Anna in Südafrika

Auto fahren, Verkehrsmittel und die Strassenregeln

19:25, 8.02.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Also als erstes, hier ist Linksverkehr und läuft doch alles nicht so wie in Deutschland. Die Ampeln sind auf der Gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es nicht unbedingt. Also theoretisch schon, allerdings nur wenn ein Blitzer oder die Polizei in der Nähe ist. Ansonsten wird so schnell gefahren wie man möchte. Teilweise auch bis zu 100km/h in kleineren Stadtteilen.

Es gibt verschiedene Verkehrsmittel Autos, golden Arrow Busse, Minibustaxis und Zug. Vereinzelt sieht man auch Fahrräder oder Motorräder.

 

Die Autos hier sind nicht immer, eigentlich nie, auf dem neuesten Stand und meistens auch ziemlich alt. Gebraucht Wagen sind sehr teuer, auch wenn es schon alte Schrottkisten sind. Es ist nicht ganz ungefährlich wenn man mit dem selbstständig Auto fährt, da man noch mehr auf die anderen Fahrzeuge auf der Straße aufpassen muss.

 Minibustaxis, nutze ich meistens. Diese fahren ständig auf der Straße, es gibt keinen Fahrplan dafür, sie fahren einfach regelmäßig auf der Straße rum. Das sind so einer Art VW Busse die für ca. 16 Personen Sitzmöglichkeiten bietet. Oftmals werden aber bis zu 19/20 Personen rein gequetscht, so dass man meistens auf dem Schoss des Nachbarn sitzt. Platzangst oder Kontaktängste sind hier nicht angesagt.

Wenn eine Mutter mit mehreren kleineren Kindern in den Bus einsteigt, werden meist die Kids auf den Schoß andere Mütter verteilt, so dass alle mehr oder weniger bequem sitzen können.

Die meisten Minibusse sind ausgerüstet mit Bassboxen und sehr lauter Musik, was nicht immer zu einer angenehmen Fahrt wird.

Es gibt kleinere Unternehmen, die diese Minibusse unterhalten. Es gibt einen Fahrer, der ständig hupt, und meistens auch einen Schreier der aus dem Fenster immer die Richtung schreit und pfeift wie verrückt. Dieser schreit dich auch an ob du mit fahren möchtest, wenn er direkt vor dir steht. Man muss eigentlich nur an der Hauptstraße stehen und warten bis der richtige Minibus kommt. Dieser sollte normalerweise ein Schild vorne an der Scheibe kleben um zu zeigen wo hin sie fahren. Man muss eigentlich nur dem Fahrer oder Schreier zunicken oder die Hand kurz heben. Dann steigt man ein und sagt den Stadtteil in dem man wieder aussteigen möchte. Ich steig morgens z.B. immer in einen Minibus ein sag ‚Athlon’ und wenn wir dann in Athlon sagen wird noch mal gefragt wo genau man hin muss. Dann gibt es noch 2 Möglichkeiten, entweder man sagt ich will an der Schule aussteigen oder man sagt einfach irgendwann ‚Thanks driver’ (Danke Fahrer) und dieser hält dann auch sofort an (egal bei wie viel km/h er gerade war). Eine Fahrt mit dem Minibus ist eigentlich nicht teuer. Meistens zwischen 5-10 Rand, also so ungefähr zwischen 50 cent und 1,5 Euro. Ich zahle jeden Tag für eine Fahrt nach Athlon 8 Rand, so ungefähr 1 Euro und bin ca 15min unterwegs.

Auch Minibusse fahren ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Teilweise hat man schon ein bisschen Angst um sein Leben. Den wenn es für die Fahrer nicht schnell genug geht, wird mal eben auf der Gegenspur oder so nah an Parkenden Autos vorbei fahren, das man echt denk das bald Kracht. Auch werden immer irgendwelche Lücken ausgenutzt um eine Art Lückenhüpfen zu machen um schneller voran zu kommen.

Minibusse fahren nur Tagsüber, Nachts wäre es zu gefährlich für die Fahrer/Schreier und für die Fahrgäste.

 Golden Arrow ist ein ganz normaler großer Bus. Diese sind für unsere Verhältnisse doch sehr alt und vor allem sehr laut. An den Bushaltestellen hängen aber keine Fahrpläne, deshalb muss man vorher anrufen oder im Internet danach schauen. Aber letztendlich kommen die Busse doch nicht zu der Zeit wo angekündigt ist. Meistens 5-20min zu spät.

 Auch kreuzen ständig Fußgänger die Straße auf die meistens keine Rücksicht genommen wird. Deshalb ist es auch schon öfter vorgekommen das Fußgänger angefahren werden. Dann liegt ein Mensch auf der Straße und es hilft niemand. Es steht eine Menschenmaße drum herum und wartet bis irgendwann ein Krankenwagen kommt. Zum Glück kommt das nicht ständig vor.

An roten Ampeln müssen Fußgänger auch nicht stehen bleiben. Einfach nur kurz schauen ob ein Auto kommt dann einfach laufen.

 Wenn man mit dem eigenen Auto etwas länger unterwegs ist, z.B. über eine Landstraße fährt gibt es noch mal andere Regeln. Auf der Landstraße gibt es normalerweise auch einen Seitenstreifen, der regelmäßig zum fahren benutzt wird. Nämlich beim Überholen. Ein schnelleres Auto gibt mit der Lichthupe das Zeichen, dass er überholen möchte. Der langsamere sollte dann eigentlich auf dem Seitenstreifen weiter fahren. Der überholende bedankt sich per Warnblinker.

Auch sollte man seine Türen liebern verriegeln um einfach sich selbst etwas Schutz zu geben.

Nachts sollte man diese erst recht machen. Auch sollte man nachts vorsichtig sein in welchen Gegendenden man unterwegs ist. Auch muss man nachts nicht an allen roten Ampeln stehen bleiben. Nur kurz schauen ob jemand anderes drueber fahren mochte, dass es kein Unfall gibt. Ansonsten kann man einfach drueber fahren.
TAgsueber sollte man schon ueberwiegend an den Ampeln stehen bleiben. Meistens wird allerdings bei hell rot noch drueber gefahren.

 Wenn man durch die Stadt fährt ist es auch besser die Türen zu verriegeln. An den meisten Ampeln stehen Menschen die Müll einsammeln, Zeug verkaufen, oder einfach nur betteln. Man kann aber muss nichts geben oder kaufen.

Das Tanken funktioniert auch anders wie in Deutschland. Man fährt an eine Zapfsäule und wartet bis einer der Tankwarts kommt. Diesem wird dann gesagt wie viel und was getankt werden soll. Meistens reinigen diese auch die Scheiben und fragen auch ob sie den Ölstand checken sollen. Wenn sie dies mit machen, sollte ein Trinkgeld von ca. 3 Rand gegeben werden.

 Natürlich gibt es auch Taxis. Da gibt es auch wieder 2 Unterschiede: Metertaxis oder Taxis. Die Metertaxis möchten pro Kilometer bezahlt werden bei den anderen sollte man vorher einen Preis ausmachen und auf jeden Fall auch runter handeln. Taxis fahren ist im Vergleich zu Deutschland doch recht billig. Wir sind auch schon zu 6 im Taxi gefahren für ca 10min und haben nur R30 gezahlt (also so knapp 3,50Euro). Wenn wir Abends manchmal auf die Longstreet gehen und ein Taxi zum heim fahren benötigen, zahlen wir normalerweise R 50 (ca 5,5Euro) um mit 4-6/8 Personen in der WG zurück zu fahren. Teilweise sollte man nicht so genau auf den Zustand der Autos schauen, da diese doch nicht immer auf dem neusten Stand der Technik sind.

 Die Züge sind auch etwas anders wie in Deutschland. Hier gibt es die Metro – normale Züge. Diese hat wie in Deutschland auch verschiedne Klassen, 1 Klasse und 3 Klasse. Uns wurde nahe gelegt nur in der ersten Klasse zu fahren, da diese Sicherer ist. Es gibt einen großen Raum mit Sitzmöglichkeiten. Meistens laufen dort auch Sänger oder Musikanten durch die Abteile die natürlich nach Geld fragen.

Auch sehen die Züge hier etwas anders aus, es sind so einzelne Zugabteile die mit einem Steg verbunden sind.

Es gibt keine Fahrkartenautomaten, man kauft sein Ticket entweder falls ein Schaffner mal vorbei kommt (noch nie einen gesehen) oder wenn man aussteigt am Schalter.

Dann gibt es noch den Langstreckenzug. Ich bin schon mim Shosholoza-Zug gefahren. Von Johannesburg bis nach Kapstadt. Die Maximalgeschwindigkeit war gefühlte 80 km/h…. nicht wirklich schnell. Aber man konnte zum Glück auch hin liegen und schlafen.

 


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