahrpläne, deshalb muss man vorher anrufen oder im Internet danach schauen. Aber letztendlich kommen die Busse doch nicht zu der Zeit wo angekündigt ist. Meistens 5-20min zu spät.

 Auch kreuzen ständig Fußgänger die Straße auf die meistens keine Rücksicht genommen wird. Deshalb ist es auch schon öfter vorgekommen das Fußgänger angefahren werden. Dann liegt ein Mensch auf der Straße und es hilft niemand. Es steht eine Menschenmaße drum herum und wartet bis irgendwann ein Krankenwagen kommt. Zum Glück kommt das nicht ständig vor.

An roten Ampeln müssen Fußgänger auch nicht stehen bleiben. Einfach nur kurz schauen ob ein Auto kommt dann einfach laufen.

 Wenn man mit dem eigenen Auto etwas länger unterwegs ist, z.B. über eine Landstraße fährt gibt es noch mal andere Regeln. Auf der Landstraße gibt es normalerweise auch einen Seitenstreifen, der regelmäßig zum fahren benutzt wird. Nämlich beim Überholen. Ein schnelleres Auto gibt mit der Lichthupe das Zeichen, dass er überholen möchte. Der langsamere sollte dann eigentlich auf dem Seitenstreifen weiter fahren. Der überholende bedankt sich per Warnblinker.

Auch sollte man seine Türen liebern verriegeln um einfach sich selbst etwas Schutz zu geben.

Nachts sollte man diese erst recht machen. Auch sollte man nachts vorsichtig sein in welchen Gegendenden man unterwegs ist. Auch muss man nachts nicht an allen roten Ampeln stehen bleiben. Nur kurz schauen ob jemand anderes drueber fahren mochte, dass es kein Unfall gibt. Ansonsten kann man einfach drueber fahren.
TAgsueber sollte man schon ueberwiegend an den Ampeln stehen bleiben. Meistens wird allerdings bei hell rot noch drueber gefahren.

 Wenn man durch die Stadt fährt ist es auch besser die Türen zu verriegeln. An den meisten Ampeln stehen Menschen die Müll einsammeln, Zeug verkaufen, oder einfach nur betteln. Man kann aber muss nichts geben oder kaufen.

Das Tanken funktioniert auch anders wie in Deutschland. Man fährt an eine Zapfsäule und wartet bis einer der Tankwarts kommt. Diesem wird dann gesagt wie viel und was getankt werden soll. Meistens reinigen diese auch die Scheiben und fragen auch ob sie den Ölstand checken sollen. Wenn sie dies mit machen, sollte ein Trinkgeld von ca. 3 Rand gegeben werden.

 Natürlich gibt es auch Taxis. Da gibt es auch wieder 2 Unterschiede: Metertaxis oder Taxis. Die Metertaxis möchten pro Kilometer bezahlt werden bei den anderen sollte man vorher einen Preis ausmachen und auf jeden Fall auch runter handeln. Taxis fahren ist im Vergleich zu Deutschland doch recht billig. Wir sind auch schon zu 6 im Taxi gefahren für ca 10min und haben nur R30 gezahlt (also so knapp 3,50Euro). Wenn wir Abends manchmal auf die Longstreet gehen und ein Taxi zum heim fahren benötigen, zahlen wir normalerweise R 50 (ca 5,5Euro) um mit 4-6/8 Personen in der WG zurück zu fahren. Teilweise sollte man nicht so genau auf den Zustand der Autos schauen, da diese doch nicht immer auf dem neusten Stand der Technik sind.

 Die Züge sind auch etwas anders wie in Deutschland. Hier gibt es die Metro – normale Züge. Diese hat wie in Deutschland auch verschiedne Klassen, 1 Klasse und 3 Klasse. Uns wurde nahe gelegt nur in der ersten Klasse zu fahren, da diese Sicherer ist. Es gibt einen großen Raum mit Sitzmöglichkeiten. Meistens laufen dort auch Sänger oder Musikanten durch die Abteile die natürlich nach Geld fragen.

Auch sehen die Züge hier etwas anders aus, es sind so einzelne Zugabteile die mit einem Steg verbunden sind.

Es gibt keine Fahrkartenautomaten, man kauft sein Ticket entweder falls ein Schaffner mal vorbei kommt (noch nie einen gesehen) oder wenn man aussteigt am Schalter.

Dann gibt es noch den Langstreckenzug. Ich bin schon mim Shosholoza-Zug gefahren. Von Johannesburg bis nach Kapstadt. Die Maximalgeschwindigkeit war gefühlte 80 km/h…. nicht wirklich schnell. Aber man konnte zum Glück auch hin liegen und schlafen.

 



Meine Arbeit - Special Care Center

08:24, 30.01.2011 .. 0 Kommentare .. Link

 Special Care Center von Cape Mental Health Society

So heißen die Schulen, in der die Betreuung behinderter Kinder angeboten wird. Es gibt 4 davon in den Kapstädter Townships: Athlon, Gugulethu, Mitchells Plain und Kayelithsha. Alle vier sind von derselben Hauptorganisation: Cape Mental Health Society. Eigentlich haben alle vier Center denselben Ablauf:

Das ist der normale Ablauf in den Centern. In allen Centern gibt es auch einen Snozzelraum - ein Raum für die Wahrnehmung, der in den meisten Fällen abgedunkelt ist und mit einer Farbigen Lampe oder einer Discokugel ausgestattet ist. Auch befinden sich oft in den Snozzelräumen für alle 5 Sinne etwas. Normalerweise wir er in den meisten Centern regelmäßig genutzt.

 

Leider funktioniert der Ablauf und das Benutzten des Snozzelraums nicht in allen Centern. Oft kommt es vor, dass die Lehrer einfach nur ihre Zeit absitzen. Trinken Tee, essen Toastbrot und unterhalten sich. Die Kinder sind in der Zeit sich selbst überlassen und machen was sie wollen. Dadurch haben die Kinder oft auch kein Benehmen, sind rücksichtslos, unaufmerksam, können sich nicht konzentrieren, nicht lesen geschweige den ihren Namen schreiben oder rechnen.

So sieht der Alltag in zwei der Center leider immer aus.

Wir Volunteers werden in die ‚nicht laufenden’ Center gesteckt, um diese einigermaßen zum laufen zu bringen.

Also wir müssen in den Centern unser Bestes geben, was andere schon vor uns probiert haben und nicht gelungen ist.

Meine Aufgaben sind:


Ich habe keine Möglichkeit mich in eine ruhige Ecke zurück zu ziehen oder generell nur mit einem Kind zu arbeiten. Die anderen Kinder kommen immer dazu und springen um mich herum oder schreien. Da die Betreuer das nicht zu interessieren scheint konnte ich bis jetzt noch nicht sehr viel mit Physiotherapie erreichen.

Zwar habe ich einige Kinder die mehr Physio benötigen als andere, die z.B. Lauftherapie und Essenstherapie benötigen. Dies kann ich gut mit in den Tagesablauf mit einbauen, allerdings wird dies von den Betreuern auch nicht unterstützt. Wenn ich mal nicht in der Schule bin, oder nur in einer anderen Gruppe, werden meine Therapieansätze nicht weiter geführt und auch nicht für notwendig gesehen. Ist doch überflüssig das ein Kind Essen lernt oder frei gehen lern… alles unnötig in den Augen der Betreuer.


Dies wurde ganz deutlich als wir ein großes Meeting hatten mit allen Betreuern von allen Schulen. Es wurde das Warten vom Busfahrer, auf das Kind, angesprochen. Als Beispiel wurde eins meiner betreuten Kinder genommen.

Es ging darum, dass der Busfahrer nicht aus dem Bus steigen darf, um ein Kind von der Haustür abzuholen, wenn es von der Mutter oder einem Familienmitglied nicht zum Bus getragen werden kann. Ich mischte mich in das Gespräch mit ein und erzählte, dass ich mit dem Kind jeden Tag Laufen trainiere und es auch laufen kann, wenn es an der Hand oder unter den Armen unterstützt wird. Und die Betreuer aus meiner Schule sagten gleich ‚NEIN, das kann das Kind nicht’ und ich wieder ‚doch ich trainiere das jeden Tag in der Schule mit ihm, es KANN laufen mit ein wenig Hilfe’ die Betreuer ‚NEIN es kann nicht laufen und muss getragen werden’ BASTA und ich durfte nichts mehr dazu sagen.


Dieses besagte Kind, wurde in meiner Anfangszeit, wo ich noch mehr beobachtete als mich mit einzubringen, aus dem Bus getragen. Auf den Boden gelegt bis zur Lunchzeit, dann auf den Stuhl getragen und dort voll gestopft mit essen und wieder zurück auf den Boden gelegt. Das war der ganze Schultag für das Kind.


Die Betreuer sehen auch nicht das Kind das noch in der Entwicklung steht oder noch am Anfang von seinem Leben ist. Nein, diese Kinder müssen nicht was fürs Leben lernen, spielen den ganzen Tag, schreien oder wie wild durch die Gegend rennen das ist der Schultag für die Betreuer in meiner Schule.



 



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