Anna in Südafrika

12 März 2011 Die Menschen in Südafrika

17:38, 12.03.2011 .. 0 Kommentare .. Link

Südafrika ist schon fast Europa. Es gibt sehr viele Einwanderer und immer mehr die sich für das Leben in Südafrika faszinieren.

Kapstadt hat sehr viele deutsche Zuwanderer und es ist schon fast nichts mehr neues wenn man einen Deutschen in der Stadt trifft. Manchmal schon etwas nervig, mh schon wieder ein Deutscher…. Es gibt auch eine Deutsche Schule, Kirche, Bäckerei und vieles mehr das von Deutschland hier her mit gebracht wurde.

 

Aber eigentlich sollte dieser Bericht nicht über die deutschen Zuwanderer in Südafrika gehen. Viel eher um das Leben und Verhalten der Menschen die hier leben.

 

Es gibt hier auch Unterschiede unter den Afrikanern, verschiedene Stämme: Xhosa, Afrikaans, Zulu, Sesotho und noch viele mehr. Die alle auch ihre eigene Sprache mit oder ohne Klicklauten in den Wörtern haben. Dies gestaltet es auch teilweise schwierig alle zu verstehen und sich nicht ausgeschlossen zu fühlen. Auch sprechen alle etwas anderes Englisch mit Akzenten oder einfach auch von der Grammatik sehr schwer verständliches Englisch. In manchen Sprachen gibt es auch ein er/sie/es und dadurch erwecken sie immer den Eindruck, dass sie keine richtige Grammatik kennen.

 

Die unterschiedlichen Wohnsituationen sind teilweise auch eher erschreckend als normal. Viele wohnen in Townships, die sich um Kapstadt herum erstrecken. Es gibt Blechhütten, aber auch Fertighäuser. Die ‚normalen’ Häuser werden teilweise vom Staat gezahlt um die Blechhütten abzureißen um einen besseren Eindruck zu machen. Dies führt/führte teilweise auch zu Zwangsumsiedelungen.

 

In einigen Townships ist es auch so, dass auf der einen Seite von der Straße Fertighäuser stehen und auf der anderen Seite der Straße oder zwischen drin Blechhütten.

 

Jeder Bewohner kann das eigene ‚Haus’(Blechhütte) individuell gestalten. Hierbei entscheidet sich dann auch ob es ein oder mehrere Räume gibt. Manchmal werd auch durch Vorhänge, die nochmals Räume abtrennen, ein bisschen mehr (optische) Privatsphäre für die Bewohner gegeben.

Die meisten wohnen mit ihren ganzen Familien in einer Hütte mit einem Raum. Dann werden sich Bett geteilt und auf dem Boden geschlafen. Ich glaube auc, dass Afrikaner in ihren Hütten mehr Ordnung halten wie manch Deutscher in seinem eigenen Haus. Die meisten Familien besitzen auch ein Haustier, meistens einen Hund. Diese laufen frei, ohne Halsband herum und bellen jeden an.

Alkohol wird auch sehr groß geschriebne. Es wird sehr viel Alkohol in den Townships konsumiert. Nicht nur Abends sondern auch tagsüber und morgens. So dass, wenn man durchs Township kommt/fährt, schon morgens gegen 9Uhr Bierflaschen in Händen sieht und auch teilweise Sturzbetrunkene, meistens Männer, die nicht mehr von alleine gehen geschweige den stehen können.

Die Kinder spielen in den Straßen und im Dreck. Manchmal mit Müll manchmal mit einem gebastelten Spielzeug.

Da, wie oben erwähnt, viel Alkohol konsumiert wird, gibt es auch eine große Zahl von behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

 

Die Arbeitslosenrate nimmt in den Townships immer mehr zu. Meistens hat einer in einer 8köpfigen Familie einen Job (wenn überhaupt). Es gibt auch so was in der Art wie Kindergeld, aber dies muss auch beantragt werden. Wenn man nicht gemeldet ist, ist es auch schwierig Kindergeld zu bekommen.

 

Aber nicht ganz Kapstadt/Afrika besteht aus Townships. Es gibt um den Tafelberg viele Stadtteile die die Studenten, Mittel- und die Reichenschicht von Kapstadt beherbergt. Ich wohne der Studentengegend. Es gibt viele WGs in Observatory und auch viele Studentenwohnheime.

 

Auch hier gibt es viele Bettler die auch oft einen nach Essen und Geld fragen. Manche sind Erwachsen, ältere Menschen und manchmal auch Kinder. Die Kinder sind immer sehr Mitleids erregend. Da sie dann mit einem Zettel kommen auf dem stehe, dass sie nur ein paar Rand brauchen um ein Zimmer für die Nacht brauchen. Und ein bisschen Geld für Essen oder ob du ihnen nicht gleich was zu Essen kaufen könntest. Oftmals laufen die Eltern mit den Kindern die Straße entlang. Wenn sie jemand sehen, der eventuell was zu essen geben könnten, werden die Kinder los geschickt um nach Essen zu fragen. Auch wenn der Rucksack von den Eltern schon mit Essen ganz eindeutig voll gestopft ist.

Es gibt auch Bettler die sehr nett sind und sich auch mal nur unterhalten wollen. Da ist man dann doch bereiter etwas zu essen vorbei zu bringen.

 

Unsere Haustür zeigt zum Bahnhof hin. Auch wenn wir 2 Gates (Eisentore) vor unserer eigentlichen Haustür haben stehen des öfteren Bettler davor. Sie entschuldigen sich dann immer erst, dass sie jetzt hier stehen und mich belästigen. Aber letztendlich wollen sie gerne was zu essen oder Geld haben. Das Problem ist, dass wenn man ihnen was gibt, dann merken sie sich das und stehen dann immer öfters da und meistens auch andere. Deshalb, so schwer es auch fällt am besten ignorieren oder mit einem ganz klaren NEIN antworten. Was anfangs nicht immer leicht war. Mittlerweile bin ich top im ignorieren und im Nein sage auch nicht ganz schlecht.  

 

Es gibt auch einen Stadtteil der Schönen und Reichen – Camps Bay. Hier sind tatsächlich viele Models und hier steigen meistens auch die Stars ab, die Kapstadt besuchen. Einen Stadtteil vor Camps Bay ist Klifton – der Schwulenstrand.

Dies war ein doch sehr langer Eintag, hoffentlich nicht all zu erschreckend.


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